[0001] Die Erfindung betrifft eine schnurgeführte Reißschiene mit verdeckt liegenden Schnüren
und an das Reißschienenprofil steckbaren Schnurumlenkungen.
[0002] Seit langem bekannt sind Reißschienen, deren Parallelführung durch Schnüre gewährleistet
wird, die an vier Punkten der Zeichenunterlage befestigt sind und die auf der Reißschiene
selbst in deren Längsrichtung umgelenkt werden.
[0003] Auch die verdeckte Führung der Schnüre in einem Kanal unter der Reißschienen-Oberseite
wird gelegentlich gewählt, damit die Schnüre beim Zeichnen nicht stören. Die Umlenkrollen
der Schnurumlenkung werden dabei entweder am Reißschienenprofil selbst befestigt (z.B.
TRUHON, US-PS 3.283.410) oder in einem Rollenkäfig, der seinerseits am Reißschienenprofil
befestigt wird (z.B. DE WEERDT, FR-PS 1.303.491). Auch die Ausbildung der Schnurumlenkung
als austauschbare und an das Reißschienenprofil steckbare Einheit ist bekannt (JUSTIS,
US-PS 3.251.131). Bekannt ist auch, jeweils nur eine Rolle zu verwenden (z.B. TRUHON,
s.o.) anstelle eines Rollenpaares an jedem Ende der Reißschiene.
[0004] Bei den bekannten Systemen erfordert die Anbringung der Umlenkung an der Reißschiene
einigen Befestigungsaufwand. Reißschienen, bei denen die Schnüre unter der Oberseite
des Reißschienenprofils verdeckt geführt weden, sind entweder aus mehreren Profilen
zusammengesetzt oder erfordern Profilbearbeitung für die Schnurauslässe und die Rollenbefestigung.
Beides verteuert die Herstellung der Reißschiene. Das Einführen bzw. Auswechseln der
Schnüre erfordert bei den meisten Reißschienen mit verdeckt liegender Schnurführung
erhebliches Geschick bzw. eine Demontage der Rollen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
- die kostengünstige Herstellung der Reißschiene zu ermöglichen,
- eine einfach herstellbare Schnurumlenkung zu schaffen, die gleichzeitig ein problemloses
Einführen der Schnüre gestattet und
- eine störungsfreie Benutzung der Reißschiene zu gewährleisten.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Konstruktion der Schnurumlenkung
erlaubt, das Reißschienenprofil nur auf Länge abzuschneiden und jede weitere Profilbearbeitung
(wie z.B. Fräsen, Stanzen, Gewindeschneiden) zu vermeiden.
[0007] Die Schnurumlenkung ist bis zu einem Anschlag in die Profilenden einsteckbar. Die
Lage des Anschlags ist so gewählt, daß die Schnurauslässe aus dem Reißschienenbereich
nicht im Profil selbst, sondern in dem außerhalb des Profils liegenden Teil der Schnurumlenkung
angeordnet sind.
[0008] Zum Einführen der Schnüre in die Umlenkung und das Profil ist die Schnurumlenkung
aus dem Profil herausnehmbar.
[0009] Die Schnurumlenkung besteht nach Unteranspruch 2 aus einem Rollenkäfig und einer
Rolle, deren Achse in den Rollenkäfig einklipsbar ist. Die Klipsverbindung ermöglicht
den Zusammenbau von Rolle und Rollenkäfig ohne weitere Verbindungstechnik.
[0010] Der störungsfreien Benutzung der Reißschiene dienen
- der Beschädigungsschutz für den über das Reißschienenprofil hinausragenden Rollenteil
durch die Außenseiten des U-förmigen Rollenkäfigs,
- die Zwangsführung der Schnüre zwischen der jeweiligen Rollennut und der in geringem
Abstand vor dem Außenumfang der Rolle liegenden Innenseite der Rollenkäfig-Basis sowie
- die dem Reißschienenprofil angepaßten Außenseiten des Rollenkäfigs in Profillängsrichtung.
[0011] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigt
Figur 1 in perspektivischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel (als Vorschlag für
die die Zusammenfassung ergänzende Zeichnung),
Figur 2 das gleiche Beispiel mit kennzeichnender Nummerierung von Einzelheiten,
Figur 3 im Horizontalschnitt die Reißschiene in zusammengebautem Zustand,
Figur 4 desgleichen in vertikalem Längsschnitt,
Figur 5 ein Ausführungsbeispiel der Schnurumlenkungsrolle und des U-förmigen Rollenkäfigs,
in dessen Schenkel die Achse der Rolle einklipsbar ist, in vertikalem Längsschnitt,
Figur 6 desgleichen in zusammengebautem Zustand.
[0012] Im Ausführungsbeispiel ist das Reißschienenprofil 1 als Hohlprofil ausgebildet. In
die Enden 2 und 3 des Profils sind die beiden identisch ausgebildeten Schnurumlenkungen
bis zum Anschlag 4 einsteckbar. In der Endposition der Schnurumlenkung im Profil liegen
die Schnurauslässe 5 für die unter der Reißschienen-Oberseite geführten Schnüre nicht
im Profil selbst, sondern in dem außerhalb des Profils liegenden Teil des Rollenkäfigs.
Dadurch erübrigt sich die Profilbearbeitung für die Schnurauslässe.
[0013] Die Schnüre 6 und 7 sind in zwei übereinanderliegenden Nuten 8 und 9 der Umlenkrolle
11 geführt. Dadurch ist es möglich, die im Profil sich kreuzenden Schnüre in zwei
ebenen parallel zur Zeichenunterlage 20 anzuordnen und die Kreuzung 10 berührungs-
und verschleißfrei zu gestalten.
[0014] Der geringe Abstand zwischen der Innenwand der Käfig-Basis 18 und dem Rollenumfang
19 verhindert ein Herausspringen der Schnüre aus ihrer jeweiligen Nut auch bei fehlender
Schnurspannung, also beispielsweise beim Einführen der Schnüre.
[0015] Die Seitenflächen 13 und 14 des über das Profilende hinausragenden Rollenkäfigs liegen
inder gleichen Ebene wie die Seitenflächen der Griffleiste 15 bzw. die senkrechte
Außenseite 16 des Reißschienenprofils. Ebenso liegt die obere Außenseite 21 des Rollenkäfigs
in der gleichen Ebene wie die obere Außenseite 23 des Reißschienenprofils. Durch die
bündige Gestaltung sollen Behinderungen bei der Zeichenarbeit vermieden werden.
1. Schnurgeführte Reißschiene, bestehend aus einem einteiligen, gerädlinig abgeschnittenen
Profil, in dem die Schnüre verdeckt liegend geführt sind und aus zwei in die Enden
des Profils bis zu einem Anschlag einsteckbaren, die Umlenkrollen für die Schnüre
tragenden Schnurumlenkungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnurumlenkungen als
U-förmiger Rollenkäfig ausgebildet sind, wobei die Anschläge 4 an den Schenkeln des
Rollenkäfigs mit Abstand von der Innenwand 17 der Basis 18 des Rollenkäfigs angeordnet
sind und wobei der aus dem als Strangpreßprofil ausgebildeten Profil der Reißschiene
1 herausragende Teil der Rolle 11 durch den U-förmigen Rollenkäfig umgriffen ist.
2. Reißschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse 12 der Umlenkrolle
11 in entsprechende Aussparungen 25 und 26 in den Schenkeln des rollenkäfigs einklipsbar
ist.
3. Reißschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenseite 17 der
Basis 18 des U-förmigen Rollenkäfigs einen so geringen Abstand vom Außenumfang 19
der Rolle hat, daß ein Herausspringender Schnüre aus ihren jeweiligen Nuten 8 und
9 verhindert wird.
4. Reißschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenseiten des Rollenkäfigs
13, 14, 21 und 22 in der Ebene senkrecht zur Längsachse der Reißschiene die Außenseiten
des Reißschienenprofils 15, 16, 23 und24 an keinem Punkt überragen.