| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 226 537 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
08.06.1994 Patentblatt 1994/23 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.12.1986 |
|
|
| (54) |
Gesteinsbohrer
Rock drill bit
Trépan de roche
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
16.12.1985 DE 3544433
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
24.06.1987 Patentblatt 1987/26 |
| (73) |
Patentinhaber: HILTI Aktiengesellschaft |
|
9494 Schaan (LI) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Scholz, Dieter
D-8034 Germering (DE)
- Flesch, Friedrich
D-8912 Kaufering (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Wildi, Roland |
|
Hilti Aktiengesellschaft
Patentabteilung 9494 Schaan 9494 Schaan (LI) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 048 908 DE-A- 2 528 003 DE-A- 2 856 205
|
DE-A- 2 510 265 DE-A- 2 601 302
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Gesteinsbohrer mit Schaft und diesen radial überragenden
Bohrkopf, mit einer in Vorschubrichtung weisenden Stirnseite.
[0002] Gesteinsbohrer werden zur Herstellung von Bohrungen in Fels, Beton, Mauerwerk und
dgl. eingesetzt, welche der Aufnahme von Befestigungselementen, dem Durchführen von
Rohren und Kabeln sowie zum Sprengen dienen. Bisher sind bei den mit Hartmetall-Einsätzen
versehenen Gesteinsbohrern hauptsächlich zwei unterschiedliche Bauarten bekannt.
[0003] Aus der EP-A-0 048 908 bekannte Gesteinsbohrer, die eine oder mehrere Schneidplatten
aufweisen sind in ihrer Herstellung relativ einfach und werden hauptsächlich in kleinen
Dimensionen bis zu einem Durchmesser von etwa 35 mm verwendet. Diese Bohrer weisen
jedoch den Nachteil auf, dass die Schneiden der Schneidplatten, insbesondere im äusseren
Bereich, rasch verschleissen und damit der Bohrfortschritt schnell abnimmt. Durch
den Eckenverschleiss wird auch die Handhabung verschlechtert.
[0004] Insbesondere für grössere Bohrdurchmesser ist es beispielsweise aus der DE-OS 2 528
003 bekannt, die in Vorschubrichtung weisende Stirnseite des Bohrkopfes mit Schneidstiften
aus Hartmetall zu versehen. Diese Schneidstifte liefern aufgrund der kleinen Auflagefläche
hohe Drücke auf das zu bearbeitende Material und führen zu besserem Bohrfortschritt.
Im Gegensatz zu einer Schneidplatte können einzelne Schneidstifte jedoch nur aufwendig
nachgeschliffen werden. Zudem lässt sich durch die Anordnung solcher Schneidstifte
nur eine schlechte Zentrierung des Bohrers beim Anbohren erreichen. Bei Zerstörung
oder Ausbruch einzelner Schneidstifte werden diese Gesteinsbohrer unbrauchbar, da
die Stifte praktisch nicht ersetzt werden können.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen wirtschaftlich herstellbaren Gesteinsbohrer
zu schaffen, der bei hoher Abbauleistung eine gute Abfuhr des Bohrgutes und die Einhaltung
einer genauen Bohrlochgeometrie ermöglicht.
[0006] Gemäss Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Abfuhrnuten in Längsrichtung
des Bohrkopfes verlaufen und die Stirnseite des Bohrkopfes mit Schneidstiften aus
Hartmetall versehen ist, wobei die freien Stirnenden der Schneidstifte in der von
den Schneiden der Schneidplatte gebildeten Rotationsfläche liegen.
[0007] Die Schneidplatte führt insbesondere zu eine guten Anbohrverhalten des Gesteinsbohrers
in Verbindung mit einem daran anschliessenden guten Rundlauf, der die Einhaltung einer
genauen Bohrlochgeometrie gewährleistet. Durch die zusätzliche Anordnung der Schneidstifte
wird erreicht, dass Schneidplatte und Schneidstifte im wesentlich gleichzeitig dem
zu bearbeitenden Material zugeführt werden und somit die Schneiden der Schneidplatte
weniger stark verschleissen und damit auch der Bohrfortschritt langsamer abfällt.
Hierzu dient insbesondere die Massgabe, dass die freien Stirnenden der Schneidstifte
in der von den Schneiden der Schneidplatte gebildeten Rotationsfläche liegen. Damit
ist sichergestellt, dass Schneidplatte und Schneidstifte gleichzeitig an dem zu bearbeitenden
Material angreifen. Der Verschleiss von Schneidplatte und Schneidstiften wird somit
gering gehalten, was sich positiv auf den Bohrfortschritt auswirkt.
[0008] In bekannter Weise handelt es sich um eine Schneidplatte mit zueinander dachförmig
geneigten Schneiden, wobei die Neigung dieser Schneiden zueinander unter einem stumpfen
Winkel verlaufen. Insbesondere zur Aufrechterhaltung des guten Rundlaufes überragt
die Schneide in bekannter Weise die Umfangskontur des Bohrkopfes.
[0009] Aus Gründen einer einfachen Herstellung des Gesteinsbohrers kann wenigstens ein Teil
der Schneidstifte parallel zur Bohrerachse angeordnet sein. Da die Schneidstifte hauptsächlich
in Richtung der Bohrerachse beansprucht werden, ergibt eine solche Anordnung der Schneidstifte
eine gute Abstützung im Bohrkopf. Durch die Anordnung der Schneidstifte parallel zur
Bohrerachse können diese auch relativ nahe an der Schneidplatte angeordnet werden.
Aus der Sicht der Zerkleinerung des Bohrgutes kann wenigstens ein Teil der Schneidstifte
zur Bohrerachse geneigt angeordnet sein. Beispielsweise bei einer kegelförmig ausgebildeten
Stirnseite des Bohrkopfes können die Schneidstifte etwa senkrecht zur Oberfläche des
Bohrkopfes angeordnet werden, was eine maximale Einbettung der Schneidstifte ermöglicht.
[0010] Ebenfalls vom Gesichtspunkt der Zerkleinerung des Bohrgutes her betrachtet ist vorteilhafterweise
wenigstens ein Teil der Schneidstifte auf unterschiedlichen Radien angeordnet.
[0011] Zweckmässigerweise überragt ein Teil der Schneidstifte die Umfangskontur des Bohrkopfes.
Diese, die Umfangskontur überragenden Schneidstifte verhindern ein Verdichten und
Verklemmen des Bohrgutes zwischen dem Bohrkopf und der Wandung des Bohrloches. Ausserdem
fördern diese Schneidstifte die Schaffung einer hochwertigen Bohrlochwandung und stellen
die Einhaltung der genauen Bohrlochgeometrie sicher.
[0012] Die freien Stirnenden der Schneidstifte liegen vorteilhafterweise in der von den
Schneiden der Schneidplatte gebildeten Rotationsfläche. Der Angriff des Gesteinsbohrers
an dem zu bearbeitenden Material erfolgt somit gleichzeitig durch die Schneidplatte
und die Schneidstifte. Dadurch wird der Verschleiss der Schneidplatte und Schneidstifte
gering gehalten und der Bohrfortschritt somit nur wesentlich verlangsamt.
[0013] Die Härte der Schneidstifte ist mit Vorteil auf diejenige der Schneidplatte abgestimmt,
so dass die Schneidplatte und die Schneidstifte etwa gleichmässig abgenützt werden
und die Eingriffsverhältnisse somit erhalten bleiben.
[0014] Die Erfindung soll nachstehend anhand der sie beispielsweise wiedergebenden Zeichnungen
näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemässen Gesteinsbohrer, in Ansicht,
- Fig. 2
- eine stirnseitige Ansicht des in Fig. 1 dargestellten Gesteinsbohrers,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch den Gesteinsbohrer gemäss Fig. 1 und 2, entlang der Line III-III
in Fig. 2,
- Fig. 4
- eine weitere Ausführung eines erfindungsgemässen Gesteinsbohrers.
[0015] Der aus den Fig. 1 bis 3 ersichtliche Gesteinsbohrer besteht im wesentlichen aus
einem Schaft 1 und einem damit verbundenen, insgesamt mit 2 bezeichneten Bohrkopf.
Der Schaft 1 ist mit einer Förderwendel 3 versehen, die einerseits der Führung des
Bohrers im Bohrloch und andererseits der Abfuhr des Bohrkleins dient.
[0016] Der Bohrkopf 2 ist mit in Längsrichtung verlaufenden Abfuhrnuten 4 versehen, welche
dem Durchlass des Bohrkleins von der in Vorschubrichtung weisenden Stirnseite 2a des
Bohrkopfes 2 zum Schaft 1 dienen. Der Bohrkopf 2 ist mit einer zentral angeordneten
Schneidplatte 5 versehen. Die Schneidplatte 5 überragt den Bohrkopf 2 sowohl in radialer
Richtung als auch in Vorschubrichtung. Die restliche Stirnseite 2a des Bohrkopfes
2 ist mit Schneidstiften 6, 7 versehen.
[0017] Wie insbesondere der in Fig. 3 dargestellte Schnitt deutlich zeigt, ist der Schneidstift
6 so angeordnet, dass er parallel zur Bohrerachse verläuft, während der Schneidstift
7 zur Bohrerachse geneigt angeordnet ist. Die Schneidstifte 6, 7 sind so tief in den
Bohrkopf 2 eingelassen, dass die freien Stirnenden der Schneidstifte 6, 7 in der von
den Schneiden 5a, 5b der Schneidplatte 5 gebildeten Rotationsfläche liegen. Dadurch
wird beim Bohren eine gleichmässige Abnutzung von Schneidplatte 5 und Schneidstiften
6, 7 erreicht.
[0018] Der aus Fig. 4 ersichtliche, im Durchmesser etwas grössere Gesteinsbohrer besteht
aus einem Schaft 11 und einem damit verbundenen, den Schaft 11 in radialer Richtung
überragenden, insgesamt mit 12 bezeichneten Bohrkopf. Auf dem Schaft 11 ist eine separate
Förderwendel 13 angeordnet. Der Bohrkopf 12 ist an seiner in Vorschubrichtung gerichteten
Stirnseite 12a mit einer zentral angeordneten Schneidplatte 15 versehen. Die beim
Drehen des Gesteinsbohrers entstehende Rotationsfläche der Schneidplatte 15 ist strich-punktiert
dargestellt. Neben der Schneidplatte 15 ist der Bohrkopf 12 an der Stirnseite 12a
sowie am Umfang auch mit Schneidstiften 16, 17, 18, 19 bestückt. Die Schneidstifte
17, 19 sind zur Bohrerachse geneigt angeordnet. Der Schneidstift 16 ist dagegen parallel
zur Bohrerachse angeordnet. Der Schneidstift 18 ist senkrecht zur Bohrerachse angeordnet
und überragt die Umfangskontur des Bohrkopfes 12. Der Schneidstift 18 steht beim Bohren
in Kontakt mit der Bohrlochwandung und kann beim Bohrvorgang beispielsweise dazu dienen,
diese aufzurauhen. Die Schneidstifte 16, 17, 18, 19 sind auf unterschiedlichen Radien
angeordnet. Dies ergibt eine gute Zerkleinerung des Bohrgutes und eine gleichmässige
Verteilung der Kräfte auf die einzelnen Schneidstifte. Auch bei diesem Gesteinsbohrer
sind die Schneidstifte 16, 17, 18, 19 so tief in den Bohrkopf 12 eingesetzt, dass
ihr freies Stirnende in der von den Schneiden der Schneidplatte 15 gebildeten Rotationsfläche
liegen.
1. Gesteinsbohrer mit Schaft (1, 11) und diesen radial überragenden Bohrkopf (2, 12)
mit einer in Vorschubrichtung weisenden Stirnseite (2a, 12a) wobei der Bohrkopf (2,
12) zum Schaft (1, 11) hin offene Abfuhrnuten (4) sowie eine sich über den gesamten
Durchmesser erstreckende und die Umfangskontur überragende Schneidplatte (5, 15) mit
Zwei zueinander unter einem stumpfen Winkel dachförmig geneigten Schneiden (5a, 5b)
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfuhrnuten (4) in Längsrichtung des Bohrkopfes (2) verlaufen und die Stirnseite
(2a, 12a) des Bohrkopfes (2, 12) mit Schneidstiften (6, 7, 16, 17, 18, 19) aus Hartmetall
versehen ist, wobei die freien Stirnenden der Schneidstifte (6, 7, 16, 17, 18, 19)
in der von den Schneiden (5a, 5b) der Schneidplatte (5, 15) gebildeten Rotationsfläche
liegen.
2. Gesteinsbohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil der
Schneidstifte (6, 16) parallel zur Bohrerachse angeordnet ist.
3. Gesteinsbohrer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, dass wenigstens ein
Teil der Schneidstifte (7, 17, 18, 19) zur Bohrerachse geneigt angeordnet ist.
4. Gesteinsbohrer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens
ein Teil der Schneidstifte (6, 7, 16, 17, 18, 19) auf unterschiedlichen Radien angeordnet
ist.
5. Gesteinsbohrer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein
Teil der Schneidstifte (8, 19) die Umfangskontur des Bohrkopfes (12) überragt.
1. Rock drill comprising a shaft (1, 11) and a drillhead (2, 12) which radially protrudes
the latter and with one end (2a, 12a) which is oriented in the thrust direction, and
with the drillhead (2, 12) having removal grooves (4) which are open towards the shaft
(1, 11) as well as a cutter plate (5, 15) which extends over the entire diameter and
protrudes over the peripheral contour, with two cutting edges (5a, 5b) which are rooflike
slanted towards each other at an obtuse angle, characterised in that the removal grooves (4) extend in the longitudinal direction of the drillhead (2)
and that the end (2a, 12a) of the drillhead (2, 12) is provided with cutting pins
(6, 7, 16, 17, 18, 19) of hard metal, and that the free ends of the cutting pins (6,
7, 16, 17, 18, 19) are positioned in the rotational surface which is formed by the
cutters (5a, 5b) of the cutter plate (5, 15).
2. Rock drill according to claim 1, characterised in that at least a portion of the cutting pins (6, 16) is arranged parallel to the drill
axis.
3. Rock drill according to claim 1 or 2, characterised in that at least a portion of the cutting pins (7, 17, 18, 19) is arranged at a slant relative
to the drill axis.
4. Rock drill according to one of claims 1 to 3, characterised in that at least a portion of the cutting pins (6, 7, 16, 17, 18, 19) is arranged on different
radii.
5. Rock drill according to one of claims 1 to 4, characterised in that a portion of the cutting pins (8, 19) protrudes over the peripheral contour of the
drillhead (12).
1. Fleuret à rocher, comprenant une tige (1, 11) et un porte-lames (2, 12) qui dépasse
radialement de celle-ci et dont la face frontale (2a, 12a) est orientée dans la direction
d'avancement, le porte-lames (2, 12) présentant des gorges d'évacuation (4) ouvertes
en direction de la tige (1, 11) ainsi qu'une plaque de coupe (5, 15) avec deux tranchants
(5a, 5b) inclinés l'un vers l'autre sous un angle obtus, en forme de toit, laquelle
s'étend sur tout le diamètre et fait saillie par rapport au contour extérieur, caractérisé
en ce que les gorges d'évacuation (4) s'étendent dans le sens longitudinal du porte-lames
(2) et que la face frontale (2a, 12a) du porte-lames (2, 12) est équipée de pointes
tranchantes (6, 7, 16, 17, 18, 19) en métal dur, les extrémités frontales libres des
pointes tranchantes (6, 7, 16, 17, 18, 19) se situant dans la surface de révolution
formée par les tranchants (5a, 5b) de la plaque de coupe (5, 15).
2. Fleuret à rocher selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins une partie
des pointes tranchantes (6, 16) sont disposées parallèlement à l'axe du fleuret.
3. Fleuret à rocher selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au moins
une partie des pointes tranchantes (7, 17, 18, 19) sont inclinées par rapport à l'axe
du fleuret.
4. Fleuret à rocher selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce
qu'au moins une partie des pointes tranchantes (6, 7, 16, 17, 18, 19) sont disposées
sur des rayons différents.
5. Fleuret à rocher selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce
qu'une partie des pointes tranchantes (8, 19) dépassent du contour circonférentiel
du porte-lames (12).
