[0001] Die Erfindung betrifft einen neuen Riechstoff. Es handelt sich dabei um das 2-(1'-Hydroximino-äthyl)-1,3,3,4,4-pentamethylcyclopenten,
also um die Verbindung der Formel

[0002] Die Formel 1 soll beide geometrischen losmeren, also die syn- un die anti-Form des
Oxims I umfassen.
[0003] I kann erhalten werden, indem man 2 Acetyl-1,3,3,4,4-pentamethylcyclopenten, also
das Keton der Formel

mit Hydroxylamin bzw. einem seiner Salze umsetzt. (Bull. Soc. Chim. de France, Nr.
5. 1961).
[0004] Was das Ausgangsketon II betrifft ist folgendes bekannt: Es beschreibt beispielsweise
M. Kolobielski in Ann. Chim. 10, Nr. 12, (1955), 271 seq. die reduktive Dimerisierung
von Mesityloxyd mit Magnesium in Essigsäure, die zu einem Gemisch bestehend aus 2-Acetyl-1,3,3,4,4-pentamethylcyclopentanol
II' als Hauptkomponente und kleineren Mengen 2-Acetyl-1,3,3,4,4-pentamethylcyclopenten
(II), 3,5-Dimethyl-3-(2'-methyl-1'-propen-1'-yl)-4-hexen-2-on bzw. 2,4,6-Trimethyl-4-acetyl-2,5-heptadien
(IIb), 2,3,3,5-Tetramethyl-2-isobutenyl-2,3-dihydrofuran (II") und 2,4,5,7-Tetramethyl-2,6-octadien-4,5-diol
(II"') führt:

[0005] Ein II-reiches Produkt kann nun leicht durch Behandlung des genannten Produktgemisches
mit einer Base, wie wässriger Natronlauge, und Aufarbeitung des angesäuerten Reaktionsgemsiches
erhalten werden. Das nach Abdestillieren der leichterflüchtigen Verbindungen zurückbleibende
Produkt enthält nun beispielsweise 67% II neben den acyclischen Ketonen Ilb (ca. 15%),
IIc (Ca. 7%) und Ild (ca. 8%)

[0006] Durch Dehydratisierung wurde dabei II' in II übergeführt.
[0007] 11 kann aus diesem Produktgemisch gegebenenfalls durch Säulenchromatographie in reiner
Form, oder aber durch Destillation in stark angereicherter Form gewonnen werden und
zu I umgesetzt werden. Dies ist aber nicht nötig, da die bei der Oximierung von II
sich ebenfalls bildenden acyclischen Oxime Ib-Id

den olfaktischen Wert von I in keiner Weise negativ beeinflussen.
[0008] Die Verbindung I, bzw. das oben beschriebene Oximgemisch weist besondere organoleptische
Eigenschaften auf, auf Grund derer es sich vorzüglich als Riechstoff eignet.
[0009] Die Erfindung betrifft demgemäss die Verwendung der Verbindung I, bzw. dessen Gemisch
mit den obigen acyclischen Oximen Ib-Id als Riechstoff.
[0010] Das erfindungsgemässe Oxim bzw. Oximgemisch zeichnet sich durch eine besondere Kombination
von wertvollen Eigenschaften aus. Es ist farblos, leicht zugänglich, die einzelnen
Ansätze sind konstant im Geruch, nicht irritierend, stabil und bequem in der Handhabung.
[0011] Die Verbindung der Formel I weist insbesondere den charakteristischen Geruchsaspekt
der frischen Blüten von Salvia sclarea (Muskatellersalbei) auf, dieser Geruch ist
begleitet von krautigen Nuancen.
[0012] Die Geruchsnoten der acyclischen Oxime sind:
Ib: holzig-Ambrig,
Ic: krautig mit den typischen Aspekten von Rhabarber- und Tomatenblättern,
Id: süss, anis-artig, Aspekte von Basilikum und Grapefruit.
[0013] Geruch des Gemisches von mit den acyclischen Oximen im angegebenen, d.h bei der Herstellung
anfallenden Verhältnis:
[0014] Harmonische Kombination der oben aufgeführten Geruchsaspekte, wobei die charakteristische,
an blühenden Muskatellersalbei erinnernde Note eindeutig dominiert.
[0015] Es sind zwar eine Reihe von Oximen mit interessanten organoleptischen Eingenschaften
bekannt geworden, ein organoleptisch aktives, cycloaliphatisches Oxim wird jedoch
nur in DT-OS 3,129,934 (Dragoco) beschrieben. Der Geruch dieses bekannten 1,5-Dimethyl-8-hydroximino-bicyclo[3.2.1.]octans,
also einer Verbindung mit einer Oximgruppierung direkt an einem Ring-Kohlenstoffatom,
ist der von schwarzen Johannisbeeren.
[0016] Die organoleptischen Eigenschaften von I sind demgemäss völlig verschieden von den
organoleptischen Eingenschaften dieses bekannten Oxims, und insbesondere auch völlig
verschieden von den geruchlichen Eigenschaften der Verbindung II: warm, würzig, pfeffrig,
camphrig, holzig (siehe FR-A-2 433 941). Eine solche geruchliche "Verschiebung" kann
auch im Fall der Ketone/Oxime von E-A-0 045 861 nicht beobachtet werden.
[0017] Eine weitere wichtige und typische Eigenschaft des erfindungsgemässen neuen Oxims
I besteht in seinem hohen Integrationsvermögen bei der Kreation von Parfümkompositionen.
Im Gegensatz zur Mehrzahl der vorbekannten Oxime, die entsprechend ihrer olfaktischen
Charakteristik insbesondere zu Modifikation der "Kopfnoten" von Kompositionen eingesetzt
wurden, entfaltet das neue Oxim I seine volle Wirkung besonders im mittelflüchtigen
bis schwerflüchtigen Bereich der Komposition, indem es gewünschte Geruchskomplexe
bereichert, harmonisiert bzw. modifiziert und dieselben ausgezeichnet fixiert.
[0018] Das Oxim I bzw. dessen Gemisch eignet sich aufgrund seiner olfaktischen Eigenschaften,
seines hohen Integrationsvermögens und seiner fixierenden Eigenschaften insbesondere
zur Modifizierung von
- blumigen Kompositionen,
z.B. vom Typ "Weisse Blumen" (wie Maiglöckchen, Geissblatt, etc.) indem hier die olfaktischen
Aspekte von Monoterpenderivaten wie Linalool und Citronellol mit denjenigen der Sesquiterpenderivate
wie Nerolidol und Farnesol harmonisierend miteinander in Einklang gebracht werden
und so diesem Geruchsaspekt zusätzlich mehr Ausstrahlungskraft verliehen wird,
vom Typ "Exotische Blumen" (wie Champaca, Osmanthus, etc.), indem der Komposition
durch Unterstreichung der frisch-blumigen Aspekte mehr Diffusion und Transparenz verliehen
wird.
- Kompositionen des Cologne-Typs, indem hier die Effekte der verschiedenen Agrumen-Oele
in harmonischen Einklang gebracht werden und ein eleganter Uebergang zu den Holznoten
in Erscheinung tritt.
- Kompositionen mit ausgeprägter Holznote, wo ein homogener Uebergang von den leichterflüchtigen
zu den schwererflüchtigen Bestandteilen bewirkt wird, und die entstandene Komposition
durch die dem Oxim I eigenen olfaktischen Eigenschaften erheblich an Eleganz gewinnt.
[0019] Die Verbindung I verbindet sich mit zahlreichen bekannten Riechstoffingredienzien
natürlichen oder synthetischen Ursprungs, wobei die Palette der natürlichen Rohstoffe
sowohl leicht-, als auch mittel- und schwerflüchtige Komponenten, und diejenige der
Synthetika Vertreter aus praktisch allen Stoffklassen umfassen kann, wie dies aus
der folgenden Zusammenstellung ersichtlich ist:
- Naturprodukte, wie Angelikasamenöl, Baummoos-Absolue, Basilikumöl, Beifussöl, Bergamotteöl,
Castoreum, acetyliertes Cedernholzöl (z.B. Vertofix® IFF bzw. Cedartone® Givaudan),
Corianderöl, Eichenmoos, Elemiöl, Galbanumöl, Geraniumöl, Jasmin Absolue und seine
Substitute, Kamillenöl, Lavandinöl, Lavendelöl), Madarinenöl, Mastix Absolue, Nelkenknospenöl,
Neroliöl, Patchouliöl, Petitgrainöl Paraguay, Rosenöl, Rosmarinöl, Sandelholzöl, Styrax,
Vetiveröl, Wermutöl, Ylang-Ylang-Oel, Ysopoel, Zibetöl, Zitronenöl.
- Alkohole, wie Citronellol, Dimethylbenzylcarbinol, Dimetol® Giv. (2,6-Dimethyl-2-heptanol),
Geraniol, Linalool, Menthol, 3-Methyl-5-(2'-2'-3'-trimethyl-cyclopent-3'-en-1'-yl)-pentan-2-ol
(Sandalore° Givaudan), Nerol, Phenyläthylalkohol, Phenylpropylalkohol, natürliches
Rhodinol, a-Teripineol, Zimtalkohol, Farnesol.
-Aldehyde, wie a-Amylzimtaldehyd, Citral, Cyclamenaldehyd, Decanal, 3,5-Dimethyl-cyclohex-3-en-
carboxaldehyd, n-Dodecanal, Heliotropin, a-Hexylzimtaldehyd, Hydroxycitronellal, Methylnonylacetaldehyd,
p-tert. Butyl-a-methyldihydrozimtaldehyd (z.B. Lilial® Givaudan), n-Undecen-10-al.
- Ester, wie Aethylacetoacetat, 3-Aethyl-1,1-dimethylcyclohex-3-en-2-carbonsäureäthlester
(Givescone® Givaudan), 3-Aethyl-1,1,4-trimethyl-cyclohex-3-en-2-carbonsäureäthylester
(Myrascone® Givaudan), Amylsalicylat, Benzylacetat, Benzylsalicylat, Bornylacetat,
Cedrylacetat, Cinnamylformiat, cis-3-Hexenylacetat, cis-3-Hexenylbenzoat, Geranylacetat,
Hexylsalicylat, Isobutylsalicylat, Linalylacetat, Linalylanthranilat, Methyldihydrojasmonat,
4-[4-Methyl-3-pentenyl]-cyclohex-3-en-1-yl-carbinylacetat (z.B. Myraldylacetat® Givaudan),
Oxyoctalinformiat Givaudan (Δ-11,5,9,10-Tetramethyl-5-formoxy-octalin), Phenyläthylacetat, Styrallylacetat, Terpenylacetat,
p-tert.-Butylcyclohexylacetat, Benzylbenzoat.
- Lactone, wie Cumarin, y-Decalacton, y-Dodecalacton, y-Nonalacton, y-Undecalacton.
- verschiedene weitere, in der Parfümerie oft benützten Komponenten, wie Acetaldehyd-propylphenyläthylacetal
(Acetal® Givaudan), Cyclocitrylidenacetonitril, 1,1-Dimethyl-4-acetyl-6-tert.-butylindan,
Eugenol, Galaxolid® IFF, 7-Acetyl-1,1,3,4,4,6-hexamethyltetralin (Fixolide® Givaudan),
Indol, Isobutylchinolin, p-Methan-8-thiol-3-on, Methyleugenol, Methyl-1-methyl-cyclododecyläther
(z.B. Madrox® Givaudan), 8,12-Oxido-13,14,15-16-tetranorlabdan (Fixateur 404®, Ambroxan®).
[0020] Die mit I hergestellten Kompositionen lassen sich für alle Arten von parfümierten
Verbrauchsgütern einsetzen (Eaux de Cologne, Eaux de Toilette, Extraits, Lotionen,
Cremes, Shampoos, Seifen, Salben, Puder, Desodorantien, Detergentien, Tabak, etc.).
[0021] Dank seines erstaunlich hohen Integrationsvermögens kann der Gehalt an I in (neuartigen)
Parfümeriebasen ohne weiteres bis zu 80% betragen und in den damit hergestellten Parfümerie-Kompositionen
können hierauf zu Erzielung gewünschter Effekte problemos bis zu 20-30% dieser Base
eingesetzt werden.
[0022] Andererseits kann aber der erfahrene Parfümeur bereits mit Konzentrationen von 0,1-0,5%
interessante Geruchsnuancierungen erzielen, sodass die zum Einsatz kommenden Konzentration
einen recht grossen Bereich abdecken.
[0023] Die bevorzugten Konzentrationen bewegen sich überlicherweise zwischen 0,05 und 10%.
Die mit I hergestellten Kompositionen lassen sich, wie oben gesagt, für alle Arten
von parfümierten Verbrauchsgütern einsetzen.
[0024] Die Verbindungen I können demgemäss bei der Herstellung von Kompositionen und - wie
obige Zusammenstellung zeigt - unter Verwendung einer breiten Palette bekannter Riechstoffe,
verwendet werden. Bei der Herstellung solcher Kompositionen können die oben aufgeführten
bekannten Riechstoffe nach (dem Parfümeur bekannter) Art und Weise verwendet werden,
wie z.B. aus W. A. Poucher, Perfumes, Cosmetics and Soaps 2, 7. Auflage, Chapman und
Hall, London, 1974 hervorgehend.
Beispiel 1
[0025] In einem mit Rührer, Thermometer und Kühler versehenen 5-Liter-Sulfierkolben werden
250 g Hydroxylaminchlorhydrat in 2,5 I Aethanol und 250 g Pyridin gelöst. Man rührt
eine Viertelstunde bei Raumtemperatur und gibt zu der Lösung 250 g eines Ketongemisches
II, Ilb, IIc, Ild. Man hält das Reaktionsgemisch während 2 Stunden bei Rückflusstemperatur
und entfernt dann ca. 3/4 des eingesetzten Aethanols durch Destillation. Nach dem
Abkühlen giesst man auf Eiswasser und extrahiert das Produkt mit Aether. Die Aetherphase
wird 3 mal mit verdünnter Salzsäure und 3 mal mit Kochsalzlösung gewaschen und mit
Natriumsulfat getrocknet. Die Destillation des nach Abdampfen des Aethers erhaltenen
Rohproduktes über eine 30 cm-Widmer-Kolonne ergibt 160 g olfaktisch gutes Oximgemisch
vom Siedepunkt 100-101°/ 0,06 mmHg, welches rund 67% I, 15% Ib, 7% Ic und 8% Id enthält.
[0026] Zur Charakterisierung der Verbindungen, I, Ib, Ic und Id wird das so erhaltene Oxim-Produktgemisch
durch Säulenchromatographie an der 100fachen Menge Kieselgel unter Verwendung von
Hexan/Aether 10:1 als Elutionsmittel in die einzelnen Bestandteile aufgetrennt.
I: 2-(1'-Hydroximino-äthyl)-1,3,3,4,4-pentamethylcyclopenten
[0027]
IR(CHCl3): 3580, 3230, 980, 890, 870 cm-1.
1H-NMR (400 MHz): 0,90 und 0,92 (je 2 zusammenfallende s, 2 CH3―C(3) und 2CH3―C(4)); 1,65 (s, CH3―C(1)); 1,98 (s, CH3―C(1')); 2,08 (s, 2H-C(5)).
MS: 195 (M+, 20), 180 (100), 162 (13), 148 (23), 138 (11), 122 (19), 107 (9), 95 (11), 91 (14),
79 (10), 67 (7), 55 (15), 41 (43).
Ib: 3,5-Dimethyl-3-(2'-methyl-propen-1'-yl)-4-hexen-2-on oxim
[0028]
IR: 3260, 1655, 1060, 1000, 940, 910, 835 cm-1.
1H-NMR (400 MHz): 1,37 (s, 3H); 1,59 und 1,70 (je 2s mit Feinaufspaltung, je 6H); 1,81
(s, 3H); 5,40 (2 zusammenfallende s mit Feinsaufspaltung, 2H).
MS: 195 (M+, 5), 178 (100), 163 (28), 148 (41), 136 (11),122 (54), 107 (27), 95 (34), 91 (28),
79 (21),67 (25), 55 (40), 41 (83).
Ic: 5-Methylen-4,4,7-trimethyl-6-octen-2-on oxim
[0029]
IR: 3230, 1655, 1618, 1125, 1062, 1028, 965, 900 cm-1.
1H-NMR (400 MHz): 1,08 (2 zusammenfallende s, 6H); 1,73 und 1,80 (je s mit Feinaufspaltung,
je 3H); 1,74 (s, 3H); 2,28 (s, 2H) ; 4,80 und 5,05 (je s mit Feinaufspaltung, je 1H);
5,83 (s mit Feinaufspaltung, 1H); 8,0-8,5 (breites Signal des Oxim-Protons).
MS: 195 (M+, 7); 180 (18), 178 (35), 162 (4), 152 (8), 139 (14), 122 (47), 110 (51), 107 (26),
95 (37), 91 (22), 81 (100), 69 (41 67 (41 59 (36), 55 (32), 41 (8).
Id: 4,4,5,7-Tetramethyl-5,7-octadien-2-on oxim.
[0030]
IR: 3220, 1630, 1120, 1038, 965, 890 cm-1.
1H-NMR (400 MHz): 1,10 (2 zusammenfallende s, 6H); 1,79 und 1,82 (je s mit Feinaufspaltung,
je 3H); 1,80 (s, 3H); 2,30 (s, 2H); 4,72 und 4,98 (je s mit Feinaufspaltung, je 1H);
5,66 (s, 1H); ca. 8,0-8,5 (breites Signal des Oxim-Protons).
MS: 195 (M+, 1); 180 (7), 139 (24), 138 (24), 123 (63), 122 (96), 107 (19), 95 (29), 91 (22),
81 (100), 67 (30), 55 (7), 41 (56).
Herstellung des Ausgangsmaterial
[0031] 200 g durch reduktive Dimerisierung von Mesityloxid erhaltenes Produktgemisch (vgl.
M. Kolobielski, Ann. Chim. 10, (1955), 271 seq., insbeondere 291) werden in 300 ml
Methanol gelöst, mit 10 ml 40%-iger Natronlauge versetzt und das Gemsich hierauf während
einer Stunde bei Rückflusstemperatur gerührt. Anschliessend wird auf 0-10°C abgekühlt,
vorsichtig mit verdünnter Schwefelsäure angesäuert und während 30 Minuten bein Raumtemperatur
gerührt. Nach üblicher Aufarbeitung verbleiben 150 g Rohprodukt, aus denen durch Destillation
über eine 20 cm Widmerkolonne 60 g Ketongemisch, bestehend aus II (ca. 67%), Ilb (ca.
15%), IIc (ca. 7%) und Ild (ca. 8%) gewonnen werden.
[0032] In den folgenden Beispielen 2 und 3 wird unter der "neuen Verbindung I" immer ein
Gemisch von I in Kombination mit den acyclischen Oximen verstanden, wie dies z.B.
gemäss Beispiel I zugänglich ist.
Beispiel 2
[0033]

[0034] Durch Zugabe von 50 Teilen der neuen Verbindung I gewinnt diese blumige, an Maiglöckchen
erinnernde Komposition erneblich an Ausstrahlungskraft, indem nun die Rhodinolnote
in der Komposition sehr vorteilhaft unterstrichen und in harmonischen Einklang mit
den schwerer flüchtigen Bestandteilen ist. Ein sehr natürlich wirkender Frischeaspekt
verleiht der Komposition zudem den Eindruck von taufrischen Blumen. Diese äusserst
positiven Aspekte können sogar noch in der Fondnote der Komposition festgestellt werden.
Durch Zugabe von 100 Teilen der neuen Verbindungen wird die Komposition in ähnlicher
Richtung modifiziert, wobei nun aber in der Fondnote zusätlzlich ein elgant-wirkender,
holiziger und an Muskatellersalbei erinnernder Aspekt verstärkt in Erscheinung tritt.
Beispiel 3
[0035]

[0036] Ein Zusatz von 50 Teilen der neuen Verbindung I wirkt sich hier asserordentlich positive
auf die Kopfnote aus, indem die verschiedenen vorhandenen Agrumenöle eine Harmonisierung
erfahren, die als ideal bezeichnet werden kann. Zudem gewinnt der in der Fondnote
auftretende Holzaspekt bedeutend an Eleganz und Ausstrahlungskraft. Ferner tritt in
der Kopf- und in der Fondnote eine amber-artige und an Muskatellersalbei erinnernde
Note in Erscheinung. Aehnliche Effekte werden bereits durch Zugabe von 20 Teilen der
neuen Verbindung I bewirkt.