[0001] Die Erfindung betrifft einen Dampferzeuger mit einer Feuerung für feste Brennstoffe,
mit einem einen rechteckigen Querschnitt aufweisenden, aus miteinander gasdicht
verschweissten Rohren gebildeten, vertikalen Gaszug, an dessem unteren Ende ein ebenfalls
aus miteinander gasdicht verschweissten Rohren gebildeter Trichter angeordnet ist,
der aus vier ebenen Wänden zusammengesetzt ist und an seinem unteren Ende eine rechteckige
Austrittsöffnung aufweist, wobei die Rohre des Gaszuges und die Rohre des Trichters
miteinander kommunizieren und vom Arbeitsmittel von unten nach oben durchströmt sind
und wobei die Rohre des Trichters schraubenlinienförmig gewickelt sind.
[0002] Bei einem bekannten Dampferzeuger dieser Art besteht der Trichter aus zwei einander
gegenüberliegenden, vertikalen, trapezförmigen Wänden und zwei einander gegenüberliegenden,
schrägen, rechteckigen Wänden, wobei die am unteren Ende dieser vier Wände befindliche
rechteckige Austrittsöffnung so lang ist wie die Länge jeder schrägen Rechteck wand.
Die beiden vertikalen, trapezförmigen Wände bilden also fluchtende Verlängerungen
zweier zueinander paraleller Wände des Gaszuges und begrenzen mit ihrem unteren Ende
je eine kurze Seite der rechteckigen Austrittsöffnung. Dieser Dampferzeuger hat sich
wegen seiner konstruktiven und herstellungsmässigen Einfachheit in der Praxis im allgemeinen
bewährt. Er ermöglicht auf einfache Weise eine Anpassung der Breite der Austrittsöffnung
an die Bedürfnisse der daran anschliessenden Anlagen zum Austragen der Asche, so dass
beim Auslegen dieser Anlagen die Länge der Austrittsöffnung berücksichtigt werden
muss. Dies erschwert das Erstellen solcher Anlagen, die üblicherweise aus Normteilen
zusammengebaut werden.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Dampferzeuger der eingangs genannten
Gattung so zu verbessern, dass das Auslegen und das Erstellen der an die Trichteraustrittsöffnung
anschliessenden Ascheaustraganlagen vereinfacht wird.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass alle Wände des Trichters
trapezförmig ausgebildet sind. Durch diese Gestaltung wird es möglich, den Trichter
auch hinsichtlich der Länge seiner Austrittsöffnung an die Ascheaustraganlagen anzupassen,
so dass diese problemlos aus Normteilen zusammengebaut werden können. Es hat sich
gezeigt, dass dies kostengünstiger zu bewerkstelligen ist, als die bisher übliche
Anpassung der Ascheaustraganlagen an die Trichteraustrittsöffnung. Diese Vorteile
kommen auch dann zur Geltung, wenn ein bisher ölbefeuerter Dampferzeuger auf Kohlefeuerung
umgerüstet werden soll.
[0005] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist im Anspruch 2 offenbart. Bei seiner
Anwendung ist es möglich, einen gleichmässigen Abstand zwischen den schraubenlinienförmig
gewickelten Rohren aller Trichterwände einzuhalten.
[0006] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der folgenden Beschreibung anhand der
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Dampferzeugers nach der Erfindung,
Fig. 2 einen Grundriss des Dampferzeugers nach Fig. 1 und
Fig. 3 eine Abwicklung des Dampferzeugers.
[0007] Der Dampferzeuger weist einen vertikalen Gaszug 1 mit quadratischem Querschnitt auf.
Der Gaszug ist aus Rohren 3 gebildet, die über Stege 30 (Fig. 3) gasdicht miteinander
verschweisst sind. Am unteren Ende des Gaszuges 1 ist ein Trichter 2 angeordnet, der
ebenfalls aus über Stege 33 gasdicht miteinander verschweissten Rohren 13 gebildet
ist. Der Trichter 2 weist vier ebene, trapezförmige, schräge Wände 2a und 2b auf,
die mit ihren unteren, horizontalen Rändern eine rechteckige Austrittsöffnung 4 begrenzen.
Den kurzen Seiten der Austrittsöffnung 4 sind die beiden unter sich gleichen Wände
2a und den langen Seiten die beiden ebenfalls unter sich gleichen Wände 2b zugeordnet,
die aber von den Trichterwänden 2a verschieden sind. Die Rohrwände des Gaszuges 1
und des Trichters 2 gehen gasdicht ineinander über, wobei die Rohre 13 des Trichters
2 und die Rohre 3 des Gaszuges 1 schraubenlinienförmig gewickelt sind. Das diese Rohre
durchströmende Arbeitsmittel wird am unteren Ende der Rohre 13 zugeführt und am oberen
Ende der Rohre 3 entnommen, so dass es von unten nach oben strömt. Nicht gezeigte
Kohlenstaubbrenner sind auf bekannte Weise im Bereich der vertikalen Kanten des Gaszuges
1 angeordnet und bilden eine Tangentialfeuerung des Dampferzeugers.
[0008] In der Abwicklung gemäss Fig. 3 schliessen die schrägen Kanten der Trichterwände
2a einen Windel α und die schrägen Kanten 22 der Trichterwände 2b einen Winkel β jeweils
mit der Vertikalen ein. Die Rohre 13 weisen in den Trichterwänden 2a gegenüber der
Horizontalen eine Neigung δ auf, die die Rohre 13 mehrheitlich auch in den Trichterwänden
2b haben. Lediglich die zwischen der jeweils in Fig. 3 linken schrägen Kante 22 der
Trichterwände 2b und einer diese Kante am Uebergang des Trichters zum Gaszug schneidenden
Grenzgeraden 5 befindlichen Abschnitte der Rohre 13 weisen gegenüber der Horizontalen
eine Uebergangs-Neigung ε auf. Diese Uebergangs-Neigung ist grösser als die Neigung
δ. Dadurch wird ein stetiger Uebergang der Rohre 13 der Trichterwände 2b zu den benachbarten
Wänden 2a gewährleistet. Jede Grenzgerade 5 schliesst mit der Vertikalen einen Winkel
γ ein. Um ferner einen konstanten Abstand t zwischen den einzelnen Rohren 13 im ganzen
Trichter 2 zu erhalten, weisen die Winkel zugleich folgende Beziehungen zueinander
auf:
β = α - 2δ
γ = α
ε = 2α - δ
[0009] In Fig. 3 beträgt der Winkel α 30°. Er liegt somit unterhalb des Grenzwertes von
35°, bei dem noch ein gutes Abfliessen von zähen Verbrennungsrückständen, insbesondere
Asche, im Trichter stattfindet.
[0010] Dadurch, dass auch die die kurzen Seiten der Austrittsöffnung 4 begrenzenden Trichterwände
2a schräg verlaufen, lässt sich beim Auslegen des Dampferzeugers die Länge der Austrittsöffnung
an die sich an diese anschliessende, nicht dargestellte Anlage zum Austragen der Verbrennungsrückstände
in einfacher Weise anpassen. Diese Anlagen können dann ohne Schwierigkeiten aus den
Normteilen zusammengebaut werden.
[0011] Abweichend von dem Beschriebenen Ausführungsbeispiel kann der Gaszug auch einen vom
quadratischen Querschnitt abweichenden rechteckigen Querschnitt aufweisen.
1. Dampferzeuger mit einer Feuerung für feste Brennstoffe, mit einem einen rechteckigen
Querschnitt aufweisenden, aus miteinander gasdicht verschweissten Rohren gebildeten,
vertikalen Gaszug, an dessem unteren Ende ein ebenfalls aus miteinander gasdicht
verschweissten Rohren gebildeter Trichter angeordnet ist, der aus vier ebenen Wänden
zusammengesetzt ist und an seinem unteren Ende eine rechteckige Austrittsöffnung aufweist,
wobei die Rohre des Gaszuges und die Rohre des Trichters miteinander kommunizieren
und vom Arbeitsmittel von unten nach oben durchströmt sind und wobei die Rohre des
Trichters schraubenlinienförmig gewickelt sind, dadurch gekennzeichnet, dass alle Wände des Trichters trapezförmig ausgebildet sind.
2. Dampferzeuger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Abwicklung des
Trichters folgende Winkelbeziehungen zugleich vorhanden sind:
β = α - 2δ
γ = α
ε = 2α - δ
worin bedeuten:
α den von der Vertikalen und einer schrägen Kante der eine kurze Seite der Austrittsöffnung
begrenzenden Trapezwand eingeschlossenen Winkel,
β den von der Vertikalen und einer schrägen Kante der eine lange Seite der Austrittsöffnung
begrenzen den Trapezwand eingeschlossenen Winkel,
γ den von der Vertikalen und einer in der eine lange Seite der Austrittsöffnung begrenzenden
Trapezwand vorhandenen Grenzgeraden eingeschlossenen Winkel, an der die mehrheitlich
vorhandene Neigung δ der schraubenlinienförmig gewickelten Rohre zu einer Uebergangs-Neigung
ε wechselt,
δ die mehrheitlich in den Trapezwänden vorhandene Neigung der Trichterrohre gegen
die Horizontale und
ε die Uebergangs-Neigung der Rohre gegen die Horizontale in dem Bereich zwischen
der Grenzgeraden und der dieser benachbarten, schrägen Kante und der Trapezwand.
3. Dampferzeuger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel α höchstens
35° beträgt.
4. Dampferzeuger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
Rohre des Gaszuges schraubenlinienförmig gewickelt sind und unmittelbar an die Wicklung
der Trichterrohre anschliessen.