(19)
(11) EP 0 223 966 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
03.06.1987  Patentblatt  1987/23

(21) Anmeldenummer: 86113219.9

(22) Anmeldetag:  25.09.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4H05B 3/68, F24C 7/06, H05B 3/74
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR GB IT LI

(30) Priorität: 27.11.1985 DE 3541839

(71) Anmelder: AKO-Werke GmbH & Co
D-7988 Wangen/Allgäu (DE)

(72) Erfinder:
  • Hecht, Josef
    D-7959 Kirchberg 1 (DE)
  • Dzwigon, Günter
    D-7970 Leutkirch (DE)

(74) Vertreter: Gaiser, Hartmut, Dipl.-Ing. 
Sulzbacher Strasse 39
D-90489 Nürnberg
D-90489 Nürnberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Strahlungsheizvorrichtung für Kochplatten


    (57) Bei einer Strahlungsheizvorrichtung für Keramikkochplatten sind auf einem Isolierkörper 1 einzeln schaltbare Heizwendeln 4, 5, 6 verlegt. Um eine gleichmäßige Beheizung und eine einfache Anschlußmöglichkeit zu gewährleisten, weist jede Heizwendel 4, 5, 6 mehrere nach innen ragende Abschnitte 10, 12, 14 auf. Diese Abschnitte der Heizwendeln 4, 5, 6 greifen ineinander. Die Anschlußstellen 15, 16 17 liegen nebeneinander.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Strahlungsheizvorrichtung für Kochplatten, bei der auf einem Isolierkörper Heizwendeln verlegt sind, die einzeln oder in Gruppen schaltbar sind und bei der die den Umfang der Heizwendeln umschließenden Außenkreise ineinanderliegen.

    [0002] Eine derartige Strahlungsheizvorrichtung ist in der DE-OS 33 15 438 beschrieben. Wird bei einer solchen Strahlungsheizvorrichtung nur eine Heizwendel eingeschaltet, dann wird die Kochplatte, insbesondere Glaskeramik-Kochplatte, über den anderen Heizwendeln nur unzureichend erwärmt. Es ergibt sich eine ungleichmäßige Wärmeverteilung an der Kochplatte.

    [0003] In dem DE-GM 84 00 644 ist eine Strahlungsheizvorrichtung beschrieben, bei der drei Heizwendeln spiralförmig nebeneinander verlaufen. Die einen Anschlüsse der Heizwendeln liegen innen. Sie müssen deshalb durch den Isolierkörper hindurch nach außen geführt worden. Dies erschwert den Aufbau einer solchen Strahlungsheizvorrichtung.

    [0004] Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer Strahlungsheizvorrichtung der eingangs genannten Art eine über die Fläche möglichst gleichmäßige Beheizung zu erreichen, auch wenn nur eine der Heizwendeln eingeschaltet ist, und eine einfache Anschlußmöglichkeit für die Heizwendeln zu schaffen.

    [0005] Erfindungsgemäß ist obige Aufgabe bei einer Strahlungsheizvorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß jede Heizwendel mehrere von ihrem Außenlcreis nach innen ragende Abschnitte aufweist, die an auf dem jeweiligen Außenkreis liegende Abschnitte der betreffenden Heizwendel anschließen, daß die nach innen ragenden Abschnitte der Heizwendeln ineinandergreifen und daß zwischen den beiden Anschlußstellen der Heizwendel mit dem größten Aussenkreis die Anschlußstellen der heizwendeln mit den kleineren Außenkreisen nebeneinanderliegen.

    [0006] Jede Heizwendel weist dabei einerseits auf ihrem Außenkreis, also weit außen, liegende Abschnitte und andererseits von diesen nach innen zur Mitte der Fläche des Isolierkörpers ragende Abschnitte auf. wird nur eine der Heizwendeln eingeschaltet, dann ergibt sich dennoch eine sehr breite Ringzono, in der die Kochplatte erwärmt wird. Die Ringzonen, in denen die Heizwendeln verlaufen, liegen nicht aneinander angrenzend ineinander, sondern überlappen sich weit. Dadurch ergibt sich für die möglichen schaltbaren Heizleistungsstufen eine recht gleichmäßige Erwärmung der Kochplatte.

    [0007] Die Anschlußstellen liegen weit außen am Isolierkörper. Sie sind nicht durch Abschnitte anderer Heizwendeln so abgedeckt, daß sich Anschlüsse und Heizwendeln kreuzen müßten. Die Anschlußstollen sind damit an der Oberfläche des Isolierkörpers einfach kontaktierbar.

    [0008] Heitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von zwei Ausführungsbeispielen. In der Zeichnung zeigen:

    Figur 1 eine Strahlungsheizvorrichtung für eine Glaskeramik-Kochplatte und

    Figur 2 die Strahlungsheizvorrichtung mit geänderter Verlegung der äußeren Heizwendel.



    [0009] Eine Strahlungsheizvorrichtung weist einen kreisförmigen oder ovalen Isolierkörper 1 auf. Der Isolierkörper 1 ist mit einem hochstehenden Ringrand 2 versehen. Innerhalb des Ringrandes 2 verlaufen Kanäle 3 zur Aufnahme von drei Heizwendeln 4, 5 und 6.

    [0010] Außerhalb des Ringrandes 2 ist ein Regler 7 angeordnet, dessen Temperaturfühler mit 8 bezeichnet ist. Die drei Heizwendeln 4, 5 und 6 sind elektrisch in Siebentaktschaltung schaltbar. Über den Heizwendeln 4, 5 und 6 erstreckt sich eine nicht näher dargestellte Glaskeramik-Kochplatte.

    [0011] Die äußere Heizwendel 4 ist von einem Außenkreis A umschlossen. Die mittlere Heizwendel 5 ist von einem Außenkreis B umschlossen. Die innere Heizwendel 6 ist von einem Außenkreis C umschlossen.

    [0012] Die äußere Heizwendel 4 weist Abschnitte 9 auf, die beim Außenkreis A verlaufen. Von diesen Abschnitten 9 ragen Abschnitte 10 nach innen zur Mitte der Oberfläche des Isolierkörpers 1 bis zu einem Innenkreis a. Die mittlere Heizwendel 5 weist Abschnitte 11 auf, die beim Außenkreis B verlaufen. Zwischen den Abschnitten 11 erstrecken sich Abschnitte 12 nach innen bis zu einem Innenkreis b. Die innere Heizwendel 6 weist Abschnitte 13, die heim Außenkreis C verlaufen, auf. Zwischen den Abschnitten 13 ragen Abschnitte 14 nach innen bis zu einem Innenkreis c. Die nach innen ragenden Abschnitte 10, 12 und 14 greifen ineinander. Ihre Gestalt ist V-förmig (vgl. Figur 1 und 2) oder U-förmig (vgl. Abschnitte 10 in Figur 2). Die Kreise A, B, C, a, b, c liegen konzentrisch.

    [0013] Die Heizwendel 4 weist im Bereich ihres Außenkreises A zwei beabstandete Anschlußstellen 15 auf. Die Heizwendel 5 weist im Bereich ihres Außenkreises B Anschlußstellen 16 auf. Die Heizwendel 6 ist im Bereich ihres Außenkreises C mit Anschlußstellen 17 versehen. Die Anschlußstellen 16 liegen zwischen den Anschlußstellen 15. Die Anschlußstellen 17 liegen zwischen den Anschlußstellen 16. Alle Anschlußstellen 15, 16, 17 liegen also nahe dem Ringrand 2 und sind diesem gegenüber nicht durch einen der genannten Abschnitte verbunden, so daß die Anschlüsse leicht und ohne Kreuzungen oder Verlegungen innerhalb des Isolierkörpers 1, nach außen an eine Anschlußleiste 18 geführt werden können. Da die Anschlußstellen nahe beieinanderliegen, können einzelne Anschlußstellen, je nach der vorgesehenen Schaltung, auch leicht direkt miteinander verbunden werden. Jede Heizwendel 4, 5 und 6 verläuft zwischen ihren Anschlußstellen 15, 16 bzw. 17 einziigig. Sie erstreckt sich also nur in einer Lage auf dem Isolierkörper 1.

    [0014] Durch die beschriebene Anordnung entfaltet die Heizwendel 4 in der Ringzone A-a ihre Heizwirkung. Die Heizwendel 5 wirkt in der Ringzone ß-b. Die Heizwendel 6 ist in der Ringzone C-c wirksam und strahlt darüber hinaus auch ins Innere des Kreises c. Hierfür ist im Bereich des Kreises c auf einen die Heizwendel 6 seitlich abdeckenden Steg verzichtet. Die Heizwendel 6 liegt also im Bereich des Innenkreises c nicht in einem Kanal. Die Ringzonen A-a, B-b, C-c überlappen sich (vgl. Figur 2). Da sich auch die Ringzonen A-a und C-c überlappen, besteht eine Ringzone C-a, in der Abschnitte aller drei Heizwendeln liegen. Dadurch ist gewährleistet, daß die Ringzone C-a und ein anschließender Bereich erwärmt wird, unabhängig davon, welche der Heizwendeln 4, 5 oder 6 eingeschaltet ist. Eine Überhitzung der Ringzone C-a erfolgt nicht, da auch in der Ringzone C-a die betreffenden Abschnitte nebeneinanderliegen,

    [0015] Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 2 ist die äußere Heizwendel 4 und die innere Heizwendel 6 geringfügig anders verlegt als beim Ausführungsbeispiel nach Figur 1. Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 1 verlaufen die Abschnitte 10 V-förmig, wogegen sie beim Ausführungsbeispiel nach Figur 2 U-förmig gelegt sind. Die innere Heizwendel 6 ist beim Ausführungsbeispiel nach Figur 2 bei ihrem Innenlcreis c spitzer verlegt als beim Ausführungsbeispiel nach Figur 1. Für die unterschiedlichen Verlegungsmöglichkeiten brauchen nicht Isolierkörper mit entsprechend anders verlaufenden Kanälen 3 vorgesehen sein. Die Kanäle 3 sind so gestaltet, daß Heizwendeln sich in unterschiedlicher Weise einlegen lassen. Dementsprechend bleiben dann nicht benötigte Kanalteile frei. Solche Kanalteile sind in Figur 1 mit 19 und in Figur 2 mit 20 bezeichnet. Die Anordnung der Heizwendeln richtet sich nach der gewünschten Heizleistung. Es müssen nicht für die verschiedenen Heizleistungen auch entsprechend unterschiedliche Isolierkörper vorgesehen sein.


    Ansprüche

    1. Strahlungsheizvorrichtung für Kochplatten, bei der auf einem Isolierkörper Heizwendeln verlegt sind, die einzeln oder in Gruppen schaltbar sind und bei der die den Umfang der Heizwendeln umschließenden Außenkreise ineinander liegen, dadurch gekennzeichnet, daß jede Heizwendel (4, 5, 6) mehrere von ihrem Aussenkreis (A, B, C) nach innen ragende Abschnitte (10, 12, 14) aufweist, die an auf dem jeweiligen Außenkreis (A, B, C) liegende Abschnitte (9, 11, 13) der betreffenden Heizwendel (4, 5, 6) anschließen, daß die nach innen ragenden Abschnitte (10, 12, 14) der Heizwendeln (4, 5, 6) ineinandergreifen und daß zwischon den beiden Anschlußstellen (15) der Heizwendel (4) mit dem größten Außenkreis (A) die Anschlußstellen (16, 17) der Heizwendeln (5, 6) mit den kleineren Außenkreisen (B, C) nebeneinanderliegen.
     
    2. Strahlungsheizvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußstellen (15, 16, 17) der Heizwendeln (4, 5, 6) im Bereich der Außenkreise (A, B, C) nebeneinanderliegen.
     
    3. Strahlungsheizvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Heizwendeln (4, 5, 6) eingenommenen Ringzonen (A-a, B-b, C-c) einander überlappen.
     
    4. Strahlungsheizvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich auch die von der äußeren Heizwendel (4) eingenommene Ringzone (A-a) und die von der inneren Heizwendel (6) eingenommene Ringzone (C-c) überlappen.
     
    5. Strahlungsheizvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die nach innen ragenden Abschnitte (10, 12, 14) U-oder V-förmig verlaufen.
     
    6. Strahlungsheizvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Isolierkörper (1) verschiedenen, möglichen Vorlegeformen der Heizwendeln (4, 6) entsprechende Kanäle (3) vorgesehen sind.
     
    7. Strahlungsheizvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Heizwendel (6) im Bereich des Innenkreises (c) nicht in einem Kanal liegt.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht