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(11) |
EP 0 214 394 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.12.1989 Patentblatt 1989/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.07.1986 |
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| (54) |
Membranpumpe
Diaphragm pump
Pompe à diaphragme
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI |
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Priorität: |
10.09.1985 DE 8525733 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.03.1987 Patentblatt 1987/12 |
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Patentinhaber: Becker, Erich |
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D-7812 Bad Krozingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Becker, Erich
D-7812 Bad Krozingen (DE)
- Hauser, Erwin
D-7830 Emmendingen 15 (DE)
- von der Heyde, Richard
D-7814 Niederrimsingen (DE)
- Riedlinger, Heinz
D-7812 Bad Krozingen (DE)
- Velten, Klaus
D-7801 Ebringen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schmitt, Hans, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte Dipl.-Ing. H. Schmitt
Dipl.-Ing. W. Maucher
Dreikönigstrasse 13 79102 Freiburg 79102 Freiburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 428 007 DE-A- 2 742 139 DE-A- 3 311 413
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DE-A- 2 713 599 DE-A- 2 910 025 US-A- 2 711 137
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Membranpumpe entsprechend dem Oberbegriff des ersten
Anspruches.
[0002] Man kennt bereits Membranpumpen, z.B. zur Vakuumerzeugung, bei denen das Ein- und
das Auslaßventil von den Druckdifferenzen des Fördermediums gesteuert wird (DE-A 1
428 007). Bei solchen Membranpumpen weist das Pumpenoberteil die mit einem Pleuel
verbundene Membrane, eine Zwischenplatte mit einem dort eingearbeiteten Verdichtungsraum,
darüber eine Ventilplatte und darüber einen Abschlußdeckel auf. Die Membrane ist an
ihrem Rand zwischen dem Metallgehäuse und der Zwischenplatte dichtend eingespannt,
während die Ventilplatte, insbesondere im Randbereich, dichtend zwischen der Zwischenplatte
einerseits und dem Abschlußdeckel eingespannt ist. Für eine gute Arbeitsweise einer
solchen Membranpumpe ist eine absolute Dichtung an der Ober- und Unterseite der Ventilplatte
ebenso wie eine absolut dichte Einspannung der Membrane erforderlich. Sind, wie z.B.
bei der eingangs erwähnten Membranpumpe, nicht nur das Gehäuse, sondern auch die Zwischenplatte
und der Abschlußdeckel aus Metall, erreicht man die erforderliche Dichtigkeit, auch
wenn z.B. die Ventilplatte aus einem inerten Kunststoff wie z.B. Polytetrafluoräthylen
(PTFE) besteht. Eine Ausbildung u. a. der Ventilplatte einschließlich der zugehörigen
Zungenventile aus chemisch inertem Kunststoff, insbesondere aus PTFE, ist erforderlich,
wenn die Membranpumpe zum Fördern von chemisch aggressiven Medien geeignet sein soll.
Neben der Arbeitsmembrane müssen dann zum Fördern von chemisch aggressiven Medien
die Zwischenplatte und der Abschlußdeckel entsprechend chemisch resistent gegenüber
dem Fördermedium ausgebildet sein. Dies ist jedoch mit erheblichen Schwierigkeiten
verbunden.
[0003] Bildet man die Zwischenplatte und den Abschlußdeckel aus Metall aus, sind diese Teile
entsprechend starr und man erreicht die notwendige Dichtigkeit an den Übergangsflächen,
insbesondere der Ventilplatte. Jedoch hat die Ausbildung von Abschlußdeckel und Zwischenplatte
aus Metall den Nachteil, daß diese Teile dann nicht genügend beständig gegen die unterschiedlichsten
aggressiven Fördermedien sind; jedenfalls ist dies nicht mit den üblichen, preiswerten
Werkstoffen erreichbar. Nach einem nicht zum Stand der Technik gehörenden Vorschlag
hat man metallische Zwischenplatten und Abschlußdeckel zumindest an den mit Fördermedium
in Verbindung kommenden Flächen mit einem PTFE-Überzug versehen. Obgleich bei einer
solchen Ausbildung die Abdichtung der Ventilplatte, auch der Membrane, gegenüber dem
Pumpengehäuse, wegen des formstabilen Metallkerns von Abschlußdeckel und Zwischenplatte
gut möglich ist, hat sich jedoch als gravierender Nachteil herausgestellt, daß eine
PTFE-Ummantelung eines Abschlußdeckels bzw. einer Zwischenplatte keinen dauerhaften
Schutz gegen aggressive Medien bildet. Diese können nämlich bei entsprechender Aggressivität
die etwas poröse PTFE-Ummantelung durchwandern, was namentlich in der Gegend der Ventile
erfolgt. Es kommt dann zu Undichtigkeiten und zur Funktionsuntüchtigkeit der Membranpumpe.
[0004] Es sind dann in (nicht zum Stand der Technik gehörenden) Versuchen Membranpumpen
getestet worden, bei denen sowohl die Zwischenplatte als auch der Abschlußdeckel des
Pumpenoberteils voll aus PTFE bestehen. Da dann das gesamte Pumpenoberteil aus chemisch
inerten Werkstoffen besteht, werden die vorbeschriebenen, durch aggressive Fördermedien
bewirkten Nachteile vermieden, wofür sich jedoch andere Nachteile einstellen: Die
aus reinen PTFE-Blöcken bestehende Zwischenplatte bzw. der entsprechende Abschlußdeckel
verwerfen sich nach einer gewissen Zeit im Pumpenbetrieb, was Undichtigkeiten an den
Dichtflächen nach sich zieht. Für den praktischen Betrieb erreicht man keine ausreichende
Dichtigkeit mehr z.B. zwischen einem Abschlußdeckel, einer Ventilplatte und einer
Zwischenplatte, wenn diese drei Teile PTFE bestehen.
[0005] Bereits bekannt ist eine Membran-Dosierpumpe, die sowohl in ihrer Ansaug- als auch
Förderleitung zwei Kugelrückschlagventile aufweist, deren mit kegelstumpfförmigen
Dichtsitzen zusammenwirkenden Kugeln ebenso wie die Sitze aus korrosionsfestem Material
hergestellt sind (vgl. DE-A 3 311 413). Dabei sind die Ventile dieser vorbekannten
Membran-Dosierpumpe in einem Pumpenkopf angeordnet, der im wesentlichen einstückig
ausgebildet ist. Insbesondere wegen ihrer als Kugelrückschlagventile ausgebildeten
Ventile ist diese Pumpe eher als langsam laufende Dosierpumpe ausgelegt und eignet
sich kaum für schnelldrehende Pumpenantriebe. Zudem ist auch der unter anderem durch
die Verbindungskanäle der in Reihe geschalteten Ventile dieser vorbekannten Pumpe
gebildete Totraum vergleichsweise groß, was beispielsweise bei einer Vakuumerzeugung
besonders nachteilig ins Gewicht fallen kann.
[0006] Man kennt auch bereits eine Membranpumpe, die in ihrem Pumpenkopf zwei vom Fördermedium
gesteuerte und als Ein- oder Auslaßventile dienende Ventile hat, die im wesentlichen
aus einer Ventilscheibe sowie damit zusammenwirkenden, im Pumpenkopf vorgesehenen
Durchgängen und Durchlaßöffnungen bestehen (vgl. DE-A-OS 2 713 599, die nunmehr als
nächstliegender Stand der Technik anzusehen ist). Diese, ebenso wie der Pumpenkopf,
aus dauerhaft korrosionsbeständigem Kunststoff bestehenden Ventilscheiben sind in
dem mittleren Abschnitt einer drei Abschnitte unterschiedlichen Durchmessers aufweisenden
Ventil-Aufnahmeöffnung angeordnet. Dabei ist jeweils der den kleinsten Durchmesser
aufweisende Abschnitt in Durchströmrichtung des Ventils an erster Stelle angeordnet
und kann je nach der Hubbewegung dieser vorbekannten Pumpe durch die Ventilscheibe
verschlossen werden. Ein in den Abschnitt der Aufnahmeöffnung mit dem größten Durchmesser
eingepreßtes, etwa teller- oder scheibenförmiges und Durchlaßöffnungen aufweisendes
Halteelement legt auf der gegenüberliegenden Seite jeder Ventilscheibe diese in ihrer
Aufnahmeöffnung fest. Dabei sind die Durchlaßöffnungen dieser Halteelemente so angeordnet,
daß es für die Ventilscheiben unmöglich ist, auch beim Anliegen oder Aufliegen auf
dem jeweiligen Halteelement dessen Durchlaßöffnungen zu verschließen. Durch die Hubbewegung
dieser Membranpumpe werden die Scheiben ihrer Ventile jeweils so gesteuert, daß diese
einen Fördermittelstrom durch vollständiges Verschließen des den kleinsten Durchmesser
besitzenden Abschnitts ihrer Aufnahmeöffnung unterbrechen oder durch Freigabe dieser
Durchmesser öffnen können.
[0007] Damit die als Ventilelement dienende und aus Kunststoff hergestellte Ventilscheibe
nicht unzulässig am Ventilsitz des ebenfalls aus Kunststoff bestehenden, im wesentlichen
einteiligen Pumpenkopfes hängen bleibt, sondern den Membranbewegungen dieser vorbekannten
Membranpumpe stets zu folgen vermag, ist bereits bei dieser Pumpe die Ventilscheibe
aus Polytetrafluorethylen und der Pumpenkopf aus Polyphenylenoxid, also jeweils aus
Kunststoffen mit selbstschmierenden und nicht-haftenden Eigenschaften hergestellt.
[0008] Da bei dieser vorbekannten Membranpumpe auch die Zwischenplatte und der Abschlußdeckel
unter Weglassen der Ventilplatte durch einen im wesentlichen einstückigen Pumpenkopf
ersetzt sind, entstehen bei ihr auch nicht mehr die Abdichtungsprobleme älterer Membranpumpen
im Bereich von Abschlußdeckel und Ventilplatte bzw. von Ventilplatte und Zwischenplatte.
Stattdessen ist bei dieser vorbekannten Membranpumpe die Anordnung der Ventilscheibe
in den Aufnahmeöffnungen problematisch, in denen sie durch das eingepreßte Halteelement
dauerhaft festgelegt sind. Im geöffneten Zustand der Ventile liegt die Ventilscheibe
an dem die Durchlaßöffnungen aufweisenden Halteelement an. Da die Ventilscheibe im
mittleren Abschnitt der Aufnahmeöffnung aber kaum geführt ist, verdeckt sie - je nach
dem, ob sie mittig oder exzentrisch auf dem Halteelement aufliegt - die Durchlaßöffnungen
ihres Haltelementes unterschiedlich, auch wenn sie niemals alle dessen Öffnungen verschließen
kann. Entsprechend unterschiedlich ist der vom Fördermedium auch in geöffneter Stellung
des Ventils beim Durchströmen zu überwindende Widerstand. Auch gestaltet sich eine
Reparatur der Ventile und beispielsweise ein Austauschen der Ventilscheiben bei dieser
vorbekannten Pumpe nicht zuletzt wegen des eingepreßten Halteelementes und der besonderen
Form der Ventil-Aufnahmeöffnungen verhältnismäßig schwierig. Vor allem aber ist mit
dem Festlegen der Ventilscheibe durch das Halteelement gleichzeitig auch die Hubhöhe
dieser Ventilscheibe in der Aufnahmeöffnung unveränderbar festgelegt. Ein Einstellen
auf einen günstigen oder optimalen Wert ist nachträglich nicht mehr möglich, was aber
bei derartigen schnellaufenden Membranpumpen von Vorteil wäre.
[0009] Es besteht daher die Aufgabe, eine Pumpe der eingangs erwähnten Art zu schaffen,
die nicht nur für das Fördern von aggressiven Medien geeignet ist, sondern bei der
sich auch die Ventilteile ihrer vom Fördermedium gesteuerten Ventile leicht einstellen
und austauschen lassen.
[0010] Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht bei der Membranpumpe der eingangs
erwähnten Art darin, daß die Ventil-Aufnahmehöhlungen jeweils einen dem Verdrängungsraum
der Pumpe zugewandten sowie mit diesem durch einen Kanalabschnitt verbundenen Ventilraum
und daran, nach außen anschließend, eine Gewindebohrung oder dgl. Verbindungsteil
für einen eine Durchgangsbohrung aufweisenden Anschlußstopfen aufweisen, und daß die
Anschlußstopfen jeweils eine die Hubhöhe des zugehörigen Ventiles begrenzende Anschlagfläche
haben. Der Pumpenkopf der erfindungsgemäßen Membranpumpe ist aus einem chemisch inerten
Werkstoff wie beispielsweise PT-FE hergestellt und weist daher eine vollständige Resistenz
gegenüber dem Fördermedium auf. Darüber hinaus aber sind auch die Ventile der erfindungsgemäßen
Membranpumpe durch die ihre Hubhöhe begrenzenden Anschlagflächen der Anschlußstopfen
leicht einstellbar. Durch die variable Einsatztiefe der in einer Gewindebohrung oder
dgl. der Ventil-aufnahmehöhlungen angeordneten Anschlußstopfen kann nach Erprobung
des Frequenzbereiches der Ventilkörper oder Ventilplättchen auf einfache Weise deren
Bewegungsspielraum und Hubhöhe so eingestellt werden, daß diese Ventilkörper oder
Ventilplättchen etwa im eigenen Resonanzbereich arbeiten. Dadurch sind schnelle Ventilbewegungen
ohne größere Öffnungskräfte bei gleichzeitig geringem Energiebedarf möglich, was insbesondere
den volumetrischen Wirkungsgrad der erfindungsgemäßen Pumpe begünstigt.
[0011] Die Ventilteile der Einlaß- und Auslaßventile der erfindungsgemäßen Membranpumpe
können praktisch gleich sowie mit den selben Abmessungen hergestellt werden und sind
durch Lösen der Anschlußstopfen aus dem Pumpenkopf vergleichsweise leicht und bequem
zugänglich, was die Herstellung, aber auch die Reparatur und Wartung der erfindungsgemäßen
Membranpumpe erleichtert.
[0012] Nach einer bevorzugten Ausführung ist der zweckmäßigerweise einstückig ausgebildete
Pumpenkopf aus armiertem chemisch inertem Kunststoff, vorzugsweise aus glasfaserverstärktem
Polytetrafluorethylen hergestellt. Ein derartiger Pumpenkopf hat neben der chemischen
Neutralität gegenüber dem Fördermedium auch die erforderliche Formstabilität, um eine
sichere Abdichtung insbesondere am Einspannrand der Arbeitsmembrane zu gewährleisten.
[0013] Die Ventile der erfindungsgemäßen Membranpumpe bzw. deren plattenförmige Ventilkörper
sind vorzugsweise federbelastungsfrei axial verschiebbar im Pumpenkopf bzw. in den
dort vorgesehenen Ventil-Führungshülsen gelagert. Dadurch werden nicht nur zusätzliche
Dichtungsstellen, wie sie bei Ventilplatten auftreten ausgeschlossen, sondern es können
auch Federkräfte, welche die Plattenventile belasten, vermieden werden.
[0014] Durch die DE-C 826 244 sind zwar auch bereits Plattenventile bekannt; diese müssen
jedoch von Schraubenfedern zentriert und geschlossen werden, was vom Platzbedarf her
zu größeren Toträumen und, wegen der Federkräfte, zu größeren Öffnungskräften führt.
Da die Öffnungskräfte vom Fördermedium aufgebracht werden, vermindern sie den volumetrischen
Wirkungsgrad der Pumpe.
[0015] Eine bevorzugte Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß die Ventile bzw. deren
plattenartige Ventilkörper an ihrer Durchlaßseite zinnenartige, im Randbereich vorzugsweise
gleichmäßig am Umfang dieser Ventilkörper verteilt angeordnete Vorsprünge aufweisen.
Dadurch wird nicht nur die Fördermedium-Durchtrittsfläche in der Offenstellung des
Ventilkörpers geschaffen, sondern es ergibt sich auch mindestens sektorweise eine
größere Biegesteifigkeit der Plattenventile, insbesondere im Bereich von deren Dichtfläche.
Dadurch werden unerwünschte Verformungen vermieden, die entweder die Beweglichkeit
der Plattenventile und/oder deren Dichtigkeit beeinträchtigen könnten.
[0016] Zweckmäßigerweise sind sowohl das Plattenventil für den Auslaß als auch das für den
Einlaß gleich, d.h. mit der gleichen Umrißform ausgebildet. Dies bringt sowohl eine
Vereinfachung bei der Herstellung als auch bei der Reparatur und Instandhaltung der
Pumpe und bei der Lagerhaltung der entsprechenden Ersatzteile mit sich. Insbesondere
kann es beim Auswechseln der Plattenventile nicht zu Verwechslungen kommen; es muß
lediglich auf die richtige Lage des Plattenventiles geachtet werden, je nach dem,
ob es einlaß- oder auslaßseitig angebracht ist.
[0017] Eine wesentliche Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß es vorzugsweise in
jedem, zumindest aber in einem Ventilraum des Pumpenkopfes eine Führungshülse zum
im wesentlichen axialen Führen eines zugehörigen Ventilkörpers vorgesehen ist, wobei
vorzugsweise die axiale Länge der Führungshülse als Einsatzbegrenzung für den zugehörigen
Anschlußstopfen und damit als Begrenzung der Hubhöhe der Ventilkörper vorgesehen ist.
Dabei ist der lichte Querschnitt dieser Führungshülse etwas größer als der Außendurchmesser
der Ventilkörper. Auch diese Führungshülse besteht vorzugsweise aus glaserfaserfreiem,
chemisch inertem Werkstoff, insbesondere aus Polytetrafluorethylen. Durch eine solche
Führungshülse wird vor allem vermieden, daß der Ventilkörper sich an einem entsprechenden,
insbesondere mit Glasfasern armierten Pumpenkopf am Umfang abreiben kann. Ein solcher
Abrieb würde die für den Fördermedium-Durchtritt vorgesehenen Querschnitte vergrößern
und könnte zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Membranpumpe
führen. Die Führungshülsen sorgen also unter anderem dafür, daß man im Hinblick auf
die Ventilkörper bei der Wahl des Werkstoffes des Pumpenkopfes frei ist und diesen
insbesondere aus glasfaserverstärktem PTFE herstellen kann. Die Anschlußstopfen können
ebenfalls aus glasfaserfreiem, chemisch inertem Kunststoff, insbesondere aus PTFE
bestehen, da bei ihnen keine reibenden Auf- und Abbewegungen der Ventilkörper stattfinden.
[0018] Zweckmäßigerweise ist der Pumpenkopf mittels einer sich oberhalb von ihm befindlichen
Kopfabdeckungsplatte gegen das Pumpengehäuse verspannt. Durch eine solche Kopfabdeckungsplatte
wirken sich die Kopfschrauben nicht örtlich begrenzt auf den aus Kunststoff bestehenden
Pumpenkopf aus. Dieser wird vielmehr zwischen dem Pumpengehäuse einerseits und der
Kopfabdeckungsplatte andererseits auf seinen Flachseiten, insbesondere im Randbereich,
beidseits durchgehend eingespannt, was zu seiner Formstabilisierung beiträgt. Dabei
sind in der Kopfabdeckungsplatte Aussparungen für die Anschlußstopfen vorgesehen.
[0019] Besonders vorteilhaft ist eine Pumpe, bei der der Pumpenkopf im wesentlichen einstückig
aus chemisch inerten, durch entsprechende Einlagen wie z. B. durch Glasfasern verstärktem
Kunststoff besteht und die Führungshülsen der Ventilkörper und vorzugsweise diese
selbst aus glasfaserfreiem, chemisch inertem Kunststoff hergestellt sind.
[0020] Eine einfache und vorteilhafte Weiterbildung gemäß der Erfindung sieht vor, daß die
Membrane der erfindungsgemäßen Membranpumpe als auf die räumliche Form des im Pumpenkopf
eingearbeiteten Verdrängungsraumes abgestimmte Formmembrane ausgebildet ist. Die Ausbildung
der Arbeitsmembrane als Form-Membrane mit entsprechender Abstimmung auf den Verdrängungsraum
begünstigt, daß die Pumpe mit nur ganz geringem Totraum arbeiten kann und sich auch
für eine Vakuumerzeugung besonders eignet. Die Ränder der Formmembrane können durch
den Pumpenkopf gegenüber dem aus Metall bestehenden und dementsprechend starren Pumpengehäuse
dichtend verspannt werden.
[0021] Die erfindungsgemäße Pumpe ist sowohl zum Fördern von flüssigen als auch gasförmigen
Fördermedien geeignet; insbesondere kann sie aufgrund ihres geringen Totraumes auch
gut als Vakuumpumpe eingesetzt werden.
[0022] Zusätzliche Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Unteransprüchen aufgeführt.
Nachstehend ist diese mit ihren wesentlichen Einzelheiten anhand eines Ausführungsbeispieles
näher beschrieben.
[0023] Es zeigt in unterschiedlichen Maßstäben:
Fig. 1 eine zum Teil schematisierte Längsschnittdarstellung einer Membranpumpe,
Fig. 2 eine Querschnittdarstellung eines Ventilkörpers,
Fig. 3 eine Aufsicht eines Ventilkörpers,
Fig. 4 eine Querschnittsdarstellung einer Führungshülse für den Ventilkörper,
Fig. 5 eine halbseitig im Querschnitt dargestellte Seitenansicht eines Anschlußstopfens,
Fig. 6 eine teilweise im Schnitt gehaltene Teilseitenansicht eines Pumpenkopfes mit
Verdrehsicherungen an den Anschlußstopfen,
Fig. 7 eine Aufsicht des in Fig. 6 gezeigten Pumpenkopfes und
Fig. 8 eine Detailansicht im Bereich eines zu einer Verdrehsicherung gehörenden O-Ringes.
[0024] Eine Membranpumpe 1 (Fig. 1) weist einen in einem Pumpengehäuse 2 befindlichen Kurbeltrieb
3 auf, der über ein Pleuel 4 mit einer Form-Membrane 5 in Antriebsverbindung steht.
Oberhalb der Membrane 5 befindet sich ein Verdrängungsraum 6, der einerseits durch
die Membrane 5 und andererseits durch einen Pumpenkopf 7 bzw. einer sphärischen Auswölbung
33 darin begrenzt ist. Die Membrane 5 ist zwischen dem unteren Pumpengehäuse 2 und
dem Pumpenkopf 7 eingespannt. Als Verbindung zwischen Pumpengehäuse 2 und Pumpenkopf
7 dienen Kopfschrauben 8, die unter Zwischenlage einer Kopfabdeckungsplatte 9 den
Pumpenkopf 7 beaufschlagen.
[0025] Um mit der Membranpumpe auch aggressive, flüssige oder gasförmige Fördermedien fördern
zu können, bestehen die mit dem Fördermedium in Verbindung kommenden Pumpenteile aus
chemisch inertem Kunststoff, wobei insbesondere Polytetrafluorethylen (PTFE) geeignet
ist. Der Pumpenkopf 7 ist im wesentlichen einstückig aus einem solchen Werkstoff gebildet
und weist Aufnahmeöffnungen oder Aufnahmehöhlungen 10 für ebenfalls aus chemisch inertem
Werkstoff bestehende Ventile 11, 12 auf. Im Ausführungsbeispiel ist das Auslaßventil
mit 11 und das Einlaßventil mit 12 bezeichnet, was noch durch die Pfeile Pf 1 und
Pf 2 verdeutlicht ist.
[0026] Jede Aufnahmehöhlung 10 weist einen dem Verdrängungsraum 6 zugewandten Ventilraum
13 auf, in dem Ventilkörper 14 gelagert sind. Die Ventilräume 13 sind über kurze Kanalabschnitte
15 bzw. Verbindungsöffnungen mit dem Verdrängungsraum 6 verbunden. Die Kanalabschnitte
15 sind so kurz wie möglich, um den Totraum möglichst klein zu halten. Der lichte
Querschnitt der Kanalabschnitte 15 ist wesentlich kleiner als der Querschnitt des
Ventilraumes 13. Die innere Mündungsfläche bei dem Ventilraum 13 bildet eine verdrängungsraumseitige
Anschlagfläche 34 für den jeweiligen Ventilkörper 14.
[0027] Auf der gegenüberliegenden Seite ist der Ventilraum 13 durch einen in der Aufnahmehöhlung
10 befindlichen Anschlußstopfen 16 begrenzt. Dabei bilden die inneren Stirnflächen
17 der Anschlußstopfen 16 die entsprechenden Anschlagflächen für den Ventilkörper
14 (vgl. Fig. 1 u. 5). Die Anschlußstopfen 16 weisen eine zentrale Durchgangsbohrung
18 als Fördermediumeinlaß bzw. Fördermediumauslaß auf. Die Anschlußstopfen 16 sind
im Ausführungsbeispiel als Schraubstopfen mit einem Außengewinde ausgebildet, das
in eine sich an den Ventilraum 13 nach außen anschließende Gewindebohrung der Ventil-Aufnahmehöhlung
10 eingreift. Durch die variable Einsetztiefe der Anschlußstopfen 16 ist auch die
Hubhöhe der Ventile oder Ventilkörper 14 einstellbar. Dadurch besteht die Möglichkeit,
eine Hubhöhe einstellen zu können, bei der der Ventilkörper 14 etwa im Eigenresonanzbereich
arbeitet. Dadurch sind sehr schnelle Ventilbewegungen bei gleichzeitig geringem Energiebedarf
möglich, wodurch auch der Wirkungsgrad der Pumpe 1 verbessert werden kann.
[0028] Die Ventile 11 und 12 sind als Plattenventile ausgebildet und bestehen ebenfalls
aus chemisch inertem Werkstoff.
[0029] Sie weisen jeweils gleiche plattenförmige Ventilkörper 14 auf mit einer im wesentlichen
flachen Durchlaßseite 21 (vgl. auch Fig. 2 und 3). Die Abstandhalter 20 sind zinnenartig
im Randbereich und am Umfang gleichmäßig verteilt angeordnet. Sie schließen bündig
mit der Außenstirnseite 22 des Ventilkörpers 14 ab. Die zinnenartigen Abstandhalter
20 sind in ihrer Höhe h und in ihrem Abstand zueinander so bemessen, daß sich bei
Anlage dieser Abstandhalter 20 an einer einen Anschlag bildenden Begrenzungsseite
des Ventilraumes 13 noch ein genügend großer Durchlaßquerschnitt für das Fördermedium
ergibt. Auch der Außendurchmesser der Ventilkörper 14 ist im Vergleich zu dem lichtem
Querschnitt des Ventilraumes 13 so bemessen, daß in Durchlaßstellung des Ventile 11
oder 12 auch seitlich genügend Durchlaßquerschnitt vorhanden ist.
[0030] Auf der Dichtseite 19 weisen die Ventilkörper 14 einen ringförmigen Dichtrand 23
und eine sich nach innen anschließende Ausnehmung 24 auf. Der äußere Dichtrand 23
begünstigt eine besonders gute Abdichtung und durch die Ausnehmung 24 ist die Masse
des Ventilkörpers 14 reduziert, ohne seine Stabilität zu beeinflussen. Die auf der
anderen Seite befindlichen Abstandhalter 20 sind etwa im Bereich dieses Dichtrandes
23 angeordnet und unterstützen bzw. stabilisieren diesen Bereich, so daß hier unerwünschte
Verformungen weitgehend vermieden werden. Durch die bündig mit der Außenstirnseite
22 der Ventilkörper 14 abschließenden Abstandhalter 20 wird auch die Führungslänge
der Ventilkörper 14 in dem Ventilraum 13 bzw. einem dort befindlichen Führungsring
25 verlängert. Dadurch wird auch einem Verkanten der praktisch fliegend gelagerten
Ventilkörper 14 entgegengewirkt.
[0031] Der Pumpenkopf 7 besteht vorzugsweise aus glasfaserverstärktem PTFE, um die notwendige
Stabilität zu erhalten. Um die in dem Ventilraum 13 eingesetzten Ventilkörper 14 keinem
erhöhten Abrieb auszusetzen, der durch Kontakt an dem glasfaserverstärkten Wandmaterial
des Ventilraumes 13 entstehen würde, befindet sich in jedem Ventilraum 13 eine Führungshülse
25 zur Führung bzw. Seitenbegrenzung des Ventilkörpers 14. Diese Hülse besteht aus
nicht-glasfaserverstärktem Kunststoff, vorzugsweise aus PTFE, ebenso wie die Ventilkörper
14 selbst. Die bei der Ventilbewegung aneinander reibenden Seitenflächen des Ventilkörpers
14 bzw. der Hülse weisen somit keine den Abrieb erhöhenden Armierungszusätze auf,
so daß in diesem Bewegungsbereich auch nur ein geringer Abrieb vorhanden ist.
[0032] Dabei besteht hier aber auch durch die besondere Konstruktion der Ventile die Möglichkeit,
nach dem Herausschrauben eines Anschlußstopfens 16 einen Ventilkörper 14 schnell austauschen
zu können. Da der Ventilkörper 14 für das Auslaßventil 11 als auch für das Einlaßventil
gleich, d.h. mit der gleichen Umrißform ausgebildet ist, kann es beim Auswechseln
der Ventilkörper nicht zu Verwechslungen kommen. Dadurch ergibt sich insgesamt sowohl
eine Vereinfachung bei der Herstellung als auch bei der Reparatur und Instandhaltung
der Pumpe und bei der Lagerhaltung der entsprechenden Ersatzteile.
[0033] Wie bereits vorerwähnt, sind für das Einlaßventil und das Auslaßventil 12 gleiche
Ventilkörper 14 vorgesehen, die jedoch, wie in Fig. 1 gut erkennbar, umgekehrt in
die beiden Ventilräume 13 eingesetzt sind. In der in Fig. 1 erkennbaren Betriebsstellung
liegen beide Ventilkörper 14 auf der unteren Anschlagfläche 34 auf, die von der dem
Verdrängungsraum 6 zugewandten Begrenzungsseite des Ventilraumes 13 gebildet ist.
Diese Ventilkörperstellung stellt sich insbesondere in Saugstellung ein, wobei dann
das Fördermedium über das Einlaßventil 12 eintritt, dort seitlich und an der Durchlaßseite
21 den Ventilkörper 14 umströmt und in den Verdrängungsraum 6 gelangt. Gleichzeitig
ist durch den hier herrschenden Unterdruck der Kanalabschnitt 15 des Auslaßventiles
12 durch die Dichtseite des dort eingesetzten Ventilkörpers 14 verschlossen.
[0034] Die jeweils in einem Ventilraum 13 befindlichen Führungshülsen 25 liegen einerseits
an der dem Verdrängungsraum 6 zugewandten Stirnseite des Ventilraumes 13 an und werden
von der anderen Seite von den Anschlußstopfen 16 gehalten. Fig. 5 läßt gut erkennen,
daß die Anschlußstopfen 16 einen Kopf 26 zum Angriff eines Verdrehwerkzeuges und daran
anschließend einen mit einem Außengewinde versehenen Eindrehabschnitt aufweisen. Daran
schließt sich ein gewindefreier Abschnitt 28 an, dessen Außendurchmesser etwa dem
Durchmesser des Ventilraumes 13 entspricht. Am inneren Ende des Anschlußstopfens 16
ist ein Ansatz 29 vorgesehen, der mit seinem stirnseitigen Ende die den Ventilraum
13 oben begrenzende Stirnfläche 17 bildet. Dieser Ansatz greift etwas in die Führungshülse
25 ein, wie dies gut in Fig. 1 erkennbar ist. Mit der ringförmigen Stirnseite 30 zwischen
dem Abschnitt 28 und dem Durchmesser reduzierten Ansatz 29 wird in Montagestellung
die angefaste Oberseite der Führungshülse 25 beaufschlagt. Die axiale Länge des Ansatzes
29 ist so bemessen, daß die Anfasung 32 der Führungshülse 25 überdeckt ist. Die Führungshülsen
25 dienen außer zur Führung der Ventilkörper 14 auch als Einsetz- bzw. Einschraubbegrenzung
für den Anschlußstopfen 16.
[0035] In dem Anschlußstopfen 16 befindet sich eine Stufenbohrung 31, deren äußerer im Querschnitt
etwas größerer Bereich ein Innengewinde trägt zum Einschrauben einer Verbindungsleitung.
Der untere Abschnitt der Stufenbohrung mündet in den Ventilraum 13. Die bei der Führungshülse
25 vorgesehene Anfasung 32 dient einerseits als Einführhilfe beim Einsetzen oder Einschrauben
der Anschlußstopfen 16, andererseits aber auch als Toleranzverformungszone.
[0036] Die Arbeitsmembrane ist als Form-Membrane 5 ausgebildet, deren den Verdrängungsraum
6 zugewandte Profilierung an diesen angepaßt ist, so daß die Form-Membrane 5 in der
oberen Totstellung in bekannter Weise den Verdrängungsraum 6 vollständig ausfüllt,
wodurch der Totraum kleingehalten wird. Dabei ist die dem Verdrängungsraum 6 entsprechende
Aussparung im Pumpenkopf 7 untergebracht.
[0037] In den Figuren 6 bis 8 ist noch eine Verdrehsicherung 35 gezeigt, mittels der die
beiden Anschlußstopfen 16 in einer einmal eingestellten Lage gehalten werden können.
Insbesondere soll dadurch ein Verdrehen der Anschlußstopfen 16 bei der Montage bzw.
Demontage von Einschraub-Verschraubungen verhindert werden. Wie bereits vorbeschrieben,
kann durch die Einschraubtiefe der Anschlußstopfen 16 in gewissem Umfang nach der
Montage der Pumpe ein Einstellen des Volumenstromes erfolgen. Ist der richtige Wert
eingestellt, so kann durch die Verdrehsicherung 35 eine Fixierung erfolgen, so daß
dann beim Anwender der Pumpe keine unbeabsichtigten Verstellungen mehr auftreten können.
Zu der Verdrehsicherung gehört jeweils ein O-Ring 37, der einerseits in einer äußeren
Aufnahmenut 38 und andererseits in einer im Kopf 36 der Anschlußstopfen 16 befindlichen
Ringnut 42 gelagert ist. Die äußere Aufnahmenut 38 ist zwischen der Kopfabdeckplatte
9 einerseits und einem Druckring 39 andererseits gebildet, wobei die zueinander weisenden
Innenränder dieser beiden Teile zur Bildung dieser Aufnahmenut 38 Anfasungen 40 bzw.
41 aufweisen. Die beiden Druckringe 39 (vgl. auch Fig. 7) werden durch Schrauben 43,
die in die Kopfabdeckplatte 9 einschraubbar sind, gehalten. Die beiden Anfasungen
40, 41 und auch die Ringnut 42 in den Anschlußstopfen 16 sind nun so bemessen, daß
beim Festschrauben der Druckringe 39 eine radiale Verdrängung des jeweiligen O-Ringes
in die Ringnut 42 bzw. die Außenwand des Anschlußstopfens 16 erfolgt. Dadurch werden
die Anschlußstopfen 16 kraftschlüssig gehalten, so daß ein Verdrehen des Ventilkörpers
bzw. Anschlußstopfens 16 nicht mehr möglich ist. Erwähnt sei noch, daß die Ventilkörper
14 anstatt aus PTFE auch aus PVDF (Polyvinylidenfluorid) bestehen können. Die Ventilkörper
14 können dann in vorteilhafter Weise durch einen Spritzvorgang einfach hergestellt
werden. Falls das Fördermedium die Verwendung von PVDF-Ventilkörpern nicht zuläßt,
werden diese aus PTFE hergestellt.
1. Membranpumpe (1) zum Fördern insbesondere von chemisch aggressiven Medien, wobei
die Pumpe in ihrem Pumpenkopf (7) vom Fördermedium gesteuerte Einlaß- und Auslaßventile
(11, 12) hat und diese sowie der Ventil-Aufnahmeöffnungen (10) aufweisenden Pumpenkopf
(7) im wesentlichen aus chemisch inertem Kunststoff bestehen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ventil-Aufnahmehöhlungen (10) jeweils einen dem Verdrängungsraum (6) der Pumpe
(1) zugewandten sowie mit diesem durch einen Kanalabschnitt (15) verbundenen Ventilraum
(13) und daran, nach, außen anschließend, eine Gewindebohrung od. dgl. Verbindungsteil
für einen eine Durchgangsbohrung (18) aufweisenden Anschlußstopfen (16) aufweisen,
und daß die Anschlußstopfen jeweils eine die Hubhöhe des zugehörigen Ventiles (11,
12) begrenzende Anschlagfläche (17) haben.
2. Membranpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ihr zweckmäßigerweise
einstückig ausgebildeter Pumpenkopf (7) aus armiertem, chemisch inertem Kunststoff,
vorzugsweise aus glasfaserverstärktem Polytetrafluorethylen besteht.
3. Membranpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in mindestens
einem Ventilraum (13) des Pumpenkopfes (7) eine Führungshülse (25) zum im wesentlichen
axialen Führen eines zugehörigen Ventilkörpers (14) vorgesehen ist, wobei vorzugsweise
die axiale Länge der Führungshülse (25) als Einsetzbegrenzung für den zugehörigen
Anschlußstopfen (16) und damit als Begrenzung der Hubhöhe der Ventilkörper (14) vorgesehen
ist.
4. Membranpumpe Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der lichte Querschnitt der
Führungshülsen (25) größer als der Durchmesser des darin geführten Ventilkörpers (14)
ist und daß vorzugsweise die Ventilkörper (14) sowie die Führungshülsen (25) dafür
und gegebenenfalls auch die Anschlußstopfen (16) aus glasfaserfreiem, chemisch inertem
Werkstoff, insbesondere aus Polytetrafluorethylen bestehen.
5. Membranpumpe nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein, vorzugsweise alle Ventile (11, 12) als Plattenventile ausgebildet
sind, vorzugsweise als gleiche Ventilkörper (14) mit einer im wesentlichen flachen
Dichtseite (19) sowie einer Abstandhalter (20) tragenden Durchlaßseite (21).
6. Membranpumpe nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ventile (11, 12) bzw. deren plattenförmige Ventilkörper (14) federbelastungsfrei
axial verschiebbar im Pumpenkopf (7) bzw. in den dort vorgesehenen Ventil-Führungshülsen
(25) gelagert sind.
7. Membranpumpe nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ventile (11, 12) bzw. deren plattenartige Ventilkörper (14) an ihrer Durchlaßseite
(21) zinnenartige, im Randbereich vorzugsweise gleichmäßig am Umfang dieser Ventilkörper
verteilt angeordnete Vorsprünge (20) aufweisen.
8. Membranpumpe nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ventile (11, 12) bzw. die zugehörigen Ventilkörper (14) an ihrer Dichtseite
(19) einen ringförmigen Dichtrand (23) und eine sich daran radial nach innen anschließende
Ausnehmung (24) aufweisen und daß sich vorzugsweise die zinnenartigen Vorsprünge (20)
auf der anderen Seite des Ventilkörpers (14) etwa im Bereich dieses Dichtrandes (23)
befinden.
9. Membranpumpe nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungshülse(n) (25) eine dem zugehörigen Anschlußstopfen (16) zugewandte,
nach innen weisende Anfasung (32) aufweist, insbesondere als Einführhilfe für einen
Ventilkörper (14) und als Toleranzverformungszone betreffend die axiale Erstreckung
der Führungshülse (25).
10. Membranpumpe nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der Pumpenkopf (7) mittels einer sich oberhalb von ihm befindlichen Kopfabdeckungsplatte
(9) gegen das Pumpengehäuse (2) verspannt ist.
11. Membranpumpe nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Membrane als auf die räumliche Form des im Pumpenkopf (7) eingearbeiteten
Verdrängungsraumes (6) abgestimmte Formmembrane (5) ausgebildet ist.
12. Membranpumpe nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß für ihre Anschlußstopfen (16) eine Verdrehsicherung (35) vorgesehen ist.
13. Membranpumpe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdrehsicherung
(35) einen den Kopf (36) des Anschlußstopfens (16) umgreifenden O-Ring (36) aufweist,
der in einer im Querschnitt veränderbaren Aufnahmenut (38) zwischen der Kopfabdeckplatte
(9) und einem Druckring (39) gelagert ist.
14. Membranpumpe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmenut (38)
durch eine Anfasung (40) od. dgl. nach außen weisenden Innenkante der Ausnehmungen
für die Anschlußstopfen (16) in der Kopfabdeckungsplatte (9) einerseits und durch
eine Innenkanten-Anfasung (41) od. dgl. Abschrägung eines jeweils eine Ausnehmung
umgrenzenden Druckringes (39) andererseits gebildet ist.
15. Membranpumpe nach wenigstens einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußstopfen (16) eine Ringnut (42) zur teilweisen Aufnahme des O-Ringes
(37) aufweisen, und daß diese Ringnut (42) in Betriebsstellung der Anschlußstopfen
(16) etwa in gleicher Höhe wie die Aufnahmenut (38) angeordnet ist.
1. A diaphragm pump (1) particularly for delivering chemically aggressive media, the
pump having in the pump head (7) thereof inlet and outlet valves (11, 12) controlled
by the flow medium and said valves as well as the pump head (7) having valve-receiving
openings (10) consisting essentially of chemically inert plastic, characterized in
that the valve-receiving cavities (10) in each case have a valve chamber (13) which
faces the displacement chamber (6) of the pump (1) and is connected to the former
by a port (15) and joined outwardly thereto a tapped hole or a like connecting piece
for a connecting plug (16) having a through-hole (18), and that the connecting plugs
in each case have a stop face (17) limiting the vertical lift of the accompanying
valve (11, 12).
2. The diaphragm pump as claimed in claim 1, characterized in that the pump head (7)
thereof appropriately in one piece consists of reinforced, chemically inert plastic,
preferably of glass-fibre reinforced polytetrafluoroethylene.
3. The diaphragm pump as claimed in claim 1 or claim 2, characterized in that in at
least one valve chamber (13) of the pump head (7) a guide sleeve (25) is provided
for an accompanying valve body (14) to be essentially axially guided, preferably the
axial length of the guide sleeve (25) being provided as a limit for inserting the
associated connecting plug (16) and thereby as a limit for the vertical lift of the
valve bodies (14).
4. The diaphragm pump as claimed in claim 3, characterized in that the inside cross
section of the guide sleeves (25) is larger than the diameter of the valve body (14)
guided therein and that preferably the valve bodies (14) as well as the guide sleeves
(25) therefor and possibly also the connecting plugs (16) consist of chemically inert
material free of glass fibre, particularly of polytetrafluoroethylene.
5. The diaphragm pump as claimed in at least one of claims 1 to 4, characterized in
that at least one, preferably all of the valves (11, 12) take the form of plate valves,
and preferably take the form of like valve bodies (14) having an essentially flat
sealing side (19) as well as a side of passage (21) bearing spacers (20).
6. The diaphragm pump as claimed in at least one of claims 1 to 5, characterized in
that the valves (11, 12) and the plate-shaped valve bodies (14) thereof are located
in the pump head (7) and in the guide sleeves (25) provided there so as to be free
of spring-loading and axially displaceable.
7. The diaphragm pump as claimed in at least one of claims 1 to 6, characterized in
that the valves (11, 12) and the plate-like valve bodies (14) thereof have on the
side thereof of passage (21) crenellated projections (20) which are distributed in
the peripheral area preferably evenly over the circumference of said valve bodies.
8. The diaphragm pump as claimed in at least one of claims 1 to 7, characterized in
that the valves (11, 12) and the accompanying valve bodies (14) have an annular sealing
rim (23) at the sealing side (19) thereof and a radially inwardly adjoining recess
(24) and that preferably the crenellated projections (20) on the other side of the
valve body (14) are located approximately in the area of said sealing rim (23).
9. The diaphragm pump as claimed in at least one of claims 3 to 8, characterized in
that the guide sleeve(s) (25) have an inwardly directed chamfer (32) facing the associated
connecting plug (16), particularly as an aid for interesting a valve body (14) and
as a zone for deformation to compensate for tolerances with respect to the axial expanse
of the guide sleeve (25).
10. The diaphragm pump as claimed in at least one of claims 1 to 9, characterized
in that the pump head (7) is secured in place against the pump casing (2) by means
of a cover plate (9) located above the pump head.
11. The diaphragm pump as claimed in at least one of claims 1 to 10, characterized
in that the diaphragm is devised to be a form diaphragm (5) adapted to the spatial
shape of the displacement chamber (6) recessed in the pump head (7).
12. The diaphragm pump as claimed in at least one of claims 1 to 11, characterized
in that the connecting plugs (16) thereof are provided with a means (35) protecting
against torsion.
13. The diaphragm pump as claimed in claim 12, characterized in that the means (35)
protecting against torsion includes an O-ring (37) embracing the head (36) of the
connecting plug (16), said O-ring being positioned in a receiving groove (38) variable
in cross section between the cover plate (9) and a thrust collar (39).
14. The diaphragm pump as claimed in claim 13, characterized in that the receiving
groove (38) is formed by a chamfer (40) or a like outwardly directed inner edge of
the recesses for the connecting plugs (16) in the cover plate (9) on the one hand
and by a chamfer (41) on the inner edge or a like facet of a thrust ring (39) defining
a recess on the other hand.
15. The diaphragm pump as claimed in at least one of claims 13 or 14, characterized
in that the connecting plugs (16) have an annular groove (42) for partly receiving
the O-ring (37), and that in the operating position of the connecting plugs (16) said
annular groove (42) is disposed at approximately the same level as the receiving groove
(38).
1. Pompe à membrane (1) pour faire circuler notamment des fluides chimiquement agressifs,
la pompe possédant dans sa tête de pompe (7) des soupapes d'admission et d'échappement
(11, 12) commandées par le fluide transport, et ces soupapes ainsi que la tête de
pompe (7) présentant des ouvertures réceptrices de soupapes (10) étant réalisées en
un matériau plastique chimiquement inerte, caractérisée en ce que les cavités réceptrices
de soupapes (10) présentent respectivement une chambre de soupape (13) tournée vers
la chambre de refoulement (6) de la pompe (1) et reliée à cette dernière par un tronçon
de canal (15), et, sur cette chambre de soupape, en raccordement vers l'extérieur,
un alésage fileté ou autre élément d'assemblage similaire pour un bouchon de raccordement
(16) présentant un alésage traversant (18), et en ce que les bouchons de raccordement
(16) possèdent chacun une face de butée (17) délimitant la hauteur de course de la
soupape (11, 12) associée.
2. Pompe à membrane selon la revendication 1, caractérisée en ce que sa tête de pompe
(7), avantageusement réalisée en une pièce, est réalisée en un matériau plastique
armé chimiquement inerte, de préférence du polytétrafluoréthylène renforcé de fibres
de verre.
3. Pompe à membrane selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'il est prévu,
dans au moins une chambre de soupape (13) de la tête de pompe (7), une douille de
guidage (25) pour le guidage essentiellement axial d'un corps de soupape associé (14),
la longueur axiale de la douille de guidage (25) étant de préférence prévue comme
délimitation d'insertion pour le bouchon de raccordement (16) associé, et par suite
comme délimitation de la hauteur de course du corps de soupape (14).
4. Pompe à membrane selon la revendication 3, caractérisée en ce que la dimension
intérieure de la douille de guidage (25) est supérieure au diamètre du corps de soupape
(14) qui est guidé dans cette douille, et en ce que, de préférence, les corps de soupapes
(14) et les douilles de guidage (25) pour ces corps, ainsi éventuellement que les
bouchons de raccordement (16), sont réalisés en un matériau chimiquement inerte exempt
de fibres de verre, notamment du polytétrafluoréthylène.
5. Pompe à membrane selon au moins l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en
ce qu'au moins une soupape et de préférence toutes les soupapes (11, 12) sont conformées
en soupapes planes, et de préférence toutes les soupapes (11, 12) sont conformées
en soupapes planes, et de préférence en corps de soupapes identiques (14) avec un
côté d'étanchéité sensiblement plat (19) et un côté de passage (21) portant un élément
d'écartement (20).
6. Pompe à membrane selon au moins l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en
ce que les soupapes (11,12) ou encore leurs corps de soupapes en forme de plaques
(14) sont montés axialement coulissants, sans sollicitation élastique, dans la tête
de pompe (7) ou encore dans les douilles de guidage de soupapes (25) qui y sont prévues.
7. Pompe à membrane selon au moins l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en
ce que les soupapes (11, 12) ou encore leurs corps de soupapes en forme de plaques
(14) présentent sur leur côté de passage (21) des épaulements du genre créneaux (20),
disposés dans la région de bord en étant de préférence répartis uniformément sur la
périphérie de ces corps de soupapes.
8. Pompe à membrane selon au moins l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en
ce que les soupapes (11, 12) ou encore les corps de soupapes correspondants (14) présentent
sur leur côté d'étanchéité (19) un bord d'étanchéité annulaire (23) et un évidement
(24) se raccordant radialement vers l'intérieur à ce dernier, et en ce que les épaulements
du genre créneaux (20) se trouvent de préférence sur l'autre côté du corps de soupape
(14), approximativement dans la région de ce bord d'étanchéité (23).
9. Pompe à membrane selon au moins une des revendications 3 à 8, caractérisée en ce
que la (les) douille(s) de guidage (25) présente(nt) un chanfrein (32) orienté vers
l'intérieur et tourné vers le bouchon de raccordement correspondant (16), chanfrein
qui sert notamment d'aide à l'introduction d'un corps de soupape (14), et de zone
de déformation de tolérance en ce qui concerne l'étendue axiale de la douille de guidage
(25).
10. Pompe à membrane selon au moins l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en
ce que la tête de pompe (7) est serrée contre le carter de pompe (2) au moyen d'une
plaque de recouvrement de tête (9) qui se trouve au-dessus d'elle.
11. Pompe à membrane selon au moins l'une des revendications 1 à 10, caractérisée
en ce que les membranes sont conformées en membranes profilées (5) adaptées à la forme
spatiale de la chambre de refoulement (6) ménagée dans la tête de pompe (7).
12. Pompe à membrane selon au moins l'une des revendications 1 à 11, caractérisée
en ce qu'il est prévu pour ses bouchons de raccordement (16) un moyen empêchant la
rotation (35).
13. Pompe à membrane selon la revendication 12, caractérisée en ce que le moyen empêchant
la rotation (35) présente un joint torique (37) entourant la tête (36) du bouchon
de raccordement (16), joint qui est monté dans une rainure réceptrice de section modifiable
(38), entre la plaque de recouvrement de tête (9) et une bague de pression (39).
14. Pompe à membrane selon la revendication 13, caractérisée en ce que la rainure
réceptrice (38) est formée, d'une part, par un chanfrein (40) ou bord intérieur similaire
tourné vers l'extérieur des évidements pour les bouchons de raccordement (16) dans
la plaque de recouvrement de tête (9), et, d'autre part, par un chanfrein de bord
intérieur (41) ou biseautage similaire d'une bague de pression (39) entourant un évidement
respectif en le délimitant.
15. Pompe à membrane selon au moins l'une des revendications 13 ou 14, caractérisée
en ce que les bouchons de raccordement (16) présentent une rainure annulaire (42)
pour la réception partielle du joint torique (37), et en ce que cette rainure annulaire
(42) est disposée, en position de service des bouchons de raccordement (16), approximativement
à la même hauteur que la rainure réceptrice (38).