(19)
(11) EP 0 223 938 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
13.12.1989  Patentblatt  1989/50

(21) Anmeldenummer: 86112088.9

(22) Anmeldetag:  02.09.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B24D 9/00

(54)

Schleifband-Speicher

Abrasive belt storage

Magasin pour bande abrasive


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 25.09.1985 DE 3534172

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
03.06.1987  Patentblatt  1987/23

(73) Patentinhaber: Adolf Würth GmbH & Co. KG
D-74653 Künzelsau (DE)

(72) Erfinder:
  • Steck, Otto
    D-7119 Forchtenberg (DE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Ruff, Beier, Schöndorf und Mütschele 
Willy-Brandt-Strasse 28
70173 Stuttgart
70173 Stuttgart (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 2 919 844
US-A- 2 765 595
US-A- 3 706 421
US-A- 4 353 511
DE-A- 3 212 879
US-A- 3 567 146
US-A- 3 770 221
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Band-Speicher nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Ein derartiger Band-Speicher ist bereits bekannt (US-A 3 770 221). Der bekannte Band-Speicher ist für Rollen von Papiertüchern o.dgl. bestimmt. Die Drehlagerfläche ist über eine Stufe von der Steckfläche des Einsatzes getrennt. An der äußeren Stirnfläche des Einsatzes sind Vorsprünge zur Bildung einer Bremseinrichtung angeordnet. Die äußeren Enden der Einsätze werden in Sacklochbohrungen seitlicher Halter eingesetzt, wobei die Vorsprünge am Boden der Sacklochbohrungen angreifen. Das Einsetzen der Bandrolle in die seitlichen Halterungen macht es erforderlich, daß eine seitliche Halterung entfernt wird. Der zu beiden Stirnseiten der Bandrolle nötige Platzbedarf ist groß. Aufgrund des schwierigen Einsetzens in die Halterung ist diese Anordnung zwar für den Hausgebrauch geeignet, nicht jedoch für den gewerblichen Einsatz, insbesondere, wenn es sich um Schleifbänder handelt.

    [0003] Derartige, in Rollenform gespeicherte Schleifbänder können dadurch zum Abziehen des Schleifmittelbandes drehbar gelagert und bereitgehalten werden, daß durch die Durchgangsöffnung der Bandrolle eine beispielsweise aufgehängte Stange gesteckt wird, die ggf. die Bandrolle über eine Innenumfangsfläche des jeweiligen Lagereinsatzes drehbar abstützt. Die Lagerstange hat gegenüber der die Drehlagerfläche bildenden Innenumfangsfläche in der Regel ein verhältnismäßig großes Lagerspiel, so daß einerseits eine ziemlich ungenaue, pendelnde Lagerung der Bandrolle gegeben ist und andererseits die Gleitreibung der Drehlagerung so gering ist, daß die Bandrolle nach Beendigung der Zugbelastung des ablaufenden Bandendes beim Abziehen eines abzulängenden Schleifmittelband-Abschnittes noch um einen verhältnismäßig großen Drehwinkel nachläuft, was zu einem unerwünschten Abwickeln der Bandrolle führt.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Band-Speicher der eingangs genannten Art derart auszubilden, daß er als Schleifband-Speicher verwendbar ist und auf einfache Weise eine exakte und gut gebremste Lagerung der Bandrolle möglich ist.

    [0005] Dies wird bei einem Band-Speicher der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Bandrolle durch gewickeltes Schleifmittelband gebildet ist, und daß die Drehlagerfläche durch die axiale Fortsetzung einer in die Innenfläche der Durchgangsöffnung eingreifenden Steckfläche gebildet, an mindestens einer Seite von einem Ringbund begrenzt und derart angeordnet ist, daß sie annähernd an die Stirnfläche der Bandrolle angrenzt. Dadurch kann die Bandrolle auf verhältnismäßig großem Umfang der Drehlagerfläche und damit mit verhältnismäßig großer Reibung, d.h. zur Sicherung gegen Nachlaufen ausreichend gebremst, gelagert werden. Weiterhin kann zur Lagerung der Bandrolle auf das umständliche Einstecken einer Stange verzichtet werden, da es durch die Ausbildung der Drehlagerfläche als Außenumfangsfläche ohne weiteres möglich ist, die Bandrolle lediglich durch Auflegen zu lagern.

    [0006] Die erfindungsgemäße Gestaltung der Drehlagerfläche gewährleistet einen geringen, über die Au- ßenbegrenzungen des Schleifmittelbandes hinausragenden Raumbedarf der Lagereinsätze, so daß die Bandrolle durch diese Lagereinsätze nur unwesentlich verbreitert wird.

    [0007] Obwohl es denkbar ist, den Schleifmittel-Speicher ausschließlich durch die gewickelte Bandrolle in Verbindung mit einem oder zwei Lagereinsätzen zu bilden, ist es besonders vorteilhaft, wenn der Schleifmittel-Speicher zusätzlich ein an die Bandrolle bzw. die Lagereinsätze angepaßtes Traglager zur leicht herausnehmbaren bzw. einsetzbaren Aufnahme der Bandrolle aufweist. Dieses Traglager kann in einfacher Weise so ausgebildet werden, daß benachbarte Bandrollen einander beim Drehen nicht berühren und damit auch nicht in Abwickelrichtung mitnehmen, ohne daß hierfür ein ins Gewicht fallender zusätzlicher Raumbedarf erforderlich ist. Dieses Traglager weist zweckmäßig Lagerschalen für die Aufnahme der Drehlagerflächen auf, wobei der Radius der Lagerschalen so an den Durchmesser der Drehlagerflächen angepaßt werden kann, daß bei exakter Lagerung die gewünschte Bremswirkung auftritt. Das Traglager kann in einfacher Weise für die Aufnahme zweier oder mehrerer, vorzugsweise achsgleich nebeneinander mit horizontaler Achse liegender Bandrollen vorgesehen sein, so daß Schleifmittelband unterschiedlicher Körnung nebeneinanderliegend bereitgehalten werden kann.

    [0008] Ferner können Mittel zum einfachen Abtrennen des jeweils von einer Bandrolle abgezogenen Teiles des Schleifmittelbandes vorgesehen sein, wobei diese Abtrennvorrichtung zweckmäßig so angeordnet ist, daß sie bei jedem Rollendurchmesser im wesentlichen gleich gut wirkt.

    [0009] Diese und weitere Merkmale von bevorzugten Weiterbildungen der Erfindung gehen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein können. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:

    Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Schleifband-Speicher, teilweise im Axialschnitt,

    Fig. 2 einen Lagereinsatz des Schleifband-Speichers gemäß Fig. 1 in teilweise geschnittener Ansicht auf die Außenseite,

    Fig. 3 ein Traglager für mehrere Schleifmittel-Bandrollen des Schleifband-Speichers,

    Fig. 4 das Traglager gemäß Fig. 3 in Seitenansicht,

    Fig. 5 einen Ausschnitt der Fig. 3 in Draufsicht und vergrößerter Darstellung.



    [0010] Der in Fig. 1 dargestellte, durch eine einzige Bandrolle 2 aus gewickeltem Schleifmittelband konstanter Breite gebildete Schleifband-Speicher 1, der auch zwei oder mehr Bandrollen und zusätzlich ein Traglager 3 gemäß den Figuren 3 bis 5 aufweisen kann, weist im Zentrum der Bandrolle 2 eine durch einen Wickelkern bestimmte, im wesentlichen zylindrische Durchgangsöffnung 4 auf, in die von beiden Stirnseiten 5 her zwei jeweils einteilige, gleich ausgebildete Lagereinsätze 6 derart eingesteckt sind, daß sie im Abstand voneinander liegen und ausschließlich durch Verspannung gegenüber der Bandrolle 2 unabhängig voneinander an dieser gehalten sind. Jeder Lagereinsatz 6 weist einen als hülsenförmigen Rotationskörper ausgebildeten, zu seinem inneren Ende schwach konisch verjüngten Kernteil 7 mit gegenüber seinem Außendurchmesser wesentlich kleinerer Axialerstreckung auf, der zur besseren Sicherung gegenüber der Innenfläche der Durchgangsöffnung 4 am Außenumfang mit Erhebungen, beispielsweise mit axialrippenartigen Vorsprüngen versehen sein kann. Unmittelbar im Anschluß an den größten Durchmesser des Kernteiles 7 sind zwei im Abstand voneinanderliegende, radial nach außen um ein möglichst geringes Maß vorstehende Ringbunde 8, 9 vorgesehen, die zwischen sich eine im Querschnitt annähernd rechteckige bzw. quadratische Ringnut von einer Breite im Millimeterbereich begrenzen. Der innere Ringbund 8 dient als Anschlag zur axialen Ausrichtung des Lagereinsatzes 6 gegenüber der zugehörigen Stirnfläche 5 der Bandrolle 2; dieser Anschlag kann auch durch einzelne, über den Umfang verteilte Vorsprünge gebildet sein oder ganz weggelassen werden, so daß der Lagereinsatz 6 lediglich durch mehr oder weniger tiefes Einschieben in die Durchgangsöffnung 4 axial gegenüber der Bandrolle 2 ausgerichtet wird. Der äußere Ringbund 9, der am äußeren Ende des als Stirndeckel bzw. Lagerschild dienenden Lagereinsatzes 6 liegt, begrenzt axial eine durch eine Rotationsfläche bzw. den Nutgrund der Ringnut gebildete Drehlagerfläche 10 an ihrem der zugehörigen Stirnfläche 5 gegenüberliegenden Ende. Koaxial in der napfförmigen, jedoch im Boden mit Durchbrüchen versehenen Außenmuffe weist der Lagereinsatz eine von Radialrippen getragene zylindrische Nabenhülse 11 auf, durch welche ein Traglager in Form einer Stange oder dgl. gesteckt werden kann. Die Bandrolle 2 kann mit der Drehlagerfläche 10 oder mit die Außenumfangsfläche mindestens eines Ringbundes 8 bzw. 9 so in vertiefte Kuhlen zweier seitlicher, in Fig. 1 strichpunktiert angedeuteter Lagerwangen 13 eines Traglagers von oben eingelegt werden, daß sie einerseits durch Ziehen am ablaufenden Bandende 14 gedreht werden kann und andererseits dieser Drehung durch Reibung eine verhältnismäßig große Bremskraft entgegenwirkt, so daß die Bandrolle 2 nach Aufheben des Zuges am ablaufenden Bandende 14 nicht nachläuft, sondern sofort stillsteht.

    [0011] Die als stirnseitige Lagerabstützungen vorgesehenen Lagerwangen 13 sind zweckmäßig in Form vertikaler Unterteilungswände in gleichen Abständen frei vorstehend an einem Träger bzw. einer Konsole angeordnet, die durch eine plattenförmige Rückwand 15 aus Blech gebildet sein kann und an beiden Seiten nach hinten abgesetzte Winkelflansche als Befestigungsglieder 16 zur Befestigung an einer Wand, an zwei hinteren Stützen eines Regalsystems oder dgl. aufweist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind für die Aufnahme von vier Bandrollen fünf Lagerwangen 13 vorgesehen, von denen die beiden äußersten im Bereich der durch die Befestigungsglieder 16 gebildeten Seitenbegrenzungen des Traglagers 3 liegen. An ihren von der Rückwand 15 abgekehrten Vorderseiten sind alle Lagerwangen 13 über durchgehende Profilstäbe miteinander verbunden, so daß sich eine selbsttragende Rahmenkonstruktion von hoher Festigkeit ergibt.

    [0012] Zumindest jede der zwischen den äußersten Lagerwangen 13 liegenden Lagerwangen weist an ihrer Oberseite zwei miteinander fluchtende, unmittelbar nebeneinanderliegende Lagerschalen 17 auf, deren Abstand von der Rückwand 15 größer als von der Vorderseite des Traglagers ist. Der Abstand zwischen den beiden Lagerschalen 17 einer Lagerwange 13 ist nur geringfügig größer als die doppelte Dicke eines Ringbundes 9 der Lagereinsätze 6, so daß benachbarte Lagereinsätze 6 zweier benachbarter Bandrollen 2 mit ihren einander zugekehrten Stirnflächen raumsparend in sehr geringem Abstand voneinander liegen können. Zur besseren Zugänglichkeit der Lagereinsätze sowie zur vereinfachten Herstellung sind alle Lagerwangen 13 gleich ausgebildet. Jede Lagerwange 13 ist durch zwei parallele, aus Blechplatten bestehende, spiegelsymmetrische Wandungen 18 gebildet, deren Abstand voneinander gleich dem Abstand zwischen ihren Lagerschalen 17 ist. Diese Wandungen 18 sind zwischen den Lagerschalen 17 und der Rückwand 15 an ihren Oberkanten und im Bereich eines vor den Lagerschalen 17 liegenden oberen, geneigten Teiles der Vorderkante der Lagerwange 13 aufeinander zu abgesetzt bzw. abgekröpft und mit diesen abgekröpften Randstreifen 19, beispielsweise durch Punktschweißung, aneinander befestigt. Oberhalb ihrer horizontalen Unterkanten können die Wandungen 18 nach innen vorspringende, beispielsweise noppenförmige Distanzvorsprünge 20 aufweisen, mit welchen sie aneinander anliegen und die ebenfalls durch Punktschweißung aneinander befestigt sein können. Dadurch bildet jede Lagerwange 13 einen im Bereich der Lagerschalen 17 und im Bereich seiner Unterseite entsprechend dem Abstand zwischen den Wandungen 18 offenen Hohlkammer-Bauteil von hoher Festigkeit bei geringem Gewicht. Beide Wandungen 18 der mittleren Lagerwangen 13 sowie die inneren Wandungen 18 der beiden äußersten Lagerwangen 13 bilden nach außen abgewinkelte, annähernd über ihre ganze Höhe reichende Befestigungsschenkel 21, mit welchen die Lagerwangen 13 durch Punktschweißung oder dgl. an der Rückwand 15 befestigt sind. Die äußeren Wandungen 18 der beiden äußeren Lagerwangen 13 sind über deren hintere Enden in deren Ebene nach hinten fortgesetzt und am abgesetzten Befestigungsglied 16 durch Schweißung oder dgl. befestigt.

    [0013] Jede Lagerschale 17 bildet eine teilkreisförmig, insbesondere höchstens halbkreisförmig begrenzte, konkave Lauf- und Bremsfläche 22 für den Eingriff der Drehlagerfläche 10 des zugehörigen Lagereinsatzes 6, wobei die Breite der Drehlagerfläche 6 so an die Blechdicke im Bereich der jeweiligen Lauffläche 22 angepaßt ist, daß sie in diese mit verhältnismäßig geringem Axialspiel eingreift. Der Radius der Lauffläche 22, die auch durch einzelne, im Abstand voneinanderliegende Vorsprünge gebildet sein kann, ist praktisch gleich dem halben Durchmesser der Drehlagerfläche 10, so daß über den Umfang der Lauffläche 22 eine gleichmäßige Anlage an der Drehlagerfläche 10 gewährleistet ist. Zur Rückseite der Lagerwange 13 geht jede Lauffläche 22 tangential in eine vertikal nach oben anschließende Begrenzungskante 23 über, die an den zugehörigen Randstreifen 19 anschließt und bis etwa in eine Höhe über der tiefsten Stelle der Lauffläche 22 reicht, die gleich deren Durchmesser ist. Die zur Vorderseite hin liegende Begrenzung der Lauffläche 22 endet etwa in Höhe von deren Mittelachse 12. Dadurch kann beim Einsetzen einer Bandrolle 2 diese mit ihren Lagereinsätzen gegen die Begrenzungskanten 23 von vorne angeschlagen und dann durch Absenken in Eingriff mit den Laufflächen 22 gebracht werden.

    [0014] Die die Lagerwangen 13 an der Vorderseite im Anschluß an deren Unterkanten verbindenden, im wesentlichen durch Winkelprofile gebildeten Profilstäbe sind als Abtrennvorrichtung 24 für die ablaufenden Bandenden 14 der Bandrollen 2 ausgebildet, wobei zwei nach vorne abstehende Winkelschenkel einen über die Breite des Traglagers 3 ununterbrochen durchgehenden Abzugs- bzw. Durchlaufschlitz 25 für die Bandenden 14 bilden, der in Abzugsrichtung trichterartig verengt ist und unmittelbar oberhalb einer Längenmeßvorrichtung 26 liegt. Die untere, gegenüber der oberen Begrenzung zurückversetzte Längsbegrenzung des Abzugsschlitzes 25 ist zur Bildung einer Abreißkante 27 spitzwinklig gezackt bzw. gezahnt ausgebildet, so daß das Bandende 14 durch Druck nach unten gegen die Abreißkante 27 sauber abgetrennt und damit von der Bandrolle 2 gelöst werden kann. Den Befestigungsschenkeln 21 entsprechende Befestigungsschenkel 28 tragen die Profilstäbe 29, 30.

    [0015] Jeweils eine Längenmeßvorrichtung 26 ist im Bereich der zu den äußersten Lagerwangen 13 benachbarten Lagerwangen, also im Bereich jeder zweiten Lagerwange, vorgesehen, so daß die jeweilige Längenmeßvorrichtung 26 für zwei benachbarte Bandrollen 2 verwendet werden kann. Die jeweilige Längenmeßvorrichtung 26 weist einen etwa rechtwinklig zur Rückwand 15 zwischen den zugehörigen Wandungen 18 der Tragwange 13 liegenden Meßstab 31 auf, der in einem als Gleitlager dienenden Führungsbügel 32 an der Vorderseite der Lagerwange 13 in seiner Längsrichtung verschiebbar gelagert ist. Der Führungsbügel 32 ist im einspringenden Winkel des unteren Profilstabes 30 befestigt, dessen aufrechter Schenkel eine weitere, der Gleitöffnung im Führungsbügel 32 mit geringem Abstand gegenüberliegende Gleitöffnung für den Meßstab 31 aufweist, derart, daß dieser infolge seines Lagerspieles in ausgezogenem Zustand gegenüber seiner Verschieberichtung auch Querbewegungen ausführen und dadurch leicht gemeinsam mit dem Bandende 14 gehalten werden kann. Das hintere Ende des durch einen Drahtabschnitt gebildeten Meßstabes 31 ist zur Bildung eines Anschlages 33 abgewinkelt. Dieser Anschlag 33 dient durch Anlage an der Rückwand 15 sowohl zur Anschlagbegrenzung der eingeschobenen Stellung als auch durch Anschlag an dem Profilstab 30 zur Anschlagbegrenzung der ausgezogenen Stellung. In der eingeschobenen Stellung ragt das vordere Ende des Meßstabes 31 so weit frei über die Vorderseite des Führungsbügels 32 vor, daß es zum Herausziehen bequem gegriffen werden kann. In ausgezogenem Zustand steht der Meßstab 31 um dasjenige Maß über die Abreißkante 27 vor, welches der Länge eines Schleifmittelband-Abschnittes entspricht, wie er üblicherweise für die Verwendung an Rutschern bzw. Schwingschleifern benötigt wird. Dadurch, daß der Raum zwischen benachbarten Lagerwangen 13 von unten her frei zugänglich ist, kann das ablaufende Bandende 14 der jeweiligen Bandrolle 2 von unten her leicht gegriffen und durch den Abzugsschlitz 25 nachgeschoben werden.


    Ansprüche

    1. Band-Speicher, bei dem mindestens eine eine zentrale Durchgangsöffnung (4) aufweisende Bandrolle in ihrer Durchgangsöffnung (4) mindestens einen Lagereinsatz (6) aufweist, der mit einer zur Rollenachse etwa koaxialen durch eine Außenumfangfläche gebildeten Drehlagerfläche (10) zur drehbaren Lagerung der Bandrolle an einem Traglager (3) versehen ist, wobei die Drehlagerfläche (10), deren Durchmesser wenigstens annähernd so groß wie der Innendurchmesser der Durchgangsöffnung (4) ist, im wesentlichen durch eine axiale Fortsetzung des Lagereinsatzes (6) gebildet ist, und insbesondere zwei gesonderte Drehlagerflächen (10) beiderseits außerhalb der Stirnflächen (5) der Bandrolle (2) liegen, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandrolle (2) durch gewickeltes Schleifwickelband gebildet ist und daß die Drehlagerfläche (10) durch die axiale Fortsetzung einer in die Innenfläche der Durchgangsöffnung (4) eingreifenden Steckfläche gebildet, an mindestens einer Seite von einem Ringbund (8, 9) begrenzt und derart angeordnet ist, daß sie annähernd an die Stirnfläche (5) der Bandrolle (2) angrenzt.
     
    2. Speicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehlagerfläche (10) ringnutförmig ist.
     
    3. Speicher nach Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß gesonderte, insbesondere gleiche, Lagereinsätze (6) an beiden Stirnseiten der Bandrolle (2) vorgesehen sind und jeweils eine Drehlagerfläche (10) aufweisen, wobei der Lagereinsatz (6) einen vorzugsweise durch den inneren Ringbund (8) gebildeten Anschlag für die Anlage an der zugehörigen Stirnseite (5) der Bandrolle (2) aufweist und/oder das äußere Ende der Drehlagerfläche (10) annähernd bis zum zugehörigen Ende des Lagereinsatzes (6) reicht, das vorzugsweise durch den äußeren Ringbund (9) gebildet ist.
     
    4. Speicher nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehlagerflächen (10) an den Stirnseiten eines Rollenkernes vorgesehen sind, der vorzugsweise zweiteilig in Form von stirnseitig in die Bandrolle (2) einsteckbaren Kernteilen ausgebildet ist.
     
    5. Speicher nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagereinsatz (6) durch einen ringförmigen Bauteil, insbesondere aus Kunststoff, gebildet ist und vorzugsweise eine von Radialrippen getragene Nabenhülse (11) im Innern aufweist.
     
    6. Speicher nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Traglager (3) wenigstens eine Lagerschale (17) für die drehbare Abstützung der Drehlagerfläche (10) mindestens einer Bandrolle (2) aufweist, vorzugsweise für jede Bandrolle (2) mit zwei Lagerschalen (17) versehen ist, die jeweils durch eine aufrechte Lagerwange (13) gebildet ist, die vorzugweise rechtwinklig von einer Rückwand (15) absteht und ggf. ein Paar Lagerschalen (17) für zwei benachbarte, achsgleiche Bandrollen (2) bildet, und daß vorzugsweise bei eingesetzten Bandrollen (2) deren zueinander benachbarte Lagereinsätze (6) mit einem geringen Spaltabstand voneinanderliegen.
     
    7. Speicher nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige Lagerwange (13) aus zwei wenigstens im Bereich der Lagerschalen (17) im Abstand voneinander liegenden Wandungen (18) aus Blech oder dgl. besteht, deren obere, vorzugsweise kreisbogenabschnittförmig ausgeschnittene Kanten die Lagerschalen (17) bzw. deren Laufflächen (22) bilden und die vorzugsweise mit abgesetzten Randzonen (19) zu einem Hohlkammer-Bauteil verbunden sind, wobei der Radius der Lagerschale (17) gleich oder geringfügig größer als der Radius der Drehlagerfläche (10) der Bandrolle (2) ist und ggf. die Lagerschalen (17) annähernd halbkreisförmig nach oben offen sind und daß vorzugsweise die vordere Begrenzung der Lagerschale (17) etwa in Höhe von deren Mittelachse (12) und die hintere Begrenzung (23) höher liegt.
     
    8. Speicher nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine im Abzugsweg des jeweiligen Schleifmittelbandes an der Vorderseite des Traglagers (3) vorgesehene Abtrennvorrichtung (24) für das Schleifmittelband, die vorzugsweise durch eine über alle Bandrollen durchgehende Abreißkante (27) gebildet ist und/oder einen Abzugsschlitz (25) für die Durchführung des von der Bandrolle (2) kommenden Schleifmittelbandes aufweist und daß vorzugsweise die untere Schlitzbegrenzung durch die gezackte Abreißkante (27) gebildet ist, wobei die Abtrennvorrichtung (24) tiefer als die Lagerschale (17) liegt und vorzugsweise der Raum zwischen benachbarten Lagerwangen (13) an deren Unterseite offen ist.
     
    9. Speicher nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch mindestens eine an der Vorderseite des Traglagers (3) in Nähe des Abzugsweges des Schleifmittelbandes vorgesehene Längenmeßvorrichtung (26) für das Schleifmittelband, die vorzugsweise einen in Abzugsrichtung des Schleifmittelbandes nach vorne anschlagbegrenzt herausziehbaren Meßstab (31) aufweist, der ggf. zwischen die Wandungen (18) einer Lagerwange (13) eingreift und vorzugsweise unmittelbar unterhalb des Abzugsschlitzes (25) liegt.
     
    10. Speicher nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Traglager (3) zur Befestigung in einem Regalsystem oder dgl. ausgebildet ist, insbesondere an der Rückwand (15) Befestigungsglieder (16) aufweist.
     


    Claims

    1. Belt store, in which at least one belt reel having a central passage opening (4) has in the latter at least one bearing insert (6), which is provided with a pivot bearing surface (10) roughly coaxial to the reel axis and formed by an external circumferential surface for the rotary mounting of the belt reel on an angular bearing (3), the pivot bearing surface (10), whose diameter is at least approximately as large as the internal diameter of the passage opening (4), is essentially formed by an axial extension of the bearing insert (6) and in particular two separate pivot bearing surfaces (10) are located on either side outside the end faces (5) of the belt reel (2), characterized in that the belt reel (2) is formed by a wound abrasive belt and that the pivot bearing surface (10) is formed by the axial extension of a plug-in surface engaging in the inner face of the passage opening (4), bounded on at least one side by a collar (8, 9) and arranged in such a way that it is approximately adjacent to the end face (5) of belt reel (2).
     
    2. Store according to claim 1, characterized in that the pivot bearing surface (10) is ring groove- like.
     
    3. Store according to claims 1 or 2, characterized in that separate, particularly identical bearing inserts (6) are provided on both ends of the belt reel (2) and in each case have a pivot bearing surface (10), the bearing insert (6) having a stop for the engagement on the associated end (5) of belt reel (2) preferably formed by the inner collar (8) and/or the outer end of the pivot bearing surface (10) extends approximately to the associated end of bearing insert (6), which is preferably formed by the outer collar (9).
     
    4. Store according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the pivot bearing surfaces (10) are provided on the ends of a reel hub, which is preferably constructed in two-part manner in the form of hub parts insertable frontally into the belt reel (2).
     
    5. Store according to one of the claims 1 to 4, characterized in that the bearing insert (6) is formed by an annular component, particularly made from plastic and preferably has in the interior a hub sleeve (11) carried by radial ribs.
     
    6. Store according to one of the claims 1 to 5, characterized in that the angular bearing (3) has at least one bearing box (17) for the rotary support of the pivot bearing surface (10) of at least one belt reel (2) and is preferably provided with two bearing boxes (17) for each belt reel (2), each being formed by an upright bearing cheek or side (13), which preferably projects at right angles from a rear wall (15) and optionally forms a pair of bearing boxes (17) for two adjacent, equiaxial belt reels (2) and that preferably with the belt reels (2) inserted, there adjacent bearing inserts (6) are spaced by a small gap.
     
    7. Store according to one of the claims 1 to 6, characterized in that the particular bearing cheek (13) comprises two sheet metal or similar walls (18) which are spaced from one another at least in the vicinity of the bearing boxes (17) and whose upper, preferably arc portion-like, cutout edges form the bearing boxes (17) or their bearing surfaces (22) and which preferably with offset marginal zones (19) are connected to a hollow chamber component, the radius of the bearing box (17) being the same or slightly larger than the radius of the pivot bearing surface (10) of belt reel (2) and optionally the bearing boxes (17) are open to the top in approximately semicircular manner and that preferably the front boundary of the bearing box (17) is roughly level with its centre axis, 12) and the rear boundary (23) is higher.
     
    8. Store according to one of the claims 1 to 7, characterized by a separating device (24) for the abrasive belt provided in the removal path of the particular abrasive belt on the front of the angular bearing (3) and which is preferably formed by a sharp edge (27) passing over all the belt reels and/or has a removal slot (25) for the passage of the abrasive belt from belt reel (2) and that preferably the lower slot boundary is formed by the toothed sharp edge (27), the separating device (24) being lower than the bearing box (17) and preferably the space between adjacent bearing cheeks (13) on the underside thereof is open.
     
    9. Store according to one of the claims 1 to 8, characterized by at least one length measuring device (26) for the abrasive belt located on the front of the angular bearing (3) in the vicinity of the removal path of the abrasive belt and which preferably has in the removal direction of the abrasive belt a preferably forwardly stop-limited, removable measuring rod (31), which optionally engages between the walls (18) of a bearing cheek (13) and preferably is located directly below the removal slot (25).
     
    10. Store according to one of the claims 1 to 9, characterized in that the angular bearing (3) is constructed for fixing in a shelf system or the like, particularly having fixing members (16) on the rear wall (15).
     


    Revendications

    1. Magasin pour bande dans lequel au moins un rouleau de bande présentant un orifice de passage central (4) présente au moins un embout de palier (6) dans son orifice de passage (4) qui est pourvu d'une surface de palier (10) formée par une surface périphérique extérieure et disposée à peu près coaxialement par rapport à l'axe du rouleau pour permettre le montage à pivot du rouleau de bande sur un palier de support (3) tandis que la surface de palier (10), dont le diamètre est au moins à peu près aussi grand que le diamètre intérieur de l'orifice de passage (4), est constitué essentiellement par un prolongement axial de l'embout de palier (6) et en particulier dans lequel deux surfaces de palier séparées (10) sont situées de part et d'autre en dehors des surfaces frontales (5) du rouleau de bande (2), caractérisé en ce que le rouleau de bande (2) est formé par une bande abrasive enroulée et que la surface de palier (10) est constituée par le prolongement axial d'une surface d'insertion venant au contact avec la surface intérieure de l'orifice de passage (4), est limitée au moins d'un côté par un collet annulaire (8, 9) et est disposée de façon à ce qu'elle soit située à peu près sur la surface frontale (5) du rouleau de bande (2).
     
    2. Magasin selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface de palier (10) a la forme d'une rainure annulaire.
     
    3. Magasin selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que des embouts de palier (6) séparés et en particulier identiques sont prévus sur les deux faces frontales du rouleau de bande (2) et présentent chacun une surface de palier (10) tandis que l'embout de palier (6) présente une butée constituée avantageusement par le collet annulaire intérieur (8) pour venir appuyer sur la face frontale correspondante (5) du rouleau de bande (2) et/ou que l'extrémité extérieure de la surface de palier (10) se prolonge à peu près jusqu'à l'extrémité correspondante de l'embout de palier (6) qui est formé avantageusement par le collet annulaire extérieur (9).
     
    4. Magasin selon la revendication 1 à 3, caractérisé en ce que les surfaces de palier (10) sont prévues sur les faces frontales d'un noyau de rouleau qui est réalisé avantageusement en deux pièces sous forme de parties de noyau pouvant être inse- rées sur la face frontale dans le rouleau de bande (2).
     
    5. Magasin selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'embout de palier (6) est formé par une pièce annulaire en particulier en matière plastique et présente de préférence à l'intérieur une douille de moyeu (11) qui est supportée par les nervures radiales.
     
    6. Magasin selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le palier de support (3) présente au moins un coussinet (17) pour supporter à pivot la surface de palier (10) d'au moins un rouleau de bande (2) et est de préférence pourvue de deux coussinets (17) pour chaque rouleau de bande (2), ces coussinets étant constitués chacun d'une joue de palier verticale (13) qui est écartée de préférence perpendiculairement d'une paroi arrière (15) et qui forme éventuellement une paire de coussinets (17) pour deux rouleaux de bande (2) voisins et coaxiaux et en ce que les embouts de palier (6) voisins l'un de l'autre sont écartés l'un de l'autre d'une faible distance de préférence lorsque les rouleaux de bande (2) sont mis en place.
     
    7. Magasin selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que chaque joue de palier (13) est constituée de deux cloisons (18) en tôle ou matériau analogue écartées d'une certaine distance l'une de l'autre au moins dans la zone des coussinets (17) et dont les bords supérieurs, de préférence découpés en forme de segments d'arc de cercle, forment les coussinets (17) ou leur surface de roulement (22) et sont assemblés pour former un élément constructif creux de préférence avec des zones périphériques décalées (19) tandis que le rayon du coussinet (17) est égal ou légèrement plus grand que le rayon de la surface de palier (10) du rouleau de bande (2), qu'éventuellement les coussinets (17) sont ouverts vers le haut , approximativement en forme de demi- cercle, et que la limite antérieure du coussinet (17) est située de préférence à peu près à la hauteur de son axe central (12) tandis que la limite postérieure (23) est située plus haut.
     
    8. Magasin selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par un dispositif de séparation (24) pour la bande abrasive prévu sur le trajet d'extraction de la bande abrasive sur la face antérieure du palier de support (3), ce dispositif étant constitué de préférence d'une arête d'arrachement (27) continue et passant par tous les rouleaux de bande et/ou présentant une fente d'extraction (25) pour le passage de la bande abrasive provenant du rouleau de bande (2) et en ce que la limite inférieure de la fente est constituée de préférence par l'arête d'arrachement dentelée (27) tandis que le dispositif de séparation (24) est situé plus bas que le coussinet (17) et que l'espace entre les joues de paliers voisines (13) est ouvert de préférence à leurs faces inférieures.
     
    9. Magasin selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par au moins un dispositif de mesure de longueur (26) prévu sur la face avant du palier de support (3) à proximité du trajet d'extraction de la bande abrasive pour la bande abrasive qui présente de préférence une règle de mesure (31) pouvant être tirée vers l'extérieur dans la direction d'extraction de la bande abrasive mais est limitée vers l'avant par une butée, cette règle venant éventuellement au contact d'une joue de palier (13) entre les cloisons (18) et étant située de préférence immédiatement en-dessous de la fente d'extraction (25).
     
    10. Magasin selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le palier de support (3) est disposé de manière à pouvoir être fixé dans un système d'étagères ou analogue et présente en particulier des éléments de fixation (16) sur la paroi arrière (15).
     




    Zeichnung