[0001] Die Erfindung betrifft eine elektromechanische Antriebsvorrichtung für eine Drehsäule
zur Bewegung eines Schwenktürflügels an einem Fahrzeug, insbesondere einem öffentlichen
Verkehrsmittel, mit einem die Drehsäule über ein Schneckengetriebe antreibenden Elektromotor,
dessen Motorwelle mit der Schneckenwelle verbunden ist, während das Schneckenrad mit
der an die Drehsäule angeschlossenen Abtriebswelle des Schneckengetriebes verbunden
ist.
[0002] Derartige elektromechanische Antriebsvorrichtungen werden vorzugsweise zur Bewegung
von Schwenktürflügeln in Autobussen und Straßenbahnen verwendet. Ein hierbei zu lösendes
Problem besteht darin, daß einerseits die Antriebsvorrichtung, die im allgemeinen
oberhalb der Drehsäule angeordnet ist, wenig Platz beanspruchen soll, weil die Bauhöhe
der Fahrzeuge begrenzt ist. Andererseits muß aber gerade bei einem elektromechanischen
Antrieb mit den oben angegebenen Merkmalen dafür gesorgt sein, daß im Notfall der
Schwenktürflügel von Hand geöffnet werden kann, was zur Folge hat, daß die starre
mechanische Verbindung zwischen der Motorwelle des Elektromotors und der Abtriebswelle
des Schwenkgetriebes an irgendeiner Stelle so unterbrechbar sein muß, daß sich der
Schwenktürflügel leicht öffnen läßt. Auch diese an der Antriebsvorrichtung angeordneten
zusätzlichen Vorrichtungen sollen wenig Platz beanspruchen, aber außerordentlich funktionssicher
sein.
[0003] In der FR-A 2 328 320 ist eine Antriebseinrichtung, insbesondere für bewegliche Trittstufen
und Türen von Fahrzeugen zur Personenbeförderung, beschrieben, bei der eine mit der
Tür gekoppelte Welle von einem Elektromotor aus über ein Schneckengetriebe angetrieben
ist, dessen Motorwelle mit der Schneckenwelle verbunden ist, während das Schneckenrad
mit der Abtriebswelle des Schneckengetriebes verbunden ist.
[0004] Es ist weiterhin aus der BE-A 530 097 eine Koppelvorrichtung zur kraftübertragenden
Verbindung zwischen zwei Maschinenelementen bekannt mit einer Kupplung zwischen einem
Zahnrad und einer Welle, bei der mehrere in Ausnehmungen der Welle versenkbar angeordnete
Kugeln vorhanden sind, welche in axiale Nuten an der inneren Mantelfläche des Zahnrades
eingreifen und bei der die Welle eine axiale Bohrung aufweist, in welche die Ausnehmungen
einmünden und in der ein zylindrischer Schieber geführt ist, auf dessen Mantelfläche
die Kugeln aufsitzen und der im Bereich der Ausnehmungen einen ersten Längenabschnitt
aufweist, dessen Durchmesser so ist, daß die Kugeln mit einem vorgegebenen Teil ihrer
Dicke aus den Ausnehmungen herausragen und sich an den ersten Längenabschnitt ein
zweiter Längenabschnitt anschließt, dessen Durchmesser sich stetig auf einen Wert
verkleinert, bei dem die Kugeln vollständig in die Ausnehmungen eintauchen. Je nach
der Stellung des Schiebers ist die Kupplung ein- oder ausgerückt.
[0005] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe bestand darin, eine elektromechanische
Antriebsvorrichtung der eingangs angegebenen Art so auszubilden, daß sie bei geringem
konstruktivem Aufwand und mit wenig zusätzlichem Raumbedarf die Möglichkeit enthält,
Antriebsvorrichtung und Schwenktürflügel so zu entkoppeln, daß in Notfällen ein leichtes
Öffnen der Tür möglich ist. Die hierfür notwendigen Vorrichtungen sollten funktionssicher
und möglichst verschleißarm ausgeführt sein.
[0006] Zusätzlich sollte die Möglichkeit eröffnet werden, die Drehbewegung der Drehsäule
in einfacher Weise auf einen elektrischen Signalgeber zur Erfassung der Schließ- und
Öffnungsbewegungen des Schwenktürflügels zu übertragen. Derartige Signalgeber sind
zur Ansteuerung zusätzlicher Einklemmsicherungseinrichtungen bekannt, die ein Abstoppen
oder Reversieren der Türbewegung auslösen, wenn irgendeine, beispielsweise durch einen
Einklemmvorgang verursachte Störung in der Bewegung des Schwenktürflügels auftritt.
[0007] Schließlich sollte die Möglichkeit eröffnet werden, bei Verwendung eines Schneckengetriebes
mit nicht ganz ausreichender Selbsthemmung Vorrichtungen vorzusehen, die in konstruktiv
möglichst einfacher und platzsparender Weise ein ungewolltes Öffnen des Schwenktürflügels
außerhalb des Notfalles verhindern.
[0008] Die Lösung der oben angegebenen Aufgabe geschieht erfindungsgemäß dadurch, daß das
Schneckengetriebe eine Notentriegelungsvorrichtung zur Entkoppelung in Bezug auf Rotation
zwischen Abtriebswelle und Schneckenrad aufweist, mit einer zwischen der Abtriebswelle
und dem koaxial auf diese aufgesteckten Schneckenrad angeordneten, ausrückbaren Kupplung,
die mehrere in Ausnehmungen der Abtriebswelle versenkbar angeordnete Kugeln aufweist,
welche in axiale Nuten an der inneren Mantelfläche des Schneckenrades eingreifen,
wobei die Abtriebswelle an dem von der Drehsäule abgewandten Ende eine axiale Bohrung
aufweist, in welche die Ausnehmungen einmünden und in der ein zylindrischer Schieber
geführt ist, auf dessen Mantelfläche die Kugeln aufsitzen, und der im Bereich der
Ausnehmungen einen ersten Längenabschnitt aufweist, dessen Durchmesser so ist, daß
die Kugeln mit einem vorgegebenen Teil ihrer Dicke aus den Ausnehmungen herausragen
und sich an den ersten Längenabschnitt ein zweiter Längenabschnitt anschließt, dessen
Durchmesser sich stetig auf einen Wert verkleinert, bei dem die Kugeln vollständig
in die Ausnehmungen eintauchen, und daß eine Vorrichtung zur Verschiebung des Schiebers
um eine vorgegebene Strecke gegen die Kraft einer Druckfeder vorhanden ist.
[0009] Damit beim Ein- und Ausrücken der Kupplung eine Abrollen der Kugeln möglich ist,
hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn die Ausnehmungen der Abtriebswelle
in axialer Richtung eine Länge aufweisen, die größer ist als der Durchmesser der Kugeln.
[0010] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung
ist der Innendurchmesser der axialen Bohrung in der Antriebswelle an allen Stellen
ihrer Länge jeweils größer als der Außendurchmesser des Schiebers an diesen Stellen,
und der Schieber ist an der Vorrichtung zu seiner Verschiebung über ein Kugelgelenk
frei pendelnd aufgehängt. Dadurch wird erreicht, daß sich der Schieber jeweils so
einstellen kann, daß alle drei Kugeln gleichmäßig belastet werden und Kugelbrüche
oder ein Ausbrechen der Ränder der Ausnehmungen infolge einseitiger Belastungen vermieden
werden.
[0011] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung
sind weiter unten und in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0012] Die erfindungsgemäße Antriebsvorrichtung gestattet es, in sehr einfacher Weise, beispielsweise
durch Betätigen eines Nothandgriffs, im Schneckengetriebe die Abtriebswelle vom Schneckengetriebe
abzukoppeln, was zur Folge hat, daß sich der Schwenktürflügel, ohne daß Teile des
Getriebes mitbewegt werden müssen, sehr leicht von Hand öffnen läßt.
[0013] Wie weiter unten anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert, läßt sich die
erfindungsgemäße Antriebsvorrichtung in einfacher Weise an einen elektrischen Signalgeber
anschließen und in konstruktiv sehr einfacher Weise mit einer Vorrichtung zur Erzeugung
eines zusätzlichen Bremsmomentes bei geschlossenem Schwenktürflügel verbinden
[0014] Im folgenden wird anhand der beigefügten Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel für
die erfindungsgemäße Antriebsvorrichtung näher erläutert.
[0015] In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht eines über Schwenkarme mit einer elektromechanischen Antriebsvorrichtung
verbundenen Schwenktürflügels, wobei die elektromechanische Antriebsvorrichtung zeichnerisch
durch Schwärzung hervorgehoben ist;
Fig. 2 eine Ansicht des Schwenktürflügels nach Fig.1 von oben;
Fig. 3 in einer vergrößerten, teilweise geschnittenen Teildarstellung die Verbindung
zwischen Elektromotor und Schneckengetriebe bei einer Antriebsvorrichtung nach Fig.1;
Fig. 4 in gegenüber Fig. 3 noch einmal vergrößerter Darstellung eine Hülsenkupplung
zwischen dem Elektromotor und dem Schneckengetriebe der Antriebsvorrichtung nach Fig.
1;
Fig. 5 in einem vertikalen Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 3 das Schneckengetriebe
im eingekuppelten Zustand;
Fig. 6 einen Teilschnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 5;
Fig. 7 und 8 in einer Darstellung analog den Fig. 5 und 6 das Schneckengetriebe im
ausgekuppelten Zustand.
Fig. 9 in einem vergrößerten Teilausschnitt der Darstellung gemäß Fig. 5 eine Variante
des Ausführungsbeispiels nach Fig. 5-8.
[0016] Wie den Fig. 1 und 2 zu entnehmen, ist beispielsweise in einem nich näher dargestellten
Autobus an einer Drehsäule 1 ein Schwenktürflügel 5 über Schwenkhebel 6 und 7 angeordnet.
Die Drehsäule 1 ist an ihrem unteren Ende über eine Halterung 3 und an ihrem oberen
Ende über eine allgemein mit 2 bezeichnete elektromechanische Antriebsvorrichtung
mit dem Chassis 4 verbunden. Der Schwenktürflügel 5 ist weiterhin in bekannter Weise
gegenüber dem Türrahmen oder Chassis durch eine nur angedeutete Führungsvorrichtung
8 geführt. In Fig. 2 ist der Schwenktürflügel 5 mit ausgezogenen Linien in der geschlossenen
Stellung und mit strichpunktierten Linie in der geöffneten Stellung dargestellt.
[0017] Der Öffnungswinkel beträgt ca. 90
°.
[0018] Die Drehsäule 1 ist von der elektromechanischen Antriebsvorrichtung 2 aus um ihre
Längsachse drehbar und diese Drehung wird über die Schwenkarme 6 und 7 auf den Türflügel
5 zur Durchführung der Öffnungs-Schließbewegungen übertragen.
[0019] Hierzu ist die Drehsäule 1 an ihrem oberen Ende mit der Abtriebswelle 15 eines Schneckengetriebes
11 verbunden. Das Schneckengetriebe 11 ist über ein Verbindungsstück 16 mit einem
Elektromotor 12 verbunden und die Koppelung zwischen der Schneckenwelle 13 und der
Motorwelle 14 erfolgt über eine axiale Toleranzen und Verschiebungen ausgleichende
Hülsenkupplung. Selbstverständlich kann zwischen Elektromotor 12 und Schneckengetriebe
11 in nicht eigens dargestellter Weise noch ein Planetengetriebe angeordnet sein.
In diesem Falle befindet sich die Hülsenkupplung zwischen der Schneckenwelle 13 und
der Abtriebswelle des Planetengetriebes. Die die beiden einander gegenüberliegenden
Enden der Schneckenwelle 13 und der Motorwelle 14 umfassende Hülse 17 der Hülsenkupplung,
weist an ihren Enden axiale Schlitze 17a und 17b auf, in die an den zu kuppelnden
Wellen angeordnete radiale Verbindungsstifte 18 und 19 eingreifen. Auf diese Weise
ist eine drehfeste, aber axiale Toleranzen und Verschiebungen zulassende Kupplung
zwischen Motorwelle 14 und Schneckenwelle 13 erzielt.
[0020] Zwischen dem Ende der Schneckenwelle 13 und dem Schlitz 17b, sowie zwischen dem Ende
der Motorwelle 14 und dem Schlitz 17a sind auf beiden Wellen 13, 14 jeweils O-Ringe
13a und 14a angeordnet, die einen elastischen, geräuschdämpfenden Sitz der Hülse 17
auf den Wellen 13 und 14 bewirken.
[0021] Im Normalbetrieb soll der bisher beschriebenen elektromechanischen Antriebsvorrichtung
her angetriebene Schwenktürflügel 5 nicht ungewollt oder absichtlich von Hand geöffnet
werden können, oder sich durch Vibrationen oder Stöße von selbst öffnen. Bei einem
Schneckengetriebe mit ausreichender Selbsthemmung, wie sie beispielsweise bei einem
Übersetzungsverhältnis von 1:60 immer vorhanden ist, bedarf es hierzu keiner weiteren
Maßnahmen. Wird jedoch ein Schneckengetriebe mit einem etwas geringeren Übersetzungsverhältnis,
also 1:40 oder weniger verwendet, so kann es sein, daß die Selbsthemmung des Schneckengetriebes
nicht ausreicht, um eine ausreichende Bremsung des Türantriebs im geschlossenen Zustand
außerhalb des Notfalls gegen unbeabsichtigtes Öffnen des Türflügels zu erzielen.
[0022] Für diesen Fall ist eine in Fig. 3 dargestellte Zusatzvorrichtung gedacht, mit der
in außerordentlich einfacher Weise ein ausreichender zusätzlicher Bremseffekt erzielt
wird.
[0023] Hierzu ist am Motor 12, und zwar am hinteren Ende der Motorwelle 14, eine Bremseinrichtung
angeordnet. Diese Bremseinrichtung besitzt eine am hinteren, vom Schneckengetriebe
11 abgewandten Ende der Motorwelle 14 befestigte Scheibe 34 aus ferromagnetischem
Material, der in einem vorgegebenen kleinen Abstand ein axial verschiebbarer, aber
drehfest mit dem Motorständer 12a verbundener Permanentmagnet 35 genenüberliegt. Der
Permanentmagnet 35 ist von einer Spulenwicklung 36 umgeben, die über die zum Motor
12 führende elektrische Zuleitung 37 mit einem Aktivierungsstrom versorgt werden kann.
Im ausgeschalteten Zustand des Motors 12 ziehen sich der Permanentmagnet 35 und die
Scheibe aus ferromagnetischem Material 34 gegenseitig an, was zur Folge hat, daß sich
der verschiebbar angeordnete Permanentmagnet 35 bis zur Berührung auf die Scheibe
34 zu bewegt und an ihr anhaftet. Auf diese Weise entsteht eine Bremswirkung auf die
Motorwelle 14, da der Permanentmagnet 35 drehfest mit dem Motorständer 12a verbunden
ist. Dieses relativ kleine Bremsmoment wird durch die Übersetzung des Schneckengetriebes
und eines eventuell noch dazwischengeschalteten Planetengetriebes so vergrößert, daß
auf die Abtriebswelle 15 des Planetengetriebes ein sehr starkes Bremsmoment wirkt
und ein Selbstöffnen des Schwenktürflügels 5 auch bei relativ geringer Selbsthemmung
des. Schneckengetriebes 11 nicht auftritt.
[0024] Soll der Schwenktürflügel 5 geöffnet werden, so wird der Motor 12 eingeschaltet und
zusammen mit dem Motorstrom der Spulenwicklung 36 ein Aktivierungsstrom zugeführt,
durch welche die Magnetkraft infolge des von der Spulenwicklung erzeugten Gegenfeldes
abgeschaltet wird. Bei betätigtem Antrieb ist also das zusätzliche Bremsmoment nicht
mehr vorhanden und die Antriebsvorrichtung kann ungehindert in Tätigkeit treten.
[0025] Das zwischen den Elektromotor 12 und die Drehsäule 1 eingeschaltete Schneckengetriebe
11 wird im folgenden anhand der Fig. 5 bis 8 näher beschrieben.
[0026] In die in das Getriebegehäuse 11 geführte Schneckenwelle 13 greift ein Schneckenrad
20 ein, das koaxial auf die Abtriebswelle 15 aufgesteckt ist. Zur Entkoppelung im
Bezug auf Rotation zwischen Abtriebswelle 15 und Schneckenrad 20 dient eine Notentriegelungsvorrichtung,
die als im Bereich zwischen der Abtriebswelle 15 und dem Schneckenrad 20 angeordnete
ausrückbare Kupplung gestaltet ist. Hierzu sind in Ausnehmungen 22 der Abtriebswelle
15 mehrere Kugeln 23 angeordnet, die in axiale Nuten 21 an der inneren Mantelfläche
des Schneckenrades 20 eingeifen, solange sie aus den Ausnehmungen 22 herausragen.
Dieser eingerückte Zustand der Kupplung ist in den Fig. 5 und 6 dargestellt.
[0027] Zum Ausrücken der Kupplung sind die Kugeln 23 versenkbar in den Ausnehmungen 22 angeordnet.
Hierzu weist die Abtriebswelle 15 an ihrem in Fig. 5 oberen von der Drehsäule 1 abgewandten
Ende eine axiale Bohrung 24 auf, die bis über den Bereich der Ausnehmungen 22 hinaus
nach unten in die Abtriebswelle 15 hineingeführt ist, so daß die Ausnehmungen 22 in
sie einmünden. In dieser axialen Bohrung 24 ist ein zylindrischer Schieber 25 geführt,
der in der Bohrung verschiebbar ist, aber mit der Abtriebswelle 15 durch die Presskraft
der Kugeln 23 drehfest verbunden ist, so daß er sich mitdreht. Im Bereich der Ausnehmungen
22 weist der Schieber 25 zwei aneinander anschließende Längenabschnitte auf, nämlich
einen ersten Längenabschnitt 25a, dessen Durchmesser so gewählt ist, daß die Kugeln
23, wenn sie an dieser Stelle auf dem Schieber aufsitzen, mit einem vorgegebenen Teil
ihrer Dicke, der etwa dem halben Durchmesser entspricht, aus den Ausnehmungen 22 herausragen
(Fig. 5). An den ersten Längenabschnitt 25a schließt sich nach unten ein zweiter Längenabschnitt
25b an, dessen Durchmesser stetig abnimmt bis zu einem Wert, bei dem die Kugeln, wenn
sie an dieser Stelle auf dem Schieber aufsitzen, vollständig in die Ausnehmungen 22
eintauchen. Dieser Zustand ist in den Fig. 7 und 8 dargestellt. In dem in Fig. 7 und
8 dargestellten Zustand ist die Kupplung ausgerückt und die Abtriebswelle 15 frei
gegenüber dem Schneckenrad 20 verdrehbar.
[0028] Die Vorrichtung zur Bewegung des Schiebers 25 weist zwei im Bereich oberhalb der
Schneckenwelle 13 parallel zueinander und senkrecht zur Schieberachse angeordnete
Ringplatten 27 und 28 auf, die aneinander anliegen und an den aneinander anliegenden
Teilen mit schraubenlinienförmig angeordneten Schrägflächen versehen sind. Die untere
Ringsplatte 27 sitzt fest auf dem Getriebegehäuse 11 auf, während die obere Platte
28 mit einer Führungsvorrichtung 26 verbunden ist, die verdrehbar und in axialer Richtung
verschiebbar in der axialen Bohrung 24 der Abtriebswelle 15 zwischen dem oberen Ende
25c des Schiebers 25 und der Abtriebswelle 15 gehaltert ist. Damit sind die Ringplatten
27 und 28 gegeneinander verdrehbar. Bei dieser Verdrehung wird, wie Fig. 5 und 7 zu
entnehmen, die obere Ringplatte 28 angehoben oder abgesenkt. Die Führungsvorrichtung
26 ist in axialer Richtung kraftschlüssig mit dem Schieber 25 verbunden, so daß sich
dieser mit der Verdrehung der Ringplatten 28 und 27 anhebt oder absenkt. Der abgesenkte
Zustand ist in Fig. 5, der angehobene Zustand in Fig. 7 dargestellt. Im abgesenkten
Zustand ist die Kupplung durch Eingriff der Kugeln 23 eingerückt, im angehobenen Zustand
ist die Kupplung durch Eintauchen der Kugeln 23 in den Ausnehmungen 22 ausgerückt.
[0029] Damit beim Ein- und Ausrücken der Kupplung ein Abrollen der Kugeln mögich ist, weisen
die Ausnehmungen 22 in axialer Richtung eine Länge auf, die größer ist als der Durchmesser
der Kugeln. Durch die Sicherstellung eines Abrollens der Kugeln wird der Verschleiß
der Einrichtung erheblich herabgesetzt und die Kupplung ist leichter ausrückbar.
[0030] Das Verbindungsstück 26 weist einen Hebelarm 26a auf, an dem über ein Gestänge 10,
wie in Fig. 1 dargestellt, ein Nothebel 29 eingreift, von dem aus die Drehbewegung
der Führungsvorrichtung 26 bewirkt wird.
[0031] Das Anheben der Führungsvorrichtung 26 geschieht gegen die Kraftwirkung einer Druckfeder
29, die innerhalb des Getriebegehäuses 11 zwischen ihren Deckel 11 a und der Oberseite
der Führungsvorrichtung 26 angeordnet ist.
[0032] Am Deckel 11 a des Getriebegehäuses 11 ist weiterhin ein elektrischer Signalgeber,
beispielsweise ein Drehpotentiometer 30, eingesetzt zur Abgabe von die Türstellung
anzeigenden Positionssignalen an eine nicht dargestellte Vorrichtung zur Türsteuerung,
beispielsweise einer Einklemmsicherungseinrichtung.
[0033] Zur Abnahme der Drehbewegungen der Abtriebswelle 15 und deren Übertragung auf die
Antriebswelle 31 des Drehpotentiometers 30 dient ein dünnes Übertragungsgestänge 32,
das an seinem oberen Ende über einen Haken 32a mit der Antriebswelle 31 des Drehpotentiometers
30 verbunden ist. Das Gestänge 32 ist durch eine axiale Bohrung 25e des Schiebers
25 in eine ebenfalls axiale sich an die Bohrung 24 anschließende Bohrung 15a in der
Abtriebswelle 15 in diese hineingeführt und durch radiale Schraubverbindungen 33 dort
fixiert. Auf diese Weise wird die Drehbewegung der Abtriebswelle 15 und damit der
Drehsäule 1 auf die Antriebswelle 31 des Drehpotentiometers 30 übertragen.
[0034] Im folgenden wird anhand von Fig. 9 eine Variante des oben dargestellten Ausführungsbeispieles
für eine elektromechanische Antriebsvorrichtung beschrieben. Diese Variante entspricht
in vielen Einzelheiten der Ausführungsform nach Fig. 5 bis 8, lediglich im Bereich
des innerhalb der Abtriebswelle angeordneten Schiebers treten einige Änderungen auf.
[0035] In Fig. 9 sind an den dort dargestellten Teilen die gleichen Bezugsziffern wie in
den Fig. 5 bis 8 benutzt und durch einen Strich gekennzeichnet.
[0036] Zwischen er Abtriebswelle 15' und dem Schneckenrad 20' ist eine Kupplung der gleichen
Art, wie bei der oben beschriebenen Ausführungsform, angeordnet. In den Ausnehmungen
22' der Abtriebswelle 15' sind mehrere (im Ausführungsbeispiel drei) Kugeln angeordnet,
die in die axialen Nuten 21' des Schneckenrades 20' eingreifen, solange sie aus den
Ausnehmungen 22' herausragen.
[0037] Innerhalb der axialen Bohrung 24' der Abtriebswelle 15', in welche die Ausnehmungen
22' einmünden, ist der zylindrische Schieber 25' geführt. Auch dieser Schieber weist
im Bereich der Ausnehmungen 22' zwei aneinander anschließende Längenabschnitte auf.
Der erste Längenabschnitt 25a' besitzt einen Durchmesser, gemäß dem die Kugeln 23',
wenn sie an dieser Stelle auf dem Schieber aufsitzen, mit einem vorgegebenen Teil
ihrer Dicke aus den Ausnehmungen 22' herausragen. An diesen ersten Längenabschnitt
25a' schließt sich nach unten der zweite Längenabschnitt 25b' an, dessen Durchmesser
stetig abnimmt bis zu dem Wert, bei dem die Kugeln 23', wenn sie an dieser Stelle
auf dem Schieber aufsitzen, vollständig in die Ausnehmungen 22' eintauchen.
[0038] Im Unterschied zu der vorbeschriebenen Ausführungsform ist hier der obere Teil 25c'
des Schiebers 25' über ein Kugelgelenk an der Führungsvorrichtung 26' zur axialen
Bewegung des Schiebers 25' aufgehängt. Hierzu sind in eine Ausnehmung an der Oberseite
der Führungsvorrichtung 26' zwei Halterungsplatten 26b', 26c' angeordnet, die als
Lager die drehbare Kugel 25d' umfassen, die mit dem Oberteil 25c' des Schiebers verbunden
ist. Durch einen Halterungsring 26d' werden die Halterungsplatten 26b' und 26c' in
ihrer Lage fixiert. Die Bewegung der Führungsvorrichtung 26' erfolgt analog dem oben
beschriebenen Ausführungsbeispiel durch die Ringplatten 27' und 28'. Das Anheben der
Führungsvorrichtung 26' geschieht gegen die Kraftwirkung einer nicht dargestellten
Druckfeder, analog der Druckfeder 29 in Fig. 5.
[0039] Durch die Aufhängung über die Kugel 25d' ist der Schieber 25' frei pendelnd aufgehängt,
und damit der Schieber sich tatsächlich innerhalb gewisser Grenzen frei einstellen
kann, weisen die Bohrung 24' in der Abtriebswelle 15' und die Bohrung des in die Abtriebswelle
15' hineinragenden Teils der Führungsvorrichtung 26' einen Innendurchmesser auf, der
an allen Stellen der Länge des Schiebers 25' größer ist als der entsprechende Außendurchmesser
des Schiebers 25'. Es entsteht hierdurch ein Freiraum zwischen dem Schieber 25' und
der Abtriebswelle 15' bzw. der Führungsvorrichtung 26', der ein Verschwenken des Schiebers
25' zuläßt. Durch diese Ausbildung ist sichergestellt, daß sich beim Einrücken der
Kupplung der Schieber frei pendelnd so einstellt, daß alle drei Kugeln 23' sowie die
an die Kugeln angrenzenden Randzonen der Ausnehmungen 22' gleichmäßig belastet werden
und nicht etwa, bedingt durch Fertigungstoleranzen, an einer dieser drei Kugeln extrem
hohe Einzelbelastungen auftreten, die zu vorzeitigem Verschleiß bzw. zu einem Bruch
der Kugel oder des Randes der Ausnehmung führen könnten.
[0040] Auch bei dieser Ausführungsform ist es möglich, im Schieber 25' eine koaxiale Bohrung
25e' vorzusehen, durch welche, analog der Ausführungsform nach Fig. 5-8, ein in einer
koaxialen Bohrung 15a' der Abtriebswelle 15' befestigtes Gestänge zu einem nicht dargestellten
Drehpotentiometer geführt werden kann.
1. Elektromechanische Antriebsvorichtung für eine Drehsäule zur Bewegung eines Schwenktürflügels
an einem Fahrzeug, insbesondere einem öffentlichen Verkehrsmittel, mit einem die Drehsäule
(1) über ein Schneckengetriebe (11) antreibenden Elektromotor (12), dessen Motorwelle
(14) mit der Schneckenwelle (13) verbunden ist, während das Schneckenrad (20) mit
der an die Drehsäule (1) angeschlossenen Abtriebswelle (15) des Schneckengetriebes
(11) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneckengetriebe (11) eine Notentriegelungsvorrichtung
zur Entkopplung in Bezug auf Rotation zwischen Abtriebswelle (15) und Schneckenrad
(20) aufweist, mit einer zwischen der Abtriebswelle (15) und dem koaxial auf diese
aufgesteckten Schneckenrad (20) angeordneten ausrückbaren Kupplung, die mehrere in
Ausnehmungen (22) der Abtriebswelle (15) versenkbar angeordnete Kugeln (23) aufweist,
welche in axiale Nuten (21) an der inneren Mantelfläche des Schneckenrades (20) eingreifen,
wobei die Abtriebswelle (15) an dem von der Drehsäule (1) abgewandten Ende eine axiale
Bohrung (24) aufweist, in welche die Ausnehmungen (22) einmünden und in der ein zylindrischer
Schieber (25a-25b) geführt ist, auf dessen Mantelfläche die Kugeln (23) aufsitzen
und der im Bereich der Ausnehmungen (22) einen ersten Längenabschnitt (25a) aufweist,
dessen Durchmesser so ist, daß die Kugeln (23) mit einem vorgegebenen Teil ihrer Dicke
aus den Ausnehmungen (22) herausragen und sich an den ersten Längenabschnitt (25a)
ein zweiter Längenabschnitt (25b) anschließt, dessen Durchmesser sich stetig auf einen
Wert verkleinert, bei dem die Kugeln (23) vollständig in die Ausnehmungen (22) eintauchen,
und daß eine Vorrichtung (26, 27, 28) zur Verschiebung des Schiebers (25a-25b) um
eine vorgegebene Strecke gegen die Kraft einer Druckfeder (29) vorhanden ist.
2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen
(22) der Abtriebswelle (15) in axialer Richtung einer Länge aufweisen, die größer
ist als der Durchmesser der Kugeln (23).
3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Innendurchmesser
der axialen Bohrung (24') in der Abtriebswelle (15') an allen Stellen ihrer Länge
jeweils größer ist als der Außendurchmesser des Schiebers (25') an diesen Stellen,
und der Schieber (25') an der Vorrichtung (26') zur Verschiebung des Schiebers über
ein Kugelgelenk (25d') frei pendelnd aufgehängt ist.
4. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorrichtung zur Verschiebung des Schiebers (25a-25b) zwei senkrecht zur Schieberachse
und parallel zueinander angeordnete, gegeneinander verdrehbare Ringplatten (27, 28)
mit aneinander anliegenden Schrägflächen aufweist, von denen eine in axialer Richtung
des Schiebers (25a-25b) kraftschlüssig mit diesem verbunden ist, während die andere
fest mit dem Getriebegehäuse (11) verbunden ist.
5. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schieber (25a-25b) drehfest mit der Abtriebswelle (15) verbunden ist.
6. Antriebsvorrichtüng nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
vor dem von der Drehsäule (1) abgewandten Ende der Abtriebswelle (15) ein verdrehbarer
elektrischer Signalgeber (30) angeordnet ist, dessen Antriebswelle (31) über ein durch
eine axiale Bohrung des Schiebers (25a-25b) geführtes Gestänge (32) mit der Abtriebswelle
(15) verbunden ist.
7. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schneckenwelle (13) über eine Hülsenkupplung mit der Motorwelle (14) oder der
Abtriebswelle eines zwischen Motor (12) und Schneckengetriebe (11) angeordneten Planetengetriebes
verbunden ist, wobei die Hülse (17) der Hülsenkupplung an ihren Enden axiale Schlitze
(17a, 17b) aufweist, in die an den zu kuppelnden Wellen (13, 14) angeordnete radiale
Verbindungsstifte (18, 19) eingreifen.
8. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Motorwelle (14) eine elektrisch betätigbare Bremseinrichtung aufweist, mit einer
am vom Schneckengetriebe (11) abgewandten Ende der Motorwelle (14) befestigten Scheibe
(34) aus ferromagnetischem Material, welcher in einem vorgegebenen kleinen Abstand
ein axial verschiebbarer, aber drehfest mit dem Motorständer (12a) verbundener Permanentmagnet
(35) gegenüberliegt, dessen Magnetkraft durch Aktivierung einer den Permanentmagneten
(35) umgebenden Spulenwicklung (36) mittels eines zusammen mit dem Motor (12) einschaltbaren
Aktivierungsstromes abschaltbar ist.
1. Electromechanical drive mechanism for a rotary column for the movement of a hinged
door leaf on a vehicle, in particular a public means of transport, with an electric
motor (12), which drives the rotary column (1) via a worm gear (11) and the motor
shaft (14) of which is connected to the worm shaft (13), while the worm wheel (20)
is connected to the output shaft (15) of the worm gear (11), connected to the rotary
column (1), characterized in that the worm gear (11) has an emergency release mechanism
for uncoupling with respect to rotation between output shaft (15) and worm wheel (20),
with a clutch which can be disengaged between the output shaft (15) and the worm wheel
(20) fitted coaxially onto the latter and which has a plurality of balls (23) which
are arranged in a lowerable manner in recesses (22) of the output shaft (15) and which
engage in axial grooves (21) on the inner circumferential surface of the worm wheel
(20), the output shaft (15) having on the end away from the rotary column (1) an axial
bore (24), into which the recesses (22) open out and in which a cylindrical slide
(25a-25b) is guided, on the circumferential surface of which the balls (23) rest and
which has in the region of the recesses (22) a first section of length (25a) of which
the diameter is such that the balls (23) protrude with a predetermined part of their
thickness from the recesses (22), and the first section of length (25a) is adjoined
by a second section of length (25b) of which the diameter decreases constantly to
a value at which the balls (23) enter completely into the recesses (22), and in that
there is a mechanism (26, 27, 28) for the displacement of the slide (25a-25b) by a
predetermined distance against the force of a compression spring (29).
2. Drive mechanism according to Claim 1, characterized in that the recesses (22) of
the output shaft (15) have in axial directiona length which is greater than the diameter
of the balls (23).
3. Drive mechanism according to Claim 1 or 2, characterized in that the inside diameter
of the axial bore (24') in the output shaft (15') is greater at all points of its
length in each case than the outside diameter of the slide (25') at these points,
and the slide (25') is suspended in a freely pendulous manner on the mechanism (26')
for the displacement of the slide via a ball joint (25d').
4. Drive mechanism according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the mechanism
for the displacement of the slide (25a-25b) has two ring plates (27, 28) which are
arranged perpendicularly with respect to the slide axis and parallel with respect
to each other, are mutually rotatable and have abutting sloping surfaces, of which
one is frictionally connected in axial direction of the slide (25a-25b) to the latter,
while the other is firmly connected to the gear housing (11).
5. Drive mechanism according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the slide
(25a-25b) is connected fixably in terms of rotation to the output shaft (15).
6. Drive mechanism according to one of Claims 1 to 5, characterized in that ahead
of the end of the output shaft (15) away from the rotary column (1) there is arranged
a rotatable electric signal transmitter (30), the input shaft (31) of which is connected
via a linkage (32), lead through an axial bore of the slide (25a-25b), to the output
shaft (15).
7. Drive mechanism according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the worm
shaft (13) is connected via a sleeve coupling to the motor shaft (14) or the output
shaft of a planetary gear arranged between motor (12) and worm gear (11), the sleeve
(17) of the sleeve coupling having at its ends axial slits (17a, 17b), into which
radial connecting pins (18, 19), arranged on the shafts (13, 14) to be coupled, engage.
8. Drive mechanism according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the motor
shaft (14) has an electrically operable brake device, with a disc (34) of ferromagnetic
material which is fastened at the end of the motor shaft (14) away from the worm gear
(11) and which lies opposite at a predetermined small distance from a permanent magnet
(35) which is axially displaceable but connected fixably in terms of rotation to the
motor stator (12a) and the magnetic force of which can be switched off by activation
of a coil winding (36), surrounding the permanent magnet (35), by means of an activation
current which can be switched on together with the motor (12).
1. Dispositif d'entraînement électromécanique pour un axe vertical rotatif pour mouvoir
un vantail de porte oscillante sur un véhicule, en particulier un moyen de transport
en commun, avec un moteur électrique (12) actionnant l'axe vertical rotatif (1) au
moyen d'un engrenage à vis sans fin (11), moteur dont l'arbre-moteur (14) est relié
à la vis sans fin (13), tandis que la roue tangente (20) est reliée à l'arbre de sortie
(15) de l'engrenage à vis sans fin (11) raccordé à l'axe vertical rotatif (1), caractérisé
en ce que l'engrenage à vis sans fin (11) présente un dispositif de déverrouillage
d'urgence pour le désaccouplement quant à la rotation entre l'arbre de sortie (15)
et la roue tangente (20), avec un accouplement débrayable disposé entre l'arbre de
sortie (15) et la roue tangente (20) montée de manière coaxiale sur celui-ci, accouplement
qui comporte plusieurs billes disposées de manière escamotable dans des saignées (22)
de l'arbre de sortie (15), billes qui pénètrent dans des rainures axiales (21) à la
surface interne du moyeu de la roue tangente (20), l'arbre de sortie (15) présentant
à l'extrémité opposée à l'axe vertical rotatif (1) un alésage axial (24), dans lequel
les saignées (22) débouchent et dans lequel un piston cylindrique (25a-25b) est guidé,
sur la surface latérale duquel les billes (23) reposent et qui présente dans la zone
des saignées (22) une première section longitudinale (25a), dont le diamètre est tel
que les billes (23) fassent saillie des saignées (22) d'une portion prédéterminée
de leur épaisseur et, à la première section longitudinale (25a), fait suite une deuxième
section longitudinale (25b) dont le diamètre se rétrécit constamment jusqu'à une valeur
à laquelle les billes (23) disparaissent complètement dans les saignées (22) et en
ce qu'un dispositif (26, 27, 28) existe pour faire coulisser le piston (25a-25b) d'une
longueur prédéterminée en s'opposant à l'action d'un ressort de pression (29).
2. Dispositif d'entraînement selon la revendication 1, caractérisé en ce que les saignées
(22) de l'arbre de sortie (15) présentent dans le sens axial une longueur qui est
supérieure au diamètre des billes (23).
3. Dispositif d'entraînement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que
le diamètre interne de l'alésage axial (24') dans l'arbre de sortie (15') est supérieur
en tout point de sa logueur au diamètre externe du piston (25') en ces points et le
piston (25') est accroché au dispositif (26') de coulissement du piston par une articulation
à rotule (25d') de manière librement oscillante.
4. Dispositif d'entraînement selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce
que le dispositif de coulissement du piston (25a-25b) présente deux plaques annulaires
(27, 28) pouvant se déformer l'une contre l'autre disposées perpendiculairement par
rapport à l'axe du piston et parallèlement l'une à l'autre, avec des surfaces obliques
appliquées l'une contre l'autre, dont l'une est reliée dans le sens axial du piston
(25a-25b) avec celui-ci sous l'action d'une force, tandis que l'autre est fermement
relié au carter de l'engrenage (11 ).
5. Dispositif d'entraînement selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce
que le piston (25a-25b) est relié de manière résistant à la torsion à l'arbre de sortie
(15).
6. Dispositif d'entraînement selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce
qu'un dispositif produisant un signal électrique (30) pouvant être tordu est disposé
devant l'extrémité de l'arbre de sortie (15) opposée à l'axe vertical rotatif (1),
dispositif dont l'arbre d'entraînement (31) est relié par une tige (32) introduite
par un alésage axial du piston (25a-25b) à l'arbre de sortie (15).
7. Dispositif d'entraînement selon une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce
que la vis sans fin (13) est reliée par un accouplement à douilles à l'arbre-moteur
(14) ou à l'arbre de sortie d'un engrenage planétaire disposé entre le moteur (12)
et l'engrenage à vis sans fin (11), la douille (17) de l'accouplement à douilles présentant
à ses extrémités des rainures axiales (17a, 17b) dans lesquelles pénètrent des goupilles
de jonction (18, 19) radiales disposées sur les arbres à accoupler (13, 14).
8. Dispositif d'entraînement selon une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce
que l'arbre-moteur (14) présente un dispositif de blocage qu'on peut actionner électriquement
avec une rondelle (34) en matière ferromagnétique, fixée à l'extrémité de l'arbre-moteur
(14) opposée à l'engrenage à vis sans fin (11), rondelle en face de laquelle se trouve
un aimant permanent (35) coulissant de manière axiale à un petit intervalle prédéterminé
mais relié de manière résistant à la torsion au bâti du moteur (12a), dont la force
d'attraction peut être coupée en mettant en action un bobinage (36) entourant l'aimant
permanent (35) au moyen d'un courant de mise en action commutable en même temps que
le moteur (12).