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(11) |
EP 0 218 965 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.12.1990 Patentblatt 1990/49 |
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Anmeldetag: 25.09.1986 |
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Motorgetriebenes Müllsammelfahrzeug
Motor-driven refuse vehicle
Véhicule à ordures automobile
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
02.10.1985 DE 3535189
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.04.1987 Patentblatt 1987/17 |
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Patentinhaber: EDELHOFF M.S.T.S. GMBH |
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D-58640 Iserlohn (DE) |
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Erfinder: |
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- Edelhoff, Gustav Dieter
D-5860 Iserlohn (DE)
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Vertreter: Gossel, Hans K., Dipl.-Ing. et al |
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Lorenz-Seidler-Gossel
Widenmayerstrasse 23 80538 München 80538 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 163 859 DE-A- 2 455 791 FR-A- 2 461 664
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DE-A- 2 454 859 DE-A- 3 327 365 FR-A- 2 578 519
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein motorgetriebenes Müllsammelfahrzeug mit mindestens einem
als Wechselbehälter mit lösbaren Kupplungen ausgebildeten Containern zur Aufnahme
des Mülls,
mit einem mit einer Einschüttöffnung versehenen Schüttraum,
mit einer Hubeinrichtung zum Aufnehmen der zu entleerenden Müllbehälter, zu deren
Transportieren in deren Entleerungsstellung oberhalb der Einschüttöffnung und zu deren
Absetzen und
mit mindestens einem als Wechselbehälter mit lösbaren Kupplungen ausgebildeten Container
zur Aufnahme des Mülls,
mit einer Hubvorrichtung zum Aufnehmen der zu entleerenden Müllgroßbehälter, zu deren
Transportieren in deren Entleerungsstellung oberhalb der Einschüttöffnung und zu deren
Absetzen,
mit einer Förder- und Preßeinrichtung zum Transportieren des in die Einfüllöffnung
entleerten Mülls in den Container durch dessen mit einer Verschlußeinrichtung versehene
Einfüllöffnung und
mit einem Stützrahmen oberhalb oder im Bereich der Einschüttöffnung für aufrecht stehend
auf diesen abgesetzte Müllgroßbehälter, die zu ihrer Entleerung mit einem geteilten
boden, dessen Hälften voneinander weg in die Öffnungsstellung und aufeinander zu in
die Schließstellung bewegbar sind (siehe z.B. FR-A-2,461,664).
[0002] Ein aus der nicht vorveröffentlichten DE-OS 3,420,058 bekanntes Müllsammelfahrzeug
ist mit einer Hubkippvorrichtung versehen, die einen um eine Querachse des Chassis
schwenkbaren Hubraum aufweist, der an seinem freien Ende eine zu der Querachse parallele
Grundschiene trägt, die zwischen ihrem Aufnahmebereich etwa unterhalb und vor dem
Führerhaus und ihrem Schüttbereich oberhalb und hinter dem Führerhaus schwenkbar und
mit ausfahrbaren und/oder ausschwenkbaren Einrichtungen zum Ergreifen von oder Ankuppeln
an bereitgestellte Müllbehälter versehen ist. Mit diesem bekannten Müllsammelfahrzeug
lassen sich übliche Haushaltsmüllbehälter oder aber auch größere 1,1 m -Müllbehälter
erfassen und durch Verschwenken über das Führerhaus hinweg über Kopf in die Einschüttöffnung
entleeren. Mit dem bekannten Müllsammelfahrzeug läßt sich somit die Hausmüllabfuhr
wesentlich vereinfachen und rationalisieren.
[0003] Es besteht jedoch ein Bedürfnis, auch größere Müllbehälter und Müllgroßbehälter,
die ein Volumen von 2 bis 5 m aufweisen können, in ähnlich einfacher Weise in Müllsammelfahrzeuge
entleeren zu können.
[0004] Bereits aus der FR-A-2,461,664 ist ein gattungsgemäßes Müllsammelfahrzeug vorbekannt,
bei dem ein Müllbehälterzwei um ca. in der vertikalen Mittelebene liegende Querachsen
gelagerte Bodenhälften aufweist. An den Bodenhälften sind jeweils seitlich Rollen
vorgesehen, die beim Aufsetzen des Müllbehälters auf die fahrzeugseitige Einschüttöffnung
in entsprechenden Profilen eines Stützrahmens laufen. Bei diesem vorbekannten Stand
der Technik öffnen sich die beiden Bodenhälften aufgrund des Eigengewichts des Müllbehälters,
in dem die zuvor genannten Rollen entlang des Stützrahmens auseinanderlaufen und die
Bodenhälften um die zuvor genannten Querachsen aufgeschwenkt werden. Nach diesem Stand
der Technik wird der Behälter also zwangsweise beim Aufsetzen auf die Einschüttöffnung
aufgrund seines Eigengewichts geöffnet. Dieser nur aufgrund des Eigengewichts wirkende
Öffnungs- und Verschlußmechanismus gewährleistet aber nicht, daß der Müllbehälter
genau dann geöffnet wird, wenn es gewünscht wird, sondern führt immer dann, wenn der
Müllbehälter auf der Einschüttöffnung abgesetzt wird, zum automatischen Öffnen. Darüber
hinaus sind an den Müllbehältern die jeweiligen Laufrollen zusätzlich anzubringen,
was den jeweiligen Müllbehälter verteuert.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein gattungsgemäßes Müllsammelfahrzeug derart
weiterzubilden, daß der bereitgestellte Müllgroßbehälter sich einfach in die Einschüttöffnung
entleeren und wieder absetzen läßt, wobei ein funktionssicheres Öffnen und Schließen
der Müllgroßbehälter gewährleistet sein soll.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dardurch gelöst, daß auf dem Stützrahmen Klauen,
Zapfen oder dergleichen verschieblich gefuhrt sind lungsteil zum formschlüssigen Eingriff
der Klauen, Zapfen oder dergleichen versehen ist, und daß letztere derart mit einem
Antrieb versehen sind, daß sie zwangsweise den Bodenhälften die Öffnungs- und Schließbewegungen
erteilen. Bei dem erfindungsgemäßen Müllsammelfahrzeug bildet dieses mit dem diesem
angepaßten Müllgroßbehälter ein besonders vorteilhaftes System zur Einsammlung von
in größeren Mengen anfallendem Müll in Müllgroßbehälter und zur rationellen Abfuhr
dieses Mülls durch Entleeren in mit Containern versehene Müllsammelfahrzeuge. Damit
schafft das erfindungsgemäße Müllsammelfahrzeug mit dem diesem angepaßten Müllgroßbehälter
eine Erweiterung des aus der DE-OS 3,420,058 bekannten wirtschaftlichen Müllsammelsystems
auf Müllgroßbehälter, also nach oben hin. Auch das erfindungsgemäße Müllsammelfahrzeug
läßt sich so ausbilden, daß der Fahrer mit der Greif- oder Kupplungseinrichtung der
Hubvorrichtung den bereitgestellten Müllgroßbehälter automatisch aufnehmen, entleeren
und wieder absetzen kann, so daß auch mit dem erfindungsgemäßen Müllsammelfahrzeug
ein Einmannbetrieb möglich ist.
[0007] Vorzugsweise besteht der Großbehälter aus zwei schalen- oder wannenförmigen Behälterhälften,
die um eine gemeinsame in deren vertikaler Mittelebene liegende Querachse an ihren
oberen, innenliegenden Kantenbereichen schwenkbar gelagert sind, wobei mindestens
eine Behälterhälfte mit die Seitenwand der anderen Behälterhälfte derart überlappenden
Fortsätzen ihrer Seitenwandungen versehen ist, daß sich bei der öffnenden Aufklappbewegung
im wesentlichen kein Spalt zwischen den Seitenwänden bildet, wobei auf der Querachse
mindestens ein mindestens eine Behälterhälfte oben verschließender Einfüllklappendeckel
gelagert ist und wobei Federn oder entsprechende Mittel vorgesehen sind, die die Behälterhälften
in ihrer Schließstellung halten. Bei bekannten Müllgroßbehältern dient üblicherweise
die Einfüllöffnung auch der Entleerung, so daß diese sehr groß gehalten und mit großen
Deckeln verschlossen werden müssen, die sich von dem Benutzer nur schwer und umständlich
handhaben lassen. Der erfindungsgemäße Müllgroßbehälter trägt dem Umstand Rechnung,
daß die Handhabung für den Benutzer erleichtert ist, wenn lediglich kleinere, durch
leichtere Klappdeckel verschlossene Einfüllöffnungen vorhanden sind und dennoch gewährleistet
ist, daß sich dieser mit großem Öffnungsquerschnitt rasch und sicher entleeren läßt,
da die Entleerungsöffnung deutlich größer als die Einfüllöffnung ist.
[0008] Zweckmäßigerweise laufen die die Behälterhälften unten abschließenden Bodenbleche
oder -platten in der Schließstellung schräg unter Bildung eines innenliegenden stumpfen
Winkels aufeinander zu, wobei mit den Behälterhälften abgewinkelte Stützbügel verbunden
sind, deren in der Schließstellung in einer Ebene liegenden unteren Schenkel die Stützfüße
bilden. Die schräg aufeinander zu laufenden Bodenbleche gewährleisten, daß beim Aufklappen
der schalenförmigen Behälterhälften der Müll ohne zusätzliche Rüttelbewegungen schnell
und einfach austreten kann, weil die Bodenbleche schräge Rutschen bilden.
[0009] Das zwangsweise Öffnen und Schließen der Behälterhälften läßt sich in einfacher Weise
dadurch bewirken, daß an den Stützrahmen Zapfen geführt sind, die in entsprechende
Bohrungen der durch die Schenkel gebildeten Stützfüße greifen.
[0010] Zweckmäßigerweise ist die Einfüllöffnung des Sammelfahrzeugs seitlich von Platten
eingefaßt, so daß auch während des Entleerens gewährleistet ist, daß ein Ausstreuen
von Müll durch Verblasen unter Windeinfluß nicht erfolgen kann.
[0011] Zweckmäßigerweise bewegen sich die Klauen, Zapfen o. dgl. auf einer Kreisbahn, die
durch deren Schwenkradius um die Behälterquerachse bestimmt ist. Bei dieser Ausgestaltung
stützen die Klauen oder Zapfen den Behälter auch während des Entleervorgangs, ohne
daß die an die Hubeinrichtung angekuppelte Querachse eine Bewegung ausführt.
[0012] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Hubeinrichtung aus
einem drehbar gelagerten kranartigen Ausleger mit Greifbügel besteht, der derart mit
einer Steuereinrichtung versehen ist, daß zumindest nach dem Ankuppeln des Müllgroßbehälters
die Hub- und Aufsetzbewegungen auf die Klauen, Zapfen o.dgl. und die anschließende
Absetzbewegung automatisch ausgeführt werden. Die Automatik kann als Steuereinheit
einen Computer besitzen, in dem die Koordinaten der Greif- oder Kupplungseinrichtung
der Hubvorrichtung derart gespeichert sind, daß diese nach dem Ankuppeln des Müllgroßbehälters
die Hub- und Aufsetzbewegung auf die Einfüllöffnung und die anschließende Absetzbewegung
ohne Eingriff des Fahrers automatisch steuert.
[0013] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert. In dieser zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht des Müllsammelfahrzeugs mit zwei Stellungen der Hubkippvorrichtung,
und zwar in gestrichelten Linien die Stellung, in der diese an einen vor dem Müllsammelfahrzeug
stehenden Müllgroßbehälter ankuppelt ist, und in ausgezogenen Linien die Stellung,
in der der Müllgroßbehälter auf den Stützrahmen der Einfüllöffnung abgesetzt ist,
und
Fig. 2 eine Vorderansicht des Müllsammelfahrzeugs nach Fig. 1 mit auf die Einfüllöffnung
abgesetztem Müllgroßbehälter und
Fig. 3 eine Draufsicht mit Darstellung des Aktionsraumes, der einem Kreissegment von
mehr als 270° entspricht und somit das Aufund Absetzen von Müllgroßbehältern sowohl
frontal vor dem Fahrer als auch beidseitig nach hinten ermöglicht.
[0014] Das Müllsammelfahrzeug des Wechselbehälter-Müllsammelsystems besteht aus einem LKW-Chassis
mit kurzem Radstand, um dem Fahrzeug beim Einsammeln von Müll eine gute Wendigkeit
zu verleihen. Das Führerhaus 1 ist vor der Vorderachse 2 an dem Grundrahmen 3 des
Chassis tiefliegend befestigt, so daß es mit seiner Unterkante bis in den Bereich
der Ebene der Radachsen oder noch tiefer ragt und dem Fahrer eine gute Sicht auf neben
der Straße stehende Müllbehälter gewährt.
[0015] Zweckmäßigerweise hat das LKW-Chassis zwei gelenkte Vorderachsen, um eine optimale
Achslastverteilung zu erhalten.
[0016] Auf dem Chassis ist mit dem Fahrzeugrahmen 3 die Schütteinheit 4 derart angeordnet,
daß diese zwischen dem Führerhaus 1 und dem Container 5 angeordnet ist.
[0017] Die Schütteinheit 4 besteht aus dem Schüttraum 4A mit der oberhalb von diesem befindlichen
Einschüttöffnung 6 und der Förder- und Preßeinrichtung 7. Die Container 5 sind mit
dem Chassis verriegelbar, wobei das Chassis zusätzlich mit einem Kipprahmen versehen
sein kann, um die Container, die mit einem hinteren Klappdeckel versehen sein können,
bedarfsweise auch durch Kippen entleeren zu können. An ihrer vorderen Seite weisen
die Container durch Schieber oder Klappen verschließbare Einfüllöffnungen auf, die
sich in Höhe des Schüttraums 5 befinden. Der in den Schüttraum 4A entleerte Müll wird
mittels der Förder- und Preßeinrichtung 7 durch die Einfüllöffnung in die Container
5 gefördert und verdichtet.
[0018] Oberhalb der Einschüttöffnung 6 ist eine Stützkonstruktion 8 für die auf diese aufgesetzten
Müllgroßbehälter 9 angebracht.
[0019] Die Müllgroßbehälter bestehen aus zwei schalen- oder wannenförmigen Behälterhälften
10, 11, die an ihren oberen inneren Kanten schwenkbar auf der Querachse 12 gelagert
sind, die sich oben in der vertikalen Mittelebene befindet. Die Querachse 12 hat dreifache
Funktion: Sie ist die Drehachse für die beiden Behälterhälften, ebenso wie die gemeinsame
Drehachse für die beiden Deckel 13 und 13A. Außerdem dient sie als Behälteraufnahme
für die Greifklauen 21. Die Seitenwandungen 14 der schalenförmigen Behälterhälften
sind über die Mittelebene hinaus mit etwa dreieckförmigen Fortsätzen 15 versehen,
die jeweils die Seitenwandungen 14 der anderen Behälterhälfte in der Weise überlappen,
daß sich auch beim Aufklappen der Behälterhälften zwischen diesen im wesentlichen
keine Öffnungen oder Spalte bilden, aus denen in unerwünschter Weise Müll austreten
könnte.
[0020] Die Bodenplatten 16 der Behälterhälten 10 laufen schräg aufeinander zu und bilden
im geschlossenen Zustand einen innenliegenden stumpfen Winkel miteinander. In den
Randbereichen der Behälterhälften sind Stützbügel 17 befestigt, deren Schenkel etwa
stumpfwinkelig zueinander stehen. Die unteren Schenkel 18 liegen bei geschlossenem
Behälter 9 in einer horizontalen Ebene und bilden die Stützfüße für diesen.
[0021] Der obere Rand der schalenförmigen Behälterhälften ist durch aussteifende Rahmen
19 gebildet, auf welchem die Deckel 13 und 13A in geschlossenem Zustand aufliegen.
[0022] Die obere Querachse 12 ist mit überstehenden Achszapfen 20 zum Ankuppeln der Greifklauen
21 des Tragbügels 22 der Hubvorrichtung 23 versehen.
[0023] In den unteren, die Stützfüße bildenden Schenkeln 18 der Stützbügel 17 sind in Bohrungen
Buchsen 24 eingeschweißt, die die Aufnahmen für Mitnehmerzapfen 25 bilden, auf die
die Müllgroßbehälter 9 durch die Hubvorrichtung 13 zu ihrer Entleerung aufgesetzt
werden. Die Zapfen 25 sind aufragend an Wagen oder Führungskörpern 26 befestigt, die
in Führungen 27 der Tragkonstruktion 8 verschieblich geführt sind. Dabei sind die
Wagen oder Führungskörper 26 mit miteinander gekuppelten Antrieben versehen, die diese
symmetrisch zur vertikalen Längsebene 28 des Müllsammelfahrzeugs voneinander weg und
aufeinander zu bewegen. Die Führungsbahnen 27 sind mit dem entsprechenden Radius der
Behälterhälften 10, 11 um die obere Querachse 12 in der Weise gekrümmt, daß bei der
Öffnungs- und Schließbewegung die obere Querachse 12 keine Relativbewegung zu dem
Müllsammelfahrzeug ausführt.
[0024] In Fig. 2 ist der auf die Zapfen 25 aufgesetzte Behälter in zwei Stellungen dargestellt,
und zwar mit ausgezogenen Umrißlinien in seiner geschlossenen Stellung und mit gestrichelten
Umrißlinien in seiner geöffneten Stellung.
[0025] Die Hubkippvorrichtung 23 besteht aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Auslegerarmen
30, 31, die auf einer drehtischartigen Bühne 32 befestigt sind, die um eine vertikale
Achse drehbar auf dem Rahmengestell 34 oberhalb des Führerhauses 1 angeordnet ist.
[0026] Der vordere Auslegerteil 31 ist zusätzlich mit einem austeleskopierbaren Teil 33
versehen. Die Drehung der Hubkippvorrichtung erfolgt in üblicher Weise durch einen
Hydromotor, während zum Verschwenken und Ausfahren des Auslegers hydraulische Kolben-Zylindereinheiten
vorgesehen sind.
[0027] In Fig. 1 ist die Hubvorrichtung in drei Stellungen dargestellt, und zwar nach ihrem
Ankuppeln an einen vor dem Müllsammelfahrzeug stehenden Müllgroßbehälter, in einer
Stellung, in der der Müllgroßbehälter auf die diesen öffnende Stützkonstruktion oberhalb
der Einfüllöffnung abgesetzt ist und schließlich in ihrer inaktiven, oberhalb des
Schüttraums befindlichen Position während des Verfahrens des Müllsammelfahrzeugs.
1. Motorgetriebenes Müllsammelfahrzeug
mit mindestens einem als Wechselbehälter mit lösbaren Kupplungen ausgebildeten Container
(5) zur Aufnahme des Mülls,
mit einem mit einer Einschüttöffnung (6) versehenen Schüttraum,
mit einer Hubvorrichtung (23) zum Aufnehmen der zu entleerenden Müllgroßbehälter (9),
zu deren Transportieren in deren Entleerungsstellung oberhalb der Einschüttöffnung
(6) und zu deren Absetzen,
mit einer Förder- und Preßeinrichtung (7) zum Transportieren des in die Einfüllöffnung
entleerten Mülls in den Container durch dessen mit einer Verschlußeinrichtung versehene
Einfüllöffnung und
mit einem Stützrahmen (8) oberhalb oder im Bereich der Einschüttöffnung (6) für aufrecht
stehend auf diesen abgesetzte Müllgroßbehälter (9), die zu ihrer Entleerung mit einem
geteilten Boden, dessen Hälften voneinander weg in die Öffnungsstellung und aufeinander
zu in die Schließstellung bewegbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem Stützrahmen (8) Klauen, Zapfen (25) oder dergleichen verschieblich geführt
sind und
daß jede Bodenhälfte (10, 11) mit einem Kupplungsteil (24) zum formschlüssigen Eingriff
in die Klauen, Zapfen (25) oder dergleichen versehen ist und
daß letztere derart mit einem Antrieb versehen sind, daß sie zwangsweise den Bodenhälften
(10, 11) die Öffnungs- und Schließbewegungen erteilen.
2. Müllsammelfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden geteilten
Bodenhälften des Müllgroßbehälters (9) durch zwei wannenförmige Behälterhälften (10,
11) gebildet werden, die um eine gemeinsame, in der vertikalen Mittelebene liegende
Querachse (12) an ihren oberen, innen liegenden Kantenbereichen schwenkbar gelagert
sind, daß mindestens eine der Behälterhälften (10, 11) mit die Seitenwandungen (14)
der anderen Behälterhälfte (10, 11) derart überlappenden Fortsätzen (15) ihrer Seitenwandungen
versehen ist, daß sich bei der öffnenden Aufklappbewegung im wesentlichen kein Spalt
zwischen den Seitenwänden (14) bildet, daß auf der Querachse zumindest ein mindestens
eine Behälterhälfte (10) oben verschließender Einfüllklappdeckel (13, 13A) gelagert
ist und daß Federn oder entsprechende Mittel vorgesehen sind, die die Behälterhälften
(10, 11) in ihrer Schließstellung halten.
3. Müllsammelfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Behälterhälften
(10, 11) unten abschließenden Bodenbleche (16) oder platten in der Schließstellung
schräg unter Bildung eines innen liegenden stumpfen Winkels aufeinander zulaufen und
daß mit den Behälterhälften (10, 11) abgewinkelte Stützbügel (17) verbunden sind,
deren in der Schließstellung in einer Ebene liegenden unteren Schenkel (18) die Stützfüße
bilden.
4. Müllsammelfahrzeug nach einem derAnsprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß an
den Stützrahmen (8) Zapfen (25) geführt sind, die in entsprechende Bohrungen (24)
der durch die Schenkel (18) gebildeten Stützfüße greifen.
5. Müllsammelfahrzeug nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einfüllöffnung (6) seitlich von Platten eingefaßt ist.
6. Müllsammelfahrzeug nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß sich
die Klauen, Zapfen (25) oder dergleichen auf einer Kreisbahn (27) bewegen, die durch
deren Schwenkradius um die Behälterquerachse (12) bestimmt ist.
7. Müllsammelfahrzeug nach einem derAnsprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß sich
der mit einer Einschüttöffnung (6) versehene Schüttraum (4A) zwischen dem Führerhaus
(1) und dem Container (5) befindet.
8. Müllsammelfahrzeug nach einem derAnsprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hubvorrichtung (23) oberhalb des Führerhauses (1) angeordnet ist.
9. Müllsammelfahrzeug nach einem derAnsprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hubeinrichtung aus einem drehbar gelagerten kranartigen Ausleger (30, 31) mit Greifbügel
(32) besteht, der derart mit einer Steuereinrichtung versehen ist, daß zumindest nach
dem Ankuppeln des Müllgroßbehälters (9) die Hub-undAufsetzbewegungen auf die Klauen,
Zapfen (25) oder dergleichen und die nachfolgende Absetzbewegung automatisch ausgeführt
werden.
10. Müllsammelfahrzeug nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, daß
das Führerhaus (1), die Schütteinheit (4) und der Container (7) auf ein Sonderfahrgestell
mit zwei gelenkten Vorderachsen montiert ist.
1. Véhicule à ordures automobile comportant au minimum un conteneur (5) servant au
recueil des ordures, échangeable grâce à des dispositifs d'accouplement amovibles,
comportant un compartiment de décharge pourvu d'une ouverture de déversement (6),
comportant un dispositif de levage (23) servant à soulever le gros récipient d'ordures
(9) à vider, à le transporter dans sa position de vidage au-dessus de l'ouverture
de déversement (6) et à le reposer,
comportant un dispositif de transport et de refoulement (7) servant à transporter
dans le conteneur, à travers son orifice de remplissage pourvu d'un dispositif de
fermeture, les ordures vidées dans l'ouverture de déversement et comportant au-dessus
ou dans la zone de l'ouverture de déversement (6) un cadre support (8) servant à maintenir
debout les gros récipients d'ordures (9) posés sur celui-ci, lesquels possèdent pour
leur vidage un fond coupé en deux moitiés, qui peuvent se séparer en position d'ouverture
et se raccorder en position de fermeture,
caractérisé en ce que des griffes, des tenons (25) ou analogues sont guidés en translation
sur le cadre support (8) et en ce que chaque moitié (10, 11) du fond est pourvue d'une
pièce de couplage (24) pour le crabotage des griffes, tenons (25) ou analogues et
en ce que ces derniers sont pourvus d'un entraînement tel qu'ils commandent par voie
de contrainte les mouvements d'ouverture et de fermeture des moitiés (10, 11) du fond.
2. Véhicule à ordures selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux moitiés
séparées (10,11) du fond du gros récipient à ordures (9) ont la forme de cuvette,
elles sont logées dans le secteur de leurs arêtes supérieures internes capables de
pivoter autour d'un axe transversal (12) commun situé dans le plan vertical médian,
en ce que l'une au moins de ces moitiés (10, 11) du récipient est pourvue sur ses
parois latérales de prolongements (15) recouvrant les parois latérales (14) de l'autre,
de manière qu'essentiellement aucune fente n'apparaisse entre les parois latérales
(14) lors du mouvement d'ouverture, en ce qu'un couvercle de remplissage à abattant
(13, 13A) au moins, fermant en haut une moitié du récipient (10) au moins, est logée
sur l'axe transversal et en ce que des ressorts ou des moyens correspondants sont
prévus pour maintenir les moitiés (10, 11) du récipient dans leur position de fermeture.
3. Véhicule à ordures selon la revendication 2, caractérisé en ce que les tôles ou
plaques de fond (16), qui ferment en bas les moitiés du récipient (10, 11) sont inclinées
en position de fermeture pour former entre elles un angle interne obtus et en ce que
les étriers d'appui (17) coudés sont reliés aux moitiés (10,11) du récipient et leurs
branches supérieures (18) situées dans un plan en position de fermeture constituant
les pieds d'appui.
4. Véhicule à ordures selon l'une des revendications 1-3, caractérisé en ce que des
tenons (25) guidés sur le cadre support (8) viennent en prise dans les alésages correspondants
(24) des pieds d'appui constitués par les branches (18).
5. Véhicule à ordures selon l'une des revendications 1-4, caractérisé en ce que l'ouverture
de déversement (6) est bordée latéralement par des plaques.
6. Véhicule à ordures selon l'une des revendications 1-5, caractérisé en ce que les
griffes, tenons (25) ou analogues se déplacent sur une voie de guidage (27), qui est
déterminée par son rayon de pivotement autour de l'axe transversal (12) du récipient.
7. Véhicule à ordures selon l'une des revendications 1-6, caractérisé en ce que le
compartiment de décharge (4A) pourvu d'une ouverture de déversement (6) se situe entre
la cabine (1) du conducteur et le conteneur (5).
8. Véhicule à ordures selon l'une des revendications 1-7, caractérisé en ce que le
dispositif de levage (23) est placé au-dessus de la cabine (1) du conducteur.
9. Véhicule à ordures selon l'une des revendications 1-8, caractérisé en ce que le
dispositif de levage se compose d'un bras (30, 31 ) de type grue logé de manière à
pouvoir pivoter et comportant un étrier de prise (32), lequel est pourvu d'un dispositif
de commande tel qu'après l'accouplement du gros récipient d'ordures (9) au minimum
les mouvements de levage et de mise en place sur les griffes, tenons (25) ou analogues
et le mouvement de dépose ultérieur s'effectuent automatiquement.
10. Véhicule à ordures selon l'une des revendications 1-9, caractérisé en ce que la
cabine (1) du conducteur, l'unité de déversement (4) et le conteneur (5) sont montés
sur un châssis spécial comportant deux essieux avant articulés.
1. A motor driven refuse collection vehicle, with at least one container (5) for receiving
the refuse, designed as an exchangeable container with detachable couplings, with
a dumping compartment provided with an intake opening (6), with a hoisting appliance
(23) for taking up the large refuse containers (9), for conveying them into their
discharge position above the intake opening (6) and for setting them down, with a
conveyance and compression appliance (7) for carrying the refuse discharged into the
intake opening into the container through its intake opening provided with a closing
device and with a supporting frame (8) on top of, or in the region of the intake opening
(6) for large refuse containers (9) deposited on said frame in an upright position,
which are provided for their discharge with a divided bottom whose halves can be moved
away from each other into their open position and towards each other into their closed
position, characterized in that on the supporting frame (8), there are carried claws,
pins (25) or similar for displacement and in that each bottom half (10, 11) is provided
with a coupling component (24) for a conjugate engagement in the claws, pins (25)
or similar and in that the latter are provided with a drive in such a way that they
constrain the bottom halves to move into their open and closed positions.
2. A refuse collection vehicle according to Claim 1, characterized in that the two
divided bottom halves of the large refuse container (9) are formed by two vat-shaped
container halves (10, 11), which are pivotably mounted at their upper inner edge zones
round a common transverse pin (12) lying in the vertical median plane, in that at
least one of the container halves (10, 11) is provided with extensions (15) of its
side walls overlapping the side walls of the other container half (10, 11) in such
a way that, during the opening folding back movement, substantially no gap is formed
between the side walls (14), in that on the transverse pin there is mounted at least
one folding intake cover (13, 13A) closing at least one container half (10) at the
top, and in that provision is made for springs or similar means which hold the container
halves (10, 11) in their closed position.
3. A refuse collection vehicle according to Claim 2, characterized in that the bottom
sheets or plates (16) closing the container halves (10, 11) extend in their closed
position slantingly towards each other forming an inner obtuse angle, and in that
angled supporting brackets (17) are joined to the container halves (10, 11), the lower
sides (18) of which brackets, lying in the closed position in one plane, form the
supporting feet.
4. A refuse collection vehicle according to one of Claims 1-3, characterized in that
pins (25) are carried on the supporting frames (8), engaging in corresponding holes
(24) of the supporting feet formed by the sides (18).
5. A refuse collection vehicle according to one of Claims 1-4, characterized in that
the intake opening (6) is laterally surrounded by plates.
6. A refuse collection vehicle according to one of Claims 1-5, characterized in that
the claws, pins (25) or similar move along a circular path (27) determined by their
radius of pivoting round the transverse container axis (12).
7. A refuse collection vehicle according to one of Claims 1-6, characterized in that
the dumping compartment (4A) provided with an intake opening (6) is located between
the cab (1) and the container (5).
8. A refuse collection vehicle according to one of Claims 1 7, characterized in that
the hoisting appliance (23) is arranged above the cab (1).
9. A refuse collection vehicle according to one of Claims 1-8, characterized in that
the hoisting appliance consists of a crane-type rotatably mounted cantilever (30,
31) with a gripping bracket (32) provided with a control device in such a way that
at least after the large refuse container (9) has coupled on, the hoisting and depositing
movements onto the claws, pins (25) or similar, and the subsequent setting down movements
are carried out automatically.
10. A refuse collection vehicle according to one of Claims 1-9, characterized in that
the cab (1), the dumping unit (4) and the container (7) are mounted on a special chassis
with two articulated front axles.