[0001] Die Erfindung betrifft ein elektromagnetisches Relais mit einem Spulenkörper, der
einen axial durchgehenden Kern sowie eine Wicklung trägt, einem winkelförmigen Joch,
von dem sich ein Längsschenkel parallel zur Spulenachse erstreckt, einem an der Endkante
des Joch-Längsschenkels gelagerten Winkelanker, einer sich im wesentlichen parallel
zu dem Joch-Längsschenkel sowie einem Anker-Längsschenkel erstreckenden Kontaktfeder,
welche mit mindestens einem in einem stirnseitigen Ansatz des Spulenkörpers verankerten
Gegenkontaktelement zusammenwirkt.
[0002] Ein derartiges Relais ist beispielsweise aus der DE-OS 34 06 832 bekannt. Dort ist
der Anker-Längsschenkel mit der von ihm betätigten Kontaktfeder oberhalb der Spule
angeordnet, so daß die Kontaktfeder verhältnismäßig lange Anschlußfahnen bis zur Anschlußseite
des Relais benötigt, die beim Schalten höherer Spannungen wiederum entsprechende
Isoliermaßnahmen gegenüber der Spule erfordern, was zusätzlichen Platzbedarf bedeutet.
Ein Abschluß des Relais nach außen kann nur durch ein zusätzliches Gehäuse, bestehend
aus einem Sockel und einer Kappe vorgenommen werden, wodurch das Volumen ebenfalls
beträchtlich erhöht wird. Ein Abschluß zwischen der Spulenwicklung und dem Kontaktraum
dürfte dort nicht ohne weiteres möglich sein, ebenso ein Einbetten der Spulenwicklung
in Vergußmasse, was zur Isolierung und Wärmeabführung in verschiedenen Anwendungsfällen
erwünscht wäre.
[0003] Die im wesentlichen gleichen Probleme ergeben sich auch bei einem Relais, das in
der DE-OS 31 28 516 beschrieben ist. Dort ist ein flacher Anker zusammen mit der Kontaktfeder
oberhalb der Spule angeordnet, wobei durch den ebenfalls oberhalb der Spule liegenden
Arbeitsluftspalt die Bauhöhe des Relais zusätzlich vergrößert wird. Auch dort ist
ein Schutz des Relais nur durch ein zusätzliches Gehäuse möglich, während eine Trennung
zwischen Spulenwicklung und Kontaktraum bzw. ein Vergießen der Spulenwicklung nicht
ohne weiteres möglich erscheint.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Relais der eingangs genannten Art unter Verwendung
von möglichst wenigen und einfach ausgebildeten Teilen zu schaffen, bei dem eine gute
Isolierung zwischen den Funktionsteilen, insbesondere zwischen der Wicklung und den
Kontaktelementen, bei möglichst geringem Volumen erreicht werden kann und bei dem
insbesondere eine Abdichtung des Kontaktraums nach außen und zur Spulenwicklung hin
sowie ein Vergießen der Spule ohne die Verwendung speziell ausgeformter Gehäuseelemente,
wie Kappe und Sockel, möglich ist.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das Joch, der Anker, die Kontaktfeder
und das bzw. die Gegenkontaktelemente mit ihren Hauptebenen neben der Spulenwicklung
senkrecht auf der Anschlußebene des Relais stehen,
daß die Kontaktfeder mit einem Anschlußblech verbunden ist, welches zusammen mit dem
Joch-Längsschenkel einen Kanal für den Anker-Längsschenkel sowie für die Kontaktfeder
bildet,
daß das Anschlußblech eine seitliche Abschlußwand des Relais bildet, an deren Unterseite
ein Anschlußstachel angeformt ist, und
daß der Spulenkörper zusammen mit dem Anschlußblech die Konturen eines quaderförmigen
Gehäuses bildet, wobei eine über mindestens zwei Seiten dieses Gehäuses geklebte Folie
die Gehäuseöffnungen - mit Ausnahme der Anschlußseite - bedeckt.
[0006] Zweckmäßigerweise weist das Anschlußblech ein L-förmiges, vorzugsweise ein U-förmiges
Profil auf, wobei dessen Mittelteil die seitliche Abschlußwand des Relais bildet
und die Folie über mindestens drei Seiten des Gehäuses gelegt ist.
[0007] Bei dem erfindungsgemäßen Relais ist also der Joch-Längsschenkel mit dem dazu parallelen
Anker-Längsschenkel und der Kontaktfeder nicht oberhalb der Spule, sondern neben dieser
angeordnet, wobei ein mit der Kontaktfeder verbundenes Anschlußblech durch seine
U-förmige Gestaltung einen Kanal für die Kontaktfeder, also einen Gehäuseteil, bildet
und somit nicht nur als Kontaktanschluß unmittelbar auf der Anschlußseite des Relais
senkrecht steht, sondern zusammen mit dem Spulenkörper auch bereits die Gehäusekonturen
festlegt, ohne daß eine eigene, getrennt ausgeformte Gehäusekappe erforderlich wäre.
Da also die Gehäusekonturen bereits durch den Spulenkörper zusammen mit dem Anschlußblech
festgelegt sind, genügt eine einfach um die offenen Gehäuseseiten herumgelegte Folie
als Abschluß. Diese Folie ist wesentlich einfacher herzustellen und aufzubringen
als ein Sockel mit einer Gehäusekappe und hat überdies den wesentlichen Vorteil,
daß sie nicht nur von der Wandstärke her wesentlich weniger Volumen benötigt als
ein eigens ausgeformtes Gehäuse, sondern auch den normalerweise zwischen Gehäuse und
Grundkörper vorhandenen Zwischenraum entfallen läßt.
[0008] Zweckmäßigerweise erstreckt sich der Joch-Längsschenkel über die gesamte Höhe des
Relais, wobei die Seitenteile des Anschlußbleches bündig auf dessen Längskanten aufstehen.
Auf diese Weise entsteht ein durchgehender Abschluß zwischen dem Wicklungsraum einerseits
und dem Kontaktraum in Verbindung mit dem Kanal für die Kontaktfeder und den Anker
andererseits, so daß der Wicklungsraum von der Anschlußseite her mit Vergußmasse
ausgefüllt werden kann, während die die beweglichen Teile des Relais enthaltenden
Räume auf diese Weise sowohl nach außen als auch zum Wicklungsraum hin abgeschlossen
werden. Die Seitenschenkel des Anschlußbleches bilden also mit dem Joch eine durchgehende
Auflagefläche für die aufzuklebende Folie, wobei am Joch angeprägte Warzen als Anlagepunkte
für die Seitenschenkel des Anschlußbleches dienen können, um letztere gegen eine Durchbiegung
nach innen zu sichern. Eine weitere Sicherung gegen Abziehen des Anschlußbleches vom
Joch kann beispielsweise durch an den Seitenteilen des Anschlußbleches angeformte,
das Joch umgreifende Haltelaschen erfolgen.
[0009] In einer Ausführungsform der Erfindung kann das Anschlußblech getrennt von der Kontaktfeder
gefertigt und nachträglich mit dieser, vorzugsweise durch Schweißen, verbunden sein.
In diesem Fall kann, falls nötig, für das Anschlußblech ein steiferes Blech, evtl.
auch mit anderer Materialzusammensetzung, verwendet werden als für die Kontaktfeder.
Um jedoch möglichst wenig Teile für das Relais zu verwenden, ist in bevorzugter Ausführungsform
die Kontaktfeder mit dem Anschlußblech einstückig ausgebildet. Dabei kann das Anschlußblech
durch eine haarnadelförmige Biegung mit der Kontaktfeder in Verbindung stehen. Die
innerhalb des U-förmigen Profils des Anschlußbleches verlaufende Kontaktfeder kann
außerdem mit seitlich abgebogenen Stegen versehen sein, wenn bei einer geringen
Dicke der Kontaktfeder ein vergrößerter Querschnitt zur Verringerung des elektrischen
Widerstandes erforderlich wird.
[0010] Die Kontaktfeder wird innerhalb des durch das Anschlußblech gebildeten Kanals vom
Anker-Längsschenkel betätigt.
[0011] Dabei kann zur Reibungsverminderung eine Isolierfolie zwischen beiden angeordnet
werden. Vorteilhafter ist in diesem Fall aber die Verwendung eines am Anker-Längsschenkel
angespritzten oder auf diesen aufgesteckten Isolierstoffteiles.
[0012] In allen Fällen erhält man aber ein Relais mit einem längs der Spule angeordneten
langen Kanal für die Kontaktfeder, welche somit lang und nach Bedarf verhältnismäßig
weich ausgelegt werden kann. Dadurch ergeben sich viele Möglichkeiten, durch Bemessung
der Breite und der Dicke der Feder sowie durch die Werkstoffauswahl deren elektrische
und mechanische Eigenschaften einzustellen, wobei weiterhin eine gute Anpassungsmöglichkeit
an das Magnetsystem durch entsprechende Wahl des Angriffspunktes zwischen Anker und
Kontaktfeder möglich ist.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend an Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen
Fig. 1 bis 3 ein erfindungsgemäß gestaltetes Relais in verschiedenen Schnittansichten,
Fig. 4 die Kontaktfeder aus dem Relais von Fig. 1 in ihren Abmessungen vor der Faltung,
Fig. 5 und 6 eine weitere Ausführungsform eines Relais in zwei Schnittansichten.
[0014] Das in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Relais besitzt einen Grundkörper 1, der als
Spulenkörper dient und zwischen den Flanschen 2 und 3 eine Wicklung 4 trägt. In den
Spulenkörper ist ein Kern 5 eingepreßt bzw. eingespritzt, der vor dem Spulenflansch
3 an seinem Ende 5a eine Polplatte 6 aufweist und mit seinem Ende 5b an den Querschenkel
7a eines winkelförmigen Joches 7 gekoppelt ist.
[0015] Das Ende 5b des Kerns 5 ragt über den Jochschenkel 7a hinaus in eine Ausnehmung des
Spulenkörpers 1 hinein, um diesem mehr Festigkeit zu geben. Der Längsschenkel 7b erstreckt
sich oberhalb der Spule parallel zu deren Achse bis zum Spulenflansch 3 und bildet
dort eine Lagerschneide für einen Winkelanker 8, der mit seinem Querschenkel 8a den
Arbeitsluftspalt mit der Polplatte 6 bildet, wäh rend der schmale Längsschenkel 8b
parallel zum Joch-Längsschenkel 7b und in geringem Abstand über diesem verläuft.
[0016] Vor dem Flansch 2 besitzt der Spulenkörper einen Ansatz 9, der eine Kontaktkammer
10 bildet. In diese sind zwei Gegenkontaktelemente 11 und 12 eingesteckt. Die Schlitze
für die Gegenkontaktelemente sind in nicht weiter dargestellter Weise mit Dichtlippen
versehen, wobei beispielsweise der Schlitz für das Gegenkontaktelement 12 ein Langloch
in Achsrichtung des Kontaktstückes sein kann. Auf diese Weise kann das Gegenkontaktelement
12 mit seinem Anschlußteil 12a in Richtung zum Gegenkontaktelement 11 hin oder von
diesem weg verschoben werden, um den Kontaktabstand einzustellen. Eine Ausnehmung
13 im Grundkörper dient dabei zum Einführen eines Justierwerkzeugs.
[0017] Später kann diese Kammer 13 beispielsweise einen Getterkörper aufnehmen.
[0018] Eine haarnadelförmig gebogene Mittelkontaktfeder 14 liegt im wesentlichen parallel
zur Spulenachse und zu den Längsschenkeln 7b und 8b des Joches bzw. des Ankers. In
ihrem Bereich 14a bildet sie den eigentlichen Federabschnitt, wobei an einem geeigneten
Punkt der Ankerschenkel 8b angreift; das Ende 14b der Kontaktfeder ist abgekröpft
und ragt zwischen die Gegenkontaktelemente 11 und 12 zur Bildung eines Umschaltekontaktes.
[0019] Ein Anschlußblech 14c ist einstückig mit der Kontaktfeder verbunden und erstreckt
sich parallel zu dieser wie auch zu den Längsschenkeln 7b und 8b des Joches bzw. des
Ankers. Zusammen mit beiderseits angeformten Seitenteilen 14d bildet dieses Anschlußblech
mit dem Joch-Längsschenkel 7b einen Kanal 15, in welchem der Ankerschenkel 8b und
der Kontaktfederabschnitt 14a sich frei bewegen können. Das Joch 7, der Anker 8,
die Kontaktfeder 14 mit dem Anschlußblech 14c stehen alle auf der Grundebene oder
An schlußebene des Relais senkrecht, so daß das Anschlußblech 14c eine seitliche
Abschlußwand bildet, an der nach unten ein Anschlußstift 14e unmittelbar angeformt
ist. Mit den Seitenteilen 14d besitzt also dieses Anschlußblech ein U-Profil, das
den Kontaktfederschenkel 14a gegen mechanische Beeinflussung von außen schützt und
gleichzeitig den Querschnitt für die Stromzuführung vergrößert. Am Jochschenkel 7b
sind Prägungen 7c angeformt, welche die Seitenschenkel 14d führen und gegen Verschiebung
nach innen sichern, so daß die Seitenschenkel 14d jeweils mit den Seitenflächen des
Jochschenkels 7b bündig abschließen. Um nach außen wirkende Kräfte abzufangen und
ein Abheben des Anschlußbleches vom Jochschenkel 7b zu verhindern, sind an dem Anschlußblech
14c außerdem seitliche Haltelappen 14f angeformt, welche das Joch nach Art von Federklammern
umgreifen.
[0020] Alle Teile der Kontaktfeder 14 mit dem einstückigen Anschlußblech sind in der Abwicklung
dieses Teiles in Fig. 4 zu sehen. Die Feder wird zunächst in den Konturen freigeschnitten,
gebogen und entlang der Biegezone 14g gefaltet. Das kontaktgebende Ende 14b am eigentlichen
Federabschnitt 14a kann zur Bildung eines Doppelkontaktes in bekannter Weise gespalten
werden. Im Mittelbereich wird aus dem Profil der Kontaktfeder 14 ein rechteckförmiges
Stück zur Bildung einer Ankerrückstellfeder 14h freigeschnitten und herausgebogen.
Um die damit verbundene Querschnittsschwächung des Kontaktfederabschnitts 14a auszugleichen,
sind zusätzliche Seitenstege 14i vorgesehen, welche zum Joch hin soweit abgewinkelt
werden, daß sie weder an den Seitenteilen 14d des Anschlußbleches 14c noch am Jochschenkel
7b anstoßen. Durch diese Abwinkelung der Seitenstege 14i kann die Steifigkeit der
Kontaktfeder 14 zusätzlich beeinflußt werden. Zur Betätigung der Kontaktfeder ist
am Anker ein Betätigungsstück 16 aus Kunststoff angeformt oder eingesteckt, welches
in eine freigeschnittene Ausnehmung 14k des Kontaktfederabschnittes 14a ein greift.
Anstelle dieses Betätigungsstücks 16 könnte auch eine Folie in geeigneter Weise zwischen
den Ankerschenkel 8b und dem Kontaktfederabschnitt 14a eingebracht werden.
[0021] Der Spulenkörper oder Grundkörper 1 bildet an seinen Flanschen 2 und 3 bzw. am Ansatz
9 und zusammen mit dem Jochschenkel 7b sowie dem U-förmigen Anschlußblech 14c die
Außenkonturen eines quaderförmigen Gehäuses, wobei insbesondere alle Gehäuseecken
vorgegeben sind, während die zwischenliegenden Wandteile die notwendigen Öffnungen
zum Einbringen der Funktionselemente des Relais aufweisen. Das Gehäuse kann dann
durch Aufbringen einer Folie 17 geschlossen werden, wobei diese Folie 17 einfach auf
die vorgegebenen Konturen des Grundkörpers 1 bzw. des Anschlußblechs 14c aufgelegt
und über die Kanten der vorgegebenen Konturen abgebogen wird. Je nachdem, wie viele
Öffnungen zur Montage in dem Grundkörper vorhanden sind, wird diese Folie über mindestens
drei, unter Umständen auch über fünf Seiten des Grundkörpers gelegt und festgeklebit
bzw. aufgeschweißt. Die Folie 17 kann ohne Beschichtung oder als Zweischichtfolie
ausgebildet oder auch nur partiell mit Klebstoff beschichtet sein. Durch die Gestaltung
des Joches 7 in Verbindung mit den Spulenflanschen 2 und 3 und dem Anschlußblech
14c wird auf diese Weise die Kontaktkammer 10, die mit dem Federkanal 15 in Verbindung
steht, nach außen und gegenüber dem Spulenraum 18 abgeschlossen. Der Spulenraum 18
bleibt auf der Anschlußseite 19 des Relais frei, da die Folie 17 über diesen Teil
nicht gelegt wird. So kann der Spulenraum 18 von der Anschlußseite her mit Vergußmasse
gefült werden, die die Isolationsfähigkeit des Relais erhöht, die Wärmeableitung
der Spule verbessert und eine Abdichtung des Kontaktraums und des Federkanals bewirkt.
[0022] Eine etwas abgewandelte Ausführungsform des Relais gemäß Fig. 1 bis 3 ist in den
Fig. 5 und 6 dargestellt. Soweit dieses Relais mit dem vorher beschriebenen übereinstimmt,
gelten die gleichen Bezugszeichen und Funktionen, so daß auf eine Beschreibung im
einzelnen hier verzichtet werden kann. Unterschiedlich zum vorherigen Beispiel ist
lediglich die Ausbildung der Kontaktfeder. Hier wird eine Kontaktfeder 24 verwendet,
welche sich mit ihrem Abschnitt 24a etwa parallel zum Ankerschenkel 7b erstreckt und
mit ihrem kontaktgebenden Ende 24b zwischen den deiden Gegenkontaktelementen 11 und
12 liegt. Ein Anschlußblech 25 ist in diesem Fall nicht einstückig mit der Kontaktfeder
24 ausgebildet, sondern getrennt und gegebenenfalls aus einem anderen Werkstoff hergestellt.
Beispielsweise kann in diesem Fall auch die Dicke des Anschlußbleches 25 unterschiedlich
zur Dicke der Kontaktfeder 24 gewählt werden. Im übrigen ist aber der Aufbau des
Anschlußbleches 25 im wesentlichen gleich dem des Anschlußbleches 14c im vorhergehenden
Beispiel. So besitzt auch das Anschlußblech 25 jeweils Seitenteile 25c zur Bildung
eines U-förmigen Querschnitts, womit der Federkanal 15 in der vorher beschriebenen
Weise umschlossen wird. Die Kontaktfeder 24 ist über einen freigeschnittenen und aufgebogenen
Abschnitt 24c am Anschlußblech 25 befestigt, beispielsweise durch Schweißen oder
andere zweckmäßige Befestigungsart, wobei sowohl eine mechanische als auch eine elektrische
Verbindung hergestellt wird. Ein angeformter Federabschnitt 24d dient als Ankerrückstellfeder
entsprechend dem vorher beschriebenen Federabschnitt 14h. Das Relais wird in der vorher
beschriebenen Weise montiert und mit einer Folie 17 verschlossen, wobei der Spulenraum
18 auch in diesem Fall mit Vergußmass ausgefüllt wird.
Bezugszeichenliste
[0023]
1 Grundkörper
2, 3 Flansche
4 Wicklung
5 Kern
5a, 5b Enden
6 Polplatte
7 Joch
7a Querschenkel
7b Längsschenkel
7c Prägung
8 Winkelanker
8a Querschenkel
8b Längsschenkel
9 Ansatz
10 Kontaktkammer
11, 12 Gegenkontaktelemente
12a Anschlußteil
13 Ausnehmung
14 Mittelkontaktfeder
14a Bereich
14b Ende
14c Anschlußblech
14d Seitenteil
14e Anschlußstift
14f Haltelappen
14g Biegezone
14h Ankerrückstellfeder
14i Seitensteg
14k Ausnehmung
15 Kanal
16 Betätigungsstück
17 Folie
18 Spulenraum
19 Anschlußseite
24 Kontaktfeder
24a Abschnitt
24b Ende
24c, 24d Abschnitte
25 Anschlußblech
25c Seitenteil
1. Elektromagnetisches Relais mit einem Spulenkörper (1), der einen axial durchgehenden
Kern (5) sowie eine Wicklung (4) aufweist,
einem winkelförmigen Joch (7), von dem sich ein Längsschenkel (7b) parallel zur Spulenachse
erstreckt,
einem an der Endkante des Joch-Längsschenkels (7b) gelagerten Winkelanker (8),
einer sich im wesentlichen parallel zu dem Joch-Längsschenkel (7b) und zu einem Anker-Längsschenkel
(8b) erstreckenden Kontaktfeder (14; 24), welche mit mindestens einem in einem stirnseitigen
Ansatz (9) des Spulenkörpers (1) verankerten Gegenkontaktelement (11, 12) zusammenwirkt,
dadurch gekennzeichnet, daß das Joch (7), der Anker (8), die Kontaktfeder (14 bzw. 24) und das bzw. die Gegenkontaktelemente
(11, 12) mit ihren Hauptebenen neben der Spulenwicklung (4) senkrecht auf der Anschlußebene
des Relais stehen,
daß die Kontaktfeder (14; 24) mit einem Anschlußblech (14c; 25) verbunden ist, welches
zusammen mit dem Joch-Längsschenkel (7b) einen Kanal (15) für den Anker-Längsschenkel
(8b) sowie für einen Kontaktfederschenkel (14a; 24a) bildet,
daß das Anschlußblech eine seitliche Abschlußwand des Relais bildet, an dessen Unterseite
ein Anschlußstachel (14e) angeformt ist, und
daß der Spulenkörper (1) zusammen mit dem Abschlußblech (14c) die Konturen eines quaderförmigen
Gehäuses bildet, wobei eine über mindestens zwei Seiten des Gehäuses geklebte Folie
(17) die Gehäuseöffnungen - mit Ausnahme der Anschlußseite - bedeckt.
2. Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußblech (14c; 25) ein L-förmiges bzw. ein U-förmiges Profil aufweist,
daß der Mittelteil (14c) des U-förmigen Anschlußblechs die seit liche Abschlußwand
des Relais bildet und daß die Folie (17) über mindestens drei Seiten des Gehäuses
gelegt ist.
3. Relais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Joch-Längsschenkel (7b) sich über die gesamte Höhe des Relais erstreckt
und daß die Seitenteile (14d) des Anschlußbleches bündig auf dessen Längskanten aufstehen.
4. Relais nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Joch (7b) angeprägte Warzen (7c) als Anlagepunkte für die Seitenschenkel
(14d) des Anschlußbleches (14c) vorgesehen sind.
5. Relais nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den Seitenteilen (14d) des Anschlußbleches (14c) das Joch (7) umgreifende
Haltelaschen (14f) angeformt sind.
6. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußblech (25) getrennt gefertigt und nachträglich mit der Kontaktfeder
(24) verbunden ist.
7. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder (14) mit dem Anschlußblech (14c) einstückig ausgebildet ist.
8. Relais nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußblech (14c) mit dem Kontaktfederschenkel (14a) über eine haarnadelförmige
Biegung (14g) verbunden ist.
9. Relais nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Längsabschnitt (14a) der Kontaktfeder mit seitlich abgebogenen Stegen (14i)
versehen ist.
10. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Längsschenkel (8b) des Ankers (8) und der Kontaktfeder (14) eine
Isolierstoffolie angeordnet ist.
11. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß am Längsschenkel (8b) des Ankers (8) ein Betätigungsstück (16) aus Isolierstoff
vorgesehen ist.
12. Relais nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Spulenkörper (1) mit dem Joch (7) eine durchgehende Trennwand zwischen
dem Spulenraum (18) und dem die Kontaktelemente (11, 12, 14) sowie den Anker (8)
enthaltenden Raum bildet und daß der Spulenraum (18) mit Gießharz vergossen ist.