[0001] Die Erfindung bezieht sich auf das Sportinventar, genauer aus eine Skibindung für
die Laufskier.
[0002] Gegenwärtig sind die Anforderungen an das Sportinventar erheblich gewachsen und abgewandelt.
Da die Skiläufer in immer zunehmendem Masse den Schlittschuhschritt an= wenden. ergab
sich die Notwendigkeit, die Widerstandskraft gegen die Verdrehung der Skischuhsohle
zu steigern, weil der Skiläufer längere Zeit auf der Skikante läuft. Jedoch bildet
die Skigleitfläche (und somit auch die Schuhsohlenebene in diesem Fall beim Abstossen
des Skiläufers einen beträchtlichen Winkel mit der Oberfläche der Skispur (mit der
Oberfläche des verdichteten Schnees), was zur Entstehung von hohen Verdrehungsmomenten
in bezug auf die Schuhsohle führt.
Zugrundeliegender Stand der Technik
[0003] Zur Zeit werden die Skibindungen der Firma "Adidas" allgemein angewendet, die eine
Platte mit Seitenteilen darstellen, die unter einem Winkel zur Skilängsachse gerichtet
sind. Die Grosse der Platte und der Betrag des Neigungswinkels der Seitenteile zur
Skilängsachse sind durch Grösse und Form der Schuhsohlenspitzenpartie bestimmt. Die
Bindung ist zum Einsatz mit einem Schuh bestimmt, der eine vorspringende Schuhsohlenspitzenpartie
besitzt. Der Feststeller dieser Bindung ist in folgender Weise aufgebaut. Auf der
Platte ist eine Achse angebracht, auf der ein Hebel befestigt ist, der an seinem freien
Ende eine andere Achse besitzt. Seinerseits ist auf dieser Achse ein zweiter Hebel
angeordnet, dessen freies Ende zum Andrücken des Vorsprungs der Schuhaohlenspitzenpartie
bestimmt ist. Zum Feststellen des Schuhs stützt der Skiläufer das Ende des zweiten
Hebels gegen den Schuhvorsprung bis zum Anschlag ab und drückt dann auf den ersteren
Hebel, der in diesem Fall so lange geschwenkt wird, bis die die beiden Achsen verbindende
Linie unterhalb der Linie zu liegen kommt, die die erstere Achse und den-Anschlagpunkt
verbindet. Bei Erreichen dieser Stellung wird der Schuh fixiert. Zu den Nachteilen
dieser Bindung gehören erhebliches-Bindungsgewicht, niedrige Fertigungsgerechtheit,
relativ komplizierter Aufbau des Feststellers, beim Abstossen des Skiläufers entstehende
erhebliche Drehmomente in der zur Schuhaohlenfläche senkrechten Ebene. Dieser letztere
Nachteil fällt bei Anwendung von Schlittschuhschritt durch den Skiläufer besonders
ins Gewicht. Die starke Sohlenverdrehung ist nicht nur durch die Bindungskonstruktion,
sondern auch durch die schmale Sohlenspitzenpartie des Standardschuhes des Modells
"Racing Norm 38" bedingt, bei dem die Spitze viel schmaler als beim Modell "Racing
Norm 50" ist.
[0004] Vielfach angewendet wird derzeit die Skibindung vom Typ "Ratafella". Die Bindung
stellt ebenfalls eine Platte mit Seitenteilen dar, die unter einem Winkel zur Skilängsachse
liegen. Zum Unterschied von der Bindung der Firma "Adidas" sind unmittelbar auf der
Platte drei Stifte angebracht, die zum Einführen in die Bohrungen der Schuhsohlenspitzenpartie
bestimmt sind. Das Feststellen des Schuhs wird mit Hilfe eines Bügels erreicht, dessen
freie Enden in in den Seitenteilen befestigten Buchsen aufgenommen sind. Im Vorderteil
der Bindung ist auf einer Achse eine Nuten aufweisende Platte angebracht. Der Schuh
wird auf eine solche Weise eingestellt, dass die Bohrungen in der Schuhsohlenspitzenpartie
mit den Stiften zur Übereinstimmung kommen würden. Dadach drückt der Skiläufer auf
den Bügel so, dass er in eine der in der Platte vorhandenen Nuten geraten würde. Die
Modifikationen dieser Bindung unterscheiden sich durch verschiedene Feststellertypen.
Zu den Vorteilen der Bindung gehören eine sichere Fixierung des Skischuhs, ein gegenüber
der im vorstehenden behandelten Bindung der Firma "Adidas" geringeres Drehmoment,
das in der zur Skilängsachse senkrechten Ebene entsteht. Zu den Nachteilen gehören
erhebliches Bindungsgewicht, relativ niedrige Fertigungegerechtheit, relativ komplizierte
Feststellerherstellung.
[0005] Bekannt ist eine Skibindung, die Haltestifte darstellt, von denen jeder aus zwei
Teilen besteht (siehe die DE-Auslegeschrift Nr. 3240750). Der eine dieser Teile ist
zum unmittelbaren Einsetzen in den Skikörper (Schuhkörper), der andere aber zum Einführen
in eine Gegenbohrung im Schuh (Ski) bestimmt. Ist der untere Stiftteil im Skikörper
angeordnet, muss der Schuh zur Fixierung desselben eingestellt werden, dass die oberen
Stifteteile in die Bohrungen in der Schuhsohlenspitzenpartie eintreten würden. Zur
Begrenzung der Schuhverschiebung in der vertikalen Ebene werden verschiedenartige
Feststeller angewendet. Zu den Vorteilen der Bindung gehören relativ hohe Fertigungsgerechtheit
und einfache Konstruktion, die Möglichkeit einer raschen Montage bzw. Demontage der
Bindung sowie die Anwendungsmöglichkeit von verschiedenen Feststellertypen. Zu den
Nachteilen sind verhältnismässig niedrige Betriebseigenschaften der Bindung beim Fixieren
und Freisetzen des Schuhs zu rechnen, weil dabei der Sportler seine Hände gebrauchen
muss.
[0006] Bekannt ist eine Skibindung nach dem DE-
GM G 8425984, die Haltestifte, die am Ski angebracht und zum Einführen in die Gegenbohrungen
der Schuhsohlenspitzenpartie bestimmt sind, sowie einen Feststeller enthält, der in
Gestalt einer Blattfeder ausgeführt ist, die die-Form eines Bügels besitzt, dessen
eines Ende mit dem Ski verbunden, dessen anderes Ende aber zum Umfassen der Schuhsohlenspitzenpartie
von oben bestimmt ist. Zu den Vorteilen der Bindung gehören hohe Fertigungsgerechtheit
daselben, niedrige Kosten, geringe Abmessungen, geringes Gewicht, die Möglichkeit
einer automatischen (ohne Beteiligung von Skiläuferhänden erfolgenden) Fixierung des
Skischuhs am Ski. Allerdings kann diese Bindung nur gemeinsam mit einem Skischuh eingesetzt
werden, der eine vorsprigende Sohlenspitzenpartie bzw. einen Rand besitzt. In diesem
Fall kommt, sofern beim Abstossen des Skiläufers eine waagerechte Kraftkomponente
entsteht, ein beträchtlichen Drehmoment auf, weil die Abstosszone des Skiläufers und
die Schusfeststellzone nicht miteinander übereinstimmen. Dieser Nachteil ist für sämtliche
Bindungstypen charakteristisch, die für den Einsatz mit einem Schuh mit der vorspringenden
Spitzenpartie vorgesehen sind, und kommt bei Anwendung von Schlittschuhschritt durch
den Skiläufer besonders störend zur Wirkung.
Offenbarung der Erfindung
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine solche Skibindung zu
entwickeln, die es erlauben würde, die Einwirkung zerstörender Kräfte auf den Ski
und die Schuhsohle, die beim Skilauf entstehen, beträchtlich zu verringern.
[0008] Die gestellte Aufgabe ist dadurch gelöst, dass in der Skibindung, die Haltestifte
und Gegenbohrungen, die im Ski bzw: im Schuh vorhanden sind, sowie einen Feststeller
enthält, der die Verschiebung des Schuhs in der vertikalen Richtung begrenzt, erfindungsgemäss
die Haltestifte und die Gegenbohrungen entlang der Längsachse von Ski und Schuh angeordnet
sind.
[0009] Die erßindungsgemässe Konstruktion der Skibindung ermöglicht es, den Schuh entlang
der Skilängsachse je nach der durch den Skiläufer angewendeten Lauftechnik sowie je
nach den Witterungsverhältnissen operativ zu verschieben. Bei Anwendung von Schlittschuhschritt
ist die Verschiebung der Feststellzone der Schuhsohle näher an die Skispitze zweckmässig,
was die Bedingungen fÜr die Skilenkung verbessert. Eine ähnliche Situation entsteht
beim Laufen auf Glatteis, Hart- und Nasschnee, wenn eine wesentliche Verbesserung
von Skilenkung wichtiger als eine gewisse Abnahme der Skigleitfähigkeit ist. Allgemein
gilt, dass der Ski beim Einstellen der Schuhspitze im Bereich des Skischwerpunktes
am besten gleitet. Bei Verschieben des Schuhes nach beliebiger Seite entlang der Skilängsachse
nimmt das Gleitvermögen ab. Die Möglichkeit der Verschiebung der Schuhfeststellzone
entlang der Skilängsachse erlaubt es dem Skiläufer, mit Rücksicht auf jeweilige Witterungsverhältnisse
und je nach dem Profil der Strecke eine optimale Schuhfeststellzone zu wählen.
[0010] In einer vorzugsweisen Ausführungaform der Erfindung ist eine der Bohrungen zum Einfüghren
eines der Sifte bestimmt, während die andere Bohrung in Gestalt einer Längsnut ausgeführt
ist, die zum Einführen der übrigen Stifte bestimmt ist. Bei derartiger Ausführung
der Skibindung kann eine vershiedene Anzahl Stifte in die Längsnut eintreten. Die
Ausführung eine für eine Reihe von Stiften bestimmten gemeinsamen Nut ist fertigungsgerechter
als die Ausführungsform, bei der eine einzelne Bohrung für einen jeden Stift vorgesehen
ist.
[0011] Zweckmässigerweise sind die in die Längsnut einfuhrbaren Stifte miteinander starr
verbunden, so dass sie einen Längsvorsprung bilden. Diese Ausführung der Skibindung
gestattet es, die spezifische Belastung je Flächeneinheit der Stifte beim Verdrehen
der Schuhsohle zu verringern. Dies ist insbesondere bei.Anwendung von Schlittschritt
von Bedeutung, da in diesem Fall im Ski und im Schuh erhebliche Kräfte auftreten.
[0012] In sehr zweckmässiger Weise sind die Stifte miteinander starr verbunden, derart,
dass sie einen Längsvorsprung bilden, während die Gegenbohrungen miteinander in Verbindung
stehen, sie eine Längsnut bilden, wobei das Verhältnis der Vorsprunglänge zur Nutbreite
nicht weniger als drei beträgt. Diese Ausführung der Skibindung ist in hohem Masse
fertigungsgerecht und gewährleistet nicht nur eine Verminderung der spezifischen Belastung
je Längsvorsprungsflächeneinheit, sondern auch eine gleichmässigere Konzentration
der in der Schuhsohle wirkenden Spannung in der Iängsnutzone; was die Betriebseigenschaften
von Bindung und Schuh erhöht. Die Folge davon ist ferner eine geringere Verdrehung
der Schuhsohle.
[0013] Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0014] Weitere Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung sind aus der nachstehenden
eingehenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele derselben und aus beiliegenden
Zeichnungen verständlich, in denen es zeigt:
Fig.1 eine-Skibindung gemäss der Erfindung, in der die Haltestifte entlang der Skilängsachse
angeordnet sind (Seitenansicht);
Fig.2 dasselbe Planansicht;
Fig.3 eine Ausführungsform der Erfindung, in der die Stifte auf einer Platte angebracht
sind(Planansicht);
Fig.4 dasselbe (Seitenansicht);
Fig. 5 eine Ausßührungsform der Schuhsohlenkonstruktion;
Fig.6 einen Schnitt nach Linie VI-VI der Fig.5;
Figi7 einen Schnitt nach Linie VII-VII der Fig. 5;
Fig.8 eine Ausfhrungsform der Schuhsohlenkonstruktion;
Fig.9 eine Ausführungsform der Schuhsohlenkonstruktion;
Fig.10 eine Ausführungsform der Skibindung (Planansicht);
Fig.11 dasselbe( im Querschnitt);
Fig.12 Einstellung des Schuhes auf dem Ski (Seitenansicht);
Fig.13 dasselbe (Draufsicht);
Fig.14 eine Ausführungsform der Skibindung gemäss der Erfindung; in der die Stifte
am Schuh, die Gegenbohrungen aber im Ski ausgeführt sind;
Fig. 15 dasselbe (Vorderansicht);
Fig.16 eine Ausführungsform der Skibindung (im Längsschnitt);
Fig.17 einen am Ski angebrachten Vorsprung (Draufsicht);
Fig.18 eine in der Schuhsohle ausgeführte Nut (Untenansicht).
[0015] Die erfindungsgemässe Konstruktion der Skibindung enthält Haltestifte 1 (Fig. 1 -
4), die an einem Ski 2 entlang dessen Längsachse angebracht und zum Einführen in Gegenbohrungen
3 der Sohle 4 eines Schuhs 5 bestimmt . sind, welche entlang der Längsachse des Schuhes
5 liegen. Ein bügelförmiger Feststeller 6 ist zur Begrenzung der Verschiebung des
Schuhes 5 in der vertikalen Ebene Bestimmt. Zur bequemeren Montage bzw. Demontage
ist der Haltestift 1 aus zwei Teilen ausgeführt. Der untere, zur Stifbefestigung dienende
Teil des Stiftes 1 ist zum Befestigen im Körper des Skis 2, der obere Teil desselben
aber zum Eintritt in die Gegenhohrung 3 der Sohle 4 des Schuhes 5 bestimmt. Der obere
und der untere Teil des Stiftes 1 können durch eine Stützfläche 7 voneinander getrennt
sein; die zur Befestigung des Feststellers 6 am Ski 2 (Fig.1) dient. Zur Erhöhung
der Fertigungsgerechtheit der Skibindung können die Haltestifte 1 auf einer Platte
8 (Fig. 3 - 4 ) angeordnet sein, in der zur Fixierung derselben am Ski 2 Bohrungen
9 zum Hindurchstecken von (in Fig. nicht abgebildeten) Befestigungselementen ausgeführt
sind.
[0016] In einer der Ausführungaformen der Erfindung sind in der Sohle 4 des Schuhes 5 zwei
Bohrungen 3 ausgeführt, von denen die eine zum EinfÜhren eines der Stifte 1 bestimmt
ist, während die andere in Gestalt einer Längsnut 10 ausgeführt ist welche zum Einführen
der übrigen Stifte 1 in dieselbe bestimmt ist. In dieser Ausfuhrungsform ist der Feststeller
6 (Fig. 5) in Form eines Stabes ausgebildet, der durch die Sohle 4 in die Bohrung
3 zum Koppeln mit einem entsprechenden Stift 1 hindurchragt.
[0017] Zur besseren Verbiegung der Sohle 4 in der vertikalen zur Längsachse des Skis 2 parallelen
Ebene sind Nuten 11 in der Sohle 4 ausgeführt. Zur Erhöhung der Verdrehungssteifigkeit
der Sohle 4 sind in der letsteren Versteifungsrippen 12 (Fig. 5 - 9) ausgeführt.
[0018] In Fig. 10 - 11 ist eine Ausführungsform der Konstruktion der erfindungsgemässen
Skibindung dargestellt, in der ein Teil der Stifte 1 zwischen den Randstiften 1 miteinander
starr verbunden ist, wodurch ein Längavorsprung 13 gebildet ist. Die beiden Randstifte
1 und der Vorsprung 13 sind zum Einfuhren in zugehörige Gegenbohrungen 3 und die Nut
10 in der Sohle 4 des Schuhes 5 (in Fig.nicht abgebildet) bestimmt. Die Stifte 1 sind
in dieser Ausführungsform zur Begrenzung der Verschiebung des Schubes5 relativ zur
Längsachse des Skis 2 bestimmt, während der Vorsprung 13 zur Begrenzung von seitlichen
Verschiebungen dew Schuhs 5 dient.
[0019] Die Anordnung der Stifte 1 entlang der Längsachse des Skis 2 ermöglicht es, den Schuh
5 entlang der Achse des Skis 2 zu verschieben und ihn.zu fixieren. Beim Fixieren des
Schuhes 5 an dem der Spitze des Skis 2 am nächsten liegenden Stift 1 werden die Voraussetzungen
für die Anwendung von Schlittschuhschritt durch den Skiläufer dank sicherer Lenkung
der Spitze des Skis-2 verbessert. Die übrigen Stifte 1 treten in die Bohrungen 3 der
Soh= le 4 des Schubes 5 hinein und wirken der Verdrehung der Sohle 4 des Schuhes 5
beim Abstossen des Skiläufers entgegen, wodurch die Belastung vom ersten Stift, an
dem der Schuh 5 fixiert ist, weggenommen wird.
[0020] Die Anordnung der Stifte 1 entlang der Achse des Skis 2 erfolgt vorzugsweise in einem
solchen Abstand voneinander, dass bei einer beliebigen, beim Skilauf entstehenden
Verbiegung der Sohle 4 des Schuhes 5 mindestens zwei entlang der Längsachse des Skis
2 liegende Stifte aus der Bohrung 3 bzw. der Nut 3 nicht heraustreten würden.
[0021] - Der Feststeller 6 (Fig.5) wird in der Sohle 4 des Schuhes 5 mit dem Ziel angeordnet,
dass man das Fixieren des Schuhes 5 an einem beliebigen Stift 1 mittels nur eines
Feststellers 6 würde gewährleisten können. Der Feststeller 6 ist in der Sohle 4 auf
eine solche Weise angeordnet, dass die Nachbarstifte 1 das Fixieren und Freisetzen
des Schuhes 5 nicht behindern würden.
[0022] Die Bindung arbeitet folgenderweise. Zum Fixieren des Schuhes 5 (Fig.1) müssen ein
Haltestift 1 und eine Gegenbohrung 3 der Sohle 4 in Übereinstimmung gebracht werden.
Danach muss eine Kraft so angelegt werden, dass der Stift 1 in die Bohrung 3 würde
eintreten können. Beim Einführen des Stiftes 1 in die Bohrung 3 drückt die Spitzenpartie
der Sohle 4 des Schuhes 5 den Feststeller 6 weg, und danach, nach dem erfolgten Einführen
des Stiftes 1 in die Bohrung 3, umfasst der Feststeller 6 die Sohle 4 des Schuhes
5 von oben. In der in Fig.5 darstellten Ausführungsform der Skibindung drückt der
Stift 1, indem er in die Bohrung 3 eintritt, den Feststeller 6 weg. Nachdem man die
Achsen des Feststellers 6 und der (in Fig. nicht abgebildeten) Gegenbohrung im Stift
1 in Übereinstimmung gebracht hat, tritt der Feststeller 6 unter der Wirkung der vom
Skiläufer ausgeübten Kraft in die im Stift 1 ausgeführte Bohrung hihein und fixiert
also die Sohle 4 des Schuhes 5 in bezug auf den Ski 2. Zum Freisetzen des Schuhes
5 muss eine Kraft in Richtung vom Stift 1 weg entlang der Achse des Feststellers 6
angelegt werden. Sobald der Feststeller 6 aus der Bohrung des Stiftes 1 herausgetreten
ist, wird das Freisetzen des Schuhes 5 möglich.
[0023] Nachstehend soll das Grundprinzip des erzielbar Effektes bei ähnlicher Skibindungskonstruktion
(Fig.12 - 13) erläutert werden. Die Kraft F
1, die vom Skiläufer beim Abstossen an die Ferse (Stelle A) angelegt wird, ist vom
Feststellungspunkt B des Schuhes 5 am Ski 2 um einen Abstand h
1 entfernt. Es sei nun angenommen, dass der Punkt C ein anderer Punkt ist, der auf
einer zur Längsachse des Skis 2 senkrechten-Achse liegt und gemeinsam mit dem Punkt
B das durch die Kraft F
1 erzeugte Drehmoment aufnimmt. Der Abstand vom Punkt B bis zum Punkt C beträgt h
2 und ist durch die standardmässige Skibreite begrenzt, die 45 mm beträgt (gerät der
Punkt C über die Grenzen des Skis 2 hinaus, so wird dadurch eine solche negative Erscheinung
wie eine Geschwindigkeitsabnahme infolge der Reibung der Skibindung am Schnee herbeigeführt).
Es kann geschrieben werden, dass F
1 h
1 = F
2 h
2, wo F
2 die Kraft bedeutet, die am Punkt C auf die Sohle 4 des Schuhes 5, die Bindung und
den Ski 2 einwirkt. Zerlegt man die Sohle 4 in einzelne Elemente, erkennt man, dass
infolge eines beträchtlichen Abstandes dieser Elemente von den Punkten B und C erhebliche
Drehmomente auf sie einwirken. Das Bild ändert sich schlagartig, wenn man den Punkt
C entlang der Skiachse um einen Abstand verschiebt, der grösser als h
2 ist, wobei sowohl die Kraft F
2, die das System Schuh-Bindung-Ski zerstört, wie auch die auf die Elemente der Sohle
4 einwirkenden Drehmomente stark abnehmen. Die erfindungsgemässe Skibindungskonstruktion
erlaubt es, die Verdrehung der Sohle 4 beträchtlich zu verringern, und lässt die Verschiebung
des Fixierungspunktes des Schuhes 5 entlang der Längsachse des Skis 2 zu. In der in
Fig.14-15 dargestellten Ausführungsform der Erfindung sind die Stifte 1 unmittelbar
an der Sohle 4 des-Schuhes-5 entlang seiner längsachse angebracht, derart, dass bei
deren Einführen in die zugehörigen Bohrungen 3 im Ski 2 die Aussenseitenfläche eines
jeden Stiftes 1 und die entsprechende Seitenfläche des Skis 2 in einer Ebene liegen.
Im Ski 2 und Stift 1 sind jeweilige Bohrungen 14, 15 zum Einführen des Feststellers
6 ausgeführt, der die Funktion einer Drehachse erfüllt. Die Ausführung des Vorderteils
der Sohle 4 aus einem elastischen Dämpfungsstoff(z.B. Gummi) gestattet, die Bedingungen
für das Drehen des Schuhes 5 in der vertikalebene entlang der Achse des Skis 2 zu
verbessern.
[0024] Die in Fig.14-15 dargestellte Ausführungsform der Skibindung arbeitet folgendermassen.
Man bringt die Haltestifte 1 und die Gegenbohrungen 3 in Übereinstimung, und zwar
in der Weise, dass die Achsen der Bohrungen 14, 15 miteinander zusammenfallen. Nach
der erreichten Übereinstimmung der Achsen der Bohrungen 14, 15 wird in dieselben der
Feststeller 6 eingesetzt, der die Fixierung des Schuhes 5 in bezug auf den Ski 2 gewährleistet.
[0025] Zum Freisetzen des Schuhes 5 muss der Feststeller 6 aus dem Ski 2 entfernt werden.
[0026] In Fig. 16 - 18 sind die Haltestifte 1 am Ski 2 miteinander starr verbunden, so dass
sie einen Längsvorsprung 16 bilden, während die Gegenbohrungen 3 in der
`Sohle 4 des Schuhes 5 miteinander in Verbindung stehen, wobei sie eine Gegenlängsnut
17 bilden. Der Feststeller 6 ist durch eine Bohrung 18 in der Sohle 4 des Schuhes
5 in die Nut 17 zum Koppeln mit dem Vorsprung 16 eingeführt. Das Verhältnis der Länge
des Vorsprungs 16 zu dessen Breite beträgt nicht weniger als drei. Bei geringerem
Betrag dieses Verhältnisses besitzt die Bindungskonstruktion keinerlei Vorteile, im
Sinne der Verdrehung der Sohle 4 gegenüber der herkömmlichen Anordnung der Stifte
1 quer zur Achse des Skis 2. Die Möglichkeit, die Breite des Vorsprungs 16 zur Verminderung
der Verdrehung der Sohle 4 zu vergrössern, ist begrenzt, weil in diesem Fall die Breite
der Nut 17 grösser werden wird, was zur beträchtlichen Abschwächung der Sohle 4 und
als Folge davon zum umgekehrten Effekt - einer Zunahme des Verdrehungsbetrags - führt.
Mit dem grösser werdenden Verhältnis der Länge des Vorsprungs 16 zur Breite desselben
nimmt auch die Verdrehung der Sohle 4 ab. Zweckmässigerweise soll beim Vergrössern
der Länge des Vorsprungs 16 gleichzeitig auch seine Breite vermindert werden. Allerdings
ist die Verringerung der Breite des Vorsprungs 16 durch die Bedingung der Beibehaltung
der entsprechenden Skibindungsfestigkeit begrenzt. Eine Vergrösserung der Länge von
Vorsprung 16 und Nut 17 führt zur unbegründeten Zunahme des Skibindungsgewichts.
Gewerbliche Verwertbarkeit
[0027] Die Erfindung kann sowohl für die Sportlaufskier als auch für die Skier in touristischen
Ausführung bei Anwendung des Schlittschuhschrittes durch den-Skiläufer am vorteilhaftesten
verwendet werden. Es empfiehlt sich, dass die Stifte und Gegenbohrungen, die am Ski
und Schuh angebracht sind, entlang der Längsachse derselben liegen.
1. Skibindung, die Haltestifte (1) und Gegenbohrungen (3) zur Aufnahme von Haltestiften
(1), die an einem Ski (2) bzw. einem Schuh (5) vorhanden sind, sowie einen Feststeller
(6) enthält, der die erschiebung des Schuhes in der Vertikalebene begrenzt, dadurch
gekennzeichnet, dass die Stifte (1) und die Gegenbohrungen (3) entlang der Längsachse
des Skis (2) und des Schuhes(5) liegen.
2. Skibindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Bohrungen
(3) zum Einführen eines der Stifte (1) bestimmt ist, während die andere Bohrung (3)
in Gestalt einer Längsnut (10) ausgeführt ist, die zum Einführen der übrigen Stifte
(1) bestimmt ist.
3. Skibindung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die in die Längsnut (10)
einführbaren Stifte (1) miteinander starr verbunden sind, so dass sie einen Längsvorsprung
(13) bilden.
4. Skibindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stifte (1) miteinander
starr verbunden sind, so dass sie einen Längsvorsprung (16) bilden, wahrend die Gegenbohrungen
(3) miteinander in Verbindung stehen, indem sie eine Längsnut (17) bilden, wobei das
Verhältnis der Länge des Vorsprungs (16) zu dessen Breite nicht weniger als drei beträgt.