[0001] Aus einer Anzahl von Zuschnitten faltbaren Materials, insbesondere Wellpappe, aufgerichteter
Tisch
[0002] Die Erfindung betrifft einen aus einer Anzahl von Zuschnitten faltbaren Materials,
insbesondere Wellpappe, aufgerichteten Tisch, der eine Tischplatte und diese form-
und/oder kraftschlüssig tragende Stützen umfaßt.
[0003] Ein solcher Tisch aus Wellpappe-Zuschnitten ist als Party- und Basteltisch im Handel
und Einsatz. Bei diesem bekannten Tisch ist die Tischplatte U-förmig gefaltet. Der
Steg des U's bildet die Tischfläche, während die beiden kürzeren U-Schenkel Seitenflächen
darstellen, die in quaderförmig gefaltete, als Stützen oder Beine dienende Kästen
eingesteckt und darin gehalten sind. Diese Kästen dienen gleichzeitig als Verpackungs-
und Transportmittel des zusammengelegten Tisches. Die Tischfläche ist mit einer Wachsfolienbeschichtung
versehen. Die Gesamtgestaltung dieses Tisches läßt außerordentlich stark dessen "Ersatz"-Charakter
erkennen. Die U-förmige Tischplatte hat keine besonders hohe Tragfähigkeit. Insbesondere
ist die Biegesteifigkeit nur im Rahmen des Widerstandes der Wellpappe-Platte, unterstützt
durch die U-Schenkel, gegeben, so daß die Stützen verhältnismäßig breit ausgebildet
und in engen Abständen zueinander auf die Tischlänge verteilt angeordnet sein müssen.
[0004] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, einen Tisch der eingangs beschriebenen
Art zu schaffen, der bei günstigen Herstellungs- und damit auch Vertriebskosten unter
Verwendung eines Minimums an Zuschnitten eine erhöhte Formstabilität, insbesondere
Biege- und Verwindungssteifigkeit der Tischplatte unter gleichzeitiger Einbeziehung
der zur Erzielung dieser erhöhten Tragfähigkeit notwendigen technischen Maßnahmen
in die Formgestaltung aufweist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Tischplatte aus einem
im wesentlichen geschlossenen, im Vertikalschnitt dreieckförmigen gefalteten Profil-Hohlkörper
besteht, dessen Hypothenuse die Tischfläche und dessen Katheten Seitenflächen bestimmen
und der mittels an ihm angeordneter, vorzugsweise gegeneinander zur Anlage kommender
Faltzungen oder -laschen sowie mit diesen in verriegelnden Eingriff zu bringender
Verriegelungselemente insbesondere in Form von Stirnelementen, formstabil gehalten
ist.
[0006] Durch den dreieckförmigen geschlossenen Profil-Hohlkörper erhält man eine Tischplatte,
die die Form eines dreieckig-gleichschenkligen Prismas mit hoher Biege- und Torsionssteifigkeit
aufweist. Infolge dieser geometrischen Form ist ein bequemes Sitzen an dem Tisch von
dessen Längseitenwänden her möglich, abgesehen davon, daß diese Form dem Tisch einen
speziellen und eigentümlichen formgestalterischen Charakter verleiht. Durch die Neigung
der Seitenflächen von der Tischfläche her nach unten läßt sich die Tischplatte bei
entsprechender Ausbildung von dafür vorgesehenen Ausnehmungen in den Stützen auf diesen
in einfacher Weise formschlüssig lagern, ohne daß hierfür unbedingt kraftschlüssige
Verbindungsmittel eingesetzt werden müssen. Es ist weiterhin zwar denkbar, auf die
Anordnung von Stirnelementen als Verriegelungselemente für die Faltzungen zu verzichten
sowie die Faltzungen mit Hilfe sonstiger, beispielsweise im Inneren des Hohlkörpers
anzubringender Verriegelungselemente miteinander zu verbinden und damit als Tischplatte
einen an den Stirnseiten offenen "Schlauch" vorzusehen. Die Stirnelemente sind jedoch
in doppelter Hinsicht für die erfindungsgemäße
Tischausbildung besonders geeignet, weil sie nämlich neben ihrer Funktion als stirnseitige
und damit die geschlossene Form der Tischplatte bewirkende Flächenteile gerade und
insbesondere die Funktion als einfach zu montierende, von außen her aufschiebbare
Verriegelungselemente mit einfachem Formschluß für die Faltzungen erfüllen können.
[0007] Zur besonders zweckmäßigen Erfüllung der vorerwähnten Doppelfunktion ist nach einer
bevorzugten Ausbildung der Erfindung vorgesehen, daß die Stirnfläche der Stirnelemente
im wesentlichen dem Profilquerschnitt der Tischplatte entspricht und entlang ihrer
Ränder Laschen angeordnet sind, die vorzugsweise von innen gegen die Flächen des Profil-Hohlkörpers
anliegen sowei Schlitze zum verriegelnden Eingriff mit den Faltzungen aufweisen. Damit
erhält man relativ einfache Zuschnitteile, die ebenso wie die übrigen Bauteile des
erfindungsgemäßen Tisches auf herkömmlichen Wellpappe-Anlagen erzeugt, insbesondere
auf Maß zurechtgeschnitten und mit den erforderlichen, für das Falten und Verriegeln
erforderlichen Rillungen sowie Stanzungen versehen werden können
[0008] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgeschlagen,
daß die Tischfläche in ihrer Längs- bzw. Symmetrieachse quergeteilt ist und sich die
Faltzungen im wesentlichen rechtwinklig von den Teilungsrändern ins Innere des Profil-Hohlkörpers
erstrecken. Diese Ausführungsform ist besonders deshalb von Vorteil, weil sie der
Tatsache Rechnung trägt, das es bei großflächiger Wellpappe infolge äußerer Einflüsse
wie Feuchtigkeit leicht einmal zu Abweichungen von der Planizität kommen kann; je
größer die Flächen sind, desto stärker wirkt sich eine Abweichung von der Planizität
aus. Da gerade die Tischfläche die größte Fläche an dem Gegenstand ist und zudem blickfangmäßig
im Vordergrund steht, ist es ein wesentliches Bemühen, dieser Fläche alle Voraussetzungen
für die Gewährleistung einer optimalen Planizität zu verleihen, was durch die Querteilung
in der Längsachse geschieht. Wobei führt die durch diese Teilung entstehende Längsnaht
noch zu einem gestalterischen Vorteil, weil sie eine ausgeprägte
Längendominante der Tischfläche ergibt. Wie durch Versuche festgestellt werden konnte,
kommt es bei einer dermaßen geteilten Tischfläche praktisch nicht mehr zu Aufwölbungen.
[0009] Allerdings ist es auch möglich und in bestimmten Anwendungsfällen sogar vorteilhaft,
- wobei jedoch die gewünschten Abmessungen eine wesentliche Rolle spielen, - wenn
die Tischfläche ungeteilt ist und wenn die Faltzungen entlang der gegeneinander gerichteten
Ränder der Seitenflächen angeordnet sind und sich in Richtung auf die Tischfläche
ins Innere des Profil-Hohlkörpers erstrecken. In diesem Fall ist also nicht die Tischfläche
geteilt, sondern die Teilung liegt in den zusammenstoßenden Unterrändern der beiden
geneigten Seitenflächen.
[0010] Bei beiden beschriebenen Teilungsanordnungen werden vorteilhaft die Faltzungen als
sich von ihrem Faltrand durch den gesamten Profil-Hohlkörper bis an die gegenüberliegende
Innenfläche oder -kante erstreckende Stützlaschen ausgebildet. Das bedeutet, daß sich
bei geteilter Tischfläche die Tischflächenteile gegen die "Unternaht" d.h. den Verbindungsbereich
der beiden Seitenflächen, abstützen, während im Falle der ungeteilten Tischfläche
ein Durchbiegen der Tischfläche ebenso vermieden wird, es allerdings an letzterer
leichter zu den weiter oben beschriebenen Aufwölbungen z.B. infolge von Feuchtigkeitseinflüssen
kommen kann.
[0011] Zweckmäßigerweise können die Seitenflächen des Profil-Hohlkörpers einen stumpfen
Winkel einschließen. Damit ergeben sich besonders günstige Verhältnisse hinsichtlich
der Nutzung des Tisches von den Längsseiten her, indem an den Längsseiten sitzende
Personen mit ihren Beinen bequem unter die Tischplatte reichen können. Eine solche
stumpfwinklige Anordnung der Seiten- oder Unterflächen der Tischplatte ermöglicht
außerdem deren besonders sichere Auflage auf den Stützen bei günstiger Lastverteilung,
insbesondere aufgrund geringer Erzeugung von Horizontalkräften und über- wie
gend vertikaler Belastung durchden flachen Neigungswinkel.
[0012] Obwohl die Tischplatte eine hohe Biege- und Torsionssteifigkeit hat und man bei Abstützung
auf nur zwei Stützen Tische bis
7u mindestens 2,5 m ohne die Besorgnis irgendwelcher Festigkeitsbeeinträchtigungen
einsetzen kann, ist es in vielen Fällen vortailhaft, wenn der Profil-Hohlkörper in
Tischlängsrichtung in milldestens zwei Plattenteile aufgeteilt ist, die miteinander
form-und/oder kraftschlüssig verbunden sind. Durch eine solche
Anord- nung wird einerseits den vorhandenen Produktionsmöglichkeiten herkömmlicher
Wellpappe-Erzeugungsanlagen entsprochen und andererseits dafür gesorgt, daß Zuschnitte
in vernünftiger Größe zur Verfügung stehen, die auch noch die für den Postversand
vorgeschriebenen Abmessungsbegrenzungen erfüllen. Die Verbindung der Tischplattenteile
miteinander kann in besonders vorteilhafterweise derart erfolgen, daß die Plattenteile
mittels in den Profil-Hohlkörper eingefügter, z.B. eingeschobener, in ihren äußeren
Abmessungen und ihrer Form im wesentlichen entsprechend dem Innenraum des Hohlkörpers
profilierter, ebenfalls als Hohlkörper ausgebildeter Verbindungselemente miteinander
verwindungs-und biegesteif verbunden sind. Solche Verbindungselemente fügen sich damit
einwandfrei in den Grundgedanken der Erfindung, einen stabilen Tisch praktisch ausschließlich
aus vorgefalzten Zuschnitten in einfacher Weise vom Endabnehmer selbst aufrichten
zu lassen, ein, da diese Verbindungselemente ebenfalls aus Zuschnitten aufgefaltete
Hohlkörper sein und damit im Bausatz hergestellt und angeliefert werden können. Die
Verbindungselemente sind der Form des Innenraumes des Profil-Hohlkörpers angepaßt.
Zur Montage eines zweiteiligen Tisches benötigt man, insbesondere bei Ausbildung der
Faltzungen als Stützlaschen, zwei Verbindungselemente, die sich jeweils in eine Hälfte
des durch die Stützlaschen querunterteilten Innenraumes einschieben lassen und eine
formschlüssige Verbindung zwischen den beiden in Längsrichtung angeordneten Tischplattenteilen
herstellen. Um ein Auseinanderklaffen der Tischplattenteile an ihrer Längsverbindungsnaht
im Bereich der Stöße zwischen den Tischplattenteilen zu vermeiden, ist es vorteilhaft,
wenn die gegeneinander anliegenden Faltzungen bzw. Stützlaschen in der Nähe ihrer
Faltlinie mechanisch miteinander durch Heften, Kleben od.dgl. verbunden werden. Dies
kann bereits beim Hersteller der Zuschnitte auf einer herkömmlichen Anlage erfolgen.
Der so weit beim Hersteller vorbereitete Wickel wird mit Hilfe seiner Vorrillungen
flach verpackt, wobei die miteinander verbundenen Faltzungen bzw. Stützlaschen flach
nach innen geklappt werden können, so daß der Wickel dem Endabnehmer in einer Weise
zur Verfügung gestellt werden kann, daß dieser ihn nur noch aufzurichten braucht und
durch Einschieben der Verbindungselemente und der Stirnelemente schnell den fertigen
Profilkörper herstellen kann.
[0013] Die Stützen sind vorzugsweise als im Horizontalschnitt rhombenförmige Hohlkörper
ausgebildet, die mit ihren Unterkanten eine Standebene aufspannen und deren Oberkanten
einen Ausschnitt zur formschlüssigen Lagerung der Seiten- bzw. Unterflächen des Profilkörpers
bestimmen. Damit erhält man relativ einfache Stützen, die eine äußerst stabile Lagerung
der Tischplatte bei gleichzeitig ansprechender Formgestaltung gewährleisten. Um dem
Endabnehmer die Montage der Stützen zu erleichtern, können diese an ihren Oberkanten
mit faltbaren Anlagelaschen versehen sein, mit deren Hilfe die genaue Lage des Ausschnitts
und damit des Formschlusses für die aufzusetzende Tischplatte bestimmbar ist. Auch
können die Stützen als im Bereich der freien Ränder des Stützenzuschnitts mittels
einer Verbindungslasche mechanisch, insbesondere durch Kleben oder Heften verbundene
geschlossene, flach einfaltbare Ringkörper ausgebildet sein. Damit können die Stützen
beim Hersteller bereits soweit vorbereitet werden, daß dem Endabnehmer lediglich ein
Minimum an Eigentätigkeit verbleibt.
[0014] Eine besonders vorteilhafte Realisierungsmöglichkeit der Erfindung besteht darin,
daß die den Tisch bildenden Zuschnitte als versandfähiger Bausatz vorgesehen sein
können. Insbesondere können die Zuschnitte für die Tischplatte bzw. die Plattenteile
und für die Stützen als vormontierte, flach zusammengefalte Hülsenkörper vorgesehen
sein, so daß der Endabnehmer mit geringem an Eigenaufwand den Tisch aufrichten kann
und diesen kurzfristig zur Verfügung hat, während andererseits dann, wenn der Tisch
nicht benötigt wird, dieser im raumsparender Weise wieder zusammengefaltet und gelagert
werden kann.
[0015] Die insgesamt mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen darin, daß ein preiswerter,
aus einfachen Zuschnitten aus faltbarem Material, insbesondere Wellpappe, bestehender
Tisch zur Verfügung gestellt wird, der mit minimalem Raumbedarf vom Hersteller an
dem Endabnehmer versandt werden und bereits so weit für die Endmontage vorgereitet
sein kann, daß das endgültige Aufrichten ohne besondere handwerkliche Fähigkeiten
an Ort und Stelle vorgenommen werden kann. Die durch die technischen Funktionen bedingten
geometrischen Formen von Tischplatte und Stützen ergeben überdies ein völlig neuartiges,
ästhetisch besonders ansprechendes Design eines leicht und bequem handhabaren Tisches
von in Relation zu dem verwendeten Material hoher Tragfähigkeit und Belastbarkeit.
Dieses Material kann neben Wellpappe natürlich auch Pappe oder anderes faltbares Material
wie kaschierte Pappe oder Wellpappe sein.
[0016] Weitere Vorteile und Ausführungsformen der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung
der in der schematischen Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele hervor. Es zeigt
Fig. 1 einen Tisch nach der Erfindung mit in Querrichtung geteilter, in Längsrichtung
ungeteilter Platte in axonometrischer Darstellung,
Fig. 2 den Tisch der Fig. 1 in Ansicht von der Längsseite her in kleinerem Maßstab,
Fig. 3 den Tisch der Fig. 1 in stirnseitiger Ansicht,
Fig. 4 eine abgewandelte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tisches mit in Längs-
und Querrichtung geteilter Tischplatte in axonometrischer Darstellung, wobei das vordere
Teil während der Montage gezeigt ist,
Fig. 5 einen Zuschnitt für eine Tischplatte oder ein Tischplattenteil bei geteilter
Tischplatte,
Fig. 6 einen Zuschnitt für ein Verbindungselement bei geteilter Tischplatte,
Fig. 7 einen Zuschnitt für eine Stütze und
Fig. 8 einen Zuschnitt für ein Stirnelement.
[0017] Die Figuren 1 bis 3 zeigen in verschiedenen Ansichten einen erfindungsgemäß aufgebauten
Tisch 1 in gebrauchsfertigem Zustand. Dieser Tisch 1 umfaßt als wesentliche Bauelemente
eine Tischplatte 2, die als dreieckförmiger, gewickelter Profil-Hohlkörper 21 vorgesehen
ist, sowie zwei ebenfalls als gewickelte Hohlprofile vorgesehene Stützen 3. Die Tischplatte
2 bestimmt eine Tischfläche 211, die die Hypothenuse des Dreiecks des Profil-Hohlkörpers
21 bildet, sowie zwei von der Tischfläche 211 geneigt nach unten verlaufende, im stupfen
Winkel zusammenstoßende Seitenflächen 212. Stirnseitig ist der Profil-Hohlkörper 21
durch je ein Stirnelement 22 verschlossen, dessen Anordnung und Funktion ebenso wie
die der Tischplatte weiter unten, speziell in Verbindung mit Fig. 4, näher erläutert
werden. Die beiden die Tischplatte 2 tragenden Stüt_zen 3 sind rhombenförmig ausgebildet
und bestimmen jeweils vier Tragwände 31 mit horizontaler Unterkante 32, die einen
sicheren Aufstand auf einem ebenen Boden gewährleistet. Weiter weisen die Stützen
3 Oberkanten 31 auf, die im aufgefalteten Zustand einen winkelförmigen Ausschnitt
entsprechend, den Seitenflächen 212 bilden, so daß die Tischplatte 2 mit ihren Seitenflächen
212 formschlüssig auf den Stützen 3 gelagert werden kann.
[0018] Die in Fig. 4 gezeigte Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Tisches 1 zeigt
eine in Längsrichtung in zwei Plattenteile 213 und 214 geteilte Tischplatte 2, wobei
diese Darstellung im vorderen Teil, also für das Plattenteil 213 einen aufgefalteten
Zustand während der Montage erkennen läßt. Der Aufrichtvorgang und die Anordnung der
geteilten Tischplatte 2 der Fig. 4 sind jedoch im Prinzip die gleichen wie für die
in Längsrichtung ungeteilte Tischplatte der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 3. Gleichzeitig
wird Bezug genommen auf die in Fig. 5 bis 8 dargestellten Wellpappe-Zuschnitte für
die einzelnen Bauelemente.
[0019] So zeigt Fig. 5 einen Tischplattenzuschnitt 20 für eine ungeteilte Tischplatte (Fig.
l bis 3) bzw. 2130/2140 für eine geteilte Tischplatte (Fig. 4). Der einzige Unterschied
besteht darin, daß die Länge des Zuschnitts für die ungeteilte Tischplatte je nach
gewünschter Länge des Tisches 1 ggf. größer sein wird als für die geteilte Tischplatten-Version,
wobei aber die Wahl der Abmessungen ohnehin den Größenerfordernissen des Produktes
entsprechend getroffen werden kann. Der Zuschnitt 20 bzw. 2130/2140 hat rechteckige
Grundform und umfaßt, durch übliche Rillinien 4 gegeneinander abgegrenzt, die beiden
Seitenflächen 212 sowie die beiden Teile zur Ausbildung der Tischfläche 211. An letztere
schließen, durch Falt- oder Rillinien 216 abgegrenzt, Faltzungen 215 an, die sich
ebenfalls über die gesamte Tischlänge erstrecken. Der Aufrichtvorgang dieses Zuschnitts
ist aus dem linken Teil der Fig. 4 erkennbar. Die Seitenflächen 212 werden in einem
stumpfen Winkel zueinander gefaltet, worauf dann die beiden Tischflächenteile 211
zur Ausbildung der horizontalen Tischfläche eingefaltet werden. Die Faltzungen 215
werden um die Faltlinie 216 nach unten gegen die die beiden Seitenflächen 212 trennende
Rillinie 4 gefaltet, so daß sie sich im wesentlichen senkrecht von der Tischfläche
211 nach unten erstrecken und zwischen sich eine Längs- oder Symmetrieachse des Tisches
ausbilden. Der in dieser Weise gebildete Wickel der Tischplatte 2 wird von den freien
Enden her durch die Stirnelemente 22 verriegelt, die aus einem in Fig. 8 gezeigten
Stirnelementzuschnitt 220 gefaltet werden. Dieser Zuschnitt weist eine Stirnfläche
221, zwei den Tischflächenteilen 211 im wesentlichen entsprechende Laschen 222, die
zwischen sich einen Schlitz 223 belassen, und zwei Seitenlaschen 224 entsprechend
den Seitenflächen 212 der Tischplatte 2 auf. Der Schlitz 223 ist so bemessen, daß
die Laschen 222 zwischen sich die beiden nach innen gefalteten Faltzungen 215 aufnehmen
und damit formschlüssig verriegeln, wobei zu diesem Formschluß der Kraftschluß infolge
der Rückstellkräfte der Wellpappe hinzutritt. Gleiches gilt für die Seitenlaschen
224, die von innen gegen die Tischfläche 211 bzw. die Seitenflächen 212 angedrückt
gehalten sind. Die Abmessungen der Zuschnitte 20 bzw. 2130/2140 einerseits und 220
andererseits sind jeweils entsprechend den gewünschten geometrischen Formen der Tischplatte
2 zu wählen. Die Faltzungen 215 haben dabei eine solche Höhe (Abstand zwischen der
Faltline 216 und ihrem freien Rand), daß sie bis zum Grund der Tischplatte, also bis
zur Linie 4 zwischen den beiden Seitenflächen 212 und damit dem Scheitelpunkt des
Winkels zwischen letzteren, reichen. Dadurch bilden sie eine Stütze für die Tischfläche
211. Die Faltzungen liegen eng nebeneinander; es ist natürlich möglich, sie ggf. miteinander
von innen her durch Heften oder Kleben zu verbinden, wobei jedoch bei einer in Längsrichtung
ungeteilten Tischplatte die Verriegelung der Form mittels der von beiden Seiten her
eingesetzten Stirnelemente 22 prinzipiell ausreicht. Bei einer in Längsrichtung geteilten
Tischplatte aus 213, 214 (Fig. 4) werden zur Verbindung der beiden Plattenteile Verbindungselemente
217 in die beiden im Querschnitt dreieckför
?i.:-gen Längs-Hohlräume zwischen jeweils einem Tischflächenteil 211, einer Seitenfläche
212 und einer Faltzunge 215 eingeschoben. Bei diesen Verbindungselementen 217, die
aus einem in Fig. 6 gezeigten rechteckigen Zuschnitt 2170 aufgerichtet werden, handelt
es sich um Hohlkörper mit Dreieckprofil, das der Größe der Hohlräume in der Tischplatte
genau angepaßt ist. Man wird die Länge dieser Verbindungselemente 217 so wählen, daß
ein hinreichender Formschluß zwischen den Plattenteilen 213 und 214 erzielt wird.
Die drei Flächen der Verbindungselement 217 können in der in Fig. 6 gezeigten Anordnung
gewählt werden, wobei die geteilte Fläche ggf. miteinander verbunden werden kann,
obwohl infolge der Rückstellkräfte des Materials ein Falten des Zuschnitts 2170 in
die in Fig. 4 gezeigte Form ausreicht, um eine feste Verbindung zwischen den beiden
Plattenteilen 213 und 214 infolge der zu dem Formschluß hinzutretenden, kraftschlüssig
wirkenden Rückstellkräfte zu erzielen.
[0020] Bei der geteilten Ausführungsform der Tischplatte nach Fig. 4 ist es zweckmäßig,
zur Vermeidung eines Aufklaffens insbesondere im Teilungsbereich die beiden gegeneinander
liegenden Faltzungen 215 in der Nähe der Tischfläche 211 kraftschlüssig mittels Heftklammern
oder Klebung miteinander zu verbinden. Dieses kann bereits beim Hersteller der Wellpappezuschnitte
erfolgen. Der auf dieser Art erzeugte Wickel kann durch Einfalten der beiden Faltzungen
215 um die Faltlinien 216 in einen flachen, für den Versand günstigen Zustand zusammengelegt
werden. Um hierbei ein Aufklaffen zu vermeiden, wird diese kraftschlüssige Verbindung
der beiden Faltzungen 215 vorzugsweise an beiden Enden durchgeführt, so daß es später
beim Aufrichten nicht zu unliebsamen Verwechselungen der Enden kommt, sondern der
Benutzer die Plattenteile 213, 214 in beliebiger Längsausrichtung gegeneinanderfügen
kann. Das Einsetzen der Stirnelemente 22 wird dadurch nicht.behindert. Für die Stützen
3 sind Stützenzuschnitte 30 entsprechend Fig. 7 vorgesehen, die die vier Tragwände
31, an deren Oberkanten 33 Anlagelaschen 331 für die Seitenflächen 212 sowie an einem
ihrer freien Ränder 34 eine Verbindungslasche 341 zur mechanischen Verbindung mit
der im aufgerichteten Rhombus benachbarten Tragwand 31 umfassen. Diese mechanische
Verbindung folgt ebenfalls durch Kleben oder Heften. Dadurch kann auch aus diesem
Stützenzuschnitt 31 jeweils ein flach verpackungsfähiger Ringkörper hergestellt werden,
der vom Benutzer des Tisches lediglich in die richtige Form gedrückt zu werden braucht.
[0021] Die schraffierten Ausschnitte in Fig. 1 sowie in den Zuschnittdarstellungen der Fig.
5 bis 8 lassen den Wellenverlauf in den Wellpappezuschnitten erkennen. Dieser ist
im Hinblick auf die Hauptbelastungsrichtungen gewählt, so daß sich also für die Faltzungen
215, die Tragwände 31 und die senkrechten Schenkel der Verbindungselemente 217 jeweils
eine stehende Welle ergibt und damit optimale Belastungsverhältnisse gewährleistet
sind.
[0022] Die gezeigten Zuschnitte lassen sich in der oben beschriebenen Art teilweise schon
beim Hersteller vormontieren (insbesondere die Plattenteilzuschnitte 2130/2140 sowie
die Stützenzuschnitte 30) und insgesamt zu einer versandfähigen Packung zusammenstellen,
so daß der Benutzer den Tisch schnell in seine Endform aufrichten kann, ohne besondere
handwerkliche Fähigkeiten haben zu müssen.
1. Aus einer Anzahl von Zuschnitten faltbaren Materials, insbesondere Wellpappe, aufgerichteter
Tisch, der eine Tischplatte und diese form- und/oder kraftschlüssig tragende Stützen
umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Tischplatte (2) aus einem im wesentlichen
geschlossenen, im Vertikalschnitt dreieckförmigen gefalteten Profil-Hohlkörper (21)
besteht, dessen Hypothenuse die Tischfläche (211) und dessen Katheten Seitenflächen
(212) bestimmen und der mittels an ihm angeordneter, vorzugsweise gegeneinander zur
Anlage kommender Faltzungen oder -laschen (215) sowie mit diesen in verriegelnden
Eingriff zu bringender Verriegelungselemente, insbesondere in Form von Stirnelementen
(22), formstabil gehalten ist.
2. Tisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Stirnfläche (221) der Stirnelemente
(22) im wesentlichen dem Profilquerschnitt der Tischplatte (2) entspricht und entlang
ihrer Ränder Laschen (222) angeordnet sind, die vorzugsweise von innen gegen die Flächen
des Profil-Hohlkörpers (21) anliegen sowie Schlitze (223) zum verriegelnden Eingriff
mit den Faltzungen (215) aufweisen.
3. Tisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Tischfläche (211)
in ihrer Längs- bzw. Symmetrieachse quergeteilt ist und sich die Faltzungen (215)
im wesentlichen rechtwinklig von den Teilungsrändern ins Innere des Profil-Hohlkörpers
(21) erstrecken.
4. Tisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Tischfläche ungeteilt
ist und daß die Faltzungen entlang der gegeneinander gerichteten Ränder der Seitenflächen angeordnet
sind und sich in Richtung auf die Tischfläche ins Innere des Profil-Hohlkörpers erstrecken.
5. Tisch nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Faltzungen (215)
als sich von ihrem Faltrand durch den gesamten Profil-Hohlkörper (21) bis an die gegenüberliegende
Innenfläche oder -kante erstreckende Stützlaschen ausgebildet sind.
6. Tisch nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet , daß die Seitenflächen
(212) des Profil-Hohlkörpers (21) einen stumpfen Winkel einschließen.
7. Tisch nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß der Profil-Hohlkörper
(21) in Tischlängsrichtung in mindestens zwei Plattenteile (213, 214) aufgeteilt ist,
die miteinander form- und/oder kraftschlüssig verbunden sind.
8. Tisch nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , daß die Plattenteile (213, 214)
mittels in den Profil-Hohlkörper (21) eingefügter, in ihren äußeren Abmessungen und
ihrer Form im wesentlichen entsprechend dem Innenraum des Hohlkörpers profilierter,
ebenfalls als Hohlkörper ausgebildeter Verbindungselemente (217) miteinander verwindungs-
und biegesteif verbunden sind.
9. Tisch nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet , daß die gegeneinander
anliegenden Faltzungen bzw. Stützlaschen (215) in der Nähe ihrer Faltlinie (216) mechanisch
miteinander durch Heften, Kleben od.dgl. verbunden sind.
10. Tisch nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet , daß die Stützen
(3) als im Horizontalschnitt rhombenförmige Hohlkörper ausgebildet sind, die mit ihren
Unterkanten (32) eine Standebene aufspannen und deren Oberkanten (33) einen winkelförmigen
Ausschnitt zur formschlüssigen Lagerung der Seiten- bzw. Unterflächen (212) des Profilkörpers
(21) bestimmen.
11. Tisch nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet , daß die Stützen (3) an ihren
Oberkanten (33) mit faltbaren Anlagelaschen (331) versehen sind.
12. Tisch nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet , daß die Stützen (3) als
im Bereich der freien Ränder des Stützenzuschnitts (30) mittels einer Verbindungslasche
(341) mechanisch, insbesondere durch Kleben oder Heften verbundene geschlossene, flach
einfaltbare Ringkörper ausgebildet sind.
13. Tisch nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet , daß die ihn
bildenden Zuschnitte (20, 2170, 220, 30) als versandfähiger Bausatz vorgesehen sind.
14. Tisch nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet , daß die Zuschnitte (20 bzw. 2130,
2140, sowie 30) für die Tischplatte (2) bzw. die Plattenteile (213, 214) und für die
Stützen (3) als vormontierte, flach zusammengefaltete Hülsenkörper vorgesehen sind.