[0001] Die Erfindung betrifft ein Paneel zur Bekleidung von Wänden oder Decken von Bauwerken,
wobei die beiden parallelen Längsränder des Paneels derart profiliert sind, daß sie
formschlüssig ineinander passen und der Aufnahme-Längsrand in seinem Inneren eine
Hinterschneidung und der Einsteck-Längsrand bzw. der in den Aufnahme-Längsrand passende
Längsrand des Nachbarpaneels einen diese Hinterschneidung erfassenden Vorsprung
hat, wobei ein Hohlraum zwischen den Längsrändern und der Oberfläche des Paneels vorzugsweise
mit einem Isolierstoff ausgeschäumt ist.
[0002] Ein derartiges Paneel ist aus DE-GM 71 02 476 bekannt. Dabei ist allerdings nur
ein kleinerer Teil des Aufnahme-Längsrandes nutenförmig zur Aufnahme eines entsprechenden
Vorsprunges des Einsteck-Längsrandes ausgebildet. Die Oberseiten benachbarter Paneelen
sollen unmittelbar miteinander fluchten. Deshalb sind bei diesem vorbekannten Paneel
im Querschnitt drei Punkte gegeneinander verspannt, deren einer unmittelbar unterhalb
der Oberfläche an sich stumpf berührenden Teilen der Längsränder liegt, während ein
zweiter Berührungspunkt nahe dem Eintritt in den nutenförmigen Innenraum des Aufnahmelängsrandes
angeordnet ist und der dritte, für die Verankerung wichtigste Punkt hinter der Hinterschneidung
liegt. Durch diese Verspannung an drei Querschnittspunkten ist eine Aufnahme von
Wärmedehnungen der Paneele praktisch ausgeschlossen oder nur über deren Verformung
möglich. Somit besteht vor allem bei großen Temperaturschwankungen die Gefahr, daß
sich der Paneelenverbund verwirft oder daß sogar die Verbindung benachbarter Paneelen
gelöst wird.
[0003] Es besteht deshalb die Aufgabe, ein Paneel der eingangs erwähnten Art zu schaffen,
mit welchem bei definierter Einstecktiefe der Längsränder benachbarter Paneele ineinander
auch größere Wärmedehnungen ohne Verformung der Paneele und ohne Lösung der Verbindung
aufgefangen werden können.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe besteht im wesentlichen darin, daß der die Hinterschneidung
aufweisende Aufnahme-Längsrand in Einsteckrichtung vor der Hinterschneidung zwei
einander gegenüberliegende, etwa parallel zur Paneeloberfläche verlaufende Wandungen
hat und in Gebrauchsstellung damit die Ober- und Unterseite des Längsrandes des Nachbarpaneels
umgreift, daß der umgriffene Einsteck-Längsrand des Nachbarpaneels gegenüber seiner
Oberseite zurückspringt und daß in Gebrauchsstellung zwischen der Stirnseite des
Einsteck-Längsrandes und dem Nutengrund des Aufnahme-Längsrandes sowie zwischen der
in Einsteckrichtung vorderen Seite der Hinterschneidung und dem dieser gegenüber
zurückspringenden Bereich des Einsteck-Längsrandes jeweils ein Spiel vorgesehen ist.
Dieses Spiel an allen in Fortsetzung der Paneele rechtwinklig zu ihren Verbindungsrändern
verlaufenden Abmessung erlaubt es, daß die beiden Längsränder sich in dieser Richtung
beidseits verschieben und auch ineinander verschieben können, wenn sich die Paneele
aufgrund größerer Erwärmungen ausdehnen. Gleichzeitig ist aber dennoch ein ungewolltes
Herausziehen eines Paneels aus dem anderen während der Montage oder ein ungenügend
tiefes Einstekken dadurch verhindert, daß durch die Hinterschneidung und den dazu
passenden Vorsprung Formschluß entgegen der Lösebewegung existiert. Der Monteur kann
praktisch nach dem Zusammenfügen zweier Paneelen diese in fluchtender Position etwas
auseinanderziehen, so daß der Vorsprung an der Rückseite der Hinterschneidung anschlagen
kann. Damit wird auch die größtmögliche Spielfreiheit in Einsteckrichtung, d.h. für
Wärmedehnungen eingestellt.
[0005] Besonders zweckmäßig und für die Montage günstig ist es, wenn der Abstand der Außenseiten
der den Aufnahme-Längsrand bildenden Wandungen etwa der Gesamtdicke oder -stärke
des Paneels entspricht. Entsprechend groß ist die Einstecköffnung dieses Längsrandes
und entsprechend einfach die Montage.
[0006] Die Hinterschneidung kann als im Querschnitt etwa sägezahnartiger Vorsprung mit
in Einsteckrichtung schrägem Anstieg und an der Rückseite etwa rechtwinklig zur Nutenwand
verlaufende Anschlagfläche ausgebildet sein. Praktisch bildet nämlich der Einsteck-Längsrand
eine Nut, deren eine Wandung die vorspringende Hinterschneidung aufweist. Der dazu
passende Vorsprung kann leicht hinter diese Hinterschneidung gebracht werden, indem
das Paneel mit dem Einsteck-Längsrand zunächst etwas schräg zu dem Paneel mit dem
Aufnahme-Rand gehalten wird, bis der Vorsprung in den Bereich hinter der Hinterschneidung
gelangt ist. Durch Zurückkippen des schrägen Paneels in fluchtende Position zu dem
anderen Paneel gelangt dann der Vorsprung direkt hinter die Hinterschneidung.
[0007] Vorteilhaft und für Herstellung einfach sowie für eine feste Verbindung entgegen
der Einsteckrichtung zweckmäßig ist es, wenn der in Gebrauchsstellung die Hinterschneidung
innerhalb des Aufnahme-Längsrandes hintergreifende Vorsprung im Querschnitt etwa
hakenförmig ausgebildet ist und das Hakenende in Gebrauchsstellung an der rückseitigen
Anschlagfläche der Hinterschneidung anliegt, während die Außenseite des Hakens zu
dem Nutengrund des Aufnahme-Längsrandes das schon erwähnte Spiel aufweist.
[0008] Um die Montage zu erleichtern und dabei eventuelle Aufbiegungen der beiden Wandungen
des Aufnahme-Längsrandes zu vermeiden, ist es zweckmäßig, wenn ein den Hakenrücken
bildender Bereich des Einsteck-Längsrandes im Querschnitt schräg zur Stirnseite des
Hakens hin in dem Sinne verläuft, daß sich der den Haken-Querschnitt aufweisende
Längsrand zu seiner Stirnseite hin verjüngt. Diese Verjüngung in Verbindung mit der
Hakenöffnung erlaubt es, durch etwas schräge Anordnung des Paneels mit dem Einsteckrand
den schmaleren Zwischenraum zwischen der Hinterschneidung und der gegenüberliegenden
Wandung des Aufnahme-Längsrandes mit dem Hakenteil zu überwinden, ohne daß dabei die
beiden Wandungen auseinandergezwängt werden müßten. Ebenso kann auf diese Weise auch
eine Demontage ohne Beschädigung der Längsränder erfolgen.
[0009] Ausgestaltungen der Erfindung und insbesondere der Form der Längsränder sind Gegenstand
der Ansprüche 6 bis 13. Dabei ist besonders vorteilhaft die Maßnahme des Anspruches
9, wonach nämlich die Dickenverminderung des Paneels an dem Einsteck-Längsrand breiter
als ihr Eingriff in den Gegen-Längsrand ist, so daß in montiertem Zustand eine Kontrollfuge
mit zwei parallelen Bereichen der ineinandergreifenden Längsrändern gebildet ist.
Somit ist auf einen Blick eine Kontrolle möglich, ob die beiden Ränder richtig ineinandergesteckt
sind und auf einfache Weise kann nachgemessen werden, ob dabei auch das Hakenstück
an der Innenseite der Hinterschneidung anliegt und somit das gewünschte Spiel an
den eigentlichen Stirnseiten vorhanden ist. Da die Verminderung der Dicke in diesem
Randbereich relativ geringfügig ist, weil sie lediglich der Stärke der einen Wandung
des Aufnahme-Längsrandes entspricht., ergibt sich praktisch keine Beeinträchtigung
der Isolierwirkung.
[0010] Die Wahl der Abmessungen der Dicke der Längsränder, die die beiden Längsränder in
Gebrauchsstellung einen Klemm-oder Preßsitz miteinander haben läßt, ergibt eine gute
Abdichtung an den Berührungsstellen der Längsränder.
[0011] Vor allem bei Kombination der vorbeschriebenen und in den Ansprüchen erwähnten Maßnahmen
und Merkmalen ergibt sich ein Paneel, welches eine einfache Verbindung mit dem Nachbarpaneel
erlaubt, dennoch auch große Wärmedehnungen zuläßt ohne daß Elastizitätskräfte an
den Paneelen wirksam werden und dabei den Herstellungsaufwand praktisch nicht verändert.
Obwohl die Längsränder eine Relativverschiebung der Paneele erlauben, sind sie praktisch
formschlüssig verbunden, so daß eine definierte und festgelegte Einstecktiefe bei
der Montage sichergestellt werden kann. Da der Aufnahme-Längsrand praktisch die gesamte
Dicke der Paneele ausnutzen kann, ist die erfindungsgemäße Ausbildung der Paneele
vor allem auch dann gut anwendbar, wenn die Paneele eine relativ geringe Gesamtdicke
von beispielsweise zwischen 10 und 20 mm haben. Dies ist auch deshalb vorteilhaft,
weil gerade dünnere Paneele unter Wärmespannungen noch schneller zu Verwerfungen
neigen würden, die bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung durch die vorgesehenen
Verschiebespielräume aber vermieden werden.
[0012] Nachstehend ist die Erfindung mit ihren ihr als wesentlich zugehörenden Einzelheiten
anhand der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel noch näher erläutert.
[0013] Es zeigt in schematisierter Darstellung:
Fig. 1 einen Querschnitt eines Paneels mit einem an dessen Aufnahme-Längsrand angreifenden
Nachbarpaneel und
Fig. 2 eine der Fig.1 etwa entsprechende Darstellung, wobei ein Paneel gegenüber dem
Nachbarpaneel schräg steht, um gerade damit zusammengefügt oder von diesem getrennt
zu werden und trotz des Formschlusses in Gebrauchsstellung gemäß Fig.1 eine einfache
Montage oder Demontage zu ermöglichen.
[0014] Ein Paneel 1 dient zu Bekleidung von Wänden oder Decken von Bauwerken, wobei die
beiden parallelen Längsränder 2 und 3 des Paneels 1 derart profiliert sind, daß sie
gemäß Fig. 1 formschlüssig ineinanderpassen. Dabei hat der Aufnahme-Längsrand 2 in
seinem Inneren eine Hinterschneidung 4 und der Einsteck-Längsrand 3 bzw. der in den
Aufnahme-Längsrand 2 passende Längsrand 3 des Nachbarpaneels einen diese Hinterschneidung
4 erfassenden Vorsprung 5. Der Hohlraum zwischen den Längsrändern 2 und 3 und der
Oberfläche 6 des Paneels 1 ist im Ausführungsbeispiel mit einem Isolierwerkstoff
7 ausgeschäumt.
[0015] In beiden Figuren erkennt man, daß der die Hinterschneidung 4 aufweisende Aufnahme-Längsrand
2 in Einsteckrichtung vor der Hinterschneidung 4 zwei einander gegenüberliegende
etwa parallel zur Paneeloberfläche 6 verlaufende Wandungen 8 und 9 hat und in Gebrauchsstellung
gem. Fig.1 damit die Oberseite 10 und die Unterseite 11 des Einsteck-Längsrandes
3 des Nachbarpaneels umgreift. Dabei springt der umgriffene Einsteck-Längsrand 3 gegenüber
seiner Oberseite 6 zurück, so daß die Oberseite 10 dieses Längsrandes 3 gegen die
Oberseite 6 des Paneels etwas zurückliegt. Vor allem wird in Fig. 1 deutlich, daß
in Gebrauchsstellung zwischen der Stirnseite 12 des Einsteck-Längsrandes 3 und dem
Nutengrund 13 des etwa nutenförmigen Aufnahme-Längsrandes 3 und ferner zwischen der
in Einsteckrichtung vorderen Seite oder Fläche 14 der Hinterschneidung 4 und dem
dieser gegenüber zurückspringenden Bereich 15 des Einsteck-Längsrandes 3 jeweils ein
Spiel vorgesehen ist. Dabei entspricht der Abstand der Außenseiten der den Aufnahme-Längsrand
2 bildenden Wandungen 8 und 9 im Ausführungsbeispiel der Gesamtdicke oder -stärke
des Paneels 1, so daß insgesamt eine möglichst große Öffnung an diesem Einsteck-Längsrand
2 vorhanden ist, wodurch diese Lösung auch für relativ dünne Paneele 1 zweckmäßig
und vorteilhaft wird.
[0016] Die Hinterschneidung 4 ist im Ausführungsbeispiel als im Querschnitt etwa sägezahnartiger
Vorsprung mit in Einsteckrichtung schrägem Anstieg an ihrer Vorderseite 14 und an
der Rückseite etwa rechtwinklig zur Nutenwand 8 verlaufender Anschlagfläche 16 ausgebildet.
Gegebenenfalls genügt dabei auch ein etwas stumpferer als ein rechter Winkel oder
es könnte sogar ein spitzer Winkel dieser Anschlagfläche 16 zur Nutenwand 8 vorgesehen
werden.
[0017] Der in Gebrauchsstellung die Hinterschneidung 4 innerhalb des Aufnahme-Längsrandes
2 hintergreifende Vorsprung 5 ist etwa hakenförmig ausgebildet. Gemäß Fig. 1 liegt
zweckmäßigerweise das Hakenende 17 in Gebrauchsstellung an der rückseitigen Anschlagfläche
16 der Hinterschneidung 4 an, während die Außenseite des Hakens als Stirnseite 12
zu dem Nutengrund 13 des Aufnahme-Längsrandes 2 das schon erwähnte Spiel aufweist.
Somit ergibt sich bei der Montage eine definierte Lage der beiden Paneele zueinander,
wobei gleichzeitig im Inneren der an sich formschlüssigen Verbindung genügend Bewegungsspielraum
für Wärmedehnungen eingeplant ist. Es können also Wärmedehnungen ungehindert stattfinden,
ohne daß dabei die Elastizitätskräfte der Paneele beansprucht würden, falls das Spiel
entsprechend dem Ausdehnungskoeffizienten ausreichend groß gewählt ist. Somit werden
auch Verwerfungen der Paneele bei starker Erwärmung aufgrund ihres gegenseitigen
Verbundes von vorneherein vermieden.
[0018] Ein den Hakenrücken bildender Bereich 18 des Einsteck-Längsrandes 3 verläuft im
Querschntt schräg zur Stirnseite 12 des Hakens bzw. des Paneels 1 hin in dem Sinne,
daß sich der Querschnitt des Einsteck-Längsrandes 3 zu seiner Stirnseite 12 hin verjüngt.
Vor allem in Fig. 2 erkennt man die Besonderheit und Bedeutung dieser Maßnahme, die
ein Einführen des Längsrandes 3 in den Längsrand 2 trotz der im Inneren des Längsrandes
2 befindlichen Hinterschneidung 4 erlaubt. Dabei spielt auch die Verringerung der
Dicke des Längsrandes 3 im Bereich seiner Oberseite 10 und die Länge der Wandung 8
eine entsprechende Rolle und es ist dafür gesorgt, daß die Länge einer gedachten
senkrechten Linie auf die den Hakenrükken bildende Schräge 18 des Einsteck-Längsrandes
3 bis zur gegenüberliegenden etwas eingezogenen Oberseite 10 dieses Längsrandes 3
gleich oder kleiner als der Abstand der beiden Innenseiten der Wandungen 8 und 9 der
den Aufnahme-Längsrand 2 bildende Nut ist. Gemäß Fig. 2 braucht also nur die einzuführende
Paneele etwas schräg zu der Nachbarpaneele gestellt zu werden, um die beiden Längsränder
2 und 3 ohne Kraftanstrengung und ohne Verformungen ineinander führen zu können.
Ist der Vorsprung 5 in dem Bereich hinter der Hinterschneidung 4 angelangt, wird die
schrägstehende Paneele in Flucht mit der anderen Paneele 1 gebracht, wonach die Situation
gemäß Fig. 1 hergestellt ist. Gegebenenfalls kann noch eine leichte Zugkraft auf die
beiden Paneelen entgegen ihrer Einsteckrichtung aufgebracht werden, um die Hakenfläche
17 an der Anschlagfläche 16 des Vorsprunges 4 zur Anlage zu bringen.
[0019] Der in Gebrauchsstellung umgriffene Einsteck-Längsrand 3 verjüngt sich auch an dem
der Oberseite 6 benachbarten zurückspringenden Bereich 10 unmittelbar vor der Hinterschneidung
4 bis in die Hakenöffnung hinein ebenfalls, wobei die Schräge dieser Verjüngung in
Gebrauchsstellung parallel zu der Schräge an der Vorderseite 14 der Hinterschneidung
4 verläuft. Praktisch ergibt sich somit für den Einsteck-Rand 3 zu seiner Stirnseite
12 hin auf beiden Seiten eine Abschrägung, durch welche der Querschnitt dieses Längsrandes
3 zur Stirnseite 12 hin verjüngt wird. Auch dadurch wird die Einsteckmontage gemäß
Fig. 2 erleichtert.
[0020] In Fig. 1 erkennt man noch, daß der Rand der oberseitigen Wandung 8 des Aufnahme-Längsrandes
2 in Gebrauchsstellung zumindest bis zum Anfang 19 der an der gegenüberliegenden Seite
des Einsteck-Längsrandes 3 befindlichen Schräge 18 reicht oder diesen Anfang 19 sogar
überragt. Dadurch ergibt sich auch in Querrichtung eine feste Verbindung der beiden
Paneele 1, so daß ihre Oberflächen 6 sicher miteinander fluchten.
[0021] Die Verminderung 10 der Dicke des Paneels 1 an dem Einsteck-Längsrand 3 ist im Ausführungsbeispiel
breiter als ihr Eingriff in den Gegen-Längsrand 2 in Gebrauchsstellung, so daß in
montiertem Zustand eine Kontrollfuge 20 mit zwei parallelen Bereichen der ineinandergreifenden
Längsränder gebildet ist, nämlich dem Rand der Wandung 8 einerseits und der Abkröpfung
21, die die Dickenvermin derung 10 bewirkt. Nach der Montage kann die Breite der
Nut 20 überprüft werden und wenn ihre Begrenzungen nicht parallel laufen, ist die
Zusammenfügung der Längsränder noch nicht in Ordnung. Ferner könnte eine zu schmale
Kontrollfuge 20 darauf hindeuten, daß das Spiel zwischen den Stirnseiten 12 und 13
im Inneren der Steckverbindung nicht vorhanden oder zu gering vorgewählt ist.
[0022] Die Hinterschneidung 4 ist dabei im Ausführungsbeispiel in dem nutenförmigen Aufnahme-Längsrand
2 an der Nutenwandung 8 angeordnet, die an der Oberfläche 6 des Paneels 1 vorgesehen
ist bzw. sich an diese anschließt, während die gegenüberliegende Nutenwand 9 als verlängerter
Schenkel des das Paneel 1 im wesentlichen bildenden Werkstoffes, beispielsweise eines
Aluminiumbleches, ausgebildet ist. Somit lassen sich auch diese Ränder 2 und 3 gut
einstückig mit dem Paneel 1 fertigen, biegen und formen.
[0023] Dabei kann dann auch dafür gesorgt werden, daß die beiden Längsränder 2 und 3 in
Gebrauchsstellung einen Klemm- und Preßsitz miteinander haben, so daß in diesem Bereich
eine gute Abdichtung erzielt und somit auch Regen von der bekleideten Wandung abgehalten
werden kann. Die diesem Regen ausgesetzte Oberseite 6 und die dort befindliche flache
Fuge 20 können somit bei vertikaler Anordnung solches Wasser ableiten, ohne daß es
in das Innere der Längsränder gelangt. Selbst geringfügige Flüssigkeitsmengen im
Inneren der Steckverbindung können nach unten ablaufen, weil sie an der Berührung
zwischem dem Anfang 19 der Schräge 18 und der Wandung 9 wiederum an einem weiteren
Vordringen zu der Rückseite der Paneele 1 und somit zu der Gebäudewand hin gehindert
wird.
[0024] Die vorzugsweise aus Aluminiumblech gebildete Haut 22 des Paneels 1 ist in einem
Stück zu dem Hakenquerschnitt gebogen und hat am Ende des schrägen Hakenrückens 18
vor der Montage zweckmäßigerweise einen etwas größeren Abstand zu der gegenüberliegenden
Außenseite 10 des Einsteck-Längsrandes 3 als nach der Montage, so daß dieser umgebogene
Randbereich bei der Montage federartig zusammendrückbar ist. Dadurch wird der erwähnte
Klemmsitz und die Abdichtwirkung durch die Montage von selbst erreicht. Der schräge
Hakenrücken 18 hat dabei an seinem Anfang 19 noch eine Fortsetzung 23 parallel zur
Oberfläche 6, die von der Nutenwandung 9 des Aufnahme-Längsrandes 2 des Nachbarpaneeles
in Gebrauchsstellung im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 überragt ist. Somit wird
die erwähnte geringfügige Federkraft an diesem Anfang 19 besser verteilt.
1. Paneel zur Bekleidung von Wänden oder Decken von Bauwerken, wobei die beiden parallelen
Längsränder des Paneels derart profiliert sind, daß sie formschlüssig ineinanderpassen
und der Aufnahme-Längsrand in seinem Inneren eine Hinterschneidung und der Einsteck-Längsrand
bzw. der in den Aufnahme-Längsrand passende Längsrand des Nachbar-Paneels einen diese
Hinterschneidung erfassenden Vorsprung hat, wobei ein Hohlraum zwischen den Längsrändern
und der Oberfläche des Paneels vorzugsweise mit einem Isolierwerkstoff ausgeschäumt
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der die Hinterschneidung (4) aufweisende Aufnahme-Längsrand (2) in Einsteckrichtung
vor der Hinterschneidung (4) zwei einander gegenüberliegende etwa parallel zur Paneeloberfläche
(6) verlaufende Wandungen hat und in Gebrauchsstellung damit die Ober- und Unterseite
(10,11) des Einsteck-Längsrandes (3) des Nachbar-Paneels umgreift, daß der umgriffene
Einsteck-Längsrand (3) des Nachbar-Paneels gegenüber seiner Oberseite (6) zurückspringt
und daß in Gebrauchsstellung zwischen der Stirnseite (12) des Einsteck-Längsrandes
(3) und dem Nutengrund (13) des Aufnahme-Längsrandes (3) sowie zwischen der in Einsteckrichtung
vorderen Seite (14) der Hinterschneidung (4) und dem dieser gegenüber zurückspringenden
Bereich (15) des Einsteck-Längsrandes (3) jeweils ein Spiel vorgesehen ist.
2. Paneel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Außenseiten
der den Aufnahme-Längsrand (2) bildenden Wandungen (8,9) etwa der Gesamtdicke oder
-stärke des Paneels (1) entspricht.
3. Paneel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hinterschneidung
(4) als im Querschnitt etwa sägezahnartiger Vorsprung mit in Einsteckrichtung schrägem
Anstieg und an der Rückseite etwa rechtwinklig zur Nutenwand (8) verlaufende Anschlagfläche
(16) ausgebildet ist.
4. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der in Gebrauchsstellung
die Hinterschneidung (4) innerhalb des Aufnahme-Längsrandes (2) hintergreifende Vorsprung
(5) im Querschnitt etwa hakenförmig ausgebildet ist und das Hakenende (17) in Gebrauchsstellung
an der rückseitigen Anschlagfläche (16) der Hinterschneidung (4) anliegt, während
die Aussenseite des Hakens zu dem Nutengrund (13) des Aufnahme-Längsrandes (2) Spiel
aufweist.
5. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein den Hakenrücken
bildender Bereich (18) des Einsteck-Längsrandes (3) im Querschnitt schräg zur Stirnseite
(12) des Hakens hin in dem Sinne verläuft, daß sich der Querschnitt des Einsteck-Längsrandes
(3) zu seiner Stirnseite (12) hin verjüngt.
6. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, daß sich der
in Gebrauchsstellung umgriffene Einsteck-Längsrand (3) an dem der Oberseite (6) benachbarten
zurückspringenden Bereich (10) unmittelbar vor der Hinterschneidung (4) bis in die
Hakenöffnung hinein schräg verjüngt, wobei die Schräge dieser Verjüngung in Gebrauchsstellung
parallel zu der Schräge an der Vorderseite (14) der Hinterschneidung (4) verläuft.
7. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand
der oberseitigen Wandung (8) des Aufnahme-Längsrandes (2) in Gebrauchsstellung zumindest
bis zum Anfang (19), der an der gegenüberliegenden Seite des Einsteck-Längsrandes
(3) befindlichen Schräge (18) reicht oder diesen Anfang (19) überragt.
8. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge
einer gedachten senkrechten Linie auf die den Hakenrücken bildende Schräge (18) des
Einsteck-Längsrandes (3) bis zur gegenüberliegenden, etwas eingezogenen Oberseite
(10) dieses Längsrandes (3) gleich oder kleiner als der Abstand der beiden Innenseiten
der Wandungen der den Aufnahme-Längsrand bildenden Nut ist.
9. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verminderung
(10) der Dicke des Paneels (1) an dem Einsteck-Längsrand (3) breiter als ihr Eingriff
in den Gegen-Längsrand (2) in Gebrauchsstellung ist, so daß in montiertem Zustand
eine Kontrollfuge mit zwei parallelen Bereichen der ineinandergreifenden Längsrändern
gebildet ist.
10. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Hinterschneidung
(4) in dem nutenförmigen Aufnahme-Längsrand (2) an der Nutenwandung (8) angeordnet
ist, die an der Oberfläche (8) des Paneels (1) vorgesehen ist, und daß die gegenüberliegende
Nutenwand (9) als verlängerter Schenkel des das Paneel (1) bildenden Werkstoffes ausgebildet
ist.
11. Paneel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Längsränder (2,3) in Gebrauchsstellung einen Klemm- oder Preßsitz miteinander
haben.
12. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die vorzugsweise
aus Aluminiumblech gebildete Haut (22) des Paneels (1) in einem Stück zu dem Hakenquerschnitt
gebogen ist und am Ende des schrägen Hakenrückens (18) vor der Montage einen etwas
größeren Abstand zu der gegenüberliegenden Außenseite (10) des Einsteck-Längsrandes
(3) in diesem Bereich hat, so daß dieser umgebogene Randbereich bei der Montage federartig
zusammendrückbar ist.
13. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der schräge
Hakenrücken (18) an seinem Anfang (19) eine Fortsetzung (23) der Paneelhaut parallel
zur Oberfläche (6) hat, die von der Nutenwandung (9) des Aufnahme-Längsrandes (2)
des Nachbar-Paneels in Gebrauchsstellung vorzugsweise überragt ist.