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EP 0 214 083 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.06.1990 Patentblatt 1990/24 |
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Anmeldetag: 22.07.1986 |
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Lasttrennschalter für den Mittelspannungsbereich
Load break switch for the middle voltage range
Disjoncteur-sectionneur pour des réseaux à moyenne tension
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR LI NL |
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Priorität: |
01.08.1985 DE 3527880
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.03.1987 Patentblatt 1987/11 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Reinhardt, Hans-Jürgen, Dr.-Ing.
D-1000 Berlin 12 (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 111 790 DE-C- 758 950
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DE-A- 3 319 010
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Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Lasttrennschalter für den Mittelspannungsbereich
mit trennbaren Hauptkontakten und einem Löschrohr aus Kunststoff, das ein bewegbares
Schaltstück mit einem Abbrennring und ein feststehendes Schaltstück mit einem damit
verbundenen Abbrennkontakt enthält, welche einen parallelen Stromweg zu den Hauptkontakten
bilden, bei dem das bewegbare Schaltstück einen Schaltstift mit Rastkopf und einem
ringförmigen Randflansch enthält, der an der dem Rastkopf abgewandten Seite des Schaltstiftes
liegt, mit dem Abbrennring verbunden ist und in einen kolbenartigen Löschkörper aus
gasabgebenden Isolierstoff ausläuft, der einen engen Spalt zum Löschrohr aufweist.
[0002] Ein derartiger Lasttrennschalter ist aus der DE-OS 31 11 790 bekannt. Bei dem bekannten
Lasttrennschalter ist das feststehende Schaltstück hohlzylindrisch ausgebildet und
bei dem bewegbaren Schaltstück endet der Schaltstift im Boden eines ihn umgebenden
Hohlzylinders mit einem Randflansch. Bei der Ausschaltbewegung werden zunächst die
beiden Hauptkontakte getrennt und der Strom fließt über den im Löschrohr befindlichen
parallelen Strompfad, gebildet aus dem feststehenden hohlzylindrischen Schaltstück
und dem bewegbaren Schaltstück, dessen Randflansch zum hohlzylindrischen Schaltstück
in Kontakt steht. Durch die weitere Ausschaltbewegung wird der Schaltstift des bewegbaren
Schaltstücks durch den Rastkopf gegen die Kraft einer Rückstellfeder mitgenommen.
Dabei wird der Randflansch mit dem Abbrennring aus dem hohlzylindrischen Schaltstück
herausgezogen, so daß in dem Spalt zwischen dem Löschrohr und dem kolbenartigen Löschkörper
ein Lichtbogen entsteht. Die Fußpunkte des Lichtbogens befinden sich auf dem Abbrennring
bzw. Abbrennkontakt. Der Lichtbogen setzt sowohl aus dem Kunststoff des Löschrohrs
als auch aus dem gasabgebenden Isolierstoff des Löschkörpers Gase frei, die den Lichtbogen
kühlen und in einem Stromnulldurchgang löschen. Dabei wird der Lichtbogen im allgemeinen
stets an der gleichen Stelle des Umfangs des Schaltstücks und des Randflansches und
somit auch an der gleichen Stelle des mit ihnen verbundenen Abbrennkontaktes bzw.
Abbrennringes gezogen, nämlich ausgehend von dem besten Stromkontaktpunkt entlang
des Umfangs, bedingt durch Konstruktion, Fertigungstoleranzen oder durch besondere
Andruckmittel. Der Lichtbogen bleibt dann auch, nachdem er aus dem engen Spalt, in
dem er gezogen wurde, etwas herausgelaufen ist, immer an der gleichen Stelle stehen.
Dadurch konzentriert sich der Abbrand des Löschkörpers und des Löschrohrs auf diese
Stelle und diese lokale Ausbrennung führt zu einer verminderten Lebensdauer des Löschsystems
des Lasttrennschalters.
[0003] Weiterhin ist aus der. DE-OS 29 07 574 ein Lasttrennschalter bekannt, bei dem das
im Löschsystem liegende bewegbare Schaltstück einen Schaltstift mit Rastkopf enthält,
der auf der anderen Seite in einem ringförmigen Kontakt endet, hinter dem ein Löschstift
liegt, der einen engen Spalt zum Löschrohr aufweist. Das dazu gehörige stehende Schaltstück
ist als eine entsprechend einer Mantellinie des Löschrohres verlaufende Stromleitbahn
ausgebildet. Außerdem ist ein Andrückelement vorgesehen, das diametral entgegengesetzt
zum stehenden Schaltstück liegt und den Kontakt zwischen dem stehenden und dem bewegbaren
Schaltstück sichert. Auch bei diesem Lasttrennschalter wird der Ausschaltlichtbogen
stets an der gleichen Stelle gezogen, so daß entsprechend der Abbrand der Löschkammer
einseitig ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Lasttrennschalter so zu gestalten,
daß der durch den Ausschaltlichtbogen bedingte Abbrand möglichst gleichmäßig über
den Umfang des Löschrohres bzw. Löschkörpers verteilt wird, damit sich die Lebensdauer
des Löschsystems erhöht.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einem Lasttrennschalter der eingangs beschriebenen
Art gemäß der Erfindung der Abbrennring geschlitzt, bildet zumindest eine Windung
und ist benachbart zum Schlitz einseitig über einen Kontaktsteg mit dem Randflansch
verbunden und ferner ist der mit dem feststehenden Schaltstück verbundene Abbrennkontakt
gleichfalls als geschlitzter Ring ausgebildet, der benachbart zum Schlitz einseitig
über einen Kontaktsteg mit dem Rand des feststehenden Schaltstückes verbunden ist,
wobei der Raum zwischen dem Rand des feststehenden und/oder bewegbaren Schaltstücks
und dem Abbrennkontakt und/oder dem Abbrennring sowie der Schlitz des Abbrennringes
und/oder Abbrennkontaktes mit lsolierstoff ausgefüllt sind. Die besondere konstruktive
Gestaltung des mit dem Randflansch des bewegbaren Schaltstückes verbundenen Abbrennringes
löst bei einem seitlich des Kontaktsteges gezogenen Lichtbogen eine Rotationsbewegung
aus, die vom Kontaktsteg weggerichtet ist, so daß der Lichtbogen innerhalb seiner
Brenndauer in der aus Löschrohr und Löschkörper gebildeten Löschkammer bei einer Windung
bis zum Ende des geschlitzten Abbrennringes läuft, oder bei zwei oder mehreren Windungen
mehrmals umläuft. Dadurch wird ein gleichförmiger Abbrand der Löschkammer erreicht.
[0006] Dadurch, daß auch der Abbrennkontakt des feststehenden Schaltstücks ein geschlitzter
Ring ist, gelingt es, die an sich bekannte Lichtbogenrotation bei zusammenwirkenden
stift- und hülsenförmigen Kontakten (DE-C 758 950) auch in dem engen Spalt einer Rohrlöschkammer
zu verwirklichen.
[0007] Die Ausfüllung der nahe bzw. an dem Abbrennkontakt und dem Abbrennring verbleibenden
Zwischenräume durch Isolierstoff sorgt für eine Abstützung und bildet einen Schutz
gegen eine Verdrehung.
[0008] Die Möglichkeit der Rotation des Lichtbogens während seiner Brenndauer wird erhöht
mit der Zahl der von dem Abbrennring gebildeten Windungen. Eine vorteilhafte Ausgestaltung
der Erfindung wird darin gesehen, wenn der Abbrennring zwei Windungen aufweist.
[0009] Wenn der mit dem Randflansch verbundene, geschlitzte Abbrennring nur eine Windung
aufweist und ein Andrückelement vorgesehen ist, das den Kontaktdruck zwischen dem
bewegbaren Schaltstück und dem stehenden Schaltstück sichert, empfiehlt es sich, das
Andrückelement angenähert diametral entgegengesetzt zu einem Bereich des geschlitzten
Abbrennringes zu legen, der von dem Kontaktsteg zwischen dem Gleitkontaktring und
dem geschlitzten Abbrennring auf der durchgehenden Ringseite wenigstens fünf bis zehn
Kontaktstegbreiten entfernt liegt. Dadurch kann für die Lichtbogenrotation fast der
gesamte Umfang des geschlitzten Abbrennringes ausgenutzt werden.
[0010] Es erweist sich als sinnvoll, daß die Kontaktstege des Abbrennringes und des Abbrennkontaktes
und die Schlitze jeweils auf einer Längsebene liegen, damit auch bei kleinen Lichtbogenlängen
die Rotation sichergestellt ist, weil die Fußpunkte des lichtbogens sich in gleicher
Richtung bewegen.
[0011] Da durch den während der Brenndauer des Lichtbogens fließenden Strom auf die Teile
des Abbrennringes und des bewegbaren Schaltstiftes mechanische Kräfte ausgeübt werden,
ist es vorteilhaft, insbesondere für den Fall, daß der Schaltstift des bewegbaren
Schaltstücks im Boden eines Hohlzylinders endet, dessen oberer Randflansch mit dem
Abbrennring verbunden ist, wobei der Löschkörper den Hohlzylinder umgibt, den Raum
zwischen dem leitenden Hohlzylinder, dem Randflansch und dem geschlitzten Abbrennring
mit einem Distanzkörper aus Isolierstoff auszufüllen. Dieser nimmt dann die mechanischen
Kräfte auf und verhindert eine unerwünschte Verlagerung der Teile des Schaltstiftes.
[0012] Im folgenden sei die Erfindung noch anhand der in den Figuren 1 bis 4 der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Figur 1 zeigt schematisch eine
Seitenansicht eines Lasttrennschalters. In Figur 2 ist ein Längsschnitt durch ein
gemäß der Erfindung ausgebildetes Löschsystem dieses Lasttrennschalters schematisch
dargestellt, wobei der rechte obere Teil gegenüber der gezeigten Längsebene etwas
gedreht ist. Die Figur 3 zeigt, teilweise in perspektivischer Ansicht, einen Teil
eines gegenüber Figur 2 leicht abgewandelten bewegbaren Schaltstückes und Figur 4
das stehende Schaltstück.
[0013] Jeder Pol des in Figur 1 dargestellten Lasttrennschalters 1 besteht im wesentlichen
aus drei Stützisolatoren 2, 3, 4, die auf einem rahmenartigen Gestell 5 befestigt
sind und die stromführenden Elemente tragen. So trägt der Stützisolator 2 die erste
Anschlußvorrichtung 6, die über ein flexibles Stromband 7 mit dem auf den Stützisolator
3 befindlichen Hauptkontakt 8 verbunden ist. Außerdem ist dort der Gegenkontakt 9
für den Rastkopf 10 des bewegbaren Schaltstükkes 11 im Löschsystem 12 angeordnet.
Das Löschsystem 12 und der zweite Hauptkontakt 13, sowie die zweite Anschlußvorrichtung
14 sind über einen Träger 15 am Stützisolator 4 befestigt. Während die Stützisolatoren
2 und 4 fest stehen, ist der Stützisolator 3 mittels einer Antriebswelle 16 und einem
nicht dargestellten Antriebssystem schwenkbar ausgebildet und führt die Ein- und Ausschaltbewegung
des Lasttrennschalters 1 durch.
[0014] In Figur 1 ist der Lasttrennschalter 1 im ausgeschalteten Zustand gezeigt. Zum Einschalten
wird die Antriebswelle 16 betätigt und dadurch der Stützisolator 3 in Richtung auf
das Löschsystem 12 bewegt. Dabei gelangt der Hauptkontakt 8 in Eingriff mit dem Hauptkontakt
13, während der Gegenkontakt 9 in Eingriff mit dem Rastkopf 10 des bewegbaren Schaltstückes
11 gelangt, das seinerseits im Löschsystem 12 in Kontakt mit dem stehenden Schaltstück
17 steht, das auch am Träger 15 befestigt ist. Bei der entgegengesetzten, ebenfalls
durch die Antriebswelle 16 ausgelösten Ausschaltbewegung lösen sich zunächst die Hauptkontakte
8 und 13 voneinander, während der parallele Strompfad von der ersten Anschlußvorrichtung
6 über den Gegenkontakt 9, den Rastkopf 10 und das bewegbare Schaltstück 11 sowie
dem entsprechenden stehenden Schaltstück 17 zur zweiten Anschlußvorrichtung 14 erhalten
bleibt. Der Rastkopf 10 wird vom Gegenkontakt 9 während der Ausschaltbewegung gegen
die Kraft einer sich dabei spannenden nicht dargestellten Rückholfeder mitgenommen
und das bewegbare Schaltstück 11 gleitet zunächst an dem stehenden Schaltstück 17
entlang. Wenn die Hauptkontakte 8, 13 einen genügend großen Abstand zueinander haben,
trennt sich auch im Löschsystem 12 das bewegbare Schaltstück 11 vom stehenden Schaltstück
17 und es entsteht ein Ausschaltlichtbogen 18 (Figur 2), der erlischt bevor der Rastkopf
10 freigegeben wird. Schließlich löst sich der Rastkopf 10 vom Gegenkontakt 9 und
das bewegbare Schaltstück 11 wird durch die nicht dargestellte Rückholfeder in seine
Ausgangslage innerhalb des Löschsystems 12 zurückgeführt.
[0015] Einzelheiten des Löschsystems 12 und des konstruktiven Aufbaus des bewegbaren Schaltstücks
11 und des stehenden Schaltstücks 17 sind aus Figur 2 ersichtlich. Das Löschsystem
12 besteht aus einem zweiteiligen äußeren Löschrohr 19 aus Kunststoff, das an einem
ringförmigen Teil des Trägers 15 befestigt ist, der auch mit dem hohlzylindrischen
stehenden Schaltstücks 17 in Verbindung steht. Zentrisch im Innem des Löschrohrs 19
ist der Schaltstift 20 des bewegbaren Schaltstücks 11 angeordnet, der mit seinem den
Rastkopf 10 abgewandten Ende 21 den Boden 22 eines Hohlzylinders 23 aus Kupfer durchdringt
und in einem den Hohlzylinder 23 umgebenden kolbenartigen Löschkörper 24 endet. Der
Hohlzylinder 23 weist einen oberen Randflansch 25 auf, dessen Außendurchmesser kleiner
als der Innendurchmesser des Löschrohres 19 ist. Auch der Außendurchmesser des kolbenartigen
Löschkörpers 24 aus gasabgebenden Isolierstoff ist kleiner als der Innendurchmesser
des Löschrohrs 19, so daß er zu diesem einen Spalt 26 bildet.
[0016] Bei dem bewegbaren Schaftstück 11 ist der Randflansch 25 des Hohlzylinders 23 mit
einem geschlitzten Abbrennring 27 verbunden, wozu ein neben dem Schlitz liegender
Kontaktsteg 28 dient. Der geschlitzte Abbrennring 27 bildet eine Windung. Der Raum
zwischen dem Randflansch 25, dem Hohlzylinder 23 und dem Abbrennring 27 ist durch
einen Distanzkörper 29 aus Isolierstoff ausgefüllt. Auch das stehende Schaltstück
17 ist mit einem Abbrennkontakt 30 verbunden, der als geschlitzter Ring ausgebildet
ist und benachbart zum Schlitz 31 (siehe Figur 4) einseitig über den Kontaktsteg 32
mit dem Rand 33 des stehenden Schaltstücks 17 verbunden ist. Auch hier ist der Raum
zwischen dem Rand 33 des stehenden Schaltstücks 17 und dem Abbrennkontakt 30 mit Isolierstoff
34 ausgefüllt, dessen Innenfläche 35 gegenüber des Abbrennkontaktes 30 zurücksteht.
Die beiden Kontaktstege 28, 32 am bewegbaren Schaltstück 11 und am stehenden Schaltstück
17 liegen jeweils auf der gleichen Längsebene. Sie befinden sich nicht genau diametral
entgegengesetzt zu einem aus einer Stellschraube bestehenden Andrückelement 36, das
in einer zum Längsschnitt der Figur 2 gedrehten Längsebene liegt, sondern um ungefähr
fünf bis zehn Kontaktstegbreiten dazu auf der durchgehenden Ringseite versetzt. Das
Andrückelement 36 wirkt auf die Oberfläche des Löschkörpers 24 so ein, daß an dieser
um fünf bis zehn Kontaktstegbreiten gegenüber der diametralen versetzten Stelle ein
eindeutiger Kontakt zwischen der ballig ausgebildeten Außenfläche 37 des Abbrennringes
27 und der inneren Mantelfläche 38 des hohlzylindrischen, stehenden Schaltstück 17
entsteht und der Ausschaltlichtbogen 18 jeweils dort gezogen wird.
[0017] Wenn nun während der Ausschaltbewegung das bewegbare Schaltstück 11 durch den mitgenommenen
Rastkopf 10 aus dem stehenden Schaltstück 17 herausgezogen wird, so fließt der Strom
von der ersten Anschlußvorrichtung 6 und dem Gegenkontakt 9 zum Rastkopf 10. Dann
über den Schaltstift 20 und den Boden 22, sowie den Hohlzylinder 23 zu dessen Randflansch
25. Dies ist jeweils durch kleine Pfeile angedeutet. Von dem Randflansch 25 tritt
der Strom über den Kontaktsteg 28 zum Abbrennring 27 über. Solange sich der Abbrennring
27 innerhalb des hohlzylindrischen, stehenden Schaltstücks 17 befindet, tritt der
Strom vom Abbrennring 27 über dessen ballige Außenfläche 37 auf die innere Mantelfläche
38 des stehenden Schaltstücks 17 über und wird dann über den Träger 15 zur zweiten
Anschlußvorrichtung geleitet. Gleitet nun das bewegbare Schaltstück 11 aus dem stehenden
Schaltstück 17 heraus, so überbrückt zunächst der ballige Abbrennring 27 am bewegbaren
Schaltstück 11 den Spalt zwischen dem Rand 33 des hohlzylindrischen, stehenden Schaltstücks
17 und dem Abbrennkontakt 30. Bei weiterer Ausschaltbewegung wird daher der Ausschaltlichtbogen
18 sicher am Abbrennkontakt 30 gezündet und nicht am Rand 33. Der andere Fußpunkt
des Ausschaltlichtbogens 18 liegt auf dem Abbrennring 27. Da der Abbrennring 27 und
Abbrennkontakt 30 jeweils geschlitzte Ringe sind, muß der Strom vom Lichtbogenfußpunkt
über den jeweiligen Kontaktsteg 28 bzw. 32, die um fünf bis zehn Kontaktstegbreiten
entfernt sind, fließen und es entstehen dadurch magnetische Kräfte, die den Ausschaltlichtbogen
18 von der Kontaktierungsstelle weg zum anderen Ende des geschlitzten Abbrennringes
27 bzw. 30 treiben. Der Ausschaltlichtbogen 18 löst währrend seines Brennens aus den
benachbarten Flächen des Löschkörpers 24 bzw. des Löschrohrs 19 Gase. Infolge der
Bewegung des Ausschaltlichtbogens 18 verteilen sich dabei die dem Lichtbogen ausgesetzten
Flächen über einen Teil oder auch über den gesamten Umfang des Löschsystems 12. Die
Teile des Löschsystems 12 werden daher gleichmäßiger beansprucht und die Lebensdauer
des Löschsystems 12 wird entsprechend erhöht.
[0018] Da durch die Beschleunigung während des Ausschaltvorganges und durch die fließenden
Ströme mechanische Kräfte auf die Teile der Schaltstücke 11, 17 ausgeübt werden, die
zum Teil durch den Distanzkörper 29 bzw. den Isolierstoff 34 aufgenommen werden, empfiehlt
es sich außerdem, die Schlitze im Abbrennring 27 und im Abbrennkontakt 30 ebenfalls
auszufüllen, z.B. den Schlitz 31 durch einen Ansatz des Löschrohrs 19 und den Schlitz
des Abbrennringes durch einen Ansatz am Distanzkörper 29. Dadurch wird jeweils auch
ein Verdrehen des Abbrennringes 27 gegenüber dem Randflansch 25 und des Abbrennkontaktes
30 gegenüber dem Rand 33 vermieden.
[0019] Bei der modifizierten, in Figur 3 dargestellten Ausführung des bewegbaren Schaltstücks
11 sind für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen beibehalten. Die Figur 3 zeigt perspektivisch
und schematisch den nicht geschnittenen Hohlzylinder 23 mit seinem Randflansch 25.
Dieser ist über den Kontaktsteg 28 mit dem Abbrennring 27 verbunden. Der Abbrennring
27 hat hier zwei Windungen 39, 40, die jeweils durch einen Schlitz 41 unterbrochen
sind. Durch Pfeile ist der Verlauf des Stromes während des Brennens des Abschaltlichtbogens
18 angedeutet.
1. Lasttrennschalter (1) für den Mittelspannungsbereich mit trennbaren Hauptkontakten
(8, 13) und einem Löschrohr (19) aus Kunststoff, das ein bewegbares Schaltstück (11)
mit einem Abbrennring (27) und ein feststehendes Schaltstück (17) mit einem damit verbundenen Abbrennkontakt (30) enthält, welche einen parallelen
Stromweg zu den Hauptkontakten (8,13) bilden, bei dem das bewegbare Schaltstück (11)
einen Schaltstift (20) mit Rastkopf (10) und einen ringförmigen Randflansch (25) enthält,
der an der dem Rastkopf (10) abgewandten Seite des Schaltstiftes (20) liegt, mit dem
Abbrennring (27) verbunden ist und in einen kolbenartigen Löschkörper (24) aus gasabgebenden
Isolierstoff ausläuft, der einen engen Spalt (26) zum Löschrohr (19) aufweist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abbrennring (27) geschlitzt ist, zumindest eine Windung (39,
40) bildet und benachbart zum Schlitz (41) einseitig über einen Kontaktsteg (28) mit
dem Randflansch (25) verbunden ist und daß der mit dem feststehenden Schaftstück (17)
verbundene Abbrennkontakt (30) gleichfalls als geschlitzter Ring ausgebildet ist,
der benachbart zum Schlitz (31) einseitig über einen Kontaktsteg (32) mit dem Rand
(33) des feststehenden Schaltstückes (17) verbunden ist, wobei der Raum zwischen dem
Rand (25; 33) des feststehenden (11) und/oder bewegbaren (17) Schaltstücks und dem
Abbrennkontakt (30) und/oder dem Abbrennring (27) sowie der Schlitz (31; 41) des Abbrennringes
(27) und/oder Abbrennkontaktes (30) mit Isolierstoff ausgefüllt sind.
2. Lasttrennschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Randflansch
(25) verbundene geschlitzte Abbrennring (27) zwei Windungen (39, 40) aufweist.
3. Lasttrennschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Randflansch
(25) verbundene, geschlitzte Abbrennring (27) nur eine Windung aufweist und ein Andrückelement
(36) vorgesehen ist, das den Kontaktdruck zwischen dem bewegbaren Schaltstück (11)
und dem feststehenden Schaltstück (17) sichert und daß das Andrückelement (36) angenähert
diametral entgegengesetzt zu einem Bereich des geschlitzten Abbrennringes (27) liegt,
der von dem Kontaktsteg (28) auf der durchgehenden Ringseite wenigstens fünf bis zehn
Kontaktstegbreiten entfernt liegt.
4. Lasttrennschalter nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktstege
(28, 32) des Abbrennringes (27) und des Abbrennkontaktes (30) und die Schlitze (31;
41) jeweils auf einer Längsebene liegen.
5. Lasttrennschalter nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltstift
(20) des bewegbaren Schaltstückes (11) im Boden (22) eines ihm umgebenden leitenden
Hohlzylinders (23) endet, dessen oberer Randflansch (25) mit dem Abbrennring (27)
verbunden ist, wobei der Hohlzylinder (23) außer dem Randflansch (27) und dem geschlitzten
Abbrennring (27) von dem kolbenartigen Löschkörper (24) umgeben ist und daß der Raum
zwischen dem leitenden Hohlzylinder (23), seinem Ringflansch (25) und dem geschlitzten
Abbrennring (27) mit einem Distanzkörper (29) aus Isolierstoff ausgefüllt ist.
1. Load-isolating switch (1) for the medium-high voltage range comprising separable
main contacts (8, 13) and an expulsion tube (19) consisting of plastics material,
which comprises a movable contact member (11), with an arcing ring (27), and a fixed
contact member (17) to which an arcing contact (30) is connected, which parts form
a current path parallel to the main contacts (8, 13), the movable contact member (11)
comprising a contact rod (20) having a locking head (10) and a ring-shaped peripheral
flange (25) situated on that side of the contact rod (20) which is further from the
locking head (10), the said flange being connected to the arcing ring (27) and terminating
a piston-like quenching member (24) consisting of gas-emitting insulating material,
which defines with the expulsion tube (19) a narrow gap (26), characterised in that
the arcing ring (27) is slotted, forms at least one turn (39, 40) and, adjacent to
the slot (41), is unilaterally connected to the peripheral flange (25) by means of
a contact bridge (28), and in that the arcing contact (30) connected to the fixed
contact member (17) is also formed as a slotted ring which, adjacent to the slot (31),
is unilaterally connected to the rim (33) of the fixed contact member (17) by means
of a contact bridge (32), the space between the rim (25; 33) of the fixed contact
member (11) and/or the movable contact member (17) and the arcing contact (30) and/or
the arcing ring (27), as well as the slot (31; 41) of the arcing ring (27) and/or
of the arcing contact (30), being filled wittr insulating material.
2. Load-isolating switch according to claim 1, characterised in that the slotted arcing
ring (27) connected to the peripheral flange (25) has two turns (39, 40).
3. Load-isolating switch according to claim 1, characterised in that the slotted arcing
ring (27) connected to the peripheral flange (25) has only one turn and there is provided
a pressing-on element (36) which ensures the contact pressure between the movable
contact member (11) and the fixed contact member (17), and in that the pressing-on
element (36) is situated approximately diametrically opposite to a region of the slotted
arcing ring (27) which lies at a distance from the contact bridge (28) on the through-going
ring side which is at least five to ten times the width of the contact bridge.
4. Load-isolating switch according to claims 1 and 3, characterised in that the contact
bridges (28; 32) of the arcing ring (27) and of the arcing contact (30), and the slots
(31; 41) lie respectively on a longitudinal plane.
5. Load-isolating switch according to claim 1 or 3, characterised in that the contact
rod (20) of the movable contact member (11) terminates in the base (22) of a conductive
hollow cylinder (23) by which it is surrounded, the upper peripheral flange (25) of
the said hollow cylinder being connected to the arcing ring (27), and said hollow
cylinder (23) being surrounded, except for the peripheral flange (27) and the slotted
arcing ring (27), by the piston-like quenching member (24), and in that the space
between the conductive hollow cylinder (23), its peripheral flange (25) and the slotted
arcing ring (27) is filled by a distance piece (29) of insulating material.
1. Sectionneur sous charge (1) pour la plage des moyennes tensions, comportant des
contacts principaux (8, 13) pouvant être séparés et un tube d'extinction (19) en matière
plastique, qui contient une pièce de contact mobile (11) comportant un anneau pare-étincelles
(27) et une pièce de contact fixe (17), à laquelle est relié un contact pare-étincelles
(30), ces pièces de contact formant un trajet de courant parallèle aux contacts principaux
(8, 13), et dans lequel la pièce de contact mobile (11) comprend une tige de contact
(20) comportant une tête d'encliquetage (10) et une bride marginale annulaire (25),
qui s'applique sur le côté (10) de la tige de contact (20), tourné vers la tête d'encliquetage,
qui est reliée à l'anneau pare-étincelles (27) et qui se termine par un corps d'extinction
de forme tubulaire (24) réalisé en un matériau isolant, qui dégage du gaz et délimite,
avec le tube d'extinction (19), une fente étroite (26), caractérisé par le fait que
l'anneau pare-étincelles (27) est fendu, forme au moins une spire (39, 40) et est
relié unilatéralement, au voisinage de la fente (41), à la bride marginale (25) par
l'intermédiaire d'une barrette de contact (28), et que le contact pare-étincelles
(30) relié à la pièce de contact fixe (17) est également agencé sous la forme d'une
bague fendue, qui est reliée unilatéralement, au voisinage de la fente (31), par l'intermédiaire
d'une barrette de contact (32) au bord (33) de la pièce de contact fixe (17), l'espace
entre le bord (25; 33) de la pièce de contact fixe (11) et/ou de la pièce de contact
mobile (17) et le contact pare-étincelles (30) et/ou l'anneau pare-étincelles (27)
ainsi que la fente (31; 41) de l'anneau pare-étincelles (25) et/ou du contact pare-étincelles
(30) étant remplis par un matériau isolant.
2. Sectionneur sous charge suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que
l'anneau pare-étincelles fendu (25), qui est relié à la bride marginale (25), comporte
deux spires (39, 40).
3. Sectionneur sous charge suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que
l'anneau pare-étincelles fendu (27), qui est relié à la bride marginale, ne comporte
qu'une spire et qu'il est prévu un élément de pression (36), qui assure la pression
de contact entre la pièce de contact mobile (11) et la pièce de contact fixe (17),
et que l'élément de pression (36) est approximativement diamétralement opposée à une
zone de l'anneau pare-étincelles fendu (27), qui est éloignée de la barrette de contact
(28) sur le côté continu de l'anneau, et ce sur une distance comprise entre au moins
cinq et dix largeurs de la barrette de contact.
4. Sectionneur sous charge suivant la revendication 1 et 3, caractérisé par le fait
que les barrettes de contact (28, 32) de l'anneau pare-étincelles (27) et du contact
pare-étincelles (30) et les fentes (31; 41) sont situées respectivement dans un plan
longitudinal.
5. Sectionneur sous charge suivant la revendication 1 ou 3, caractérisé par le fait
que la tige de contact (20) de la pièce de contact mobile (11) se termine par le fond
(22) d'un cylindre conducteur creux (23), qui entoure la tige et dont la bride marginale
supérieure (25) est reliée à l'anneau pare-étincelles (27), le cylindre creux (23),
qui entoure la tige et dont la bride marginale supérieure (25) est reliée à l'anneau
pare-étincelles (27), le cylindre creux (23) étant entouré, en dehors de la bride
marginale (25) et de l'anneau pare-étincelles fendu (27), par le corps d'extinction
de forme tubulaire (24), et que l'espace présent entre le cylindre creux conducteur
(23), sa bride annulaire (25) et l'anneau pare-étincelles fendu (27) est rempli par
une entretoise (29) réalisée en un matériau isolant.

