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EP 0 222 178 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.02.1989 Patentblatt 1989/07 |
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Anmeldetag: 10.10.1986 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B28B 11/14 |
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Stanzwerkzeug mit Kerbvorrichtung
Punching tool with a chamfering device
Outil de découpage avec dispositif à chanfreiner
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE FR GB IT NL |
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Priorität: |
11.10.1985 DE 3536396
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.05.1987 Patentblatt 1987/21 |
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Patentinhaber: Hans Lingl Anlagenbau und
Verfahrenstechnik GmbH & Co. KG |
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D-89231 Neu-Ulm (DE) |
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Erfinder: |
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- Weik, Georg
D-7910 Neu-Ulm (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 735 527 DE-B- 2 525 925 US-A- 4 505 174
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DE-A- 2 921 176 GB-A- 2 135 621
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Stanzvorrichtung zur Herstellung keramischer Platten
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei derartigen Stanzwerkzeugen mit Kerbvorrichtung ist es erforderlich, eine flexible
Angleichung von Stanz- und Kerbwerkzeug zueinander zu erreichen, die es einerseits
verhindern soll, einen Bart an der gekerbten Kante entstehen zu lassen, und die andererseits
verhindert, daß zwischen Kerbwerkzeug und Stanzmesser eindringendes Material die Gängigkeit
des Werkzeuges behindert.
[0003] Aus der DE-AS 2 525 925 ist eine Stanzvorrichtung der eingangs genannten Art bekannt,
bei der eine Preßplatte mit profilierter Oberfläche vorgesehen ist, die so ausgebildet
ist, daß die Kanten der Platte beim Stanzen gefast werden, die Preßplatte also als
Kerbvorrichtung wirkt.
[0004] Nachteilig hierbei ist allerdings, daß zwischen Kerbwerkzeug und Stanzmesser ein
Abstand verbleiben muß, der einen Bart an der gefasten und gestanzten Plattenkante
erzeugt, der bei Werkzeugnutzung grösser wird, und daß Ton zwischen Kerb-und Stanzwerkzeug
gequetscht wird, der die Werkzeuge miteinander verkeilt, besonders wenn der Ton antrocknet.
Außerdem ist das Kerbwerkzeug teuer.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Stanzvorrichtung der eingangs genannten
Art so zu gestalten, daß möglichst kein Ton zwischen die Stanzmesser und der Preßplatte
gequetscht wird, so daß kein Bart an der Plattenkante entsteht und die Vorrichtung
leichtgängig bleibt.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 angegebenen Maßnahmen gelöst.
[0007] Die Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere darin, daß das Kerbwerkzeug billig
und bei Abnutzung nachstellbar ist, daß kein Ton zwischen die Kerb- und Stanzmesser
gequetscht wird und die Vorrichtung leichtgängig bleibt.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Das Stanzwerkzeug
1 besteht aus einem Messerrahmen 2 und Stanzmessern 3, mit denen Platten 4 aus einem
Tonstrang 5 ausgestochen werden. Im Stanzwerkzeug 1 vertikal beweglich gelagert befindet
sich eine Kerb- und Niederhaltevorrichtung 6 mit auf der Preßplatte 7 zu den Stanzmessern
3 einstellbar beweglich gelagerten Kerbwerkzeugen 8, die aus horizontal verstellbaren
Widerlagern 9 und blattförmigen Kerbmessern 10 bestehen, welche bündig an die Stanzmesser
3 im Winkel der Fase 11 stoßen. Beim Stanzvorgang wird das Stanzwerkzeug 1 abgesenkt,
bis Kerb- und Niederhaltevorrichtung 6 auf der Platte ruht, wobei durch die Kerbmesser
10 die Schnittkante angefast wird, während die Stanzmesser 3 weiter durch den Strang
gedrückt werden, bis die Platte ausgestanzt ist.
1. Stanzvorrichtung zur Herstellung keramischer Platten, bestehend aus einem Stanzwerkzeug
(1) mit Stanzmessern (3) und einer innerhalb der Stanzmesser (3) und gegenüber diesen
vertikal beweglich angeordneten Preßplatte (7), welche beim Stanzen der keramischen
Platte in das Strangstück (4) des Plattenmaterials eindrückbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß an den den Stanzmessern (3) zugewandten Seiten der Preßplatte (7) ein Werkzeug
(8) zum Kerben bzw. Anfasen aus blattförmigen Kerbmessern (10) angeordnet ist, die
im Winkel der Fase bündig an die Stanzmesser (3) stoßen und einstellbar an der Preßplatte
(7) befestigt sind.
2. Stanzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kerbmesser (10)
an auf der Preßplatte (7) horizontal verstellbaren Widerlagern (9) angeordnet sind.
1. A blanking device for producing ceramic tiles consisting of a blanking tool (1)
with cutting dies (3) and a pressure platen (7) disposed within the said cutting dies
(3) so as to be vertically movable relative to the latter which can be pressed into
the column (4) of the tile material during blanking of the ceramic tile, chacterized
in that on the sides of the pressure platen (7) facing the said cutting dies (3) a
notching or chamfering tool (8) is disposed which consists of laminated notching dies
(10) which evenly butt against the said cutting dies (3) at an angle determined by
the chamfer and are adjustably secured to the said pressure platen (7).
2. A blanking device as claimed in Claim 1, characterized in that the said notching
dies (10) are disposed on abutments (9) which can be horizontally adjusted on the
said pressure platen (7).
1. Dispositif destampage destiné à la fabrication de carreaux céramiques, composé
d'un outil d'estampage (1), avec couteaux d'estampage (3), et d'une plaque de compression
(7) disposée entre les couteaux d'estampage (3) et se déplaçant verticalement par
rapport à ceux-ci, plaque qui, lors de l'estampage du carreau céramique, peut être
enfoncée dans la portion de boudin (4) du matériau pour carreaux, caractérisé en ce
que, sur les faces de la plaque de compression (7), orientées vers les couteaux d'estampage
(3) est disposé un outil (8) destiné à l'entaillage ou au chanfreinage, composé de
couteaux à l'entailler (10) en forme de lames, lesquels, dans l'angle du chanfrein,
viennent s'appliquer à fleur contre les couteaux d'estampage (3) et sont fixés à la
plaque de compression (7), tout en étant réglables.
2. Dispositif d'estampage selon la revendication no 1, caractérisé en ce que les couteaux
à entailler (10) sont disposés sur des contre-appuis (9) réglables horizontalement
sur la plaque de compression (7).
