[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Steuern der Bewegung eines allseits
schwenkbaren Schrämarmes einer Teilschnittschrämmaschine mit einem ersten hydraulischen
Antrieb zum Heben und Senken des Schrämarmes und einem weiteren hydraulischen Antrieb
zum Schwenken des Schrämarmes quer zur Hebe- und Senkrichtung sowie auf eine Vorrichtung
zur Durchführung dieses Verfahrens.
[0002] Teilschnittschrämmaschinen mit einem allseits schwenkbaren Schrämarm weisen zumeist
hydraulische Zylinderkolbenaggregate zum Anheben und Absenken des Schrämarmes in im
wesentlichen vertikaler Richtung sowie einen Schwenkantrieb auf, welcher beispielsweise
durch den Eingriff einer hydraulisch betätigten Zahnstange in den Zahnkranz eines
Schwenkwerkes bewirkt werden kann. Die Verschwenkung des Schrämarmes erfolgt hiebei
in der Regel um eine im wesentlichen normal zur Laufwerksebene stehende Achse und
mit dem Schwenkwerk werden auch die hydraulischen Zylinderkolbenaggregate für das
Anheben und Absenken des Schrämarmes um diese im wesentlichen vertikale Achse verschwenkt.
Aus jeder Schwenkstellung in horizontaler Richtung läßt sich somit der Schrämarm anheben
oder absenken.
[0003] Zum Schrämen von Profilen wird bei Teilschnittschrämmaschinen, bei welchen am freien
Ende des Schrämarmes quer zur Längsachse des Schrämarmes rotierbar gelagerte Schrämköpfe
vorgesehen sind, zumeist die Vortriebsrichtung in Achsrichtung der Rotationsbewegung
der Schrämköpfe gewählt. Bei Erreichen des Sollprofiles wird der Schrämarm um die
sogenannte Spanvorgabe angehoben oder abgesenkt, worauf die Vortriebsbewegung in
die entgegengesetzte Richtung und wiederum in im wesentlichen horizontaler Richtung
durchgeführt wird. Bedingt durch die Konstruktion derartiger Schrämmaschinen verbleibt
beim Anheben oder Absenken des Schrämarmes zur Erzielung der neuen Spanvorgabe mittig
zwischen den beiden Schrämköpfen am freien Ende des Schrämarmes eine Rippe. Diese
Rippe muß in der Folge beim Verschwenken des Schrämarmes in im wesentlichen horizontaler
Richtung weggebrochen werden. Je nach Gesteinsbeschaffenheit und Konstruktion der
Maschine kann diese Rippe jedoch zu groß sein, um ohne weiteres durch Verschwenken
des Schrämarmes weggebrochen zu werden. In diesen Fällen ist das Verschwenken des
Schrämarmes in der neuen Position nicht ohne weiteres möglich und es sind aufwendige
manuelle Steuerungen erforderlich, um diese Rippe zunächst wegzubrechen, bevor mit
dem Schrämen in die Gegenrichtung fortgefahren werden kann.
[0004] Die Erfindung zielt nun darauf ab, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen,
bei welchem die Schrämrichtungsumkehr, insbesondere bei Erreichen des Sollprofiles,
in einfacher Weise gewährleistet ist, ohne daß die Gefahr besteht, daß die Maschine
durch eine verbleibende Rippe in der Schwenkbewegung blockiert wird. Im besonderen
zielt die Erfindung darauf ab, eine genaue Anpassung an die Gesteinsbeschaffenheit
zu erzielen und abweichend von der Vorschubrichtung beliebig orientierte Bewegungen
des Schrämarmes insbesondere bei der Schrämrichtungsumkehr zu ermöglichen, wobei
die Steigung der Abweichung von der Vorschubrichtung frei wählbar sein soll. Zur Lösung
dieser Aufgabe besteht das erfindungsgemäße Verfahren im wesentlichen darin, daß die
für die Beaufschlagung eines der beiden Antriebe verstrichene Zeit und/oder das dem
jeweiligen Antrieb zugeführte Druckmittelvolumen gemessen wird und in Abhängigkeit
von der gewünschten Spanvorgabe nach Erreichen der für die Spanvorgabe erforderlichen
Zeit der Beaufschlagung eines Antriebes oder des Volumens für die Verstellung in die
Richtung der Spanvorgabe die Druckmittelzufuhr zu diesem Antrieb geschlossen und
lediglich die Druckmittelzufuhr zum Vorschubantrieb freigegeben wird. Dadurch, daß
im Rahmen des Verfahrens die jeweilige Beaufschlagungszeit eines Antriebes und/oder
das diesem Antrieb zuzuführende bzw. zugeführte Druckmittelvolumen gemessen wird,
läßt sich unabhängig vom jeweils anderen Antrieb eine raschere oder langsamere Spanvorgabe
und damit ein steileres oder flacheres Übergehen von einer Zeile in die nächste Zeile
bei der Vorschubbewegung verwirklichen. Durch die beiden Parameter Zeit und/oder Volumen
lassen sich die Bewegungen des Schrämarmes insbesondere bei der Schrämrichtungsumkehr
am Ende einer Zeile exakt an die jeweilige Gesteinsbeschaffenheit anpassen, wobei
dem jeweiligen Ausmaß an zu schneidendem oder zu brechendem Gestein besser Rechnung
getragen werden kann. Die Verwendung der Parameter Zeit und/oder gemessenes Druckmittelvolumen
ermöglicht auch in besonders einfacher Weise die hiezu erforderliche Steuerung mittels
elektrischer bzw. elektromagnetischer Ventile vorzunehmen.
[0005] Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich in besonders einfacher Weise dann durchführen,
wenn für beide Bewegungsrichtungen eines Schrämarmes gesonderte Druckmittelquellen
zur Verfügung stehen. Für den Fall, daß lediglich eine Druckmittelquelle vorhanden
ist, läßt sich aber mit den Parametern Zeit und/oder Volumen dennoch eine gute Anpassung
an die Gesteinsbeschaffenheit erzielen und die Steigung des diagonalen Teilbereiches
der Schrämarmbewegung beim Umkehren der Schrämrichtung in guter Weise dadurch approximieren,
daß der Antrieb für die Spanvorgabe intermittierend beaufschlagt wird, wobei die Summe
der Beaufschlagungszeiten und/oder der jeweils eingepreßten Volumina in Abhängigkeit
von der Spanvorgabe gewählt wird. Eine derartige Verfahrensweise ist prinzipiell
auch mit zwei Druckmittelquellen für beide Verstellrichtungen des Schrämarmes durchführbar,
wobei bei kontinuierlichem Betrieb des Antriebes für die Vorschubbewegung durch die
intermittierende Druckmittelzufuhr zum zweiten Antrieb in Richtung der Spanvorgabe
ein treppenartiger Schnitt entsteht. Wenn nur eine Druckmittelquelle für beide Antriebsrichtungen
zur Verfügung steht, läßt sich in diesen Fällen in einfacher Weise so vorgehen, daß
für eine neue Spanvorgabe abwechselnd und in zeitlicher Abfolge beide Antriebe mit
Druckmittel beaufschlagt werden. In diesen Fällen wird jeweils bei Beaufschlagung
des Antriebes in eine Richtung der Antrieb in die andere Richtung unterbrochen, wodurch
ein stufenweiser Vortrieb bis zur neuen Zeile erfolgt.
[0006] Ein kontinuierliches und diagonales Bewegen des Schrämarmes mit frei wählbarer Steigung
läßt sich in jedem Fall dann erreichen, wenn für beide Antriebe gesonderte Druckmittelquellen
gleichzeitig mit den Antrieben verbunden werden, wobei die Zeitdauer über welche der
Antrieb für die Vorgabe des neuen Spanes beaufschlagt bleibt, als Maß für die Spanvorgabe
verwendet werden kann. Ein exakteres Maß ist naturgemäß die volumetrische Erfassung
des dem Antrieb für die Vorgabe des Spanes zuzuführenden Druckmittelvolumens, wobei
bei Vorgabe eines bestimmten Volumens die Zeit über welche dieses Volumen dem Antrieb
für die Vorgabe des Spanes zugeführt wird, in weiten Grenzen wählbar ist, wodurch
die Steigung des diagonalen Bereiches in weiten Grenzen frei einstellbar ist.
[0007] Da die erfindungsgemäße Verfahrensweise auf einfache elektronische Regelkreise zurückgreift,
läßt sie sich in besonders vorteilhafter Weise dadurch weiterbilden, daß die Leistungsaufnahme
des Rotationsantriebes des Kopfes und/oder des Schwenkantriebes in Vorschubrichtung
und/oder die Rotationsgeschwindigkeit des Kopfes und/oder die Schwenkgeschwindigkeit
in Vorschubrichtung gemessen wird und in Abhängigkeit von den Meßwerten die Spanvorgabe
eingestellt wird. Auf diese Weise kann bei härterem Gestein ein entsprechend geringerer
Span vorgegeben werden, ohne daß es zur Überlastung der Meißel des Schrämkopfes kommt.
Umgekehrt erlaubt die Überwachung der Leistungsaufnahme bzw. der Rotationsgeschwindig
keit auch ein rasches Reagieren auf besonder brüchiges Gestein, in welchem naturgemäß
die Spanvorgabe wiederum vergrößert werden kann. Analoges gilt für weiches bzw. zähes
Gestein, wobei bei zähem Gestein der Anteil des geschnittenen Materials relativ zum
zu brechenden Material größer gewählt werden muß, und daher das Verhältnis der Geschwindigkeit
der Spanvorgabe zur Vorschubgeschwindigkeit entsprechend steiler eingestellt werden
muß.
[0008] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens ist im wesentlichen
dadurch gekennzeichnet, daß in die Druckmittelleitungen zu den Antrieben elektrisch
steuerbare Ventile eingeschaltet sind und daß ein elektrisches bzw. elektronisches
Steuergerät mit den Ventilen verbunden ist, wobei das elektrische bzw. elektronische
Steuergerät von einstellbaren Zeitglieder und/oder von Volumenmeßeinrichtungen in
den Druckmittelleitungen und/oder Wegaufnehmern an den Verstellzylindern gesteuerte
Schalter zur Betätigung der elektrisch steuerbaren Ventile enthält. Es kann somit
mit einfachen elektrisch betätigten Ventilen das Auslangen gefunden werden, wobei
die elektrische bzw. elektronische Steuereinheit bzw. das Steuergerät lediglich einstellbare
Zeitglieder und/oder Auswerteschaltungen für die Meßwerte eines volumetrischen Meßsensors
oder eines Wegaufnehmers auf den Verstellzylindern des hydraulischen Antriebes für
die Spanvorgabe beinhalten muß. Die Steuersignale beschränken sich auf die Ansteuerung
der elektrisch steuerbaren Ventile, wodurch sich eine besonders einfache und betriebssichere
Ausbildung ergibt. In vorteilhafter Weise sind hiebei die elektrisch steuerbaren Ventile
als Umschalteventile für die alternative Druckmittelbeaufschlagung beider Antriebe
ausgebildet.
[0009] Mit der erfindungsgemäßen Einrichtung läßt sich in besonders einfacher Weise ein
vollautomatisches Schrämen über ein Sollprofil sicherstellen, wobei mit Vorteil die
Ausbildung so getroffen ist, daß das Steuergerät für die Vorschubbewegung zwei Schalter
aufweist und daß nach Beendigung der Spanvorgabe der Antrieb für die Spanvorgabe
bis zur Umschaltung des Vorschubes in die Gegenrichtung verriegelbar ist. Auf diese
Weise wird sichergestellt, daß auch nach kurzfristigen Unterbrechungen der Schrämarbeit
nicht neuerlich eine Spanvorgabe erfolgt, sondern in der zuletzt vorgesehenen Vorschubrichtung
weitergeschrämt wird, bis es zu einer Schrämrichtungsumkehr kommt. Erst beim Zurückschrämen
in die entgegengesetzte Vorschubrichtung soll wiederum eine neue Spanvorgabe erfolgen.
Eine derartige Einrichtung läßt sich in einfacher Weise mit einer Profil- bzw. Schablonensteuerung
verbinden, wobei die Ausbildung so getroffen ist, daß das Steuergerät mit einer Profil-
bzw. Schablonensteuerung verbunden ist, welche bei Erreichen des Sollprofiles die
Schalter für den Vorschubantrieb in die Gegenrichtung umstellt, wobei nach der Vorschubrichtungsumkehr
zunächst bis zum Erreichen der Spanvorgabe der zweite Antrieb ansteuerbar ist.
[0010] Eine besonders einfache und betriebssichere Ausbildung für die Erzielung unterschiedlicher
Steigungen des diagonalen Bereiches der Bewegung des Schrämarmes über die Ortsbrust
läßt sich dann verwirklichen, wenn mit dem Antrieb für die Spanvorgabe eine Pumpe
mit veränderlichem Fördervolumen in der Zeiteinheit verbunden ist und das Steuergerät
über Steuerleitungen mit dem Einstellglied der Fördermenge der Pumpe verbunden ist.
[0011] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. In dieser zeigen Fig.1 eine schematische Seitenansicht
einer Schrämmaschine, Fig.2 eine Draufsicht auf die Maschine nach Fig.1, wobei unwesentliche
Details weggelassen wurden, Fig.3 eine schematische Schaltungsanordnung der erfindungsgemäßen
Einrichtung zur Steuerung der Schrämarmbe wegung, Fig.4 eine weitere abgewandelte
schematische Schaltungsanordnung und Fig.5 das Bild der Bewegung des Schrämarmes
projiziert auf die Ortsbrust.
[0012] In Fig.1 ist mit 1 eine Schrämmaschine bezeichnet, deren Raupenfahrwerk 2 auf der
Sohle verfahrbar ist. Die Schrämmaschine weist neben einer üblicherweise vorhandenen
Laderampe 3, welche über ein hydraulisches Zylinderkolbenaggregat 4 heb- und senkbar
ist, einen Schrämarm 5 auf. Der Schrämarm 5 ist an einem Schwenkwerk 6 in Richtung
des Doppelpfeiles 7 in Höhenrichtung schwenkbar, wofür hydraulische Zylinderkolbenaggregate
8 vorgesehen sind. Darüberhinaus ist eine Schwenkbarkeit in Richtung einer im wesentlichen
vertikalen Achse 9 in Richtung des Doppelpfeiles 10 vorgesehen. Der Schwenkantrieb
für dieses horizontale Verschwenken ist in Fig.2 veranschaulicht.
[0013] Das freie Ende des Schrämarmes 5 trägt rotierbar gelagerte Schrämköpfe 11, wobei
im Inneren des Schrämarmes 5 ein Rotationsantrieb für diese Schrämköpfe 11 vorgesehen
ist.
[0014] Wie aus Fig.2 ersichtlich, erfolgt die Verschwenkung in Richtung des Doppelpfeiles
10, d.h. somit in einer im wesentlichen horizontalen Ebene, durch hydraulische Zylinderkolbenaggregate
12, welche über Zahnstangen 13 mit einem Zahnrad 14 des Schwenkwerkes 6 kämmen. Wie
aus der Darstellung nach Fig.2 weiters ersichtlich ist, verbleibt zwischen den Schramköpfen
11, welche um eine im wesentlichen die Längsachse des Schrämarmes normal schneidende
Achse 15 rotierbar gelagert sind, ein Zwischenraum 16. Der Vortrieb derartiger Schrämmaschinen
beim Schrämen erfolgt üblicherweise durch Betätigung des Schwenkantriebes 12 und somit
in Richtung der Rotationsachsen 15. Die Spanvorgabe erfolgt dadurch, daß der Schrämarm
5 im Sinne des Doppelpfeiles 7 in Fig.1 angehoben oder abgesenkt wird, wobei diese
Spanvorgabe bei besonders weichem Material, wie Kohle, Kali od.dgl., aufgrund des
Getriebege häuses und des Freiraumes 16 nicht immer erreicht werden kann. In jedem
Fall bleibt aber bei einer Anhebung oder Absenkung des Schrämarmes 5 in Richtung des
Doppelpfeiles 7 eine dem Raum 16 entsprechende Rippe im Gestein und bei der nachfolgenden
Vorschubbewegung durch Verschwenken im Sinne des Doppelpfeiles 10 bzw. Bewegen der
Schrämköpfe 11 in Richtung ihrer Rotationsachse 15 muß diese verbleibende Rippe weggebrochen
werden. Dies ist besonders bei hartem Gestein nicht ohne weiteres möglich.
[0015] Um nun bei einer Änderung der Schrämrichtung die neue Spanvorgabe in einer Weise
vorzunehmen, daß eine Rippe zwischen den Schrämköpfen 11 nicht verbleibt, ist eine
Schaltungsanordnung vorgesehen, deren prinzipielle Elemente beispielsweise in Fig.3
dargestellt sind. Für den Schwenkantrieb des Schrämarmes in horizontaler Richtung
ist ein elektromagnetisch betätigbares Ventil 17 vorgesehen. Die Hydraulikzylinder
werden über eine Pumpe 18 entsprechend der Stellung des elektromagetischen Ventiles
17 mit Druckmittel beaufschlagt. Die Betätigung dieses Ventiles erfolgt über einen
Handtaster 19 in der Bedienungskonsole. Die Bedienungskonsole enthält ferner ein Potentiometer
20 für die Vorgabe einer Zeitkonstante eines Timers 21, welcher wiederum einen Kontakt
22 in Abhängigkeit von der Timerschaltung 21 schließt. Je nach Zeitdauer des Schließens
des Schalters 22 wird ein elektromagetisches Ventil 23 betätigt, welches Druckmittel
einer Pumpe 24 dem hydraulischen Antrieb für das Anheben oder Absenken des Schrämarmes
und damit in der Regel dem Antrieb für die Spanvorgabe zuführt. Bei dieser Anordnung
ist eine zweite Pumpe 24 vorgesehen, welche beispielsweise in einfacher Weise von
dem Hydraulikkreislauf für den Raupenantrieb des Fahrwerkes der Schrämmaschine gebildet
sein kann. Beim Vorgeben eines neuen Spanes wird der Raupenantrieb nicht benötigt,
so daß die Pumpe 24 auf diese Weise einer zusätzlichen Funktion zugeführt werden
kann.
[0016] Eine vollständigere Darstellung einer Einrichtung zur automatischen Steuerung des
Schrämvorganges ist in Fig.4 ersichtlich. Die Bedienungseinheit 25 enthält wiederum
den in Fig.4 nicht dargestellten Taster 19 sowie das Potentiometer 20 für die Vorgabe
der Zeitkonstanten. Die Steuereinrichtung ist schematisch mit 26 angedeutet, wobei
in der Darstellung nach Fig.4 der Übersichtlichkeit halber lediglich die Druckleitungen
für die Hydraulikzylinder 8 bzw. 12 gezeigt wurden. Naturgemäß sind Rücklaufleitungen
vorgesehen und die vereinfacht dargestellten elektromagnetischen Steuerventile 23
bzw. 17 entsprechend zu dimensionieren.
[0017] Für das horizontale Verschwenken des Schrämarmes mittels der Horizontalschwenkzylinder
12 ist wiederum eine Pumpe 18 vorgesehen. Für die zweite Bewegungsrichtung und im
besonderen für die Spanvorgabe ist eine einstellbare Axialkolbenpumpe 27 vorgesehen,
deren Stellglied 28 mit der Steuerschaltung 26 über Steuerleitungen 29 verbunden
ist. Das Ventil 23 ist gleichfalls im dargestellten Fall in Abhängigkeit vom Timer
21 der Steuerschaltung 26 über eine Steuerleitung 30 mit dem Steuergerät 26 verbunden.
[0018] In die Druckmittelleitung 31 von der Pumpe 27 zum Hydraulikzylinder-Kolbenaggregat
8 ist ein Volums-Meßgerät 32 eingeschaltet, dessen Signale über eine Signalleitung
33 dem Steuergerät 26 zugeführt werden. Analog kann eine Signalleitung 34 zu einem
Druckmeßgerät 35 in der Leitung nach dem elektromagnetisch betätigbaren Ventil 23
eingeschaltet sein. Das elektromagnetische Ventil 23 kann nun in Abhängigkeit von
den Signalen des Volums--Meßgerätes 32 oder des Timers 21 betätigt werden, wobei sich
aus diesen beiden Signalen die Spanvorgabe festlegen läßt. Die Steilheit bzw. Neigung
des diagonalen Abschnittes der Schrämarmbewegung kann durch Verstellung des Verstellgliedes
28 der Axialkolbenpumpe 27 geändert werden, da auf diese Weise die in der Zeiteinheit
geförderte Druckmittelmenge verändert werden kann. An der Ortsbrust ergibt sich somit
das in Fig.5 dargestellte Bild, wobei die im wesentlichen horizontale Vorschubbewegung
des Schrämkopfes bzw. des Schrämarmes mit der Linie 35 angedeutet ist. Bei Erreichen
des Sollprofiles 36 kann automatisch die Bewegungsrichtungsumkehr angesteuert werden,
wobei der Schrämarm zunächst über eine im wesentlichen diagonal verlaufenden Teilbereich
37 unter freier Wahl eines vorzugebenden Winkels in die Gegenrichtung angehoben wird.
Gleichzeitig erfolgt die Vorschubbewegung in die entgegengesetzte Richtung wie dies
durch die Linie 38 angedeutet ist. Das zu schrämende Profil ist mit 39 bezeichnet.
Abweichend von einer diagonalen Führung des Schrämarmes in den Teilbereichen 37 der
Bewegung des Schrämarmes kann an Stelle dieser Bereiche ein treppenförmiger Übergang
von einer Vorschubrichtung symbolisiert durch die Linie 35 in die entgegengesetzte
Vorschubrichtung, wie sie durch die Linie 38 angedeutet ist, vorgesehen sein. In diesem
Fall müssen die beiden hydraulischen Zylinderkolbenaggregate alternierend beaufschlagt
werden. Auch dies läßt sich durch entsprechende Ansteuerung der Magnetventile ohne
weiteres verwirklichen. Bei kontinuierlicher Ansteuerung der Hydraulikzylinder 12
und intermittierender Ansteuerung der hydraulischen Zylinderkolbenaggregate 8 ergibt
sich ein Kurvenzug mit Absätzen, welche über kurze Zeitintervalle in eine diagonale
Bewegung entsprechend dem Abschnitt 37 der Fig.5 übergehen. Auch eine derartige Verfahrensweise
kann eine bessere Anpassung an die Gesteinsbeschaffenheit und eine Erleichterung des
störungsfreien vollautomatischen Betriebes zur Folge haben.
[0019] Die Kombination der erfindungsgemäßen Einrichtung mit einer automatischen Profilsteuerung
erlaubt hiebei die Herabsetzung der Reaktionszeit bei Umkehr der Schrämrichtung bei
Erreichen des Sollprofiles, was bei einer Reaktionszeit von nur 0,1 sec bereits eine
Schwankung in der Profilbreite von bis zu 20 cm bedeuten kann. Schwankungen in der
Profilbreite von bis zu 20 cm bewirken je nach Sollprofil täglich bis zu 2 fest-m³
mehr Ausbruch, so daß durch die automatische Umkehrsteuerung und selbsttätige Vorgabe
des nächsten Spanes ein erhebliches Maß an Ökonomie erzielt wird.
1. Verfahren zum Steuern der Bewegung eines allseits schwenkbaren Schrämarmes (5)
einer Teilschnittschrämmaschine (1) mit einem ersten hydraulischen Antrieb (8) zum
Heben und Senken des Schrämarmes (5) und einem weiteren hydraulischen Antrieb (12)
zum Schwenken des Schrämarmes (5) quer zur Hebe- und Senkrichtung, dadurch gekennzeichnet,
daß die für die Beaufschlagung eines der beiden Antriebe (8,12) verstrichene Zeit
und/oder das dem jeweiligen Antrieb zugeführte Druckmittelvolumen gemessen wird und
in Abhängigkeit von der gewünschten Spanvorgabe nach Erreichen der für die Spanvorgabe
erforderlichen Zeit der Beaufschlagung eines Antriebes oder des Volumens für die Verstellung
in die Richtung der Spanvorgabe die Druckmittelzufuhr zu diesem Antrieb (8) geschlossen
und lediglich die Druckmittelzufuhr zum Vorschubantrieb (12) freigegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (8) für die
Spanvorgabe intermittierend beaufschlagt wird, wobei die Summe der Beaufschlagungszeiten
und/oder der jeweils eingepreßten Volumina in Abhängigkeit von der Spanvorgabe gewählt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß für eine neue Spanvorgabe
abwechselnd und in zeitlicher Abfolge beide Antriebe (8,12) mit Druckmittel beaufschlagt
werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß für beide Antriebe
(8,12) gesonderte Druckmittelquellen gleichzeitg mit den Antrieben verbunden werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Leistungsaufnahme
des Rotationsan triebes des Kopfes (11) und/oder des Schwenkantriebes (12) in Vorschubrichtung
und/oder die Rotationsgeschwindigkeit des Kopfes (11) und/oder die Schwenkgeschwindigkeit
in Vorschubrichtung gemessen wird und in Abhängigkeit von den Meßwerten die Spanvorgabe
eingestellt wird.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß in die Druckmittelleitungen zu den Antrieben (8,12) elektrisch
steuerbare Ventile (23,17) eingeschaltet sind und daß ein elektrisches bzw. elektronisches
Steuergerät (26) mit den Ventilen (23,17) verbunden ist, wobei das elektrische bzw.
elektronische Steuergerät (26) von einstellbaren Zeitgliedern (21) und/oder von Volumenmeßmeßeinrichtungen
(32) in den Druckmittelleitungen und/oder Wegaufnehmern an den Verstellzylindern (8,12)
gesteuerte Schalter (22) zur Betätigung der elektrisch steuerbaren Ventile (23,17)
enthält.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch steuerbaren
Ventile als Umschalteventile für die alternative Druckmittelbeaufschlagung beider
Antriebe (8,12) ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergerät
(26) für die Vorschubbewegung zwei Schalter aufweist und daß nach Beendigung der Spanvorgabe
der Antrieb (8) für die Spanvorgabe bis zur Umschaltung des Vorschubes in die Gegenrichtung
verriegelbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergerät
(26) mit einer Profilbzw. Schablonensteuerung verbunden ist, welche bei Erreichen
des Sollprofiles (36) die Schalter für den Vorschubantrieb (12) in die Gegenrichtung
umstellt, wobei nach der Vorschubrichtungsumkehr zunächst bis zum Erreichen der Spanvorgabe
der zweite Antrieb (8) ansteuerbar ist.
10.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem
Antrieb (8) für die Spanvorgabe eine Pumpe (27) mit veränderlichem Fördervolumen
in der Zeiteinheit verbunden ist und daß das Steuergerät (26) über Steuerleitungen
(29) mit dem Einstellglied (28) der Fördermenge der Pumpe (27) verbunden ist.