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EP 0 215 243 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.10.1990 Patentblatt 1990/41 |
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Anmeldetag: 28.07.1986 |
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Vorrichtung zum Aufspritzen einer abbindefähigen Schicht auf Wandungen
Device for spray-coating of walls with a layer of settable material
Dispositif pour appliquer au pistolet une couche capable de tenir sur des parois
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
19.09.1985 DE 3533476
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.03.1987 Patentblatt 1987/13 |
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Patentinhaber: Philipp Holzmann AG |
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60329 Frankfurt (DE) |
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Erfinder: |
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- Wind, Heinz
D-6242 Kronberg (DE)
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Vertreter: Körber, Wolfhart, Dr. rer.nat. et al |
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Patentanwälte
Mitscherlich & Partner,
Sonnenstrasse 33 80331 München 80331 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 007 975 DE-A- 3 446 804 FR-A- 2 400 600 US-A- 4 247 269
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DE-A- 3 037 790 DE-C- 3 533 476 GB-A- 1 047 844
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufspritzen einer aus einer abbindefähigen
Mischung aus Bindemittel, Zuschlagstoff und Flüssigkeit bestehenden Schicht auf Wandungen,
bestehend aus einer die aufzuspritzende Mischung heranführenden Druckleitung, aus
deren auf die Wandung gerichteten und über die Wandung bewegbaren Ende die Mischung
austritt und auf die Wandung gelangt, wobei in einem der Dicke der aufzuspritzenden
Schicht entsprechenden Abstand von der Wandung eine schalungsähnliche Stützfläche
für die aufzuspritzende Schicht vorgesehen ist, die - den Bewegungen des Austrittsendes
der Druckleitung folgend - bewegbar angeordnet ist, wobei die Stützfläche durch das
der Wandung zugewandte, über die aufgespritzte Schicht ablaufende Trum einer um mindestens
zwei voneinander beabstandete Umlenkelemente umlaufenden endlosen flexiblen Schalhaut
gebildet ist.
[0002] Dabei kann es sich um eine Vorrichtung zum Aufbringen von Putz bzw. Mörtel auf Bauwerkswände
oder z.B. nach der AT-PS 197 851 von Spritzbeton bzw. Torkret z.B. auf die Wände von
Tunnelausbrüchen handeln. Im erstgenannten Fall kann das Bindemittel Kalk und/oder
Zement, im zweitgenannten Fall Zement sein. Die Mischung kann auch noch Zusätze in
Form von Fasern oder in Form eines Erstarrungsbeschleunigers, z.B. Wasserglas, enthalten.
Die Flüssigkeit ist im allgemeinen Wasser. Als Zuschlagstoff kommt Sand, Kies, Splitt
oder dergleichen in Frage.
[0003] Eine Vorrichtung zum Aufspritzen einer Spritzbetonschicht auf die Wandung eines Tunnelausbruches
ist beispielsweise aus der Literaturstelle Tunnelbau 1978, Verlag Glückauf Essen,
Aufsatz "Spritzbeton im Tunnelbau", Seite 204 (Bild 7) bekannt.
[0004] Eine solche Vorrichtung kann beispielsweise bei der bergmännischen Neuen österreichischen
Tunnelbauweise (NöT) angewendet werden. Dabei wird zur Sofortsicherung nach Hohlraumausbrüchen
Beton aus einer am Austrittsende der Druckleitung angeordneten Düse mit Überdruck,
hoher Geschwindigkeit und in einem bestimmten Spritzwinkel sowie in einem bestimmten
Abstand von der Auftragsfläche auf das zu sichernde Gebirge gespritzt. Die Zusätze
im Beton sollen ihm eine Klebewirkung verleihen, damit er nach dem Aufprall auf die
Wandung an ihr haften bleiben soll, was jedoch nur unvollkommen gelingt. Sowohl bei
manueller Führung des Austrittsendes als auch bei ferngesteuerter Führung des an einer
Lafette angeordneten Austrittsendes ist es vor allem bei stark veränderlicher Oberfläche
der Wandung sehr schwierig, insbesondere die erste Spritzbetonschicht aufzubringen,
da der günstigste Spritzwinkel sich ständig ändert. In diesem Falle ist mit sehr hohem
Rückprall der aufgespritzten Mischung, insbesondere des Grobkorns der Zuschlagstoffe
zu rechnen, das auf die Betonqualität großen Einfluß hat.
[0005] Durch den Rückprall wird nicht nur die Betonqualität gemindert, sondern es werden
auch die Kosten wesentlich erhöht; je nach Lage der Spritzfläche und Beschaffenheit
der Wandung bzw. des Untergrundes prallen 40% und mehr ab. Auch wird durch den Rückprall
die Arbeitssicherheit und die Arbeitshygiene beeinträchtigt.
[0006] Die Erfindung löst in Ausräumung der vorgenannten Nachteile die Aufgabe, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der gewährleistet ist, daß der Rückprall
der auf die Wandung aufgespritzten Mischung möglichst verhindert bzw. auf ein Minimum
reduziert ist und die flexible Schalhaut zuverlässig abgestützt wird.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung aus von dem Gegenstand der FR-A 2 400
600. Diese weist die Merkmale des Oberbegriffs des Vorrichtungsanspruches 1 auf.
[0008] Bei dieser Ausbildung liegt die Schalhaut zwischen den zwei als Umlenkwalzen ausgebildeten
Umlenkelementen frei, so daß sie sich unter dem Druck des eingespritzten Materials
durchwölben kann und so eine Tasche bildet, in die Spritzmaterial eindringen kann.
[0009] Die Erfindung, wie sie im Anspruch 1 gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe.
[0010] Die weiteren durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu
sehen, daß nunmehr die frisch aufgespritzte Mischung durch die schalungsähnliche Stützfläche
und das Stützelement abgestützt und somit vor dem Rückprallen bewahrt wird, wodurch
die Qualität der aufgespritzten Schicht sowie die Wirtschaftlichkeit erheblich gesteigert
wird. Hinzu kommt, daß bei Anbringung einer Bewehrung für die aufgespritzte Schicht
das Schwingungsverhalten der Bewehrung durch die kompakte Einbindung in der aufgespritzten
Mischung in weit größerem Maße gedämpft wird als bei der bisherigen Spritztechnik.
Auflockerungen in der aufgespritzten Mischung, z.B. Spritzbeton, durch beim Spritzen
auftretende Vibrationen werden ausgeschaltet.
[0011] Die durch den Aufprall der aufgespritzten Mischung ausgelösten Impulse auf die schalungsähnliche
Vorrichtung werden durch einen bestimmten Anpreßdruck auf der aufgespritzten Mischung,
z.B. Spritzbeton, aufgefangen.
[0012] Eine Vorrichtung ähnlicher Art ist durch die DE-A 3 446 804 bekannt. Bei dieser ist
zur Verhinderung des Rückpralls eine Schalung vorgesehen, die bogenförmig ausgebildet
und außen an zwei im Abstand voneinander angeordneten Strebbögen befestigt ist. Diese
Schalung ist schrittweise umsetzbar, wobei das bewegbare Ende der die aufzuspritzende
Mischung, nämlich Spritzbeton, heranführenden Druckleitung bei jedem Spritzzyklus
unter Erzeugung eines Betonringes über den Schalungsumfang bewegt und wobei im Anschluß
an jeden Spritzzyklus nach Erstarren des Betonringes die Schalung um eine der axialen
Dicke des Betonringes entsprechende Strecke schrittweise in Vortriebsrichtung verschoben
wird.
[0013] Eine weitere Aufspritzvorrichtung ohne Schalung ist durch die DE-A 3 037 790 bekannt.
Bei dieser ist mit dem über die Wandung bewegbaren Ende der die aufzuspritzende Mischung
heranführenden Druckleitung eine von dem Leitungsende nachschleppbare Andrückstützfläche
vorgesehen, bei der es sich nicht um eine Schalung, sondern um ein zur Vermeidung
von Lunkern dienendes Verdichtungselement handelt.
[0014] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben
und nachstehend erläutert.
[0015] In der Zeichnung sind Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise dargestellt.
[0016] Es zeigen:
Fig. 1 eine vor einer Wandung eines Tunnelausbruches angeordnete Spritzvorrichtung
mit zugeordneter Stützfläche für die aufgespritzte Schicht, im Schnitt, und
Fig. 2 bis 5 jeweils eine gegenüber Fig. 1 abgeänderte Ausführungsform im Schnitt.
[0017] Die Vorrichtung zum Aufspritzen einer aus einer abbindefähigen erhärtbaren Mischung
aus Bindemittel, Zuschlagstoff und Flüssigkeit bestehenden Schicht 1 auf eine Wandung
2 besteht aus einer die aufzuspritzende Mischung heranleitenden flexiblen Druckleitung
3, aus deren auf die Wandung 2 gerichteten und mit Abstand über die Wandung bewegbaren
Ende 4, das zweckmäßig durch eine Spritzdüse 20 gebildet ist, die aufzuspritzende
Mischung austritt und auf die Wandung 2 gelangt.
[0018] Die Vorrichtung besitzt eine in einem der Dicke der aufzuspritzenden Schicht 1 entsprechenden
Abstand von der Wandung 2 vorgesehene schalungsähnliche Stützfläche 5 für die aufzuspritzende
Schicht 1, wobei die Stützfläche - den Bewegungen des Austrittsendes 4 der Druckleitung
3 folgend - bewegbar angeordnet ist.
[0019] Die Bewegungsrichtung 17 der Stützfläche 5 ist mit einem Pfeil angedeutet. Die Stützfläche
5 ist mit einem Bewegungsantrieb 8 versehen.
[0020] Die Stützfläche 5 ist durch das der Wandung 2 zugewandte, über die aufgespritzte
Schicht 1 ablaufende Trum einer um mindestens zwei voneinander beabstandete Umlenkelemente
6 umlaufenden endlosen flexiblen Schalhaut 7 gebildet.
[0021] Die Umlenkelemente 6 sind dabei durch Umlenkwalzen gebildet.
[0022] Der Bewegungsantrieb 8 ist als Drehantrieb ausgebildet und gemäß Fig. 1 dem einen
der Umlenkelemente 6 zugeordnet.
[0023] Der Bewegungsantrieb 8 kann auch in nicht dargestellter Weise über schwenkbare Arme
von einem unabhängigen Antriebsgerät, z.B. einem Bagger od.dgl., auf die Umlenkelemente
6 übertragbar sein.
[0024] Die flexible Endlos-Schalhaut 7 wird hinten von dem in der Zeichnung unteren Umlenkelement
6 aufgenommen und vorn vorgelegt, entsprechend dem Vortriebssystem eines auf Ketten
fahrenden Raupenfahrzeuges. Auf den hierdurch örtlich vorgegebenen Flächenbereich
21 zwischen Wandung 2 bzw. Gebirge und der schalungsähnlichen Stützfläche 5 wird gespritzt,
wodurch der Rückprall bei richtiger Einstellung des Spritzwinkels, Spritzdrucks und
des Abstandes der Düse 20 vom Auftragsflächenbereich auf ein Minimum reduziert wird.
Die Vortriebsgeschwindigkeit hängt dabei von der Spritzleistung ab.
[0025] Wie aus den Fig. 1 bis 5 hervorgeht, ist dem die Stützfläche 5 bildenden Trum der
flexiblen Schalhaut 7 ein auf der der aufgespritzten Schicht 1 abgewandten Trumseite
vorgesehenes Stützelement zugeordnet, das als durch die Stützfläche 5 hindurch auf
die aufgespritzte Schicht 1 einwirkendes Vibrationselement ausgebildet ist. Dieses
Stützelement kann z.B. gemäß Fig. 1 und 5 unten durch nebeneinander angeordnete Rollen
oder gemäß Fig. 2 bis 5 oben durch eine Stützplatte gebildet sein.
[0026] Die Ausbildung bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist derart, daß die Stützfläche
5 - insbesondere beim nacheinander erfolgenden Auftragen mehrerer Einzelschichten
- mit sich in die aufgespritzte Schicht eindrückenden und eine zusätzliche Verzahnung
mit der nächsten Schicht hervorrufenden Erhebungen 10, z.B. Noppen, versehen ist.
[0027] Die Stützfläche 5 kann luft- und flüssigkeitsdurchlässig ausgebildet sein, wobei
das Stützelement 9 als durch die Stützfläche 5 hindurch auf die aufgespritzte Schicht
1 einwirkendes Saugelement ausgebildet ist.
[0028] Hierfür ist bei der Ausführungsform nach Fig. 3 die Stützplatte 9 hohl ausgeführt
und auf der dem die Stützfläche 5 bildenden Trum der flexiblen Schalhaut 7 zugewandten
Seite luft- und flüssigkeitsdurchlässig ausgebildet, wobei der hohlen Stützplatte
9 eine Saugeinrichtung 11 zugeordnet ist. Dabei ist die dem die Stützfläche 5 bildenden
Trum der flexiblen Schalhaut 7 zugewandte Seite der Stützplatte 9 mit Durchbrechungen
12 versehen. Infolge des durch die Saugelement-Stützfläche 5 erfolgenden Absaugens
nimmt die aufgespritzte Schicht 1 wesentlich schneller den Zustand der Frühfestigkeit
ein. Dem gleichen Zweck dient es, wenn das Stützelement 9 als durch die Stützfläche
5 hindurch auf die aufgespritzte Schicht 1 einwirkendes Heizelement ausgebildet ist.
Auch kann mindestens eines der Umlenkelemente 6 als auf die aufgespritzte Schicht
1 einwirkendes Vibrationselement ausgebildet sein.
[0029] Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 besitzt die Stützfläche 5 eine Tragkonstruktion
13, welcher der Bewegungsantrieb 8 in geeigneter Weise zugeordnet ist. Hierzu kann
die Tragkonstruktion 13 an einer Lafette eines unabhängigen Trägergerätes oder mit
der Druckleitung 3 bzw. mit den Spritzdüsen 20 sinnvoll zusammengekoppelt an einem
Spritzgerät angebracht sein. Es ist auch eine bewegliche Anbringung an den Ausbruchprofilen
bzw. an der Wandung 2 denkbar.
[0030] Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist der Bewegungsantrieb 8 auf einem seitlich
oder unterhalb der schalungsähnlichen Stützfläche 5 befindlichen Führungsrahmen 23
angeordnet, wobei die Vortriebsbewegung 17 über die Tragkonstruktion 13 auf die Umlenkelemente
6 übertragbar ist.
[0031] Wie Fig. 1 zeigt, besteht die Tragkonstruktion 13 aus einem die Achsen 14 der Umlenkwalzen
tragenden Verbindungsträger 15 und einem mit letzterem verbundenen Tragarm 16.
[0032] Bei gekrümmten Wandungen 2 ist die Stützplatte 9 an die Wandungskrümmungen bzw. an
die Krümmungsänderungen anpaßbar.
[0033] Die Breite und/oder die Länge der Stützfläche 5 und gegebenenfalls des Stützelementes
9 ist variabel, wobei auf die Klebwirkung des Spritzbetons abgestellt werden kann.
Es ist durchaus möglich, die für die Klebwirkung bisher erforderlichen Zusätze zu
reduzieren oder ganz wegzulassen, womit eine weitere günstige Wirkung in Bezug auf
die Größe der Endfestigkeit und Dauerhaftigkeit erzielt wird.
[0034] Eine zweckmäßige Ausführungsform zeigt Fig. 5, bei der mehrere schalungsähnliche
Stützflächen 5 hintereinander angeordnet sind.
[0035] Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist die Ausbildung derart, daß die Stützfläche
5 - unter Bildung einer Art von Aufnahmemulde für die aufzuspritzende Mischung - eine
sich in Bewegungsrichtung 17 der letzteren erstreckende, von der bereits aufgespritzten
Schicht 1 sich entfernende Vorlauffläche 18 aufweist.
[0036] Dabei ist bei Bildung der Stützfläche 5 durch die flexible Schalhaut 7 die Vorlauffläche
18 durch mindestens ein zusätzlich zu den Umlenkelementen 6 vorgesehenes, in Form
einer Ablenkwalze ausgebildetes Ablenkorgan 19 gebildet. Im dargestellten Fall sind
zwei Ablenkwalzen vorgesehen.
[0037] Mit 22 ist eine in die Schicht 1 eingelegte Bewehrung bezeichnet. Das Aufspritzen
der abbindefähigen Schicht 1 kann zweckmäßigerweise derart geschehen, daß auf beiden
Seiten des Ausbruchsquerschnitts unten angefangen, dann nach oben zu bis zum Zusammentreffen
in der Querschnittsmitte fortgefahren wird, wobei die flexible Schalhaut 7 dem Austrittsende
4 der Druckleitung 3 folgt.
1. Vorrichtung zum Aufspritzen einer aus einer abbindefähigen Mischung aus Bindemittel,
Zuschlagstoff und Flüssigkeit bestehenden Schicht (1) auf Wandungen, bestehend aus
einer die aufzuspritzende Mischung heranführenden Druckleitung (3), aus deren auf
die Wandung gerichtetem und über die Wandung bewegbarem Ende (4) die Mischung austritt
und auf die Wandung (2) gelangt, wobei in einem der Dicke der aufzuspritzenden Schicht
(1) entsprechenden Abstand von der Wandung (2) eine schalungsähnliche Stützfläche
(5) für die aufzuspritzende Schicht (1) vorgesehen ist, die - den Bewegungen des Austrittsendes
(4) der Druckleitung (3) folgend - bewegbar angeordnet ist, wobei die Stützfläche
(5) durch das der Wandung (2) zugewandte, über die aufgespritzte Schicht (1) ablaufende
Trum einer um mindestens zwei voneinander beabstandete Umlenkelemente (6) umlaufenden
endlosen flexiblen Schalhaut (7) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß dem die
Stützfläche (5) bildenden Trum der flexiblen Schalhaut (7) auf der der aufgespritzten
Schicht (1) abgewandten Seite ein Stützelement (9) zugeordnet ist und daß das Stützelement
(9) als durch die Stützfläche (5) hindurch auf die aufgespritzte Schicht (1) einwirkendes
Vibrationselement ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützelement (9) durch
eine Stützplatte gebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützfläche
(5) durchlässig ausgebildet ist, wobei das Stützelement (9) als durch die Stützfläche
(5) hindurch auf die aufgespritzte Schicht (1) einwirkendes Saugelement ausgebildet
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das als Stützplatte ausgebildete
Stützelement (9) hohl ist und auf der dem die Stützfläche (5) bildenden Trum der flexiblen
Schalhaut (7) zugewandten Seite durchlässig ausgebildet ist, wobei der hohlen Stützplatte
(9) eine Saugeinrichtung (11) zugeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die dem die Stützfläche
(5) bildenden Trum der flexiblen Schalhaut (7) zugewandte Seite der Stützplatte (9)
mit Durchbrechungen (12) versehen ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützelement
(9) als durch die Stützfläche (5) hindurch auf die aufgespritzte Schicht (1) einwirkendes
Heizelement ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützfläche
(5) mit einem Bewegungsantrieb (8) versehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkelemente
(6) durch Umlenkwalzen gebildet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Bewegungsantrieb
(8) als Drehantrieb ausgebildet und mindestens einem der Umlenkelemente (6) zugeordnet
ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Bewegungsantrieb
(8) über schwenkbare Arme von einem unabhängigen Antriebsgerät auf die Umlenkelemente
(6) übertragbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stützfläche (5) - insbesondere beim nacheinander erfolgenden Auftragen mehrerer Einzelschichten
mit sich in die aufgespritzte Schicht eindrückenden Erhebungen (10) versehen ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
eines der Umlenkelemente (6) als auf die aufgespritzte Schicht (1) einwirkendes Vibrationselement
ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stützfläche (5) eine Tragkonstruktion (13) aufweist, welcher der Bewegungsantrieb
(8) zugeordnet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Bewegungsantrieb
(8) auf einem seitlich oder unterhalb der schalungsähnlichen Stützfläche (5) befindlichen
Führungsrahmen (23) angeordnet ist und die Vortriebsbewegung (17) über die Tragkonstruktion
(13) auf die Umlenkelemente (6) übertragbar ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragkonstruktion
(13) aus einem die Achsen (14) der Umlenkelemente (6) tragenden Verbindungsträger
(15) und einem mit letzterem verbundenen Tragarm (16) besteht.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß bei
gekrümmten Wandungen (2) das Stützelement (9) den Wandungskrümmungen anpaßbar ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die
Breite und/oder die Länge der Stützfläche (5) und gegebenenfalls des Stützelementes
(9) veränderbar ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, - dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
schalungsähnliche Stützflächen (5) hintereinander angeordnet sind.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stützfläche (5) - unter Bildung einer Art von Aufnahmemulde für die aufzuspritzende
Mischung - eine sich in Bewegungsrichtung (17) der letzteren erstreckende, von der
bereits aufgespritzten Schicht (1) sich entfernende Vorlauffläche (18) aufweist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorlauffläche (18)
durch mindestens ein, zusätzlich zu den Umlenkelementen (6) vorgesehenes Ablenkorgan
(19) für die Schalhaut gebildet ist.
1. A device for spray-coating walls with a layer (1) of a settable mixture of binding
agent, coating material and liquid, comprising a pressure line (3) for supplying the
mixture to be sprayed on, from the end (4) whereof, which is directed towards and
movable over the wall, the mixture emerges on to the wall (2), wherein a shuttering-like
supporting surface (5) for the layer (1) to be sprayed on is provided at a distance
from the wall (2) corresponding to the thickness of the layer (1) to be sprayed on,
which surface is movable to follow the movements of the outlet end (4) of the pressure
line (3), and wherein the supporting surface (5) comprises a strand of an endless,
flexible shuttering skin (7) running around at least two spaced-apart guide members
(6) that face the wall (2) and run over the sprayed-on layer (1), characterised in
that a support member (9) is associated with the strand of flexible shuttering skin
(7) forming the supporting surface (5) on the side remote from the sprayed-on layer
(1), and that the support member (9) is formed as a vibratory member acting through
the supporting surface (5) on the sprayed-on layer (1).
2. A device according to claim 1, characterised in that the support member (9) comprises
a supporting plate.
3. A device according to claim 1 or claim 2, characterised in that the supporting
surface (5) is permeable and the support member (9) comprises a suction element acting
through the supporting surface (5) on the sprayed-on layer (1).
4. A device according to claim 3, characterised in that the support member (9) comprising
a supporting plate is hollow and is permeable on the side facing the strand of flexible
shuttering skin (7) forming the supporting surface (5), and a suction device (11)
is associated with the hollow supporting plate (9).
5. A device according to claim 4, characterised in that the side of the supporting
plate (9) facing the strand of flexible shuttering skin (7) forming the supporting
surface (5) is provided with openings (12).
6. A device according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the support
member (9) comprises a heating element acting through the supporting surface (5) on
the sprayed-on layer (1).
7. A device according to any one of claims 1 to 6, characterised in that a drive (8)
is provided to move the supporting surface (5).
8. A device according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the guide
members (6) comprise guide rollers.
9. A device according to claim 7 or claim 8, characterised in that the drive (8) comprises
a rotary drive and is associated with at least one of the guide members (6).
10. A device according to claim 7 or claim 8, characterised in that the drive (8)
can be transmitted from an independent driving means to the guide members (6) via
pivotable arms.
11. A device according to any one of claims 1 to 10, characterised in that the supporting
surface (5) is provided with projections (10) pressing into the sprayed-on layer,
in particular when several individual layers are applied successively.
12. A device according to any one of claims 1 to 11, characterised in that at least
one of the guide members (6) comprises a vibratory member acting on the sprayed-on
layer (1).
13. A device according to any one of claims 7 to 12, characterised in that the supporting
surface (5) has a supporting structure (13) which is associated with the drive (8).
14. A device according to claim 13, characterised in that the drive (8) is arranged
on a guide frame (23) located beside or beneath the shuttering-like supporting surface
(5), and the advancing movement (17) can be transmitted to the guide members (6) by
way of the supporting structure (13).
15. A device according to claim 13 or 14, characterised in that the supporting structure
(13) comprises a connecting support (15) carrying the axles (14) of the guide members
and a supporting arm (16) connected to said connecting support.
16. A device according to any one of claims 1 to 15, characterised in that when the
walls (2) are curved the support member (9) can be adapted to the curve of the wall.
17. A device according to any one of claims 1 to 16, characterised in that the width
and/or the length of the supporting surface (5) and if need be the support member
(9) can be adjusted.
18. A device according to any one of claims 1 to 17, characterised in that a plurality
of shuttering-like supporting surfaces (5) are arranged one behind the other.
19. A device according to any one of claims 1 to 18, characterised in that the supporting
surface (5) has a leading surface (18) that extends in the direction of movement (17)
of the supporting surface and diverges from the layer (1) already sprayed on, so as
to form a kind of receiving basin for the mixture to be sprayed on.
20. A device according to claim 19, characterised in that the leading surface (18)
is formed by providing at least one deflection member (19) for the shuttering skin
in addition to the guide members (6).
1. Dispositif permettant d'appliquer sur des parois, par projection, une couche (1)
d'un mélange capable de tenir et constitué de liant, de charge et de liquide, du type
comprenant, d'une part, une tuyauterie sous pression (3) d'amenée du mélange à appliquer
par projection, le mélange sortant, pour parvenir sur la paroi (2), de l'extrémité
(4) de cette tuyauterie sous pression qui est dirigée vers la paroi et est déplaçable
devant celle-ci, et, d'ature part, une surface (5) de soutien de la couche (1) à projeter
par projection, qui joue le rôle d'un coffrage et qui est disposée à une distance
de la paroi (2) correspondant à l'épaisseur de cette couche (1) et est mobile de façon
à suivre les déplacements de l'extrémité de sortie (4) de la tuyauterie sous pression
(3), cette surface de soutien (5) étant constituée par le brin, faisant face à la
paroi (2) et passant devant la couche (1) appliquée par projection, d'une peau de
coffrage (7), souple et sans fin, se déplaçant autour d'au moins deux éléments de
renvoi (6) situés à distance l'un de l'autre, caractérisé en ce qu'un élément de soutien
(9) est associé au brin de la peau souple de coffrage (7) constituant la surface de
soutien (5), du côté de ce brin qui est opposé à la couche (1) appliquée par projection,
et en ce que cet élément de soutien (9) est réalisé sous la forme d'un élément vibrant
agissant, à travers la surface de soutien (5), sur la couche (1) appliquée par projection.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de soutien
(9) est constitué par une plaque de soutien.
3. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 et 2, caractérisé en ce
que la surface de soutien (5) est perméable, l'élément de soutien (9) étant réalisé
sous la forme d'un élément aspirant qui agit, à travers la surface de soutien (5),
sur la couche (1) appliquée par projection.
4. Dispositif suivant la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément de soutien
(9), réalisé sous la forme d'une plaque de soutien, est creux et est perméable sur
sa face tournée vers le brin de la peau souple de coffrage (7) qui constitue la surface
de soutien (5), un dispositif d'aspiration (11) étant associé à cette plaque de soutien
(9) creuse.
5. Dispositif suivant la revendication 4, caractérisé en ce que la face de la plaque
de soutien (9) qui est tournée vers le brin de la peau souple de coffrage (7) qui
constitue la surface de soutien (5) est pourvue de perforations (12).
6. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce
que l'élément de soutien (9) est réalisé sous la forme d'un élément chauffant agissant,
à travers la surface de soutien (5), sur la couche (1) appliquée par projection.
7. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce
que la surface de soutien (5) est munie de moyens d'entraînement (8) assurant son
déplacement.
8. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce
que les éléments de renvoi (6) sont constitués par des rouleaux de renvoi.
9. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 7 et 8, caractérisé en ce
que les moyens d'entraînement (8) servant au déplacement sont réalisés sous la forme
de moyens d'entraînement en rotation et sont associés à au moins l'un des éléments
de renvoi (6).
10. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 7 et 8, caractérisé en
ce que l'action des moyens d'entraînement (8) assurant le déplacement peut être transmise
d'un appareil indépendant d'entraînement aux éléments de renvoi (6) par l'intermédiaire
de bras orientables.
11. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en
ce que, notamment dans le cas de l'application successive de plusieurs couches individuelles,
la surface de soutien (5) comporte des parties en surélévation (10) exerçant une pression
sur la couche appliquée par projection.
12. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en
ce qu'au moins l'un des éléments de renvoi (6) est réalisé sous la forme d'un élément
vibrant agissant sur la couche (1) appliquée par projection.
13. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 7 à 12, caractérisé en
ce que la surface de soutien (5) comporte une structure porteuse (13) qui est associée
aux moyens d'entraînement (8) assurant le déplacement.
14. Dispositif suivant la revendication 13, caractérisé en ce que les moyens d'entraînement
(8) assurant le déplacement sont disposés sur un châissis de guidage (23) situé sur
le côté ou au-dessous de la surface de soutien (5) jouant le rôle de coffrage et en
ce que le déplacement (17) réalisant l'avancement peut être transmis aux éléments
de renvoi (6) par l'intermédiaire de la structure porteuse (13).
15. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 13 et 14, caractérisé en
ce que la structure porteuse (13) est constituée d'un support de liaison (15), portant
les axes (14) des éléments de renvoi (6), et d'un bras porteur (16) solidaire de ce
support de liaison.
16. Dispositif suivant l'une quelconque des re-- vendications 1 à 15, caractérisé
en ce que, dans le cas de parois incurvées (2), l'élément de soutien (9) est adaptable
aux courbures de la paroi.
17. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 16, caractérisé en
ce que la largeur et/ou la longueur de la surface de soutien (5), et éventuellement
de l'élément de soutien (9), sont modifiables.
18. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 17, caractérisé en
ce que plusieurs surfaces de soutien (5) jouant le rôle de coffrage sont disposées
l'une derrière l'autre.
19. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 18, caractérisé en
ce que la surface de soutien (5) comprend une surface (18) d'orientation du mélange,
qui s'étend suivant la direction (17) de déplacement de cette surface de soutien,
mais s'éloigne de la couche (1) déjà appliquée par projection, en formant une sorte
de cuvette réceptrice pour le mélange à appliquer par projection.
20. Dispositif suivant la revendication 19, caractérisé en ce que la surface (18)
d'orientation du mélange est réalisée à l'aide d'un organe (19) de déviation de la
peau de coffrage qui est prévu en plus des éléments de renvoi (6).