(19)
(11) EP 0 219 717 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
29.04.1987  Patentblatt  1987/18

(21) Anmeldenummer: 86113325.4

(22) Anmeldetag:  27.09.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4A63C 9/081
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR LI

(30) Priorität: 01.10.1985 AT 2831/85

(71) Anmelder: TMC CORPORATION
CH-6340 Baar/Zug (CH)

(72) Erfinder:
  • Wittmann, Heinz
    A-1120 Wien (AT)
  • Erdei, Roland
    A-2486 Pottendorf (AT)

(74) Vertreter: Szász, Tibor, Dipl.-Ing. 
HTM Sport- und Freizeitgeräte AG Tyroliaplatz 1
A-2320 Schwechat
A-2320 Schwechat (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Sicherheitsbindung zum Tourengehen


    (57) Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsskibindung für Tourengehen und Abfahrtslauf, bestehend aus mindestens einer im vorderen Bereich liegenden, um eine querzurSkilängsrichtung und parallel zur Skioberseite in einem skifesten Lagerbock verlaufende Achse (12) verschwenkbaren Lasche (13) und einer mittels eines zur Achse (12) parallelen Schwenkbolzens (14) an dieser Lasche (13) angelenkten Tourenplatte (15), wobei in der Abfahrtsstellung die Achse (12) der Lasche (13) vor dem Schwenkbolzen (14) liegt. Das hintere Ende der Tourenplatte (15), das einen Sicherheitsfersenhalter trägt, ist in Abfahrtsstellung mit dem Ski (1) verriegelbar, wobei deren vorderes Ende einen Sohlenhalter (17) trägt.
    Erfindungsgemäß ist in der Abfahrtsstellung die Lasche (13) durch einen Schieber (7) arretiert. Zum Umstellen auf Tourengehen wird der Schieber (7) nach vorne hin verschoben und die Tourenplatte (15) mittels Verschwenkung der Lasche (13) nach vorne bewegt, so daß der Schwenkbolzen (14) vor der Achse (12) der Lasche (13) zu liegen kommt und in dieser Lage die Lasche (13) durch Verschieben des Schiebers (7) nach hinten in ihrer Bewegung begrenzt wird. Beim Tourengehen stützt sich die Tourenplatte (15) an der Achse (12) ab und kippt um diese, wobei für extreme Stellungen eine weitere Verschwenkung der Tourenplatte (15) um den Schwenkbolzen (14) vorgesehen ist.




    Beschreibung


    [0001] Eine solche Sicherheitsskibindung ist in der AT-PS 343.522 beschrieben. Die von zwei Achsen durchsetzte Lasche ist hier eine Verlängerung der Tourenplatte, auf der der Schuh durch einen Sohlenhalter und einen Fersenhalter niedergehalten wird. Beim Tourengehen schwenkt die Lasche mit der Tourenplatte um die vordere der zwei Achsen, wobei die Achse zwischen Lasche und Tourenplatte ein Anlegen der Lasche an der vorderen Abschrägung der Schuhsohle ermöglicht. Als Nachteil dieser Bindung ist anzusehen, daß ein müheloses Gehen nicht leicht möglich ist, da der Abrollpunkt durch die vordere Achse gegeben ist, die vor der Schuhspitze liegt.

    [0002] In der AT-PS 347.304 ist ebenfalls eine Bindung für Tourengehen und Abfahrtslauf gezeigt, die aus einer Basisplatte besteht, die zwischen am Ski befestigte Teile einer Sicherheitsbindung einspannbar ist. An dieser Basisplatte ist mittels Schwenkachse eine Tourenplatte angelenkt, auf der der Schuh mittels Haltevorrichtungen befestigbar ist. Dabei ist diese Schwenkachse etwa in den Bereich des Fußballens zurückversetzt, um ein natürliches Gehgefühl zu vermitteln. Nachteil dieser Bindung ist die aufgrund der beiden übereinanderliegenden Platten verursachte große Höhe, die den unmittelbaren Kontakt zwischen Schuh und Ski verschlechtert.

    [0003] Bei der Tourenbindung nach der AT-PS 357.450 wird ebenfalls eine Basisplatte verwendet. An diese ist die Tourenplatte über eine Lasche angelenkt. Die Lasche bildet mit der Tourenplatte einen Kniehebel, der bei eingespanntem Schuh durch die Schuhsohle gesperrt ist. Beim Umstellen auf Tourengehen muß der Skifahrer aus der Bindung aussteigen, um den Kniehebel zu entarretieren; erst dann kann die Tourenplatte aus ihrer hinteren Verrastung herausgezogen werden. Beim neuerlichen Einsteigen mit den Schuh in die Bindung wird der Kniehebel wieder arretiert. Abgesehen von der durch die zwei übereinander liegenden Platten verursachten großen Höhe der Bindung ist die Umstellung von Abfahrts- auf Tourenstellung und umgekehrt umständlich, da der Schuh aus der Bindung entfernt werden muß.

    [0004] Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Skibindung der eingangs genannten Art zu schaffen, die ein anatomisch richtiges Gehen mit der Tourenbindung ermöglicht.

    [0005] Erreicht wird das gesetzte Ziel erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 enthaltenen Merkmale.

    [0006] Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist sichergestellt, daß beim Umstellen der Bindung auf Tourengehen, indem die Tourenplatte mittels Verschwenkung der Lasche aus dem hinteren Riegel herausgezogen, angehoben und nach vorne verschoben wird und dabei auf der Achse der Lasche zur Auflage kommt, die somit die Stelle bildet, um den die Tourenplatte kippen kann, der Kippunkt etwa im Zehen- bis Ballenbereich zu liegen kommt, also gegenüber dem normalerweise vor der Schuhspitze liegenden Drehpunkt zurückversetzt ist. Dabei kann die Lage des Kippunktes durch Variation der Länge der Lasche auf optimalen Gehkomfort abgestimmt werden.

    [0007] Durch die Merkmale des Anspruches 2 und 3 wird gewährleistet, daß die Tourenplatte in ihrer abgesenkten Lage bei Tourenstellung wieder parallel zur Skioberseite liegt.

    [0008] Die Form der Lasche und des die Lasche mit der Tourenplatte verbindenden Schwenkbolzens wird durch die Merkmale des Anspruches 4 und 5 bestimmt, wobei die Gestaltung der Lasche derart ist, daß sie in ihrem verschwenkten Zustand als Führung für die Tourenplatte dient. Die Merkmale der Ansprüche 6 und 7 ergeben eine günstige Ausgestaltung des Lagerbocks in Verbindung mit weiteren Bauteilen.

    [0009] Durch die Merkmale der Ansprüche 8, 9, 10 und 12 ist die Ausgestaltung des Schiebers festgelegt, dessen Funktion es ist den Schwenkbolzen in Abfahrts- und in Tourenstellung mit einem seiner Fortsätze zu verriegeln. Um die Verriegelung aufzuheben, muß der Schieber jedesmal gegen die Kraft der Zugfeder zur Skispitze hin bewegt werden. Günstigerweise wird der Schieber durch Einsatz eines Skistockes in seine Vertiefung bewegt, ohne daß man sich bücken oder aus der Bindung aussteigen muß. Die Tiefe der Freistellung zwischen den Fortsätzen nach den Merkmalen von Anspruch 10 ist für den maximalen Kippwinkel um die Achse verantwortlich, und dieser soll so groß sein, daß er beim normalen Tourengehen nicht überschritten wird.

    [0010] Nach den Merkmalen des Anspruches 11 ist eine Distanzbeziehung zwischen der Unterseite des hinteren Vorsprunges des Lagerbocks und dem Schwenkbolzen hergestellt, entsprechend der die Stärke des unteren Fortsatzes des Schiebers bemessen wird.

    [0011] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nun anhand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel darstellt, näher beschrieben. Dabei zeigen:

    Fig.l Sicherheitsskibindung mit Skischuh und einem nur angedeuteten Fersenhalter in Abfahrtsstellung mit in der Mitte verkürzter Tourenplatte in einem Schnitt der Fig.4 entlang der Linie I-I

    Fig.2 Sicherheitsskibindung analog Fig.l in Tourenstellung

    Fig.3 Sicherheitsskibindung analog Fig.l beim Tourengehen

    Fig.4 Draufsicht auf den am Ski montierten Lagerbock mit Schieber, Lasche und Tourenplatte

    Fig.5 Schrägriß analog Fig.4



    [0012] Die Ausführungsform nach den Fig.l bis 5 stellt eine Sicherheitsskibindung für Tourengehen und Abfahrtslauf dar. Auf der Oberseite eines Ski 1 sind mittels nicht dargestellter Schrauben ein Lagerbock 2, ein Auflagestück 3 und ein Riegel 4 montiert. Der Lagerbock 2 besteht aus einer mit dem Ski 1 verschraubten Bodenplatte 5 und zwei Seitenwänden 6, deren Abstand größer ist als die Breite der Skischuhspitze und die in ihrem oberen Bereich zwei Vorsprünge 6a,6b aufweisen, wobei der der Skispitze nähere, vordere Vorsprung 6a am oberen Rand der Seitenwand 6 in Form einer Leiste etwa bis zur Mitte des Lagerbocks 2 verläuft und der hintere Vorsprung 6b tiefgezogen in den Lagerbock 2 hinunterragt. Die Breite der Vorsprünge 6a,6b ist so gewählt, daß sie eine sichere Führung für den oberen und unteren Fortsatz 8,9 des Schiebers 7 gewährleisten. Die Bodenplatte 5 hat in ihrem vorderen Teil ein Widerlager 5a, das senkrecht zur Skilängsrichtung verläuft und eine Befestigungsmöglichkeit für eine oder mehrere Zugfedern 11 bildet. Im hinteren Teil der Bodenplatte 5 befindet sich eine Durchbrechung 5b. Auf einer Achse 12, die etwa durch die Mitte der beiden Seitenwände 6 des Lagerbocks 2 geht, ist zwischen diesen eine Lasche 13 angelenkt.

    [0013] An dem der Achse 12 abgelegenen Teil der Lasche 13 befindet sich eine weitere zur Achsbohrung parallele Bohrung, durch die ein Schwenkbolzen 14 geht, der die Lasche 13 mit der Tourenplatte 15 verbindet. Ineinandergreifende Teile von Lasche 13 und Tourenplatte 15 sind verzahnt. Der Schwenkbolzen 14 überragt in seiner Länge die Lasche 13 um den Abschnitt 14a des Schwenkbolzens 14, der so bemessen ist, daß er die Verschwenkung der Lasche 13 zwischen den Seitenwänden 6 des Lagerbocks 2 bzw. deren Vorsprüngen 6a,6b nicht behindert. In der Abfahrtsstellung nach Fig.l liegt die Oberseite der Lasche 13 mit der der Tourenplatte 15 in einer Ebene. Die Unterseite der Lasche 13 weist unter der Achse 12 eine Verbreiterung 13a auf, die die Durchbrechung 5b in der Bodenplatte 5 durchsetzt. Anschließend an die Verbreiterung 13a hat die Lasche 13 eine Ausnehmung 13b, die in der Tourenstellung nach Fig.2, also im verschwenkten Zustand der Lasche 13, den auf der Tourenplatte 15 montierten Sohlenhalter 17 aufnimmt.

    [0014] Auf der Tourenplatte 15 steht der Skischuh 18, der an seinem vorderen Ende durch einen Sohlenhalter 17 und an seinem hinteren Ende durch einen Sicherheitsfersenhalter 19 festgehalten wird. An ihrem hinteren Ende ist die Tourenplatte 15 so gestaltet, daß sie vom skifesten Riegel 4 niedergehalten werden kann. An ihrer Unterseite besitzt die Tourenplatte 15 im vorderen Bereich eine Abflachung 15a, die in Tourenstellung die ebene Auflage der Tourenplatte 15 auf der Achse 12 ermöglicht und im hinteren Bereich eine Aussparung 15b, die in Abfahrtsstellung bei verriegelter Tourenplatte 15 das skifeste Auflagestück 3 aufnimmt.

    [0015] Am Lagerbock 2 ist mittels Zugfeder 11 der Schieber 7 befestigt, der in der Draufsicht U-förmig ist, wobei die Zugfeder 11 am Steg 7b des Schiebers 7 angreift. An der oberen Fläche des Steges 7b befindet sich eine Vertiefung 7c, die zum Eingriff einer Skistockspitze gedacht ist. Die Schenkel 7a des Schiebers 7 in der Seitenansicht bestehen aus zwei gabelförmigen Fortsätzen 8,9, zwischen denen sich eine Freistellung 10 befindet. Der von der Skioberseite weiter entfernte, obere Fortsatz 8 wird am vorderen Vorsprung 6a der Lagerbockwand geführt. Seine Länge ist so bemessen, daß er in Tourenstellung den Schwenkbolzen 14 übergreift und damit die Lasche 13 in ihrer Bewegung nach oben hin begrenzt. Der untere Fortsatz 9 des Schiebers 7 gleitet mit seinem ersten Abschnitt 9a auf der Bodenplatte 5 des Lagerbocks 2, der zweite Abschnitt 9b weist schräg nach oben, während der dritte Abschnitt 9c parallel zur Skioberseite verläuft und in Abfahrtsstellung in einer Führung liegt, die durch die Unterseite des hinteren Vorsprunges 6b der Lagerbockwand und den die Lasche 13 überragenden Abschnitt 14a des Schwenkbolzens 14 gebildet wird. Durch diesen Fortsatz 9 wird in der Abfahrtsstellung der Schwenkbolzen 14 und damit die Lasche 13 arretiert.

    [0016] In der Abfahrtsstellung nach Fig.l liegt die Oberseite der Lasche 13 und die der am hinteren Ende verriegelten Tourenplatte 15 in einer Ebene. Beim Umstellen auf Tourengehen wird mittels Einsatzes der Skistockspitze in die Vertiefung 7c des Steges 7b der Schieber 7 in Richtung zur Skispitze hin soweit verschoben, daß der Schwenkbolzen 14 frei wird und die Lasche 13 um die Achse 12 nach vorne verschwenkt werden kann. Diese Bewegung kann auch im Stehen, ohne aus der Bindung auszusteigen, durch Anheben und Vorwärtsbewegung der Tourenplatte jeweils mit einem Fuß ausgeführt werden. Dabei wird die Lasche 13 bis zum Anschlag der Tourenplatte 15 an der Achse 12 verschwenkt. Beim Loslassen des Schiebers 7 geht dieser infolge der Zugfeder 11 in seine Ausgangslage zurück und begrenzt mit seinem oberen Fortsatz 8 die Bewegung des Schwenkbolzens 14 nach oben. Zugleich mit der Vorwärtsbewegung der Tourenplatte 15 wird diese an ihrem hinteren Ende entriegelt und kommt mit ihrem Endbereich am Auflagestück 3 zu liegen. Diese als Tourenstellung bezeichnete Stellung der Bindung ist aus Fig.2 ersichtlich. Beim Tourengehen nach Fig.3 kippt die Tourenplatte 15 um die Achse 12 bis zu einem maximalen Kippwinkel α , der durch die Tiefe der Freistellung 10 zwischen den Fortsätzen 8,9 des Schiebers bestimmt ist. Für extreme Lagen, z.B. Niederknien, ist eine Verschwenkung der Tourenplatte 15 um den Schwenkbolzen 14 bis zu Schwenkwinkeln (6 über 900 möglich (siehe die strichlierte Lage in Fig.3).

    [0017] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebene und in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform beschränkt. Es sind Abwandlungen denkbar, ohne den Schutzumfang zu verlassen. So können beispielsweise anstatt einer Lasche auch zwei Laschen vorgesehen sein, die die Tourenplatte seitlich umgreifen. Auf diese Weise erübrigt sich die Verwendung einer ineinandergreifenden Verzahnung von Lasche und Tourenplatte. Die beiden Laschen können auch mit den Seitenwänden der Tourenplatte fluchtend abschließen, wobei dann in diesem Bereich die Tourenplatte beidseitig abgesetzt ist.

    [0018] Der untere Fortsatz des Schiebers kann sich nicht nur am Abschnitt des Schwenkbolzens sondern auch zusätzlich an der Achse abstützen.

    [0019] Des weiteren kann statt der Zugfeder auch eine Druckfeder zum Einsatz kommen, die sich einerseits am Widerlager der Bodenplatte des Lagerbocks und anderseits an einem nach innen weisenden Ansatz des ersten Abschnittes des unteren Fortsatzes des Schiebers abstützt.


    Ansprüche

    1. Sicherheitsskibindung für Tourengehen und Abfahrtslauf, bestehend aus mindestens einer im vorderen Bereich liegenden, um eine quer zur Skilängsrichtung und parallel zur Skioberseite in einem skifesten Lagerbock verlaufende Achse verschwenkbaren Lasche und einer mittels eines zur Achse parallelen Schwenkbolzens an dieser Lasche angelenkten Tourenplatte, deren hinteres, einen Sicherheitsfersenhalter tragendes Ende in Abfahrtsstellung mit dem Ski verriegelbar ist und deren vorderes Ende einen Sohlenhalter trägt, wobei in der Abfahrtsstellung die Achse der Lasche vor dem Schwenkbolzen liegt, dadurch gekennzeichnet, daß in der Abfahrtsstellung die Lasche (13) durch einen Schieber (7) arretiert ist, daß zum Umstellen auf Tourengehen der Schieber (7) nach vorne hin verschoben und die Tourenplatte (15) mittels Verschwenkung der Lasche (13) nach vorne bewegt wird, so daß der Schwenkbolzen (14) vor der Achse (12) der Lasche (13) zu liegen kommt und in dieser Lage die Lasche (13) durch Verschiebung des Schiebers (7) nach hinten in ihrer Bewegung begrenzt wird, und daß beim Tourengehen, in einer ersten Phase des Anhebens, sich die Tourenplatte (15) an der Achse (12) abstützt und um diese kippt.
     
    2. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tourenplatte (15) im vorderen Bereich an ihrer Unterseite eine Abflachung (15a) aufweist, mittels deren die Tourenplatte (15) bei Tourenstellung in ihrer abgesenkten Lage an der lagerbockfesten Achse (12) aufliegt.
     
    3. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tourenplatte (15) im hinteren Bereich an ihrer Unterseite eine Aussparung (15b) hat, die in der Abfahrtsstellung ein skifestes Auflagestück (3) aufnimmt, welches in Tourenstellung die Auflage für den Endbereich der Tourenplatte (15) bildet.
     
    4. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkbolzen (14) ineinandergreifende Zähne (16) von Lasche (13) und Tourenplatte (15) durchsetzt und in seiner Länge die Lasche (13) um einen Abschnitt (14a) überragt, der so bemessen ist, daß er die Schwenkung der Lasche (13) zwischen den Seitenwänden (6) des Lagerbocks (2) bzw. deren Vorsprüngen (6a,6b) gerade zuläßt.
     
    5. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lasche (13) in Abfahrtsstellung mit der Tourenplatte (15) in einer Ebene liegt und an ihrer Unterseite unter der Achse (12) eine Verbreiterung (13a) und anschließend eine Ausnehmung (13b) besitzt, wobei in der Tourenstellung die Verbreiterung (13a) eine Führung für die Tourenplatte (15) darstellt und die Ausnehmung (13b) Schenkelenden des bügelförmigen Sohlenhalters (17) aufnimmt.
     
    6. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß der Lagerbock (2) aus einer mit dem Ski (1) zu verschraubenden Bodenplatte (5) mit zwei Seitenwänden (6) besteht, deren Abstand etwas größer als die Breite der Skischuhspitze (1) ist, und die oben einen vorderen und einen hinteren Vorsprung (6a,6b) unterschiedlicher Höhe aufweisen, welche Vorsprünge (6a,6b) eine Führung für den Schieber (7) bilden.
     
    7. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenplatte (5) des Lagerbocks (2) im vorderen Teil ein Widerlager (5a) für die Befestigung mindestens einer Feder, z.B. einer Zugfeder (11), und im hinteren Teil eine Durchbrechung (5b) zur Aufnahme der Verbreiterung (13a) der Lasche (13) in Abfahrtsstellung aufweist.
     
    8. Sicherheitsskibindung nach den Ansprüchen 1, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (7) in der Draufsicht eine U-Form besitzt, an dessen Steg (7b) die mit ihrem anderen Ende am Widerlager (5a) des Lagerbocks (2) befestigte Feder (11) angreift und dessen Schenkel (7a) in der Seitenansicht zwei gabelförmige Fortsätze (8,9) verschiedener Länge aufweisen, die an den durch die Vorsprünge (6a,6b) der Seitenwände (6) des Lagerbocks (2) gebildeten Führungen gleiten.
     
    9. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Fortsatz (9) des Schiebers (7) mehrere Abschnitte aufweist, wobei dessen erster Abschnitt (9a) auf der Bodenplatte (5) des Lagerbocks (2) anliegt, der zweite Abschnitt (9b) schräg nach oben gebogen sich in einen dritten Abschnitt (9c) parallel zur Bodenplatte (5) fortsetzt, dessen Länge die Distanz von Achse (12) und Schwenkbolzen (14) etwas überschreitet und der am hinteren Vorsprung (6b) der Seitenwand (6) des Lagerbocks (2) geführt ist, und daß der obere Fortsatz (8) am vorderen Vorsprung (6a) des Lagerbocks (2) geführt ist und in der Tourenstellung den Schwenkbolzen (14) übergreift.
     
    10. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Fortsätzen (8,9) des Schiebers (7) eine Freistellung (10) vorhanden ist, die in ihrer Tiefe den maximalen Kippwinkel α der Tourenplatte (15) um die Achse (12) bestimmt, und darüber hinaus die Tourenplatte (15) mit einem Schwenkwinkel ß um den Schwenkbolzen (14) verschwenkbar ist.
     
    11. Sicherheitsskibindung nach einem der Ansprüche 4,6,8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß in Abfahrtsstellung die Unterseite des hinteren Vorsprunges (6b) des Lagerbocks (2) mit dem über die Lasche (13) vorstehenden Abschnitt (14a) des Schwenkbolzens (14) eine Führung für den unteren Fortsatz (9) des Schiebers (7) bildet.
     
    12. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich im Steg (7b) des Schiebers (7) eine Vertiefung (7c) an der oberen, zum Ski (1) parallelen Fläche zum Einsatz eines Skistockes befindet.
     
    13. Sicherheitsskibindung nach den Ansprüchen 7, 8 und 9 dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen dem auf der Bodenplatte des Lagerbocks befindlichen Widerlager und einem nach innen weisenden Ansatz des ersten Abschnittes des unteren Fortsatzes des Schiebers vorgesehene Feder eine Druckfeder ist.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht