(19)
(11) EP 0 221 865 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.05.1987  Patentblatt  1987/20

(21) Anmeldenummer: 86850153.7

(22) Anmeldetag:  28.04.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4A41D 19/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL

(30) Priorität: 17.10.1985 SE 8504850

(71) Anmelder: AB AVANT
S-150 30 MARIEFRED (SE)

(72) Erfinder:
  • Hultberg, Ake
    S-150 30 Mariefred (SE)

(74) Vertreter: Barnieske, Hans Wolfgang (SE) 
H W Barnieske Patentbyra AB Box 25
S-151 21 Södertälje 1
S-151 21 Södertälje 1 (SE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
     
    Bemerkungen:
    Amended claims in accordance with Rule 86 (2) EPC.
     


    (54) Schutzhandschuh


    (57) Die vorliegende Erfindung bezihet sich auf einen Handschuh (1) mit einer lösbaren Schutzfläche, wobei die Schutzfläche des Handschuhes (1) aus mehreren nacheinander abreissbaren Schichten (3) besteht.




    Beschreibung


    [0001] Schutzhandschuhe verschiedener Ausführungen sind allgemein vorbekannt und können auf vielen Gebieten verwendet werden beispielsweise für Bauarbeiten, bei der Lebensmittel­herstellung usw. Die Verwendungszeit derartiger Hand­schuhe variiert bedeutend aufgrund des jeweiligen Ver­wendungsgebietes und meistens werden derartige Handschuhe erst nach ausreichendem Verschleiss ausgewechselt oder auch ausgewechselt sobald die Handschuhe beschmutzt sind. Im letzteren Fall führt ein Auswechseln an sich noch ver­wendungsfähiger Handschuhe zu bedeutenden Unkosten.

    [0002] Aufgrund obiger Umstände sind schon Handschuhe zum ein­maligen Gebrauch entwickelt worden, die hierbei aus einem handschuhförmigen Kunststoffbeutel bestehen, welcher wie ein gewöhnlicher Handschuh appliziert wird. Bei der Ver­wendung solcher für einmaligen Gebrauch vorgesehener Hand­schuhe ergeben sich jedoch verschiedene Nachteile: zu­nächst bei der Applikation dieser Handschuhe und weiter­hin hat sich auch erwiesen, dass diese Handschuhe sehr dicht auf der Haut aufsitzen und somit zu störender Kondenz­bildung führen. Ausserdem ergibt sich oft eine Verdrehung derartiger Handschuhe gegenüber der Hand, wodurch die Gefahr besteht, dass diese Handschuhe zerrissen werden.

    [0003] Zweck vorliegender Erfindung ist die obigen Nachteile bis­her bekannter Schutzhandschuhe zu vermeiden und einen Handschuh der eingangs beschriebenen Art zu erzielen, der besonders für die Verwendung bei vorliegender starker Ver­schmutzung verwendet werden kann und in einfacher und schneller Weise nach dem Verschmutzen an seiner Arbeits­fläche gereinigt werden kann.

    [0004] Hierzu wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, die Schutz­fläche des Handschuhes aus mehreren nach einander ab­reissbaren Schichten auszubilden.

    [0005] Zweckmässig bestehen die abreissbaren Schichten jeweils aus einer dünnen Folie, die punktweise hauptsächlich entlang der Kontur des Handschuhes befestigt ist zwecks Erzielung einer leicht aufreissbaren Perforation.

    [0006] Vorzugsweise sind die Schichten aufeinander an der Innen­seite des Handschuhes angeordnet und mit lösbaren, vor­zugsweise am unteren Kragen des Handschuhes vorgesehenen Abreissorganen versehen um das Entfernen der Schichten zu erleichtern.

    [0007] Die Erfindung wird nachstehend an Hand beiliegender Zeichnung näher erleutet, wobei die Figuren eine an sich nicht beschränkende Ausführungsform eines erfindungsge­mässen Handschuhes darstellen.

    [0008] In den Figuren wird ein Handschuh mit 1 bezeichnet und besteht aus einem Grundmaterial 2, das etwa der Form eines gewöhnlichen Schutzhandschuhes entspricht und einer hierzu angeordneten Schutzfläche 3 bestehend aus mehreren Schichten. Diese Schutzschichten 3 sind entlang der Peripherie 4 des Grund­materiales befestigt und zeigen in der Nähe der Peripherie 4 eine Perforation 5. Am Kragen 6 des Handschuhes 1 sind die abreissbaren Schutzschichten 3 mit abstehenden Ver­längerungen 7 versehen, mit welchen die Schutzschichten nach und nach abgerissen werden können.

    [0009] Die erzeigte erfindungsgemässe Ausführungsform des Hand­schuhes 1 besteht aus einem Grundmaterial 2, das für die Feuchtigkeit der Haut durchlässig ist, beispielsweise aus einem Textilmaterial oder dergleichen. An diesem Grundmaterial 2 sind eine Anzahl der aufeinander liegenden, abreissbaren Schichten 3, beispielsweise durch Verschweissung, Verleimung oder dergleichen befestigt. Die abreissbaren Schichten 3 bestehen zweckmässig aus dünnen Folien aus Kunststoff, Aluminium, Gummi, Papier oder einem anderen Schutzmaterial und sind mit einer Perforation 5 haupt­sächlich in der Nähe der Kontur 4 des Handschuhes versehen. Die Perforation 5 kann auch durch Ausstanzen oder dadurch erreicht werden, dass die abreissbaren Schichten 3 nach einer alternativen Ausbildung der Erfindung punktweise entlang der Kontur 4 des Handschuhes befestigt sind, d.h. entlang der Seiten und den Fingern des Handschuhes.

    [0010] Zweckmässig sind die Schichten 3 lediglich ausserhalb der Innenseite des Handschuhes angeordnet. Es ist jedoch auch möglich entsprechende Schichten auf der Aussenseite des Handschuhes 1 anzuordnen.

    [0011] Die abreissbaren Schichten 3 erstrecken sich über den ganzen Handschuh 1 von den Fingerspitzen bis zum Kragen 6 des Handschuhes, wo die Schichten leicht zugängliche Abreissorgane 7 bilden. Diese Abreissorgane sind nicht mit dem Grundmaterial 2 verbunden. Zweckmässig sind diese Abreissorgane 7 etwas von einander getrennt sodass nur jeweils eine Schicht weggerissen werden kann. Um ein gleichmässiges Abreissen der Folien zu gewährleisten sind die Organe 7 vorteilhaft in der Mitte der Kragen­partie angeordnet. Die abreissbaren Schichten 3 können beispielsweise geprägt sein um einer besseren Griff zu bilden und um zu verhindern, dass die abreissbaren Schichten 3 zusammenkleben.

    [0012] Die abreissbaren Schichten 3 werden somit abgerissen sobald eine zu grosse Verschmutzung vorliegt, was auf vielen Verwendungsgebieten einen grossen Vorteil bietet, beispielsweise falls derartige Handschuhe in der Lebens­mittelindustrie, bei Reinigungsarbeiten und bei Arbeiten mit umweltschädlichen Stoffen verwendet werden.

    [0013] Die Erfindung ist natürlich nicht auf die oben beschriebene und in der Zeichnung gezeigte Ausführungsform beschränkt sondern kann innerhalb der nachfolgenden Ansprüche in verschiedenster Weise variiert werden.


    Ansprüche

    1. Handschuh mit einer entfernbaren Schutzfläche,da­durch gekennzeichnet dass die Schutz­fläche des Handschuhes (1) aus verschiedenen nacheinander abreissbaren Schichten (3) besteht.
     
    2. Handschuh nach Anspruch 1, dadurch ge­kennzeichnet dass die abreissbaren Schichten (3) aus dünnen Folien bestehen.
     
    3. Handschuh nach Anspruch 2, dadurch ge­kennzeichnet dass die abreissbaren Schichten (3) punktweise hauptsächlich entlang der Kontur (4) des Handschuhes befestigt sind, zwecks Erzielung einer leicht aufreissbaren Perforation (5).
     
    4. Handschuh nach Anspruch 2, dadurch ge­kennzeichnet dass die abreissbaren Schichten (3) hauptsächlich entlang der Kontur (4) des Handschuhes befestigt sind und in der Nähe der Periferie (4) eine leicht aufreissbare Perforation (5) aufweisen, die durch Stanzung oder dergleichen ausgebildet ist.
     
    5. Handschuh nach den Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet dass die abreissbaren Schichten (3) aufeinander an der Innenseite des Hand­schuhes angeordnet sind.
     
    6. Handschuh nach den Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet dass die abreissbaren Schichten (3) oberhalb-einander an der Aussenseite des Handschuhes angeordnet sind.
     
    7. Handschuh nach den Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet dass die abreissbaren Schichten (3) beidseitig des Handschuhes angeordnet sind.
     
    8. Handschuh nach den Ansprüchen 1-7, dadurch gekennzeichnet dass die abreissbaren Schichten ein etwas abstehendes Abreissorgan, zweck­mässig am Kragen des Handschuhes (6) aufweisen, das zum erleichteten Abreissens der einzelnen Schichten (3) dient.
     


    Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPÜ.


    1. Handschuh mit lösbarer Schutzfläche, die oberhalb eines Grundmateriales (2) angeordnet ist und eine Kontur (4) aufweist, die hauptsächlich der Form eines Fingerhandschuhs aufweist und eine untere Kragenpartie (6) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzfläche des Handschuhs (1) aus einer dünnen Folie besteht und eine Mehrzahl dieser Folien dicht aufeinander liegend und nacheinander abreissbar angeordnet sind, wobei jede Folie hauptsächlich entlang der Kontur (4) des Handschuhs befestigt ist.

    2. Handschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die abreissbaren Schichten (3) eine punktweise Befestigung aufweisen, zwecks Erzielung einer leicht aufreissbaren Perforation.

    3. Handschuh nach Anspruch 1 - 2, dadurch gekennzeichnet, dass die abreissbaren Schichten (3) eine durch Stanzung oder dergleichen erzielte Perforation (5) in der Nähe der Befestigungszone entlang der Kontur (4) des Handschuhs aufweisen.

    4. Handschuh nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass die abreissbaren Schichten aufeinander liegend an der Innenfläche des Handschuhs befestigt sind.

    5. Handschuh nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass die abreissbaren Schichten (3) an der Aussenseite des Handschuhs vorliegen.

    6. Handschuh nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass die abreissbaren Schichten (3) an beiden Seiten des Handschuhs vorgesehen sind.

    7. Handschuh nach Anspruch 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass die abreissbaren Schichten (3) einen Abreiss-streifen (7) aufweisen, der am Kragen (6) des Handschuhs angeordnet ist.

    8. Handschuh nach Anspruch 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass die abreissbaren Schichten (3) aus Kunststoff, Aluminium, Gummi oder Papier bestehen.


     




    Zeichnung







    Recherchenbericht