[0001] Die Erfindung betrifft eine Strahlungsheizvorrichtung für Kochplatten, bei der auf
einem Isolierkörper Heizwendeln verlegt sind, die einzeln oder in Gruppen schaltbar
sind und bei der die den Umfang der Heizwendeln umschließenden Außenkreise ineinanderliegen.
[0002] Eine derartige Strahlungsheizvorrichtung ist in der DE-OS 33 15 438 beschrieben.
Wird bei einer solchen Strahlungsheizvorrichtung nur eine Heizwendel eingeschaltet,
dann wird die Kochplatte, insbesondere Glaskeramik-Kochplatte, über den anderen Heizwendeln
nur unzureichend erwärmt. Es ergibt sich eine ungleichmäßige Wärmeverteilung an der
Kochplatte.
[0003] In dem DE-GM 84 00 644 ist eine Strahlungsheizvorrichtung beschrieben, bei der drei
Heizwendeln spiralförmig nebeneinander verlaufen. Die einen Anschlüsse der Heizwendeln
liegen innen. Sie müssen deshalb durch den Isolierkörper hindurch nach außen geführt
worden. Dies erschwert den Aufbau einer solchen Strahlungsheizvorrichtung.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer Strahlungsheizvorrichtung der eingangs genannten
Art eine über die Fläche möglichst gleichmäßige Beheizung zu erreichen, auch wenn
nur eine der Heizwendeln eingeschaltet ist, und eine einfache Anschlußmöglichkeit
für die Heizwendeln zu schaffen.
[0005] Erfindungsgemäß ist obige Aufgabe bei einer Strahlungsheizvorrichtung der eingangs
genannten Art dadurch gelöst, daß jede Heizwendel mehrere von ihrem Außenlcreis nach
innen ragende Abschnitte aufweist, die an auf dem jeweiligen Außenkreis liegende Abschnitte
der betreffenden Heizwendel anschließen, daß die nach innen ragenden Abschnitte der
Heizwendeln ineinandergreifen und daß zwischen den beiden Anschlußstellen der Heizwendel
mit dem größten Aussenkreis die Anschlußstellen der heizwendeln mit den kleineren
Außenkreisen nebeneinanderliegen.
[0006] Jede Heizwendel weist dabei einerseits auf ihrem Außenkreis, also weit außen, liegende
Abschnitte und andererseits von diesen nach innen zur Mitte der Fläche des Isolierkörpers
ragende Abschnitte auf. wird nur eine der Heizwendeln eingeschaltet, dann ergibt sich
dennoch eine sehr breite Ringzono, in der die Kochplatte erwärmt wird. Die Ringzonen,
in denen die Heizwendeln verlaufen, liegen nicht aneinander angrenzend ineinander,
sondern überlappen sich weit. Dadurch ergibt sich für die möglichen schaltbaren Heizleistungsstufen
eine recht gleichmäßige Erwärmung der Kochplatte.
[0007] Die Anschlußstellen liegen weit außen am Isolierkörper. Sie sind nicht durch Abschnitte
anderer Heizwendeln so abgedeckt, daß sich Anschlüsse und Heizwendeln kreuzen müßten.
Die Anschlußstollen sind damit an der Oberfläche des Isolierkörpers einfach kontaktierbar.
[0008] Heitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung von zwei Ausführungsbeispielen. In der Zeichnung zeigen:
Figur 1 eine Strahlungsheizvorrichtung für eine Glaskeramik-Kochplatte und
Figur 2 die Strahlungsheizvorrichtung mit geänderter Verlegung der äußeren Heizwendel.
[0009] Eine Strahlungsheizvorrichtung weist einen kreisförmigen oder ovalen Isolierkörper
1 auf. Der Isolierkörper 1 ist mit einem hochstehenden Ringrand 2 versehen. Innerhalb
des Ringrandes 2 verlaufen Kanäle 3 zur Aufnahme von drei Heizwendeln 4, 5 und 6.
[0010] Außerhalb des Ringrandes 2 ist ein Regler 7 angeordnet, dessen Temperaturfühler mit
8 bezeichnet ist. Die drei Heizwendeln 4, 5 und 6 sind elektrisch in Siebentaktschaltung
schaltbar. Über den Heizwendeln 4, 5 und 6 erstreckt sich eine nicht näher dargestellte
Glaskeramik-Kochplatte.
[0011] Die äußere Heizwendel 4 ist von einem Außenkreis A umschlossen. Die mittlere Heizwendel
5 ist von einem Außenkreis B umschlossen. Die innere Heizwendel 6 ist von einem Außenkreis
C umschlossen.
[0012] Die äußere Heizwendel 4 weist Abschnitte 9 auf, die beim Außenkreis A verlaufen.
Von diesen Abschnitten 9 ragen Abschnitte 10 nach innen zur Mitte der Oberfläche des
Isolierkörpers 1 bis zu einem Innenkreis a. Die mittlere Heizwendel 5 weist Abschnitte
11 auf, die beim Außenkreis B verlaufen. Zwischen den Abschnitten 11 erstrecken sich
Abschnitte 12 nach innen bis zu einem Innenkreis b. Die innere Heizwendel 6 weist
Abschnitte 13, die heim Außenkreis C verlaufen, auf. Zwischen den Abschnitten 13 ragen
Abschnitte 14 nach innen bis zu einem Innenkreis c. Die nach innen ragenden Abschnitte
10, 12 und 14 greifen ineinander. Ihre Gestalt ist V-förmig (vgl. Figur 1 und 2) oder
U-förmig (vgl. Abschnitte 10 in Figur 2). Die Kreise A, B, C, a, b, c liegen konzentrisch.
[0013] Die Heizwendel 4 weist im Bereich ihres Außenkreises A zwei beabstandete Anschlußstellen
15 auf. Die Heizwendel 5 weist im Bereich ihres Außenkreises B Anschlußstellen 16
auf. Die Heizwendel 6 ist im Bereich ihres Außenkreises C mit Anschlußstellen 17 versehen.
Die Anschlußstellen 16 liegen zwischen den Anschlußstellen 15. Die Anschlußstellen
17 liegen zwischen den Anschlußstellen 16. Alle Anschlußstellen 15, 16, 17 liegen
also nahe dem Ringrand 2 und sind diesem gegenüber nicht durch einen der genannten
Abschnitte verbunden, so daß die Anschlüsse leicht und ohne Kreuzungen oder Verlegungen
innerhalb des Isolierkörpers 1, nach außen an eine Anschlußleiste 18 geführt werden
können. Da die Anschlußstellen nahe beieinanderliegen, können einzelne Anschlußstellen,
je nach der vorgesehenen Schaltung, auch leicht direkt miteinander verbunden werden.
Jede Heizwendel 4, 5 und 6 verläuft zwischen ihren Anschlußstellen 15, 16 bzw. 17
einziigig. Sie erstreckt sich also nur in einer Lage auf dem Isolierkörper 1.
[0014] Durch die beschriebene Anordnung entfaltet die Heizwendel 4 in der Ringzone A-a ihre
Heizwirkung. Die Heizwendel 5 wirkt in der Ringzone ß-b. Die Heizwendel 6 ist in der
Ringzone C-c wirksam und strahlt darüber hinaus auch ins Innere des Kreises c. Hierfür
ist im Bereich des Kreises c auf einen die Heizwendel 6 seitlich abdeckenden Steg
verzichtet. Die Heizwendel 6 liegt also im Bereich des Innenkreises c nicht in einem
Kanal. Die Ringzonen A-a, B-b, C-c überlappen sich (vgl. Figur 2). Da sich auch die
Ringzonen A-a und C-c überlappen, besteht eine Ringzone C-a, in der Abschnitte aller
drei Heizwendeln liegen. Dadurch ist gewährleistet, daß die Ringzone C-a und ein anschließender
Bereich erwärmt wird, unabhängig davon, welche der Heizwendeln 4, 5 oder 6 eingeschaltet
ist. Eine Überhitzung der Ringzone C-a erfolgt nicht, da auch in der Ringzone C-a
die betreffenden Abschnitte nebeneinanderliegen,
[0015] Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 2 ist die äußere Heizwendel 4 und die innere
Heizwendel 6 geringfügig anders verlegt als beim Ausführungsbeispiel nach Figur 1.
Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 1 verlaufen die Abschnitte 10 V-förmig, wogegen
sie beim Ausführungsbeispiel nach Figur 2 U-förmig gelegt sind. Die innere Heizwendel
6 ist beim Ausführungsbeispiel nach Figur 2 bei ihrem Innenlcreis c spitzer verlegt
als beim Ausführungsbeispiel nach Figur 1. Für die unterschiedlichen Verlegungsmöglichkeiten
brauchen nicht Isolierkörper mit entsprechend anders verlaufenden Kanälen 3 vorgesehen
sein. Die Kanäle 3 sind so gestaltet, daß Heizwendeln sich in unterschiedlicher Weise
einlegen lassen. Dementsprechend bleiben dann nicht benötigte Kanalteile frei. Solche
Kanalteile sind in Figur 1 mit 19 und in Figur 2 mit 20 bezeichnet. Die Anordnung
der Heizwendeln richtet sich nach der gewünschten Heizleistung. Es müssen nicht für
die verschiedenen Heizleistungen auch entsprechend unterschiedliche Isolierkörper
vorgesehen sein.
1. Strahlungsheizvorrichtung für Kochplatten, bei der auf einem Isolierkörper Heizwendeln
verlegt sind, die einzeln oder in Gruppen schaltbar sind und bei der die den Umfang
der Heizwendeln umschließenden Außenkreise ineinander liegen, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Heizwendel (4, 5, 6) mehrere von ihrem Aussenkreis (A, B, C) nach innen ragende
Abschnitte (10, 12, 14) aufweist, die an auf dem jeweiligen Außenkreis (A, B, C) liegende
Abschnitte (9, 11, 13) der betreffenden Heizwendel (4, 5, 6) anschließen, daß die
nach innen ragenden Abschnitte (10, 12, 14) der Heizwendeln (4, 5, 6) ineinandergreifen
und daß zwischon den beiden Anschlußstellen (15) der Heizwendel (4) mit dem größten
Außenkreis (A) die Anschlußstellen (16, 17) der Heizwendeln (5, 6) mit den kleineren
Außenkreisen (B, C) nebeneinanderliegen.
2. Strahlungsheizvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußstellen
(15, 16, 17) der Heizwendeln (4, 5, 6) im Bereich der Außenkreise (A, B, C) nebeneinanderliegen.
3. Strahlungsheizvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
von den Heizwendeln (4, 5, 6) eingenommenen Ringzonen (A-a, B-b, C-c) einander überlappen.
4. Strahlungsheizvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich auch
die von der äußeren Heizwendel (4) eingenommene Ringzone (A-a) und die von der inneren
Heizwendel (6) eingenommene Ringzone (C-c) überlappen.
5. Strahlungsheizvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die nach innen ragenden Abschnitte (10, 12, 14) U-oder V-förmig verlaufen.
6. Strahlungsheizvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß am Isolierkörper (1) verschiedenen, möglichen Vorlegeformen der Heizwendeln (4,
6) entsprechende Kanäle (3) vorgesehen sind.
7. Strahlungsheizvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die innere Heizwendel (6) im Bereich des Innenkreises (c) nicht in einem Kanal
liegt.