[0001] Die Erfindung betrifft eine Bespannung für den Blattbildungsteil einer Papiermaschine,
die aus einem doppellagigen Gewebe mit einer oberen und unteren Lage von Querfäden
gebildet ist, die mit Längsfäden verwebt sind. Die Querfäden der oberen Lage und die
Längsfäden bilden dabei zur Papierseite hin gerichtete Abkröpfungen, deren höchste
Punkte in einer Ebene, der Papierebene, liegen. Innerhalb jedes Bindungsrapports sind
die Längsfäden zweimal in die obere Lage der Querfäden eingebunden. Die die Papierebene
tangierenden Abkröpfungen erster Querfäden der oberen Lage werden in einem Abkröpfungssattel
der Längsfäden abgestützt, und die die Papierebene tangierenden Abkröpfungen zweiter
Querfäden der oberen Lage werden von zwei benachbarten Längsfäden abgestützt, von
denen einer aus dem Gewebeinneren zur Papierebene aufsteigt, während der andere von
der Papierebene ins Gewebeinnere absteigt.
[0002] Eine derartige Bespannung für den Blattbildungsteil einer Papiermaschine ist aus
der EP-A-93 096 bekannt. Die Querfäden sind dabei so angeordnet, daß jeweils auf zwei
erste Querfäden zwei zweite Querfäden und dann wieder zwei erste Querfäden folgen.
Durch die paarweise Anordnung der Querfäden werden die von den einzelnen Querfadenarten
verursachten Papiermarkierungen besonders hervorgehoben, so daß die Papierqualität
darunter leidet.
[0003] Nach DE-A-27 06 235 werden die Markierungseigenschaften eines doppellagigen Blattbildungsgewebes
durch extrem lange Schußflottungen, d. h. Querfadenflottungen, verbessert. Nach EP-A-30
490 ebenso wie nach US-A-4 333 502 wird versucht, das gleiche Ziel mit langen Kettflottungen
zu erreichen.
[0004] Ausgehend von der EP-A-93 096 liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Bespannung
für den Blattbildungsteil einer Papiermaschine zu schaffen, die eine besonders -hohe
Markierungsfreiheit besitzt.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die ersten Querfäden und die
zweiten Querfäden alternierend angeordnet sind.
[0006] Wird ein Querfaden durch einen Abkröpfungssattel eines Längsfadens abgestützt, so
verläuft der Längsfaden unter dem betreffeden Querfaden, während er über den vorausgehenden
und über den nachfolgenden Querfaden geführt ist. Auf den Querfaden wirkt dabei eine
resultierende Kraft, die nach oben gerichtet ist. Bei der erfindungsgemäßen Bespannung
werden die ersten Querfäden der oberen Lage auf diese Weise abgestützt.
[0007] Die ersten Querfäden sind abwechselnd mit zweiten Querfäden der oberen Lage angeordnet.
Die zweiten Querfäden werden von benachbarten, scherenartig verlaufenden Längsfäden
abgestützt, d. h., einer der beiden Längsfäden steigt aus dem Gewebeinneren zur Papierebene
auf, während der andere von der Papierebene ins Gewebeinnere absteigt. Bei einer derartigen
Abstützung wirkt auf einen Querfaden nicht nur eine nach oben zur Papierebene zeigende
Kraft, sondem zugleich ein Drehmoment, das ihn in der Papierebene aus der Querrichtung
heraus dreht.
[0008] Durch diese beiden verschiedenen Arten der Abstützung der Querfäden ergibt sich,
daß die Flottungen der Querfäden nicht alle parallel ausgerichtet sind, sondern, daß
zwei Arten von Querfadenflottungen existieren, die unter einem Winkel zueinander angeordnet
sind. Die Regelmäßigkeit der Papiermarkierung wird dadurch zerstört, so daß die Papiermarkierung
etwas verschwimmt und weniger auffällt.
[0009] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Längsfäden unmittelbar
vor und nach jedem Abkröpfungssattel über zwei Querfäden der oberen Lage geführt und
sind benachbarte Längsfäden um sechs Querfäden der oberen Lage in Längsrichtung gegeneinander
versetzt.
[0010] Hierbei erhält man zahlreiche und kurze Längs-und Querfadenflottungen und somit eine
große Anzahl von Stützpunkten für das Papiervlies. Es hat sich gezeigt, daß die kurzen
Längs- und Querfadenflottungen die Markierungsfreiheit weiter verbessern.
[0011] Zweckmäßig bestehen die Längs- und die Querfäden aus Kunststoffmonofilen, insbesondere
Polyestermonofil. Die Querfäden der unteren Lage sind zur Verbesserung der Abriebbeständigkeit
dabei stärker als die der oberen Lage. Die Abriebbeständigkeit läßt sich weiter verbessern,
indem ein Teil der Querfäden der unteren Lage aus besonders abriebbeständigem Material,
z. B. Polyamid, besteht.
[0012] Eine Monoplanität der Papierseite wird durch den Webprozeß noch nicht erreicht. Erst
durch Thermofixieren der Bespannung unter Längsdehnung wird erreicht, daß die obersten
Punkte der Abkröpfungen der Längsfäden und der Querfäden auf der Papierseite in einer
Ebene liegen, wie dies allgemein bekannt ist. Die Monoplanität läßt sich bei einer
offen gewebten Bespannung im allgemeinen eher erreichen als bei endloser Webart.
[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen :
Fig. 1 einen Schnitt in Längsrichtung, wobei der Verlauf von zwei Längsfäden bei einer
7- schäftigen Bindung dargestellt ist.
Fig. 2 in Draufsicht die Bespannung nach Fig. 1 ;
Fig. 3 die Bindungspatrone für die Bespannung nach den Figuren 1 und 2 ;
Fig. 4 bis 6 Darstellungen analog denen der Figuren 1 bis 3 jedoch für eine 8-schäftige
Bin-Jung;
Fig. 7 und 8 im Schnitt in Längsrichtung bzw. in einer Ansicht der Laufseite von unten
eine Ausführungsform der Papiermaschinenbespannung, bei der ein Teil der Längsfäden
nur in die obere Lage eingebunden ist;
Fig. 9 und 10 eine Ausführungsform ähnlich der der Fig. 7 und 8, jedoch mit einer
höherschäftigen Bindung ;
Fig. 11 in Draufsicht eine Papiermaschinenbespannung, deren Gewebehälften spiegelsymmetrische
Bindungsmuster haben und
Fig. 12 im Längsschnitt eine Papiermaschinenbespannung mit drei Lagen von Querfäden.
[0014] Wie im Längsschnitt von Fig. 1 erkennbar, weist die doppellagige Bespannung eine
obere Lage 1 von ersten Querfäden 3 und zweiten Querfäden 4, die abwechselnd aufeinander
folgen, und eine untere Lage 2 von Querfäden 5 auf. Längsfäden 6 sind mit den Querfäden
3, 4 der oberen Lage 1 und der unteren Lage 2 verwebt und verbinden beide Lagen.
[0015] Die Querfadendichte ist in der oberen Lage 1 doppelt so hoch wie in der unteren Lage
2, und die Bespannung wird so gewebt, daß die zweiten Querfäden 4 der oberen Lage
1 möglichst genau über den Querfäden der unteren Lage 2 zu liegen kommen.
[0016] Innerhalb jedes Bindungsrapports ist jeder Längsfaden 6 zweimal in die obere Lage
1 eingebunden, indem er in Reihenfolge über zwei Querfäden 3, 4 unter einem ersten
Querfaden 3 und wieder über zwei Querfäden 4, 3 geschlungen ist. Innerhalb der oberen
Lage 1 bildet der Längsfaden 6 daher einen Sattel, durch den ein erster Querfaden
3 abgestützt wird, wobei auf den Querfaden 3 im wesentlichen nur eine nach oben gerichtete
Kraft wirkt. Anschließend verläuft der Längsfaden 6 über eine Distanz von vier Querfäden
3, 4 der oberen Lage 1 bzw. zwei Querfäden 5 der unteren Lage 2 zwischen den beiden
Lagen 1, 2 und ist dann unter einem Querfaden 5 der unteren Lage 2 hindurchgeführt,
so daß er auch mit der unteren Lage 2 verwebt ist. Er verläuft dann wieder zwischen
den beiden Lagen 1, 2, bis er innerhalb des nächsten Bindungsrapportes wieder zur
Oberseite aufsteigt.
[0017] Durch Thermofixieren der Bespannung unter Längsspannung _wird erreicht, daß die obersten
Punkte der Abkröpfungen 7 der ersten Querfäden 3, der Abkröpfungen 8 der zweiten Querfäden
4 und der Abkröpfungen 9 der Längsfäden 6 in einer Ebene, der Papierebene 10, liegen.
Infolge der bei der Thermofixierung der Bespannungen ausgeübten Längsspannung wird
ferner der Querfaden 5 der unteren Lage 2, unter dem der Längsfaden 6 hindurchgeschlungen
ist, etwas angehoben, so daß der unterste Punkt der Abkröpfung des Längsfadens 6 in
der unteren Lage 2 etwas über der von den übrigen Querfäden 5 der unteren Lage 2 gebildeten
Laufseite liegt und dadurch dem Abrieb weitgehend entzogen ist. Die Bespannung ist
also ein sog. Querfadenläufer (Schußläufer bei offener Webart).
[0018] Gemäß Fig. 2 sind benachbarte Längsfäden 6 in Längsrichtung um jeweils sechs Querfäden
3, 4 der oberen Lage 1 versetzt. Wie in Fig. 1 erkennbar, kreuzen sich benachbarte
Längsfäden 6 daher unterhalb eines zweiten Querfadens 4 der oberen Lage 1. Dies führt
zu einer scherenartigen Abstützung dieses zweiten Querfadens 4, durch die der zweite
Querfaden 4 nicht nur nach oben gedrückt wird, sondern zugleich in der Gewebeebene
etwas aus der Querrichtung herausgedreht wird. Die Abkröpfungen 8 der zweiten Querfäden
liegen daher nicht parallel zu den Abkröpfungen 7 der ersten Querfäden 3 der oberen
Lage 1.
[0019] Die Gewebebindung der Figuren 1 bis 3 ist eine 7-schäftige Bindung, da sie sich nach
sieben Querfäden 5 der unteren Lage 2 und sieben Längsfäden 6 wiederholt. Ein Bindungsrapport
umfaßt also sieben Querfäden 5 der unteren Lage 2 und sieben Längsfäden 6 sowie vierzehn
Querfäden 3, 4 der oberen Lage 1. Die ersten Querfäden 3 und die zweiten Querfäden
4 können dabei .aus dem gleichen Material sein und gleiche Abmessungen aufweisen.
Für die zweiten Querfäden 4 wird vorzugsweise ein weicheres Material zweckmäßig in
Verbindung mit einem größeren Durchmesser gewählt, damit die Abkröpfungen 8 dieser
Querfäden 4 unter einem größeren Winkel zur Querrichtung verlaufen, was für die Markierungsfreiheit
vorteilhaft sein kann.
[0020] Die Figuren 4 bis 6 zeigen ein Ausführungsbeispiel analog dem der Figuren 1 bis 3,
jedoch mit einer 8-schäftigen Bindung. Jeder Längsfaden 6 bildet wiederum zwei Abkröpfungen
9 in der oberen Lage 1, die durch einen dazwischenliegenden ersten Querfaden 3 getrennt
sind, der an dieser Stelle eine in Querrichtung verlaufende Abkröpfung 7 aufweist.
[0021] Die Abkröpfungen 8 der zweiten Querfäden 4 verlaufen wiederum unter einem Winkel
zur Querrichtung, da die zweiten Querfäden 4 scherenartig durch benachbarte Längsfäden
6 abgestützt werden, die um sechs Querfäden gegeneinander versetzt sind.
[0022] Wie man aus einem Vergleich der Figuren 2 und 5 ersieht, sind die Abkröpfungen 9
der Längsfäden 6 sehr gleichmäßig verteilt. Durch die schräg zueinander verlaufenden
Abkröpfungen 7 und 8 entsteht jedoch keine Monotonie und entstehen insbesondere keine
in Diagonalrichtung verlaufenden Gassen, die sich im Papier als Markierung bemerkbar
machen.
[0023] Es besteht auch die Möglichkeit, die. beiden Abkröpfungen 9 jedes Längsfadens 6 nicht
durch einen Querfaden 3, sondern durch insgesamt drei oder fünf Querfäden der oberen
Lage 1 voneinander zu trennen. Bei einer Trennung durch drei Querfäden werden in jedem
Querfaden der oberen Lage 1 die zwei verschiedene Arten von Abkröpfungen gebildet,
die schräg zueinander verlaufen. Bei einer Trennung der Abkröpfungen 9 durch fünf
Querfäden der oberen Lage 1 flottieren die Querfäden über vier Längsfäden und besteht
nur noch eine einzige Art von Abkröpfungen, so daß sich bezüglich der Markierungsfreiheit
keine Verbesserung mehr ergibt.
[0024] Die Figuren 3 und 6 zeigen die Webpatronen zu den Ausführungsbeispielen der Figuren
1 und 2 bzw. 4 und 5. Die Zahlen 1 bis 7 von Fig. 3 bzw. 1 bis 8 von Fig. 6 am unteren
Rand beziehen sich auf die Längsfäden, und die am seitlichen Rand angegebenen Zahlen
1 bis 21 bzw. 1 bis 24 beziehen sich auf die Querfäden eines Rapports.
[0025] In Fig. 3 beziehen sich die Querfäden mit den Nummern 1, 4, 7, 10 usw. auf die durch
einen Abkröpfungssattel eines Längsfadens abgestützten ersten Querfäden 3, während
die Querfäden mit den Nummern 2, 5, 8 usw. die durch scherenförmig geführte Kettfäden
abgestützten zweiten Querfäden 4 betreffen. Die Querfäden mit den Nummern 3, 6, 9
usw. beziehen sich auf Querfäden 5 der unteren Lage 2. In Fig. 6 gehören die Querfäden
mit den Nummern 2, 5, 8, 11 usw. zur unteren Lage, während die durch Abkröpfungssattel
abgestützten, ersten Querfäden 3 mit den Nummern 1, 4, 7 usw. bezeichnet sind und
die scherenförmig abgestützten, zweiten Querfäden 4 mit den Nummern 3, 6, 9 usw. betreffen.
[0026] Jedes einzelne Quadrat der Webpatrone stellt einen Kreuzungspunkt zwischen einem
Längs-und einem Querfaden dar. Schwarzausgefüllte Quadrate geben dabei an, daß der
Längsfaden über dem Querfaden liegt, während weiße Quadrate angeben, daß die Querfäden
der oberen Lage 1 über den Längsfäden 6 verlaufen. Die Quadrate mit einem schwarzen
Punkt geben an, daß die Querfäden der unteren Lage 2 von der Papierseite her betrachtet
über den Längsfäden 6 liegen. Dies sind die Abbindestellen der unteren Lage 2 mit
den Längsfäden 6.
[0027] Die erfindungsgemäße Bespannung wird im allgemeinen so gewebt und thermofixiert,
daß sich eine Längsfadendichte zwischen 90 und 110 % ergibt. Ein typischer Wert für
die Längsfadendichte liegt zwischen 100 und 105 %. Für Tissue-Papiere werden jedoch
zweckmäßig niedrigere Werte gewählt.
[0028] Die hier beschriebene Papiermaschinenbespannung kann entsprechend EP-A-Q048 962 auch
so ausgeführt werden, daß lediglich ein Teil der Längsfäden 6 in die untere Lage 2
der Querfäden 5 eingebunden wird, während die übrigen Längsfäden 16 nur mit den Schußdrähten
3, 4 der oberen Lage 1 verwoben sind, so daß sie nicht dem Abrieb auf der Laufseite
ausgesetzt sind. Derartige Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Papiermaschinenbespannung
sind in Fig.7 und 9 im Schnitt darstellt. Die in Fig. 7 dargestellte Ausführungsform
stimmt dabei weitgehend mit der nach Fig. 1 überein, und der einzige Unterschied besteht
darin, daß jeder zweite Längsfaden 16 nicht in die untere Lage 2 eingewoben ist. Es
kann auch ein anderes Verhältnis der Längsfäden 6 zu den Längsfäden 16 gewählt werden.
Die Längsfäden 6 werden innerhalb jedes Bindungsrapportes zweimal in die obere Lage
1 und einmal in die untere Lage 2 eingebunden. Die Längsfäden 16 werden innerhalb
jedes Bindungsrapportes zweimal in die obere Lage 1 eingebunden, jedoch niemals in
die untere Lage 2. Dadurch ergeben sich auf der Laufseite sehr lange Querfadenflottungen,
nämlich solche über 13 Längsfäden, wie es in Fig.8 dargestellt ist. Auf der Papierseite
ergibt sich kein Unterschied gegenüber der Ausführungsform der Fig. 1 und 2.
[0029] Die Fig. 9 und 10 zeigen eine Ausführungsform der Papiermaschinenbespannung, bei
der die einen Kettfäden 6 innerhalb jedes Bindungsrapportes zweimal in die obere Lage
1 und zweimal in die untere Lage 2 eingebunden sind. Die anderen Längsfäden 16 sind
innerhalb jedes Bindungsrapportes zweimal in die obere Lage 1, jedoch niemals in die
untere Lage 2 eingebunden. Es ergeben sich dabei auf der Laufseite kürzere Querfadenflottungen,
nämlich solche über 7 Längsfäden, wie es in Fig. 10 dargestellt ist. Die Papierseite
dieser Ausführungsform entspricht der der Fig.4 und 5, da sich bezüglich der Einbindung
in die obere Lage 1 keine Unterschiede ergeben.
[0030] Die erfindungsgemäße Papiermaschinenbespannung kann entsprechend EP-A-0 120 337 so
ausgestaltet werden, daß das Bindungsmuster in den beiden durch die in Längsrichtung
verlaufende Mittellinie getrennten Gewebehälften spiegelsymmetrisch ist und die Bindungspunkte
ein V-Muster im Gewebe mit in der Gewebemitte brechender Bindungsdiagonale bilden.
Dadurch wird das seitliche Verlaufen oder Abdriften der laufenden Papiermaschinenbespannung
in der Papiermaschine verhindert. Durch zusätzliche Längsfäden 26 in der Gewebemitte
werden übermäßig lange Flottungen der Querfäden verhindert, so daß auch an der Grenzlinie
der beiden Gewebehälften keine wesentlich längeren Flottungen der Querfäden auftreten
als im übrigen Gewebe. Fig. 11 zeigt in Draufsicht einen Ausschnitt aus einer derartigen
Papiermaschinenbespannung einschließlich einiger zusätzlicher Längsfäden 26.
[0031] Fig. 12 zeigt im Längsschnitt eine Ausführungsform, bei der drei Lagen von Querfäden
vorgesehen sind. Die obere Lage 21 und die mittlere Lage 22 der Querfäden sind dabei
mit den Längsfäden 6 so verwoben, wie es in Fig. 1 für die obere Lage 1 und die untere
Lage 2 dargestellt ist.
[0032] Die untere Lage 23 der Querfäden von Fig. 12 ist eine zusätzliche Lage von Querfäden
25, die mittels zusätzlicher Längsfäden 27 mit der mittleren Lage 22 der Querfäden
5 verwoben ist. Insgesamt ist daher jeder Längsfaden nur mit den Querfäden zweier
aufeinanderfolgender Lagen verwebt. Zweckmäßig entsprechen dabei die Querfäden 25
der unteren Lage 23 in der Dichte ihrer Anordnung den Querfäden 5 der mittleren Lage
22. Ein derartiges Verbund-Gewebe ist im einzelnen in DE-A-32 25 599 beschrieben und
dargestellt. Die Papierseite dieser Ausführungsform ist so wie in Fig. 2 dargestellt.
Beispiel 1
[0033] Es wird eine Bespannung mit einer 7-schäftigen Bindung gemäß den Figuren 1 bis 3
in offener Webart hergestellt. Die Längsfäden bestehen aus Polyester-Monofil mit hohem
Elastizitätsmodul und einem Durchmesser von 0,15 mm. Nach dem Thermofixieren beträgt
die Längsfadendichte 71 Drähte/cm.
[0034] Die ersten Querfäden 3 der oberen Lage 1 sind Polyester-Monofile von 0,17 mm Durchmesser
und haben einen mittleren Elastizitätsmodul (Dehnung 19 % bei einer Belastung von
27 cN/tex). Die zweiten Querfäden 4 sind Polyester-Monofile von 0,185 mm Durchmesser
und haben einen relativ geringen Elastizitätsmodul (Dehnung 23,4 % bei einer Belastung
von 27 cN/tex). Nach dem Thermofixieren beträgt die Querfadendichte in der oberen
Lage 1 insgesamt 36/cm.
[0035] Die Querfäden 5 der unteren Lage 2, die die Laufseite bilden, sind abwechselnd besonders
weiche Polyester-Monofile (Dehnung 23,4 % bei einer Belastung von 27 cN/tex) von 0,20
mm und weiche Polyamid-6-Monofile von 0,21 mm Durchmesser, und nach dem Thermofixieren
beträgt die Querfadendichte in der unteren Lage 2 insgesamt 18/cm.
[0036] Das Gewebe wird so thermofixiert, daß auf der Papierseite die Abkröpfungen 7 und
8 der ersten Querfäden 3 und der zweiten Querfäden 4 und die Abkröpfungen 9 der Längsfäden
6 in einer Ebene liegen, so daß das Gewebe monoplan ist. Auf der Laufseite ergab sich
dabei ein Monoplanitätsunterschied zwischen den Querfäden 5 und den Längsfäden 6 von
7,5/100 mm, so daß die Bespannung ein Schußläufer ist. Beim Weben und Fixieren wurde
darauf geachtet, daß die ersten Querfäden 3 der oberen Lage 1 genau über den Querfäden
5 der unteren Lage 2 liegen.
Beispiel 2
[0037] Es wird eine Bespannung mit einer 8-schäftigen Bindung gemäß den Figuren 4 bis 6
in offener Webart hergestellt und nach dem Fixieren mit einer Webnaht endlosgemacht.
Das Gewebe wird mit einer Längsfadenzahl von 54/cm gewebt. Beim Thermofixieren erhöht
sich die Längsfadenzahl infolge der Querkontraktion des Gewebes auf 60/cm. Die Längsfäden
bestehen aus Polyester-Monofil von 0,17 mm Durchmesser und einer längsstabilen Qualität
mit hohem Elastizitätsmodul.
[0038] Die Querfäden 3 der oberen Lage bestehen aus Polyester-Monofil von 0,17 mm Durchmesser
einer relativ harten Schußqualität (Type Trevira 902 mit einem für Schußdrähte relativ
hohen Elastizitätsmodul entsprechend einer Dehnung von 8,5 % bei einer Belastung von
27 cN/tex). Die zweiten Schußfäden 4 der oberen Lage 1 sind ebenfalls Polyester-Monofile,
jedoch von der weicheren Type Trevira 900 entsprechend einer Dehnung von 23,4 % bei
27 cN/tex und einem Durchmesser von 0,20 mm. Dieses Gewebe wird mit einer Querfadendichte
von insgesamt 35/cm gewoben, wobei sich durch das Thermofixieren die Querfadenzahl
auf 32/cm in der oberen Lage 1 und auf 16/cm in der unteren Lage 2 erniedrigt. Die
Querfäden 5 der unteren Lage 2 sind abwechselnd Polyester-Monofile mit 0,22 mm Durchmesser
der weichen Type Trevira 900 entsprechend einer Dehnung von 23,5 % bei 27 cN/tex und
Polyamid-Monofile der Type PA 6.6 mit einem Durchmesser von 0,24 mm. Das Gewebe wird
bei 195 'C fixiert, wobei eine maximale Längsspannung von 95 N/cm erreicht wird. Während
des Fixiervorganges erfolgt eine Umkröpfung der Längs- und Querfäden : Die ursprünglich
an der Außenseite des gewobenen Siebtuches liegenden Längsfäden (Kette) strecken sich
unter dem Einfluß der Fixierspannung und Wärme und werden infolge dieser Umkröpfung
im Inneren des Gewebes eingebettet. Bei der fertigen Bespannung liegen die Längsfadenflottungen
sowie die zur Papierseite gerichteten Flottungen der ersten Querfäden 3 und der zweiten
Querfäden 4 alle in einer Ebene. Auf der Laufseite zwingt der Längsfaden 6 die Querfäden
5 zum starken Abkröpfen, so daß in der fertigen Bespannung alleine die Flottungen
der Querfäden 5 die Außenseite, d. h. die Laufseite, des Gewebes in der unteren Lage
2 bilden. Auf der Laufseite werden dabei Höhenunterschiede zwischen den Querfäden
und den Längsfäden von 8,5/100 mm Höhenunterschied gemessen, d. h., erst nach einem
Durchschliff des Querfadenmateriais von 8,5/100 mm kommen die Längsfäden 6 erstmals
in Berührung mit den Elementen der Siebpartie der Papiermaschine.
1. Habillage pour la partie formation de la feuille d'une machine à papier, avec une
couche supérieure et une couche inférieure (1, 2) de fils transversaux (3, 4, 5),
qui sont entrelacés avec des fils longitudinaux (6), chaque fil longitudinal (6),
à l'intérieur d'un rapport d'armure, étant inséré deux fois dans la couche supérieure
(1) des fils transversaux (3, 4), les fils transversaux (3, 4) de la couche supérieure
(1) et les fils longitudinaux (6) formant des coudes (7, 8, 9) qui se trouvent dans
un plan, le plan du papier (10), les coudes (7), tangents au plan du papier (10),
des premiers fils transversaux (3) de la couche supérieure (1) étant soutenus dans
une selle coudée des fils longitudinaux (6), et le coude (8), tangent au plan du papier
(10), des deuxièmes fils transversaux de la couche supérieure (1) étant soutenu par
deux fils longitudinaux voisins (6), dont l'un s'élève de l'intérieur du tissu vers
le plan du papier (10), tandis que l'autre descend du plan du papier (10) jusqu'à
l'intérieur du tissu, caractérisé en ce que les premiers fils transversaux (3) sont
disposés en alternance avec les deuxièmes fils transversaux (4).
2. Habillage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les fils longitudinaux
(6), immédiatement avant et après chaque selle coudée, passent au-dessus de deux fils
transversaux (3, 4) de la couche supérieure (1), et que des fils longitudinaux voisins
(6) sont décalés les uns par rapport aux autres, dans le sens longitudinal, de six
fils transversaux (3, 4) de la couche supérieure (1).