[0001] Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für Fassadenplatten an einer
Mauerwand eines Gebäudes mit einer zur Befestigung an der Mauerwand vorgesehenen Wandstütze,
die einen Befestigungssteg für ein mit einem entsprechenden Steg ausgebildetes Fassadenteil
aufweist.
[0002] Eine derartige Befestigungsvorrichtung ist durch die deutsche Patentschrift 28 24
902 bekannt. Die Wandstütze besteht dabei aus einem L-förmigen Winkel, dessen einer
Schenkel an der Mauerwand anliegt und dessen anderer Schenkel senkrecht von der Mauerwand
absteht und den Befestigungssteg bildet. Der Befestigungssteg ist mit einer aus ihm
frei gestanzten und herausgebogenen Klemmfeder versehen, die mit dem Befestigungssteg
einen Zwischenraum bildet, in den der Steg eines beispielsweise T-förmigen Tragprofils
eingeschoben wird. Durch die Klemmfeder wird das Tragprofil vorläufig festgelegt und
kann nach seiner Ausrichtung mit üblichen Befestigungsmitteln, wie Schrauben, Nieten
o. dgl. fest mit der Wandstütze verbunden werden.
[0003] Das bekannte Befestigungssystem wirft Probleme auf, wenn die Tragprofile geschoßhoch
sein müssen, weil eine Befestigung nur in den gegossenen Betondecken für jedes Geschoß
möglich ist, weil darüber hinaus eine gemauerte Außenwand nicht vorhanden ist. In
diesem Fall reicht eine Befestigung mit einer Wandstütze pro Geschoß nicht aus. Die
Dicke der Betondecken ist aber häufig nicht groß genug, um zwei Wandstützen übereinander
anzuordnen und zu gewährleisten, daß die die Wandstützen haltenden Dübel den geforderten
Mindestabstand voneinander und von der Kante der Betondecke aufweisen.
[0004] Der .Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungsvorrichtung der
eingangs erwähnten Art zu erstellen, die auch bei geschoßhohen Tragprofilen verwendbar
ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Fassadenteil zwei zueinander
parallele Stege aufweist und daß zwei Befestigungsstege an den voneinander entfernt
liegenden Flächen der Stege anliegend befestigt sind.
[0006] Durch die Verwendung eines Fassadenteils, beispielsweise eines geschoßhohen Tragprofils,
mit zwei zueinander parallelen Stegen (Doppel-T-Profil) ist es möglich, zwei Befestigungswinkel
als Wandstütze zu verwenden, deren Befestigungsstege an den voneinander entfernt liegenden
Flächen der Stege des Tragprofils anliegend befestigt sind. Die an der Mauerwand anliegenden
Schenkel der Winkel zeigen voneinander weg, so daß die zur Befestigung dieser Schenkel
an der Mauerwand dienenden Dübel leicht den geforderten Mindestabstand voneinander
aufweisen können.
[0007] Die Verwendung von zwei Winkelteilen als Wandstütze ist einfach und ökonomisch. Es
ist aber auch denkbar, die Wandstütze einteilig mit den beiden Befestigungsstegen
auszubilden und die an der Gebäudewand anliegende Platte so groß zu gestalten, daß
sie mit zwei Dübeln an der Gebäudewand befestigbar ist und diese Dübel den erforderlichen
Mindestabstand aufweisen.
[0008] Ferner ist es möglich, die Stege des Fassadenteils über dessen Höhe mit einer Mehrzahl
von Wandstützen zu verbinden, also beispielsweise das Tragprofil über mehrere Geschosse
erstrecken zu lassen.
[0009] Sofern die Wandstützen nicht in Geschoßhöhe voneinander getrennt angeordnet werden,
ist es auch möglich, die Stege des Fassadenteils über dessen Höhe abwechselnd mit
den Wandstützen zu verbinden.
[0010] Die Erfindung soll im folgenden von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert werden. Es zeigen:
Figur 1 -eine Draufsicht von oben auf eine aus zwei Winkelteilen gebildete Wandstütze
mit einem Doppel-T-Tragprofil an einer Gebäudewand
Figur 2 -eine seitliche Ansicht auf die Anordnung aus Figur 1
Figur 3 -eine schematische Darstellung für die Befestigung des Tragprofils an mehreren
Wandstützen, die abwechselnd mit den beiden Stegen verbunden sind.
[0011] Figur 1 zeigt einen Schnitt durch eine Gebäudewand 1 mit einer Draufsicht auf eine
durch zwei Winkelteile 2 gebildete Wandstütze sowie ein Doppel-T-Tragprofil 3 als
Fassadenelement.
[0012] Die Winkelteile 2 weisen jeweils einen an der Gebäudewand 1 anliegenden Schenkel
4 auf, der mit einer in einen Dübel 5 eingesetzten Schraube mit der Gebäudewand 1
verbunden ist. Von dem Schenkel 4 steht ein zweiter Schenkel rechtwinklig ab, der
einen Befestigungssteg 6 bildet. Aus dem Befestigungssteg ist eine Klemmfeder 7 freigestanzt
und zu der von dem Schenkel 4 wegzeigenden Seite abgestellt. In die beiden durch die
Klemmfedern 7 mit ihrem zugehörigen Befestigungssteg 6 gebildeten Zwischenraum sind
zwei zueinander parallele Stege 8 des Doppel-T-Tragprofils 3 eingeschoben. Nach der
Justierung des Tragprofils 3 sind die Stege 8, die flächig an der mit der Klemmfeder
7 versehenen Seite des zugehörigen Befestigungsstegs 6 anliegen, durch Nieten 9 fest
mit den beiden Winkelteilen 2 verlkbunden. Die beiden Dübel 5 der beiden Winkelteile
2 weisen einen Abstand a voneinander auf, der mindestens so groß ist wie der geforderte
Mindestabstand zwischen zwei Befestigungsdübeln. Die das Fassadenteil 3 haltenden
Dübel 5 sind horizontal nebeneinander angeordnet, so daß auch bei einer geringen Geschoßdeckenhöhe
keine Probleme mit der Anordnung von zwei Dübeln 5 für die Befestigung des Fassadenelements
3 auftreten.
[0013] Figur 2 verdeutlicht, daß in dem Schenkel 4, der zur Befestigung des Winkelteils
2 an der Gebäudewand 1 dient, ein Langloch 10 zur Durchführung einer Befestigungsschraube
in den Dübel 5 vorgesehen ist, das eine horizontale Verschiebung des Winkelteils 2
zur flächigen Heranführung des Befestigungsstegs 6 an den entsprechenden Steg 8 des
Tragprofils 3 aufweist.
[0014] Figur 3 zeigt schematisch die Befestigung eines Tragprofils 3 an mehreren Stützteilen
11, die Befestigungsstege 6' zur flächigen Anlage an den Stegen 8 des Tragprofils
aufweisen. In diesem Fall bestehen die Stützteile aus einem U-förmigen Profil, dessen
Schenkel 12 schräg auseinanderlaufen. Die Schenkel weisen schlitzförmige Öffnungen
auf, in die Vorsprünge des mit entsprechend konisch zulaufenden Kanten versehenen
Befestigungsstegs 6' einschnappen. Der lotrecht stehende Befestigungssteg 6' wird
zwischen den beiden Schenkeln 12 gehalten. In dem in Figur 3 dargestellten Ausführungsbeispiel
greifen die Befestigungsstege 6' abwechselnd an den außenliegenden Seiten der beiden
Stege 8 des Tragprofils 3 an. Diese Ausführungsform ist allerdings nur dann realisierbar,
wenn nach einem gewissen Abstand in der Höhe des Tragprofils 3 die Anbringung eines
Stützteils 11 möglich ist.
1. Befestigungsvorrichtung für Fassadenplatten an einer Gebäudewand (1) mit einer
zur Befestigung an der Gebäudewand vorgesehenen Wandstütze (2,11), die einen Befestigungssteg
- (6,6') für ein mit einem entsprechenden Steg (8) ausgebildetes Fassadenteil (3)
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Fassadenteil (3) zwei zueinander parallele
Stege (8) aufweist und daß zwei Befestigungsstege (6,6') an den voneinander entfernt
liegenden Flächen der Stege (8) anliegend befestigt sind.
2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Befestigungsstege (6,6') von ihren Befestigungsflächen abgestellte Klemmfedern (7)
aufweisen, in deren mit den Befestigungsflächen gebildeten Zwischenräume die Stege
(8) des Fassadenteils (3) einschiebbar und klemmend festlegbar sind.
3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wandstütze aus zwei Winkelteilen (2) gebildet ist.
4. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stege (8) des Fassadenteils (3) über dessen Höhe mit einer Mehrzahl von Wandstützen
(2,11) verbunden sind.
5. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege
(8) des Fassadenteils (3) über dessen Höhe abwechselnd mit den Wandstützen (2,11)
verbunden sind.