[0001] Die Erfindung betrifft eine Bauplatte, bestehend aus zwei kammförmig gefalteten und
zueinander um eine halbe Teilung versetzten Außenplatten, wobei die Faltstege die
Abstandhalter bilden, und die Stirnseiten der Außenplatten abschließenden, senkrecht
zu den Faltkanälen angeordneten Endträgern.
[0002] Bauplatten, bestimmt zum Verbauen von Gräben sind mit den vorgenannten Merkmalen
bekannt aus der DE-PS 25 16 308. Hierbei ist jeweils die Vorderkante des Faltsteges
durch eine Längsschweißnaht mit der zugeordneten gegenüberliegenden Außenplatte verbunden.
Eine solche Bauart erfordert einen relativ hohen Aufwand an Schweißarbeiten, die sehr
personal- und zeitintensiv sind. Darüber hinaus wird die Bauplatte durch die große
Anzahl Schweißnähte auch thermisch stark beansprucht.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Verwendung der Erkenntnisse aus dem
oben genannten Stand der Technik eine Bauplatte zu schaffen, die erheblich weniger
Schweißarbeit erfordert und sich relativ leicht herstellen läßt.
[0004] Die Lösung der gestellten Aufgabe ergibt sich gemäß der Erfindung aus den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruches 1. Bei dieser Ausführung wird nur noch ein Bruchteil der
bisher erforderlichen Schweißnähte benötigt, während die Plattenteile im übrigen im
wesentlichen formschlüssig miteinander verbunden sind. In Verbindung mit den an die
Außenplatten angeschweißten Endträgern ergibt sich eine ausgezeichnete Festigkeit
und Steifigkeit der Bauplatte.
[0005] Die Bauplatte nach der Erfindung kann aus Stahl, Leichtmetall oder Kunststoff bestehen
und je nach ihren Abmessungen und ihrer Werkstoffbeschaffenheit für verschiedene Baumaßnahmen
Verwendung finden. Sie kann auch eine Füllung, z.B. mit geschäumtem Werkstoff oder
Beton oder auch eine Bewehrung aufweisen. Sie kann auch in bekannter Weise mit Installationsleitungen
versehen sein und z.B. als Bauplatte für Gebäude dienen, die in Katastrophengebieten
rasch errichtet werden müssen.
[0006] Nachstehend ist die erfindungsgemäße Bauplatte anhand der Zeichnung schematisch näher
erläutert. Es zeigen:
Fig.1 eine perspektivische Ansicht der Bauplatte und
Fig.2 einen schematischen Querschnitt.
[0007] Wie die Zeichnung erkennen läßt, besteht die erfindungsgemäße Bauplatte aus lotrechten
Führungsköpfen 1, z.B. in der Form von C-Profilträgern und mit diesen durch Schweißung,
Klebung oder dgl. verbundenen Außenplatten 2,3 mit daran angeschweißten oberen und
unteren Endträgern 4,5.
[0008] Die Außenplatten bestehen aus dünnem, plattenförmigen Material, z.B. Blech, das kammförmig
so gefaltet ist, daß in regelmäßiger Teilung Faltstege 6 gebildet sind, deren Höhe
der Dicke der vorgesehenen Bauplatte entspricht. Die von den Faltstegen gebildeten
Faltkanäle werden durch die Endträger 4,5 abgeschlossen. Die Außenplatten sind gegeneinander
gestellt und um eine halbe Teilung der Faltstege gegeneinander versetzt angeordnet.
Die Stege haben durch ihre Faltung die doppelte Wandstärke der Außenplatten 2,3.
[0009] Jeweils in der Mitte zwischen zwei benachbarten Faltstegen 6 sind in den Außenplatten
parallel zu den Faltstegen 6 jeweils eine Sicke 7 mit M-förmigem Querschnitt angeordnet,
deren mittlere Vertiefung 8 die Vorderkante 9 des Faltsteges 6 einer gegenüberstehenden
Außenplatte 2 oder 3 aufzunehmen vermag. Die Faltstege 6 und die Sicken 7 sind jeweils
gegeneinander um eine halbe Teilung versetzt angeordnet.
[0010] Die Faltung der Außenplatten 2,3, das formschlüssige Ineinanderstecken der Faltstege
6 und Sicken 7 sowie die Verbindung der Außenplatten 2,3 mit den Endträgern 4,5 mittels
Schweißung oder Klebung ermöglichen ein Minimum an Schweißarbeit und eine im übrigen
starke Bauplatte.
[0011] Die Faltstege 6 können auch in bekannter Weise Ausnehmungen zur Aufnahme von Verstärkungsrohren
oder -trägern haben. Ferner können zwischen den Außenplatten 2,3 eine Bewehrung und/oder
ein z.B. geschäumter Füllstoff, ggf. auch Installationsleitungen vorgesehen sein.
Die Faltkanäle können lotrecht oder waagerecht angeordnet sein.
[0012] Die Führungsköpfe 1, mit denen die Bauplatte an einer Stütze oder benachbarten Platte
geführt sein kann, können auch entfallen oder ggf. durch andere Verbindungsmittel
ersetzt sein.
[0013] Anstelle der doppelwandigen Faltstege können auch nebeneinanderstehende Einzelstege
vorgesehen sein, die nicht, lösbar oder unlösbar miteinander verbunden sind und in
die Sicke 7 der gegenüberliegenden Außenplatte eingreifen.
1. Bauplatte, bestehend aus zwei kammförmig gefalteten und zueinander um eine halbe
Teilung versetzten Außenplatten, wobei die Faltstege die Abstandhalter bilden, und
die Stirnseiten der Außenplatten abschließenden, senkrecht zu den Faltkanälen angeordneten
Endträgern,
dadurch gekennzeichnet,
daßjede Außenplatte (2,3) jeweils um eine halbe Teilung zu den Faltstegen (6) versetzt
eine hierzu parallele, im Querschnitt M-förmige Sicke (7) zur Aufnahme der Vorderkante
(8) eines Faltsteges (6) der benachbarten Außenplatte (3,2) aufweist.
2. Bauplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenplatten (2,3) aus
Stahl- oder Leichtmetallblech bestehen.
3. Bauplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenplatten (2,3) aus
Kunststoff bestehen.
4. Bauplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den Außenplatten (2,3) eine Bewehrung und/oder eine Füllung mit einem Füllstoff vorgesehen
ist.
5. Bauplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daßjede Außenplatte
(2,3) aus Teilstücken zusammengesetzt. ist und diese fest oder lösbar miteinander
verbunden sind.