[0001] Die Erfindung richtet sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer Verschlußkappe
aus Kunststoff für flaschenartige Behälter, insbesondere eine Schraubkappe, nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs.
[0002] Bei vielen Verwendungszwecken ist es notwendig, in der Verschlußkappe für flaschenartige
Behälter in Abhängigkeit von dem Inhalt des Behälters eine Dichtscheibe vorzusehen,
um den Flaschenmund bei festgeschraubter Verschlußkappe sicher abzudichten. Die Dichtscheibe
kann dabei aus Gummi, Kork, Aluminium oder Kunststoff bestehen. Im Flaschenmund des
flaschenartigen Behälters können Tropfvorrichtungen, Ausgießer oder dergleichen angeordnet
sein.
[0003] Bei bekannten Verschlußkappen dieser Art ist die Dichtscheibe an der Innenfläche
der Kappendeckfläche angeklebt. Bei diesen Verschlußkappen mit angeklebter Dichtscheibe
besteht die Gefahr, daß bei nachträglicher Sterilisierung sich die Verklebung wieder
löst, so daß die Dichtungswirkung verloren geht.
[0004] Bei anderen Anwendungsfällen kann durch den Inhalt des flaschenartigen Behälters
die Klebeschicht beziehungsweise das Klebemittel angegriffen werden, so daß auch hier
die Klebverbindung sich löst, was ebenfalls die Dichtwirkung herabsetzt oder völlig
in Fortfall bringt.
[0005] Aus der FR-A-2 340 866 ist es an sich bekannt, eine im Querschnitt profilierte Kunststoffdichtung
durch Vorsprünge so festzulegen, daß sie in axialer Richtung nach unten aus der Verschlußkappe
nicht herausfallen kann. Die entsprechenden Vorsprünge werden beim Spritzen der Verschlußkappe
mit angespritzt. Dementsprechend setzt eine derartige Verschlußkappe voraus, daß die
einzusetzende Kunststoffdichtung bei diesem Einsetzvorgang elastisch deformierbar
ist, ohne hierdurch Schaden zu nehmen. Dies wird bei dem bekannten Stand der Technik
durch einen elastischen Randbereich erreicht, der dementsprechend elastisch nachgeben
kann. Nach dem Einsetzen, d.h. nach dem Überschieben in die beim Einsetzen bereits
vorgesehenen Vorsprünge, wird bei der vorbekannten Anordnung die Dichtung mit axialen
und radialen Spiel gehalten.
[0006] Hiervor ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Festlegung einer
scheibenförmigen Dichtung aus Gummi, Kork oder Kunststoff ohne radiales Spiel am Deckel
der Verschlußkappe sicherzustellen, wobei herkömmlicherweise übliche Klebebefestigungen
mit den eingangs geschilderten Nachteilen vermieden werden sollen.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs.
[0008] Durch diese rein mechanische Verbindung der Dichtscheibe mit der Verschlußkappe kann
diese Verschlußkappe, auch nach dem Aufschrauben auf einen flaschenartigen Behälter,
ohne weiteres mit diesem zusammen sterilisiert werden, ohne daß die Verbindung zwischen
Dichtscheibe und Verschlußkappe beeinträchtigt wird. Auch die Art des Füllgutes ist
ohne Einfluß auf die feste Verbindung zwischen Verschlußkappe und Dichtscheibe.
[0009] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Schraubkappe mit erfindungsgemäße befestigter Dichtscheibe von unten gesehen,
Fig. 2 einen Durchmesserschnitt durch eine Verschlußkappe ohne Dichtscheibe, und
Fig. 3 einen Schnitt gemäß Fig. 2 mit eingesetzter und befestigter Dichtscheibe.
[0010] Bei der Untersicht nach Fig. 1 eines Ausführungsbeispieles ist ersichtlich, daß in
einer Schraubkappe 1 mit Gewinde 3 eine Dichtscheibe 6 durch Vorsprünge 5 eines Wandringes
4 befestigt ist. Die eingelegte Dichtscheibe 6 wird dadurch festgehalten, daß mit
Hilfe eines geeigneten (nicht dargestellten) Werkzeuges vom Wandring 4 die Vorsprünge
5 mit entsprechenden Abstanden herausgedrückt werden. Mit Hilfe der Vorsprünge 5 wird
die eingelegte Dichtscheibe unverlierbar befestigt und am Kappenboden 2 angepreßt.
[0011] Der Durchmesserschnitt gemäß Fig. 2 durch ein Ausführungsbeispiel zeigt die Schraubkappe
1 ohne eingelegte Dichtscheibe. Das Schraubgewinde 3 dient zur Verbindung der Schraubkappe
1 mit einem (nicht dargestellten) flaschenartigen Behälter. Der an der Kappeninnenwand
8 angeordnete Wandring 4, der vorzugsweise einstückig mit der Kappe 1 ausgebildet
ist, weist eine radiale Höhe auf, die gleich oder kleiner ist als die radiale Höhe
der Gänge des Gewindes 3.
[0012] In Fig. 3 ist im selben Durchmesserschnitt wie in Fig. 2 die Schraubkappe 1 mit eingelegter
und festgeklemmter Dichtscheibe 6 dargestellt. Die Ausführung ist dabei derart getroffen,
daß die Vorsprünge 5 einen kleineren radialen Abstand aufweisen, als der Außendurchmesser
des Flaschenmundes eines zugehörigen Behälters. Dadurch wird sichergestellt, daß ausschließlich
die Dichtscheibe 6 auf dem Behältermund zum Anliegen kommt und eine sichere Abdichtung
bei aufgeschraubter Schraubkappe 1 bewirkt.
[0013] Die Dichtscheibe 6 kann dabei aus Gummi, Kork, Aluminium oder Kunststoff oder dergl.
bestehen und eventuell auch einen zentrischen (nicht dargestellten) Vorsprung aufweisen,
der in die mundartige Öffnung des flaschenartigen Behälters oder eines Ausgießers
oder einer Tropfvorrichtung im Mund des flaschenartigen Behälters eingreift.
[0014] Die Erfindung ermöglicht die Verwendung von Dichtscheiben 6 mit genormten Abmessungen
in ebenfalls genormten Schraubkappen 1.
[0015] Das Schraubgewinde 3 kann einen Gang oder mehrere Gänge aufweisen. Die radiale Höhe
des Wandringes 4 ist kleiner höchstens gleich der radialen Höhe der Rippen des Gewindes
3.
[0016] Die Schraubkappe 1 kann ansich bekannte (nicht dargestellte) Greifrippen aufweisen.
Verfahren zur Herstellung einer Verschlußkappe (1) aus Kunststoff für flaschenartige
Behälter, insbesondere Schraubkappe, mit einer darin angeordneten Dichtscheibe (6),
welche durch Vorsprünge (5) unverlierbar festgehalten ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtscheibe (6) in den Innenraum eines den angrenzenden Teil der Innenwand
des Behälters leicht überragenden Wandringes (4) eingesetzt und durch ein stempelartiges
Werkzeug der freie untere Rand des Wandringes (4) unter Ausbildung von vorstehenden
Vorsprüngen (5) deformiert wird.
A method of producing a closure cap from synthetic plastics material and intended
for bottle-like containers, in particular a screw cap, in which there is disposed
a sealing washer which is held captively secured by projections, characterised in
that the sealing washer is inserted into the interior of a wall ring which projects
slightly beyond the adjacent part of the inner wall of the container, the free bottom
edge of the wall ring being deformed by a die-like tool to form protruding projections.
Procédé pour la réalisation d'un couvercle en matière synthétique pour des récipients
en forme de bouteilles, notamment un bouchon fileté, avec une rondelle d'étanchéité
disposée à son intérieur, qui est maintenue de manière imperdable par des saillies,
caractérisé en ce que la rondelle d'étanchéité est mise en place à l'intérieur d'une
bague de paroi dépassant lègérement la partie limitrophe de la paroi intérieure du
récipient en ce que le bord libre inférieur de la bague de paroi (4) est déformé en
constituant des saillies (5) proéminentes au moyen d'un outil en forme de poinçon.