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(11) |
EP 0 216 340 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.12.1989 Patentblatt 1989/50 |
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Anmeldetag: 20.09.1986 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B61B 12/02 |
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Wechsellast-Rollenbatterie für Seilbahnen
Variable-load cable way guide pulley array
Balancier à charge variable pour câble de téléphérique
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE IT LI SE |
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Priorität: |
24.09.1985 AT 2778/85
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.04.1987 Patentblatt 1987/14 |
| (73) |
Patentinhaber: KONRAD DOPPELMAYR & SOHN MASCHINENFABRIK
GESELLSCHAFT M.B.H. & CO. KG. |
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A-6961 Wolfurt (AT) |
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Erfinder: |
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- Rohner, Armin
A-6922 Wolfurt (AT)
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Vertreter: Torggler, Paul, Dr. et al |
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Wilhelm-Greil-Strasse 16 6020 Innsbruck 6020 Innsbruck (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
AT-A- 1 244
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AT-B- 307 495
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Wechsellast-Rollenbatterie zur Führung von Förderseilen
bei Seilbahnen, insbesondere bei Einseilumlaufbahnen, mit einem gegebenenfalls um
einen Drehzapfen drehbaren Rahmen, an dem unterhalb und oberhalb des Förderseiles
jeweils mindestens eine gegen Federkraft verschwenkbare und wenigstens eine Rolle
tragende Schwinge angeordnet ist.
[0002] Bei einer bekannten Ausführung von Wechsellast-Rollenbatterien sind die Tragrollenschwingen
bzw. -wippen gegenüber den Druckrollenschwingen bzw. -wippen einstellbar, aber im
Betrieb fix verspannt. Eine Überlastung dieser fix verspannten Rollenbatterien ist
möglich.
[0003] Bei einer weiteren bekannten Wechsellast-Rollenbatterie sind sowohl die Tragrollen
als auch die Druckrollen bzw. die Schwingen, an denen diese Rollen angebracht sind,
gegen eine Federkraft schwenkbar gelagert, wobei die Federelemente jeweils eine Tragschwinge
mit einer Druckschwinge mit Federkraft gegenseitig verspannen. Dabei sind die Druckrollen
und die Tragrollen bei jeder Förderseilbelastung immer mit derselben Federkraft verspannt,
die relativ hoch angenommen werden muß, um bei jeder Förderseilbelastung die notwendige
Mindestrollenlast einzuhalten. Damit drücken aber die Druckrollen auch bei einwandfreier
Traglast mit einer nicht mehr notwendigen, sehr hohen Gegenkraft auf das Förderseil,
so daß beim Befahren der Fahrbetriebsmittel bzw. Klemme ein entsprechend hoher Rollenstoß
auftritt und der Verschleiß am Förderseil und den Rollen unnötigerweise erhöht ist.
[0004] Neben diesen Wechsellast-Rollenbatterien, die sowohl positive als auch negative Seilbelastungen
aufnehmen können, sind Rollenbatterien zur Anwendung gekommen, die ungefederte untenliegende
Tragrollen und gefederte obenliegende Druckrollen aufweisen (Vgl. AT-B-378 752). Die
gefederten Druckrollen dienen als Sicherheitsrollen, die bei Laständerungen, die immer
im positiven Seilbelastungsbereich stattfinden, sicherstellen, daß an den Tragrollen
die Mindestrollenlast gegeben ist. Derartige Rollenbatterien eignen sich in der Praxis
jedoch nicht als Wechsellast-Rollenbatterien, und werden auch nicht als solche eingesetzt,
da bei dem zur Aufnahme von negativen Seilbelastungen nötige hohe Auflagedruck der
Druckrollen (hohe Federvorspannung) ein unangenehm hoher Rollenstoß auftritt, der
auch bei ausreichendem Auflagedruck des Förderseiles auf die Tragrollen nicht abnimmt.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu beheben und eine Wechsellast-Rollenbatterie
zu schaffen, bei der unter Lastausgleich eine Überbelastung oder Unterbelastung der
Rollen durch das Förderseil vermieden wird.
[0006] Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß für die unterhalb des Förderseiles
angeordnete(n) Tragrollen-Schwinge(n) und unabhängig davon für die oberhalb des Förderseiles
angeordnete(n) Druckrollen-Schwingen mindestens ein gesondertes Federelement vorgesehen
ist.
[0007] Bei Belastung der Tragrollen der erfindungsgemäßen Wechsellast-Rollenbatterie durch
das Förderseil bewegen sich diese gegen die Kraft eines oder mehrerer Federelemente
nach unten. Die von oben auf das Förderseil drückenden Druckrollen gehen mit dem belasteten
Förderseil nach unten, wobei sich ein oder mehrere vom Federelement der Tragrollen
gesonderte Federelemente der Druckrollen entspannen. Bei einwandfreier Traglast und
Vorhandensein der vorgeschriebenen bzw. seilbahntechnisch notwendigen Mindestrollenlast
auf die Tragrollen drücken die Druckrollen also nur mehr mit stark reduzierter Kraft
auf das Förderseil, wodurch der Rollenstoß gemildert und der Verschleiß an Seil und
Rollen herabgesetzt wird. Nach den derzeit in Österreich gültigen Vorschriften müssen
die Druckrollen selbst bei ausreichender Belastung der Tragrollen noch mit dem Förderseil
in Kontakt stehen. Um diesen Kontakt sicherzustellen, reicht beispielsweise das Eigengewicht
der Druckrollen samt ihrer Aufhängung aus. Es kann aber zusätzlich auch eine von den
den Druckrollen zugeordneten Federelementen ausgeübte Kraft wirken. Seilbahntechnisch
besteht im oben genannten Fall (ausreichende Belastung der Tragrollen) keine Notwendigkeit,
daß die Druckrollen auf dem Förderseil anliegen, sodaß hier sogar ein Abheben der
Druckrollen vom Förderseil seilbahntechnisch durchaus denkbar wäre.
[0008] Nimmt die Belastung der Tragrollen durch das Förderseil etwa bei unbesetzten Gondeln
ab, gehen diese Tragrollen unter Federwirkung nach oben und die Belastung des Förderseiles
durch die Druckrollen nimmt zu, womit auch bei wechselnder Last immer der notwendige
Mindestrollendruck an den Tragrollen eingehalten werden kann.
[0009] Bei einer Niederhaltefunktion der Wechsellast-Rollenbatterie bei genügend vorhandener
Rollenlast auf den oberen Druckrollen drücken die unteren Tragrollen durch die geometrische
Position nur mehr in stark verringertem Maß auf das Förderseil. Für die Tragrollen
gilt in diesem Belastungsfall (Druckrollen ausreichend belastet) dasselbe wie für
die Druckrollen bei voller Bealstung der Tragrollen. Bei ausreichender Belastung der
Druckrollen müssen die Tragrollen nach den derzeit in Österreich gültigen Vorschriften
mit dem Förderseil in Kontakt stehen. Dies ist aber aus seilbahntechnischen Gründen
nicht nötig.
[0010] Nimmt die Belastung der Druckrollen ab, so üben die Tragrollen durch die veränderte
geometrische Position immer mehr Druck auf das Förderseil aus und stellen somit die
erforderliche Belastung an den Druckrollen sicher.
[0011] Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Wechsellast-Rollenbatterie
mit guten Seilführungseigenschaften besteht darin, daß zwei, vorzugsweise zu einer
auf das Förderseil senkrecht stehenden Normalebene symmetrisch liegende Tragrollen-Schwingen
und zwei, vorzugsweise zu dieser Normalebene symmetrisch liegende Druckrollen-Schwingen
vorgesehen sind, wobei an den Schwingen an sich bekannte, die Rollen tragende Wippen
schwenkbar gelagert sind.
[0012] Um auf einfache Weise die Federvorspannung der Federelemente einstellen zu können,
kann gemäß einem bevorzugten Merkmal der Erfindung vorgesehen sein, daß die Lage der
Schwenkachsen der Tragrollen-Schwingen und/oder der Druckrollen-Schwingen gegenüber
dem Rahmen der Rollenbatterie senkrecht auf das Förderseil verstellbar ist.
[0013] Eine konstruktiv einfache Lösung besteht darin, daß für ein Paar von Tragrollen-Schwingen
bzw. ein Paar von Druckrollen-Schwingen ein lediglich an den Tragrollen-Schwingen
bzw. Druckrollen-Schwingen selbst angreifendes, vorzugsweise als Druckfeder ausgebildetes
Federelement vorgesehen ist. Damit ist beispielsweise für zwei Tragrollen-Schwingen
und zwei Druckrollen-Schwingen jeweils nur ein Druckelement nötig. Außerdem ist bei
derartig angeordneten Federelementen, die nicht am Rahmen angreifen, eine einfachere
Einstellung der Federvorspannung aller Federelemente gegeben, wobei nur die Lage der
Schwenkachse der Schwingen auf einer Seite des Förderseiles, beispielsweise auf der
Druckrollenseite, einstellbar sein muß.
[0014] Um die Federelemente vor Überlastungen zu schützen und auch bei großen Lasten klare
geometrische Verhältnisse zu haben, sieht ein bevorzugtes Merkmal der Erfindung vor,
daß der Federweg des bzw. der Federelemente der Tragrollen- schwinge(n) durch gegebenenfalls
einstellbare Anschläge begrenzt ist.
[0015] Die Federelemente sind dann beispielsweise so weit vorgespannt, daß bei Kompression
(im Fall von Druckfederelementen) des Federelementes auf der einen Seite des Förderseiles
bis zum Anschlag das Federelement auf der anderen Seite des Förderseiles immer noch
den vorgeschriebenen Mindestauflagedruck erzeugt.
[0016] Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Rollenbatterie, die gegen mechanische
Beschädigungen und Witterungseinflüsse besonders widerstandsfähig ist, besteht darin,
daß zumindest ein Federelement ein in gegeneinander teleskopartig verschiebbaren Dosen
angeordnetes Druckfederelement aufweist, wobei es für einen langen Betrieb und zur
Zentrierung des Federelementes besonders günstig ist, wenn zwischen den gegeneinander
bewegten Wänden der Dosen eine Gleiteinlage aus gut gleitendem, widerstandsfähigem
Material, beispielsweise Polytetrafluoräthylen, angeordnet ist.
[0017] Als Druckfederelemente eignen sich vor allem Körper aus weichelastischem Schaumstoff,
die sich auch bei großen Belastungen elastisch verformen. Die ein solches Druckfederelement
umgebenden Dosen schützen dieses auch insbesondere in Gletscher-Regionen vor im Sonnenlicht
enthaltenen UV-Strahlen.
[0018] Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen durch Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
[0019] Es zeigen Fig. 1 in Seitenansicht schematisch eine erfindungsgemäße Wechsellast-Rollenbatterie
ohne Belastung durch das Förderseil, Fig. 2, 3 und 4 jeweils schematisch ein weiteres
Ausführungsbeispiel in drei verschiedenen Belastungszuständen, und Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel
eines Druckfederelementes in einer Schnittansicht.
[0020] Wie aus Fig. 1 hervorgeht, ist der Rahmen 1 der Wechsellast-Rollenbatterie auf einer
an einer Stutze oder einem Stationsgebäude einstellbar befestigten Rollenbatterie-Aufhängung
(nicht dargestellt) um einen Drehzapfen 2 drehbar gelagert. Der Rahmen weist unterhalb
und oberhalb des Förderseiles 3 Schwenkachsenhalter 1a bzw. 1 b auf, von denen der
obere 1 b in einer auf das Förderseil 3 senkrechten Richtung verstellbar ist. Der
obere Schwenkachsenhalter 1 b trägt zwei um Schwenkachsen 4 schwenkbare Druckrollen-Schwingen
5, an denen über drehbar gelagerte Wippen 6 je zwei mit dem Förderseil 3 in Kontakt
stehende Druckrollen 7 befestigt sind. Ein beidseitig an den Druckrollen-Schwingen
5 gelenkig gelagertes, als Druckfeder ausgebildetes Federelement 8 bewirkt über die
Druckrollen-Schwingen 5 und die Wippen 6 eine nach unten gerichtete Kraft auf die
vier Druckrollen 7.
[0021] Die Tragrollenseite ist analog aufgebaut. Das vom Federelement 8 unabhängige Federelement
13 bewirkt die zwei in Schwenkachsen 9 gelagerten Tragrollen-Schwingen 10 und die
Wippen 11 eine nach oben gerichtete Kraft auf die vier Tragrollen 12. Wie insbesondere
aus Fig. 1 ersichtlich ist, sind die Tragrollen 12 und ,die Druckrollen 7 zur Verbesserung
der Seilführungseigen- sc
haften seilsymmetrisch paarweise übereinanderliegend angeordnet, wobei die Drehachse
der Tragrolle 12 und die Drehachse der Druckrolle 7 eines jeden Rollenpaares 7, 12
bei im wesentlichen geradlienig durch die Rollenbatterie laufendem Förderseil 3 jeweils
in derselben Normalebene auf das Förderseil 3 liegen.
[0022] Die unabhängigen Federelemente 8, 13 bestehen jeweils aus zwei gegeneinander teleskopartig
verschiebbaren Dosen 8a, 8b bzw. 13a, 13b, in denen jeweils ein Druckfederelement
14 bzw. 15 aus weichelastischem Schaumstoff angeordnet ist, der neben guten elastischen
Eigenschaften auch gute Dämpfungseigenschaften aufweist. Zwischen den gegeneinander
bewegten Dosenwänden ist eine nicht dargestellte Schicht aus widerstandsfähigem, gut
gleitendem Material angeordnet.
[0023] Das in Fig. 5 dargestellte Druckfederelement 14 besteht aus einem rotationssymmetrischen
Schaumstoffkörper 14a, der einen Hohlraum 14b umgibt. Etwa in der Mitte weist er eine
ringförmige Nut 14c auf. Zur Befestigung des Druckfederelementes 14 in einer der Dosen
13a oder 13b ist ein in den Schaumstoff eingelassenes Blech 14d und eine daran liegende
Mutter 14e vorgesehen In den Fig. 2 bis 4 sind verschiedene Lastfälle (Belastungen
der Rollenbatterie durch das Förderseil) stark schematisiert dargestellt. Gleiche
oder äquivalente Teile sind wie in Fig. 1 bezeichnet. Bei der in Fig. 2 dargestellten
Stellung übt das Förderseil 3 keinen Druck auf die Wechsellast-Rollenbatterie aus.
Jede Rolle 7 bzw. 12 drückt mit derselben durch die Federelemente 8, 13 und die Eigengewichte
der Rollen 7, 12, Schwingen 5, 10 und Wippen 6, 11 hervorgerufenen Kraft auf das Förderseil
3. Die durch Verschieben des oberen Schwenkachsenhalters 1 einstellbare Federvorspannung
der Federelemente 8, 13 wird so gewählt, daß die für den sicheren Betrieb erforderliche
Mindestrollenlast sowohl bei den Tragrollen 12, als auch bei den Druckrollen 7 vorhanden
ist. Die Vorspannung des unteren Federelementes 13 ist dabei wegen der Eigengewichte
der Rollen samt Aufhängungen größer als die des oberen Federelementes 8.
[0024] Bei einer nach unten wirkenden Belastung der Wechsellast-Rollenbatterie durch das
Förderseil 3 (Tragstütze) bewegen sich die Tragrollen 12 nach unten, das Federelement
13 wird komprimiert bis ein nicht dargestellter Anschlag erreicht ist (Fig. 3). Die
auf die Tragrollen 12 wirkende Kraft setzt sich nun im wesentlichen zusammen aus der
durch das Förderseil 3 ausgeübten Kraft und der von den Druckrollen 7 von oben zusätzlich
nach unten wirkenden Kraft. Aus seilbahntechnischen Gründen könnte diese von den Druckrollen
7 ausgeübte Kraft an sich auch Null sein bzw. die Druckrollen 7 müßten überhaupt nicht
am Förderseil anliegen. Nach den derzeit in Österreich gültigen Vorschriften müssen
die Druckrollen 7 auch bei ausreichender Rollenlast der Tragrollen 12 mit dem Förderseil
3 in Kontakt stehen. Hierzu reicht das Eigengewicht der Druckrollen 7 samt ihrer Aufhängung
(Wippe 6, Schwinge 5) aus. Eine zusätzliche Belastung der Druckrollen 7 kann auch
in der in der Fig. 2 gezeigten Stellung vom Federelement 8 ausgeübt werden. Jedenfalls
ist der von den Druckrollen 7 auf das Förderseil 3 ausgeübte Druck durch die veränderte
geometrische Lage der Rollen in diesem Belastungsfall (ausreichende Traglast) wesentlich
geringer als in dem Belastungsfall (Fig. 2), wo die Tragrollen 12 nicht ausreichend
belastet sind und die Druckrollen 7 für eine ausreichende Belastung sorgen müssen.
[0025] Arbeitet die Wechsellast-Rollenbatterie an einer Niederhaltestütze, so bewegen sich
die Druckrollen 7 von der in Fig. 2 gezeigten Stellung aus nach oben (Fig. 4). Durch
diese Verschiebung nach oben entspannt sich das Federelement 13 und die Tragrollen
12 üben einen wesentlich geringeren bis gar keinen Druck mehr auf das Förderseil 3
aus. Dieser ist bei ausreichender Belastung der Druckrollen 7 auch nicht nötig. Sinkt
die Belastung der Druckrollen 7 durch das Förderseil 3 jedoch ab, so nimmt der Druck
der Tragrollen 12 nach oben zu und es ist dadurch eine ausreichende Belastung der
Druckrollen 7 sichergestellt.
[0026] Da die Eigengewichte nach unten wirken, ist in den meisten Fällen ein den Federweg
des den Druckrollen 7 zugeordneten Federelementes 8 begrenzender Anschlag nicht nötig,
aber durchaus möglich. Um bei der Niederhaltefunktion ein nach den derzeit in Österreich
gültigen Vorschriften nötiges Anliegen der unteren Tragrollen 12 am Förderseil 3 auch
dann sicherzustellen, wenn die Druckrollen 7 ganz nach oben bewegt sind, muß das Federelement
13 ausreichend vorgespannt sein.
[0027] Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt.
Beispielsweise können die Federelemente auch zwischen Schwinge und Rahmen wirken.
Die Anzahl der Rollen ist nicht auf acht beschränkt. Neben der Befestigung der Rollen
an Wippen besteht auch die Möglichkeit, die Rollen direkt an den Schwingen drehbar
zu lagern.
[0028] Als Federelemente eignen sich auch andere Druckfedern, wie z. B. Schraubenfedern.
Auch Konstruktionen mit Zugfedem sind möglich. Bei schlecht dämpfenden Federelementen
können zusätzliche Dämpfungselemente vorgesehen sein.
[0029] Die erfindungsgemäße Wechsellast-Rollenbatterie ist mit Vorteil bei Einseilumlaufbahnen,
wie bei Schleppliften oder Sesselliften einsetzbar, wo immer bei wechselnder Belastung
des Förderseiles die Seillastkräfte mehr oder weniger nach unten oder nach oben wirken.
1. Wechsellast-Rollenbatterie zur Führung von Förderseilen (3) bei Seilbahnen, insbesondere
bei Einseilumlaufbahnen, mit einem gegebenenfalls um einen Drehzapfen (2) drehbaren
Rahmen (1), an dem unterhalb und oberhalb des Förderseiles jeweils mindestens eine
gegen Federkraft verschwenkbare und wenigstens eine Rolle (7, 12) tragende Schwinge
angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß für die unterhalb des Förderseiles (3)
angeordnete(n) Tragrollen-Schwinge(n) (10) und unabhängig davon für die oberhalb des
Förderseiles (3) angeordnete(n) Druckrollen-Schwinge(n) (5) mindestens ein gesondertes
Federelement (8, 13) vorgesehen ist.
2. Wechsellast-Rollenbatterie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei, vorzugsweise
zu einer auf das Förderseil (3) senkrecht stehenden Normalebene symmetrisch liegende
Tragrollen-Schwingen (10) und zwei, vorzugsweise zu dieser Normalebene symmetrisch
liegende Druckrollen-Schwingen (5) vorgesehen sind.
3. Wechsellast-Rollenbatterie nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens eine Schwinge (5, 10) eine an sich bekannte, an ihr schwenkbar gelagerte
und mindestens zwei Rollen (7, 12) tragende Wippe (6, 11) aufweist.
4. Wechsellast-Rollenbatterie nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lage der Schwenkachsen (9, 4) der Tragrollen-Schwinge(n) (10) und/oder der
Druckrollen-Schwinge(n) (5) gegenüber dem Rahmen (1) zur Einstellung der Federvorspannung
der Federelemente (8, 13) in einer im wesentlichen auf das Förderseil (3) senkrechten
Richtung einstellbar ist.
5. Wechsellast-Rollenbatterie nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß für ein Paar von Tragrollen-Schwingen ein lediglich an den Tragrollen-Schwingen
(10) bzw. Druckrollen-Schwingen (5) selbst angreifendes, vorzugsweise als Druckfeder
ausgebildetes Federelement (8 bzw. 13) vorgesehen ist.
6. Wechsellast-Rollenbatterie nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Federweg des bzw. der Federelemente (13) zumindest der Tragrollenschwinge(n)
(10) durch gegebenenfalls einstellbare Anschläge begrenzt ist.
7. Wechsellast-Rollenbatterie nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest ein Federelement (8, 13) ein in gegeneinander teleskopartig verschiebbaren
Dosen (8a, 8b bzw. 13a, 13b) angeordnetes Druckfederelement (14) aufweist.
8. Wechsellast-Rollenbatterie nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den gegeneinander bewegten Wänden der Dosen (8a, 8b bzw. 13a, 13b) eine Gleiteinlage
aus gut gleitendem, widerstandsfähigem Material, beispielsweise Polytetrafluoräthylen,
angeordnet ist.
9. Wechsellast-Rollenbatterie nach Anspruch 7 oder Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das Druckfederelement (14) ein komprimierbarer Körper (14a) aus weichelastischem
Schaumstoff ist.
10. Wechsellast-Rollenbatterie nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckrollen (7) bei durch die Förderseilbelastung maximal nach unten bewegten
Tragrollen (12) zumindest mit dem durch das Gewicht der Druckrollen (7) samt ihrer
Aufhängung (5, 6) am Rahmen (1) hervorgerufenen Druck am Förderseil (3) aufliegen.
11. Wechsellast-Rollenbatterie nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das bzw. die den Tragrollen-Schwingen (10) zugeordneten Federelemente (13) so
weit vorgespannt sind, daß die Tragrollen (12) bei durch die Förderseilbelastung maximal
nach oben bewegten Druckrollen (7) am Förderseil (3) vorzugsweise mit einem bestimmten
Auflagedruck anliegen.
12. Wechsellast-Rollenbatterie nach einem der Anspruche 1-11, dadurch gekennzeichnet,
daß die unter dem Förderseil (3) liegenden Tragrollen (12) und die über dem Förderseil
(3) liegenden Druckrollen (7) paarweise angeordnet sind, wobei die Drehachse der Tragrolle
(12) und die Drehachse der Druckrolle (7) eines jeden Rollenpaares (7,
12) bei im wesentlichen geradlienig durch die Rollenbatterie laufendem Förderseil
(3) jeweils in derselben Normalebene auf das Förderseil (3) liegen.
1. An alternating load roller unit for guiding conveyor cables (3) in cableways, in
particular in single-cable circulating cableways, comprising a frame (1) which is
possibly rotatable about a pivot trunnion (2) and on which at least one respective
rocker arm which is pivotable against a spring force and which carries at least one
roller (7, 12) is arranged respectively beneath and above the conveyor cable, characterised
in that at least one separate spring element (8, 13) is provided for the carrier roller
rocker arm or arms (10) which is or are arranged beneath the conveyor cable (3) and
independently thereof for the pressure roller rocker arm or arms (5) which is or are
arranged above the conveyor cable (3).
2. An alternating load roller unit according to claim 1 characterised in that there
are provided two carrier roller rocker arms (10) which are preferably disposed symmetrically
with respect to a normal plane perpendicular to the conveyor cable (3), and two pressure
roller rocker arms (5) which are preferably disposed symmetrically with respect to
said normal plane.
3. An alternating load roller unit according to claim 1 or claim 2 characterised in
that at least one rocker arm (5, 10) has a per se known rocking member (6, 11) which
is mounted pivotably thereon and which carries at least two rollers (7, 12).
4. An alternating load roller unit according to one of claims 1 to 3 characterised
in that the position of the pivot axes (4) of the carrier roller rocker arm or arms
and/or the pressure roller rocker arm or arms (5) relative to the frame (1) is adjustable
for the purposes of adjusting the spring biasing force of the spring elements (8,
13) in a direction substantially perpendicular to the conveyor cable (3).
5. An alternating load roller unit according to one of claims 1 to 4 characterised
in that for a pair of carrier roller rocker arms there is provided a spring element
(8 or 13) which only engages the carrier roller rocker arms (10) or pressure roller
rocker arms (5) themselves respectively and which is preferably in the form of a compression
spring.
6. An alternating load roller unit according to one of claims 1 to 5 characterised
in that the spring travel of the spring element or elements (13) at least of the carrier
roller rocker arm or arms (10) is limited by possibly adjustable abutments.
7. An alternating load roller unit according to one of claims 1 to 6 characterised
in that at least one spring element (8, 13) has a compression spring element (14)
which is arranged in mutually telescopically displaceable containers (8a, 8b and 13,
13b).
8. An alternating load roller unit according to claim 7 characterised in that arranged
between the mutually moved walls of the containers (8a, 8b and 13a, 13b) is a sliding
insert consisting of a material which has good sliding properties and a load-bearing
capacity, for example polytetrafluoroethylene.
9. An alternating load roller unit according to claim 7 or claim 8 characterised in
that the compression spring element (14) is a compressible body (14a) of soft-elastic
foam material.
10. An alternating load roller unit according to one of claims 1 to 9 characterised
in that, when the carrier rollers (12) are moved downwardly to their maximum extent
by the loading on the conveyor cable, the pressure rollers (7) bear against the conveyor
cable (3) at least with the pressure produced by the weight of the pressure rollers
(7) together with the means (5 6) suspending them on the frame (1).
11. An alternating load roller unit according to one of claims 1 to 10 characterised
in that the spring element or elements (13) associated with the carrier roller rocker
arms (10) are prestressed to such an extent that, when the pressure rollers (7) are
moved upwardly to the maximum extent due to the loading of the conveyor cable, the
carrier rollers (12) preferably bear against the conveyor cable (3) with a given contact
pressure.
12. An alternating load roller unit according to one of claims 1 to 11 characterised
in that the carrier rollers (12) which are disposed under the conveyor cable (3) and
the pressure rollers (7) which are disposed above the conveyor cable (3) are arranged
in pairs, wherein the axis of rotation of the carrier roller (12) and the axis of
rotation of the pressure roller (7) of each pair of rollers (7, 12) respectively lie
in the same normal plane to the conveyor cable (3) when the conveyor cable (3) is
extending substantially rectilinearly through the roller unit.
1. Batterie de rouleaux à charge variable pour le guidage de câbles de téléphériques
(3) notamment de monocâbles à câble sans fin, avec un cadre (1) éventuellement libre
en rotation autour d'un pivot (2), sur laquelle est respectivement disposée en-dessous
et en-dessus du câble au moins une coulisse pouvant pivoter sous l'effet de la force
d'un ressort et portant au moins un rouleau (7, 12), caractérisée en ce qu'il est
prévu pour la (les) coulisse(s) (10) de rouleaux porteurs disposée(s) en-dessous du
câble (3), et indépendamment de la (les) coulisse(s) (5) disposée (s) au-dessus du
câble (3), au moins un élément de ressort (8, 13) séparé.
2. Batterie de rouleaux à charge variable selon la revendication 1, caractérisée en
ce qu'il est prévu deux coulisses de rouleaux porteurs (10), de préférence placées
symétriquement par rapport à un plan normal disposé perpendiculairement au câble (3)
et deux coulisses de rouleaux d'appui (5), de préférence placées symétriquement par
rapport à ce plan normal.
3. Batterie de rouleaux à charge variable selon la revendication 1 ou 2, caractérisée
en ce qu'au moins une coulisse (5, 10) présente une bascule (6, 11) en soi connue,
montée pivotante sur elle et portant au moins deux rouleaux (7, 12).
4. Batterie de rouleaux à charge variable selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée
en ce que la position des axes de pivotement (4) de la (des) coulisse(s) de rouleaux
porteurs et/ou de la (des) coulisse(s) de rouleaux d'appui (5) est réglable suivant
une direction essentiellement perpendiculaire au câble (3) par rapport au cadre (1)
pour le réglage de la précontrainte des éléments de ressort (8, 13).
5. Batterie de rouleaux à charge variable selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée
en ce qu'il est prévu pour une paire de coulisses de rouleaux un élément de ressort
(8 ou 13) attaquant lui-même uniquement les coulisses de rouleaux porteurs (10) ou
les coulisses de rouleaux d'appui (5), qui est constitué, de préférence, sous forme
d'un ressort de pression.
6. Batterie de rouleaux à charge variable selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée
en ce que l'allongement du ou des éléments de ressort (13) d'au moins la (les) coulisse
(s) de rouleaux porteurs (10) est limité par des butées éventuellement réglables.
7. Batterie de rouleaux à charge variable selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée
en ce qu'au moins un élément de ressort (8, 13) présente' un élément de ressort de
pression (14) disposé dans des boites (8a, 8b ou 13a, 13b) à emboîtement télescopique
entre elles.
8. Batterie de rouleaux à charge variable selon la revendication 7, caractérisée en
ce qu'il est disposé entre les parois de boites (8a, 8b ou 13a, 13b) mobiles entre
elles, une installation de glissement constituée d'une matière glissant bien et résistante,
par exemple du polytétrafluoréthylène.
9. Batterie de rouleaux à charge variable selon la revendication 7 ou 8, caractérisée
en ce que l'élément de ressort de pression (14) est un corps comprimable (14a) en
matière cellulaire élastique et molle.
10. Batterie de rouleaux à charge variable selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée
en ce que les rouleaux d'appui (7) s'appuient sur le câble pour un déplacement maximum
des rouleaux porteurs (12) vers le bas par suite de la charge du câble, au moins avec
la pression produite sur le cadre (1) par le poids des rouleaux d'appui (7), y compris
leur suspension (5, 6).
11. Batterie de rouleaux à charge variable selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisée en ce que les éléments de ressort (13) adjoints aux coulisses de rouleaux
porteurs (10) sont précontraints à un degré tel que les rouleaux porteurs (12) s'appliquent
avec une pression d'appui, de préférence déterminée sur le câble (3) pour un déplacement
maximum des rouleaux d'appui (7) vers le haut par suite de la charge du câble.
12. Batterie de rouleaux à charge variable selon l'une des revendications 1 à 11,
caractérisée en ce que les rouleaux porteurs (12) situés en-dessous du câble (3) et
les rouleaux d'appui (7) situés au-dessus du câble (12) sont disposés par paires,
de telle sorte que l'axe de rotation du rouleau porteur (12) et l'axe de rotation
du rouleau d'appui (7) de chaque paire de rouleaux (7, 12) se trouvent respectivement
dans le même plan normal au câble (3), le câble (3) ayant un déplacement essentiellement
rectiligne sous l'effet de la batterie de rouleaux.

