| (19) |
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(11) |
EP 0 218 974 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.06.1989 Patentblatt 1989/26 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.09.1986 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)4: D01H 1/135 |
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| (54) |
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Effektgarnes auf Offenend-Spinnvorrichtungen
Method and apparatus for producing effect yarn on open-end spinning devices
Procédé et dispositif pour la production de fil d'effet sur des métiers à filer à
bout libre
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE GB |
| (30) |
Priorität: |
16.10.1985 DE 3536827
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.04.1987 Patentblatt 1987/17 |
| (73) |
Patentinhaber: Schubert & Salzer
Maschinenfabrik Aktiengesellschaft |
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85055 Ingolstadt (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Artzt, Peter, Dr.-Ing.
D-7410 Reutlingen (DE)
- Müller, Heinz, Dipl.-Ing. (FH)
D-7430 Metzingen-Neuhausen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 138 487
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DE-A- 2 617 563
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- L'INDUSTRIE TEXTILE, Nr. 1074, Januar 1978, Seiten 15-17, Paris, FR; "Le métier open-end
Fehrer"
- TEXTIL PRAXIS INTERNATIONAL, Band 32, Nr. 1, Januar 1977, Seiten 35-36, Leinfelden,
DE; "Variationsmöglichkeiten bei der Erzeugung von Effektgarnen mit der DREF-Maschine"
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Effektgarnes
auf Offenend-Spinnvorrichtungen, bei welchem bandartiges Grund-Fasermaterial zu Einzelfasern
aufgelöst und in einem Luftstrom einem Offenend-Spinnelement zugeführt wird, sowie
eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
[0002] Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (DE-OS 2.953.527) wird das Effekt-Fasermaterial
mittels eines Streckwerkes aufgelöst und die so erzeugten Effektmaterialstücke mittels
eines Luftstromes gegen einen Schirm geschleudert zwecks Weiterbeförderung zu dem
Spalt zwischen einem Paar umlaufender Friktionswalzen, wo sie sich mit dem Grundmaterial
vereinigen und zu einem Faden zusammengedreht werden. Mittels eines Programmwerkes,
das den Antrieb der Streckwalzen für die Erzeugung der Effektmaterialstücke beeinflußt,
wird die Frequenzlänge und Stärke der Effektmaterialstücke im Effektgarn bestimmt.
Ein solcher Antrieb, gesteuert durch das Programmwerk, ist aufwendig. Außerdem können
nur solche Effekte erzeugt werden, die in das Programmwerk eingegeben worden sind.
Da ein solches Programm nur eine beschränkte Variationslänge haben kann, läßt es sich
nicht vermeiden, daß selbst bei aufwendiger Programmierung die Variationen sich wiederholen.
Für Effektgarne ist es jedoch wünschenswert, daß möglichst keine Wiederholungen der
Variationen auftreten oder nur nach langen Perioden.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erzeugung von
Effketgarn zu schaffen, mit welcher auf einfache Weise eine größtmögliche Zufallsverteilung
der Effekte erreicht wird.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Effekt-Fasermaterial mit
konstanter Geschwindigkeit in Form eines geschlossenen, d.h. ununterbrochenen, Faserbandes
einem Luftstrom zugeführt wird und daß durch diesen Luftstrom Faserbüschel abgelöst
und die so abgelösten Faserbüschel zusammen mit dem aufgelösten Grund-Fasermaterial
dem Offenend-Spinnelement zugeführt werden. Die Auflösung des die Effekte bewirkenden
Fasermaterials erfolgt somit nicht, wie bisher üblich, durch eine mechanisch arbeitende
Auflöseeinrichtung, sondern durch die Sogwirkung der strömenden Luft, welcher dieses
Material zugeführt wird. Die Luftströmung löst die Fasern in ungleichförmiger Weise
aus dem vorderen Ende des durch eine Zuführvorrichtung zurückgehaltenen Faserbandes
heraus. Die Verteilung des Effekt-Fasermaterials im fertigen Effektgarn ist dabei
dem Zufall überlassen, was Größe und Folge der aus dem Faserband herausgelösten Fasergruppen
oder Fasern betrifft. Für die Durchführung des Verfahrens genügt deshalb eine normale
Liefervorrichtung ohne jegliche Steuerung, da es nicht erforderlich ist, die Effekte
durch eine variable Zuführung des Effket-Fasermaterials zu steuern. Dieses erfindungsgemäße
Verfahren ist besonders zur Herstellung von Garnen mit Farbeffekten geeignet. Auch
für feine Garne, bei denen Effekte wegen der Trägheit der bekannten Vorrichtung nicht
in der gewünschten Feinabstufung erzeugt werden können, ist das erfindungsgemäße Verfahren
bestens geeignet.
[0005] Um eine gute Auflösung des Effekt-Fasermaterials zu erzielen und um Fadenbrüche zu
vermeiden, die durch zu große Faserbüschel entstehen könnten, ist erfindungsgemäß
die Strömungsgeschwindigkeit des Luftstromes wesentlich höher als die Zuführgeschwindigkeit
des Effekt-Fasermaterials.
[0006] Zur Unterstützung der pneumatischen Auflösung des Effekt-Fasermaterials erfährt dieses
in weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens, unmittelbar bevor es dem
Luftstrom zugeführt wird, eine Rückhaltung.
[0007] Um eine gute Durchmischung der Einzelfasern des Grund-Fasermaterials und des Effekt-Fasermaterials
bei gleichmäßigem Gamausfall zu erzielen, wird in vorteilhafter Ausgestaltung des
erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen, daß das Effekt-Fasermaterial in einem Effektmaterial-Luftstrom
zu Faserbüschein aufgelöst und die so abgelösten Faserbüschel mit diesem Effektmaterial-Luftstrom
dem Transportluftstrom für das Grund-Fasermaterial zugeführt werden.
[0008] Damit die aus dem Effekt-Fasermaterial herausgelösten Einzelfasern genügend Zeit
zur Streckung besitzen, wird vorteilhafterweise das Effekt-Fasermaterial dem Luftstrom
während dessen Beschleunigung zugeführt.
[0009] Der Fluß der aus dem Grund-Fasermaterial herausgelösten Einzelfasern wird nicht beeinträchtigt,
wenn zweckmäßigerweise vorgesehen ist, daß die Auflösung des Effekt-Fasermaterials
vor Beendigung der Beschleunigung des Luftstromes erfolgt.
[0010] Um während des Fasertransportes deren Parallellage nicht zu beeinträchtigen, ist
in zweckmäßiger Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ferner vorgesehen,
daß der Transportluftstrom und der Effektmaterial-Luftstrom vor ihrer Vereinigung
im wesentlichen die gleiche Strömungsrichtung aufweisen.
[0011] Die Auflösung des die Effekte bewirkenden Fasermaterials erfolgt lediglich pneumatisch,
nicht aber mechanisch. Somit ist die Intensität des auf das Fasermaterial einwirkenden
Luftstromes von wesentlicher Bedeutung für die Auflösung der aus dem Effekt-Fasermaterial
bestehenden Faserbandes. Um eine Erhöhung des am Offenend-Spinnelement herrschenden
Spinnunterdruckes lediglich für die Ablösung der Faserbüschel zu vermeiden, erfolgt
deshalb zweckmäßigerweise die Zuführung des Effekt-Fasermaterials in den Transportluftstrom
für das Grund-Fasermaterial an der Stelle der größten Luftgeschwindigkeit.
[0012] Abweichende Effekte können bei Zuführung gleicher Faserbänder erfindungsgemäß dadurch
erzielt werden, daß die konstante Zuführgeschwindigkeit des Effekt-Fasermaterials
je nach den gewünschten Effekten eingestellt wird.
[0013] Um Effekte aus mehr als nur zwei Farben zu erzeugen, kann das Effekt-Fasermaterial
auch in Form von mehreren Faserbändern zugeführt werden, wobei diese zwei oder mehr
Effektmaterial-Faserbänder auch mit unterschiedlichen konstanten Geschwindigkeiten
zugeführt werden können.
[0014] Zur Durchführung des beschriebenen Verfahrens weist erfindungsgemäß der Faserspeisekanal
eine Zuführöffnung auf, durch welche das Effekt-Fasermaterial dem Faserspeisekanal
zugeführt wird, das von der Zuführeinrichtung mit konstanter Geschwindigkeit geliefert
wird. Die Ablösung des Effekt-Fasermaterials in Form von Faserbüschein erfolgt auf
diese Weise alleine pneumatisch.
[0015] Da sich gezeigt hat, daß durch Führung des Effekt-Fasermaterials über eine Abrißkante
das pneumatische Auflösen dieses Materials wesentlich unterstützt werden kann, wird
vorteilhafterweise zwischen der Zuführeinrichtung und dem ersten Faserspeisekanal
eine solche Abriß- oder Rückhaltekante vorgesehen.
[0016] Um die Ablösung von Fasern und Faserbüscheln im Luftstrom zu optimieren, kann vorgesehen
werden, daß der Faserspeisekanal Querschnittsflächen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit
der von ihm geführten Luftströmung aufweist und die Zuführöffnung im Bereich der höheren
Strömungsgeschwindigkeit im Faserspeisekanal angeordnet ist. Zu diesem Zweck ist vorteilhafterweise
ein Bandführer vorgesehen, der das Faserband im Bereich der höheren Strömungsgeschwindigkeit
hält.
[0017] Um zu gewährleisten, daß sowohl die aus dem Grund-Fasermaterial als auch die aus
dem Effekt-Fasermaterial herausgelösten Einzelfasem sich vor Erreichen des Offenend-Spinnelementes
beruhigen können, ist erfindungsgemäß zweckmäßigerweise vorgesehen, daß bei einem
Faserspeisekanal mit einem sich verjüngenden und einem sich hieran anschließenden
zylindrischen Teil die Zuführöffnung im sich verjüngenden Teil des Faserspeisekanals
angeordnet ist.
[0018] Die Auflösung des aus dem Effekt-Fasermaterial bestehenden Faserbandes soll erfindungsgemäß
im Luftstrom so rechtzeitig erfolgen, daß das Faserband die Faserorientierung der
aus dem Grund-Fasermaterial herausgelösten Einzelfasern nicht beeinträchtigt. Dies
wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Zuführöffnung durch das Ende eines
Faserspeisekanals für das Effekt-Fasermaterial gebildet wird, dessen Länge die maximale
Stapellänge der im Effekt-Fasermaterial enthaltenen Einzeifasern übersteigt.
[0019] Damit sich der Spinnunterdruck in optimaler Weise im zweiten Faserspeisekanal auswirken
kann, so daß auch bei relativ niedrigem Spinnunterdruck ein sicheres Auflösen des
als Faserband dem Luftstrom ausgesetzten Effekt-Fasermaterials erzielt wird, ist vorteilhafterweise
vorgesehen, daß der Faserspeisekanal für das Effekt-Fasermaterial im wesentlichen
in Längsrichtung des Faserspeisekanals für das Grund-Fasermaterial in diesen einmündet.
Wenn der Faserspeisekanal für das Grund-Fasermaterial tangential von einer Auflösewalze
ausgeht, so bildet gemäß einer bevorzugten Ausführung des Erfindungsgegenstandes der
Faserspeisekanal für das Effekt-Fasermaterial die rückwärtige Verlängerung des Faserspeisekanals
für das Grund-Fasermaterial.
[0020] Damit das Effekt-Fasermaterial nicht zu fein aufgelöst wird, sondern auch nach der
pneumatischen Ablösung vom Faserband in Büschelform verbleibt, ist vorgesehen, daß
das Effekt-Fasermaterial dem Grund-Fasermaterial auf dessen Transportweg zwischen
der Auflösewalze und dem Offenend-Spinnelement zugeführt wird. Um dennoch eine frühe
Zuführung und damit eine gute Durchmischung zu erreichen, kann in weiterer Ausgestaltung
des Erfindungsgegenstandes vorgesehen sein, daß der Innenraum des Auflösewalzengehäuses
im Bereich des Beginns des Faserspeisekanals für das Grund-Fasermaterial eine Erweiterung
aufweist, in welche der Faserspeisekanal für das Effekt-Fasermaterial tangential zur
Auflösewalze einmündet.
[0021] Es hat sich gezeigt, daß bei unveränderter Vorrichtung auch ein normales Garn ohne
Effekte gesponnen werden kann, indem der Zuführöffnung kein Fasermaterial zugeführt
wird. Die durch die Zuführöffnung angesaugte Luft beeinträchtigt den normalen Spinnprozeß
nicht. Falls es zur besseren Steuerung der Luftverhältnisse jedoch trotzdem als zweckdienlich
angesehen wird, kann in weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung auch
vorgesehen werden, daß der Zuführöffnung ein Verschlußorgan zugeordnet ist. Vorteilhafterweise
ist dieses im Bereich des unaufgelösten Faserbandes angeordnet, damit bei Herstellung
eines Effektgarnes hier keine aus dem Faserband bereits herausgelösten Fasern hängenbleiben
können.
[0022] Vorteilhafterweise ist der Zuführeinrichtung ein einstellbarer Antrieb zugeordnet,
so daß sich die konstante Zuführgeschwindigkeit des Effekt-Fasermaterials gegenüber
dem Grund-Fasermaterial in unterschiedlicher Weise festlegen läßt.
[0023] Als Zuführeinrichtung für das Effekt-Fasermaterial kann erfindungsgemäß ein Walzenpaar
oder auch ein Streckwerk Anwendung finden, wobei der Verzug im Streckwerk so festgelegt
ist, daß das im Streckwerk verzogene Faserband nicht zu Einzelfasern aufgelöst wird,
sondern auch bei Verlassen des Streckwerkes einen Faserverband bildet, damit die Ablösung
von Faserbüschein allein pneumatisch durch einen Luftstrom erfolgt.
[0024] Um die Effektvielfalt vergrößern zu können, ist es möglich, auch mehrere Zuführvorrichtungen
und Zuführöffnungen zum Zuführen von Effekt-Fasermaterial in den Faserspeisekanal
vorzusehen.
[0025] Die vorliegende Erfindung ermöglicht ohne Bandpräparierung und Zufallsteuerung, daß
ein verschiebefestes Effektgarn, insbesondere ein Garn mit Farbeffekten, auf einfache
Weise hergestellt werden kann, wobei die Effekte hinsichtlich Folge und Größe dem
Zufall überlassen sind. Die Auflösung des Effekt-Fasermaterials erfolgt nicht mechanisch,
so daß keine übliche Auflösevorrichtung für das Effekt-Fasermaterial erforderlich
ist. Wenn das vorgelegte Fasermaterial für eine direkte pneumatische Auflösung noch
zu stark ist, kann das Walzenpaar der Zuführeinrichtung durch das Ausgangswalzenpaar
eines üblichen Streckwerkes ausgebildet sein, welches das vorgelegte Fasermaterial
jedoch nur so weit verzieht, daß ein noch geschlossenes, d.h. ununterbrochenes Faserband
aus diesem Streckwerk austritt. Dieses Faserband wird sodann allein pneumatisch aufgelöst.
Hierdurch wird ein unregelmäßiges Auflösen des bandförmigen Effekt-Fasermaterials
zu Faserbüscheln erreicht, ohne daß spezielle, unregelmäßig steuerbare und antreibbare
Auflöseeinrichtungen benötigt werden. Somit ist die erfindungsgemäße Vorrichtung sehr
einfach im Aufbau. Dabei ist es bei günstiger Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Vorichtung auch nicht erforderlich, den Spinnunterdruck, welcher den die Auflösung
des Faserbandes bewirkenden Luftstrom erzeugt, gegenüber dem normalen Spinnprozeß
zu erhöhen, so daß die erfindungsgemäße Vorrichtung nicht nur einfach im Aufbau, sondern
darüber hinaus auch wirtschaftlich im Betrieb ist.
[0026] Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen und Zeichnungen näher
beschrieben, wobei der Einfachheit und der Übersichtlichkeit wegen alle für das Verständnis
der Erfindung nicht erforderlichen Einzelheiten in den Zeichnungen weggelassen wurden.
Es zeigen:
Figur 1 in schematischer Seitenansicht eine erste Ausbildung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung;
Figur 2 in schematischem Querschnitt die Anordnung der Einmündung eines zweiten Faserspeisekanals
in den ersten Faserspeisekanal im Zusammenhang mit einer eine Garniturwicklung tragenden
Auflösewalze;
Figur 3 in schematischer Seitenansicht eine Abwandlung der in Figur 1 gezeigten Vorrichtung;
Figur 4 in schematischer Seitenansicht eine Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
mit zwei Liefervorrichtungen für das Effekt-Fasermaterial; und
Figur 5 in der Draufsicht die Zuführöffnung des zweiten Faserspeisekanals.
[0027] Die in Figur 1 gezeigte Offenend-Spinnvorrichtung weist als wesentlichste Elemente
ein als Spinnrotor 1 ausgebildetes Spinnelement, eine als Auflösewalze 22 ausgebildete
Auflösevorrichtung 2 sowie einen sich von der Auflösewalze 22 zum Spinnrotor 1 erstreckenden
Faserspeisekanal 3 für das Grund-Fasematerial 26 auf.
[0028] Der Spinnrotor 1 ist in einem Gehäuse 10 angeordnet, das über einen Anschluß 11 an
eine nicht gezeigte Unterdruckquelle angeschlossen ist. Das Gehäuse 10 ist mit einem
Deckel 12 verschlossen, durch welchen hindurch sich der Faserspeisekanal 3 sowie ein
Fadenabzugskanal 4 in das Innere des Spinnrotors 1 erstrecken.
[0029] In den Faserspeisekanal 3 für das Grund-Fasermaterial mündet die Zuführöffnung 52
eines Faserspeisekanals 5 für das Effekt-Fasermaterial 7. Vor der Eintrittsmündung
50 dieses Faserspeisekanals 5 ist eine Zuführeinrichtung 6 angeordnet. Dabei ist zwischen
der Zuführeinrichtung 6 und dem Faserspeisekanal 5 ein als Lufteintrittsöffnung 51
dienender Abstand vorgesehen.
[0030] Die Zuführeinrichtung 6 weist im wesentlichen ein Walzenpaar auf, das aus einer antreibbaren
Zuführwalze 60 und einem an dieser elastisch anliegenden Druckroller 61 besteht. Die
Zuführwalze 60 wird über einen Übertrieb 62 von einem Motor 63 aus mit konstanter
Geschwindigkeit angetrieben.
[0031] Der in einem Gehäuse 25 angeordneten Auflösewalze 22 wird das Grund-Fasermaterial
26 in üblicher Weise mittels einer Speisevorrichtung 24 zugeführt und durch die Auflösewalze
22 zu Einzelfasern 20 aufgelöst. Durch den am Anschluß 11 des Gehäuses 10 anliegenden
Unterdruck wird im Faserspeisekanal 3 ein Transportluftstrom 9 erzeugt. Dieser Transportluftstrom
9 dient als Transportmedium für die die Auflösewalze 22 verlassenden Einzelfasern
20. Darüber hinaus bewirkt dieser Transportluftstrom im Faserspeisekanal 3, daß im
Faserspeisekanal 5 ein Effektmaterial-Luftstrom 90 entsteht.
[0032] Durch die kontinuierlich und gleichförmig angetriebene Zuführeinrichtung 6 wird das
Effekt-Fasermaterial in Form eines Faserbandes 7 mit konstanter Geschwindigkeit dem
Faserspeisekanal 5 zugeführt. Als Faserband 7 kann hierbei ein etwas gedrehtes Luntenband
oder ein ungedrehtes Streckenband Anwendung finden. In beiden Fällen bildet dieses
Faserband 7 auch nach Verlassen der Zuführeinrichtung 6 noch einen geschlossenen,
d.h. ununterbrochenen Fa serverband. Durch den erwähnten Effektmaterial-Luftstrom
90, der durch die Lufteintrittsöffnung 51 in den Faserspeisekanal 5 eindringt, wird
eine starke Sogwirkung auf das voreilende Ende 70 des Faserbandes 7 ausgeübt. Das
voreilende Ende 70 flattert im Faserspeisekanal 5 hin und her und wird dabei, wenn
es sich bei dem Faserband 7 um ein gedrehtes Faserband handelt, aufgedreht. Dabei
werden Einzelfasern und Faserbüschel 71, deren hinteres Ende den Klemmbereich der
Zuführeinrichtung 6 verlassen hat, aus dem Faserband 7 unregelmäßig durch die Luft
herausgelöst und mit Hilfe des Effektmaterial-Luftstromes 90 durch die Zuführöffnung
52 in den Faserspeisekanal 3 befördert, wo sich die aus dem Faserband 7 herausgelösten
Einzelfasern und Faserbüschel 71 mit dem aus dem Grund-Fasermaterial herausgelösten
Einzelfasem 20 vermengen und gemeinsam mit den Einzelfasern 20 des aufgelösten Grund-Fasermaterials
26 dem Offenend-Spinnelement, z.B. einem Spinnrotor 1, zugeführt werden. Die Auflösung
des Faserbandes 7 erfolgt somit rein pneumatisch, wobei sich der Effekt einzig durch
die Faserreibung steuert.
[0033] Durch das unkontrollierte Flattern des voreilenden Endes 70 des Faserbandes 7 werden
die Einzelfasem und Faserbüschel 71 in unregelmäßiger Weise pneumatisch aus dem Faserband
7 herausgelöst, so daß diese in Folge und Größe unterschiedlich sind. Deshalb entsteht
auch nach der Vereinigung und Durchmischung der Einzelfasern 20 und Faserbüschel 71
kein homogenes Fasergemisch. Somit ist auch das entstehende Effektgarn 40 unregelmäßig
gemustert, obwohl keine Effektsteuervorrichtungen vorgesehen sind. Die Zufallsverteilung
der Effekte ergibt sich durch das Herauslösen von Fasern und Faserbüschein 71 von
selbst.
[0034] In der geschilderten Weise und mit Hilfe der beschriebenen Vorrichtung können beliebige
Fasermaterialien miteinander versponnen werden. Am deutlichsten treten die Effekte
jedoch in Erscheinung, wenn dem Spinnrotor 1 über die beiden Faserspeisekanäle 3 und
5 Fasermaterial unterschiedlicher Farben oder Farbtöne zugeführt wird. Auf diese Weise
entsteht ein Garn mit ungleichmäßigen Farbeffekten.
[0035] Wie Figur 1 zeigt, besitzt der Faserspeisekanal 5 eine solche Länge, daß die Auflösung
des Faserbandes 7 zu Einzelfasern und Faserbüschel 71 mit Hilfe des Effektmaterial-Luftstromes
90, d.h. noch im Faserspeisekanal 5, erfolgt, bevor dieser in den Faserspeisekanal
3 mit dem Transportluftstrom 9 einmündet. Das voreilende Ende 70 des Faserbandes 7
ragt somit nicht in den Transportluftstrom, der die aus dem Grund-Fasermaterial 26
herausgelösten Einzelfasern 20 befördert, hinein und kann somit auch den Fasertransport
von der Auflösewalze 22 zum Spinnrotor 1 nicht nachteilig beeinflussen. Um dies sicherzustellen,
wird die Länge des Faserspeisekanals 5 so gewählt, daß sie die maximale Stapellänge
der im Effekt-Fasermaterial enthaltenen Einzelfasern 71 übersteigt. Auf diese Weise
wird das bereits zu Einzelfasern 71 aufgelöste Effekt-Fasermaterial mit Hilfe dieses
Effektmaterial-Luftstromes 90 in den Transportluftstrom 9 für das Grund-Fasermaterial
eingeleitet.
[0036] In Abwandlung der geschilderten Vorrichtung und des beschriebenen Verfahrens kann
aber auch, wenn die Platzverhältnisse beengt sind, vorgesehen sein, daß der Faserspeisekanal
5 kürzer als im vorerwähnten Beispiel ist. Das voreilende Ende 70 des Faserbandes
7 soll dabei jedoch nur so weit in den Faserspeisekanal 3 hineinragen, daß der Fasertransport
zwischen der Auflösewalze 2 und dem Spinnrotor 1 nicht wesentlich gestört ist. Es
hat sich gezeigt, daß dies - ausreichender Innendurchmesser des Faserspeisekanals
3 vorausgesetzt - in der Regel dann der Fall ist, wenn der Faserspeisekanal 5 eine
solche Mindestlänge besitzt, die größer als die minimale Stapellänge der im Effekt-Fasermaterial
enthaltenen Einzelfasern 71 ist.
[0037] Durch verschiedene zusätzliche Maßnahmen kann dabei erreicht werden, daß die Faserorientierung
der aus den beiden Fasermaterial-Vorlagen herausgelösten Einzelfasern 20 und Faserbüschel
71 nicht gestört wird. So wird gemäß Figur 3, die eine Abwandlung der in Figur 1 gezeigten
Vorrichtung zeigt, vorgesehen, daß der Transportluftstrom 9 und der Effektmaterial-Luftstrom
90 in den Faserspeisekanälen 3 und 5 bereits vor ihrer Vereinigung im wesentlichen
die gleiche Strömungsrichtung aufweisen. Da in dem in Figur 3 gezeigten Ausführungsbeispiel
der Faserspeisekanal 5 die rückwärtige Verlängerung des Faserspeisekanals 3 bildet,
mündet der Faserspeisekanal 5 im wesentlichen in Strömungsrichtung des Transportluftstromes
9 in den Faserspeisekanal 3 ein. Dasselbe wird aber auch erreicht, wenn in Abwandlung
der in Figur 1 gezeigten Vorrichtung der Winkela zwischen den beiden Faserspeisekanälen
3 und 5 entsprechend groß gewählt wird.
[0038] Einerseits wird eine gute Durchmischung von Grund-Fasermaterial 26 und Effekt-Fasermaterial
gewünscht, damit es nicht durch zu große Faserbüschel 71, die dem Spinnelement (Spinnrotor
1) zugeführt werden, zu Fadenbrüchen kommt. Andererseits soll diese Durchmischung
jedoch auch wieder nicht zu groß sein, da sonst die Mischung zu gleichmäßig wird und
es zu keinen Effekten mehr kommt. Aus diesem Grund erfolgt die Zuführung des Effekt-Fasermaterials
in den Transportluftstrom für das Grund-Fasermaterial 26 nach dessen Ablösung von
der Auflöseeinrichtung 2.
[0039] Die bereits erwähnte Figur 3 zeigt eine sehr frühe Zuführung des Effekt-Fasermaterials
in den genannten Transportluftstrom für das Grund-Fasermaterial 26, nämlich tangential
in das Gehäuse 25 der Auflösewalze 22. Der die Auflösewalze 22 aufnehmende Innenraum
besitzt im Bereich des Beginns des Faserspeisekanals 3 für das Grund-Fasermaterial
26 eine Erweiterung 27, so daß sich die Einzelfasern 20 des Grund-Fasermaterials 26
bereits aus der Garnitur der Auflösewalze 22 lösen können, bevor sie den Innenraum
des Auflösewalzengehäuses 25 verlassen. In diese Erweiterung 27 des Innenraums mündet
gemäß Figur 3 der Faserspeisekanal 5 für das Effekt-Fasermaterial 7 so ein, daß die
Fasern und Faserbüschel 71 des Effekt-Fasermaterials zwar noch in das Auflösewalzengehäuse
25 gelangen, ohne jedoch in Kontakt mit der Garnitur der Auflösewalze 22 zu gelangen.
[0040] Um evtl. bewirkte Störungen der Faserorientierung, die durch das Vereinigen des Transportluftstromes
9 und des Effektmaterial-Luftstromes 90 verursacht worden sind, wieder zu beheben,
ist gemäß Figur 3 vorgesehen, daß der Faserspeisekanal 3 für das Grund-Fasermaterial
26 einen ersten konichen Kanalabschnitt 30 und einen zweiten, im wesentlichen zylindrischen
Kanalabschnitt 31 aufweist. Dabei mündet die Zuführöffnung 52 des Faserspeisekanals
5 für das Effekt-Fasermaterial 7 im Bereich des ersten, d.h. des sich verjüngenden,
Kanalabschnittes 30 in den Faserspeisekanal 3. Auf diese Weise wird der Transportluftstrom
9 zunächst beschleunigt, wobei außer den Einzelfasern 20 des Grund-Fasermaterials
26 auch die mit Hilfe des Effektmaterial-Luftstromes 90 in den sich beschleunigenden
Transportluftstrom gelieferten Einzelfasern 71 des Effekt-Fasermaterials gestreckt
werden. Damit dies geschehen kann, wird durch die beschriebene Längenfestlegung für
den Faserspeisekanal 5 sichergestellt, daß das voreilende Ende 70 des Faserbandes
7 sich maximal bis in den konischen Kanalabschnitt 30 des Faserspeisekanals 3 erstreckt,
so daß die Ablösung der Fasern 71 vor Beendigung der Beschleunigung des TransportLuftstromes
9 erfolgt. Der vereinigte Luftstrom gelangt sodann in den zylindrischen Kanalabschnitt
31, den der Luftstrom im wesentlichen mit konstanter Geschwindigkeit durchfließt.
Die Einzelfasern 20 und Faserbüschel 71, welche aufgrund ihrer Trägheit der Luftbescheunigung
nur verzögert folgen können, werden in dieser Beruhigungsphase im zylindrischen Kanalabschnitt
31 nachbeschleunigt, wobei ihre Streckung und parallele Orientierung verbessert wird.
[0041] Die beschriebene Vorrichtung kann in verschiedener Weise durch Austausch von Merkmalen
durch Äquivalente oder andere Kombinationen abgewandelt werden. Wie Figur 3 zeigt,
spielt z.B. die spezielle Ausbildung der Zuführeinrichtung 6 keine Rolle. So kann
statt des durch die Zuführwalze 60 und den Druckroller 61 gebildeten Walzenpaares
auch ein Streckwerk vorgesehen sein (siehe Eingangswalzenpaar 64 und Ausgangswalzenpaar
65), das das zugeführte Faserband 7 auf eine solche Stärke reduziert, daß dieses in
dem Luftstrom im zweiten Faserspeisekanal 5 - und evtl. im ersten Faserspeisekanal
3, wenn das voreilende Ende 70 des Faserbandes 7 bis in diesen ersten Faserspeisekanal
3 hineinreicht - zu Einzelfasern und Faserbüscheln 71 aufgelöst werden kann. Die Geschwindigkeitsverhältnisse
zwischen dem Eingangswalzenpaar 64 und dem Ausgangswalzenpaar 65 - und evtl. weiteren
Walzenpaaren - sind dabei so gewählt, daß das zugeführte Faserband 7 zwar auf die
gewünschte Stärke reduziert, aber keinesfalls zu Einzelfasem und Faserbüschein 71
aufgelöst wird.
[0042] Ebenso wie die spezielle Ausbildung der Zuführeinrichtung im Prinzip ohne Belang
ist, kann auch das Offenend-Spinnelement nach Belieben ausgebildet sein. In Figur
3 ist deshalb als Ausführungsbeispiel eines solchen Spinnelementes ein Paar Friktionswalzen
13 dargestellt. Hierbei ist der von den Spinnelementes angesaugte Luftstrom schwächer
als beim Rotorspinnen. Aus diesem Grunde kann die Luftströmung auch gegebenenfalls
durch mittels einer Injektordüse zugeführte Druckluft verstärkt werden (siehe Druckluftdüsen
58 und 59).
[0043] Wenn auch bei den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen stets Faserspeisekanäle
3 und 5 vorgesehen sind, so kann dennoch der Faserspeisekanal 5 für das Effekt-Fasermaterial
7 unter Umständen entfallen. Das bandförmige Effekt-Fasermaterial wird dann durch
eine Zuführöffnung 52 in den Faserspeisekanal 3 eingeführt, wobei durch einen entsprechend
gewählten Abstand der Zuführeinrichtung 6 von der Zuführöffnung 52 und damit vom Faserspeisekanal
3 sichergestellt wird, daß das Faserband 7 nur soweit in den Faserspeisekanal 3 hineinreicht,
daß dort eine ordnungsgemäße Auflösung des Effekt-Fasermaterials gewährleistet ist.
[0044] Wie Figur 2 zeigt, besitzt die Auflösewalze 22 eine sägezahnartige Gamiturwicklung
8. Durch die schraubenartigen Gänge der Garniturwicklung 8 wandert die Luft von der
einen Stirnseite 28 der Auflösewalze 22, an welcher sich das bei der Rotation (Pfeil
21) der Auflösewalze 22 voreilende Ende 80 der Gamiturwicklung 8 befindet, in Richtung
zu der Stirnseite 23, an welcher sich das nacheilende Ende 81 der Garniturwicklung
8 befindet, oder umgekehrt. Die Richtung, in welcher Luft seitlich abwandert, hängt
davon ab, ob die Umfangsgeschwindigkeit der Auflösewalze 22 größer als die Luftgeschwindigkeit
ist oder umgekehrt. Die Luftgeschwindigkeit nimmt somit über den Querschnitt in Richtung
zur Stirnseite 23 oder 28 der Auflösewalze 22 zu. Um diese größere Luftgeschwindigkeit
und die dadurch bedingte Injektorwirkung voll für die Auflösung des Effekt-Fasermaterials
ausnutzen zu können, erfolgt die Zuführung des Effekt-Fasermaterials in den Transportluftstrom
9 für das Grund-Fasermaterial 26, bezogen auf den Querschnitt, an der Stelle der größten
Luftgeschwindigkeit. Gemäß Figur 2 soll dies bei der Stirnseite 23 der Auflösewalze
22 sein, weshalb der Faserspeisekanal 5 bei diesem Ausführungsbeispiel in Richtung
zu der Stirnseite 23 der Auflösewalze 2 versetzt in den Faserspeisekanal 3 einmündet.
Auf diese Weise mündet die Zuführöffnung 52 im Bereich der größeren Strömungsgeschwindigkeit
in den Faserspeisekanal 3 ein, nämlich auf der Seite des Faserspeisekanals 3, zu welcher
die Luft durch die Gamiturwicklung 8 gefördert wird.
[0045] Wenn der Faserspeisekanal 5 dieselbe Breite wie der Faserspeisekanal 3 aufweist,
so wird ein Bandführer 66 (Figur 5) vor der Einführung des Faserbandes 7 in den zweiten
Faserspeisekanal 5 so angeordnet, daß dieser das Faserband 7 auf der Seite des Faserspeisekanals
5 hält, auf welcher sich die größere Luftgeschwindigkeit im Faserspeisekanal 3 ausbildet.
[0046] Durch die beschriebene asymmetrische Zufuhr des Effekt-Fasermaterials 7 in einen
Querschnittsbereich des Faserspeisekanal 3 mit erhöhter Strömungsgeschwindigkeit wird
eine intensive Sogeinwirkung auf das Faserband 7 erreicht, da die Strömungsgeschwindigkeit
wesentlich höher als die Zuführgeschwindigkeit des Faserbandes 7 ist, so daß der normale,
am Spinnelement anliegende Spinnunterdruck auch für die Auflösung des Faserbandes
7 ausreicht.
[0047] Es ist zur Erzielung unterschiedlicher Effektgarne auch möglich, die Zuführeinrichtung
6 so mit dem Motor 63 (Figur 1) zu verbinden, daß das Übersetzungsverhältnis auf unterschiedliche
Werte eingestellt werden kann. Dies kann beispielsweise durch Austausch von Zahnrädern
auf den Antriebswellen von Motor 63 und Zuführwalze 60 geschehen. Je nach der gewünschten
Intensität der Effekte kann somit für die Zuführeinrichtung eine höhere oder eine
niedrigere Zuführgeschwindigkeit gewählt werden, die während des Produktionsprozesses
dann jedoch konstant bleibt.
[0048] Es kann auch vorgesehen werden, daß zur Zuführung von Effekt-Fasermaterial in Form
eines weiteren Faserbandes 72 außer dem Faserspeisekanal 5 mit seiner Zuführeinrichtung
6 ein weiterer Faserspeisekanal 57 mit einer Lufteintrittsöffnung 53 und einer Zuführöffnung
56 und einer Zuführeinrichtung 67 in den Faserspeisekanal 3 einmündet. Auch die Zuführeinrichtung
67 besteht aus einer Zuführwalze 670 und einem Druckroller 671. Die Zuführwalze 670
wird mittels eines Übertriebes 620 vom Motor 63 aus angetrieben. Damit die Effekte,
die durch das mittels der Zuführeinrichtung 6 zugeführte Faserband 7 erzeugt werden,
und jene, die durch das mittels der Zuführeinrichtung 67 zugeführte Faserband 72 erzeugt
werden, unterschiedlich stark sind, werden die Zuführeinrichtungen 6 und 67 durch
geeignete Festlegung des Übersetzungsverhältnisses vom Motor 63 aus mit unterschiedlicher
konstanter Geschwindigkeit angetrieben.
[0049] Das Effekt-Fasermaterial verschiedener Faserbänder 7 und 72 kann je nach Platzverhältnissen
dem Faserspeisekanal 3 durch mehrere oder eine einzige Zuführöffnung zugeführt werden.
Im letzteren Fall erfolgt die Zusammenführung des aufgelösten oder noch aufzulösenden
Effekt-Fasermaterials spätestens an der gemeinsamen Zuführöffnung.
[0050] Um definierte Auflöseverhältnisse zu erzielen, kann das Faserband 7 und/oder 72,
während es der Luftströmung ausgesetzt wird, durch die Zuführeinrichtung 6 bzw. 67
zurückgehalten werden. Es kann aber auch zu diesem Zweck zwischen der Zuführeinrichtung
6 bzw. 67 und dem ersten Faserspeisekanal 3 eine Rückhalte- oder Abrißkante 54 vorgesehen
werden. Diese befindet sich gemäß Figur 1 zwischen Faserspeisekanal 5 und Faserspeisekanal
3. Auch gemäß Figur 4 ist an dieser Stelle eine Abrißkante 54 vorgesehen, während
eine als Stift ausgebildete Abrißkante 55 an einer Knickstelle im Faserspeisekanal
57 vorgesehen ist. Eine solche Abrißkante 54 bzw. 55 ist sehr wichtig, da hierdurch
die Einwirkung der Luft auf das freie Ende des Faserbandes 7 bzw. 72 begrenzt wird.
Hierdurch wird vermieden, daß zu große Faserbatzen in das Spinnelement gelangen können,
was zu Fadenbrüchen führen könnte.
[0051] Wenn mit der beschriebenen Offenend-Spinnvorrichtung normales Garn ohne Effekte hergestellt
werden soll, so genügt es, die Zuführung von Effekt-Fasermaterial durch die Zuführöffnung
52 und/oder 56 zu unterbrechen. Dies geschieht durch Stillsetzen des Antriebs der
Zuführeinrichtung 6 und/oder 67. Die Lufteintrittsöffnung 51 bzw. 53, die während
der Herstellung von Effektgarnen zur Erzeugung eines Transport- und Auflöseluftstromes
erforderlich ist, hat dabei keine Auswirkungen auf den Transport der aus dem Grund-Fasermaterial
herausgelösten Einzelfasern 20. Sollte jedoch aus Gründen des Lufthaushalts in der
Offenend-Spinnvorrichtung hier eine Luftzufuhr nicht erwünscht sein, so kann, wie
dies Figur 3 am Beispiel des Faserspeisekanals 5 schematisch zeigt, dem Faserspeisekanal
5 auch ein steuerbares Verschlußorgan 91 zugeordnet sein, das in seiner Schließstellung
eine solche Luftzufuhr unterbindet. Die Ausbildung des Verschlußorganes und seine
Steuerung können je nach Bedarf unterschiedlich ausgebildet sein. Um den Transport
der aus dem Faserband 7 herausgelösten Einzelfasern 71 zum Faserspeisekanal 3 nicht
zu beeinträchtigen und um die Gefahr von Faserstauchungen auszuschließen, befindet
sich bei der in Figur 3 gezeigten Ausführung das Verschlußorgan 91 in jenem Bereich
des Faserspeisekanal 3, in welchem das Faserband 7 noch nicht zu Einzelfasern und
Faserbüscheln 71 aufgelöst worden ist.
1. Verfahren zur Herstellung eines Effektgarnes auf Offenend-Spinnvorrichtungen, bei
welchem bandartiges Grund-Fasermaterial zu Einzelfasem aufgelöst und in einem Luftstrom
einem Offenend-Spinnelement zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Effekt-Fasermaterial
mit konstanter Geschwindigkeit in Form eines Faserbandes einem Luftstrom zugeführt
wird und durch diesen Luftstrom Faserbüschel abgelöst und die so abgelösten Faserbüschel
zusammen mit dem aufgelösten Grund-Fasermaterial dem Offenend-Spinnelement zugeführt
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungsgeschwindigkeit
des Luftstromes wesentlich höher ist als die Zuführgeschwindigkeit des Effekt-Fasermaterials.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Effekt-Fasermaterial,
unmittelbar bevor es dem Luftstrom zugeführt wird, eine Rückhaltung erfährt.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Effekt-Fasermaterial in einem Eftektmaterial-Luftstrom zu Faserbüschein aufgelöst
und die so abgelösten Faserbüschel mit diesem Effektmaterial-Luftstrom dem Transportluftstrom
für das Grund-Fasermaterial zugeführt werden.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Effekt-Fasermaterial während der Beschleunigung des Transportluftstromes diesem
zugeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablösung des Effekt-Fasermaterials
vor Beendigung der Beschleunigung des Transportluftstromes erfolgt.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Transportluftstrom und der Effektmaterial-Luftstrom vor ihrer Vereinigung
im wesentlichen die gleiche Strömungsrichtung aufweisen.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zuführung des Effekt-Fasermaterials in den Transportluftstrom für das Grund-Fasermaterial,
bezogen auf den Querschnitt, an der Stelle der größten Luftgeschwindigkeit erfolgt.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die konstante Zuführgeschwindigkeit des Effekt-Fasermaterials je nach den gewünschten
Effekten festgelegt wird.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß das Effekt-Fasermaterial in Form von mehreren Faserbändern zugeführt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Effekt-Fasermaterial
bestehenden Faserbänder mit unterschiedlichen konstanten Geschwindigkeiten dem Transportluftstrom
zugeführt werden.
12. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 11, mit einer Auflösevorrichtung zum Auflösen des Grund-Fasermaterials und einem
Faserspeisekanal zum Zuführen des Grundmaterials von der Auflösevorrichtung zum Offenend-Spinnelement
sowie einer Zuführeinrichtung zum Zuführen von Effekt-Fasermaterial, dadurch gekennzeichnet,
daß der Faserspeisekanal (3) eine Zuführöffnung (52, 56) aufweist, durch die das Effekt-Fasermaterial
dem Faserspeisekanal (3, 5) zugeführt wird, das von der Zuführeinrichtung (6, 67)
mit konstanter Geschwindigkeit geliefert wird.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Zuführeinrichtung
(6, 67) und dem Faserspeisekanal (3) eine Rückhaltekante (54, 55) vorgesehen ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Faserspeisekanal
(3) Querschnittsflächen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit der von ihm geführten
Luftströmung aufweist und die Zuführöffnung (52, 56) im Bereich der höheren Strömungsgeschwindigkeit
im Faserspeisekanal (3) angeordnet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch einen Bandführer (66), der
das Faserband (7) im Bereich der höheren Strömungsgeschwindigkeit hält.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis 15, mit einem Faserspeisekanal,
der einen sich verjüngenden und daran anschließend einen zylindrischen Teil aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführöffnung (52, 56) im sich verjüngenden Teil des
Faserspeisekanals (3) angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführöffnung (52,
56) durch das Ende eines Faserspeisekanals (5, 57) für das Effekt-Fasermaterial gebildet
wird, dessen Länge die maximale Stapellänge der im Effekt-Fasermaterial enthaltenen
Einzelfasern (71) übersteigt.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Faserspeisekanal
(5, 57) für das Effekt-Fasermaterial im wesentlichen in Längsrichtung des Faserspeisekanal
(3) für das Grund-Fasermaterial in diesen einmündet.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, bei welchem die Auflösevorrichtung eine Auflösewalze
aufweist und der Faserspeisekanal für das Grund-Fasermaterial tangential zur Auflösewalze
angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Faserspeisekanal (5, 57) für das Effekt-Fasermaterial
die rückwärtige Verlängerung des Faserspeisekanals (3) für das Grund-Fasermaterial
bildet.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum des Auflösewalzengehäuses
(25) im Bereich des Beginns des Faserspeisekanals (3) für das Grund-Fasermaterial
eine Erweiterung (27) aufweist, in welche der Faserspeisekanal (5, 57) für das Effekt-Fasermaterial
tangential einmündet.
21. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis 20, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zuführöffnung (52, 56) ein Verschlußorgan (9) zugeordnet ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußorgan (9)
im Bereich des unaufgelösten Faserbandes (7, 72) angeordnet ist.
23. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis 22, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zuführvorrichtung (6, 67) ein einstellbarer Antrieb (62, 63) zugeordnet ist.
24. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis 23, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zuführvorrichtung (6) als Walzenpaar (60, 61) ausgebildet ist.
25. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis 24, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zuführvorrichtung (6) als Streckwerk (64, 65) ausgebildet ist.
26. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis 25, gekennzeichnet durch
mehrere Zuführvorrichtungen (6, 67) und Zuführöffnung (52, 56) zum Zuführen von Effekt-Fasermaterial
in den Faserspeisekanal (3) für das Grund-Fasermaterial.
1. Procédé de fabrication d'un fil fantaisie sur des dispositifs de filage à bout
ouvert, suivant lequel une matière fibreuse de base en forme de ruban est défaite
en fibres individuelles et fournie dans un courant d'air à un élément de filage à
bout ouvert, caractérisé en ce que la matière fibreuse de fantaisie est fournie à
vitesse constante sous forme d'un ruban de fibres à un courant d'air et à l'aide de
ce courant d'air des flocons de fibres sont détachés et les flocons de fibres ainsi
détachés sont fournis, conjointement à la matière fibreuse de base défaite, à l'élément
de filage à bout ouvert.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la vitesse d'écoulement
du courant d'air est nettement supérieure à la vitesse de fourniture de la matière
fibreuse de fantaisie.
3. Procédé suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la matière fibreuse
de fantaisie subit une retenue immédiatement avant d'être fournie au courant d'air.
4. Procédé suivant une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
la matière fibreuse de fantaisie est défaite dans un courant d'air de matière de fantaisie
en flocons de fibres et les flocons de fibres ainsi détachés sont fournis avec ce
courant d'air de matière de fantaisie au cournat d'air de transport de la matière
fibreuse de base.
5. Procédé suivant une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que
la matière fibreuse de fantaisie est fournie au courant d'air de transport pendant
l'accélération de celui-ci.
6. Procédé suivant la revendication 5, caractérisé en ce que la séparation de la matière
fibreuse de fantaisie a lieu avant l'achèvement de l'accélération du courant d'air
de transport.
7. Procédé suivant une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que
le courant d'air de transport et le courant d'air de matière de fantaisie présentent,
avant leur réunion, essentiellement la même direction découlement.
8. Procédé suivant une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que
la fourniture de la matière fibreuse de fantaisie dans le courant d'air de transport
de la matière fibreuse de base a lieu, par rapport à la section transversale, à l'endroit
de la plus grande vitesse de l'air.
9. Procédé suivant une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que
la vitesse de fourniture constante de la matière fibreuse de fantaisie est fixée suivant
l'effet de fantaisie désiré.
10. Procédé suivant une ou plusieurs des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que
la matière fibreuse de fantaisie est fournie sous la forme de plusieurs rubans de
fibres.
11. Procédé suivant la revendication 10, caractérisé en ce que les rubans de fibres
constitués de matière fibreuse de fantaisie sont fournis avec des vitesses constantes
différentes au courant d'air de transport.
12. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé suivant une ou plusieurs des revendications
1 à 11, comportant un dispositif de séparation pour défaire la matière fibreuse de
base et un canal d'alimentation en fibres pour la fourniture de la matière de base
du dispositif de séparation à l'élément de filage à bout ouvert, ainsi qu'un dispositif
de fourniture pour la fourniture de matière fibreuse de fantaisie, caractérisé en
ce que le canal d'alimentation en fibres (3) présente une ouverture de fourniture
(52, 56), par laquelle est fournie au canal d'alimentation en fibres (3, 5) la matière
fibreuse de fantaisie, qui est amenée à vitesse constante par le dispositif de fourniture
(6, 67).
13. Dispositif suivant la revendication 12, caractérisé en ce qu'entre le dispositif
de fourniture (6, 67) et le canal d'alimentation en fibres (3) est prévue une arête
de retenue (54, 55).
14. Dispositif suivant le revendication 12 ou 13, caractérisé en ce que le canal d'alimentation
en fibres (3) présente des surfaces en section transversale ayant une vitesse différente
de l'écoulement d'air le parcourant et l'ouverture de fourniture (52, 56) est agencée
dans la zone de la vitesse d'écoulement supérieure dans le canal d'alimentation en
fibres (3).
15. Dispositif suivant la revendication 14, caractérisé par un guide de ruban (66),
qui maintient le ruban de fibres (7) dans la zone de la vitesse d'écoulement supérieure.
16. Dispositif suivant une ou plusieurs des revendications 12 à 15, comportant un
canal d'alimentation en fibres qui présente une partie qui se rétrécit et à sa suite
une partie cylindrique, caractérisé en ce que l'ouverture de fourniture (52, 56) est
agencée dans la partie qui se rétrécit du canal d'alimentation en fibres (3).
17. Dispositif suivant la revendication 16, caractérisé en ce que l'ouverture de fourniture
(52, 56) est formée par l'extrémité d'un canal d'alimentation en fibres (5, 57) pour
la matière fibreuse de fantaisie, canal dont la longueur dépasse la longueur de brin
maximum des fibres individuelles (71) contenues dans la matière fibreuse de fantaisie.
18. Dispositif suivant la revendication 17, caractérisé en ce que le canal d'alimentation
en fibres (5, 57) pour la matière fibreuse de fantaisie débouche dans le canal d'alimentation
en fibres (3) pour la matière fibreuse de base, pratiquement suivant la direction
longitudinale de celui-ci.
19. Dispositif suivant la revendication 18, dans lequel le dispositif de séparation
présente une rouleau séparateur et le canal d'alimentation en fibres pour la matière
fibreuse de base est agencé tangentiellement par rapport au rouleau séparateur, caractérisé
en ce que le canal d'alimentation en fibres (5, 57) pour la matière fibreuse de fantaisie
forme le prolongement vers l'arrière du canal d'alimentation en fibres (3) pour la
matière fibreuse de base.
20. Dispositif suivant la revendication 19, caractérisé en ce que l'espace interne
du carter de rouleau séparateur (25) présente, dans la zone du début du canal d'alimentation
en fibres (3) pour la matière fibreuse de base, un élargissement (27) dans lequel
débouche tangentiellement le canal d'alimentation en fibres (5, 57) pour la matière
fibreuse de fantaisie.
21. Dispositif suivant une ou plusieurs des revendications 12 à 20, caractérisé en
ce qu'à l'ouverture de fourniture (52, 56) est associé un organe d'obturation (9).
22. Dispositif suivant la revendication 21, caractérisé en ce que l'organe d'obturation
(9) est agencé dans la zone du ruban de fibres non défait (7, 72).
23. Dispositif suivant une ou plusieurs des revendications 12 à 22, caractérisé en
ce qu'au dispositif de fourniture (6, 67) est associé un entraînement réglable (62,
63).
24. Dispositif suivant une ou plusieurs des revendications 12 à 23, caractérisé en
ce que le dispositif de fourniture (6) est réalisé sous la forme d'une paire de rouleaux
(60, 61).
25. Dispositif suivant une ou plusieurs des revendications 12 à 24, caractérisé en
ce que le dispositif de fourniture (6) est réalisé sous la forme d'un mécanisme d'étirage
(64, 65).
26. Dispositif suivant une ou plusieurs des revendications 12 à 25, caractérisé par
plusieurs dispositifs de founiture (6, 67) et ouvertures de fourniture (52, 56) pour
la fourniture de matière fibreuse de fantaisie dans le canal d'alimentation en fibres
(3) pour la matière fibreuse de base.
1. Process for the production of a fancy yarn on open-end spinning devices in which
sliver-like basic fiber material is opened into individual fibers and is fed to the
open-end spinning element in an air stream, characterized in that the fancy-effect
fiber material is fed at constant speed in form of a fiber sliver in an air stream
and in that fiber tufts are separated by said air stream, whereby the fiber tufts
thus separated are fed to the open-end spinning element together with the opened basic
fiber material.
2. Process as in claim 1, characterized in that the speed of the air stream is considerably
higher than the feeding speed of the fancy-effect fiber material.
3. Process as in claim 1 or 2, characterized in that the fancy-effect fiber material,
immediately before being brought into the air stream, is subjected to retention.
4. Process as in one or several of the claims 1 to 3, characterized in that the fancy-effect
fiber material is separated in a fancy material air stream into fiber tufts and in
that the thus separated fiber tufts are brought by this fancy material air stream
into the conveying air stream for basic fiber material.
5. Process as in one or several of the claims 1 to 4, characterized in that the fancy-effect
fiber material is brought into the conveying air stream during acceleration of said
conveying air stream.
6. Process as in claim 5, characterized in that the separation of the fancy-effect
fiber material takes place before the end of the acceleration of the conveying air
stream.
7. Process as in one or several of the claims 1 to 6, characterized in that the conveying
air stream and the fancy material air stream are flowing in essentially the same direction
before they join together.
8. Process as in one or several of the claims 1 to 7, characterized in that the fancy-effect
fiber material is fed into the air stream conveying the basic fiber material at the
point of the profile where air speed is greatest.
9. Process as in one or several of the claims 1 to 8, characterized in that the constant
feeding speed of the fancy-effect fiber material is determined by the desired effects
to be obtained.
10. Process as in one or several of the claims 1 to 9, characterized in that the fancy-effect
fiber material is fed in form of several fiber slivers.
11. Process as in claim 10, characterized in that the fiber slivers consisting of
fancy-effect fiber material are brought into the conveying air stream at different
constant speeds.
12. Device to carry out the process as in one or several of the claims 1 to 11, with
an opening device to open the basic fiber material and a fiber feeding channel to
feed the basic material from the opening device to the open-end spinning element as
well as with a feeding device for the feeding of fancy-effect fiber material, characterized
in that the fiber feeding channel (3) is provided with a feeding opening (52, 56)
through which the fancy-effect fiber material is fed to the fiber feeding channel
(3, 5) at constant speed by the feeding device (6, 67).
13. Device as in claim 12, characterized in that a retaining edge (54, 55) is provided
between the feeding device (6, 67) and the fiber feeding channel (3).
14. Device as in claim 12 or 13, characterized in that the fiber feeding channel (3)
has profile surfaces with varying flow speeds of the air stream it carries and in
that the feeding opening (52, 56) is located in the area of higher airflow speed in
the fiber feeding channel (3).
15. Device as in claim 14, characterized by a sliver guide (66) which holds the fiber
sliver (7) in the zone of higher airflow speed.
16. Device as in one or several of the claims 12 to 15, equipped with a fiber feeding
channel which is provided with a tapering segment followed by a cylindrical segment,
characterized in that the feeding opening (52, 56) is located in the tapering segment
of the fiber feeding channel (3).
17. Device as in claim 16, characterized in that the feeding opening (52, 56) is formed
by the end of a fiber feeding channel (5, 57) for the fancy-effect fiber material,
whereby the length of said channel exceeds the maximum staple length of the individual
fibers (71) contained in the fancy-effect fiber material.
18. Device as in claim 17, characterized in that the fiber feeding channel (5, 57)
for the fancy-effect fiber material lets out into the fiber feeding channel (3) for
the basic fiber material essentially in the longitudinal sense of the latter.
19. Device as in claim 18, in which the opening device is equipped with an opening
roller and the fiber feeding channel for the basic fiber material is tangent to the
opening roller, characterized in that the fiber feeding channel (5, 57) for the fancy-effect
fiber material forms the rear extension of the fiber feeding channel (3) for the basic
fiber material.
20. Device as in claim 19, characterized in that the interior of the opening roller
housing (25) in the area of the beginning of the fiber feeding channel (3) for the
basic fiber material is provided with a widening (27) into which the fiber feeding
channel (5, 57) for the fancy-effect fiber material lets out at a tangent.
21. Device as in one or several of the claims 12 to 20, characterized in that the
feeding opening (52, 57) is equipped with a closing element (9).
22. Device as in claim 21, characterized in that the closing element (9) is located
in the area of the unopened fiber sliver (7, 72)
23. Device as in one or several of the claims 12 to 22, characterized in that the
feeding device (6, 67) is equipped with an adjustable drive (62, 63).
24. Device as in one or several of the claims 12 to 23, characterized in that the
feeding device (6) consists of a pair of rollers (60, 61).
25. Device as in one or several of the claims 12 to 24, characterized in that the
feeding device (6) consists of drawing rollers (64, 65).
26. Device as in one or several of the claims 12 to 25, characterized by several feeding
devices (6, 67) and feeding openings (52, 56) for the feeding of fancy-effect fiber
material into the fiber feeding channel (3) for the basic fiber material.