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EP 0 221 300 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.09.1990 Patentblatt 1990/38 |
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Anmeldetag: 13.09.1986 |
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Kreiselpumpenaggregat
Centrifugal pump unit
Dispositif de pompe centrifuge
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
10.10.1985 DE 3536140
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.05.1987 Patentblatt 1987/20 |
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Patentinhaber: KSB Aktiengesellschaft |
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67227 Frankenthal (DE) |
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Erfinder: |
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- Kratzer, Adolf
D-8500 Nürnberg 30 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 811 430 DE-A- 3 305 174 US-A- 2 625 883
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DE-A- 3 242 931 DE-C- 902 942
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein aus einer Kreiselpumpe und einem Antriebsmotor bestehendes
Kreiselpumpenaggregat, dessen Kreiselpumpe ein Radiallaufrad mit Entlastungsbohrungen
besitzt, auf dessen beiden Seiten als Unterflüssigkeitslager ausgebildete winkelförmig
verlaufende Dichtspalte angeordnet sind, deren Durchmesser zum Zwecke des Axialschubausgleichs
aufeinander abgestimmt sind, wobei die Verbindung zwischen der Kreiselpumpe und dem
Antriebsmotor über eine die für den Axialschubausgleich notwendigen axialen Verschiebungen
des Pumpenlaufrades zulassende Kupplung erfolgt.
[0002] Durch die DE-A 1 811 430 ist es für hydraulische Strömungsmaschinen bekannt, die
beidseitig eines Laufrades angeordneten Dichtspalte als Unterflüssigkeitslager auszubilden.
Bei der in der Fig. 2 dieser Schrift gezeigten Francis-Turbinen werden hierfür gummielastische
Lager verwendet, die beide von einem Leckstrom durchströmt werden. Ein gewisser axialer
Druckausgleich soll dadurch erzielt werden, daß die beiden Lager gleiche Abmessungen
besitzen. Außerdem ist das Laufrad mit einer Ausgleichsbohrung versehen, die Druckgleichheit
zwischen beiden Seiten des Laufrades herbeiführen soll. Da aber noch ein Axiallager
für die Pumpenwelle notwendig ist, wird die für einen selbsttätigen Axialschubausgleich
erforderliche Beweglichkeit des Laufrades in axialer Richtung behindert.
[0003] Aus der DE-A 3 242 931 und der mit dieser weitgehend übereinstimmenden DE-A 3 305
174 ist eine Kreiselpumpe mit Spaltrohr-Magnetkupplungs-Antrieb bekannt, die im wesentlichen
wälz- und gleitlagerfrei ausgebildet ist. Durch mindestens einen Schleifring soll
hier die Funktion einer hydrodynamischen Lagerung übernommen werden.
[0004] In der älteren der beiden Schriften wird auf die Möglichkeit eines Axialschubausgleichs
hingewiesen, der bei Anordnung mehrerer Schleifringe dadurch erreicht werden soll,
daß wenigstens ein antriebsseitiger Schleifring einen größeren Außendurchmesser aufweist
als der bzw. die axial weiter pumpenseitig angeordneten Schleifringe. In der jüngeren
Schrift wird dagegen ein Axialschubausgleich gelehrt, der mittels eines von einer
Stelle erhöhten Druckes abgezweigten Teilstromes wirkt, der zu einer Stelle niederen
Druckes zurückgeführt wird. Der Teilstrom wird über mindestens einen Schleifring,
eine Axialschubausgleich-Stirnseite an einem axial verschiebbaren Läufer und eine
mit einem Drosselventil zusammenarbeitende Rücklaufbohrung geleitet, wobei das Drosselventil
auf eine Axialverschiebung des Läufers anspricht.
[0005] In beiden zitierten Schriften wirken die im Gehäuse angeordneten Schleifringe mit
laufradseitigen winkelförmigen Innenringen zusammen, wodurch winkelförmige Dichtspalte
entstehen. An den Schleifringen vorgesehene Axialanschläge sollen zur Aufnahme eines
Restaxialschubes dienen. Durch sie kann aber eine Gefährdung der an der Radiallagerung
beteiligten Partner entstehen. Gelangt nämlich ein Innenring zum Anlauf an einen Axialanschlag,
so wird der Teilstrom so stark gedrosseit, daß der zur Lagerschmierung erforderliche
Durchfluß gegen Null geht und im Radiallager praktisch der Eintrittsdruck herrscht.
Von einer hydrodynamischen Lagerschmierung kann dann nicht mehr die Rede sein. Vor
allem bei trockenlaufempfindlichen Werkstoffen, wie Keramik oder PTFE, kann dies zu
einer durch Überhitzung und Wärmespannungen verursachten Zerstörung der Lagerung führen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Axialschubausgleich zu schaffen,
der bei Vermeidung eines zusätzlichen Radial- oder Axiallagers eine hohe Sicherheit
gegen eine Gefährdung der dem Axialschubausgleich und der Lagerung dienenden Teile
bietet.
[0007] Ausgehend von einem Kreiselpumpenaggregat der eingangs genannten Art, wird diese
Aufgabe dadurch gelöst, daß die winkelförmig verlaufenden Dichtspalte durch gehäusefeste
Winkelspaltringe gebildet werden, die sowohl als Axial- als auch als Radiallager wirken,
wobei die als Axiallager wirkenden Teile der Winkelspaltringe an der Niederdruckseite
der als Radiallager wirkenden Teile angeordnet sind.
[0008] Die Unteransprüche nennen zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung.
[0009] Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert. Die Zeichnung
zeigt die Kreiselpumpe und die diese mit einem nicht dargestellten Antriesmotor verbindende
Kupplung eines erfindungsgemäßen Kreiselpumpenaggregates in Schnittdarstellung.
[0010] In einem Kreiselpumpengehäuse (1) ist ein mit einer Entlastungsbohrung (2) ausgestattetes
Radiallaufrad (3) angeordnet. Der Antrieb des Radiallaufrades (3) erfolgt über eine
Antriebswelle (4) eines nicht dargestellten Antriebsmotors, eine elastische Kupplung
(5) und einen mit dem Radiallaufrad (3) fest verbundenen Wellenstumpf (6). Die Kupplung
(5) ist so ausgelegt und angeordnet, daß sie weder Längs- noch Querkräfte auf den
Wellenstumpf (6) und das Radiallaufrad (3) wirken läßt; es könnte hier eine Magnetkupplung
verwendet werden.
[0011] Der Lagerung des Radiallaufrades (3) dienen ein saugseitiger Winkelspaltring (7)
und ein druckseitiger Winkelspaltring (8), die im Kreiselpumpengehäuse (1) bzw. der
Gehäuserückwand (9) angeordnet sind und die mit dem Radiallaufrad (3) einen zulaufseitigen
winkelförmigen Dichtspalt (10) und einen druckseitigen winkelförmigen Dichtspalt (11)
bilden. Der Abdichtung des Kreiselpumpengehäuses (1) nach außen dient eine Gleitringdichtung
(12).
[0012] Der Axialschubausgleich des erfindungsgemäßen Kreiselpumpenaggregates wirkt folgendermaßen:
Durch den im allgemeinen zur Zulaufseite wirkenden Axialschub verschiebt sich das
Radiallaufrad (3) so weit zur Zulaufseite, bis die Drosselwirkung des axial durchströmten
zulaufseitigen winkeIförmigen Dichtspaltes (10) so groß wird, daß bei stark reduziertem
Durchfluß sich im zulaufseitigen Laufradseitenraum ein höherer Mitteldruck einstellt
als im druckseitigen Laufradseitenraum, in welchem der analog vergrößerte axial durchströmte
winkelförmige Dichtspalt (11) eine entsprechend geringere Drosselwirkung ausübt. Das
Radiallaufrad (3) wird sich daher in eine stabile axialkraftfreie Stellung einpendeln.
[0013] Da der von den beiden Lagerstellen symmetrisch aufgenommene Radialschub erheblich
größer ist als das Gewicht des Wellenstumpfes (6), der Gleitringdichtung (12) und
des mit dem Wellenstumpf (6) verbundenen Teiles der Kupplung (5), wird ein Verkanten
des Radiallaufrades (3) innerhalb der Winkelspaltringe (7) und (8) vermieden.
[0014] Die gehäusefesten Winkelspaltringe sind vorteilhafterweise aus Keramik und deren
Durchmesser sind so abgestuft, daß der größere druckseitige Winkelspaltring in seinen
Abmessungen den saugseitigen Abmessungen einer Kreiselpumpe der nächstgrößeren Nennweite
entspricht.
1. Aus einer Kreiselpumpe und einem Antriebsmotor bestehendes Kreiselpumpenaggregat,
dessen Kreiselpumpe ein Radiallaufrad mit Entlastungsbohrungen besitzt, auf dessen
beiden Seiten als Unterflüssigkeitslager ausgebildete winkelförmig verlaufende Dichtspalte
angeordnet sind, deren Durchmesser zum Zwecke des Axialschubausgleichs aufeinander
abgestimmt sind, wobei die Verbindung zwischen der Kreiselpumpe und dem Antriebsmotor
über eine die für den Axialschubausgleich notwendigen axialen Verschiebungen des Pumpenlaufrades
zulassende Kupplung erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die winkelförmig verlaufenden
Dichtspalte (10, 11) durch gehäusefeste Winkelspaltringe (7, 8) gebildet werden, die
sowohl als Axial- als auch als Radiallager wirken, wobei die als Axiallager wirkenden
Teile der Winkelspaltringe (7, 8) an der Niederdruckseite der als Radiallager wirkenden
Teile angeordnet sind.
2. Kreiselpumpenaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufradnabe
der Kreiselpumpe in einem Wellenstumpf (6) endet, über den die Pumpe mittels einer
elastischen Kupplung (5) mit der Welle (4) des Antriebsmotors verbunden ist.
3. Kreiselpumpenaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kreiselpumpe
über eine Magnetkupplung mit dem Antriebsmotor verbunden ist.
4. Kreiselpumpenaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gehäusefesten
Winkelspaltringe (7, 8) aus einem keramischen Werkstoff bestehen und deren Durchmesser
so abgestuft sind, daß der größere druckseitige Winkelspaltring (8) in seinen Abmessungen
dem saugseitigen Winkelspaltring (7) einer Kreiselpumpe der nächstgrößeren Nennweite
entspricht.
1. A centrifugal pump unit consisting of a centrifugal pump and a prime mover, whose
centrifugal pump possesses a radial impeller with balance holes and on whose two sides
clearance gap seals are arranged which are in the form of subliquid bearings with
an angular configuration and whose diameters are matched in order to balance axial
thrust, the connection between the centrifugal pump and the prime mover being by way
of a coupling which allows axial displacements of the pump impeller as needed for
balancing the axial thrus, characterized in that clearance gaps (10 and 11), which
have an angular configuration, are defined by angular gap rings (7 -and 8) fixed in
relation to the housing, which act both as an axial and as a radial bearing means,
the parts, acting as axial bearing means, of the angular gap rings (7 and 8) being
arranged on the low pressure side of the parts acting as radial bearing means.
2. The centrifugal pump unit as claimed in claim 1, characterized in that the impeller
hub of the centrifugal pump terminates in a stub shaft (6), via which the pump is
connected with the shaft (4) of the prime mover by way of an elastic coupling (5).
3. The centrifugal pump unit as claimed in claim 1, characterized in that the centrifugal
pump is connected with the prime mover via a magnetic coupling.
4. The centrifugal pump unit as claimed in claim 1, characterized in that the angular
gap rings (7 and 8), which are fixed in relation to the housing consist of a ceramic
material and are so graded in their diameter that the larger angular gap ring (8),
which is on the pressure side, has dimensions with are equal to the angular gap ring
(7) of a centrifugal pump of the next larger rated width.
1. Agrégat de pompe centrifuge comprenant une pompe centrifuge et un moteur d'entraînement,
dont la pompe centrifuge possède une roue radial avec trous d'équilibrage, sur les
deux côtés de laquelle sont disposées des joints d'étanchéité angulaire ayant la forme
de paliers sous fluide, dont les diamètres sont ajustés entre eux pour équilibrer
la poussée axiale, dans lequel la liaison entre la pompe centrifuge et le moteur d'entraînement
se fait par l'intermédiaire d'un accouplement permettant les déplacements axiaux de
la roue de la pompe nécessaires pour équilibrer la poussée axiale, caractérisé par
le fait que les joints d'étanchéité angulaires (10, 11) sont formées par des bagues
à joints angulaires (7, 8) à boîtier fixe qui agissent aussi bien comme des paliers
axiaux que comme des paliers radiaux, les pièces des bagues à joints angulaires (7,
8) agissant comme des paliers axiaux étant placées du côté basse pression des pièces
agissant comme paliers radiaux.
2. Agrégat de pompe centrifuge selon la revendication 1 caractérisé en ce que le moyeu
de la roue de la pompe centrifuge se termine dans un bout d'arbre (6) par l'intermédiaire
duquel la pompe est reliée à l'arbre (4) du moteur d'entraînement grâce à un accouplement
élastique (5).
3. Agrégat de pompe centrifuge selon la revendication 1 caractérisé en ce que la pompe
centrifuge est reliée au moteur d'entraînement par un accouplement magnétique.
4. Agrégat de pompe centrifuge selon la revendication 1 caractérisé en ce que les
bagues à joints angulaires (7, 8) sont faites en un matériau céramique et que leurs
diamètres sont étagés de telle manière que les dimensions de la plus grande bague
(8) à joints angulaires du côté de la pression correspondent à la bague (7) à joints
angulaires côté aspiration d'une pompe centrifuge de la largeur nominale supérieure
la plus voisine.
