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(11) |
EP 0 224 607 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.07.1991 Patentblatt 1991/30 |
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Anmeldetag: 03.12.1985 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: E05B 49/00 |
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Schliessvorrichtung mit elektronischem Identifizierungssystem
Locking device including an electronic identification system
Dispositif de fermeture comportant un système électronique d'identification
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR IT LI LU NL |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.06.1987 Patentblatt 1987/24 |
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Patentinhaber: Fritz Fuss GmbH & Co. |
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D-72458 Albstadt (DE) |
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Erfinder: |
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- Künzel, Reiner
D-7460 Balingen-Frommern (DE)
- Dr. Jur. Willi Merkel
D-7470 Albstadt 1 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Weber, Otto-Ernst, Dipl.-Phys. |
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Patentanwälte Weber & Heim,
Irmgardstrasse 3 81479 München 81479 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-82/02811 DE-A- 3 005 890 GB-A- 2 158 870
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AT-B- 320 466 DE-A- 3 507 871
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Schlüssel und eine Kunstoffkappe zum Aufsetzen auf den
Schlüsselkopf, wie sie im Oberbegriff der unabhängigen Ansprüche beschrieben sind.
[0002] Derartige Schließvorrichtungen werden allgemein in der Sicherungstechnik eingesetzt.
In diesem Bereich, zu dem Gefahrenmeldeanlagen, Einbruchmelde- und Zutrittskontrollsysteme
gehören, wird vorausgesetzt, daß der Zutritt zu sicherheitsrelevanten Bereichen nur
einem begrenzten Personenkreis möglich ist. Dies gilt ganz besonders für die Scharf-
bzw. Unscharf-Schaltung der betreffenden Anlage. Die Schließvorrichtungen in derart
gesicherten Anlagen sind mit einer mechanischen Zuhaltung ausgestattet, die ausschließlich
mit einem dazu passenden Schlüssel betätigt werden kann. Dieser Schlüssel kann zusätzlich
mit einer Codieranordnung versehen sein, über welche der Umfang der Berechtigung festgelegt
ist. Über den eingeprägten Code kann beispielsweise die Bedienungsberechtigung für
eine Vielzahl von Schlössern einer Anlage festgelegt sein. Ein anderer Code kann dagegen
beispielsweise die Berechtigung auf ein einziges Schloß einschränken. Andererseits
kann aber auch ein einziger Schlüssel mehreren Personen zugeordnet sein, die gleichzeitig
oder nacheinander zum Schlüsselgebrauch autorisiert sind.
[0003] Das Schloß besteht im allgemeinen aus einer mechanischen Zuhaltung, beispielsweise
einem Profilzylinder, und einem elektromechanischen Gesperre, welches bei Übereinstimmung
mit dem vorgegebenen Code die Zuhaltung freigibt, so daß es mit Hilfe des Schlüssel
betätigt werden kann.
[0004] Zur weiteren Absicherung in höheren und höchsten Risikobereichen ist die Schließeinrichtung
mit einer Zeicheneingabeeinheit gekoppelt, über welche die Bedienperson einen geheimen
Identifikationscode eingeben muß. Erst die richtige Eingabe dieser Ziffernfolge schafft
die Voraussetzung, daß innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne das mechanische Schließorgan
betätigt werden kann.
[0005] Diese bekannten Schließvorrichtungen verhindern zwar durch ihre Codierbarkeit eine
unbefugte Betätigung. Es ist jedoch nicht möglich, im Nachhinein eine Aussage beispielsweise
darüber zu machen, von wem, wann und wie oft das Schloß betätigt wurde, da die verwendbaren
Schlüssel nicht im einzelnen identifizierbar sind. Es ist jedoch nicht nur zu allgemeinen
Überwachungszwecken, sondern auch zur Rekonstruktion des Herganges bei einem Schadensfall
erwünscht, ein Protokoll mit diesen Angaben zur Verfügung zu haben.
[0006] Schlüssel der eingangs genannten Art sind aus der DE-A-35 07 871 sowie der GB-A-21
58 870 bekannt. Hierbei sind der Schlüsselhals und der Schlüsselkopf individuell aneinander
angepaßt, d.h. es handelt sich um einen Spezialschlüssel. Die Nachrüstung bereits
vorhandener Schlüssel zur Verwendung in einem elektronischen Identifikationssystem
ist daher nicht ohne weiteres möglich. Ähnliche Schlüssel sind ferner in der AT-PS
320 466, in WO 82/02811 sowie der DE-A-1 30 05 890 beschrieben. In allen Fällen handelt
es sich um herstellerseitig individuell gefertigte Schlüssel, d.h. bereits vorhandene
Schlüssel einer Schließanlage können nicht nachgerüstet werden.
[0007] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, bereits vorhandene Schließeinrichtungen auf einfache Weise nachrüsten zu
können.
[0008] Diese Aufgabe wird gemäß dem kennzeichnenden Teil der Patentansprüche 1 bzw. 2 gelöst.
[0009] Das Prinzip der Erfindung besteht darin, einen im Speicher abgelegten Identifikationscode
beim Einstecken des Schlüssels in das Schloß selbstätig über die Sendediode auszusenden
und nach dem Empfang im stationären Teil auszuwerten. Auf diese Weise ist es möglich,
eine Identifikation des jeweiligen Schlüsselbenutzers zu erhalten. Zur Protokollierung,
beispielsweise bei Einbruchmelde- und Zutrittskontrollanlagen kann somit chronologisch
festgehalten werden, wann und durch wen die Bedienung oder Betätigung erfolgte. Des
weiteren ist vorteilhaft, daß in Verbindung mit dem Identifikationscode ein zusätzliches
Kriterium für die Freigabe oder Betätigungsmöglichkeit des mechanischen Schaltorgans
gegeben ist. Zusätzlich ist es möglich, Personen mit gleichen mechanischen Schlüsseln
individuelle Kriterien zuzuordnen, um somit andere elektronische Codiereinrichtungen
zu ergänzen oder zu ersetzen.
[0010] Ein besonderer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß bezüglich der mechanischen
Komponenten Schloß und Schlüssel auf handelsübliche Teile zurückgegriffen werden kann.
Es ist also nicht erforderlich, Sonderschlüssel oder ähnliches bereitzustellen. Daher
ist es auf einfache Weise möglich, bereits vorhandene Schließvorrichtungen nachzurüsten
und zu ergänzen.
[0011] Daß die Kunststoffkappe aus zwei Halbschalen besteht, hat den Vorteil, daß die Kappe
auf einfache Weise mit den elektronischen und elektromechanischen Komponenten bestückt
und/oder auf den Schlüssel aufgesetzt werden kann. Dadurch ist eine leichte Austauschbarkeit
der Kappe und eine einfache Nachrüstung von bereits vorhandenen Schlüsseln durchführbar.
[0012] Ferner ist es vorteilhaft, daß die Sende- und Empfangsdiode bei eingestecktem und
in Anfangsstellung ausgerichtetem Schlüssel unmittelbar gegeneinander ausgerichtet
sind. Es genügt dann, den Sender mit einer kleinen Leistung auszustatten. Außerdem
erübrigt es sich, den Übertragungsweg abzuschirmen.
[0013] Besonders im Hinblick darauf, daß die Kappe zur leichten Handhabung flach ausgebildet
sein soll, ist es vorgesehen, daß die Sendediode oberhalb des Schlüsselrückens liegt.
Dies ist auch der Grund dafür, daß die Außenkontaktierung unterhalb des Schlüsselhales
liegt.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Schlüsselhals mit dem
Masseeingang der elektronischen Anordnung in der Kappe und das den Schlüsselhals aufnehmende
Schloßstück mit einem Masseleiter verbunden. Ferner ist der Außenkontakt bevorzugt
mit einer Betriebsspannungsversorgung bzw. mit dem Betriebsspannungseingang der schlüsselseitigen
elektronischen Anordnung verbunden. Diese Maßnahme hat einerseits den Vorteil, daß
durch die Masseverbindung aller Metallteile, die ohne weiteres an den üblichen Schlössern
auch nachträglich anzubringen ist, eine Übertragung von Störsignalen verhindert wird.
Dabei gewährleistet der großflächige Kontakt zwischen Schlüssel und Schloß eine ausreichende
Kontaktsicherheit. Andererseits erübrigt es sich, neben dem Betriebspotentialleiter
einen eigenen Masseleiter vorzusehen.
[0015] Der Außenkontakt besteht bevorzugt aus einem federnd gelagerten Stift. Die federnde
Anordnung bewirkt, daß unabhängig vom Andruck der Bedienperson ein ausreichender Ohm'scher
Kontakt zu einer Gegenfläche auf der Rosette vorhanden ist.
[0016] Eine besondere Ausgestaltung der Schließvorrichtung ist dadurch gegeben, daß die
Ansteueranordnung als kundenspezifische Gatteranordnung (Gate-Array) ausgebildet ist.
Auf diese Weise kann die Schließvorrichtung auch bei relativ kleinen Stückzahlen kostengünstig
hergestellt werden. Der Speicher ist bevorzugt als PROM oder EEPROM ausgebildet.
[0017] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht ferner darin, daß vom Speicher
und/oder von der Steuereinheit zur Kappenoberfläche Datenleitungen geführt sind. Diese
Abgriffe erlauben es, beispielsweise den Speicherinhalt oder die gesamte elektronische
Anordnung zu überprüfen, indem sie über eine Kontaktiereinrichtung mit einer elektronischen
Datenverarbeitungsanlage verbunden werden.
[0018] In der Rosette ist eine Einheit zur Signalvorverarbeitung integriert, welche über
eine Übertragungsstrecke mit einer elektronischen Rechenanlage in Verbindung steht.
In dieser Einheit werden die von der Empfangsdiode abgegriffenen Signale aufbereitet
und gegebenenfalls verstärkt. Die Auswertung erfolgt in der Rechenanlage, die das
Gesperre des Schließriegels ansteuert. Alternativ dazu hat es Vorteile, wenn die Auswerteeinheit
in der Rosette angeordnet ist. Die Ansteuerung der Schließmechanik erfolgt also unmittelbar
vor Ort. Dadurch kann die zentrale Rechenanlage entlastet werden.
[0019] Ein bevorzugtes Verfahren zum Betreiben der eingangs genannten Schließvorrichtung
besteht darin, daß nach Anlegen der Betriebsspannung eine im Speicher abgelegte, codierte
Bitfolge asynchron und permanent ausgesandt wird. Eine Verfälschung der Information
wird bevorzugt dadurch verhindert, daß die Bitfolge blockweise gesichert ist.
[0020] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels weiter beschrieben.
- Figur 1
- zeigt schematisch in Explosionsdarstellung Einzelteile eines codierbaren Schlüssels;
- Figur 2
- zeigt schematisch in perspektivischer Anischt einen Schlüssel nach Fig.1;
- Figur 3
- zeigt schematisch einen Querschnitt durch einen stationären Teil einer Schließvorrichtung;
- Figur 4
- zeigt ein Blockschaltbild einer Codieranordnung für einen Schlüssel nach Fig. 1 und
2;
- Figur 5
- zeigt ein Blockschaltbild einer Schaltungsanordnung für den stationären Teil nach
Fig.3 und
- Figur 6
- zeigt ein Blockschaltbild einer weiteren Schaltungsanordnung im stationären Teil gemäß
Fig. 3.
[0021] Im Mittelpunkt der Fig.1 ist ein handelsüblicher Schlüssel 1 dargestellt, wie er
ohne jegliche Modifikation und/oder Bearbeitung erhältlich ist. Darüber und darunter
ist jeweils eine Halbschale 2,3 aus Kunststoff gezeigt, welche nach dem Aufsetzen
auf den Schlüsselkopf 4 eine Kappe 5 bilden, deren perspektivische Ansicht in Fig.2
gezeigt ist. Wie die Fig.2 weiter zeigt, läßt die Kappe 5 den Hals 6 des Schlüssels
1 frei, so daß dieser in gewohnter Weise in ein Schloß einführbar ist.
[0022] In der Fig.1, in welcher der Schlüssel 1 und die Kappe 5 in explosionsartiger Darstellung
gezeigt sind, ist ferner dargestellt, daß der Hohlraum der Schale 2 eine elektronische
Codieranordnung 7 enthält. Sie besteht aus einer Grundplatte 8, auf welcher ein Digitalspeicher
9 und eine Ansteuereinrichtung 10 aufgebracht sind. Diese Anordnungen liegen über
eine Versorgungsleitung 11 an einem Außenkontakt 12. Über eine Masseleitung 13 sind
sie mit dem Schlüssel 1 verbunden, sobald die Schalen auf den Schlüssel aufgesetzt
sind. In die Halbschale 2 ist ferner eine Infrarot-Sendediode 14 eingebettet, die
in Verbindung mit der Codieranordnung 7 steht.
[0023] In der anderen Schalenhälfte 3 sind Ausnehmungen 15 zur teilweisen Aufnahme der Sendediode
14 und des Außenkontaktes 12 vorgesehen.
[0024] Beim Aufsetzen der beiden Halbschalen auf den Schlüsselkopf 4 gelangen die Stirnflächen
der Schalenwände 16 in Kontakt. Eine Verbindung der beiden Halbschalen 2,3 kann durch
Klebung, Verschraubung oder andere geeignete Maßnahmen erfolgen.
[0025] Die Anordnung aller Elemente in der Kappe 5 erfolgt in der Weise, daß die Kappe möglichst
flach ausgebildet wird und wenig am Schlüssel 1 aufträgt. Dazu wird die Codieranordnung
7, die als flacher integrierbarer Schaltkreis ausgebildet ist, neben der Seitenfläche
des Schlüsselkopfes 4 angeordnet, während die Sendediode 14 und der Außenkontakt 12
vor, d.h. in Richtung auf den Schlüsselhals 6, angeordnet sind. Die Sendediode 14
liegt über dem Schlüsselrücken 17. Der Außenkontakt 12 ist der anderen Seite des Schlüsselhalses
6 zugeordnet. Aus den beiden Figuren 1 und 2 ist deutlich zu entnehmen, daß die geometrische
Gestaltung der Kappe in Anlehnung an die Schlüsselform erfolgt. Nach dem Aufsetzen
sind die Kappe 5 und der Schlüssel 1 formschlüssig miteinander verbunden.
[0026] Die rein schematische Ansicht der Fig.3 zeigt den stationären Teil der Schließvorrichtung.
In der gewählten Darstellung ist ein Teil 18, beispielsweise eine Tür, angeschnitten,
um die Sicht auf ein Schloß 19 freizugeben, welches in einer Aussparung des Teils
18 befestigt ist. Das Schloß weist ein Schlüsselgegenstück zur Aufnahme des Schlüssels
1 in Pfeilrichtung auf. Der Schlüssel 1 dient zur Lösung und Verstellung eines Schließriegels
20, welcher in die Zeichenebene bewegbar ist.
[0027] Zum stationären Teil der Schließvorrichtung gehört ferner ein elektromechanisches
Gesperre 21 zum Eingriff in den Schließriegel 20. Wie im folgenden noch beschrieben
werden wird, steht das Gesperre 21 unter Steuerung einer Auswerteanordnung in Eingriff
mit dem Schließriegel 20.
[0028] Um die freie Stirnseite des Schlosses 19 ist eine Rosette 22 angeordnet, welche teilweise
in das Teil 18 eingelassen ist. In die Rosette 22 ist eine Infrarot-Empfangsdiode
23 sowie ein elektronischer Schaltkreis 24, der zur besseren Veranschaulichung schematisch
und vergrößert neben der Rosette wiedergegeben ist, eingebettet. Die Empfangsdiode
23 ist auf dem Umfang der Rosette 22 derart angeordnet, daß sie nach dem Ein-stecken
eines mit einer Kappe 5 versehenen Schlüssels 1 in das Schloß 19 unmittelbar vor der
Sendediode 14 liegt. Dies gilt sinngemäß für den Außenkontakt 12 und ein Kontaktgegenstück
auf der Rosette 22, welches jedoch nicht dargestellt ist. Sobald der Schlüssel 1 also
in das Schloß 19 gesteckt ist und sich in seiner Ausgangsstellung befindet, ist die
Codieranordnung 7 über den Schlüssel 1 und die Masseleitung 13 mit Masse und über
die Versorgungsleitung 11, den Außentakt 12 und das Kontaktgegenstück mit einem Versorgungspotential
beaufschlagt. Mit Herstellung dieses Zustandes wird die Codieranordnung 7 in Betrieb
gesetzt. Da außerdem die Sendediode 14 auf die Empfangsdiode 23 genau ausgerichtet
ist, wird das gesendete Signal empfangen und im Schaltkreis 24 aufbereitet. Die Codieranordnung
7 bleibt so lange in Betrieb, bis die Betriebsspannung unterbrochen wird. Dies kann
einerseits durch Herausziehen des Schlüssels erfolgen oder andererseits dadurch, daß
durch eine bestimmte Drehung des Schlüssels 1 im Schloß 19 die galvanische Ankopplung
zwischen dem Außenkontakt 12 und dem bereitung der Spannungsimpulse in äquivalente
Strom- und/oder Spannungsimpulse mit entsprechender Leistung, damit eine leitungsgebundene
Übertragung über eine größere Distanz möglich ist. An die zentrale Auswerteeinheit
30 können eine Vielzahl derartiger Empfangseinrichtungen angeschlossen sein. Sie ist
typischerweise in einer Gefahrenmelderzentrale untergebracht.
[0029] In der Auswerteeinheit 30 wird der empfangene Bit-Strom daraufhin überprüft, ob der
Ursprungscode mit einem vorgegebenen Code übereinstimmt, und ob eine Berechtigung
zur Bedienung des Schlosses 19 vorliegt. Ferner wird in der Auswerteeinheit 30 der
Ort, die Zeit und ein in der übertragenen Datenfolge codiertes Schlüsselkennzeichen
gespeichert. Schließlich wird auch die Anzahl der mit einem bestimmten Schlüssel durchgeführten
Schließversuche registriert.
[0030] Bei Erkennung des richtigen Identifikationscodes erfolgt von der Auswerteeinheit
30 eine Ansteuerung des Gesperres 21. Im hier wiedergegebenen Beispiel besteht das
Gesperre 21 aus einer Spule 29 mit einer Sperrklinke 31, welche im gesperrten Zustand
in den Schließriegel 20 einrastet. Ein Verstellen des Schließriegels 20 mit Hilfe
des Schlosses 19 entgegen dem Uhrzeigersinn ist in diesem Zustand nicht möglich.
[0031] Erfolgt eine Bestromung der Spule 29, so erzeugt diese ein elektromagnetisches Feld
und betätigt die Sperrklinke 31. Nach Freigabe durch die Sperrklinke kann nun der
Schließriegel 20 in Pfeilrichtung ausgeschlossen werden. Sinngemäß gilt dieses Verfahren
auch für den Rückschließvorgang. Kontaktgegenstück unterbrochen wird.
[0032] Anhand der Fig.4 wird im folgenden die Funktion der schlüsselseitigen Codieranordnung
beschrieben. Über den Außenkontakt 12, der aus einem federnd gelagerten Kontaktstift
25 zum Andruck an das Kontaktgegenstück besteht, und über den Schlüssel 1 wird ein
Spannungsumsetzer 26 mit der Versorgungsspannung +U
B und dem Massepotential GND beaufschlagt. Sobald der am Speicher 9 und an der Ansteueranordnung
10 liegende Ausgang 27 des Spannungsumsetzers aktiviert ist, wird der Speicherinhalt
ausgelesen und die zugehörige Bitfolge über die Sendediode 14 seriell ausgesendet.
[0033] Der Speicher 9 ist ein digitaler Speicher, der als PROM, als EPROM oder als EAPROM,
NOVRAM, EEPROM realisiert werden kann. Im Speicher ist ein schlüsselspezifischer Code
abgelegt, der fortlaufend ausgelesen wird. Der serielle Bitstrom wird asynchron auf
bekannte Weise mit Start- und Stop-Bits zusammen mit einer blockweisen Informationssicherung
übertragen.
[0034] Die Ansteueranordnung 10 ist als kundenspezifischer integrierter Schaltkreis ausgebildet.
Es ist auch möglich, den Speicher 9 zusammen mit der Ansteueranordnung 10 in einem
einzigen Schaltkreis zu integrieren.
[0035] Wie Fig.5 zeigt, werden die von der Sendediode 14 ausgesandten Lichtimpulse von der
Empfangsdiode 23 in äquivalente Spannungsimpulse umgesetzt und über eine Signalvorverarbeitung
28 einer externen, zentralen Auswerteeinheit 30 zugeführt. In der Signalvorverarbeitung
28 erfolgt eine Auf-Der Schließriegel 20 kann nur zurückgeschoben werden, wenn bei
Äquivalenz des empfangenen Bit-Stromes mit einem abgespeicherten Referenzcode der
Freigabemagnet wieder bestromt wird.
[0036] Anstelle des Gesperres 21 kann auch ein Elektromotor vorgesehen sein, der bei Erfüllung
der Freigabebedingungen jeweils bestromt wird und den Schließriegel 20 betätigt.
[0037] Fig. 6 zeigt ein Beispiel, bei welchem die gesamte Schließvorrichtung als autonome
Einheit ausgeführt ist. Die Signalvorverarbeitung und die steuerungstechnische Auswertung
erfolgt unmittelbar dezentral am Schließort, ohne Zwischenschaltung einer zentralen
Auswerteeinheit.
[0038] Bei diesem Beispiel werden die ankommenden und aufbereiteten Signale in einer Steuereinheit
32 in der im Zusammenhang mit Fig. 5 beschriebenen Weise ausgewertet. In einem Programmträger
33, beispielsweise einem PROM, einem EAPROM, EEPROM, NOVRAM oder Codierschalter sind
die Referenzdaten und Vorgaben zum Ablauf der Steuerung niedergelegt. Die Bestromung
der Spule 29 erfolgt gegebenenfalls über eine Leistungsendstufe 34. In allen übrigen
Einzelheiten entspricht die Anordnung in ihrem Aufbau und ihrer Funktion der Anordnung
gemäß Fig. 5, so daß hier unter Verweis auf Fig. 5 auf eine Beschreibung verzichtet
werden kann.
1. Schlüssel mit elektronischen und/oder elektromechanischen Bauteilen zum Ansteuern
einer schloßseitigen elektronischen Überwachungseinrichtung, die im Bereich des Schlüsselkopfes
in eine aus zwei Halbschalen (2,3) bestehende Kunststoffkappe (5) eingebettet sind,
die an den Stirnflächen der Schalenwände miteinander verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlüsselkopf wie bei einem mechanischen, handelsüblichen Schlüssel ausgebildet
ist, und daß die Kunststoffkappe (5) in der Weise ausgeformt ist, daß sie zum Zwecke
der Nachrüstung auf den Schlüsselkopf aufsetzbar ist.
2. Kunststoffkappe zum Aufsetzen auf einen Schlüsselkopf, in welche elektronische und/oder
elektromechanische Bauteile zum Ansteuern einer schloßseitigen elektronischen Überwachungseinrichtung
eingebettet sind und welche aus zwei Halbschalen (2,3) besteht, die nach dem Aufsetzen
miteinander verbunden werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Halbschalen (2,3) in der Weise ausgeformt sind, daß sie zum Zwecke
der Nachrüstung auf den Schlüsselkopf eines mechanischen, handelsüblichen Schlüssel
aufsetzbar sind.
3. Anordnung nach Anspruch 1 bzw. 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Halbschalen (2,3) miteinander verklebt sind.
4. Anordnung nach Anspruch 1 bzw. 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Halbschalen (2,3) miteinander verschraubt sind.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Sendediode (14) oberhalb des Schlüsselrückens (17) angeordnet ist.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Außenkontakt (12) unterhalb des Schlüsselhalses (6) angeordnet ist.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlüsselhals (6) mit einem Masseeingang der elektronischen Anordnung in der
Kappe (5) mit einem Masseleiter verbunden sind.
8. Anordnung nach einem der Ansprüchen 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Außenkontakt (12) bevorzugt mit einer Betriebsspannungsversorgung bzw. mit
dem Betriebsspannungseingang der schlüsselseitigen elektronischen Anordnung verbunden
ist.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Außenkontakt (12) aus einem federnd gelagerten Stift (25) besteht.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine elektronische Ansteueranordnung (10) als kundenspezifische Gatteranordnung
(Gate-Array) ausgebildet ist.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Speicher (9) als PROM oder EEPROM ausgebildet ist.
12. Anordnung nach Ansprüch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß vom Speicher (9) und/oder von der Steuereinheit (10) zur Kappenoberfläche Datenleitungen
geführt sind.
13. Anordnung nach einem des Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß nach Anlegen einer Betriebsspannung eine im Speicher (9) abgelegte, codierte Bitfolge
(35) asynchron und permanent ausgesandt wird.
14. Anordnung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bitfolge (35) blockweise gesichert ist .
1. Key with electronic and/or electromechanical components for controlling a lock-side
electronics monitoring device, embedded in the vicinity of the key head in a plastic
cap (5) comprising two half-shells (2, 3), which are interconnected at the end faces
of the shell walls, characterized in that the key head is constructed as in the case
of mechanical, commercially available keys and that the plastic cap (5) is shaped
in such a way that it can be placed on the key head for retrofitting purposes.
2. Plastic cap for placing on a key head in which are embedded electronic and/or electromechanical
components for controlling a lock-side electronic monitoring device and which comprises
two half-shells (2, 3), which are interconnected after engagement, characterized in
that the two half-shells (2, 3) are constructed in such a way that, for retrofitting
purposes, they can be placed on the key head of a mechanical, commercially available
key.
3. Arrangement according to claims 1 or 2, characterized in that the two half-shells
(2, 3) are bonded together.
4. Arrangement according to claims 1 or 2, characterized in that the two half-shells
(2, 3) are screwed together.
5. Arrangement according to one of the claims 1 to 4, characterized in that a transmitting
diode (14) is positioned above the key back (17).
6. Arrangement according to one of the claims 1 to 5, characterized in that an external
contact (12) is positioned below the key neck (6).
7. Arrangement according to one of the claims 1 to 6, characterized in that the key neck
(6) is connected to an earth input of the electronic arrangement in the cap (5) and
to an earth wire.
8. Arrangement according to one of the claims 6 or 7, characterized in that the external
contact (12) is preferably connected to an operating voltage supply or to the operating
voltage input of the key-side electronic arrangement.
9. Arrangement according to one of the claims 6 to 8, characterized in that the external
contact (12) comprises a resiliently mounted pin (25).
10. Arrangement according to one of the claims 1 to 8, characterized in that an electronic
control arrangement (10) is constructed as a customer-specific gate array.
11. Arrangement according to one of the claims 1 to 10, characterized in that a memory
(9) is constructed as a PROM or EPROM.
12. Arrangement according to claim 11, characterized in that data lines pass from the
memory (6) and/or from the control unit (10) to the cap surface.
13. Arrangement according to one of the claims 10 to 12, characterized in that after applying
an operating voltage a coded bit sequence (35) stored in the memory (9) is emitted
asynchronously and permanently.
14. Arrangement according to claim 13, characterized in that the bit sequence (35) is
blockwise protected.
1. Clef à composants électroniques et/ou électromécaniques pour commander un dispositif
de surveillance électronique du côté de la serrure, qui sont incorporés dans la zone
de la tête de clef dans un boîtier (5) constitué de deux demi-coquilles (2, 3), reliées
l'une à l'autre par les faces frontales des parois des demi-coquilles, caractérisée
en ce que la tête de clef est constituée comme une clef mécanique du commerce, et
que le boîtier en matière plastique (5) est de forme telle qu'on peut le placer sur
la tête de clef en vue d'un équipement postérieur.
2. Boîtier de matière plastique à placer sur une tête de clef, dans lequel sont incorporés
des composants électroniques et/ou électromécaniques et qui est constitué de deux
demi-coquilles (2, 3) qui sont reliées après la mise en place, caractérisé en ce que
les deux demi-coquilles (2,3) sont de forme telle qu'on peut les placer sur la tête
de clef en vue d'un équipement postérieur d'une clef mécanique du commerce.
3. Dispositif selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que les deux demi-coquilles
(2, 3) sont collées l'une à l'autre.
4. Dispositif selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que, les deux demi-coquilles
(2,3) sont vissées l'une à l'autre.
5. Dispositif selon l'une des revendications 10, caractérisé en ce que qu'on place une
diode émettrice (14) au-dessus du dos de la clef (17).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'un contact externe
(12) est disposé en-dessous du col de la clef (6).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le col de la
clef (6) est relié à une borne de masse du circuit électronique du boîtier (5) par
un conducteur de masse.
8. Dispositif selon l'une des revendications 6 ou 7, caractérisé en ce que le contact
externe (12) est relié de préférence à une alimentation en courant ou bien à l'entrée
de tension de service du circuit électronique du côté de la clef.
9. Dispositif selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que le contact
externe (12) est constitué d'une barre (25) logée sur un ressort.
10. Dispositif selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce qu'on a constitué
un circuit électronique de commande (10) sous forme de circuit logique spécifique
du client (gate-arroy).
11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'on a réalisé
une mémoire (9) sous forme de PROM ou EEPROM.
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que des conducteurs de données
partent de la mémoire (9) et/ou de l'unité de commande (10) vers la surface du boîtier.
13. Dispositif selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisé en ce qu'après prise
sous tension, on émet en permanence et de manière asynchrone une suite de bits (35)
codée enregistrée en mémoire.
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que la suite de bits (35)
est protégée par bloc.