(19)
(11) EP 0 221 612 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.05.1987  Patentblatt  1987/20

(21) Anmeldenummer: 86201893.4

(22) Anmeldetag:  30.10.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4D06F 39/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE ES FR GB IT SE

(30) Priorität: 02.11.1985 DE 3538974

(71) Anmelder:
  • Bauknecht Hausgeräte GmbH
    D-70565 Stuttgart (DE)

    DE 
  • WHIRLPOOL INTERNATIONAL B.V.
    NL-5632 KG Eindhoven (NL)

    ES FR GB IT SE 

(72) Erfinder:
  • Sperling, Horst
    D-7060 Schorndorf (DE)
  • Nelzow, Hartmann
    D-7050 Waiblingen-Hegnach (DE)

(74) Vertreter: Meier, Friedrich, Dipl.-Ing. 
Philips Patentverwaltung GmbH Wendenstrasse 35 Postfach 10 51 49
D-2000 Hamburg 1
D-2000 Hamburg 1 (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Waschmaschine mit Transportsicherung


    (57) Bei einer Waschmaschine werden an der Innenseite der rückseitigen Abdeckung (8) Verstärkungsstreben (9, 10) befestigt, die die Rückwand (8) versteifen und Halter für die Transportsicherung bilden.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Waschmaschine mit einem gegenüber dem Maschinengehäuse schwingbeweglich angeordneten Trommelaggregat, das zur Transportsicherung durch einerseits am Trommelaggregat und andererseits in quer über die Maschinengehäuserückseite sich erstreckende Verstärkungsstreben lagerbare Distanzstücke arretierbar ist.

    [0002] Eine Waschmaschine der obenerwähnten Art ist z.B. veröffentlicht in dem DE-GM 76 27 792. Bei dieser bekannten Waschmaschine ist das Maschinengehäuse durch eine an der Rückseite vorgesehene Traverse versteift. Diese Traverse dient hier auch zur Transportsicherung, indem diese für den Transport der Waschmaschine mit dem Lagerstern an der Rückwand des Trommelaggregates lösbar verspannt wird. Auf diese Weise wird eine feste Verbindung vom Lagerstern zu der als Transportsicherung dienenden Traverse hergestellt, so daß das gesamte Trommelaggregat seitlich zum Maschinengehäuse hin unbeweglich arretiert ist. Bei dieser bekannten Waschmaschine ist die Traverse hinter der Gehäuserückwand am Gehäuse befestigt und verbleibt dort auch nach Entfernen der Transportsicherungsarretierteile und auch nach Abnahme der Gehäuserückwand.

    [0003] Ferner sind Waschmaschinen bekannt, bei denen als Transportsicherung außen auf der Rückwand liegend eine oder mehrere Verstärkungsstreben als separates Teil am Gehäuse befestigt sind. Eine andersartige Konstruktion ist z.B. im DE-GM 19 85 007 veröffentlicht. Bei diesen Maschinen werden vor der Inbetriebnahme der Maschine die Verstärkungsstreben zusammen mit den Distanzteilen entfernt.

    [0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, eine Waschmaschine zu schaffen, bei der die zur Lagerung der Distanzstücke dienenden Verstärkungsstreben auf konstruktiv einfachere Weise als in den bekannten Maschinen angebracht werden.

    [0005] Die erfindungsgemäße Waschmaschine ist dadurch gekennzeichnet, daß jede der Verstärkungsstreben mit der Maschinenrückwand verbunden und gemeinsam mit der Rückwand am Gehäuse befestigbar bzw. entfernbar ist.

    [0006] Ein Vorteil dieser Konstruktion ist, daß beim Abnehmen der Distanzstücke die Verstärkungsstreben nicht entfernt werden müssen und auch so zur Stabilität der Maschine beitragen.

    [0007] Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß beim Abnehmen der Rückwand, z.B im Servicefall, die Verstärkungsstreben mit der Rückwand entfernt werden, so daß das Innere der Maschine optimal zugänglich wird.

    [0008] Gemäß einer weiteren Ausbildung werden die Verstärkungsstreben mit der Rückwand innenliegend verbunden. Auf diese Weise behält die Waschmaschinenrückwand außenseitig ihre glatte Kontur, so daß z.B. mitgelieferte Anschlußschläuche einfach an der Rückwand verlegt werden können.

    [0009] Zur Sicherung einer guten Verbindung zwischen Rückwand und Verstärkungsstreben sind die beiden Teile im Bereich der Befestigung am Gehäuse mit deckungsgleichen Rillen versehen.

    [0010] Weiter sind die Verstärkungsstreben im Bereich der Befestigung am Gehäuse und der Lagerung der Distanzstücke mit zusätzlichen Verstärkungsstreben versehen. Anhand der Zeichnung wird die Erfindung erläutert. Es zeigen:

    Fig. 1 den schematischen Aufbau einer Waschmaschine in Seitenansicht und

    Fig. 2 von der Rückseite,

    Fig. 3 und 4 eine Aufsicht und eine Seitenansicht der Rückwand der Waschmaschine nach Fig. 1 und 2.



    [0011] Im Gehäuse 1 einer Waschmaschine ist ein Trommelaggregat 2 mit einem Bottich bzw. Laugenbehälter und einer Wäschetrommel untergebracht. Das Trommelaggregat 2 ist mittels Federn 3 und Stoßdämpfer 4 schwingbeweglich im Gehäuse 1 gelagert. Ein Balgen 5 verbindet die Beschickungsöffnung des Bottich mit der in der Vorderwand 6 vorgesehenen Beladeöffnung 7, die in bekannter Weise durch ein Türfenster verschließbar ist. Die Gehäuserückseite ist durch eine abnehmbare Rückwand 8 abgedeckt.

    [0012] Diese Rückwand 8 ist innenseitig mit zwei sich quer über die Rückwand erstreckenden Verstärkungsstreben 9 und 10 versehen. Die Verstärkungsstreben sind über Verbindungen 11 mit der Rückwand fest verbunden. Die Rückwand kann über Bohrungen 12 im Randbereich der Rückwand durch Schrauben am Maschinengehäuse befestigt werden. Im Randbereich 13 der Rückwand sind die einander überlappenden Teile der Rückwand und der Verstärkungsstreben mit ineinandergreifenden Rillen versehen.

    [0013] In den Verstärkungsstreben 9 und 10 und der Rückwand sind schlüssellochförmige Öffnungen 14 vorgesehen. In diesen Öffnungen 14 können Distanzstücke 15 gehaltert werden, die mit ihren gegenüberliegenden Enden in Verstärkungen 16 an der Rückwand des Trommelaggregates 2 einschraubbar sind. Wenn diese Distanzstücke angebracht sind, ist das Trommelaggregat mit den Verstärkungsstreben 9 und 10 und mit dem Gehäuse starr verbunden. Das Trommelaggregat 2 kann während des Transportes das Gehäuse nicht mehr berühren.

    [0014] Im Bereich der Öffnungen 14 sind die Verstärkungsstreben 9 und 10 noch mit zusätzlichen Verstärkungsblechen 17 versehen. Die Beschleunigungskräfte des Trommelaggregates 2 werden während des Transportes durch die Distanzstücke 15 auf die zusätzlichen Verstärkungsbleche 17 und die Verstärkungsstreben 9, 10 übertragen.

    [0015] Vor der Inbetriebnahme der Waschmaschine werden die Distanzstücke 15 durch die Öffnungen 14 entfernt, so daß das Trommelaggregat 2 wieder beweglich ist.

    [0016] Die gelösten Distanzstücke 15 werden in einem Klemmteil 20 am Boden des Gehäuses zur Wiederverwendung abgelegt. Das Klemmteil 20 ist durch Öffnungen 21 in der Gehäuserückwand zugänglich.

    [0017] Auf diese Weise wird eine Waschmaschine erhalten, bei der die zur Transportsicherung erforderlichen Verstärkungsstreben innenliegend an der Rückwand befestigt sind und zusammen mit der Rückwand am Gehäuse befestigt werden. Beim Entfernen der Transportsicherung verbleiben die Verstärkungsstreben an der Maschine und tragen zur bleibenden Stabilität bei.

    [0018] An der Rückwand behält die Maschine außen ihre glatte Kontur, so daß eine einfache Verlegung mitgelieferter Anschl ußschläuche möglich ist.

    [0019] Beim Abnehmen der Rückwand werden die Verstärkungsstreben mit abgenommen, so daß die Maschine frei zugänglich ist.


    Ansprüche

    1. Waschmaschine mit einem gegenüber dem Maschinengehäuse schwingbeweglich angeordneten Trommelaggregat, das zur Transportsicherung einerseits durch am Trommelaggregat und andererseits durch quer über die Maschinengehäuserückseite sich erstreckende Verstärkungsstreben mittels Distanzstücken arretierbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Verstärkungsstreben mit der Maschinenrückwand verbunden und gemeinsam mit der Rückwand am Gehäuse befestigbar bzw. entfernbar ist.
     
    2. Waschmaschine nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsstreben mit der Rückwand innenliegend verbunden sind.
     
    3. Waschmaschine nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsstreben sich quer über die Rückwand erstrecken und im Bereich der Befestigung am Maschinengehäuse jede Verstärkungsstrebe und der damit verbundene Teil der Rückwand mit zusammenwirkenden Rillen versehen sind.
     
    4. Waschmaschine nach Anspruch 1, 2 oder 3,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsstreben im Bereich der Befestigung am Gehäuse und der Lagerung der Distanzstücke mit zusätzlichen Verstärkungsblechen versehen sind.
     
    5. Waschmaschine nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Rückwand der Maschine mit durch die Verstärkungsstreben hindurchgehenden schlüssellochförmigen Öffnungen versehen ist, durch die hindurch die Distanzstücke eingesetzt und entfernt werden können.
     
    6. Waschmaschine nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Maschinengehäuse ein Kunststoffklemmteil vorgesehen ist, in dem die Distanzstücke abgelegt werden können.
     




    Zeichnung