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(11) |
EP 0 214 201 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.01.1990 Patentblatt 1990/05 |
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Anmeldetag: 21.02.1986 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: A63C 9/20 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP8600/085 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 8604/825 (28.08.1986 Gazette 1986/19) |
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EINRICHTUNG ZUR FESTLEGUNG EINES LANGLAUFSCHISCHUHS AUF EINEM LANGLAUFSCHI
DEVICE FOR CROSS-COUNTRY SKI BINDING
DISPOSITIF DE FIXATION POUR SKI DE FOND
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR LI SE |
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Priorität: |
22.02.1985 AT 532/85 05.09.1985 AT 2590/85
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.03.1987 Patentblatt 1987/12 |
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Patentinhaber: TMC CORPORATION |
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CH-6340 Baar/Zug (CH) |
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Erfinder: |
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- BRANDHUBER, Alfred
A-4820 Bad Ischl (AT)
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Vertreter: Hofinger, Engelbert, DDr. et al |
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Patentanwälte Torggler & Hofinger
Wilhelm-Greil-Strasse 16 6020 Innsbruck 6020 Innsbruck (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 035 613 DE-A- 2 633 373 FR-A- 841 238 FR-A- 2 525 908
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CH-A- 596 856 DE-A- 2 907 359 FR-A- 2 381 535 FR-A- 2 537 011
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine ein Bindungselement und einen Langlaufschuh umfassende
Einrichtung zur Festlegung des Langlaufschischuhs auf einem Langlaufschi, mittels
der der Fuß bei der Laufbewegung um eine zur Schilängsrichtung schräg verlaufende
Achse verschwenkt werden kann.
[0002] Eine derartige Einrichtung beschreibt etwa die DE-OS 3 315 641 und dient dazu bei
herkömmlichem Langlauf im Diagonalschritt die Spurtreue des Langlaufschis zu verbessern.
Hiezu konvergieren die beiden Schwenkachsen des Schipaares nach vorne, d.h. deren
gedachter Schnittpunkt liegt den Schispitzen am nächsten. Beim Anheben des Fußes im
Diagonalschritt, bei dem der Bewegungsablauf dem in der normalen Geh- oder Laufbewegung
ähnelt, bewirkt die schrägstehende Schwenkachse, daß der Fuß dem natürlichen Bewegungsablauf
annähernd folgen kann, ohne ein Drehmoment auf den in der Spur laufenden bzw. hinten
daraus angehobenen Schi auszuüben, wobei eine leichte Neigung der Fußsohle schräg
nach außen nicht sonderlich störend wirkt.
[0003] Eine nach außen abkippende Schwenkbewegung verlagert die Zehen nach außen, die Ferse
etwas nach innen und das Knie etwas nach außen. Eine derartige Körperteilverlagerung
ist jedoch bei einem Schlittschuhschritt, wie er auch nach der herkömmlichen Langlauftechnik
eingesetzt werden muß, dem anatomisch bedingten Bewegungsablauf entgegengesetzt. Gerade
in der Abstoßphase ist eine nach außen abkippende Bewegung des Fußes äußerst ungünstig.
[0004] Die Erfindung hat es sich nun zur Aufgabe gestellt, eine Einrichtung der eingangs
genannten Art zu schaffen, die vor allem im einseitigen oder doppelseitigen Schlittschuhschritt
dem Bewegungsablauf entgegenkommt.
[0005] Erfindungsgemäß wird das nun dadurch erreicht, daß bei zwei nebeneinandergelegten,
ein Paar bildenden Langlaufschiern jede Achse von dem zwischen den beiden Langlaufschiern
liegenden Schnittpunkt der beiden Achsen an der Innenseite des Langlaufschis durch
einen Punkt an der Außenseite des Langlaufschis verläuft, der näher zur Schispitze
liegt als der Schnittpunkt der Achsen.
[0006] Die Hauptvorteile dieser Anordnung liegen für den Schlittschuhschritt in der insgesamt
Einwärtsschwenkung des ausgedrehten Beines, und damit in der ergonomisch günstigeren
Lage des Krafteinleitungspunktes, in einer Vergrößerung des Abstoßdruckes und/oder
in einer Verlängerung der Abstoßphase, wobei die Beanspruchung und die Verletzungsgefahren
für die Fuß-, Bein- und Hüftgelenke gleichzeitig verringert werden. Aber auch beim
herkömmlichen Diagonalschritt bewirkt, wenn, wie bevorzugt vorgesehen, daß die Achse
im Winkel zwischen 5° und 20° zur Schioberfläche verläuft, diese Schwenkachsenanordnung
eine Verlagerung der Ferse nach innen, während der Kniebereich im wesentlichen in
derselben Lage verbleibt. Es erfolgt also relativ zur Ferse ebenfalls eine Verlagerung
des Knies nach außen.
[0007] In einer bevorzugten Ausführung ist dabei vorgesehen, daß die Achse im Bereich unterhalb
der Zehengrundgelenke des im Langlaufschischuh befindlichen Fußes verläuft. Die Achse
ist dabei vor allem als Achsbolzen ausgebildet.
[0008] Hierdurch erübrigt sich die Ausbildung von Schuhen mit einer der Abrollbewegung des
Fußes angepaßten Sohle, so daß in weiteren bevorzugten Ausführungen die Sohle des
Langlaufschuhs abrollsteif und/oder torsionssteif ausgebildet sein kann. Die abrollsteife
Ausführung der Schuhsohle führt zu einer Entlastung der Zehengrundgelenke und der
dazugehörigen Muskulatur, und die Torsionssteifigkeit bewirkt eine wesentlich bessere
Übertragung der lateralen Kräfte. Der Langlaufschi läßt sich verbessert führen und
die bisherige Montage von Führungsrippen und Absatzplatten auf dem Schi kann entfallen.
[0009] Da zwangsläufig für die Festlegung eines Schuhs auf einem Schi ein Bindungselement
erforderlich ist, ergeben sich verschiedene Möglichkeiten der Anordnung der Achse.
In einer ersten bevorzugten ist vorgesehen, daß die Achse bzw. der Achsbolzen durch
die Sohle des Langlaufschischuhs verläuft, in der mindestens eine mit der Achse fluchtende
Bohrung ausgebildet ist. Diese Ausführung läßt sich insbesondere dann sehr einfach
verwirklichen, wenn die Sohle abrollsteif ausgebildet ist, da sie dann in der notwendigen
bzw. beliebigen Dicke vorgesehen werden kann. Eine dicke Schuhsohle ist ohnedies von
Vorteil, da damit sowohl beim Kanteneinsatz im Schlittschuhschritt als auch in tiefer
Spur beim Diagonalschritt Reibungsverluste herabgesetzt werden können.
[0010] Eine zweite äquivalente Ausführung sieht vor, daß die Achse bzw. der Achsbolzen durch
den Langlaufschi verläuft, in dem mindestens eine mit der Achse fluchtende Bohrung
ausgebildet ist.
[0011] In beiden Ausführungen besteht eine bevorzugte Ausgestaltung darin, daß der Achsbolzen
beidseitig aus der Bohrung vorsteht, und in das Bindungselement eingreift. Ein für
die Festlegung des Achsbolzens geeignetes Bindungselement kann sehr einfach aufgebaut
sein. Sind beispielsweise im Bindungselement U- oder V-förmige Aufnahmen für die vorstehenden
Enden des Achsbolzens ausgebildet, so ist dessen Festlegung durch federbeaufschlagte
Sperrbolzen denkbar, die nach dem Einsetzen des Achsbolzens die U-förmigen Aufnahmen
verschließen. Eine Verdrehsicherung des Achsbolzens im Bindungselement kann dabei
dadurch erfolgen, daß die vorstehenden Enden kantig ausgebildet sind.
[0012] Weiters kann vorgesehen sein, daß der Achsbolzen aus zwei Halbachsen besteht, die
im Bindungselement angeordnet und in die Bohrung einsetzbar sind. Nach dieser Ausführung
ist in der Sohle oder im Schi die bloße Ausbildung einer Bohrung bzw. zweier Sackbohrungen
erforderlich, während die Halbachsen beispielsweise in seitlichen Führungen des Bindungselementes
angeordnet oder angelenkt, und in die Bohrungen einschiebbar oder einschwenkbar sind.
[0013] Zur Begrenzung des Abhebewinkels kann ein vorzugsweise einstellbarer Anschlag am
Bindungselement vorgesehen sein. Weiters kann im Schwenkraum auch ein elastisch kompressibler
Einsatz, meist in Keilform vorgesehen sein, der eine Dämpfung am Winkelbegrenzungsanschlag
bewirkt und die Rückführung in die Grundstellung erleichtert. Weiters hält der elastisch
kompressible Einsatz den Schi anliegend am Schuh, wenn der Fuß angehoben wird.
[0014] Schließlich kann es noch von Vorteil sein, wenn die Achse im Bereich zwischen der
Schuhspitze und der gedachten Drehachse der Zehengrundgelenke in verschiedenen Positionen
angeordnet werden kann. Eine derartige Ausführung ist vor allem dann von Vorteil,
wenn größere Strecken auch oder ausschließlich im Diagonalschritt gelaufen werden,
wodurch die gewohnte Positionierung der Schwenkachse erreicht wird. Beim Schlittschuhschritt
ist durch die unter den Zehengrundgelenken liegende Achse der Schuhschwerpunkt verschoben,
so daß die Schaufel des Schis leichter angehoben wird. Nachstehend wird nun die Erfindung
anhand der Figuren der beiliegenden Zeichnungen beschrieben, ohne darauf beschränkt
zu sein.
[0015] Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf ein Schipaar mit der erfindungsgemäßen Einrichtung,
Fig. 2 die Schwenkachsenanordnung in Laufrichtung gesehen,
Fig. 3 eine schematische Draufsicht auf ein Schipaar in Schlittschuhschrittstellung,
Fig. 4 eine Stirnansicht eines rechten Langlaufschuhs einer ersten Ausführung,
Fig. 5 eine schematische Draufsicht auf den vorderen Schuhabschnitt,
Fig. 6 eine Seitenansicht des vorderen Schuhabschnittes mit Bindungselement,
Fig. 7 eine Draufsicht auf den vorderen Schuhabschnitt mit Bindungselement nach Fig.
6,
Fig. 8 eine schematische Draufsicht auf einen vorderen Schuhabschnitt eines rechten
Schuhs gemäß Fig. 5 in einer zweiten Ausführung,
Fig. 9 eine Fig. 6 entsprechende Seitenansicht der zweiten Ausführung,
Fig. 10 eine Fig. 7 entsprechende Draufsicht der zweiten Ausführung,
Fig. 11 eine Stirnansicht eines Schuhs gemäß Fig. 8 mit einem Bindungselement einer
dritten Ausführung,
Fig. 12 eine Fig. 6 und 9 entsprechende Seitenansicht der dritten Ausführung,
Fig. 13 eine Fig. 7 und 10 entsprechende Draufsicht der dritten Ausführung,
Fig. 14 eine Fig. 2 entsprechende Schwenkachsenanordnung, wobei die Achsen das Schipaar
durchsetzen, und
Fig. 15 eine schematische Seitenansicht der Ausführung nach Fig. 13.
[0016] In Fig. 1 ist ein Paar von Langlaufschiern 7 in Draufsicht dargestellt, wobei in
schematisch angeordneten Bindungselementen 3 Langlaufschuhe 2 um Achsen 1 schwenkbar
angeordnet sind. Wie aus Fig. 2 ersichtlich liegt der gedachte Schnittpunkt 9 der
beiden Achsen 1 zwischen den Innenseiten 4 der Schuhe 2, und die beiden Achsen 1 steigen
schräg zur Außenseite 5 hin an, wobei jeder äußere Punkt der Achsen 1 näher zu den
Schispitzen 8 als deren Schnittpunkt 9 liegt. Die beiden Achsen 1 konvergieren somit
nach hinten und nach unten, und verlaufen im Bereich der Zehengrundgelenke, deren
gedachten Drehachsen mit 6 bezeichnet sind. Da übliche Bindungselemente so montiert
werden, daß die Schuhspitzen herkömmlicher Langlaufschuhe etwa im Schwerpunkt in der
Schimitte zu liegen kommen, wodurch dort auch die Schwenkachse verläuft, so sind bei
etwa gleicher Anordnung der konvergierenden Achsen 1 in der erfindungsgemäßen Einrichtung
die Schuhspitzen 17 über die Schimitte nach vorne verlegt. Da der Abhebebewegung der
Ferse 16 vom Schi bevorzugt ein elastisches, leicht kompressibles Dämpfungselement
19 (Fig. 6, 9, 11) entgegenwirkt, verlagert sich aufgrund der versetzten Schuhspitzen
17 der Schwerpunkt im Langlaufschi 7 etwas nach vorne, wodurch im Schlittschuhschritt
das Anheben des Schis, und vor allem der Schaufeln, am Ende der Abstoßphase erleichtert
wird.
[0017] In Fig. 3 ist eine schematische Draufsicht auf das Schipaar im Schlittschuhschritt
gezeigt. Vor allem aus dieser Darstellung ist gut ersichtlich, daß das Abheben der
Ferse des abstoßenden rechten Fußes vom Schi aufgrund der Verschwenkung um die schräge
Achse 1 wesentlich leichter und einer natürlichen Gelenksbewegung näher kommender
erfolgen kann, als dies bei einer Verschwenkung um die Achse 6 bzw. eine dazu parallele
Achse durch die Schuhspitze 17 gegeben ist. Es ist weiters ersichtlich, daß eine Achsenanordnung
gemäß der eingangs erwähnten DE-OS 3 315 641, die von innen, unten, vorne nach außen,
oben, hinten verläuft für den Schlittschuhschritt kaum geeignet ist.
[0018] Die Achsen 1 schließen mit der Schuhlängsachse in der Projektion auf die Schioberfläche
vorzugsweise einen Winkel von 70° - 86° und mit der Schioberfläche einen Winkel von
5° - 20° ein.
[0019] Die Fig. 4 bis 7 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel. Ein rechter Schuh 2 ist mit
einer verdickten Sohle 12 ausgestattet, die mittig in der Breite des Langlaufschis
einen beidseits freien Steg 20 im Zehenbereich aufweist. Der Steg 20 ist mit einer
Bohrung 13 versehen, durch die die Achse 1 verläuft, und in der ein Achsbolzen 10
eingesetzt ist, der beidseits vorstehende, dreikantige Rundabschnitte aufweist. Der
Steg 20 ist zur Schuhspitze 17 hin ansteigend abgeschrägt, so daß gemäß Fig. 6 ein
keilförmiger Raum zum Bindungselement 3 hin frei bleibt, in dem ein zum Schuh 2 oder
zum Bindungselement 3 gehöriges Dämpfungselement 19 aus Schaumgummi oder ähnlich elastisch,
leicht kompressiblem Material eingesetzt ist. Der Schuh 2 ist dadurch gegen einen
geringfügigen Widerstand um die Achse 1 schwenkbar. Das Bindungselement 3 weist zwei
parallele Längsschieber 21 auf, die über einen Schwenkhebel 23 betätigbar sind, und
an den hinteren Enden mit Zungen 22 versehen sind. In der Schiebeführung 25 sind V-förmige
Ausnehmungen 24, in die die vorstehenden Endabschnitte des Achsbolzens 10 eingesetzt
werden. Nach Betätigung des Hebels 23 übergreifen die Zungen 22 die Endabschnitte
und legen innerhalb des Steges 20 zylindrische Achsbolzen 10 am Bindungselement 3
fest. Der vorzugsweise eine abroll- und torsionssteife Sohle 12 aufweisende Schuh
2 ist damit um die Achse 1 schwenkbar mit dem Schi 7 verbunden. Wie aus Fig. 7 erkennbar,
ist im Bindungselement 3 ein durch eine Schraube 27 verstellbarer Anschlag 18 vorgesehen,
durch den der Abhebewinkel des Schuhs 2 begrenzt ist.
[0020] Nach den Fig. 8 bis 10 weist der Steg 20 der Sohle 12 die mit der Achse 1 koaxiale
Bohrung 13 auf, und der Achsbolzen ist durch zwei Halbachsen 11 gebildet, die in.der
Achse 1 verschiebbar im Bindungselement 3 gelagert sind, und bei eingesetztem Schuh
2 von beiden Seiten teilweise in die Bohrung 13 eingeschoben werden. Anstelle der
Bohrung 13 könnten daher auch zwei Sackbohrungen ausgebildet sein. Am Bindungselement
3 sind gemäß Fig. 9 und 10 zumindest teilweise als Zahnstangen ausgebildete Längsschieber
28 geführt, in die am vorderen Ende gezahnte Betätigungsräder 29 eingreifen. Im hinteren
Endabschnitt weist jeder Längsschieber 28 einen schräg verlaufenden Mitnehmersteg
30 auf, der in eine gegengleiche Ausnehmung in der Halbachse 11 eingreift, die in
der Führung 31 des Bindungselementes 3 koaxial zur Achse 1 verschiebbar sind. Bei
der Betätigung der Längsschieber 28 werden daher die Halbachsen 11 zwangsläufig in
die Bohrung 13 ein- bzw. ausgeschoben.
[0021] In derAusführung nach der Fig. 11 bis 13 wird wiederum ein Schuh 2 eingesetzt, dessen
Sohlensteg 20 eine Bohrung 13 aufweist, in die zwei Halbachsen 11 einschwenkbar sind.
Zu diesem Zweck ist im Bindungselement 3 ein Hebelmechanismus vorgesehen, der mittels
eines Kniehebels 38 betätigbar ist. Dieser ist um eine Achse 39 schwenkbar und weist
zwei Rollen 37 auf, von denen jede auf einen Schenkel 35 eines Schwenkhebels 33 drückt,
die über einen Querarm 34 mit dem Schenkel 35 verbunden ist. Jeder Schwenkhebel 33
ist in bindungsfesten Lagern 36 drehbar und an seinem hochstehenden hinteren Ende
ist die Halbachse 11 angeordnet, die von der Seite her in die Bohrung 13 einschwenkt.
In Fig. 13 ist auch die Möglichkeit angedeutet, daß der Sohlensteg 20 zumindest eine
weitere Bohrung 13 mit einer anderen Schräge aufweist, und im Bereich zwischen der
gedachten Drehachse 6 der Zehengrundgelenke und der Schuhspitze 17 gegeben ist. Für
diesen Fall sind bevorzugt auch verschieden lange Schwenkhebel 33 vorgesehen, die
austauschbar sind, so daß eine größere Anzahl von Stellungen und Lagen der Achse 1
erreichbar ist.
[0022] Verlaufen in den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen die Achsen 1 jeweils
durch die Sohle 12, so zeigen Fig. 14 und 15 eine schematische Darstellung einer Ausführung,
in der die Achsen 1 durch den Schi 7 verlaufen. Das in nicht näher gezeigter Ausbildung
einen Schuh 2 aufnehmende Bindungselement 3 weist nach unten ragende Laschen 40 oder
dgl. auf, die seitlich am Schi 7 schwenkbar angeordnet sind. Der Schi wird dabei von
herausragenden Achsbolzen 10 durchsetzt oder es sind auch hier zwei an den Laschen
40 angeordnete Halbachsen vorgesehen, die in die Bohrung 13 des Schis einsteckbar
sind. Auch hier können verschiedene Stellungen erreicht werden, wenn beispielsweise
mehrere Bohrungen im Schi 7 ausgebildet sind.
[0023] Aufgrund der Achsen 1 ist die herkömmliche biegsame Ausführung der Schuhsohle 12
nicht mehr erforderlich, sondern sie kann zumindest vom Schwenkbereich bis zur Ferse
16 starr ausgebildet sein, wodurch auch die Sohlendicke beliebig sein kann. Eine abroll-
und verwindungssteife Sohle 12 verbessert weiters auch den Halt im Bindungselement,
was speziell beim Schlittschuhschritt notwendig ist, so daß sich Fersenführungsteile
erübrigen können.
1. Ein Bindungselement (3) und einen Langlaufschischuh (2) umfassende Einrichtung
zur Festlegung des Langlaufschischuhs (2) auf einem Langlaufschi (7), mittels der
der Fuß bei der Laufbewegung um eine zur Schilängsrichtung schräg verlaufende Achse
(1) verschwenkt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß bei zwei nebeneinandergelegten,
ein Paar bildenden Langlaufschiern (7) jede Achse (1) von dem zwischen den beiden
Langlaufschiern (7) liegenden Schnittpunkt (9) der beiden Achsen (1) an der Innenseite
(4) des Langlaufschis (7) durch einen Punkt an der Außenseite (5) des Langlaufschis
(7) verläuft, der näher der Schispitze (8) liegt als der Schnittpunkt (9) der Achsen
(1).
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (1) im Bereich
unterhalb der Zehengrundgelenke des im Langlaufschischuh (2) befindlichen Fußes vorgesehen
ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (1) in
Projektion auf die Schioberfläche in einem Winkel zwischen 70° und 86° zur Schilängsrichtung
verläuft.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (1) im Winkelbereich
zwischen 70° und 86 ° zur Schitängsrichtung versteitbar angeordnet ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse
(1) im Winkel zwischen 5° bis 20° zur Schioberfläche nach außen ansteigt.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse
(1) als Achsbolzen (10) ausgebildet ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse
(1) bzw. der Achsbolzen (10) durch die Sohle (12) des Langlaufschischuhs verläuft,
in der mindestens eine mit der Achse (1) fluchtende Bohrung (13) ausgebildet ist.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse
(1) bzw. der Achsbolzen (10) durch den Langlaufschi verläuft, in dem mindestens eine
mit der Achse (1) fluchtende Bohrung (13) ausgebildet ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Achsbolzen
(10) beidseitig aus der Bohrung (13) vorsteht, und in das Bindungselement (3) eingreift.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die vorstehenden Enden
des Achsbolzens (10) kantig ausgebildet sind und von vorzugsweise federbeaufschlagten
Sperrbolzen (14) des Bindungselementes (3) verriegelbar sind.
11. Einrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Achsbolzen
(10) aus zwei Halbachsen (11) besteht, die im Bindungselement (3) angeordnet und in
die Bohrung (13) einsetzbar sind.
12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbachsen(11) in
seitlichen Führungen (15) angeordnet und in die Bohrung (13) einschiebbar sind.
13. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbachsen (11)
am Bindungselement (3) angelenkt und in die Bohrung (13) einschwenkbar sind.
14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sohle (12) des Langlaufschuhs (2) abrollsteif ausgebildet ist.
15. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sohle (12) des Langlaufschuhs (2) torsionssteif ausgebildet ist.
16. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sohle (12) des Langlaufschuhs (2) von der Ferse (16) bis zur Achse (1) abroll- und/oder
torsionssteif und von der Achse (1) bis zur vorderen Schuhspitze (17) flexibel ausgebildet
ist.
17. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abhebewinkel des Schuhs (2) durch einen vorzugsweise einstellbaren Anschlag (18) begrenzt
ist.
18. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (1) im Bereich
zwischen der Schuhspitze (17) und der gedachten Drehachse (6) der Zehengrundgelenke
in verschiedenen Positionen angeordnet werden kann.
1. An arrangement including a binding element (3) and a cross-country ski boot (2)
for fixing the cross-country ski boot (2) on a cross-country ski (7), by means of
which the foot can be pivoted about an axis (1) which extends inclinedly relative
to the longitudinal direction of the ski, in the skiing movement, characterised in
that when two cross-country skis (7) forming a pair are disposed in juxtaposed relationship,
each axis (1) extends from the point of intersection (9) of the two axes (1 which
is between the two cross-country skis (7), at the inward side (4) of the cross-country
ski (7), through a point at the outward side (5) of the cross-country ski (7), which
is closer to the ski tip (8) than the of intersection (9) of the axes (1).
2. An arrangement according to claim 1 characterised in that the axis (1) is disposed
in the region beneath the main toe joints of the foot in the cross-country ski boot
(2).
3. An arrangement according to claim 2 characterised in that the axis (1), when projected
on to the surface of the ski, extends at an angle of between 70° and 86° with respect
to the longitudinal direction of the ski.
8. An arrangement according to claim 3 characterised in that the axis (1) is arranged
adjustably in the angular range of between 70° and 86° with respect to the longitudinal
direction of the ski.
5. An arrangement according to one of claims 1 to 4 characterised in that the axis
(1) rises outwardly at an angle of between 5 and 20° with respect to the surface of
the ski.
6. An arrangement according to one of claims 1 to 5 characterised in that the axis
(1) is in the form of a pin (10).
7. An arrangement according to one of claims 1 to 6 characterised in that the axis
(1) or the pin (10) extends through the sole (12) of the cross-country ski boot in
which there is provided at least one bore (13) which is aligned with the axis (1).
8. An arrangement according to one of claims 1 to 6 characterised in that the axis
(1) or the pin (10) extends through the cross-country ski in which there is provided
at least one bore (13) which is aligned with the axis (1).
9. An arrangement according to claim 7 or claim 8 characterised in that the pin (10)
projects out of the bore (13) on both sides and engages into the binding element (3).
10. An arrangement according to claim 9 characterised in that the projecting ends
of the pin (10) have angular edges and can be locked by preferably spring-loaded locking
pins (14) of the binding element (3).
11. An arrangement according to claim 7 or claim 8 characterised in that the pin (10)
comprises two pin halves (11) which are arranged in the binding element (3) and which
can be inserted into the bore (13).
12. An arrangement according to claim 11 characterised in that the pin halves (11)
are arranged in lateral guides (15) and can be pushed into the bore (13).
13. An arrangement according to claim 11 characterised in that the pin halves (11)
are pivotally connected to the binding element (3) and can be pivoted into the bore
(13).
14. An arrangement according to one of claims 1 to 13 characterised in that the sole
(12) of the cross-country boot (2) is designed to be stiff in respect of a rolling
movement.
15. An arrangement according to one of claims 1 to 14 characterised in that the sole
(12) of the cross-country boot (2) is designed to be stiff in respect of torsion.
16. An arrangement according to one of claims 2 to 13 characterised in that the sole
(12) of the cross-country boot (2) is designed to be stiff in respect of rolling movement
and/or torsion from the heel (16) to the axis (1) and is flexible from the axis (1)
to the front tip (17) of the boot.
17. An arrangement according to one of claims 1 to 16 characterised in that the removal
angle of the boot (2) is limited by a preferably adjustable abutment (18).
18. An arrangement according to claim 1 characterised in that the axis (1) can be
arranged in various positions in the region between the tip (17) of the boot and the
notional axis of rotation (6) of the main toe joints.
1. Dispositif qui comporte un élément de fixation (3) et une chaussure de ski de fond
(2), destiné à la fixation de la chaussure de ski de fond (2) sur un ski de fond (7)
et au moyen duquel le pied peut pivoter lors du déplacement autour d'un axe (1) incliné
par rapport à la direction longitudinale du ski, caractérisé en ce que dans deux skis
de fond (7) placés l'un à côté de l'autre et formant une paire, chaque axe (1) part
du point d'intersection (9) des deux axes (1) se trouvant entre les deux skis de fond
(7) sur le côté intérieur (4) du ski de fond (7) et passe par un point sur le côté
extérieur (5) du ski de fond (7) qui est plus proche de la pointe de ski (8) que le
point d'intersection (9) des axes (1).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'axe (1) est prévu
dans la zone située sous les articulations de base des orteils du pied se trouvant
dans la chaussure de ski de fond (2).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'axe (1) s'étend
en projection sur la surface du ski selon un angle compris entre 70 et 86 par rapport
à la direction longitudinale du ski.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'axe (1) est disposé
de manière à pouvoir être réglé dans une zone angulaire comprise entre 70 et 86° par
rapport à la direction longitudinale du ski.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'axe (1)
croît vers l'extérieur selon un angle compris entre 5 et 20°.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'axe (1)
est réalisé sous forme de goupille (10).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'axe (1)
ou la goupille (10) passe à travers la semelle (12) de la chaussure de ski de fond
dans laquelle est réalisé au moins un trou (13) aligné sur l'axe (1).
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'axe (1)
ou la goupille (10) traverse le ski de fond dans lequel est réalisé au moins un trou
(13) aligné sur l'axe (1).
9. Dispositif selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que la goupille (10)
dépasse de part et d'autre du trou (13) et s'engage dans l'élément de fixation (3).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que les extrémités saillantes
de la goupille (10) sont polygonales et peuvent être bloquées par des boulons de blocage
(14) de préférence sous tension de ressort, de l'élément de fixation (3).
11. Dispositif selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que la goupille (10)
est composée de deux demi-goupilles (11) qui sont placées dans l'élément de fixation
(3) et peuvent être insérées dans le trou (13).
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que les semi-goupilles
(11) sont disposées dans des guidages latéraux (15) et peuvent être introduites dans
le trou (13).
13. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que les semi-goupilles
(11) sont articulées sur l'élément de fixation (3) et peuvent pivoter dans le trou
(13).
14. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que la semelle
(12) de la chaussure de ski de fond (2) est réalisée de manière à ne pas dériver.
15. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que la semelle
(12) de la chaussure de ski de fond (2) est réalisée de manière à resis- ter à la
torsion.
16. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 13, caractérisé en ce que la semelle
(12) de la chaussure de ski de fond (2) est réalisée de manière à résister à la dérive
et/ou à la torsion à partir du talon (16) jusqu'à l'axe (1) et est flexible à partir
de l'axe (1) jusqu'à la pointe avant (17) de la chaussure.
17. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que l'angle
de soulèvement de la chaussure (2) est limité par une butée (18) de préférence réglable.
18. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'axe (1) peut être
disposé dans différentes positions dans la zone située entre la pointe de chaussure
(17) et l'axe de rotation imaginaire (6) des articulations de base des orteils.