[0001] Die Erfindung betrifft ein Oberflächen-Reinigungsgerät zum Entstauben von festen
Körpern, insbesondere zum Vorreinigen von Oberflächen vor der Lackierung, wobei das
Gerät eine Blasluftdüse, eine Saugluftdüse und eine Ionisiervorrichtung aufweist,
welche Ionisiervorrichtung mit der Blasluftdüse so in Wirkverbindung steht, dass sie
in dem durch die Düse abgegebenen Luftstrahl Ionen für die Neutralisierung von elektrostatisch
geladenen Staubpartikeln erzeugt.
[0002] Bei der industriellen Lackierung von festen Körpern mit unterschiedlichen Formen
und Abmessungen sind trotz intensiver Vorreinigung und Entstaubung immer wieder in
den Decklackschichten Einschlüsse von Staubpartikeln festzustellen, die zu erheblichen
Nacharbeiten führen können. Solche Verschmutzungen sind im wesentlichen auf eine ungenügende
Reinigung zurückzuführen. Die heutige manuelle Staubentfernung vor dem Lackierprozess
erfolgt in zwei Stufen: Abblasen der zu reinigenden Oberfläche mit Druckluft von ca.
5 Bar und danach Abreiben mit staubbindenden bzw. feuchten Tüchern oder speziellen
Handschuhen. Dabei werden einerseits, infolge des hohen Luftdrucks Staubpartikel aufgewirbelt
und dadurch zum Teil auf den gereinigten Stellen abgesetzt. Es ist daher abwegig,
Flächen ab einer gewissen Grösse mit Druckluft abzublasen. Andererseits bietet das
manuelle Reinigen keine Gewähr, dass alle Bereiche der zu reinigenden Oberfläche erfasst
werden. Durch das ständige abwischen der Oberflächen und die damit verbundene Reibung
wird zusätzlich eine elektrostatische Ladung erzeugt, die Staubpartikel auf den Flächen
haften lässt. Als zusätzlicher Nachteil kommt noch hinzu, dass das Reinigungspersonal
aufgrund des Farbtones der Grundierung, des Primers oder Füllers, die vorhandenen
Staubpartikel visuell nicht erfassen kann.
[0003] In der U.S. Patentschrift 4 454 621 ist ein Reinigungsapparat mit Mitteln zum Blasen
von ionisierter Luft und zum Absaugen von neutralisierten Partikeln beschrieben, der
speziell für das kontinuierliche Reinigen von Bändern ausgelegt ist. Die beschriebene
Anordnung dieses Apparats ist jedoch nicht für das Reinigen von festen Körpern mit
unterschiedlichen Formen und Abmessungen geeignet.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Oberflächen-Reinigungsgerät zu schaffen,
das ein rasches und gründliches Entstauben von unterschiedlichen festen Körpern mit
geringem Arbeitsaufwand ermöglicht und die oben erwähnten Nachteile weitgehend beseitigt.
Diese Aufgabe wird mit einem Oberflächen-Reinigungsgerät mit den Merkmalen gemäss
Anspruch 1 gelöst.
[0005] Das erfindungsgemässe Reinigungsgerät weist im wesentlichen eine Blasluftdüse mit
einem schräg angeordneten linearen Blasschlitz mit einer Spaltweite von höchstens
0,5 mm auf, der mit einer innerhalb der Blasluftdüse vor dem Blasschlitz angeordneten
Ionisiervorrichtung, einer Saugluftdüse mit einem entsprechenden Saugschlitz und einer
als Schikane dienenden Bürste in Wirkverbindung steht und so ausgelegt ist, dass er
einen ebenen ionisierten Luftstrahl in einem Spitzen Winkel auf die zu reinigende
Oberfläche richtet, der diese Fläche kräftig bestreicht, um darauf befindliche Partikel
zu neutralisieren, abzulösen und über den Saugschlitz abzusaugen.
[0006] Die als Schikane dienende Bürste dient zur Berührung mit der zu reinigenden Oberfläche,
zur Abstandshaltung des Geräts von dieser und zur Begrenzung eines Reinigungsspalts,
der den ebenen ionisierten Luftstrahl einschliesst. Diese Bürste begrenzt damit den
ebenen ionisierten Luftstrahl im Reinigungsspalt, wobei das Absaugen von Umgebungsluft
weitgehend vermieden werden kann. Sie wirkt zugleich als Schutzbürste, um jede Beschädigung
der zu reinigenden Oberfläche bzw. des Geräts zu vermeiden. Ferner kann mit dieser
Bürste Adhäsiv- und Schlämmstaub von der zu reinigenden Oberfläche mechanisch abgelöst
werden.
[0007] Die Blasluftdüse wird der gewünschten Geschwindigkeit des ebenen ionisierten Luftstrahls
angepasst und ist vorteilhaft mit inneren Leitflächen versehen, damit die ionisierte
Blasluft gleichmässig verteilt und schräg gerichtet wird und damit keine Turbulenz
im Luftstrahl entsteht. Durch den linearen Blasschlitz mit einer Spaltweite, die unter
0,5 mm liegt und beispielsweise 0,2-0,3 mm beträgt, kann die Blasluft in Form eines
ebenen, sehr dünnen laminaren Luftstrahls über die ganze Schlitzlänge mit einem geringen
Überdruck von weniger als 1 Bar, vorzugsweise unter 0,5 Bar, mit einer relativ kurzen
Strahllänge abgegeben und der zu reinigenden Oberfläche schräg zugeführt werden. Die
Blasluft kann in einem ausserhalb des Reinigungsgeräts befindlichen Ringverdichter
erzeugt und der Blasluftdüse über einen Niederdruckschlauch zugeführt werden, wobei
die Saugluft über einen Absaugschlauch von der Saugluftdüse abgeführt wird.
[0008] Die Abmessungen des Saugschlitzes werden jeweils dem Blasschlitz angepasst und so
ausgelegt, dass die Saugluftdüse eine etwas grössere Saugluftmenge als die abgegebene
Blasluftmenge ohne erheblichen Druckverlust absaugen kann. Die Saugluft wird vorzugsweise
einem Hochleistungsfilter zugeführt, wobei gereinigte Luft der Saugseite des Verdichters
zugeführt und über diesen der Blasluftdüse zurückgeführt wird.
[0009] Die Abmessungen des Blasschlitzes und des Saugschlitzes sind jeweils aufeinander
abgestimmt und können der gewünschten Reinigungsarbeit angepasst werden. Zu diesem
Zweck können die Blasluftdüse und die Saugluftdüse mit Verlängerungsaufsätzen bzw.
mit Mitteln zum Verstellen der Länge des Blasschlitzes und des Saugschlitzes versehen
werden. Die Einstellung der Schlitzlänge kann dabei einzeln oder gemeinsam von Hand
bzw. mit einem Motor erzielt werden. Eine verstellbare Spaltweite kann ferner für
den Blasschlitz bzw. den Saugschlitz durch den Einbau von entsprechenden Feinverstellmitteln
vorgesehen werden.
[0010] Die spezielle erfindungsgemässe Kombination der Blasluftdüse mit dem schräg angeordneten
engen linearen Blasschlitz in Wirkverbindung mit der innerhalb der Blasluftdüse angeordneten
Ionisiervorrichtung ermöglicht die Abgabe eines ebenen ionisierten Luftstrahls, eine
höchst wirksame, rasche und gründliche Reinigung mit diesem ebenen ionisierten Luftstrahl,
der durch die Unterseite des Geräts, die zu reinigende Oberfläche, die als Schikane
dienende Bürste, den Blasschlitz und den Saugschlitz begrenzt ist und diese Fläche
mit hoher Geschwindigkeit und mit minimaler Wirbelbildung bzw. beschränktem Ansaugen
von Umgebungsluft kräftig bestreicht und reinigt.
[0011] Das erfindungsgemässe Reinigungsgerät wird von Hand oder mechanisch den Konturen
des zu reinigenden Objekts nachgefahren. Die auf der Oberfläche haftenden Staubpartikel
werden mit dem ionisierten ebenen Luftstrahl abgelöst und dem Saugschlitz zugeführt,
wobei die abgelösten Staubpartikel unmittelbar durch den Saugschlitz erfasst und entfernt
werden. Das Gerät wird dabei so geführt, dass die Bürste stets in Kontakt mit der
zu reinigenden Oberfläche gehalten wird, um dadurch ihre speziellen Aufgaben als Schikane
zur Abstandshaltung, zur Begrenzung des Reinigungsspalts und zum Vermeiden des Ansaugens
von Umgebungsluft zu erfüllen. Ferner kann Adhäsiv- und Schlämmstaub von der Bürste
erfasst, mechanisch abgelöst und anschliessend abgesaugt werden.
[0012] Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen und der beiliegenden
Zeichnungen erläutert.
[0013] Figur 1 stellt ein erfindungsgemässes tragbares Oberflächen-Reinigungsgerät im Schnitt,
durch eine vertikale Mittelebene, schematisch dar.
[0014] Figur 2 stellt ein erfindungsgemässes industrielles Oberflächen-Reinigungsgerät,
im Schnitt durch eine vertikale Mittelebene, schematisch dar.
[0015] Figur 3 zeigt schematisch eine Teilansicht des Grundrisses des industriellen Reinigungsgeräts
nach Figur 2.
[0016] Das tragbare Reinigungsgerät nach Figur 1 umfasst ein Gehäuse 14 mit einem Handgriff
15 zum Tragen und Führen des Geräts, eine eingebaute Blasluftdüse 1 mit einem schräg
angeordneten, linearen Blasschlitz 2 an der Unterseite des Geräts, eine ebenfalls
im Gerät eingebaute Ionisiervorrichtung 7, die mit der Blasluftdüse 1 in Wirkverbindung
steht, eine Saugluftdüse 3 mit einem Saugschlitz 4, der in einem kurzen Abstand X
vom Blasschlitz 2 an der Unterseite des Geräts angeordnet ist, und eine flache Bürste
5, vorzugsweise eine gezahnte Streifenbürste, die neben dem Saugschlitz 4 angeordnet
ist und in einer Höhe H in bezug auf den Austritt des Blasschlitzes 2 aus der Unterseite
des Geräts herausragt. Die Bürste 5 wird am Gerät durch geeignete, nicht näher gezeigte
Mittel befestigt, die es erlauben, sie auszuwechseln und ihre Höhe H nach Wunsch einzustellen.
[0017] Die Blasluftdüse 1 ist mit einem eingebauten Blasluftkanal 9 verbunden, der einen
Einlass 10 mit einem herausragenden Teil 11 zum Anschluss an einen gestrichelt dargestellten
Blasluftschlauch 16 aufweist, wobei dieser zum Zuführen von Niederdruckluft dient.
Die Saugdüse 3 ist ferner mit einem eingebauten Saugluftkanal 12 verbunden, der einen
Auslass 13 mit einem herausragenden Endteil 17 zum Anschluss an einen gestrichelt
dargestellten Saugluftschlauch 18 aufweist, wobei dieser zum Absaugen der Reinigungsluft
bei einem entsprechenden Unterdruck dient.
[0018] Die Blasluftdüse 1 und der Blasschlitz 2 sind derart bemessen und gestaltet, dass
ein flacher, laminarer Luftstrahl mit hoher Geschwindigkeit durch den Blasschlitz
2 abgegeben wird. Wie aus Figur 1 ersichtlich, ist der Blasschlitz 2 in bezug auf
den Saugschlitz 4 und auf die Unterseite des Geräts schräg angeordnet, so dass er
einen laminaren Luftstrahl in einem kleinen spitzen Winkel auf die zu reinigende Oberfläche
richten kann, die in Berührung mit dem unteren freien Ende der Bürste 5 in der Höhe
H den Reinigungsspalt parallel zur Unterseite des Geräts begrenzen wird.
[0019] Die Arbeitsweise des beschriebenen tragbaren Reinigungsgeräts nach Figur 1 kann wie
folgt erläutert werden:
Das tragbare Reinigungsgerät wird bei Gebrauch am Handgriff 15 getragen und entlang
der zu reinigenden Oberfläche derart geführt, dass das freie Ende der Bürste 5 stets
in Berührung mit dieser Oberfläche gehalten wird. Dabei soll die Bürste 5 senkrecht
zu dieser Oberfläche stehen, sodass die Unterseite des Geräts parallel zu der zu reinigenden
Oberfläche steht. Die Höhe H der Bürste 5 bestimmt somit den gewünschten Abstand zwischen
der Unterseite des tragbaren Geräts und der zu reiningenden Oberfläche und begrenzt
mit dieser einen schmalen Reinigungsspalt, der den vom Blasschlitz 2 abgegebenen laminaren
Lufstrahl einschliesst. Dadurch kann der Luftstrahl mit einer laminaren Strömung von
hoher Geschwindigkeit entlang der zu reinigenden Oberfläche durch den Reinigungsspalt
aufrechterhalten werden, wobei die Bürste 5 diesen Reinigungspalt seitlich begrenzt,
dessen Spaltweite bestimmt und ein unerwünschtes Ansaugen von Umgebungsluft weitgehend
verhindert. Diese laminare Strömung von hoher Geschwindigkeit kann somit die zu reinigende
Oberfläche kräftig bestreichen, darauf befindliche Staubpartikel ablösen bzw. mitreissen,
unmittelbar danach von der Absaugung erfasst und mit den abgelösten Staubpartikeln
abgesaugt werden. Die eingebaute Ionisiervorrichtung 7 erlaubt es, fortlaufend positive
oder negative Ionen im Blasluftstrom zu erzeugen. Somit können auf der zu reinigenden
Oberfläche befindliche, elektrostatisch geladene Partikel durch den ionisierten Blasluftstrom
neutralisiert, abgelöst und entfernt werden.
[0020] Die Blasluftdüse und die Saugdüse des erfindungsgemässen tragbaren Reinigungsgerätes
können eine variable Breite aufweisen, die durch entsprechende mechanische Verstellmittel,
z. B. mit Hilfe von Gelenkarmen und Zahnantrieb entweder von Hand oder mit einem Motor
betätigt werden, um die Breite der beiden Düsen einzeln oder gemeinsam nach Wunsch
einzustellen. Der Blasschlitz bzw. der Saugschlitz dieser Düsen kann ferner mit einstellbaren
Führungslippen oder anderen geeigneten Mitteln ausgerüstet werden, um ihre Spaltbreite
nach Wunsch zu variieren. Zu diesem Zweck kann gegebenenfalls eine mechanische Feinverstellung
der Spaltbreite vorgesehen werden. Ferner kann man am Reinigungsgerät zusätzliche
Bürsten vorsehen, um beispielsweise die laminare Strömung des Luftstrahls seitlich
zu begrenzen, damit eine seitliche Ansaugung von Umgebungsluft vermieden wird.
[0021] Ferner lassen sich dem erfindungsgemässen tragbaren Reinigungsgerät Sensoren und
Anzeigemittel zuordnen, um beispielsweise eine Anzeige des Gegendrucks an der Bürste,
eine Luftdruckanzeige zwecks Optimierung des Blasluft-Saugluft-Haushalts oder eine
Anzeige der positven oder negativen Ladung an der Oberfläche zu erlauben.
[0022] Verschiedene Werkstoffe können zur Herstellung des erfindungsgemässen Reinigungsgeräts
verwendet werden. Zu diesem Zweck können verschiedene Kunststoffe vorteilhaft verwendet
werden, um unter anderem das Gewicht des Geräts möglichst herabzusetzen. Es können
ferner verschiedene Teile des Geräts aus jedem geeigneten Metall hergestellt werden.
[0023] Das tragbare Reingungsgerät gemäss der Erfindung weist zahlreiche Vorteile auf, beispielsweise
eine einfache Handhabung, vielseitige Verwendungsmöglichkeiten mit relativ geringen
Anschaffungskosten, minimales Gewicht und sehr geringen Platzbedarf. Es erlaubt ferner
eine bedeutende Vereinfachung und Arbeitsersparnis bei der Reinigungsarbeit unter
Vermeidung der erwähnten Nacharbeiten bei der Lackierung. Es ist dabei auch besonders
umweltfreundlich.
[0024] Das industrielle Oberflächen-Reinigungsgerät nach Figur 2 und 3 umfasst eine Verbindung
20 mit einem Aufnahmezentrum 21 zum Lagern und Drehen des Geräts. Das industrielle
Reinigungsgerät nach Figur 2 umfasst eine eingebaute Blasluftdüse 1 mit einem schräg
angeordneten Blasschlitz 2 an der Unterseite des Geräts, eine Ionisiervorrichtung
7, die mit der Blasluftdüse 1 in Wirkverbindung steht, eine zweiteilige gezahnte Streifenbürste
25, die im Abstand Z und Z₁ zur Blasluftdüse 1 steht, in der Mitte geteilt und versetzt
ist und eine schräg angeordnete Saugluftdüse 3 mit einem Saugschlitz 4, der in einem
kurzen Abstand X von der Streifenbürste 25 steht, wobei diese vor der Saugluftdüse
3 mit einer Höhe H in bezug auf die Eintrittskante des Saugschlitzes 4 aus der Unterseite
des Geräts herausragt. Die Streifenbürste 25 wird am Gerät durch geeignete, nicht
näher gezeigte Mittel befestigt, die es erlauben, ihr einerseits eine oszillierende
Bewegung zu erteilen und andererseits sie auszuwechseln und ihre Höhe H nach Wunsch
einzustellen.
[0025] Die Blasluftdüse 1 ist mit einem angebauten Blasluftkanal 29 verbunden, der einen
Einlass 30 mit einem herausragenden Teil 31 zum Anschluss an einen gestrichelt dargestellten
Blasluftschlauch 16 aufweist, wobei dieser zum Zuführen von Druckluft dient. Die Saugdüse
3 ist ferner mit einem angebauten Saugluftkanal 32 verbunden, der mit Anschluss-Stutzen
33 verbunden ist, die zu einem Zentralrohr 34 führen. Dieses Rohr 34 weist einen Auslass
35 mit einem herausragenden Endteil 36 für den Anschluss an einen gestrichelt dargestellten
Saugluftschlauch 18 auf, wobei dieser zum Absaugen der Reinigungsluft bei einem entsprechenden
Unterdruck dient.
[0026] Die Blasluftdüse 1 und der Blasschlitz 2 sind derart bemessen und gestaltet, dass
ein flacher, laminarer Luftstrahl mit hoher Geschwindigkeit, entsprechendem Druck
und geeigneter Reichweite durch den Blasschlitz 2 abgegeben wird. Wie aus Figur 2
ersichtlich, ist der Blasschlitz 2 schräg angeordnet, so dass er den laminaren Luftstrahl
mit dem hierfür geeigneten spitzen Winkel auf die zu reinigende Oberfläche richten
kann.
[0027] Die Arbeitsweise des beschriebenen industriellen Reinigungsgeräts nach Figur 2 und
3 kann wie folgt erläutert werden:
Das industrielle Reinigungsgerät wird zum Gebrauch an den Aufnahmezentren 20 rechts
und links in der Maschine schwenkbar gelagert und mittels Stellgliedern der zu reinigenden
Oberfläche derart nachgeführt, dass das freie Ende der Streifenbürste 25 stets in
Berührung mit dieser Oberfläche gehalten wird. Die Höhe H der Streifenbürste 25 bestimmt
somit den gewünschten Abstand zwischen der Unterseite des industriellen Reinigungsgeräts
und der zu reinigenden Oberfläche und begrenzt mit dieser den Reinigungsspalt, der
den vom Blasschlitz 2 abgegebenen laminaren Lufstrahl einschliesst. Dadurch kann der
Luftstrahl mit einer laminaren Strömung von hoher Geschwindigkeit der zu reinigenden
Oberfläche entlang durch den Reinigungs-Spalt aufrechterhalten werden, wobei die Streifenbürste
25 diesen Spalt begrenzt, dessen Spaltweite bestimmt und ein unerwünschtes vorzeitiges
Absaugen des laminaren Luftstrahles verhindert. Die laminare Strömung mit entsprechender
Geschwindigkeit kann die zu reinigende Oberfläche somit kräftig bestreichen, darauf
befindliche Staubpartikel ablösen und zwischen der Streifenbürste 25 hindurch von
der Absaugung zusammen mit den Staubpartikeln erfasst und abgesaugt werden. Die Ionisiervorrichtung
7 erzeugt fortlaufend Ionen im laminaren Luftstrom, damit auf der zu reinigenden Oberfläche
befindliche, elektrostatisch geladene Partikel durch den Luftstrom neutralisiert,
abgelöst und entfernt werden.
[0028] Der Blasschlitz bzw. Saugschlitz der Blasluftdüse bzw. Saugluftdüse kann ferner mit
einstellbaren Führungslippen oder anderen geeigneten Mitteln ausgerüstet werden, um
ihre Spaltweite nach Wunsch zu variieren. Zu diesem Zweck lässt sich gegebenenfalls
eine mechanische Feinverstellung der Spaltweite vorsehen. Die mit der Blasluftdüse
in Wirkverbindung vorgesehene Ionisiervorrichtung kann an bzw. in der Blasluftdüse
montiert werden, um eine ausreichende Ionisierung bei geringem Platzbedarf zu erzielen.
[0029] Ferner können dem industriellen Oberflächen-Reingungsgerät zusätzliche Streifenbürsten
zugeordnet werden, um beispielsweise die laminare Strömung des Luftstrahls seitlich
vollständig zu begrenzen und ein Absaugen von Umgebungsluft von allen Seiten her zu
unterbinden.
[0030] Ferner können dem erfindungsgemässen industriellen Oberflächen-Reinigungsgerät Sensoren
und Anzeigemittel zugeordnet werden, um beispielsweise eine Anzeige des Gegendrucks
an der Bürste, eine Luftdruckanzeige zwecks Optimierung des Blasluft-Saugluft-Haushalts
oder eine Anzeige der positiven oder negativen Ladung an der Oberfläche zu erlauben.
[0031] Das industrielle Oberflächen-Reingungsgerät gemäss der Erfindung weist verschiedene
Vorteile auf, beispielsweise eine mechanische oder automatisierte Handhabung, eine
genau definierte Flächenbestreichung, vielseitige Verwendungsmöglichkeiten in automatischen
Produktionsabläufen vor der Weiterverarbeitung der Produkte, Umwelfreundlichkeit,
Sicherheit am Arbeitsplatz, die Möglichkeit für den Einbau in bestehende Produktionslinien
und die Verwendung als autonom arbeitendes System.
[0032] Der erfindungsgemäss vorgesehene, schräg angeordnete lineare Blasschlitz der Blasluftdüse
wird mit einem spitzen Anstellwinkel von z. B. 25° bis 60° auf die zu reinigende Oberfläche
gerichtet damit eine laminare Strömung des vom Blasschlitz abgegebenen Luftstrahls
an der zu reinigenden Oberfläche gewährleistet werden kann. Zu diesem Zweck ist der
Blasschlitz in einem entsprechenden Winkel mit der Unterseite des Geräts und mit der
Mittelebene des Saugschlitzes angeordnet und entprechend bemessen. Die laminare Strömung
wird ferner durch die Höhe der Schikane bzw. der Streifenbürste gewährleistet, indem
diese zwischen dem Blasschlitz bzw. der Unterseite des Geräts und der zu reinigenden
Oberfläche einen möglichst engen Reinigungsspalt begrenzt. Die Spalthöhe bzw. der
Abstand des Blasschlitz-Austritts von der zu reinigenden Oberfläche wird durch die
Schikane bzw. Bürste eingehalten und wird vorteilhafterweise mindestens 2 mm betragen
um eine Berührung des Geräts mit dieser Oberfläche zu vermeiden. Dieser Abstand wird
vorzugsweise 5 bis 10 mm betragen, wobei er auch gegebenenfalls auf 20 bis 30 mm erhöht
werden kann.
1. Oberflächen-Reinigungsgerät zum Entstauben von festen Körpern, insbesondere zum Vorreinigen
von Oberflächen vor der Lackierung, wobei das Gerät eine Blasluftdüse, eine Saugluftdüse
und eine Ionisiervorrichtung aufweist, welche Ionisiervorrichtung (7) mit der Blasluftdüse
(1) so in Wirkverbindung steht, dass sie in dem durch die Blasluftdüse abgegebenen
Luftstrahl Ionen für die Neutralisierung von elektrostatisch geladenen Staubpartikeln
erzeugt, dadurch gekennzeichnet:
(a) dass die Ionisiervorrichtung (7) innerhalb der Blasluftdüse (1) in Strömungsrichtung
vor einem linearen Blasschlitz (2) der Düse angeordnet ist, welcher Blasschlitz (2)
eine Spaltweite von höchstens 0,5 mm aufweist und an der Unterseite des Geräts im
Abstand von einem Saugschlitz (4) der Saugluftdüse (3) steht, dass die Blasluftdüse
und der Blasschlitz insgesamt so bemessen und angeordnet sind, dass sie einen flachen
laminaren Luftstrahl ionisierter Luft schräg zu einer zu reinigenden Oberfläche in
Richtung zum Saugschlitz abgeben können, dass der lineare Saugschlitz (4) in kurzem
Abstand (X) vor dem Blasschlitz (2) so angeordnet ist, dass der laminare Luftstrahl
die zu reinigende Oberfläche mit einer laminaren Strömung von hoher Geschwindigkeit
kräftig bestreichen kann, um darauf befindliche Staubpartikel abzulösen und anschliessend
durch den Saugschlitz (4) der Saugluftdüse (3) abzusaugen und
(b) dass mindestens eine Schikane (5; 25) vorzugsweise in Form einer Bürste in Wirkverbindung
mit dem Saugschlitz (4) vorgesehen ist und in bezug auf diesen mit einer vorbestimmten
Höhe (H) aus dem Gerät herausragt und dazu dient, den gewünschten Abstand des Geräts
von der zu reinigenden Oberfläche einzuhalten, um damit einen kurzen, schmalen Spalt
für den genannten laminaren Luftstrahl zu begrenzen und dabei das Ansaugen von Umgebungsluft
weitgehend zu vermeiden.
2. Reinigungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schikane (5; 25)
aus einer flachen Bürste mit verstellbarer Höhe (H) besteht.
3. Reinigungsgerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Gehäuse (14) mit einem Handgriff
(15), in welchen einerseits die Blasluftdüse (1) mit der Ionisiervorrichtung (7) in
Verbindung mit einem eingebauten Blasluftkanal (9) mit Mitteln (10, 11) zum Anschliessen
eines Schlauchs für die Zufuhr von Niederdruckluft und andererseits die Saugluftdüse
(3) in Verbindung mit einem eingebauten Ansaugkanal (12) mit Mitteln (13, 14) zum
Anschliessen eines weiteren Schlauchs zum Abführen der Absaugluft nebeneinander eingebaut
sind.
1. Surface cleaning appliance for the removal of dust from solid objects, in particular
for pre-cleaning surfaces prior to painting, the appliance having a blowing air nozzle,
a suction air nozzle and an ionizing device, said ionizing device (7) being operatively
associated with the blowing air nozzle (1) so that it generates ions in the jet of
air given off by the blowing air nozzle for the neutralization of electrostatically
charged dust particles, characterized in that:
(a) the ionizing device (7) is disposed within the blowing air nozzle (1) upstream
from a linear blowing slot (2) of the nozzle, said blowing slot (2) having a maximum
clearance of 0.5 mm and being disposed on the underside of the appliance at a distance
from a suction slot (4) of the suction air nozzle (3), that the blowing air nozzle
and the blowing slot are together so dimensioned and disposed that they are able to
deliver a flat, laminar jet of ionized air obliquely to a surface to be cleaned in
the direction of the suction slot, that the linear suction slot (4) is so disposed
at a short distance (X) in front of the blowing slot (2), that the laminar air jet
is able to vigorously sweep the surface to be cleaned with a laminar flow of high
velocity in order to detach dust particles present thereon and then to suck these
in through the suction slot (4) of the suction air nozzle (3) and
(b) that at least one baffle (5, 25) is provided, preferably in the form of a brush
operatively associated with the suction slot (4) and projecting in respect thereto
with a predetermined height (H) from the appliance and serving to maintain the desired
distance between the appliance and the surface to be cleaned in order thereby to define
a short, narrow gap for the said laminar jet of air and thereby substantially to prevent
the suction of surrounding air.
2. Cleaning appliance according to Claim 1, characterized in that the baffle (5, 25)
consists of a flat brush of adjustable height (H).
3. Cleaning appliance according to Claim 1, characterized by a housing (14) with a handle
(15) in which on the one hand the blowing air nozzle (1) with the ionizing device
(7) in conjunction with an incorporated blowing air channel (9) with means (10, 11)
for connecting a hose for the supply of low-pressure air and, on the other hand, the
suction air nozzle (3) in conjunction with an incorporated suction channel (12) with
means (13, 14) for connecting another hose for withdrawing suction air are incorporated
side-by-side.
1. Appareil de nettoyage de surface pour le dépoussiérage de corps solides, notamment
pour le prénettoyage de surfaces avant la peinture, l'appareil comportant une buse
d'air de soufflage, une buse d'air aspiré et un dispositif d'ionisation, ce dispositif
d'ionisation (7) étant associé à la buse d'air de soufflage de manière qu'il produise
des ions dans le jet d'air délivré par la buse d'air de soufflage pour la neutralisation
de particules de poussière chargées électrostatiquement, caractérisé par le fait:
(a) que le dispositif d'ionisation (7) est disposé à l'intérieur de la buse d'air
de soufflage (1) et en amont d'une fente de soufflage linéaire (2) de la buse, laquelle
fente de soufflage (2) présente un écartement d'au plus 0,5 mm et est située sur la
face inférieure de l'appareil à une distance d'une fente d'aspiration (4) de la buse
d'air aspiré (3), que la buse d'air de soufflage et la fente de soufflage sont dimensionnées
et disposées le tout de manière qu'elles puissent délivrer un jet laminaire plat d'air
ionisé, obliquement sur une surface à nettoyer et en direction de la fente d'aspiration,
que la fente d'aspiration linéaire (4) est disposée à une faible distance (X) devant
la fente de soufflage (2) de telle manière que le jet d'air laminaire puisse balayer
vigoureusement la surface à nettoyer avec un écoulement laminaire à haute vitesse
afin de détacher des particules y présentes et de les aspirer ensuite par la fente
d'aspiration (4) de la buse d'air aspiré (3) et
(b) qu'au moins une chicane (5; 25), de préférence sous forme d'une brosse, est prévue
et associée à la fente d'aspiration (4) en faisant saillie de l'appareil avec une
hauteur prédéterminée (H) par rapport à celle-ci et sert à assurer l'écart désiré
entre l'appareil et la surface à nettoyer, afin de délimiter ainsi une fente courte
étroite pour ledit jet d'air laminaire et à la fois d'éviter dans une large mesure
l'aspiration d'air ambiant.
2. Appareil de nettoyage selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la chicane
(5; 25) est une brosse plate à hauteur réglable (H).
3. Appareil de nettoyage selon la revendication 1, caractérisé par un boîtier (14) avec
une poignée (15) dans lesquels sont incorporées et juxtaposées d'une part la buse
d'air de soufflage (1) avec le dispositif d'ionisation (7) conjointement avec un canal
d'air de soufflage incorporé (9) avec des moyens (10, 11) de raccordement d'un tuyau
flexible d'amenée d'air à basse pression et d'autre part la buse d'air aspiré (3)
conjointement avec un canal d'aspiration incorporé (12) avec des moyens de raccordement
(13, 14) d'un autre tuyau flexible pour l'évacuation de l'air aspiré.