[0001] Die Erfindung betrifft einen Beschlag für einen in Form eines Fensters, einer Tür
oder dergleichen ausgebildeten, parallelabstellbaren Schiebeflügel, welcher getragen
ist von zwei in rahmenseitigen Längsschienen geführten Wagen, von denen jeder eine
quer zur Schienenrichtung schwenkbare Ausstelleinrichtung besitzt, welche mittels
eines Flügel-Bedienungshebels betätigbar ist unter Zwischenschaltung von Treibstangen,
die unter Stulpschienen in einer falzseitigen Nut des Schiebeflügelrahmens laufen
und von der Lagerstelle des Flügel-Bedienungshebels bis zu einem mit der Ausstelleinrichtung
gekuppelten Abzweiggetriebe reichen, das eine Abzweig-Getriebenuß als Antrieb für
eine Antriebsachse der Ausstelleinrichtung hat.
[0002] Ein derartiger Beschlag ist bekannt aus dem DE-U 7 414 266, wobei ein verzahnter
Treibstangenabschnitt gegenüber der Abzweig-Getriebenuß verlagerbar ist. Der verzahnte
Treibstangenabschnitt ist innenseitig des einen Schenkels eines Winkelstücks durch
Nietung festgelegt, während der andere Schenkel des Winkelstücks Langlöcher ausbildet
zum Durchtritt von Befestigungsschrauben, die ihrerseits in eine abgekröpfte Tragplatte
eingreifen. Letztere ist verbunden mit der Treibstange. Das gegenüber der Tragplatte
längere Winkelstück ist endseitig abgewinkelt und trägt dort Justierschrauben, um
nach Lösen der vorgenannten Schrauben eine Verstellung des verzahnten Treibstangenabschnittes
in Bezug auf die Abzweig-Getriebenuß vornehmen zu können. Nach durchgeführter Justierung
sind dann die Schrauben in die Spannstellung zu bringen. Eine derartige Ausgestaltung
ist aufwendig in ihrem Aufbau und die Montage umständlich.
[0003] Des weiteren geht aus der DE-B 2 344 971 ein Treibstangenbeschlag hervor, welcher
ein zweiteiliges, die Stulpschiene umfassendes Gehäuse besitzt. Letzteres ist mit
der Stulpschiene ausschließlich durch Formschlußeingriff verbunden. Die eine Gehäusehälfte
durchgreift mit angeformten Zapfen Öffnungen der anderen Gehäusehälfte. In den Zapfen
sind Gewindebohrungen vorgesehen, die anscheinend dazu dienen, das Gehäuse fest an
einem Flügel zu montieren.
[0004] Durch die DE-C 1 947 523 wird ein Treibstangenverschluß vorgeschlagen, dessen Abzweiggetriebe
verschieblich auf der Treibstange und nicht an der Stulpschiene lagert. Die Lage des
Gehäuses des Abzweiggetriebes wird jedoch bestimmt durch eine das Gehäuse aufnehmende
Bohrung, die eine eingefräste Nut tangiert, so daß in diese Bohrung das Gehäuse über
die Nut eingeschoben und dadurch in seiner Lage zum Flügel fixiert werden kann. Da
die Lage des Gehäuses durch die Bohrung definiert ist, können Maßabweichungen von
einer Antriebsachse zu unerwünschten Klemmkräften führen, die eine Bedienung des Beschlages
erschweren.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Beschlag der in Rede stehenden
Art in herstellungstechnisch einfacher Weise so auszugestalten, daß beim Einbau des
Beschlages vorhandene Maßtoleranzen ohne zusätzliche Einstellmaßnahme ausgeglichen
werden.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe bei einem gattungsgemäßen Beschlag dadurch, daß das die
Abzweig-Getriebenuß lagernde Gehäuse auf der die Treibstange überfangenden Stulpschiene
längsverschieblich angeordnet und daß das eingebaute Abzweiggetriebe von der waagerechten,
quer zur Schieberichtung verlaufenden stationären, die Abzweig-Getriebenuß durchsetzenden
Antriebsachse der Ausstelleinrichtung fixiert ist.
[0007] Zufolge derartiger Ausgestaltung ist der Gebrauchswert eines gattungsgemäßen Beschlages
erhöht. Außerhalb der Einbautoleranzen liegende Maßabweichungen führen zu keinem Hemmen
in der Antriebskette verbunden mit einer leichten Betätigung des Flügel-Bedienungshebels.
Verändert sich die Lage der Antriebsachse, bedingt durch maßabweichenden Einbau, zur
Lage der Nuß des Abzweiggetriebes, so vermag dieses sich auf der Treibstangen-Stulpschiene
zu verschieben in die maßgerechte Lage. Es findet also eine Selbsteinstellung statt,
ohne zusätzliche Arbeitsschritte vornehmen zu müssen. In der paßgerechten Lage wird
das Abzweiggetriebe durch die Abtriebsachse gehalten. Der zusätzliche Herstellungsaufwand
läßt sich niedrig halten. Es ist lediglich dafür zu sorgen, daß das Abzweiggetriebe
ein ausreichend großes Verschiebespiel zur Stulpschiene erhält.
[0008] Eine vorteilhafte Weiterbildung ist darin zu sehen, daß die Ausstelleinrichtung ein
Untersetzungsgetriebe hat, dessen Antriebsachse aus dem Untersetzungs-Getriebegehäuse
vorsteht, welches seinerseits in Verschieberichtung der Treibstange einstellbar zu
einem Schiebeflügel-Tragschuh sitzt, der im Querschnitt winkelförmig gestaltet ist
und in dessen Winkelraum die Schiebeflügel-Rahmenecke formpassend eingebettet ist.
Somit bildet die Schiebeflügel-Rahmenecke das Bezugsmaß, indem es die Lage des Schiebeflügel-Tragschuhs
bestimmt. Seinerseits trägt der Schiebeflügel-Tragschuh einstellbar das Untersetzungs-Getriebegehäuse.
Diese Einstellbarkeit ist erforderlich, um Justierungen vornehmen zu können. Nach
entsprechender Ausrichtung kann dann die aus dem Untersetzungs-Getriebegehäuse vorstehende
Abtriebsachse in die Nuß eingreifen, um bei Bedarf das Abzweiggetriebe zu verschieben.
Diese Verstellungen zueinander erlauben es, die auftretende Reibung gering zu halten
verbunden mit der erleichterten Bedienungshebel-Betätigung.
[0009] Weiterhin erweist es sich als günstig, daß das Abzweig-Getriebegehäuse aus zwei untereinander
formgleich gestalteten, in der Längsmittelebene gegeneinandertretenden und zueinander
verbundenen Gehäusehalbschalen besteht, welche zwischen sich die Nuß lagern und einen
verschmälerten Abschnitt der Stulpschiene schellenartig umgreifen, welcher Abschnitt
länger ist als die Länge des Abzweig-Getriebegehäuses. Einerseits läßt sich das Abzweig-Getriebegehäuse
kostengünstig erstellen und einfach der Stulpschiene zuordnen. Nach Verbindung der
Gehäusehalbteile ist der Formschluß zum verschmälerten Abschnitt der Stulpschiene
geschaffen. Andererseits bestimmt die Maßdifferenz zwischen diesem verschmälerten
Abschnitt der Stulpschiene und der Länge des Abzweiggetriebes den Weg, um welchen
das Abzweig-Getriebegehäuse bzw. die Nuß verlagerbar ist, um verklemmungsfrei die
Abzweig-Getriebeachse aufnehmen zu können.
[0010] Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Fig. 1 bis 11 erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht eines in Form einer Türe ausgebildeten Schiebeflügels in seiner
Verschlußstellung mit ihm zugeordnetem feststehenden Türflügel,
Fig. 2 eine Ansicht gegen den unteren Bereich des Schiebeflügels in seiner Verschlußstellung
bei fortgelassener Abdeckschiene,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den an der rechten Seite des Schiebeflügels angeordneten
Wagen in der Parallel-Abstellage des Schiebeflügels bei im Schnitt dargestelltem Zahnrad-Untersetzungs-Winkelgetriebe,
Fig. 4 den Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3,
Fig. 5 in vergrößertem Maßstab eine Unteransicht auf das auf der Stulpschiene geführte
Abzweiggetriebe-Gehäuse,
Fig. 6 in vergrößertem Maßstab einen Längsmitteischnitt durch das Abzweiggetriebe,
Fig. 7 eine Draufsicht auf Fig. 6,
Fig. 8 den Schnitt nach der Linie VIII-VIII in Fig. 6,
Fig. 9 den Schnitt nach der Linie IX-IX Fig. 6,
Fig. 10 eine der Fig. 6 entsprechende Darstellung, jedoch bei in die eine Endstellung
verlagertem Abzweiggetriebe und
Fig. 11 eine Unteransicht des in dieser Endstellung befindlichen Abzweiggetriebes
auf der Stulpschiene.
[0011] In Fig. 1 ist mit der Ziffer 1 ein Festrahmen bezeichnet. Er setzt sich zusammen
aus den beiden vertikal stehenden Rahmenschenkeln 2, 3 und den horizontalen Rahmenschenkeln
4, 5, die mittig durch einen weiteren vertikalen Rahmenschenkel 6 untereinander verbunden
sind. Auf diese Weise ist es möglich, dem Festrahmen 1 linksseitig einen feststehenden
Türflügel 7 und rechtsseitig einen Schiebeflügel 8 zuzuordnen. Letzterer kann aus
seiner Verschlußlage parallel zu sich selbst abgestellt und die den Türflügel 7 überdeckende
Lage geschoben werden.
[0012] Der Schiebeflügel 8 trägt an seinem rechtsliegenden, vertikalen Rahmenschenkel 2
einen Bedienungshebel 9. Nimmt dieser seine nach unten gerichtete, mit vollen Linien
ausgezogene Lage ein, so entspricht dieses der Verschlußstellung des Schiebeflügels
8. Wird der Bedienungshebel 9 um 90
° in Uhrzeigerrichtung verschwenkt, so verbleibt der untere horizontale Rahmenschenkel
des Schiebeflügels 8 in Anlagestellung, während die am oberen Rahmenschenkel 5 vorgesehenen
Ausstellscheren 10 verschwenken und den Schiebeflügel 8 in die Kippstellung führen
. Eine weitere Verlagerung des Bedienungshebels 9 führt dann zur Parallelabstellung
des Schiebeflügels zu sich selbst. Dann läßt sich der Schiebeflügel mittels der an
den horizontalen Rahmenschenkeln 4, 5 befestigten Längsschienen 11, 12 verlagern.
[0013] Auf der am unteren Rahmenschenkel 4 des Festrahmens 1 befestigten Längsschiene 12
sind zwei dem Schiebeflügel 8 zugeordnete Wagen 13, 14 geführt. Jeder Wagen 13, 14
setzt sich aus zwei Wagenteilen 15, 16 zusammen. Der kürzere Wagenteil 15 trägt eine
Führungsrolle 17, während der andere, länger gestaltete Wagenteil 16 zwei Führungsrollen
18 aufnimmt. Der kürzere Wagenteil 15 wirkt zusammen mit einer endseitig der Längsschiene
12 befestigten Stoppereinrichtung 21, welche es ermöglicht, den Wagen 13 rastend zu
halten.
[0014] Rückseitig geht von dem kürzeren Wagenteil 15 eine im Querschnitt schwalbenschwanzförmige
Schiene 23 aus, die formschlüssig in eine Schwalbenschwanzförmige Nut 24 des anderen
Wagenteils 16 eintritt. Der längere Wagenteil 16 lagert um einen vertikal aus gerichteten
Zapfen 25 einen Tragarm 26. An einem im Mittelbereich des Tragarmes 26 vorgesehenen
Gelenkzapfen 27 greift ein Lenker 28 an, der um einem Gelenkzapfen 29 des kürzeren
Wagenteils 15 schwenkbar ist. Es liegen solche Hebelarme vor, daß bei einem Verschwenken
des Tragarmes 26 der am freien Ende desselben vorgesehene, nach oben ragende Tragzapfen
30 sich auf einer Geraden bewegt, die senkrecht zur Ebene des Schiebeflügels liegt.
Einhergehend mit einem Verschwenken des Tragarmes 26 wird auch der längere Wagenteil
16 in Richtung des kürzeren Wagenteils 15 bewegt, welche Bewegung dadurch begrenzt
ist, daß die einander zugekehrten Stirnflächen der Wagenteile 15, 16 gegeneinandertreten,
vergl. Fig. 3.
[0015] Die Tragzapfen 30 beider Tragarme 26 der Wagen 13, 14 greifen in Büchsen 31 von Tragschuhen
32, 33 ein, welche an den unteren Schiebeflügelecken befestigt sind. Insbesondere
ist aus Fig. 3 zu entnehmen, daß der Schiebeflügel-Tragschuh 32, 33 im Querschnitt
winkelförmig gestaltet ist und die Schiebeflügel-Rahmenecke formpassend aufnimmt.
Der kürzere Winkelschenkel W stellt den Anschlag für den Aufschlagschenkel A des Schiebeflügels
8 dar.
[0016] Um eine Justierung des Schiebeflügels 8 vornehmen zu können, bilden die Büchsen 31
ein Außengewinde aus, welches in ein Innengewinde der Tragschuhe 32, 33 eingreift,
zu welchem Zwecke der Tragschuh auch in Ansicht winkelförmig gestaltet ist.
[0017] Jeder Tragschuh 32, 33 ist mit einem Untersetzungsgetriebe 34, 35 bestückt. Diese
sind spiegelbildlich zueinander angeordnet und unterscheiden sich dadurch, daß das
der linken Ecke des Schiebeflügels 8 zugeordnete Untersetzungsgetriebe 35 zusätzlich
ein Richtungsumkehr-Zahnrad 36 aufweist.
[0018] Jedes Untersetzungsgetriebe 34, 35 besitzt ein am Tragschuh befestigtes Getriebegehäuse
37, welches an dem horizontalen Schenkel 32', 33' mittels einer Schraube 74 befestigt
ist, die einen Längsschlitz 75 des Getriebegehäuses 37 durchgreift. Auf diese Weise
ist es möglich, das Getriebegehäuse 37 zum Tragschuh 32, 33 zu verstellen. Über das
Untersetzungs-Getriebegehäuse 37 steht eine in den Schiebeflügel reichende Abtriebsachse
39 vor, welche formpassend in eine Nuß N eines mit der Treibstange 40 kämmenden Abzweiggetriebes
41 eingreift. Auf der Abtriebsachse 39 befindet sich ein aus zwei Zahnkränzen 44 und
45 bestehendes Abtriebsrad und ferner ein Steuernocken 46, welcher mit einer Riegelstange
49 zusammenwirkt. Dieselbe ist im Bereich des Steuernockens 46 mit zwei Zapfen 50,
51 bestückt. An seinem freien Ende nimmt die Riegelstange 49 ein Gleitstück 52 auf,
die unterseitig eine einseitig offene Tasche 53 ausbildet. Letztere überfängt in der
Verschlußstellung des Schiebeflügels 8 einen vom letzten Untersetzungs-Getrieberad
54 ausgehenden Blockierungszapfen 55. Eine gegen das Gleitstück 52 tretende Druckfeder
56 belastet die Riegelstange 49 in Richtung ihres sperrenden Eingriffes.
[0019] Die beiden in Freigang zueinander stehenden Zahnkränze 44, 45 kämmen bei dem einen
Untersetzungsgetriebe 35 mit dem Richtungsumkehr-Zahnrad 36. Dieses steht in Zahneingriff
mit einem weiteren Untersetzungs-Zahnrad 57, welches mit dem letzten Untersetzungs-Getrieberad
54 kämmt. Beim Untersetzungsgetriebe 35 ist das Zahnrad 57 tiefergelegt. Dessen Achse
liegt dann unterhalb der Riegelstange 49. Demgegenüber ist bei dem anderen Untersetzungsgetriebe
34 die Achse des Zahnrades 57 höher angeordnet und fluchtet etwa mit der Mittellinie
der Riegelstange 49.
[0020] Das letzte Untersetzungs-Getrieberad 54 ist drehfest mit einem Kegelrad 58 verbunden,
welches mit einem Kegelrad 59 kämmt. Dieses sitzt drehfest auf der Achse 60 eines
Steuerarms 61, welche Achse die Unterseite des Getriebegehäuses durchsetzt, über dieses
vorsteht und dort den Steuerarm 61 trägt. An seinem freien Ende nimmt der Steuerarm
61 einen nach unten hin vorstehenden Gelenkzapfen 62 auf, der dort einen federbelasteten
Doppelhebel 63 lagert. In diesem ist ein Gleitstück 70 geführt, welches mittels eines
Querzapfens 72 am länger gestalteten Wagenteil 16 angreift. Die Federbelastung des
Doppelhebel 63 ist derart, daß der Steuerarm in Richtung seiner Anstellage federbela-
. stet ist. Dies ist insbesondere erforderlich beim Herbeiführen der Kippstellung,
so daß dann ein Anzugsmoment auf den Schiebeflügel in Richtung des Festrahmens ausgeübt
wird.
[0021] Die Getriebegehäuse 34, 35 sind überfangen von einer aufgeklipsten Abdeckschiene
73.
[0022] Zur Aufnahme der Treibstange 40 bildet der Schiebeflügelrahmen eine umlaufende, falzseitige
Nut 76 aus, welche von einer Stulpschiene 77 überfangen ist. Im Bereich der Rahmenecken
des Schiebeflügels sind an sich bekannte, nich dargestellt Eckumlenkungen vorgesehen,
um eine Vertikalverschiebung der Treibstange in eine horizontale Bewegung umzusetzen.
[0023] Der untere, horizontal verlaufende Abschnitt der Treibstange 40 betätigt das Abzweiggetriebe
41, welches in den Schiebeflügelrahmen an entsprechender Stelle eingelassen ist. Dessen
Gehäuse 78 ist auf der Stulpschiene 77 längsverschieblich angeordnet. Es setzt sich
aus zwei in der Längsmittelebene gegeneinandertretenden und untereinander formgleich
gestaltet sind. Von jedem Gehäusehalbteil 79 geht zu diesem Zweck materialeinheitlich
ein Verbindungszapfen 80 aus, der in eine Bohrung 81 des anderen Gehäusehalbteils
eingreift und dort endseitig vernietet ist. Beide Gehäusehalbteile belassen zwischen
sich einem im Querschnitt rechteckigen Raum zur formschlüssigen Aufnahme der Treibstange
40 und der diese überfangenden Stulpschiene 77, die einen verschmälerten Abschnitt
77' ausbildet. Deren Breite entspricht dann derjenigen der Treibstange 40. Der verschmälerte
Abschnitt 77' der Stulpschiene 77 ist länger als die Länge des Abtriebgehäuses 78.
Die Maßdifferenz zwischen dem verschmälerten Abschnitt 77' und der Länge des Gehäuses
bestimmt den möglichen Verschiebeweg des Gehäuses 78 zur Stulpschiene 77. Durch den
verschmälerten Abschnitt 77' sind an der Stulpschiene 77 Abstufungen 77" gebildet,
die die Verschiebebewegung des Gehäuses 78 begrenzen.
[0024] Aus den Fig. 8 und 9 ist ersichtlich, daß der verschmälerte Abschnitt 77' der Stulpschiene
vollständig von entsprechenden Stegen 79' der Gehäusehalbteile 79 überfaßt ist. Um
keinen zu weiten Vorstand über die Außenfläche der Stulpschiene zu erreichen, ist
der verschmälerte Abschnitt 77' dünner ausgestaltet als der übrige Bereich der Stulpschiene,
vergl. insbesondere Fig. 6 und 10.
[0025] Die Gehäusehalbteile 79 lagern in kreisförmigen Aussparungen 82 die beidseitig vorstehenden
Kragen 83 der Nuß N. Diese bildet an einem Mittelkranz 84 Zähne 85 aus, welche mit
Zahnlücken 86 der Treibstange zusammenwirken. Eine Verschiebung der Treibstange 40
führt demgemäß zu einem Verdrehen der NußN, welche Drehbewegung übertragen wird über
die endseitig mit einem Vierkantabschnitt 39' versehene Abtriebsachse 39.
[0026] Die Mittelposition dieses Abzweiggetriebes ist in Bezug auf den Tragschuh 32, 33
festgelegt. Beim Einbau sich ergebende Toleranzen können dann dazu führen, daß eine
Verschiebung des Getriebegehäuses 37 zum Tragschuh erforderlich wird, so daß die Position
der Abtriebsachse 39 von der Lage der Nuß N des Abzweiggetriebes 41 abweicht. Dann
führt die in die Nuß N eingreifende Abtriebsachse zu einer Verschiebung des Abzweiggetreibe-Gehäuses
78 auf dem verschmälerten Abschnitt 77' der Stulpschiene 77, vergl. Fig. 10 und 11.
Klemmkräfte können demgemäß nicht auftreten, und die leichte Bedienbarkeit des Beschlages
ist dadurch gewährleistet.
[0027] Es ergibt sich folgende Wirkungsweise: Soll lediglich eine Lüftungsstellung des Schiebeflügels
8 herbeigeführt werden, so ist der Bedienungshebel 9 aus seiner Ausgangsstellung um
90
° zu schwenken. Dabei werden über die Treibstange 40 die Ausstellscheren 10 so verschwenkt,
daß ein Abspreizen des oberen Endes des Schiebeflügels zum dortigen Festrahmenschenkel
auftritt. Das untere Ende des Schiebeflügels verbleibt dabei in Anlage zum unteren
Festrahmenschenkel. Während dieser 90
°-Bewegung des Bedienungshebels 9 wurde auch von der Nuß N des Abzweiggetriebes 41
die Achse 39 um 90
° gedreht, ohne dabei das Untersetzungsgetriebe in Gang zu setzen.
[0028] Ist es erwünscht, den Schiebeflügel 8 in die Parallelabstellage zu bringen, um diesen
bspw. auch verschieben zu können, so ist der Bedienungshebel 9 weiter in Öffnungsrichtung
zu verschwenken. Nach Zurücklegen eines geringen Schwenkwinkels wird über den Zapfen
50 die Riegelstange 49 verlagert, die außer Eingriff tritt zum Blockierungszapfen
55, vergl. Fig. 3. Nun wird bei weiterer Drehbewegung der Achse durch Treibstangenverlagerung
über die beiden das Antriebsrad darstellenden Zahnkränze 44, 45 das Richtungsumkehr-Zahnrad
36 bei dem Untersetzungsgetriebe 35 mitgenommen, während beim anderen Untersetzungsgetriebe
34 der Eingriff unmittelbar in das Zahnrad 57 erfolgt. Dieses Zahnrad 57 bewirkt eine
Drehung des letzten Untersetzungs-Getrieberades 54, welches über die Kegelrad-Übersetzung
die Achse 60 des Steuerhebels 61 dreht und damit auch diesen, welcher in eine Abspreizstellung
tritt und dabei über den Doppelhebel 63 zu einem Abspreizen des Schiebeflügels 8 führt
verbunden mit einer Verlagerung des Wagenteils 16 und Verschwenken des Tragarms 26.
Begrenzt ist diese Bewegung, wenn die Stirnflächen beider Wagenteile 15, 16 gegeneinandertreten.
Dann hat sich die Achse 39 etwa um 180
° gedreht, was auch dem gesamten Drehwinkel des Bedienungshebels 9 entspricht. Nun
kann der Schiebeflügel 8 in Öffnungsrichtung verlagert werden, wobei die Rastverbindung
zwischen kürzerem Wagenteil 15 und Stoppereinrichtung 21 aufgehoben wird.
[0029] Zum Schließen des Schiebeflügels 8 ist dieser dann nach rechts zu schieben mittels
des Bedienungshebels 9. Die Stoppereinrichtung 21 tritt dann wieder in Wirkung. Nun
ist der Bedienungshebel in entgegengesetzte Richtung zu verlagern, wobei nach Durchführen
einer 90
°-Drehung der Achse 39 wieder die Sperrung des Untersetzungsgetriebes 34, 35 erreicht
wird. Gleichzeitig ist damit über den Steuerarm 61 der Schiebeflügel 8 in die Anstelllage
gezogen worden. Eine weitere Rückdrehung des Bedienungshebels um 90
° führt danach auch zu einem Anziehen des oberen Bereiches des Schiebeflügels in seine
Anlagestellung.
1. Beschlag für einen in Form eines Fensters, einer Tür oder dergleichen ausgebildeten,
parallelabstellbaren Schiebeflügel (8), welcher getragen ist von zwei in rahmenseitigen
Längsschienen (11, 12) geführten Wagen (13, 14), von denen jeder eine quer zur Schienenrichtung
schwenkbare Ausstelleinrichtung besitzt, welche mittels eines Flügel-Bedienungshebels
(9) bestätigbar ist unter Zwischenschaltung von Treibstangen (40), die unter Stulpschienen
(77) in einer falzseitigen Nut des Schiebeflügelrahmens laufen und von der Lagerstelle
des Flügel-Bedienungshebels (9) bis zu einem mit der Ausstelleinrichtung gekuppelten
Abzweiggetriebe (41) reichen, das eine Abzweig-Getriebenuß (N) als Antrieb für eine
Antriebsachse (39) der Ausstelleinrichtung hat, dadurch gekennzeichnet, daß das die
Abzweig-Getriebenuß (N) lagernde Gehäuse (78) auf der die Treibstange überfangenden
Stulpschiene (77) längsverschieblich angeordnet und daß das eingebaute Abzweiggetriebe
in der waagerechten, quer zur Schieberichtung verlaufenden stationären, die Abzweig-Getriebenuß
(N) durchsetzenden Antriebsachse (39) der Ausstelleinrichtung fixiert ist.
2. Beschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausstelleinrichtung ein
Untersetzungsgetriebe hat, dessen Antriebsachse (39) aus dem Untersetzungs-Getriebegehäuse
(37) vorsteht, welches seinerseits in Verschieberichtung der Treibstange (40) einstellbar
zu einem Schiebeflügel-Tragschuh (32, 33) sitzt, der im Querschnitt winkelförmig gestaltet
ist und in dessen Winkelraum die Schiebeflügel-Rahmenecke formpassend eingebettet
ist.
3. Beschlag nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Abzweiggetriebe-Gehäuse (78) aus zwei untereinander formgleich gestalteten,
in der Längsmittelebene gegeneinandertretenden und zueinander verbundenen Gehäusehalbschalen
(79) besteht, welche zwischen sich die Nuß (N) lagern und einen verschmälerten Abschnitt
(77') der Stulpschiene (77) schellenartig umgreifen, welcher Abschnitt (77') länger
ist als die Länge des Abzweiggetriebe-Gehäuses (78).
1. Mounting for a sliding leaf (8) in the form of a window, a door or similar, which
can be moved into a parallel position and which is supported by two carriages (13,
14), which are guided on longitudinal rails (11, 12) on the same side as the frame
and each of which has a setting out device, which is pivotable transversely to the
direction of the rails and actuatable by means of a leaf operating lever (9) with
connecting rods interpositioned (40), which run under retaining rails (77) in a groove
on the same side as the rabbet of the sliding leaf frame and extend from the bearing
of the leaf operating lever (9) to an auxiliary gear (41), which is connected to the
setting out device and has an auxiliary gear sprocket (N) as drive for a driving shaft
(39) of the setting out device, characterized in that the housing (78) accommodating
the auxiliary gear sprocket (N) is arranged longitudinally movably on the retaining
rail (77) covering the connecting rod and that the built-in auxiliary gear is fixed
in the horizontal, stationary driving shaft (39) of the setting out device, which
shaft runs transversely to the direction of sliding and travels through the auxiliary
gear sprocket (N).
2. Mounting according to Claim 1, characterized in that the setting out device has
a reducing gear, the driving shaft (39) of which projects from the reducing gear housing
(37), which is itself located ad- justably, in the direction of movement of the connecting
rod (40), relative to a sliding leaf support shoe (32, 33), which in cross-section
is angular and in the angle space of which the sliding leaf frame corner is inserted
with a positive fit.
3. Mounting according to one or more of the preceding Claims, characterized in that
the auxiliary gear housing (78) comprises two housing halves. (79), which are both
formed with the same shape, come into contact with one another along the longitudinal
centre plane and are connected to one another and which between them accommodate the
sprocket (N) and enclose in the manner of a clamp a narrowed section (77') of the
retaining rail (77), which section (77') is longer than the length of the auxiliary
gear housing (78).
1 °) Armature pour battants à coulisse (8) que l'on peut fermer parallèlement dans le
cadre d'une fenêtre, d'une porte ou analogue, qui est porté par des chariots (13,
14) guidés sur deux rails longitudinaux (11 - 12) du côté châssis, à partir desquels
chacun possède un dispositif de position d'arrêt pouvant pivoter perpendiculairement
à la direction des rails, qui peut être actionné au moyen d'un levier (9) de commande
de battant, par intercalation de bielles (40) qui passent dans une rainure côté feuillure
sous un rail embouti (77) et parvient à partir de la position d'arrêt du levier de
commande du battant (9) jusqu'à un engrenage de raccordement (41) couplé au dispositif
de position d'arrêt, qui possède une noix d'engrenage de raccordement (N) comme entraînement
pour un arbre d'entraînement (39) du dispositif de position d'arrêt, caractérisée
en ce que le boîtier (78), supportant la noix d'engrenage de raccordement (N) sur
les rails emboutis (77) saisissant les bielles, est disposé de façon à pouvoir se
déplacer longitudinalement, et en ce que l'engrenage de raccordement est fixé sur
l'arbre d'entraînement (39) du dispositif de position d'arrêt traversant la noix d'engrenage
de raccordement (N) stationnaire s'étendant pour l'essentiel transversalement au sens
du déplacement.
2°) Armature selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif de position
d'arrêt possède un entraînement démultiplié dont l'arbre d'entraînement (39) fait
saillie du boîtier d'engrenages de démultiplication (37) qui de son côté se situe
de façon réglable par rapport au sabot porteur de battants mobiles (32, 33) en direction
du déplacement de la bielle (40), sabot qui en coupe a une forme angulaire et dans
l'espace angulaire duquel l'encoignure du châssis des battants est noyé de façon adaptée
au cadre.
3°) Armature selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en
ce que le boîtier d'engrenage de raccordement (78) se compose de deux demi-coquilles
de même forme pénétrant à l'opposé l'une de l'autre dans le plan médian longitudinal
et liées entre elles, qui s'étendent entre la noix (N) et engagent à la façon d'une
coquille une section (77') des rails emboutis (77), cette section étant plus longue
que la longueur du boîtier d'engrenage de raccordement (78).