| (19) |
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(11) |
EP 0 223 775 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.10.1990 Patentblatt 1990/40 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.10.1985 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: D01H 1/241 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE8500/401 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 8607/101 (04.12.1986 Gazette 1986/26) |
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| (54) |
TANGENTIALRIEMENANTRIEB
TANGENTIAL BELT DRIVE
TRANSMISSION A COURROIE TANGENTIELLE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR IT LI |
| (30) |
Priorität: |
25.05.1985 DE 3518998 31.05.1985 DE 3519540
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.06.1987 Patentblatt 1987/23 |
| (73) |
Patentinhaber: Zinser Textilmaschinen GmbH |
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D-73061 Ebersbach/Fils (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- DINKELMANN, Friedrich
D-7324 Rechberghausen (DE)
- HALDER, Ernst
D-7333 Ebersbach/Fils (DE)
- STÄDELE, Norbert
D-7320 Göppingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schieschke, Klaus, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Eder & Schieschke
Elisabethstrasse 34 80796 München 80796 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 141 571 DE-A- 1 941 865 FR-A- 2 124 262
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DE-A- 1 244 631 DE-A- 2 931 716
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Tangentialriemenantrieb für eine Vielzahl von
gleichartigen, in wenigstens einer Reihe nebeneinander angeordneten Arbeitsaggregaten
einer Maschine zum Herstellen von geradrehten oder gezwirnten Fäden, bei welcher die
Arbeitsaggregate in Felder mit wenigstens annähernd gleicher Anzahl von mittels eines
endlosen Tangentialriemens angetriebenen Arbeitsaggregaten aufgeteilt sind, wobei
jedem Feld wenigstens ein den zugehörigen Tangentialriemen antreibender Elektromotor
und Umlenkmittel für den Tangentialriemen zugeordnet sind.
[0002] Unter Arbeitsaggregaten sind im folgenden Maschinenelemente mit hoher Drehzahl zu
verstehen, z.B. Spindeln an Spinn- oder Zwirnmaschinen oder Rotoren und Auflösewalzen
an OE-Spinnmaschinen.
[0003] Bei bekannten Konstruktionen ist bereits vorgeschlagen worden, daß die Arbeitsaggregate
der Maschine gruppenweise durch jeweils einen von mehreren endlosen Tangentialriemen
angetrieben werden. Jeder Tangentialriemen kann hierbei für sich durch einen Motor
antreibbar sein. Die Umlenkrollen einander benachbarter Tangentialriemen sein sind
drehfest miteinander verbunden und bewirken so einen Kraftschluß zwischen jeweils
benachbarten Tangentialriemen, durch den mindestens annähernd synchroner Lauf der
Tangentialriemen und damit aller Arbeitselemente gesichert bzw. in bestimmten Betriebszuständen
erreicht werden kann. So kann es beispielsweise beim Anlauf oder Auslauf der Maschine
erforderlich sein, zwischen Arbeitselementen oder Gruppen von Arbeitselementen mit
unterschiedlichen An- oder Auslaufeigenschaften Energie zu verschieben und dadurch
zwischen den energieabgebenden und energieaufnehmenden Arbeitselementen mindestens
annähernden Synchronlauf zu erreichen. Derartige unterschiedliche An- und Auslaufeigenschaften
können beispielsweise durch unterschiedlich große Gruppen gleichartiger Arbeitsaggregate
bedingt sein oder auch dann auftreten, wenn eine mindestens annähernde Synchronisation
mit andersartigen Arbeitselementen erfolgen soll, beispielsweise zwichen den Spindeln
einer Ringspinnmaschine einerseits und den Streckwerten andererseits.
[0004] Man wird zwar bestrebt sein, den erforderlichen Synchronlauf durch entsprechende
Steuerung der Antriebsmotoren auch im An- und Auslauf zu erreichen, so daß die mechanishe
Kopplung der Gruppen von Arbeitselementen über die Tangentialriemen nur die Feinabstimmung
der Drehzahlen bewirken muß. Trotzdem, insbesondere aber dann, wenn unter besonderen
Umständen wie beispielsweise Stromausfall die entsprechende Steuerung der Antriebsmotoren
nicht mehr möglich ist, muß der durch die drehfest verbundenen Umlenkrollen bewirkte
Kraftschluß so groß sein, daß er die erforderliche Synchronisation bewirken kann.
[0005] Ein wesentlicher Faktor, der die Höhe dieses Kraftschlusses bestimmt, ist der Umschlingungswinkel,
mit dem die Tangentialriemen ihre Umlenkrollen umschlingen. Die Summe der Umschlingungswinkel
aller Umlenkstellen eines immer nur in einer Richtung umgelenkten Tangentialriemens
beträgt, wie aus Fig. 1 hervorgeht, 360°. Diese Winkelsumme kann je nach Anordnung
der Umlenkelemente unterschiedlich auf die einzelnen Umlenkelemente verteilt werden,
bleibt jedoch stets 360°.
[0006] Wie aus Fig. 1 hervorgeht, entfällt von den 360° jeweils die Hälfte, also 180°, auf
die Umlenkung an beiden Umkehrstellen des Tangentialriemens. Am rechten antriebsseitigen
Ende teilen sich in diese 180° Umlenkung die beiden Umlenkrollen und die Antriebsscheibe.
Es hat sich gezeigt, daß hierdurch je nach Aufteilung der Winkelsumme die Umschlingungswinkel
entweder auf die Umlenkrollen oder auf der Antriebsscheibe zu gering werden, um Umlenkrollen
oder auf der Antriebsscheibe zu gering werden, um in allen, auch extremen Fällen den
erforderlichen Kraftschluß zu gewährleisten.
[0007] Als Stand der Technik, von dem die vorliegende Erfindung ausgeht, ist ein Tangentialriemenantrieb
bekannt, bei welchem in Maschinenmitte horizontale Antriebswellen laufen, die mit
Winkeltrieben verbunden sind (DE-B 1.141.571). Diese Winkeltriebe weisen übereinanderliegende
Antriebsrollen auf, über welche Tangentialriemen laufen. Diese wiederum treiben Zwischenrollen
an, welche über jeweils ein individuelles, kurzes endloses Antriebsband die entsprechenden
Antriebselemente von Spindeln antreiben. Es ergibt sich damit ein großer baulicher
Aufwand mit erheblicher Verlustleistung.
[0008] Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Kraftschluß
zwischen dem Tangentialriemen einerseits und den Umlenkrollen und den Antriebsscheiben
andererseits zu erhöhen und damit die Energieübertragung sowohl vom Motor auf die
Tangentialriemen als auch zwischen den Tangentialriemen zu verbessern.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß sie Summe der Umlenkungswinkel
eines Tangentialriemens über 360° hinaus erhöht, daß das Erhöhen der Summe der Umlenkungswinkel
eines Tangentialriemens durch Verlegen der die Tangentialriemen antreibenden Antriebsrollen
und/oder durch Anordnung weiterer Umlenkrollenelemente erfolgt und daß die Tangentialriemen
entsprechend der Anzahl der Arbeitsaggregate jedes der Felder eine Breite zwischen
7 und 15 mm und eine Dicke zwischen 2 und 2,7 mm aufweisen.
[0010] Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß bei einfachem Aufbau des Tangentialriemenantriebes
eine Verbesserung des Kraftschlusses zwischen dem Tangentialriemen einerseits und
den Umlenkrollen und den Antriebsscheiben andererseits bewirkt wird, woraus insgesamt
eine Verbesserung der Energieübertragung sowie des Wirkungsgrades resultiert.
[0011] Die Konstruktion mit Riemenführung im Gegenbogen hat den Vorteil der großen Einfachheit.
Dabei sind ohne weiteres Umschlingungswinkel an den Umlenkscheiben und den Antriebsscheiben
von bis zu 180° erreichbar. Man wird jedoch eine höhre Umschlingung, die in der Regel
mit einer stärkeren Biegung und damit mehr Walkarbeit und Energieverlust im Riemen
verbunden ist, nur soweit treiben, wie dies für die gewünschte Energieübertragung
erforderlich erscheint. Bei einem schmalen und/oder insbesondere einem dünnen Riemen
wird diese Grenze höher liegen als bei einem breiteren und/oder dickeren Riemen. Ein
Umschlingen von kraftübertragenden Elementen wie Antriebsscheiben und Umlenkrollen
mit beiden Seiten eines Riemens ist nur dann sinnvoll, wenn der Riemen auf beiden
Seiten mit entsprechenden Oberflächen versehen ist.
[0012] Eine besonders vorteilhafte Maßnahme der Erfindung besteht darin, die den Tangentialriemen
jeweils zugeordneten Umlenkrollen auch in den zusätzlichen Umlenkrollenelementen drehfest
miteinander zu verbinden, sodaß diese zusätzlichen Umlenkrollen nicht nur die Umschlingungsbögen
an den Antriebsscheiben und den schon vorhandenen Umlenkrollenelementen erhöhen, sondern
auch ihre eigenen Umschlingungsbögen zusätzlich für die Energieübertragung zwischen
den Tangentialriemen wirksam werden.
[0013] Der Riementrieb kann in an sich bekannter Weise als Flach- oder Profilriemen, beispielsweise
Zahnriemen ausgebildet sein, sodaß wahlweise Kraftschluß oder Formschluß möglich ist.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 den Grundriß eines einzelnen Tangentialriemens aus einer Reihe benachbarter
und kraftschlüssig verbundener Tangentialriemen gemäß dem Stand der Technik;
Fig. 2 eine erste prinzipielle Ausführungsform der Erfindung in Darstellung wie in
Fig. 1;
Fig. 3 bis 6 verschiedene Ausführungsmöglichkeiten der Erfindung in Darstellung wie
Fig. 1, jeweils in schematischer Draufsicht.
[0015] Fig. 1 verdeutlicht, wie sich die Summe der Umschlingungswinkel von 360° eines Tangentialriemens
1 gemäß dem Stande der Technik auf vier Umlenkrollen 2, 3, 4 und 5 sowie eine Antriebsrolle
6 verteilt. Man erkennt, daß die Umschlingungswinkel an den Umlenkrollen 2 und 3 nur
45° und an der Antriebsrolle 6 nur 90°, insgesamt 180° betragen. Die Verteilung dieser
180° auf diese Rollen kann zwar durch Verlegen der Antriebsrolle 6 verändert werden,
bei einer Erhöhung des Umschlingungswinkels an der Antriebsrolle 6 vermindern sich
aber die Umschlingungswinkel an dem Umlenkrollen 2 und 3 umgekehrt. Ein geringer Umschlingungswinkel
an dem Umlenkrollen 2 und 3 beeinträchtigt aber den Kraftschluß zwischen dem Tangentialriemen
1 und den Umlenkrollen und damit die Möglichkeit der Energieübertragung auf einen
benachbarten Tangentialriemen 7. Ein geringer Umschlingungswinkel an der Antriebsrolle
6 vermindert den Kraftschluß zwischen dieser Rolle und dem Tangentialriemen 1 und
damit die Übertragung der Antriebsenergie auf den Tangentialriemen.
[0016] Fig. 2 verdeutlicht, wie die Umschlingungswinkel an den Umlenkrollen 2 und 3 und
der Antriebsrolle wesentlich erhöht werden können: der Tangentialriemen 1 wird durch
Verlegen der Antriebsrolle 6 im Gegenbogen umgelenkt. Dabie werden Umschlingungswinkel
an den Umlenkrollen 2 und 3 und der Antriebsrolle 6 von 165° bzw. 150° erreicht.
[0017] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 bei dem es sich um einen Antrieb für eine
Ringspinnmaschine handelt, werden die beiden benachbarten Tangentialriemen 1 und 7
durch die Antriebsscheibe 6 eines Motors 8 angetrieben. Längs der Ringspinnmaschine
verteilt angeordnete, unter Belastung einer ortsfest eingespannten Biegefeder 9 stehende
Andrückrollenpaare 10 gewörleisten, daß sich die Tangentialriemen 1 bzw. 7 gut an
die Wirtel 11 der hier nicht näher dargestellten Arbeitsorgane Spindeln anlegen. Die
beiden Tangentialriemen 1, 7 sind zueinander höhenversetzt über drehfest miteinander
gekoppelte Umlenkrollen 3 bzw. 18, die Umlenkrollenelemente 14 und 15 bilden, herumgeführt.
[0018] Bei der Bauform nach Fig. 4 sind neben den Umlenkrollenelementen 14 und 15 gegen
die Längsmitte der Maschine zu weitere Umlenkrollenelemente 16 und 17 vorgesehen.
Dabie läuft der Tangentialriemen 1 um das Umlenkrollenelement 14, um die Antriebsscheibe
6 un dum das Umlenkrollenement 15. Dagegen läuft der Tangentialriemen 7 um alle vier
Umlenkrollenelemente 14, 16 und 17, 15, d.h. beide Umlenkrollenelemente jedes Paares
werden von dem Tangentialriemen 7 umschlungen. Dabei wird die Umschlingung der den
Kraftschluß und die Energieübertragung zwischen den Tangentialriemen 1 und 7 bewirkenden
Umlenkrollenelemente 14 und 15 von 90° (Fig. 1) auf etwa 180° verdoppelt und damit
die Möglichkeit zur Übertragung von Energie wesentlich erhöht.
[0019] Nach Fig. 5 besteht auch die Möglichkeit, bei einer Umlenkrollenanordnung wie in
Fig. 4 den Motor 6 auf der anderen Seite, d.h. im Bereich des Tangentialriemens 7
anzuordnen. Hierbei umschlingt der Tangentialriemen 1 die beiden Umlenkrollenelemente
14 und 15 mit seiner Innenseite und die Umlenkrollenelemente 16 und 17 mit seiner
Außenseite. Die Antriebsscheibe 6 des Motors 8 wird hierbei mit einem Winkel von rund
180° umschlungen. Der Tangentialriemen 7 umschlingt nur die beiden Umlenkrollenelemente
16 und 17 mit je etwa 90°.
[0020] Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 umschlingt auch der Tangentialriemen 7 die beiden
Umlenkrollenelemente 16 und 17 mit seiner Außenseite. Hierbei sind die beiden Umlenkrollenelemente
14 und 16 bzw. 15 und 17 von beiden Tangentialriemen 1 und 7 mit Bögen von je mehr
als 90° umschlungen, wobei ein besonders enger Kraftschluß und damit die Möglichkeit.zur
Übertragung von viel Energie zwischen den Tangentialriemen 1 und 7 gegeben ist. Dabie
kann durch entsprechende Anordnung der zusätzlichen Umlenkrollenelemente 16 und 17
leicht erreicht werden, daß die Summe der Umschlingungswinkel beider Tangentialriemen
1 und 7 um alle vier Umlenkrollenelemente gleich groß ist.
[0021] Bei allen Ausführungsformen sind die Umlenkrollenelemente derart angeordnet, daß
die in Maschinenlängsrichtung verlaufenden Trums der Tangentialriemen 1, 7 tangential
zu dem Umlenkrollen gerichtet sind. Der Antriebsmotor 8 mit der Antriebsscheibe 6
sitzt in der Maschinenmitte und ist zu der die Achsen der beiden Umlenkrollenelemente
verbindenden Ebene um einen Betrag versetzt, der wenigstens dem halben Abstand zwischen
den auf beiden Maschinenseiten laufenden Trums der Tangentialriemen 1, 7 entspricht.
[0022] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist vorgesehen, daß die Umlenkrollenelemente
16 und 17 zwischen den beiden äußeren Umlenkrollenelementen 14 und 15 angeordnet sind
und den zwischen diesen Umlenkrollenelementen 14 und 15 laufenden Tangentialriemen
7 gegenüber der tangentialen Verbindungsebene zwischen den Umlenkrollenelementen 14
und 15 um mehr als oder wenigstens den Durchmesser der Umlenkrollen dieser Umlenkrollenelemente
auslenken.
[0023] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 ist so gestaltet, daß die Umlenkrollenelemente
16, 17 den von den Umlenkrollen der Umlenkrollenelemente 14 und 15 zu der Antriebsscheibe
6 führenden Riemenweg um etwa den Umlenkrollendurchmesser derart auslenken, daß die
von und zu der Antriebsscheibe führenden Riemenlaufrichtungen etwa parallel zueinander
verlaufen.
[0024] Fig. 6 stellt eine Kombination aus den Merkmalen der Fig. 4 und 5 dar. Der Tangentialriemen
1 verläuft hierbei analog der Laufrichtung gemäß dem Tangentialriemen 1 in Fig. 5;
der Tangentialriemen 7 verläuft hierbei analog der Laufrichtung des Tangentialriemens
7 in Fig. 4.
[0025] Die in Fig. 4, 5 und 6 dargestellten, jeweils benachbarten Umlenkrollenelemente 14
und 16 bzw. 15 und 17 können hierbei mechanisch miteinander gekoppelt sein. Diese
Kopplung kann beispielsweise durch miteinander kämmende Zahnräder erfolgen, wodurch
eine eventuell notwendig werdende Energieverschiebung unterstützt wird.
1. Tangentialriemenantrieb für eine Vielzahl von gleichartigen, in wenigstens einer
Reihe nebeneinander angeordneten Arbeitsaggregaten einer Maschine zum Herstellen von
gedrehten oder gezwirnten Fäden, bei welcher die Arbeitsaggregate in Felder mit wenigstens
annähernd gleicher Anzahl von mittels eines endlosen Tangentialriemens angetriebenen
Arbeitsaggregaten aufgeteilt sind, wobei jedem Feld wenigstens ein den zugehörigen
Tangentialriemen antreibender Elektromotor und Umlenkmittel für den Tangentialriemen
zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe der Umlenkungswinkel eines
Tangentialriemens (1, 7) über 360° hinaus erhöht ist, daß das Erhöhen der Summe der
Umlenkungswinkel eines Tangentialriemens (1, 7) durch Verlegen der die Tangentialriemen
(1, 7) antreibenden Antriebsrollen (6) und/oder durch Anordnung weiterer Umlenkrollenelemente
(16, 17) erfolgt und daß die Tangentialriemen (1, 7) entsprechend der Anzahl der Arbeitsaggregate
jedes der Felder eine Breite zwischen 7 und 15 mm und eine Dicke zwischen 2 und 2,7
mm aufweisen.
2. Tangentialriemenantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsrolle
(6) eines Tangentialriemens (1) in den Endbereich zwischen den den Umlenkrollenelementen
(14, 15) zulaufenden bzw. von diesen ablaufenden Abschnitten dieses Tangentialriemens
(1) zurückversetzt ist.
3. Tangentialriemenantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Umlenkrollenelement
(14, 15) ein zweites, von mindestens einem der benachbarten Tangentialriemen (1, 7)
umschlungenes Umlenkrollenelement (16, 17) zugeordnet ist.
4. Tangentialriemenantrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Tangentialriemen
(1, 7) die ersten Umlenkrollenelemente (14, 15) mit ihrer Außenseite, die zweiten
Umlenkrollenelemente (16, 17) mit ihrer Innenseite umschlingen.
5. Tangentialriemenantrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsrolle
(6) eines beide Umlenkrollenelementpaare (14, 15; 16, 17) umschlingenden Tangentialriemens
(1) in den Endbereich zwischen den den Umlenkrollenelementen (14,15,16,17) zulaufenden,
bzw. von diesen ablaufenden Abschnitten des benachbarten Tangentialriemens (7) versetzt
ist.
6. Tangentialriemenantrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Tangentialriemen
(1) je ein Umlenkrollenelement (14, 15) jeden Paares umschlingt, während der andere
Tangentialriemen (7) beide Umlenkrollenelemente (14, 16; 15, 17) jeden Paares umschlingt
(Fig. 3, 4).
7. Tangentialriemenantrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß beide benachbarte
Tangentialriemen (1, 7) beide Umlenkrollenelemente (14, 16; 15, 17) beider Paare umschlingen
(Fig. 5).
8. Tangentialriemenantrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkrollen
auch jedes zusätzlichen Umlenkrollenelementes (16, 17) jeweils drehfest miteinander
verbunden sind.
9. Tangentialriemenantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Umlenkrollenelemente (14, 16; 15, 17) jedes Paare mechanisch miteinander
gekoppelt sind.
10. Tangentialriemenantrieb nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß als mechanische
Kopplung zwei miteinander kämmende Zahnräder vorgesehen sind.
1. Entraînement à courrouie tangentielle pour une pluralité d'ensembles de travail
du même genre disposés les uns à côté des autres sur une rangée au moins et appartenant
à une machine pour la fabrication de fils tordus ou retordus dans laquelle les ensembles
de travail sont répartis en zones comprenant, au moins approximativement, un nombre
égal d'ensembles de travail entraînés au moyen d'une corroie sans fin tangentielle,
cependant que sont associés à chaque zone au moins un moteur électrique entraînant
la courroie tangentielle correspondante et des moyens de déviation pour la courroie
tangentielle, caractérisé par le fait que la somme des angles d'enroulement d'une
courroie tangentielle (1, 7) est augmentée au-delà de 360°, par le fait que l'augmentation
de la somme des angles d'enroulement d'une courroie tangentielle (1, 7) est réalisée
en déplaçant les poulies d'entraînement (6) qui entraînent la courroie tangentielle
(1, 7) et/ou en disposant d'autres éléments à poulies de déviation (16, 17), et par
le fait que les courroies tangentielles (1, 7), en fonction du nombre des ensembles
de travail de chacune des zones, présentant une largeur comprise entre 7 et 15 mm
et une épaisseur comprise entre 2 et 2,7 mm.
2. Entraînement à courroie tangentielle selon la revendication 1, caractérisé par
le fait que la poulie d'entraînement (6) d'une courroie tangentielle (1) est déplacée
vers l'arrière jusque dans la région d'extrémité située entre les sections de cette
courroie tangentielle (1) qui arrivent sur les éléments à poulies de déviation (14,
15) ou qui en partent, respectivement.
3. Entraînement à courroie tangentielle selon la revendication 1, caractérisé par
le fait qu'est associé à chaque éléments à poulies de déviation (14,15) un deuxième
élément à poulies de déviation (16, 17) qui est entouré par l'une au moins des courroies
tangentielles (1, 7) voisines.
4. Entraînement à courroie tangentielle selon la revendication 3, caractérisé par
le fait que les courroies tangentielles (1, 7) entourent les premiers éléments à poulies
de déviation (14, 15) par leur face extérieure et les deuxièmes éléments à poulies
de déviation (16, 17) par leur face intérieure.
5. Entraînement à courroie tangentielle selon la revendication 3, caractérisé par
le fait que la poulie d'entraînement (6) d'une courroie tangentielle (1) qui entoure
les deux paires d'éléments à poulies de déviation (14, 15; 16, 17) est déplacée jusque
dans la région d'éxtremité située entre les sections de la courroie tangentielle voisine
(7) qui arrivent sur les éléments à poulies de déviation (14, 15, 16, 17) ou qui en
partent, respectivement.
6. Entraînement à courroie tangentielle selon la revendication 3, caractérisé par
le fait que l'une (1) des courroies tangentielles entoure à chaque fois un élément
à poulies de déviation (14,15) de chaque paire, tandis que l'autre courroie tangentielle
(7) entoure les deux éléments à poulies de déviation (14, 16; 15, 17) de chaque paire
(figures 3,4).
7. Entraînement à courroie tangentielle selon la revendication 3, caractérisé par
le fait que les deux courroies tangentielles voisines (,1, 7) entourent les deux éléments
à poulies de déviation (14, 16; 15, 17) des deux paires (figure 5).
8. Entraînement à courroie tangentielle selon la revendication 3, caractérisé par
le fait que les poulies de déviation de chaque élément à poulies de déviation supplémentaire
(16, 17) sont également rendues solidaires entre elles en rotation.
9. Entraînement à courroie tangentielle selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que les deux éléments à poulies de déviation (14, 16; 15,
17) de chaque paire sont accouplés entre eux mécaniquement.
10. Entraînement à courroie tangentielle selon la revendication 9, caractérisé par
le fait qu'il est prévu comme accouplement mécanique deux roues dentées engrenant
entre elles.
1. A tangential belt drive for a multiplicity of similar working units, arranged side-by-side
in at least one row, of a machine for the production of twisted or twined threads,
in the case of which the working units are divided up into areas having at least approximately
the same number of working units driven by means of an endless tangential belt, in
which respect at least one electric motor driving the associated tangential belt,
and deflection means for the tangential belt, are associated with each area, characterised
in that the sum of the deflection angles of a tangential belt (1, 7) is increased
beyond 360°, in that the increasing of the sum of the deflections angles of a tangential
belt (1, 7) is effected by displacement of the driving rollers (6) driving the tangential
belts (1, 7) and/or by arranging further deflection roller elements (16, 17) and in
that the tangential belts (1, 7) in accordance with the number of working units of
each of the areas have a width of between 7 and 15 mm and have a thickness of between
2 and 2.7 mm.
2. A tangential belt drive according to claim 1, characterised in that the driving
roller (6) of a tangential belt (1) is set back into the end region between the portions
of this tangential belt (1) running towards the deflection roller elements (14,15)
or respectively running away from these.
3. A tangential belt drive according to claim 1, characterised in that a second deflection
roller element (16, 17) looped around by at least one of the adjacent tangential belts
(1, 7) is associated with each deflection roller element (14, 15).
4. A tangential belt drive according to claim 3, characterised in that the tangential
belts (1, 7) loop around the first deflection roller element (14, 15) with their outside,
the second deflection roller elements (16, 17) with their inside.
5. A tangential belt drive according to claim 3, characterised in that the driving
roller (6) of a tangential belt (1) looping around both deflection roller element
pairs (14, 15; 16, 17) is displaced into the end region between the portions of the
adjacent tangential belt (7) running towards the deflection roller elements (14, 15,
16, 17), or respectively running away from these.
6. A tangential belt drive according to claim 3, characterised in that the one tangential
belt (1) loops around a respective deflection roller element (14, 15) of each pair,
whilst the other tangential belt (7) loops around both deflection roller elements
(14, 16; 15, 17) of each pair (Figs. 3,4).
7. A tangential belt drive according to claim 3, characterised in that both adjacent
tangential belts (1, 7) loop around both deflection roller elements (14, 16; 15, 17)
of both pairs (Fig. 5).
8. A tangential belt drive according to claim 3, characterised in that the deflection
rollers also of each additional deflection roller element (16, 17) are respectively
connected to one another in a torsionally-fast manner.
9. A tangential belt drive according to one of the preceding claims, characterised
in that the two deflection roller elements (14, 16; 15, 17) of each pair are coupled
mechanically with one another.
10. A tangential belt drive according to claim 9, characterised in that two toothed
wheels which mesh with one another are provided as the mechanical coupling.

