[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Station zum Beladen des Papierrollentraegers
von Tiefdruckrotationsmaschinen mit Papierrollen.
[0002] Wie an sich bekannt, werden bei den heutigen Tiefdruckrotationsmaschinen zum Drucken
von Zeitschriften od. dgl. Walzendrehzahlen um 50.000 Umdrehungen pro Stunde erreicht,
die einer Geschwindigkeit der zu bedruckenden Papierbahn in der Groessenordnung von
12 - 14 m/s entsprechen. Die wesentlichen Breiten der zu bedruckenden Papierbahn sowie
diese hohen Geschwindigkeiten fuehren zu neuen Problemen, die den Wechsel der Papierrolle,
d.h. die Ersetzung der erschoepften Papierrolle durch eine neue Papierrolle betreffen.
Solche Papierrollen weisen tatsaechlich einen Durchmesser, der groesser als 1 m ist
sowie ein Gewicht von ca. 25 Zentner auf. Bei einer Druck- bzw. Abwicklungsgeschwindigkeit
der Papierrolle von 12 m/s ergibt sich, dass die Rolle in einer relativ kurzen Zeit
von 15 - 20 min erschoepft wird. Deshalb muessen im Verlauf von diesem Abwicklungszeitabschnitt
die Bedienungsmaenner, die die Wirkungsweise des Papierrollentrae gers ueberwachen,
eine ganze Reihe von Arbeitsschritten zum Austauschen der Papierrollen ausfuehren,
die sich ausgehend vom Einlauf der Papierrolle in der Naehe des Papierrollentraegers
bis auf deren Hantierung und Anordnung auf den Papierrollentraeger erstrecken, wobei
alle diese Arbeitsschritte mit einer grossen Genauigkeit durchgefuehrt werden sollen,
um anschliessend immer noch bei der vollen Druckgeschwindigkeit die an sich bekannte
automatische Klebeverbindung zwischen dem Papierbahnendabschnitt der sich erschoepfenden
Papierrolle und dem Papierbahnanfangsabschnitt der zugefuehrten neuen Papierrolle
verwirklichen zu koennen. Zur Ersetzung der Papierrolle liegt die erforderliche Zeit
schaetzungsweise in der Groessenordnung von ca. 10 - 12 min, wobei dieser Arbeitsvorgang
die Notwendigkeit der gleichzeitigen Anwesenheit von mehreren Bedienungsmaennern
mit sich bringt und aus folgenden Arbeitsgaengen besteht:
[0003] A. Annaeherung der neuen Papierrolle an den Bereich des Papierrollentraegers und
Vorlegung derselben auf einen beweglichen Podest in der Naehe des Papierrollentraegers.
Dieser Arbeitsgang wird von Hand durch die Bedienungsmaenner ausgefuehrt, indem die
letzteren durch Zug bzw. Druck diese neue Rolle, die auf in Nuten im Boden oder an
einer Haengeschiene gleitenden Laufgestellen liegt, manuell verschieben.
[0004] B. Handvorschub des Laufwerkes bis zur annaeherndern Erreichung der Achse der Spannbacken,
die an den beiden Wangenenden des Papierrollentraegers angebracht sind. Dieser Arbeitsgang
ist ganz manuell und wird wegen der Gewichte der zu bewegenden Rollen normalerweiser
durch wenigstens zwei Bedienungsmaenner ausgefuehrt.
[0005] C. Lokalisierung und Bestimmung der praezisen gegenseitigen Verbindungsstellung zwischen
den seitlichen Spannbacken und den Rollenkernenden, die anschliessend miteinander
zu kuppeln sind. Dieser Arbeitsgang, der wiederum von Hand durch wenigstens zwei Bedienungsmaenner
auszufuehren ist, erfolgt durch fortschreitende Annaeherungsbewegungen, die durch
Vor- und Zurueckschieben der neuen Papierrolle an deren Vorderseiten erreicht werden,
um den Zweck zu verfolgen, dass die Achsen der erwaehnten Spannbacken und der jeweiligen
Papierrolle, die von der ersteren blockiert werden muss, miteinander fluchten.
[0006] D. Festspannung der seitlichen Druckluft-Spannbacken und nachfolgender Sperrung
des Rollenkerns zwischen denselben, was durch Betaetigung eines obigen Spannbacken
zugeordneten Kurbelhandrads erreicht wird.
[0007] E. Vorbereitung der Papierrolle zum automatischen Wechsel bei immer noch in Betrieb
stehender Maschine, d.h. Abtragung der aeusseren Verpackungsschicht der Papierrolle,
Anzeichnen des Profils der Hochkantenriemen und Verkleben der Papierbahnen der sich
erschoepfenden und der neuen Papierrolle.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Station zum Beladen des
Papierrollentraegers von Tiefdruckrotationsmaschinen mit Papierrollen herzustellen,
die im Stande ist, einen Rollenwechsel zu ermoeglichen, der in einer einwandfreien,
schnellen und zuverlaessigen Weise und ohne jeglichen koerperlichen Kraftaufwand
zur Hantierung der Papierrolle derart ablaeuft, dass der Rollenwechsel-Arbeitsvorgang
durch einen einzigen Bedienungsmann ausgefuehrt werden kann.
[0009] Im Rahmen der oben angefuehrten Aufgabe soll die Station zum Laden der Papierrolle
der erwaehnten Art den Papierrollenwechsel derart in einer aeusserst zuverlaessigen
Weise ermoeglichen, dass dieser Vorgang zum Austauschen der Papierrollen automatisiert
und die Ausserbetriebsetzungen, die auf einen Bruch des Papiers zurueckzufuehren sind,
aufgehoben bzw. auf ein Minimum herabgesetzt werden koennen.
[0010] Nach der Lehre der vorliegenden Erfindung wird die oben erwaehnte Aufgabe durch die
im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale geloest.
[0011] Weitere Merkmale und Weiterbildungen der erfindungsgemaessen Papierrollenwechselstation
sind den nachfolgenden Unteranspruechen entnehmbar.
[0012] Durch die Papierrollenwechselstation lassen sich erfindungsgemaess verschiedene
Vorteile erreichen, deren wichtigste nachstehend aufgefuehrt sind.
[0013] - Die Arbeitsschritte zur Hantierung der neuzugefuehrten Papierrolle und zu ihrer
einwandfreien Positionierung, die bis dahin verschiedene Bedienungsmaenner und einen
nicht unwesentlichen koerperlichen Kraftaufwand sowie einen nicht immer genau voraussehbaren
Zeitverlust benoetigten, indem eventuell vorkommende Zwischenfaelle von demselben
Personal manuell zu loesen waren, werden nunmehr automatisch und demnach mit genau
bestimmbaren Zeitabschnitten ausgefuehrt.
[0014] - Die Automatisierung der bis dahin manuell durch die Bedienungsmaenner auszufuehrenden
Hantierungsvorgaenge beseitigt jeglichen koerperlichen Kraftaufwand, so dass ein einziger
Bedienungsmann allein ohne weiteres im Stande ist, den Papierrollenwechselvorgang
ohne Schwierigkeiten zu ueberwachen.
[0015] - Der Papierrollenwechselablauf kann lediglich von einem Bedienungsmann gesteuert
werden, auch wenn es sich dabei um sehr grosse Papierrollen handelt, beispielsweise
je mit einem Gewicht von ca. 25 Zentner oder mehr und mit breiten von ueber 2 m der
endlosen Papierbahnen.
[0016] - Der Aufbau der Station ist aeusserst einfach und mit Antriebs- und Foerdermitteln
versehen, deren Funktionsweise sehr einfach und zuverlaessig ist.
[0017] - Die vorgeschlagene Station wird unterhalb der Bodenoberflaeche eingebettet bzw.
aufgenommen vorgesehen, so dass deren Raumbedarf unmittelbar vor der Papierrollentrageinrichtung
kein nachteiliges Problem darstellt und den Einlauf der Papierrollen bis in die Naehe
derselben Station keineswegs verhindert.
[0018] - Die vorgeschlagene Station kann jede zugefuehrte beliebige Papierrolle manipulieren
bzw. positionieren, und zwar unabhaengig von deren Durchmesser und Breite und ohne
jegliches vorheriges Eingreifen zur Anpassung der Station selbst.
[0019] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der erfindungsgemaessen Papierrollenwechselstation
fuer Tiefdruckrotationsmaschinen ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung anhand
der beiligenden Zeichnung, die rein schematisch und nicht in einschraenkender Weise
ein Ausfuehrungsbeispiel einer erfindungsgemaessen Station darstellt.
[0020] Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht in Aufriss eines Papierrollentraegers fuer Tiefdruckrotationsmaschinen
bekannter Bauart;
Fig. 2 eine perspektivische Draufsicht auf den Papierrollentraeger von Fig. 1 und
auf den oberen Teil der erfindungsgemaessen Papierrollenwechselstation;
Fig. 3 einen Laengsschnitt der erfindungsgemaessen Papierrollenwechselstation entsprechend
der Ebene III-III in Fig. 2 mit aufgebrochener Ansicht einiger Teile;
Fig. 4 einen Querschnitt entsprechend der Ebene IV-IV in Fig. 2 mit aufgebrochener
Ansicht einiger Teile.
[0021] In den zur besseren Verstaendlichkeit der Erfindung in verschiedenen Massstaeben
gezeichneten Figuren sind einander entsprechende Teile mit gleichen Bezugszeichen
versehen. Zunaechst, entsprechend der Fig. 1, ist mit 1 der Papierrollentraeger aus
an sich bekannter Art bezeichnet, der vor einer nicht naeher gezeichneten Tiefdruckrotationsmaschine
angeordnet ist. Der Papierrollentraeger 1 weist ein Traggeruest 2 mit Seitenwaenden
3 zur Lagerung einer Welle 4 auf. Die Welle 4 ist durch ein Motorgetriebe 5 antreibbar.
An der Welle 4 sind seitlich zwei Wangen 6 befestigt, die jeweils zwei einander entgegengesetzte
Arme 6A, 6B bilden. An jedem freien Ende sind die Arme 6A, 6B jeweils mit einer an
sich bekannten Aufweitungs- und Spanneinrichtung 7, kurz genannt "Spannbacken", versehen,
welche vorzugsweise nach Art einer Druckluftvorrichtung ausgebildet und im dargestellten
Beispiel durch ein Kurbelhandrad 8 steuerbar sind. Die im Laufe des Abwicklungsvorganges
gezeigte Papierrolle ist mit 9 bezeichnet und liegt in ihrer der Druckmaschine zugewandten
Stellung auf den Armen 6A. An den gegenueberstehenden Armen 6B, die nach Abnahme
des Kernes der vorher erschoepften Papierrolle noch leer sind, soll eine mit 10 bezeichnete
neue Papierrolle aufgesetzt werden, die einen Kern 11 besitzt. Der Papierrollentraeger
in seiner Gesamtheit, sowie die Spannbacken und andere Bestandteile desselben sind
von bekannter Bauart und werden nachstehend deshalb nicht naeher erlaeutert.
[0022] Zur Erleichterung der Handhabung bzw. Hantierung werden die Wangen 6 des Papierrollentraegers
1 beim Papierrollenwechsel jeweils um 180° gedreht, wobei sich die Enden der freien
Arme 6B in einer niedrigeren Stellung als die Enden der Arme 6A befinden, um die Anlegung
der neuen Papierrolle 10 zu erleichtern. Wie an sich bekannt, wird die neue Papierrolle
10 bis nahe an den Papierrollentraeger 1 durch wenigstens zwei Bedienungsmaenner geschoben
bzw. gezogen. Vorher wurde die Papierrolle mittels beweglicher Laufgestelle 12 zugefuehrt,
die sich in einer Bodennut 13 oder an einer nicht gezeichneten Haengeschiene entlanggleitend
bewegen.
[0023] Hier setzt nun die Erfindung ein, deren Station zum Beladen des Papierrollentraegers
1 mit Papierrollen 10 eine Ausbildung und eine Arbeitsweise aufweist, die nachfolgend
naeher erlaeutert werden.
[0024] Die Station ist insgesamt mit 14 bezeichnet und wird unterhalb der Bodenoberflaeche
15 aufgenommen. Mit 15a ist ein Deckungsblech oder Deckungspodest bezeichnet. Selbstverstaendlicherweise
koennen weitere nicht naeher gezeichnete Deckungsbleche beliebig vorgesehen werden.
[0025] Die Station 14 umfasst ein Paar von Stuetzrollen 16 zum Aufnehmen und Halten der
Papierrolle 10, wobei die Stuetzrollen 16 in bezug auf die Bodenoberflaeche vertiefte
Lagerenden 17 aufweisen.
[0026] In Fig. 2 sind mit 16a kastenfoermige Schutzgehaeuse, beispielsweise aus Blech,
bezeichnet. Die vertieften Lagerenden 17 sind in Lagerhuelsen 18 aufgenommen, deren
unterer Stuetzblock 19 jeweils, beispielsweise durch geschweisste einander entgegengesetzten
Flanschen an einem Staender 20 befestigt ist. Die Staender 20 sind unten an einem
Rahmengestell 21 angebracht. Aus beiden einander entgegengesetzten Seiten desselben
ragt jeweils ein Ansatz 22 bzw., vorzugsweise jeweils zwei Ansaetze 22 heraus, die
jeweils ein mit demselben/denselben fest verbundenes Muttergewinde 25 aufweisen.
Jedes Muttergewinde 23 wird auf einer eigenen Schraubenspindel 24 geschraubt, die,
wie aus Fig. 3 entnehmbar ist, unten auf einem Lager 25 drehbeweglich gelagert ist,
das mit einem nachstehend erlaeuterten Laufwerk 26 fest verbunden ist. Zur Drehbewegung
der Schraubenspindel 24 dienen ein Motorgetriebe 27 und Kettentriebe mit zugehoerigen
Zahnraedern, die mit 28 bezeichnet sind. Je nach der Drehrichtung dieses Motorgetriebes
27 werden deshalb die Muttergewinde 23 und demnach die Stuetzrollen 16 nach oben bzw.
nach unten verschoben. Der zwischen Muttergewinden 23 und diesen Stuetzrollen 16 zwischengeschaltete
Aufbau bildet somit ein Traggeruest fuer diese Stuetzrolle und wird insgesamt mit
29 bezeichnet.
[0027] Auch das Laufwerk 6 umfasst einen mit 30 bezeichneten unteren Rahmen, der Staender
31 aufweist, durch welche Rollraeder 3, die an Laengsschienen 34 entlanggleiten koennen,
ueber zwischengeschaltete steife Teile 32 getragen sind. Diese Langsschienen 34 sind
an den Laengswaenden der Grube 35, die die Station 14 aufnimmt, verankert. Zur Fortbewegung
des Laufwerkes 26 ist unten an den Laengsschienen 34 jeweils eine Laengszahnstange
36 angebracht, in welche jeweils ein Ritzel 37 eingreift, das an einer durch ein Motoergetriebe
39 angetriebenen Welle 38 befestigt ist, wie dies aus den Fig. 3, 4 klar hervorgeht.
Mit 40, 41 sind Endanschlagfuehler fuer die horizontale Bewegung bezeichnet, die jeweils
ihrem Motorgetriebe 39 in an sich bekannter und nicht naeher erlaeuterter Weise zugeordnet
sind.
[0028] Die erfindungsgemaesse Station besitzt noch einen Fuehler 42 zur Querzentrierung
der Papierrolle 10 zum Papierrollentraeger 1, eine Fotozelle 43 zum genauen Festhalten
der Arme 6A am Hubende der Rotation der Wangen 6 des Papierrollentraegers 1, sowie
eine weitere Fotozelle 44, die auf den Wangen 48 angeordnet ist und zur Bestimmung
der erfolgten Fluchtung zwischen Achse bzw. Lichtstrahl dieser Fotozelle und Mittelachse
11a der Papierrolle 10 dient.
[0029] Die Arbeitsweise der erfindungsgemaess vorgeschlagenen Station wird nachfolgend naeher
erlaeutert.
[0030] Die Einfuehrung der Papierrolle 10 in die Station 14 erfolgt z. B. durch ein in der
Nut 13 entlanggleitendes Laufgestell 12, wobei die Papierrolle 10 auf das Paar der
Stuetzrollen 16 der Station aufgesetzt wird. Dabei wird durch den Zentrier- bzw. Positionierfuehler
42 die praezise Querpositionierung der Papierrolle 10 zu den Wangen 6 des Papierrollentraegers
1 eingestellt. Diese Wangen werden anschliessend um einen festen Winkelwert gedreht,
der von der auf der Achse der Welle 4 des Papierrollentraegers 1 angeordneten Fotozelle
43 bestimmt wird.
[0031] Nunmehr kann ein Vorlaufhub der Stuetzrollen 16 der Buehne 14 in Richtung zum Papierrollentraeger,
und zwar bis zur Erreichung des Anschlages 40 stattfinden. Durch diesen Vorlaufhub
wird die Mittelachse 11a der Papierrolle 10 in die vertikale Ebene gebracht, wo die
Achse der Fotozelle 44 liegt. Nun kann ein kurzer Aufwaertslaufhub der Papierrolle
10 erfolgen, um die Achse der obigen Fotozelle 44 mit dem Anfang des im Kern 11 vorhandenen
Hohlraums in Kollimation zu bringen, wobei dieser Anfang des Kernhohlraums die Positionierung
der Mittelachse 11a der Papierrolle 10 in einer horizontalen Ebene, in welcher die
Mittelachse der Spannbacken 7 liegt, bewirkt. Darauf folgt ein weiterer Vorlaufhub
der Buehne 14 bis zum Anschlag 41, wobei diese Strecke dem Abstand zwischen der Achse
der Fotozelle 44 und der Achse 7a der Spannbacken 7 entspricht. Zu diesem Zeitpunkt
genuegt es, durch das Kurbelhandrad 8 die Spannbacken 7 zu steuern, welche jeweils
mit ihrem nicht gezeigten beweglichen Teil in den Kern 11 eintreten und somit die
Einspannung der Papierrolle 10 bewirken. Nach Beendigung der Aufspannung bzw. Blockierung
der Spannbacken ueber eine nicht naeher erlaeuterte Druckknopfsteuerung derselben
wird die Moeglichkeit gegeben, das Podest 15a durch einen Vorgangsschritt in umgekehrter
Folge in seine Ausserbetriebstellung zum Neubeginn des folgenden Arbeitslaufs zurueckzufuehren.
[0032] Durch die vorgeschlagene Station wird die Beladungsbewegung der Papierrolle deshalb
im wesentlichen in zwei Teilbewegungen geteilt, und zwar in einer horizontalen Verschubbewegung
und in einer Aufwaertsbewegung der Stuetzrollen 16 bzw. der Papierrolle 10, wobei
die Aufwaertsbewegung durch die Hebemittel 23, 24, 27, 28 und die Vorschubbewegung
durch die Translationsmittel 33, 34, 36, 37, 38 und 39 verwirklicht wird. Die Stuetzrollen
16 sind daher in einem Traggeruest 29 gehalten, dem obige Hebemittel zugeordnet und
ihrerseits in einem Laufwerk, d.h. in einem beweglichen Gestell gelagert sind, wobei
diese Strukturen ineinanderaufgenommen sind: daraus ergeben sich entscheidende Vorteile
bezueglich des beschraenkten Platzbedarfs.
[0033] Aus der obigen strukturellen und funktionellen Beschreibung des Erfindungsgegenstandes
ist zu ersehen, dass die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Aufgabe durch
die obige Station zum automatischen Beladen des Tiefdruckrotationsmaschinen-Papierrollentraegers
mit Papierrollen wirksam geloest und die im Einleitungsteil erwaehnten Vorteile und
Ziele erreicht werden. In der Praxis ist es ohne weiteres moeglich, die gesamten Einzelteile
durch weitere in technischer und/oder funktioneller Hinsicht aequivalente Teile zu
ersetzen, ohne dadurch den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen. Beispielsweise
ist es ohne weiteres moeglich, die angegebenen Hebe- und/oder Translationsmittel
durch Kolben/Zylindereinheiten zu ersetzen, sowie die geometrische Ausbildung der
oben erwaehnten Tragrahmen und Laufwerke zu aendern usw., ohne dadurch den Schutzbereich
der Erfindung zu verlassen.
[0034] Ebenso liegt im Rahmen der vorliegenden Erfindung die Moeglichkeit, das Antreiben
bzw. die in Ineingriffnahme der Spannbacken zu automatisieren und dadurch eine vollstaendige
Automatisierung der gesamten Bewegungen zur Einlegung der Papierrolle zu erreichen,
wodurch der einzige erforderliche Bedienungsmann keine weitere Funktion, als die Ueberwachung
des einwandfreien Vorgangsablaufs zum automatischen Wechsel der Papierrollen haette.
[0035] Ohne den Schutzumfang der vorliegenden Erfindung zu verlassen, ist es selbstverstaendlich
moeglich, anstelle einer laengsverschiebbar auf dem Boden laufenden Stuetzkonstruktion,
eine an einer Haengeschiene gleitende Stuetzkonstruktion vorzusehen und mit einem
Endanschlag zu versehen, der derart angeordnet werden muss, dass die genaue Zentrierung
der Papierrolle auf der Laengsmittelachse des Papierrollentraegers gewaehrleistet
werden kann.
[0036] Alle in der Beschreibung, den Anspruechen und den Zeichnungen dargestellten Merkmale
und Baudetails koennen sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander
eine wesentliche Bedeutung fuer die Erfindung aufweisen.
1. Station zum Beladen des Papierrollentraegers von Tiefdruckrotationsmaschinen mit
Papierrollen, gekennzeichnet durch Stuetzrollen (16) zum Halten der jeweils aufzuladenden
Papierrolle (10), die auf einem Traggeruest (29) gelagert sind und zueinander beabstandet
sowie zueinander und zu der Papierrolle-Aufnahmeachse des Papierrollentraegers (1)
parallel angeordnet sind, welches Traggeruest (29) motorisierten Hebemitteln (23,
24, 27, 28) zugeordnet ist, die der Aufnahme des Traggeruests (29) dienen und auf
einem Laufwerk (26) gelagert sind, das wiederum beweglich getragen und motorisierten
Translationsmitteln (33, 34, 36, 37, 38, 39) zugeordnet ist, welche fuer die Bewegung
des Laufwerkes (26) sowie der Stuetzrolle (16) fuer die aufzuladenden Papierrollen
(10) sorgen, wobei vorteilhafterweise Endanschlagmittel (40, 41, 42) sowie Positionierfuehlmittel
(43, 44), die an sich bekannt sind und mit den Antriebsmitteln (27, 39) von obigem
Traggeruest (29) und Laufwerk (26) mitarbeiten, vorgesehen sind.
2. Station nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Traggeruest (29) der
Stuetzrollen (16) zum Halten der aufzuladenden Papierrolle (10) aus Staendern (20)
besteht, die zur Lagerung der Papierrollenenden (17) dienen, unten mit einem Rahmengestell
(21) fest verbunden sind und oben jeweils ein Huelsenlager (18) fuer ein Papierrollenende
(17) aufweisen, wobei wenigstens auf beiden entgegengesetzten Seiten dieses Rahmengestells
(21) je ein Ansatz (22) zum Tragen der oben genannten Hebemittel (23, 24) des Traggeruestes
(29) vorhanden ist.
3. Station nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebemittel (23,
24) des Traggeruestes (29) jeweils aus einem Muttergewinde (23) bestehen, das an einem
zugehoerigen Ansatz (22) obigen Rahmengestells (21) befestigt und eine Schraubenspindel
(24) aufnimmt, die vertikal in einem mit obigem Laufwerk (26) fest verbundenen unteren
Lager (25) freidrehbar gelagert ist, wobei Kettentriebe und Kettenraeder (28) zur
kraftschluessigen Verbindung obiger Schraubenspindel (23) mit der zughoerigen Antriebsvorrichtung
(27) vorgesehen sind.
4. Station nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass obiges Laufwerk (26) aus
einem Rahmengestell (30) mit Staendern (31) besteht, das die Hebemittel (27, 28) des
Traggeruests (29) zum Heben der Papierrolle (10) sowie in horizontalen Laengsfuehrungen
bewegbare Laufraeder (33) und Translationsmittel (34) zur relativen Bewegung obigen
Laufwerkes (26) zum Papierrollentraeger (1) aufnehmen kann.
5. Station nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Translationsmittel
(33, 34, 36, 37, 38, 39) des gesamten Laufwerks (26) jeweils bei jeder Laengsseite
der Station (14) aus einer ortsfest angeordneten Zahnstange (36) und einem Zahnrad
(37) bestehen, das in die zugehoerige Zahnstange (36) eingreift und von einem in diesem
Laufwerk (26) gelagerten Motorgetriebe (39) angetrieben wird.
6. Station nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprueche, dadurch gekennzeichnet,
dass die genannte Antriebsvorrich tung der Schraubenspindel (24) zum Heben/Absenken
der Stuetzrollen (16) fuer Papierrollen (10) aus einem in diesem Laufwerk (26) gelagerten
Motorgetriebe (27) besteht.
7. Station nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprueche, dadurch gekennzeichnet,
dass obiges Traggeruest (29) der Stuetzrollen (16) zum Halten der aufzuladenden Papierrolle
(10) im Innern obigen Laufwerks (26) schachtelartig aufgenommen ist.
8. Station nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Endanschlagmittel bzw.
Fuehler (40, 41; 42, 43, 44) im Stande sind, die Hubwerte der horizontalen Translationshube
bzw. der vertikalen Verschiebungen des Laufwerkes (26) bzw. Traggeruestes (29) der
Papierrollen festzustellen.
9. Station nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Endanschlagmittel(42)
zwischen den Stuetzrollen (16) zum Halten der aufzuladenden Papierrolle (10) angeordnet
und faehig ist, die genaue Querpositionierung der Papierrolle (10) zu dem Papierrollentraeger
(1) festzustellen.
10. Station nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Mittel als Fotozelle
(43) vorgesehen ist, die mit an einer Wange (6) des Papierrollentraegers (1) angebrachten
Kerben zusammenarbeitet und so faehig ist, die genaue Ruhestellung der jeweils leeren
Arme (6B) des Papierrollentraegers (1) festzustellen, die der Aufnahmestellung der
Papierrolle (10) entspricht.
11. Station nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Positionierfuehlmittel
als Fotozelle (44) vorgesehen ist, die faehig ist, die genaue Positionierung des Kerns
(11) der Papierrolle (10) zwischen den Spannbacken (7) der Papierrollentraeger-Arme
(6A, 6B) festzustellen.
12. Station nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprueche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Station (14) selbst unmittelbar vor dem Papierrollentraeger (1) in einer
Grube (35) aufgenommen vorgesehen ist, wobei die Stuetzrollen (16) zum Halten der
aufzuladenden Papierrolle (10) zu einer leichteren Aufnahme dieser letzteren von der
Bodenoberflaeche herausragend angeordnet sind.