[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckzentrifuge gemäß Oberbegriff des Hauptanspruchs.
[0002] Eine Druckzentrifuge dieser Art ist in der Ausgestaltung eines Druckdekanters aus
dem Prospekt der Firma Krauss-Maffei über die Dekantierzentrifuge vom Typ KVZ/KVZ
S, 1. Auflage Best.-Nr. 22 03 d, Seite 4 bekannt, bei der innerhalb eines Druckgehäuses
eine Trommel und eine Schnecke mit unterschiedlicher Drehzahl rotieren. Zur Abdichtung
des unter Betriebsdruck stehenden Gehäuseinnenraumes bzw. des Verfahrensraumes gegenüber
der Atmosphäre ist es aus der Position 2 der Abbildung auf Seite 9 der vorgenannten
Druckschrift bekannt, jeweils im Lagerbereich zwischen der Schnecke und der Trommel
eine Innendichtung anzuordnen. Hierfür finden Trockenlauf-Gleitringdichtungen Verwendung,
die den vom Druckgehäuse umschlossenen Verfahrensraum jedoch nur bis zu bestimmten
Druck- und Temperaturverhältnissen ausreichend abdichten.
[0003] Eine gewisse Verbesserung der Dichtwirkung kann zwar noch durch eine Schmierung der
Gleitringdichtung durch das auch für die Lager verwendete Schmieröl erzielt werden,
doch verbietet sich in vielen Fällen eine derartige Schmierung bei der Verarbeitung
von Produkten, die in keinem Fall mit dem Schmieröl aus dem Leckstrom der Gleitringdichtung
in Kontakt kommen dürfen.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Druckzentrifuge der genannten
Art so auszustatten, daß das im Verfahrensraum zu verarbeitende Produkt wesentlich
höheren Drücken und Temperaturen ausgesetzt werden kann und die Möglichkeit gegeben
ist, zur Kühlung und Schmierung der Gleitringdichtung in breiter Vielfalt Mittel zu
verwenden, deren in den Verfahrensraum gelangende Leckstrommengen mit dem zu verarbeitenden
Produkt verträglich sind.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den Merkmalen aus dem Kennzeichen des
Hauptanspruchs gelöst.
[0006] Aufgrund des separaten Dichtungsraumes kann in diesem ein Druckniveau geschaffen
werden, das auch bei einer wesentlichen Erhöhung des Druckes im Gehäuseinnenraum bzw.
im Verfahrensraum sicherstellt, daß die zum Verfahrensraum abschließende Gleitringdichtung
von einer ausreichenden Menge an Kühl- und Schmiermittel durchströmt wird. Dabei kann
ein mit dem zu verarbeitenden Gut verträgliches Mittel verwendet werden, da der Kühl-
und Schmiermittelkreislauf für die Gleitringdichtungen von den Kühl- und Schmiermittelleitungen
für die Lager vollkommen getrennt ist.
[0007] Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachfolgend anhand der Zeichnung näher
beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 die schematische Schnittdarstellung einer Druck-Dekantierzentrifuge und
Fig. 2 die beiden Endbereiche einer Dekantierzentrifuge nach Fig. 1 in detaillierterer
Darstellung.
[0009] In Fig. 1 ist eine Dekantierzentrifuge 1 schematisch dargestellt, die im wesentlichen
aus einem Druckgehäuse 2 besteht, das einen Verfahrensraum 3 umschließt, in dem eine
Trommel 4 und eine Schnecke 5 mit gemeinsamer horizontaler Achse angeordnet sind.
[0010] Das Druckgehäuse 2 weist eine füllseitige Stirnfläche 6 und eine antriebseitige Stirnfläche
7 auf, wobei in der füllseitigen Stirnfläche 6 ein gehäusefestes, in den Verfahrensraum
3 ragendes Füllrohr 8 befestigt ist und auf der antriebseitigen Stirnfläche 7 die
Antriebselemente für die Trommel 4 und die Schnecke 5 angeordnet sind.
[0011] Die Trommel 4 ist mit einem füllseitigen Hohlwellenzapfen 9 in der füllseitigen Stirnfläche
6 und mit einem antriebseitigen Hohlwellenzapfen 10 in der antriebseitigen Stirnfläche
7 in Wälzlagern 11 und 12 gelagert.
[0012] Die Schnecke 5 ist mit einem füllseitigen Wellenzapfen 13 in der füllseitigen Stirnfläche
6 und über einen antriebseitigen Wellenzapfen 14 in der antriebsseitigen Stirnfläche
7 gelagert, wobei beide Wellenzapfen 13 und 14 mittels weiterer Wälzlager 15 und 16
innerhalb der beiden Hohlwellenzapfen 9 und 10 abgestützt sind.
[0013] Die Trommel 4 setzt sich aus einem zylindrischen und einem konischen Trommelteil
zusammen und hat in ihrem Inneren die Schnecke 5 gelagert, in deren Innenraum das
gehäusefeste Füllrohr 8 ragt. Der Innenraum ist als Füllverteiler 17 ausgebildet,
aus dem die über das Füllrohr 8 eingebrachte Suspension über Austrittsöffnungen 18
in den von der Trommel 4 und der Schnecke 5 umschlossenen Trennungsraum 19 gelangt.
[0014] Am konisch verjüngten Ende der Trommel 4 befinden sich die Feststoffauslaßöffnungen
20, die in .den gehäusefesten Feststoff-Fangraum 21 übergehen. An dem, den Feststoffauslaßöffnungen
20 gegenüberliegenden Ende weist die Trommel 4 Flüssigkeitsauslaßöffnungen 22 auf,
denen ein gehäusefester Flüssigkeitsablaufkanal 23 zugeordnet ist.
[0015] Der antriebseitige Hohlwellenzapfen 10 und der antriebseitige Wellenzapfen 14 weisen
Keilriemenscheiben 24 und 25 auf, über die die Trommel 4 und die Schnecke 5 mit Zentrifugendrehzahl
antreibbar sind, wobei zwischen Trommel und Schnecke eine Differenzdrehzahl eingestellt
ist.
[0016] Die Fig. 2 zeigt in detaillierterer Darstellung den füllseitigen und antriebseitigen
Bereich der Dekantierzentrifuge nach Fig. 1.
[0017] Im füllseitigen Bereich ist zwischen der Schnecke 5 und der Trommel 4 eine doppelte
Dichtung angeordnet, die aus jeweils einer dem Verfahrensraum 3 und einer der Atmosphäre
außerhalb des Gehäuses zugewandten Gleitringdichtung 26 und 27 besteht. Die beiden
Gleitringdichtungen 26 und 27 schließen einen separaten, füllseitigen Dichtungsraum
28 ein.
[0018] Der separate, füllseitige Dichtungsraum 28 liegt innerhalb eines geschlossenen Kühl-
und Schmiermittelkreislaufes, der sich zum einen Teil innerhalb und zum anderen Teil
außerhalb des Druckgehäuses 2 befindet.
[0019] Der innerhalb des Druckgehäuses 2 befindliche Teil des Kühl- und Schmiermittelkreislaufes
besteht aus einer dem füllseitigen Hohlwellenzapfen 9 zugeordneten ersten Drehzuführung
29, die von einem ersten gehäusefesten Druckraum 30 und zwei auf den Hohlwellenzapfen
9 wirkenden Gleitringdichtungen 31, 32 gebildet wird. Von dieser Drehzuführung 29
führt ein im füllseitigen Hohlwellenzapfen angeordneter Verbindungskanal 33 zum separaten,
füllseitigen Dichtungsraum 28, von dem ein durch den , füllseitigen Wellenzapfen 13
verlaufender Verbindungskanal 34 zu einer zweiten Drehzuführung 35 führt, die von
einem zweiten gehäusefesten Druckraum 36 und zwei auf den füllseitigen Wellenzapfen
13 wirkenden Gleitringdichtungen 37, 38 gebildet wird.
[0020] An den ersten und zweiten gehäusefesten Druckraum 30, 36 schließt der außerhalb des
Druckgehäuses 2 befindliche Teil des Kühl- und Schmiermittelkreislaufs an, der so
gestaltet ist, daß einerseits die erste Drehzuführung 29 und andererseits die zweite
Drehzuführung 35 jeweils mit einer gesonderten Umlaufmenge an Kühl- und Schmiermittel
versorgt werden, wobei Einrichtungen vorgesehen sind, die dafür Sorge tragen, daß
sich zwischen dem ersten gehäusefesten Druckraum 30 und dem zweiten gehäusefesten
Druckraum 36 ein Druckgefälle einstellt, durch das eine Zirkulation einer Teil-Umlaufmenge
durch den innerhalb des Druckgehäuses 2 gelegenen Teil des Kühl- und Schmiermittelkreislaufes
bewirkt wird.
[0021] In dem in Fig. 2 dargestellten Kühl- und Schmiermittelkreislauf zweigen vom ersten
und vom zweiten gehäusefesten Druckraum 30, 36 Rückführleitungen 39 und 40 ab, die
sich vor einer Pumpe 41 vereinen. In Förderrichtung nach der Pumpe ist eine Filter-
und Kühleinheit 42 angeordnet, von der das gekühlte und gefilterte Kühl- und Schmiermittel
über Zuführleitungen 43 und 44 wieder in die beiden gehäusefesten Druckräume 30 und
36 eingeleitet wird.
[0022] Durch die Anordnung einer Drossel 45 in der zum ersten gehäusefesten Druckraum 30
führenden Zuführleitung 44 wird zwischen dem zweiten und ersten Druckraum 36 und 30
ein Druckgefälle erzeugt, das eine Zirkulation einer Teilmenge des Kühl- und Schmiermittels
durch den innerhalb des Druckgehäuses 2 befindlichen Teil des Kühl- und Schmiermittelkreislaufes
bewirkt, wobei der Druck so hoch eingestellt ist, daß sich in dem separaten füllseitigen
Dichtungsraum 28 ein höheres Druckniveau einstellt als im Verfahrensraum 3, so da8
in der dem Verfahrensraum 3 zugewandten Gleitringdichtung 26 eine ständige Durchströmung
(Pfeil L) durch eine funktionsnotwendige Leckagemenge sichergestellt ist.
[0023] Aufgrund des geschlossenen Kreislaufes zur Kühlung und Schmierung der Gleitringdichtungen
26, 27; 31, 32; 37, 38 der ersten und zweiten Drehzuführung 29, 35 sowie der Gleitringdichtungen
26, 27 der doppelten Dichtung kann grundsätzlich jedes Schmiermittel verwendet werden,
das zur Kühlung und Schmierung der Gleitringdichtungen 26, 27; 31, 32; 37, 38 geeignet
ist und mit dem zu verarbeitenden Produkt verträglich ist. Eine gleichzeitige Eignung
als Schmiermittel für die Lager 10, 12; 15, 16 ist dabei nicht erforderlich.
[0024] Die die Gleitringdichtungen 26, 27; 31, 32; 37, 38 passierenden Leckströme werden
mit Ausnahme der in den Verfahrensraum 3 gelangenden Leckmenge L gesammelt und dem
Kühl- und Schmiermittelkreislauf wieder zugeführt. Dabei kann es notwendig sein, zwischen
dem füllseitigen Wellenzapfen 13 und dem zugehörigen Hohlwellenzapfen 9 eine Dichtung
46 anzuordnen, die mit der dem Verfahrensraum 3 abgewandten Gleitringdichtung 27 einen
Leckagesammelraum 47 bildet, von dem aus die Leckagemenge über einen im Hohlwellenzapfen
9 angeordneten Leckagekanal 48 in das Leckagerückführsystem 49 (Darstellung in unterbrochenen
Linien) geleitet werden kann. An dieses Leckagerückführsystem 49 sind mit Ausnahme
der dem Verfahrensraum 3 zugewandten Gleitringdichtung 26 alle leckstromabwärts anschließenden
Räume der übrigen Gleitringdichtungen 27; 31, 32; 37, 38 angeschlossen. Das Leckagerückführsystem
49 mündet vor der Pumpe 41 in die zu einer Leitung zusammengelegten Rückführleitungen
39, 40.
[0025] Im antriebseitigen Bereich der Dekantierzentrifuge ist ein dem füllseitigen Bereich
vollkommen gleichgeartetes und gleichwirkendes System eines Kühl- und Schmiermittelkreislaufes
gegeben, das sich vom füllseitigen System im wesentlichen nur dadurch unterscheidet,
daß anstelle einer am Wellenzapfen 14 der Schnecke 5 angeordneten doppelten Gleitringdichtung
eine handelsübliche Drehzuführung 50 an der Stirnseite des mit einer Hohlbohrung 51
versehenen antriebseitigen Wellenzapfens 14 angeordnet ist.
[0026] In Fig. 2 sind die Teile im antriebseitigen Bereich, die den Teilen im füllseitigen
Bereich äquivalent entsprechen, mit dem Index ' versehen.
[0027] Beim Betrieb von Dekantierzentrifugen nach dem Stand der Technik setzten die bisher
zur Abdichtung des Verfahrensraumes gegenüber der Atmosphäre zwischen Trommel und
Schnecke angeordneten einfachen, trockenlaufenden Gleitringdichtungen die Grenze für
im Verfahrensraum anzuwendende Drücke und Temperaturen. Diese Grenze liegt bei ca.
3 bar und 130°C.
[0028] Eine weitere Begrenzung ist nach dem Stand der Technik dadurch gegeben, daß bei Verwendung
von Schmiermittel für Gleitringdichtungen nur solche Produkte verarbeitet werden können,
die mit dem Schmiermittel, das durch den Leckstrom in das Produkt gelangt, verträglich
sind. Auch ist bei höheren Drücken im Verfahrensraum der bei geschmierten Gleitringdichtungen
funktionsnotwendige Kühl- und Schmiermittel-Leckstrom in Richtung des Verfahrensraumes
nicht mehr sicherzustellen.
[0029] Beim Betrieb der erfindungsgemäßen Dekantierzentrifuge hingegen, ist in dem separaten
füllseitigen bzw. antriebseitigen Dichtungsraum 28 ein Druckniveau einstellbar, mit
dem eine Durchströmung der Gleitringdichtflächen mit Kühl- und Schmiermittel in Richtung
des Verfahrensraumes sichergestellt werden kann.
[0030] Damit kann beispielsweise bei einem Druckniveau von 11 bar in den beiden separaten
Druckräumen einer erfindungsgemäßen Dekantierzentrifuge in deren Verfahrensraum ein
Druck von 10 bar und eine Temperatur von 180
0C eingestellt werden.
[0031] Aufgrund des im wesentlichen geschlossenen Kreislaufes für das Kühl- und Schmiermittel
kann hierfür jedes Mittel verwendet werden das als Kühl- und Schmiermittel für Gleitringdichtungen
geeignet ist und mit dem Produkt verträglich ist. Eine gleichzeitige Eignung als Schmiermittel
für die Lager der Wellenzapfen der Trommel und der Schnecke ist dabei nicht erforderlich.
So kann beispielsweise bei der Verarbeitung von Kunststoff enthaltenden Suspensionen
als Kühl- und Schmiermittel für die Gleitringdichtungen Wasser verwendet werden, das
im Gegensatz von z. B. Schmieröl eine gute Verträglichkeit mit Kunststoff zeigt.
[0032] Die Erfindung ist nicht auf Druckzentrifugen beschränkt, bei denen wie bei der Dekantierzentrifuge
die Relativbewegung durch unterschiedliche Drehzahlen von Trommel und Schnecke hervorgerufen
wird. Grundsätzlich ist die Erfindung auch bei anderen Druckzentrifugentypen anwendbar,
bei denen die Relativbewegung der im Druckgehäuse umlaufenden Trommelelemente durch
eine axiale Gegeneinanderbewegung erfolgt, wie dies z. B. bei einer Schubzentrifuge
der Fall ist, bei der sich der mit der Drehzahl der Zentrifugentrommel umlaufende
Schubboden durch axiale Verschiebung relativ gegenüber der Zentrifugentrommel bewegt.
In diesem Fall können z. B. auf dem Hohlwellenzapfen der Zentrifugentrommel zwei in
axialem Abstand angeordnete Gleitringe angeordnet sein, die auf einer axialen und
zylindrischen Gleitfläche des konzentrisch im Hohlwellenzapfen gelagerten Wellenzapfens
des Schubbodens gleitbar anliegen und einen separaten Dichtungsraum umschließen, der
über im Wellenzapfen und im Hohlwellenzapfen angeordnete Verbindungskanäle sowie Drehzuführungen
an einen geschlossenen Kühl- und Schmiermittelkreislauf anschließbar ist.
1. Druckzentrifuge, insbesondere Dekantierzentrifuge mit mindestens zwei in einem
von einem Druckgehäuse umschlossenen Verfahrensraum drehbar gelagerten Trommelelementen,
die mit Relativbewegung zueinander bewegbar sind, wobei die im Bereich der Lagerstellen
für die Trommelelemente im Druckgehäuse gegebenen Verbindungen zwischen dem Gehäuseinnenraum
bzw. Verfahrensraum und der Atmosphäre mit Dichtungen versehen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen zwei relativ zueinander bewegbaren Trommelelementen mindestens eine,
zum Verfahrensraum und zur Atmosphäre abdichtende, einen separaten Dichtungsraum einschließende
doppelte Dichtung angeordnet ist, wobei zumindest die zum Verfahrensraum abschließende
Dichtung eine Gleitringdichtung ist, der separate Dichtungsraum innerhalb eines geschlossenen
Kühl- und Schmiermittelkreislaufes gelegen ist, wobei der separate Dichtungsraum einerseits
über einen, in dem einen Trommelelement angeordneten Verbindungskanal und eine erste
Drehzuführung und andererseits über einen in dem anderen Trommelelement angeordneten
Verbindungskanal und eine zweite Drehzuführung an einen außerhalb des Druckgehäuses
befindlichen Teil eines Kühl- und Schmiermittelkreislaufes angeschlossen ist.
2. Druckzentrifuge nach Anspruch 1 in der Ausgestaltung einer Dekantierzentrifuge
mit einem eine füllseitige und eine antriebseitige Stirnfläche aufweisenden Druckgehäuse,
mit aus einer Trommel und einer Schnecke mit gemeinsamer Drehachse bestehenden Trommelelementen,
wobei sich die Trommel aus einem zylindrischen und einem konischen Trommelteil zusammensetzt
und an ihren beiden Enden in der füllseitigen und in der antriebseitigen Stirnfläche
des Druckgehäuses gelagerte Hohlwellenzapfen angeordnet hat, innerhalb derer die Schnecke
mit ihren Wellenzapfen konzentrisch gelagert ist, wobei im füllseitigen und antriebseitigen
Bereich zwischen Trommel und Schnecke jeweils eine Gleitringdichtung angeordnet ist,
wobei in der füllseitigen Stirnfläche ein Füllrohr angeordnet ist, das durch eine
Hohlbohrung im füllseitigen Wellenzapfen der Schnecke in deren Füllverteilerraum ragt
und wobei an der antriebseitigen Stirnfläche am Hohlwellenzapfen der Trommel und am
Wellenzapfen der Schnecke ein eine Differenzdrehzahl zwischen Trommel und Schnecke
bewirkender Zentrifugen-Drehantrieb angeordnet ist, da-durch gekennzeichnet, daß im
füllseitigen Bereich des Verfahrensraumes (3) zwischen der Schnecke (5) und der Trommel
(4) eine, einen separaten, füllseitigen Dichtungsraum (28) einschließende doppelte
Dichtung angeordnet ist, wobei zumindest die zum Verfahrensraum (3) abschließende
Dichtung eine Gleitringdichtung (26) ist im füllseitigen Hohlwellenzapfen (9) ein
Verbindungskanal (33) angeordnet ist, der mit einem Ende aus dem separaten Dichtungsraum
(28) abzweigt und am anderen Ende über eine erste Drehzuführung (29) in den außerhalb
des Druckgehäuses (2) gelegenen Teil des füllseitigen Kühl- und Schmiermittelkreislaufes mündet, im füllseitigen
Wellenzapfen (13) ein Verbindungskanal (34) angeordnet ist, durch den der außerhalb
des Druckgehäuses (2) gelegene Teil des füllseitigen Kühl- und Schmiermittelkreislaufes
über eine zweite Drehzuführung (35) mit dem separaten Dichtungsraum (28) in Verbindung
steht, im antriebseitigen Bereich des Verfahrensraumes (3) zwischen der Schnecke (5)
und der Trommel (4) eine, einen separaten, antriebsseitigen Dichtungsraum (28') einschließende
doppelte Dichtung angeordnet ist, wobei zumindest die zum Verfahrensraum (3) abschließende
Dichtung eine Gleitringdichtung (26') ist, im antriebseitigen Hohlwellenzapfen (10)
ein Verbindungskanal (33') angeordnet ist, der mit einem Ende aus dem separaten, antriebseitigen
Dichtungsraum (28') abzweigt und am anderen Ende über eine erste antriebseitige Drehzuführung
(29') in den außerhalb des Druckgehäuses (2) gelegenen Teil des antriebseitigen Kühl-
und Schmiermittelkreislaufs mündet, und im antriebseitigen Wellenzapfen (14) ein Verbindungskanal
(34') angeordnet ist, durch den der außerhalb des Gehäuses gelegene Teil eines antriebseitigen
Kühl- und Schmiermittelkreislaufes über eine zweite Drehzuführung (50) mit dem separaten,
antriebseitigen Dichtungsraum (28') in Verbindung steht.
3. Druckzentrifuge nach Anspruch 2, dadurch ge-kennzeichnet, daß die füllseitige und
antriebseitige doppelte, einen separaten und mit der Trommel 4 und der Schnecke 5
umlaufenden Dichtungsraum 28, 28' einschließende Dichtung jeweils zwei Gleitringdichtungen
aufweist.
4. Druckzentrifuge nach einem der Ansprüche 2 oder 3, da-durch gekennzeichnet, daß
die ersten und zweiten füll- und antriebseitigen Drehzuführungen (29, 35; 29', 50)
aus jeweils erste und zweite füll- und antriebseitige gehäusefeste Dichtungsräume
(30, 36; 30') einschließenden doppelten, mit den füll- und antriebseitigen Hohlwellenzapfen
(9; 10) und Wellenzapfen (13; 14) zusammenwirkenden Wellendichtungen gebildet sind.
5. Druckzentrifuge nach Anspruch 4, dadurch ge-kennzeichnet, daß die doppelten Wellendichtungen
aus jeweils zwei Gleitringdichtungen (30, 31; 37, 38; 30', 31') bestehen.
6. Druckzentrifuge nach einem der Ansprüche 2 bis 5, da-durch gekennzeichnet, daß
als Drehzuführung zu dem antriebseitigen Wellenzapfen (14) eine handelsübliche, an
der Stirnseite des Wellenzapfens anordbare Drehzuführung (50) vorgesehen ist.
7. Druckzentrifuge nach einem der Ansprüche 2 bis 6, da-durch gekennzeichnet, daß
von dem Hohlwellenzapfen (9, 10) und dem Wellenzapfen (13, 14) sowie der dem Verfahrensraum
(3) abgewandten Gleitringdichtung (27; 27') der doppelten Dichtung und einer weiteren
Dichtung (46, 46') ein Leckagesammelraum (47, 47') umschlossen wird, der über einen
im Hohlwellenzapfen (9, 10) ausgebildeten Leckagekanal (48, 48') und einem durch das
Druckgehäuse (2) geführten Durchgangskanal mit der Atmosphäre in Verbindung steht.
8. Druckzentrifuge nach einem der Ansprüche 2 bis 7, da-durch gekennzeichnet, daß
der Leckagesammelraum (47, 47') und die dem ersten und zweiten gehäusefesten Dichtungsraum
(30, 36; 30') abgewandten Räume der Gleitringdichtungen (31, 32; 37, 38; 31', 32')
an ein außerhalb des Druckgehäuses (2) angeordnetes Leckagerückführsystem (49; 49')
angeschlossen sind.
9. Druckzentrifuge nach einem der Ansprüche 4, 5, 7 und 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der erste und zweite gehäusefeste Dichtungsraum (30, 36; 30') jeweils mit einer
gesonderten Umlaufmenge an Kühl- und Schmiermittel versorgbar ist.
10. Druckzentrifuge nach einem der Ansprüche 4, 5, 7, 8 und 9, dadurch gekennzeichnet,
daß Einrichtungen zur Durchströmung des separaten Dichtungsraumes (28, 28') mit einer
Umlaufmenge von Kühl- und Schmiermittel vorgesehen sind.
11. Druckzentrifuge nach einem der Ansprüche 4, 5, 7, 8, 9 und 10, dadurch gekennzeichnet,
daß Einrichtungen vorgesehen sind, durch die zwischen dem ersten und dem zweiten gehäusefesten
Dichtungsraum (30) und (36) ein eine Durchströmung des separaten mit der Trommel (4)
und der Schnecke (5) umlaufenden Dichtungsraumes (28) bewirkendes Druckgefälle erzielbar
ist.
12. Druckzentrifuge nach Anspruch 11, dadurch ge-kennzeichnet, daß die Einrichtungen
zur Erzeugung eines Druckgefälles aus einer Drossel (45) bestehen, die in einer Zuführleitung
(44) für den ersten gehäusefesten Dichtungsraum (30) angeordnet ist, wobei die Zuführleitung
(44) aus einer den zweiten gehäusefesten Dichtungsraum (36) versorgenden Zufuhrleitung
(43) für Kühl- und Schmiermittel abzweigt.
13. Druckzentrifuge nach einem der Ansprüche 1 bis 12, da-durch gekennzeichnet, daß
der Kühl- und Schmiermittelkreislauf zur Kühlung und Schmierung der doppelten Dichtung
sowie der ersten und zweiten Drehdurchführung von Kühl- und Schmiermittelkreisläufen
für andere Funktionselemente der Druckzentrifuge, wie z. B. der Lager, getrennt ist.