[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum automatischen Nähen
von Steppmustern auf Stoffbahnen, insbesondere Inletts von Steppbetten, durch Absteppen
der Muster während und mit Hilfe einer frei programmierbaren Relativbewegung zwischen
der Stoffbahn und einem Nähautomaten, wobei dessen Nähkopf bei zeitweilig festgehaltener
Stoffbahn programmgesteuerte Bewegungen ausführend ein bezüglich Länge und Breite
begrenztes Feld der Stoffbahn in jeweils einem Arbeitsgang hin-und herfahrend absteppt
und die Stoffbahn nach jedem Arbeitsgang - schrittweise um jeweils ein Feld im Nähbereich
in Längsrichtung weiter transportiert wird und die Stoffbahn wenigstens je einmal
in der Längsrichtung als auch in der Gegenrichtung unter Anwendung mechanischer Mittel
durch bzw. über den Nähbereich transportiert wird.
[0002] Das Absteppen von Steppmustern auf Stoffbahnen wurde hiernach so durchgeführt, daß
ein Nähkopf innerhalb eines in Längsrichtung begrenzten Streifens der Stoffbahn frei
programmierbar hin-und herfährt und zur Bearbeitung des nächsten Streifens das zu
nähende Gut um die Streifenbreite vorgezogen wird. Das hierbei an einem Klammerbalken
an seiner in Transportrichtung vorderen Seite festgeklammerte Nähgut wurde mit Hilfe
des in seitlichen Führungen automatisch schrittweise bewegten Klammerbalkens über
einen Tisch gezogen, der zumindest im Nähbereich der Nähköpfe eine Öffnung und vor
Kopf an der Stoffbahn-Zuführseite einen Vacuum-Balken aufwies, um die Stoffbahn unter
Längsspannung in den Arbeitsbereich des oder der Nähköpfe zu führen und beim Nähvorgang
unter Spannung zu halten.
[0003] Eine weitere Verbesserung wird beim Verfahren der eingangs genannten Art dadurch
noch erreicht, daß die Stoffbahn wenigstens je einmal sowohl in der Längsrichtung
als auch in der Gegenrichtung unter Anwendung mechanischer Mittel durch bzw. über
den Nähbereich transportiert wird. Hierdurch wird eine Verbesserung in soweit erzielt,
als es nicht mehr notwendig ist ,das Nähgut bei längeren Arbeitsunterbrechungen zum
Beispiel zur Anbringung von längsgerichteten Steppnähten von Hand einem zweiten Nähvorgang
zuzuführen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren und die Vorrichtung weiter
auszubilden und zu verbessern, um noch bestehende technische Grenzen und Schwierigkeiten
zu überwinden und damit den Anwendungsbereich des bekannten Verfahrens zu erweitern
und die Qualität des Fertigproduktes durch erhöhte Arbeitsgenauigkeit zu steigern,
sowie infolge Wegfall von Totzeiten bzw. überflüssigen Handreichungen die Produktivität
zu erhöhen. Die Verbesserungen zielen insbesondere darauf ab, das Einfahren der Nähköpfe
über den Randbereich der Stoffbahn zu erleichtern, das abzusteppende Nähfeld der Stoffbahn
faltenlos glatt zu halten und somit eine hohe Präzision der abzusteppenden Muster
zu erzielen. Die Verbesserungen sollen sich problemlos in den bekannten Steppautomaten
integrieren lassen, das heißt die zusätzlichen Teile sollen unkompliziert und problemlos
in diese nachrüstbar sein.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genann-Art durch ein verbessertes
Verfahren mit den Merkmalen gemäß dem vorliegenden Anspruch 1 gelöst.
[0006] Mit diesem verbesserten Verfahren nach der Erfindung wird eine wesentliche Erhöhung
der Flexibilität beim automatischen Nähen von Steppmustern auf Steppbahnen erreicht.
Beispielsweise können bei Anwendung dieses Verfahrens mehrere Nähköpfe gleichzeitig
zur Ausführung unterschiedlicher Programmteile an einem Steppmuster eingesetzt werden,
so beispielsweise, wenn dieses Programm die Verwendung von Nähgarnen unterschiedlicher
Farbe und/oder unterschiedlicher Qualität und Dicke innerhalb eines Musters vorsieht.
Um mehrere Nähautomaten gleichzeitig und unabhängig voneinander programmiert eine
Steppdecke herstellen zu lassen, ist es von besonderem Vorteil, daß die Nähautomaten
nach außen aus dem Nähfeld, das heißt aus dem Bereich, den die Stoffbahn einnimmt,
seitlich völlig herausfahrbar sind. Damit wird eine gegenseitige Behinderung einzelner
Funktionselemente der automatischen Steppeinrichtung mit Vorteil vermieden und die
freie Gestaltbarkeit eines Programmes damit erleichtert.
[0007] Dabei wird mit Vorteil eine Faltenbildung der Stoffbahn im Bereich der arbeitenden
Nähköpfe vermieden, in dem der Fuß eines Nähkopfes beim Nähen drucklos über die Stoffbahn
gleitend geführt wird, während er beim Weitertransport der Stoffbahn von dieser abgehoben
wird. Überraschend wird eine weitere Verbesserung im Produktionsablauf dadurch erzielt,
daß gemäß einer weiteren vorteilhaften Maßnahme des Verfahrens die Stoffbahn bzw.
deren Randbereiche beim Absteppen im Stillstand und gegebenenfalls auch während ei
ner Vorschubbewegung vorzugsweise neben den Nähautomaten nach außen hin quer zur Richtung
des Stoffvorschubes gestreckt bzw. glattgestrichen werden, wobei hierfür auf die Randbereiche
ziehend oder streichend einwirkende Mittel verwendet werden.
[0008] Ein weiteres vorteilhaftes Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin,
daß die Stoffbahn jeweils unmittelbar im Bereich eines Nähkopfes parallel zu einer
die beiden Nähköpfe verbindenden Linie dicht neben den Steppfüßen der Nähköpfe unter
Verwendung flacher Greifer festgehalten wird, und daß die Stoffbahn bzw. deren Ränder
beim Einfahren der Nähköpfe in das Nähfeld unter Verwendung von Andrückmitteln links
und rechts in geringem Abstand vor jedem Nähkopf gegen die Unterlage angedrückt werden.
[0009] Mit Vorteil sieht eine Ausgestaltung vor, daß jeweils einer der Nähköpfe zeitweilig
leer, das heißt ohne Nahterzeugung, im Programm mitgeführt werden kann.
[0010] Weiter sieht eine Ausgestaltung vor, daß die Stoffbahn während des Steppvorganges
in einem Bahnbereich quer zur Durchlaufrichtung neben den besteppten Arbeitsbereichen
festgelegt ist, wobei die Festlegung unter Verwendung von quer zur Transportrichtung
sich erstreckenden Saugleisten vorgenommen wird, und daß die optimale Breite des festzulegenden
Stoffbahnbereiches nach Maßgabe des jeweils in Arbeit befindlichen Steppmusters programmgesteuert
eingestellt wird.
[0011] Damit wird erreicht, daß der Abstand zwischen den Saugleisten je nach Größe der Nähfigur
veränderbar ist, und dieser Abstand kann somit möglichst gering eingestellt werden,
um den Stoff im Nähfeld optimal festzulegen. Die Einbindung dieser Breiteneinstellung
in das automatisch gesteuerte Programm sorgt zudem für einen sicheren Ablauf ohne
Kollision mit den Nähköpfen.
[0012] Eine sehr vorteilhafte Ausgestaltung sieht weiter vor, daß die Arbeitswege zweier
in gerader Linie gegenüberstehende Nähautomatenköpfe vom Rande der Stoffbahn zur Mitte
hin bis jeweils über die Mitte reichend verlängert sind und die Steuerungsprogramme
der beiden Nähautomaten so miteinander gekoppelt sind, daß sie eine Kollision der
beiden Nähköpfe verhindern.
[0013] Hierdurch wird mit Vorteil eine relative Vergrößerung des Nähfeldes und Erweiterung
des Einsatzbereiches der Steppanlage in sofern erreicht, als nunmehr infolge der möglichen
Überlappung der Arbeitswege der Nähköpfe beispielsweise durchgehende Quernähte abgesteppt
werden können.
[0014] Eine weitere sehr vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, daß jeder Nähautomatenkopf
zu Beginn einer Stepparbeit vom Steuerungsprogramm zunächst an die Stoffbahnkante
von außen herangeführt wird und deren Stellung ermittelt und an die Steuerung signalisiert,
und daß die Längen der einzelnen zur Herstellung eines Steppunsters erforderlichen
Arbeitswege in Richtung senkrecht zur Stoffbahnkante vom Programm der Steuerung ausgehend
von der Stoffbahnkante als Bezugslinie Null automatisch berechnet und vorgegeben werden.
[0015] Mit dieser Ausgestaltung des Verfahrens ergibt sich der große Vorteil, daß die zu
steppende Bahn nicht mehr von Hand exakt mittig am Steppautomaten eingelegt werden
muß, weil nunmehr die Nähköpfe die Stoffkante erkennen und dann durch das Programm
sowohl die Mitte der Stoffbahn elektronisch exakt festgelegt werden kann, als auch
die Steppkante als Bezugslinie für die Positionierung der Steppmuster auf der Stoffbahn
vom Programm genau festgelegt werden können.
[0016] Die bisher erforderliche Handhabung einer manuellen Zentrierung der Stoffbahn auf
dem Nähtisch kann somit entfallen.
[0017] Eine automatische Steppeinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung
mit einem sich über den Nähbereich erstreckenden Maschinengestell und diesem zugeordneten
Nähautomaten mit jeweils einem Arm und einem daran angeordneten Maschinenkopf, wobei
der Arm von zwei zueinander quergestellten Supporten geführt und durch frei programmierbar
gesteuerte Antriebe in Längs-und Querrichtung verfahrbar ausgebildet ist, und das
Maschinengestell seitliche Führungen aufweist, worin ein sich quer über die Fläche
des Maschinengestells erstreckender Klammerbalken geführt ist, der eine Fahreinrichtung
mit Antrieb zum Verfahren und Transport der Stoffbahn in Längsrichtung des Maschinengestells
besitzt, und an der Material-Zuführseite des Maschinengestells Mittel vorgesehen sind,
um die Stoffbahn am hinteren Ende zu erfassen und nach Beendigung des Längstransportes
in Gegenrichtung ziehend über den Nähbereich der Steppeinrichtung zu transportieren
ist nach den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 6 ausgebildet.
[0018] Um mit Erfolg auch sogenannte Stegbetten-Einzelplatten vornähen zu können, ist vorgesehen,
daß am Nähkopf ein Bandspender und -abschneider angeordnet ist, und daß der Kopf und
der Nähfuß mit einer Bandführung ausgestattet sind. Dieser an sich bekannte Bandspender
kann dabei entweder taktweise kurze Bandstücke unter dan Nähfuß führen, die dann mit
einer Kurznaht vernäht werden, oder durchgehende Bänder zuführen, die über die gesamte
Länge der Platte vernäht werden. Um auch Platten mit um 90° zueinander verdreht angeordneten
Bändern erzeugen zu können, ist vorgesehen, daß Bandspender, -abschneider und -führung
um eine durch den Nadeleinstichpunkt verlaufende , etwa vertikale Achse um wenigstens
90° schwenkbar angeordnet sind. Mit Vorteil erfolgt die Verschwenkung von Bandspender,
-abschneider und -führung pneumatisch über eine auf einen Schwenkhebel wirkende Kolben-Zylinder-Einheit
vorzugsweise programmgesteuert. Hierdurch wird erreicht, daß eine Stegbett-Einzelplatte
mit in verschiedenen Richtungen verlaufenden Bändern in einem einzigen Arbeitsgang
herstellbar ist.
[0019] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Steppeinrichtung sind entsprechend den Merkmalen
der weiteren Unteransprüche vorgesehen.
[0020] Die Erfindung wird in Zeichnungen in einer bevorzugten Ausführungsform gezeigt, wobei
aus den Zeichnungen weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung entnehmbar sind.
Die Zeichnungen zeigen im einzelnen:
Figur 1 eine automatische Steppeinrichtung in Draufsicht;
Figur 2 ein Klammerelement mit storchschnabelartig flach und spitz zulaufend ausgebildeten
Greifelementen, in Seitenansicht;
Figur 3 eine Saugleiste mit Unterteilung in mehrere einzeln evakuierbare Kammern,
sowie mit mitgehörigen Leitungen und Betätigungsventilen, rein schematisch in Draufsicht;
Figur 4 eine Seitenansicht eines Nähkopfes mit Niederhalterollen;
Figur 5 einen Teilausschnitt aus der automatischen Steppeinrichtung mit in seitlichem
Abstand vom Nähkopf angeordneten Saugleisten, in Blickrichtung quer zum Maschinengestell;
Figur 6 eine Seitenansicht eines Nähkopfes mit daran um 90° verschwenkbar angeordnetem
Bandspender sowie Bandführung mit Bandabschneider;
Figur 7 a,b,c unterschiedliche Elemente zum Glattstreichen der Stoffbahn.
[0021] Der Steppautomat in Figur 1 weist ein Maschinengestell 1 mit einem Tisch 53 auf.
Dieser weist am kopfseitigen Ende 18 eine Vorratswanne 34 und einen Klammerbalken
9 mit einer Verfahreinrichtung auf, die im einzelnen im Hauptpatent beschrieben ist.
Auf der Gegenseite 54 weist das Maschinengestell 1 einen Klammerbalken 29 mit einer
Fahreinrichtung 30 in seitlichen Längsführungen 31 auf, wie eben falls im Hauptpatent
im einzelnen beschrieben und gezeigt. Eine erfindungswesentliche Ausgestaltung der
automatischen Steppeinrichtung besteht darin, daß diese wenigstens zwei von jeweils
einer zugeordneten, voneinander unabhängig frei programmierbaren Programmeinheiten
55,55' und 56,56' gesteuerte Nähköpfe 14,14',14", 14"'aufweist.
Diese Programmeinheiten weisen individuelle Programmeingaben auf, welche durch die
Pfeile 57 und 58 rein schematisch angedeutet sind. Von den Programmeinheiten 55,55',56,56'
führen einzelne Steuerleitungen, wie durch gestrichelte Linien angedeutet, zu den
Einzelantrieben der Nähköpfe 14 bis 14"'.
Wie aus der Darstellung ersichtlich, kann somit jeder einzelne Nähkopf 14,14',14",14"'
unabhängig von den übrigen ein individuelles Programm automatisch abfahren. Damit
wird die Flexibilität der Produktion wesentlich verbessert, und es können beispielsweise
Muster mit verschiedenfarbigem Garn gleichzeitig an unterschiedlichen Stellen der
Stoffbahn abgesteppt werden, oder ungeradzahlige Muster u.s.w.
[0022] Eine weitere Verbesserung der Steppeinrichtung besteht darin, daß die einzelnen Nähautomaten
Mittel zum seitlichen Herausfahren der Nähköpfe 14 bis 14"' aus dem Bereich der Stoffbahn
2 aufweisen, und zwar sind hierfür in einfacher Ausgestaltung die Supporte 28 bis
28"' mit verlängerten Führungsbahnen 59 bis 59"' ausgebildet.
[0023] Die Ausrüstung eines Klammerbalkens 19, welcher mit einer Fahreinrichtung 30 auf
der seitlichen Längsführung 31 in bereits bekannter Weise verfahrbar ist, mit einem
Klammerelement 23, welches storchschnabelartig flach und spitz zulaufend ausgebildete
Greifelemente 40,40' aufweist, ist in Fig.2 dargestellt.
[0024] Dabei ist das untere Greifelement 40 feststehend und nimmt im Scharnier 41 schwenkbar
das obere Greifelement 40' mit einem nach oben abgewinkelten Hebelarm 42 auf. Dieser
trägt eine Rolle 43, welche mittels einer durchgehenden Kippleiste 45 betätigt wird.
Die Kippleiste ist an aufwärts ragenden Armen 44 der unteren Greifelemente 40 angelenkt
und beispielsweise mit einem pneumatischen Antriebselement 60 betätigbar.
Weil die Kippleiste 45 durchgehend an mehreren Armen 44 angeordnet ist, werden alle
Klammerelemente 23 des Klammerbalkens 29 bei Betätigung durch das Antriebselement
60 ihrerseits betätigt. Bei Entspannung des Antriebselementes 60 sorgt ein Rückholelement
in Form einer Feder für die Öffnung des bzw. der Klammerelemente.
[0025] Um die Fläche der Stoffbahn 2 möglichst weit bis an die Seitenränder hin mit Steppmustern
verzieren zu können, müssen die Klammerelemente 23 des Klammerbalkens 29 seitlich
verschiebbar sein.
[0026] Eine derartige Verschiebung ist durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Betätigungseinrichtung
mit einer gemeinsamen Kippleiste 45 ohne Schwierigkeiten gegeben.
Erfindungswesentlich ist folglich zur optimalen Nutzung der Steppeinrichtung vorgesehen,
daß die Klammerelemente 23 unabhängig voneinander seitenverschieblich am Klammerbalken
9 bzw. 29 angeordnet sind.
Vorzugsweise erfolgt die Seitenverschiebung der Klammerelemente 23 mittels je einem
Stellmotor mit Stellspindel, wobei diese vorzugsweise programmgesteuert sind.
[0027] Eine weitere sehr vorteilhafte Ausgestaltung besteht darin, daß die Fahreinrichtung
30 des Klammerbalkens 29 eine zusätzliche Einrichtung aufweist, welche den Klammerbalken
29 bei der Fahrbewegung in Gegenrichtung 4 des Arbeitsablaufes von der Stoffbahn 2
bzw. von der Stoffauflagefläche 48 des Maschinengestells 1 abhebt.
[0028] Dadurch wird einerseits vermieden, daß der Klammerbalken 29 beim Zurücklaufen Teile
der Stoffbahn 2 mit wegschiebt, und andererseits, daß er eine Beschädigung der Oberfläche
48 des Maschinengestells 1 verursachen kann.
[0029] Zugleich aber ist diese Maßnahme sehr vorteilhaft für die Laufruhe der Steppeinrichtung.
[0030] In Figur 4 ist die Ausgestaltung der Steppeinrichtung mit einer Niederhalterolle
46 gezeigt. Diese ist am Tisch 53 mit einer vorzugsweise pneumatisch betätigbaren
Betätigungseinrichtung 47 ausgebildet, die beispielsweise immer dann in Aktion tritt,
wenn der Nähkopf über einen Stoffrand 61 in Richtung 62 darüberfährt.
[0031] In Figur 5 ist gezeigt, daß an der Oberseite 48 des Maschinengestells 1 unterhalb
der Stoffbahn 2 quer zur Transportrichtung 4 im Abstand vor und hinter dem Nähkopf
14 je eine flache Saugleiste 49,49' angeordnet ist. Der Abstand A zwischen den Saugleisten
richtet sich je nach der Größe der Nähfiguren bzw. nach der hierfür erforderlichen
seitlichen Bewegung des Nähkopfes 14. Durch Verschieben zumindest der hinteren Saugleiste
49' entsprechend dem Doppelpfeil 63 ist dieser Abstand veränderbar und kann beispielsweise
sehr vorteilhaft vom Programm gesteuert werden.
[0032] Eine hierfür erforderliche Bewegungseinrichtung liegt im Ermessen des Fachmannes
und ist daher aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht im einzelnen dargestellt. Der
Abstand A wird jedenfalls immer möglichst gering nach Maßgabe des jeweils abgesteppten
Steppmusters eingestellt. Dadurch, daß die Saugleisten 49,49' im Schnitt keilförmig
angespitzt sind, ergeben sie einen sanften Übergang zum Nähmaschinenbett 64.
[0033] Die Lage der Saugleisten 49,49' innerhalb der automatischen Steppeinrichtung ist
weiterhin sehr übersichtlich aus der Figur 1 erkennbar. Dabei ist mit Vorteil die
vordere Saugleiste 49, wie dies in Figur 3 im einzelnen dargestellt ist, durch Schottwände
52,52',52" in getrennt evakuierbare Saugkammern 50,50',50" unterteilt.
[0034] Zur Ansteuerung jeder Kammer ist ein vorzugsweise fußbetätigbares Steuerventil 51,51',51
vorgesehen. Wie Figur 3 weiter zeigt, sind diese Ventile an eine gemeinsame Sammelleitung
65 angeschlossen, welche die Verbindung zur Saugpumpe 66 herstellt.
[0035] Während die vorstehende Ausgestaltung der Steppeinrichtung lediglich auf die sehr
vorteilhafte und wirtschaftliche Fertigung von Steppbetten bzw. deren abgesteppte
Verzierungen ausgerichtet ist, bei welcher zwei flache Stoffbahnteile 2 miteinander
versteppt werden, können mit einer weiteren vergleichsweise unkomplizierten zusätzlichen
Ausgestaltung bzw. Ausrüstung und damit einer weiteren Verbesserung der Steppeinrichtung
mit großem Vorteil auch sogenannte Stegbetten-Einzelplatten mit Stegen vorgenäht werden.
[0036] Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäß eine zusätzliche Ausgestaltung vorgesehen, bei
welcher ein oder mehrere bzw. alle Nähköpfe 14 mit jeweils einem oberhalb des Nähfußes
angebrachten automatischen Bandspender 70 (Figur 6) ausgerüstet ist bzw. sind.
[0037] Dieser an sich bekannte Bandspender 70 führt jeweils bei jedem Takt kurze Bandstücke
unter den Nähfuß 78, die dann mit einer kurzen Befestigungsnaht an den Stegbetten-Einzelplatten
festgenäht werden.
[0038] In einer weiteren Variante werden aber auch durchgehende Bänder zugeführt.
[0039] Da die Bänder jeweils um 90° zueinander versetzt sind, ist es erforderlich, den Bandspender
70 programmgesteuert um den Nadeleinstichpunkt - schwenkbar auszubilden und anzuordnen.
[0040] In Figur 6 ist eine derartige Bandspendereinrichtung 70 mit einer Schwenkeinrichtung
71 dargestellt. Diese Schwenkeinrichtung 71 weist eine Schwenkachse x etwa in Nadellängsrichtung
auf. Die Betätigung erfolgt wie vorstehend erwähnt durch Programmsteuerung und wird
vorzugsweise mit einer pneumatischen Kolben/Zylinder-Einheit 72 durchgeführt.
[0041] Weiterhin weist die Bandspendereinrichtung 70 eine erste Transporteinrichtung mit
Führung 73 sowie eine zweite Transporteinrichtung mit Führung 74 auf.
[0042] An dieser ist weiterhin ein Abschneider für das Band 75 und eine Längenzählereinrichtung
76 angeordnet.
[0043] Alle diese Einrichtungen 70 bis 76 sind in der Zeichnung gemäß Figur 6 rein schematisch
angedeutet.
[0044] Das Band selbst ist auf einer leicht drehbaren Bandspule 77 aufgerollt und wird von
dieser abgespult.
[0045] Eine weitere erfindungswesentliche Ausgestaltung der Steppeinrichtung sieht vor,
daß die die Nähköpfe 14 bis 14"' tragenden Hälse 80 sowie Fahrwerke 81 und die zugeordneten
Führungsbahnen 59 der Nähautomaten (Fig.4) im Verhältnis zur Breite des Maschinengestelles
1 so bemessen sind, daß die Nähköpfe bis über die Mittelachse y-y des Maschinengestelles
1 verfahrbar sind.
[0046] Weiterhin ist vorgesehen, daß zur sicheren Vermeidung einer Kollision der Nähköpfe
jeder Nähkopf 14 bis 14"' an seiner Stirnseite einen Stoppschalter 82 aufweist, der
bei Kontakt mit einem Stoppschalter 82' eines entgegenfahrenden Nähkopfes 14' die
Vorschubbewegungen der Nähköpfe 14,14' unterbricht.
[0047] In weiterer erfindungswesentlicher Ausgestaltung der Steppeinrichtung ist vorgesehen,
daß jedem Nähkopf Mittel zum Erkennen der Stoffbahnränder 61,61' zugeordnet sind,
vorzugsweise eine Lichtschranke 84 (Fig.4) und diese mit einer vom Nähkopf geführten
beweglichen Signalleitung 85 mit der zugeordneten Programmeinheit 55,55';56,56' in
Verbindung ist.
[0048] Und schließlich sind in weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung der Steppeinrichtung
an beiden Steiten des Maschinengestells 1 Mittel 88 bis 91 zum Strecken bzw. Glattstreichen
der Randbereiche 61,61' der Stoffbahn 2 vorgesehen.
[0049] Diese Mittel 88 bis 91 können so ausgebildet sein, daß sie beim Vorschub der Stoffbahn
2 an der Seite des Arbeitstisches 53 mitlaufen. (siehe Figur 7)
[0050] Sie können aber auch in der Weise ausgebildet sein, daß diese Mittel 88 bis 91 an
beiden Randbereichen 61,61' des Maschinengestelles (1) und vorzugsweise seitlich neben
den Nähautomaten ortsfest angeordnet sind.
[0051] Es handelt sich hierbei um auf die Oberfläche der Stoffbahn 2 einwirkende, rotierende
oder entlangstreichende Mittel, welche vorzugsweise in Form von rotierenden Bürsten
88 mit radialen Streichelementen 89 aus Kunststoff oder Gummi oder als ein endloses,
mit dem Untertrum 90 an der Oberfläche der Stoffbahn entlangstreichendes Band 91 oder
dergleichen Streichelement ist.
[0052] Sehr zweckmäßig ist hierbei vorgesehen, daß diese Mittel 88 bis 91 von der Stoffbahn
2 abhebbar und von den Randbereichen 61,61' des Maschinengestelles nach außen weg
bewegbar ausgebildet sind.
[0053] Dies ist insbesondere deshalb zweckmäßig bzw. erforderlich, um den ungestörten Durchlauf
der Klammerbalken 29 nicht zu behindern.
[0054] Die erfindungsgemäßen Verbesserungen ergeben mit Vorteil eine signifikante Anhebung
der Arbeitspräzision und somit der Produktqualität mit vergleichsweise unkomplizierten
und damit preisgünstigen Mitteln.
[0055] Auch wird die Arbeitskapazität durch Wegfall von unnötigen Totzeiten in gleicher
Weise erhöht. In sofern kann von einer idealen Lösung der eingangs gestellten Aufgabe
gesprochen werden.
[0056] Es ist erfindungsgemäß wesentlich, daß an den Randbereichen eine Streckung der Stoffbahn
quer zu ihrer Bewegungsrichtung erfolgt. Neben den genannten rotierenden Bürsten 88
oder einem Band 91 kann weiterhin auch ein längs zur Stofflaufrichtung angeordneter
Klammerbalken beidseitig vorhanden sein, der z.B. eine Vorspannung von bis zu 6% quer
zur Bewegungsrichtung der Stoffbahn erzeugt. Zu diesem Zweck können weiterhin auch
Vakuumleisten oder andere geeignete Mittel vorgesehen sein. Die Klammerbalken sind
dabei nach außen herausführbar gestaltet, um wie bereits beschrieben, eine Bewegung
des "Haupt"-Klammerbalkens 29 nicht zu behindern. Durch die seitliche Verspannung
der Stoffbahn ist es möglich, die Längsverspannung während der eigentlichen Nähvorgänge
entfallen zu lassen.
1. Verfahren zum automatischen Nähen von Steppmustern auf Stoffbahnen, insbesondere
Inletts, Steppbetten, durch Absteppen der Muster während und mit Hilfe einer frei
programmierbaren Relativbewegung eines Nähautomaten auf einer Stoffbahn, wobei dessen
Nähkopf bei zeitweilig festgehaltener Stoffbahn programmgesteuerte Bewegungen ausführend
ein bezüglich Länge und Breite begrenztes Feld der Stoffbahn in jeweils einem Arbeitsschritt
hin-und herfahrend absteppt und die Stoffbahn nach jedem Arbeitsschritt taktweise
um jeweils ein Feld im Nähbereich in Längsrichtung weitertransportiert wird und die
Stoffbahn wenigstens je einmal sowohl in der Längsrichtung als auch erforderlichenfalls
in der Gegenrichtung unter Anwendung mechanischer Mittel durch bzw. über den Nähbereich
transportiert wird,
dadurch gekennzeichnet,
-daß zum Absteppen der Muster wenigstens zwei Nähautomaten verwendet werden, die nach
außen aus dem Nähfeld, das heißt aus dem Bereich, den die Stoffbahn einnimmt, seitlich
herausfahrbar sind, und welche unter Verwendung frei programmierbarer Antriebssteuerungen
in Längs (X)-und Querrichtung (Y) unabhängig voneinander verfahrbar geführt werden,
wobei der Fuß eines Nähkopfes beim Nähen drucklos über die Stoffbahn gleitend geführt
wird, während er beim Weitertransport der Stoffbahn von dieser abgehoben wird,
-daß die Stoffbahn bzw. deren Randbereiche beim Absteppen im Stillstand und gegebenenfalls
auch während einer Vorschubbewegung vorzugsweise neben den Nähautomaten nach außen
hin quer zur Richtung des Stoffvorschubes gestreckt bzw. glattgestrichen werden, wobei
hierfür auf die Randbereiche ziehend oder streichend einwirkende Mittel verwendet
werden,
-daß die Stoffbahn jeweils unmittelbar im Bereich eines Nähkopfes parallel zu einer
die beiden Nähköpfe verbindenden Linie dicht neben den Steppfüßen der Nähköpfe unter
Verwendung flacher Greifer festgehalten wird,
-daß die Stoffbahn bzw. deren Ränder beim Einfahren der Nähköpfe in das Nähfeld unter
Verwendung von Andrückmitteln links und rechts in geringem Abstand vor jedem Nähkopf
gegen die Unterlage gedrückt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils einer der Nähköpfe
zeitweilig leer, d. h. ohne Nahterzeugung, im Programmablauf mitgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffbahn während
des Steppvorganges in einem Bahnbereich quer zur Durchlaufrichtung neben den besteppten
Arbeitsbereichen festgelegt ist, wobei die Festlegung unter Verwendung von quer zur
Transportrichtung sich erstreckenden Saugleisten vorgenommen wird, und daß die optimale
Breite des festzulegenden Stoffbahnbereiches nach Maßgabe des jeweils in Arbeit befindlichen
Steppmusters programmgesteuert eingestellt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitswege
zweier in gerader Linie gegenüberstehender Nähautomatenköpfe vom Rande der Stoffbahn
zur Mitte hin bis jeweils über die Mitte verlängert sind und die Steuerungsprogramme
der beiden Nähautomaten so miteinander gekoppelt und programmiert sind, daß sie eine
Kollision der beiden Nähköpfe verhindern.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Nähautomatenkopf
zu Beginn einer Stepparbeit vom Steuerungsprogramm zunächst an die Stoffbahnkante
von außen herangeführt wird und deren Stellung ermittelt und an das Programm signalisiert,
und daß die Längen der einzelnen Arbeitswege eines Steppmusters in Richtung senkrecht
zur Stoffbahnkante von der Programmsteuerung, ausgehend von der Stoffbahnkante als
Bezugslinie Null, automatisch berechnet und vorgegeben werden.
6. Automatische Steppeinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen
1 bis 5, mit einem sich über den Nähbereich erstreckenden Maschinengestell und wenigstens
einem diesem zugeordneten Nähautomaten mit einem Arm von zwei zueinander quergestellten
Supporten geführt und durch frei programmierbar gesteuerte Antriebe in Längs-und Querrichtung
verfahrbar ausgebildet ist, und das Maschinengestell seitliche Führungen aufweist,
worin wenigstens ein sich quer über die Fläche des Maschinengestells erstreckender
Klammerbalken geführt ist, der eine Fahreinrichtung mit Antrieb zum Transport der
Stoffbahn in Längsrichtung des Maschinengestells besitzt, und an der Material-Zuführseite
des Maschinengestells Mittel vorgesehen sind, um die Stoffbahn am hinteren Ende zu
erfassen und nach Beendigung des Längstransportes in Gegenrichtung über den Nähbereich
der Steppeinrichtung zu transportieren,
dadurch gekennzeichnet,
-daß diese wenigstens zwei von jeweils einer zugeordneten, voneinander unabhängig
programmierbaren Programmeinheiten (55, 55'; 56, 56') gesteurte Nähköpfe (14, 14')
und Mittel zum seitlichen Herausfahren der Nähköpfe (14, 14') aus dem Bereich der
Stoffbahn (2) aufweist, wobei vorzugsweise der Support (28) mit einer zur Seite hin
verlängerten Führungsbahn (59) ausgebildet ist,
-daß zu beiden Seiten an den Randbereichen (87, 87') des Maschinengestells (1) vorzugsweise
seitlich neben der Nähautomaten Mittel (88 bis 91) zum Strecken bzw. Glattstreichen
der Randbereiche (86, 86') der Stoffbahn (2) vorgesehen sind, wobei die Mittel (88
bis 91) vorzugsweise als auf die Oberfläche der Stoffbahn (2) einwirkende, rotierende
oder entlangstreichende Mittel wie rotierende Bürsten (88) oder endlose, mit dem Untertrum
(90) an der Oberfläche der Stoffbahn (2) entlangstreichende Bänder (91) oder dergleichen
bewegte Streichelemente und vorzugsweise von der Stoffbahn (2) abhebbar und/oder von
den Randbereichen (61, 62) des maschinengestells (1) nach außen wegbewegbar oder beim
Vorschub der Stoffbahn (2) mitlaufend ausgebildet sind,
-daß die Klammerbalken (9 bzw. 29) Klammerlemente (23) mit storchschnabelartig flach
und spitz zulaufend ausgebildeten Greiferelementen (40, 40') aufweisen, denen zur
gemeinsamen Betätigung eine durchgehende Kippleiste (45) zugeordnet ist, und die Klammerlemente
(23) unabhängig voneinander seitenverschieblich am Klammerbalken (9 bzw. 29) angebracht
sind und die Seitenverschiebung der Klammerelemente (23) mittels je einem Stellmotor
mit Spindel erfolgt, wobei die Motoren vorzugsweise programmgesteuert sind,
-daß die Fahreinrichtung (30) des Klammerbalkens (29) Mittel aufweist, welche bei
der Fahrbewegung des Klammerbalkens in Gegenrichtung (4) des Arbeitsablaufs von der
Stoffbahn (2) bzw. von der Stoffauflagefläche des Maschinengestells (1) abhebt.
7. Steppeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß am Maschinengestell
(1) je rechts und links in geringem Abstand vor jedem Nähkopf (14, 14') eine Niederhalterolle
(46) im Bereich der Ränder (61) der Stoffbahn (2) angeordnet und mit einer vorzugsweise
pneumatisch betätigbaren Betätigungseinrichtung (47) ausgebildet ist.
8. Steppeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der Oberseite
(48) des Maschinengestells (1) unterhalb der Stoffbahn (2) quer zur Transporteinrichtung
(4) im Abstand vor und hinter den Nähköpfen (14, 14') je eine flache Saugleiste (49,
49') angeordnet ist, und daß wenigstens eine der Saugleisten (49, 49') Mittel (63)
zur abstandsveränderlichen Verschiebung in oder entgegen der Transportrichtung (4)
aufweist, wobei diese Mittel vorzugsweise mit einer der Programmsteuereinheiten zwecks
automatischer Einstellung des Saugleistenabstandes nach Maßgabe der Größe des Steppmusters
(32) in Verbindung stehen.
9. Steppeinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die der Vorderseite (18) des Maschinengestells (1) nächstgelegene Saugleiste (49)
in ihrer Längserstreckung abschnittsweise durch Schottwände (52, 52', 52") in getrennt
evakuierbare Saugkammern (50, 50', 50") unterteilt ist und zur Ansteuerung jeder Kammer
vorzugsweise fußbetätigbare Steuerventile (51, 51', 51 ") vorgesehen sind.
10. Steppeinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
am Nähkopf (14, 14') ein Bandspender (70) und -abschneider (75) angeordnet ist, und
daß der Nähkopf (14, 14') und der Nähfuß (78) mit einer Bandführung (73, 74) ausgestattet
sind, daß der Bandspender (70) -abschneider (75) und -führung - (73, 74) um eine durch
den Nadeleinstichpunkt verlaufende, etwa vertikale Achse (x-x) um wenigstens 90° schwenkbar
und mit einer vorzugsweise programmgesteuerten Schwenkeinrichtung (71, 72) ausgestattet
sind, wobei diese eine auf einen Schwenkhebel (79) wirkende KolbeniZylinder-Einheit
(71, 72) aufweist.
11. Steppeinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die die Nähköpfe (14) tragenden Hälse (80) sowie Fahrwerke (81) und die zugeordneten
Führungsbahnen (59) der Nähautomaten im Verhältnis zur Breite des Maschinengestells
(1) so bemessen sind, daß die Nähköpfe (14) bis über die Mittelachse (y-y) des Maschinengestells
(1) bzw. der Stoffbahn (2) verfahrbar sind, daß jeder Nähkopf (14, 14') an seiner
Stirnseite einen Stoppschalter (82) aufweist, der bei Kontakt mit einem Stoppschalter
(82) des entgegenfahrenden Nähkopfes die Vorschubbewegungen der Nähköpfe unterbricht,
und daß jedem Nähkopf (14, 14') Mittel zum Erkennen der Stoffbahnränder (61, 61')
zugeordnet sind, vorzugsweise eine Lichtschranke (84), und diese vom Nähkopf (14,
14') mit je einer beweglichen Signalleitung (85) mit der zugeordneten Programmeinheit
(55, 55'; 46, 56') in Verbindung ist.