[0001] Eine solche Sicherheitsskibindung ist in der AT-PS 343.522 beschrieben. Die von zwei
Achsen durchsetzte Lasche ist hier eine Verlängerung der Tourenplatte, auf der der
Schuh durch einen Sohlenhalter und einen Fersenhalter niedergehalten wird. Beim Tourengehen
schwenkt die Lasche mit der Tourenplatte um die vordere der zwei Achsen, wobei die
Achse zwischen Lasche und Tourenplatte ein Anlegen der Lasche an der vorderen Abschrägung
der Schuhsohle ermöglicht. Als Nachteil dieser Bindung ist anzusehen, daß ein müheloses
Gehen nicht leicht möglich ist, da der Abrollpunkt durch die vordere Achse gegeben
ist, die vor der Schuhspitze liegt.
[0002] In der AT-PS 347.304 ist ebenfalls eine Bindung für Tourengehen und Abfahrtslauf
gezeigt, die aus einer Basisplatte besteht, die zwischen am Ski befestigte Teile einer
Sicherheitsbindung einspannbar ist. An dieser Basisplatte ist mittels Schwenkachse
eine Tourenplatte angelenkt, auf der der Schuh mittels Haltevorrichtungen befestigbar
ist. Dabei ist diese Schwenkachse etwa in den Bereich des Fußballens zurückversetzt,
um ein natürliches Gehgefühl zu vermitteln. Nachteil dieser Bindung ist die aufgrund
der beiden übereinanderliegenden Platten verursachte große Höhe, die den unmittelbaren
Kontakt zwischen Schuh und Ski verschlechtert.
[0003] Bei der Tourenbindung nach der AT-PS 357.450 wird ebenfalls eine Basisplatte verwendet.
An diese ist die Tourenplatte über eine Lasche angelenkt. Die Lasche bildet mit der
Tourenplatte einen Kniehebel, der bei eingespanntem Schuh durch die Schuhsohle gesperrt
ist. Beim Umstellen auf Tourengehen muß der Skifahrer aus der Bindung aussteigen,
um den Kniehebel zu entarretieren; erst dann kann die Tourenplatte aus ihrer hinteren
Verrastung herausgezogen werden. Beim neuerlichen Einsteigen mit den Schuh in die
Bindung wird der Kniehebel wieder arretiert. Abgesehen von der durch die zwei übereinander
liegenden Platten verursachten großen Höhe der Bindung ist die Umstellung von Abfahrts-
auf Tourenstellung und umgekehrt umständlich, da der Schuh aus der Bindung entfernt
werden muß.
[0004] Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Skibindung der eingangs genannten
Art zu schaffen, die ein anatomisch richtiges Gehen mit der Tourenbindung ermöglicht.
[0005] Erreicht wird das gesetzte Ziel erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 enthaltenen
Merkmale.
[0006] Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist sichergestellt, daß beim Umstellen der
Bindung auf Tourengehen, indem die Tourenplatte mittels Verschwenkung der Lasche aus
dem hinteren Riegel herausgezogen, angehoben und nach vorne verschoben wird und dabei
auf der Achse der Lasche zur Auflage kommt, die somit die Stelle bildet, um den die
Tourenplatte kippen kann, der Kippunkt etwa im Zehen- bis Ballenbereich zu liegen
kommt, also gegenüber dem normalerweise vor der Schuhspitze liegenden Drehpunkt zurückversetzt
ist. Dabei kann die Lage des Kippunktes durch Variation der Länge der Lasche auf optimalen
Gehkomfort abgestimmt werden.
[0007] Durch die Merkmale des Anspruches 2 und 3 wird gewährleistet, daß die Tourenplatte
in ihrer abgesenkten Lage bei Tourenstellung wieder parallel zur Skioberseite liegt.
[0008] Die Form der Lasche und des die Lasche mit der Tourenplatte verbindenden Schwenkbolzens
wird durch die Merkmale des Anspruches 4 und 5 bestimmt, wobei die Gestaltung der
Lasche derart ist, daß sie in ihrem verschwenkten Zustand als Führung für die Tourenplatte
dient. Die Merkmale der Ansprüche 6 und 7 ergeben eine günstige Ausgestaltung des
Lagerbocks in Verbindung mit weiteren Bauteilen.
[0009] Durch die Merkmale der Ansprüche 8, 9, 10 und 12 ist die Ausgestaltung des Schiebers
festgelegt, dessen Funktion es ist den Schwenkbolzen in Abfahrts- und in Tourenstellung
mit einem seiner Fortsätze zu verriegeln. Um die Verriegelung aufzuheben, muß der
Schieber jedesmal gegen die Kraft der Zugfeder zur Skispitze hin bewegt werden. Günstigerweise
wird der Schieber durch Einsatz eines Skistockes in seine Vertiefung bewegt, ohne
daß man sich bücken oder aus der Bindung aussteigen muß. Die Tiefe der Freistellung
zwischen den Fortsätzen nach den Merkmalen von Anspruch 10 ist für den maximalen Kippwinkel
um die Achse verantwortlich, und dieser soll so groß sein, daß er beim normalen Tourengehen
nicht überschritten wird.
[0010] Nach den Merkmalen des Anspruches 11 ist eine Distanzbeziehung zwischen der Unterseite
des hinteren Vorsprunges des Lagerbocks und dem Schwenkbolzen hergestellt, entsprechend
der die Stärke des unteren Fortsatzes des Schiebers bemessen wird.
[0011] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nun anhand der Zeichnung,
die ein Ausführungsbeispiel darstellt, näher beschrieben. Dabei zeigen:
Fig.l Sicherheitsskibindung mit Skischuh und einem nur angedeuteten Fersenhalter in
Abfahrtsstellung mit in der Mitte verkürzter Tourenplatte in einem Schnitt der Fig.4
entlang der Linie I-I
Fig.2 Sicherheitsskibindung analog Fig.l in Tourenstellung
Fig.3 Sicherheitsskibindung analog Fig.l beim Tourengehen
Fig.4 Draufsicht auf den am Ski montierten Lagerbock mit Schieber, Lasche und Tourenplatte
Fig.5 Schrägriß analog Fig.4
[0012] Die Ausführungsform nach den Fig.l bis 5 stellt eine Sicherheitsskibindung für Tourengehen
und Abfahrtslauf dar. Auf der Oberseite eines Ski 1 sind mittels nicht dargestellter
Schrauben ein Lagerbock 2, ein Auflagestück 3 und ein Riegel 4 montiert. Der Lagerbock
2 besteht aus einer mit dem Ski 1 verschraubten Bodenplatte 5 und zwei Seitenwänden
6, deren Abstand größer ist als die Breite der Skischuhspitze und die in ihrem oberen
Bereich zwei Vorsprünge 6a,6b aufweisen, wobei der der Skispitze nähere, vordere Vorsprung
6a am oberen Rand der Seitenwand 6 in Form einer Leiste etwa bis zur Mitte des Lagerbocks
2 verläuft und der hintere Vorsprung 6b tiefgezogen in den Lagerbock 2 hinunterragt.
Die Breite der Vorsprünge 6a,6b ist so gewählt, daß sie eine sichere Führung für den
oberen und unteren Fortsatz 8,9 des Schiebers 7 gewährleisten. Die Bodenplatte 5 hat
in ihrem vorderen Teil ein Widerlager 5a, das senkrecht zur Skilängsrichtung verläuft
und eine Befestigungsmöglichkeit für eine oder mehrere Zugfedern 11 bildet. Im hinteren
Teil der Bodenplatte 5 befindet sich eine Durchbrechung 5b. Auf einer Achse 12, die
etwa durch die Mitte der beiden Seitenwände 6 des Lagerbocks 2 geht, ist zwischen
diesen eine Lasche 13 angelenkt.
[0013] An dem der Achse 12 abgelegenen Teil der Lasche 13 befindet sich eine weitere zur
Achsbohrung parallele Bohrung, durch die ein Schwenkbolzen 14 geht, der die Lasche
13 mit der Tourenplatte 15 verbindet. Ineinandergreifende Teile von Lasche 13 und
Tourenplatte 15 sind verzahnt. Der Schwenkbolzen 14 überragt in seiner Länge die Lasche
13 um den Abschnitt 14a des Schwenkbolzens 14, der so bemessen ist, daß er die Verschwenkung
der Lasche 13 zwischen den Seitenwänden 6 des Lagerbocks 2 bzw. deren Vorsprüngen
6a,6b nicht behindert. In der Abfahrtsstellung nach Fig.l liegt die Oberseite der
Lasche 13 mit der der Tourenplatte 15 in einer Ebene. Die Unterseite der Lasche 13
weist unter der Achse 12 eine Verbreiterung 13a auf, die die Durchbrechung 5b in der
Bodenplatte 5 durchsetzt. Anschließend an die Verbreiterung 13a hat die Lasche 13
eine Ausnehmung 13b, die in der Tourenstellung nach Fig.2, also im verschwenkten Zustand
der Lasche 13, den auf der Tourenplatte 15 montierten Sohlenhalter 17 aufnimmt.
[0014] Auf der Tourenplatte 15 steht der Skischuh 18, der an seinem vorderen Ende durch
einen Sohlenhalter 17 und an seinem hinteren Ende durch einen Sicherheitsfersenhalter
19 festgehalten wird. An ihrem hinteren Ende ist die Tourenplatte 15 so gestaltet,
daß sie vom skifesten Riegel 4 niedergehalten werden kann. An ihrer Unterseite besitzt
die Tourenplatte 15 im vorderen Bereich eine Abflachung 15a, die in Tourenstellung
die ebene Auflage der Tourenplatte 15 auf der Achse 12 ermöglicht und im hinteren
Bereich eine Aussparung 15b, die in Abfahrtsstellung bei verriegelter Tourenplatte
15 das skifeste Auflagestück 3 aufnimmt.
[0015] Am Lagerbock 2 ist mittels Zugfeder 11 der Schieber 7 befestigt, der in der Draufsicht
U-förmig ist, wobei die Zugfeder 11 am Steg 7b des Schiebers 7 angreift. An der oberen
Fläche des Steges 7b befindet sich eine Vertiefung 7c, die zum Eingriff einer Skistockspitze
gedacht ist. Die Schenkel 7a des Schiebers 7 in der Seitenansicht bestehen aus zwei
gabelförmigen Fortsätzen 8,9, zwischen denen sich eine Freistellung 10 befindet. Der
von der Skioberseite weiter entfernte, obere Fortsatz 8 wird am vorderen Vorsprung
6a der Lagerbockwand geführt. Seine Länge ist so bemessen, daß er in Tourenstellung
den Schwenkbolzen 14 übergreift und damit die Lasche 13 in ihrer Bewegung nach oben
hin begrenzt. Der untere Fortsatz 9 des Schiebers 7 gleitet mit seinem ersten Abschnitt
9a auf der Bodenplatte 5 des Lagerbocks 2, der zweite Abschnitt 9b weist schräg nach
oben, während der dritte Abschnitt 9c parallel zur Skioberseite verläuft und in Abfahrtsstellung
in einer Führung liegt, die durch die Unterseite des hinteren Vorsprunges 6b der Lagerbockwand
und den die Lasche 13 überragenden Abschnitt 14a des Schwenkbolzens 14 gebildet wird.
Durch diesen Fortsatz 9 wird in der Abfahrtsstellung der Schwenkbolzen 14 und damit
die Lasche 13 arretiert.
[0016] In der Abfahrtsstellung nach Fig.l liegt die Oberseite der Lasche 13 und die der
am hinteren Ende verriegelten Tourenplatte 15 in einer Ebene. Beim Umstellen auf Tourengehen
wird mittels Einsatzes der Skistockspitze in die Vertiefung 7c des Steges 7b der Schieber
7 in Richtung zur Skispitze hin soweit verschoben, daß der Schwenkbolzen 14 frei wird
und die Lasche 13 um die Achse 12 nach vorne verschwenkt werden kann. Diese Bewegung
kann auch im Stehen, ohne aus der Bindung auszusteigen, durch Anheben und Vorwärtsbewegung
der Tourenplatte jeweils mit einem Fuß ausgeführt werden. Dabei wird die Lasche 13
bis zum Anschlag der Tourenplatte 15 an der Achse 12 verschwenkt. Beim Loslassen des
Schiebers 7 geht dieser infolge der Zugfeder 11 in seine Ausgangslage zurück und begrenzt
mit seinem oberen Fortsatz 8 die Bewegung des Schwenkbolzens 14 nach oben. Zugleich
mit der Vorwärtsbewegung der Tourenplatte 15 wird diese an ihrem hinteren Ende entriegelt
und kommt mit ihrem Endbereich am Auflagestück 3 zu liegen. Diese als Tourenstellung
bezeichnete Stellung der Bindung ist aus Fig.2 ersichtlich. Beim Tourengehen nach
Fig.3 kippt die Tourenplatte 15 um die Achse 12 bis zu einem maximalen Kippwinkel
α , der durch die Tiefe der Freistellung 10 zwischen den Fortsätzen 8,9 des Schiebers
bestimmt ist. Für extreme Lagen, z.B. Niederknien, ist eine Verschwenkung der Tourenplatte
15 um den Schwenkbolzen 14 bis zu Schwenkwinkeln (6 über 90
0 möglich (siehe die strichlierte Lage in Fig.3).
[0017] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebene und in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform
beschränkt. Es sind Abwandlungen denkbar, ohne den Schutzumfang zu verlassen. So können
beispielsweise anstatt einer Lasche auch zwei Laschen vorgesehen sein, die die Tourenplatte
seitlich umgreifen. Auf diese Weise erübrigt sich die Verwendung einer ineinandergreifenden
Verzahnung von Lasche und Tourenplatte. Die beiden Laschen können auch mit den Seitenwänden
der Tourenplatte fluchtend abschließen, wobei dann in diesem Bereich die Tourenplatte
beidseitig abgesetzt ist.
[0018] Der untere Fortsatz des Schiebers kann sich nicht nur am Abschnitt des Schwenkbolzens
sondern auch zusätzlich an der Achse abstützen.
[0019] Des weiteren kann statt der Zugfeder auch eine Druckfeder zum Einsatz kommen, die
sich einerseits am Widerlager der Bodenplatte des Lagerbocks und anderseits an einem
nach innen weisenden Ansatz des ersten Abschnittes des unteren Fortsatzes des Schiebers
abstützt.
1. Sicherheitsskibindung für Tourengehen und Abfahrtslauf, bestehend aus mindestens
einer im vorderen Bereich liegenden, um eine quer zur Skilängsrichtung und parallel
zur Skioberseite in einem skifesten Lagerbock verlaufende Achse verschwenkbaren Lasche
und einer mittels eines zur Achse parallelen Schwenkbolzens an dieser Lasche angelenkten
Tourenplatte, deren hinteres, einen Sicherheitsfersenhalter tragendes Ende in Abfahrtsstellung
mit dem Ski verriegelbar ist und deren vorderes Ende einen Sohlenhalter trägt, wobei
in der Abfahrtsstellung die Achse der Lasche vor dem Schwenkbolzen liegt, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Abfahrtsstellung die Lasche (13) durch einen Schieber (7)
arretiert ist, daß zum Umstellen auf Tourengehen der Schieber (7) nach vorne hin verschoben
und die Tourenplatte (15) mittels Verschwenkung der Lasche (13) nach vorne bewegt
wird, so daß der Schwenkbolzen (14) vor der Achse (12) der Lasche (13) zu liegen kommt
und in dieser Lage die Lasche (13) durch Verschiebung des Schiebers (7) nach hinten
in ihrer Bewegung begrenzt wird, und daß beim Tourengehen, in einer ersten Phase des
Anhebens, sich die Tourenplatte (15) an der Achse (12) abstützt und um diese kippt.
2. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tourenplatte
(15) im vorderen Bereich an ihrer Unterseite eine Abflachung (15a) aufweist, mittels
deren die Tourenplatte (15) bei Tourenstellung in ihrer abgesenkten Lage an der lagerbockfesten
Achse (12) aufliegt.
3. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tourenplatte
(15) im hinteren Bereich an ihrer Unterseite eine Aussparung (15b) hat, die in der
Abfahrtsstellung ein skifestes Auflagestück (3) aufnimmt, welches in Tourenstellung
die Auflage für den Endbereich der Tourenplatte (15) bildet.
4. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkbolzen
(14) ineinandergreifende Zähne (16) von Lasche (13) und Tourenplatte (15) durchsetzt
und in seiner Länge die Lasche (13) um einen Abschnitt (14a) überragt, der so bemessen
ist, daß er die Schwenkung der Lasche (13) zwischen den Seitenwänden (6) des Lagerbocks
(2) bzw. deren Vorsprüngen (6a,6b) gerade zuläßt.
5. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lasche (13)
in Abfahrtsstellung mit der Tourenplatte (15) in einer Ebene liegt und an ihrer Unterseite
unter der Achse (12) eine Verbreiterung (13a) und anschließend eine Ausnehmung (13b)
besitzt, wobei in der Tourenstellung die Verbreiterung (13a) eine Führung für die
Tourenplatte (15) darstellt und die Ausnehmung (13b) Schenkelenden des bügelförmigen
Sohlenhalters (17) aufnimmt.
6. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß der Lagerbock
(2) aus einer mit dem Ski (1) zu verschraubenden Bodenplatte (5) mit zwei Seitenwänden
(6) besteht, deren Abstand etwas größer als die Breite der Skischuhspitze (1) ist,
und die oben einen vorderen und einen hinteren Vorsprung (6a,6b) unterschiedlicher
Höhe aufweisen, welche Vorsprünge (6a,6b) eine Führung für den Schieber (7) bilden.
7. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenplatte
(5) des Lagerbocks (2) im vorderen Teil ein Widerlager (5a) für die Befestigung mindestens
einer Feder, z.B. einer Zugfeder (11), und im hinteren Teil eine Durchbrechung (5b)
zur Aufnahme der Verbreiterung (13a) der Lasche (13) in Abfahrtsstellung aufweist.
8. Sicherheitsskibindung nach den Ansprüchen 1, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schieber (7) in der Draufsicht eine U-Form besitzt, an dessen Steg (7b) die mit
ihrem anderen Ende am Widerlager (5a) des Lagerbocks (2) befestigte Feder (11) angreift
und dessen Schenkel (7a) in der Seitenansicht zwei gabelförmige Fortsätze (8,9) verschiedener
Länge aufweisen, die an den durch die Vorsprünge (6a,6b) der Seitenwände (6) des Lagerbocks
(2) gebildeten Führungen gleiten.
9. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Fortsatz
(9) des Schiebers (7) mehrere Abschnitte aufweist, wobei dessen erster Abschnitt (9a)
auf der Bodenplatte (5) des Lagerbocks (2) anliegt, der zweite Abschnitt (9b) schräg
nach oben gebogen sich in einen dritten Abschnitt (9c) parallel zur Bodenplatte (5)
fortsetzt, dessen Länge die Distanz von Achse (12) und Schwenkbolzen (14) etwas überschreitet
und der am hinteren Vorsprung (6b) der Seitenwand (6) des Lagerbocks (2) geführt ist,
und daß der obere Fortsatz (8) am vorderen Vorsprung (6a) des Lagerbocks (2) geführt
ist und in der Tourenstellung den Schwenkbolzen (14) übergreift.
10. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den
Fortsätzen (8,9) des Schiebers (7) eine Freistellung (10) vorhanden ist, die in ihrer
Tiefe den maximalen Kippwinkel α der Tourenplatte (15) um die Achse (12) bestimmt,
und darüber hinaus die Tourenplatte (15) mit einem Schwenkwinkel ß um den Schwenkbolzen
(14) verschwenkbar ist.
11. Sicherheitsskibindung nach einem der Ansprüche 4,6,8 und 9, dadurch gekennzeichnet,
daß in Abfahrtsstellung die Unterseite des hinteren Vorsprunges (6b) des Lagerbocks
(2) mit dem über die Lasche (13) vorstehenden Abschnitt (14a) des Schwenkbolzens (14)
eine Führung für den unteren Fortsatz (9) des Schiebers (7) bildet.
12. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich im Steg
(7b) des Schiebers (7) eine Vertiefung (7c) an der oberen, zum Ski (1) parallelen
Fläche zum Einsatz eines Skistockes befindet.
13. Sicherheitsskibindung nach den Ansprüchen 7, 8 und 9 dadurch gekennzeichnet, daß
die zwischen dem auf der Bodenplatte des Lagerbocks befindlichen Widerlager und einem
nach innen weisenden Ansatz des ersten Abschnittes des unteren Fortsatzes des Schiebers
vorgesehene Feder eine Druckfeder ist.