[0001] Die Erfindung betrifft eine Kompensatorvorrichtung zur Verminderung von durch Seegang
oder dergleichen bewirkten Relativbewegungen zwischen einer an einem Überwasser-Kran
hängenden Last und einer Lastabsetzfläche bzw. dem Kranhaken und einer aufzunehmenden
Last, mit einem zugfest mit dem Kranhaken oder der Last zu verbindenden Hydraulikzylinder,
einem darin dichtend verschiebbaren, dessen Innenraum in eine im Betrieb mit Hydraulikflüssigkeit
gefüllte Lasttragkammer und eine zweite Kammer unterteilenden Kolben, dessen mit
der Last bzw. dem Kranhaken zu verbindende Kolbenstange aus der Lasttragkammer abgedichtet
herausragt, sowie einem mit der Lasttragkammer verbundenen Hydrospeicher zur Aufnahme
eines vorgespannten Gaspolsters.
[0002] Bei der Errichtung maritimer Bauwerke, insbesondere im offenen Meer zu errichtenden
oder zu verankernden Bohrinseln oder dergleichen werden immer größere und schwerere
Strukturen mit zunehmend größeren und teureren Arbeitsschiffen mit entsprechend größeren
Kranen höherer Tragfähigkeit von festen oder schwimmenden Basen aufgenommen und auf
immer höher herausragenden Bohrinseln abgesetzt oder in zunehmende Wassertiefen
abgesenkt. Die dabei durch Seegang, Wind, etc. verursachten unregelmäßigen Bewegungen
von Arbeitsschiffen, Pontons oder Versorgungsschiffen werden durch die großen Abmessungen
der verwendeten Kranausleger so vergrößert, daß es schon bei mittlerem Seegang schwiering
oder unmöglich wird, die mit dem Kran zu bewegenden, vielfach empfindlichen Strukturen
bei den heftigen Schiffs- und Kranbewegungen unbeschädigt aufzunehmen und über Wasser
oder in unter Umständen großer Meerestiefe abzusetzen. Da wegen der sehr hohen täglichen
Kosten eines Arbeitsschiffs jede Verschiebung der Arbeiten enorme Mehrkosten verursacht,
besteht ein starkes Bedürfnis, derartige Arbeiten auch noch bei weniger günstigem
Wetter und mittlerem Seegang ohne Beschädigung der zu bewegenden Strukturen durchführen
zu können.
[0003] Bei den bekannten Kompensatorvorrichtungen der eingangs genannten Art wird zwar
durch das Zusammenwirken des Hydraulikzylinders und des mit der lastbeaufschlagten
Kammer verbundenen Hydrospeichers eine die Last abstützende Federwirkung erzielt,
wobei jedoch jedes beabsichtigte oder unbeabsichtigte Aufsetzen der Last auf eine
tragende Fläche wegen der sofortigen Entlastung der Hydraulikflüssigkeit in der Lasttragkammer
zu einer sehr heftigen Relativbewegung von Kolben und Hydraulikzylinder führt, was
leicht zu Beschädigungen oder einer Zerstörung der Dichtungen oder sonstiger Teile
der Kompensatorvorrichtung führt.
[0004] Darüber hinaus sind die bekannten Vorrichtungen zum Absetzen von Bauteilen in den
heute vielfach üblichen großen Wassertiefen von 300 bis 800 Metern ungeeignet, da
in solchen Tiefen dem Ausfahren der Kolbenstange eine deren Querschnitt und der beim
Absenken ständig zunehmenden Wassertiefe entsprechende hohe Druckkraft entgegensteht.
Hierdurch wird sowohl die abfedernde Wirkung selbst, als auch die Schnelligkeit ihrer
Wirkung beeinträchtigt, so daß kurzzeitig gefährlich hohe Stoßkräfte entstehen können,
zumal die Last dabei mit dem Kran über sehr lange Tragelemente verbunden ist.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Kompensatorvorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, die mit einfachen Mitteln auch bei beträchtlichem Seegang und großer
Arbeitstiefe eine rasche und wirksame Dämpfung unerwünschter Relativbewegungen zwischen
Last und Auflagefläche bzw. Kranhaken sicherstellt.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Kompensatorvorrichtung der eingangs genannten Art
erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 ausgestattet.
[0007] Diese Kompensatorvorrichtung gestattet bei relativ einfacher, unaufwendig zu fertigender
Konstruktion einen wirksamen selbsttätigen Ausgleich unerwünschter Relativbewegungen
auch in großer Arbeitstiefe. Die Vorrichtung kann dabei je nach der Art und dem Gewicht
des zu bewegenden Bauteils, dem Einsatz über oder unter Wasser und der beabsichtigten
Arbeitstiefe sehr leicht durch entsprechende Einstellung der Gasdrucke in den Hydrospeichern
den gewünschten Bedingungen optimal angepaßt werden. Die Ausgestaltung und die räumliche
Anordnung der Hydrospeicher am Hydraulikzylinder kann je nachdem, ob eine besonders
schlanke oder eine besonders kurze Bauweise wünschenswert ist, zweckentsprechend
angepaßt werden.
[0008] Vorteilhafte weitere Ausgestaltungen der Kompensatorvorrichtung sind in den Unteransprüchen
2 bis 17 beschrieben.
[0009] Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Kompensatorvorrichtung
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen weiter erläutert.
[0010] Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer von einem Kranschiff mittels eines Kompensators
abgesenkten Last,
Fig. 2 eine schematische Darstellung des Absenkens einer derartigen Last auf eine
bewegte Wasseroberfläche,
Fig. 3 einen schematischen Längsschnitt durch eine Kompensatorvorrichtung,
Fig. 4 einen schematischen Längsschnitt durch eine andere Ausführungsform der Kompensatorvorrichtung,
Fig. 5 einen schematischen Längsschnitt durch eine abgewandelte Kompensatorvorrichtung,
Fig. 6 einen schematischen Längsschnitt durch eine weitere abgewandelte Kompensatorvorrichtung,
Fig. 7 einen schematischen Längsschnitt durch eine Kompensatorvorrichtung und
Fig. 8 einen Teilschnitt durch eine Kompensatorvorrichtung gemäß Figur 6 mit zusätzlicher
Absperrvorrichtung.
[0011] Wie Fig. 1 zeigt, ist auf einem Arbeitsschiff S ein Auslegerkran A angeordnet, dessen
Kranhaken H mit dem Tragseil unter Wasser abgesenkt ist. Am Kranhaken hängt der Kompensator
C, an dessen abwärts herausragender Kolbenstange eine stoßempfindliche Last L angehängt
ist, die sanft auf dem Meeresboden abgesetzt werden soll. Infolge des in der Figur
nicht dargestellten Seeganges unterliegt das Arbeitsschiff S unregelmäßigen Schwankungen,
die durch den langgestreckten Ausleger des Kranes A noch erheblich vergrößert werden.
Da die Krane moderner Arbeitsschiffe Auslegerlängen von über 100 Metern aufweisen
und Bauteile im Gewicht von mehreren hundert Tonnen in Wassertiefen bis 800 m und
darüber absetzen, werden schon bei relativ geringem Seegang sehr große vertikale Relativbewegungen
des Kranhakens H und der Last L erreicht, die sich der beabsichtigten Absenkgeschwindigkeit
überlagern. Da ein zu hartes Aufsetzen der Last L auf den Meeresgrund das Bauteil
beschädigen oder sogar zerstören kann, wird durch die zwischen dem Kranhaken H und
der Last L zugfest eingeschaltete Kompensatorvorrichtung C selbsttätig ein weitgehender
Ausgleich der seegangsbedingten Relativbewegungen erreicht. Während der Kranhaken
H bzw. der Aufhängungspunkt der Kompensatorvorrichtung C am Kranhaken H die den gestrichelt
wiedergegebenen Stellungen des Kranauslegers entsprechenden großen vertikalen Verlagerungen
erleiden, verlagert sich die Last L bzw. deren Aufhängungspunkt am unteren Ende der
Kolbenstange der Kompensatorvorrichtung C nur geringfügig. Hierdurch werden unerwünschte
Aufsetzstöße der Last L auf dem Meeresgrund und heftige Belastungen des Kranseils
und des Auslegers durch seegangsbedingtes abruptes Wiederanheben der Last L vermieden.
[0012] Fig. 2 zeigt schematisch die schwierige Situation des Eintauchens der Last L in
die bewegte Wasseroberfläche. Im Gegensatz zum Meeresboden zeigt die Wasseroberfläche
normalerweise eine dem herrschenden Seegang entsprechende Relativbewegung zur Last
L, wobei sich die seegangsbedingte Schwankungen des auf dem Arbeitsschiff S angeordneten
Kranausleger mit den vertikalen Verlagerungen der Wasseroberfläche addieren können,
so daß wiederholt einem tiefen Eintauchen der Last L mit entsprechend großem Gewichtsverlust
im nächsten Augenblick ein vollkommenes Abheben von der Wasseroberfläche bei voller
Gewichtsbelastung aller Tragorgane folgen kann. Auch hierbei wird durch die Kompensatorvorrichtung
C ein weitgehender Ausgleich unerwünschter Relativbewegungen erzielt.
[0013] Die in Fig. 3 dargestellte Kompensatorvorrichtung weist einen zentralen Hydraulikzylinder
1 auf, der durch einen Kolben 2 in eine mit Hydraulikflüssigkeit gefüllte Lasttragkammer
6 und eine ebenfalls mit Hydraulikflüssigkeit gefüllte zweite Kammer 5 unterteilt
ist. Der Kolben 2 ist mit einer sich nach beiden Richtungen erstreckenden Kolbenstange
3 versehen, die beide Kammern 5 und 6 durchsetzt und durch die axialen Endwände des
Hydraulikzylinders 1 mittels Dichtungen 7 beiderseits abgedichtet nach außen ragt.
Bei der dargestellten Ausführungsform hat die Kolbenstange in beiden aus den Hydraulikzylinder
1 austretenden Abschnitten den gleichen Durchmesser. Hierdurch wird erreicht, daß
beim Einsatz unter Wasser durch den der jeweiligen Wassertiefe entsprechenden Wasserdruck
keine wesentlichen Kräfte auf den Kolben 2 ausgeübt werden, weil der aus der Bauhöhe
des Hydraulikzylinders 1 resultierende Abstand zwischen dessen Oberseite und dessen
Unterseite nur einen geringfügigen Druckunterschied bewirkt. Auch dieser kann erforderlichenfalls
dadurch beseitigt werden, daß man den nach oben austretenden Abschnitt der Kolbenstange
3 um einen diesem Druckunterschied entsprechenden, geringen Betrag stärker ausbildet.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es daher nicht nötig, eine den mit fortschreitender
Tauchtiefe steigenden Wasserdruck entsprechende Kraftkompensation vorzunehmen, um
das angestrebte Kräftegleichgewicht permanent beizubehalten. Natürlich kann im Bedarfsfalle
auch durch Wahl verschiedener Durchmesser der austretenden Abschnitte der Kolbenstange
3 absichtlich ein vorbestimmtes Ungleichgewicht hergestellt werden.
[0014] Die Lasttragkammer 6 ist über Verbindungskanäle 9 mit einem den Hydraulikzylinder
1 konzentrisch umschließenden Hydrospeicher 8 verbunden, dessen ringförmiger Innenraum
durch einen darin verschiebbaren Ringkolben 10 in einen Gasraum 11 und einem mit der
Lasttragkammer 6 kommunizierenden Flüssigkeitsraum 12 unterteilt ist. Je nach dem
Gewicht der am unteren Ende der Kolbenstange 3 mittels eines Tragauges 13 angehängten
Last L wird der im Gasraum 11 bestehende Gasdruck P₁ auf einen solchen Wert eingestellt,
daß der Kolben 2 die in der Lasttragkammer 6 eingeschlossene Hydraulikflüssigkeit
nur so weit über die Verbindungskanäle 9 in den Flüssigkeitsraum 12 des Hydrospeichers
8 hineindrücken kann, daß sich der Kolben 2 etwa in der Mitte des Hydraulikzylinders
1 befindet. Aus der Größe des Gasraumes 11 und dem darin eingestellten Gasdruck
P₁ ergibt sich die Federkonstante dieses Systems. Bei hinreichend groß bemessenem
Gasraum kann der Kranhaken H des beispielsweise vom Seegang angehobenen Arbeitsschiffes
S an den am oberen Ende des den Hydraulikzylinder 1 enthaltenden Gehäuses 15 angeordneten
Tragaugen 14 mit großer Heftigkeit ziehen, ohne daß sich dies dem Kolben 2 und der
an der Kolbenstange 3 über das Tragauge 13 angehängten Last L mitteilt, weil das
im Gasraum 11 enthaltene vorgespannte Gaspolster ohne großen Kraftanstieg einfedert.
Durch entsprechende Bemessung des Gasraumes 11 kann unter Berücksichtigung der übrigen
Gegebenheiten bestimmt werden, innerhalb welcher Grenzen die Last L bei vorgegebenem
Seegang an den über den Kranhaken H übertragenen Bewegungen des Arbeitsschiffes S
teilnimmt. Dabei wurde noch nicht berücksichtigt, daß das zum Kranhaken H führende
Tragseil auch eine von seiner Länge abhängige Federkonstante aufweist, die zur Beruhigung
der Last beiträgt.
[0015] Die zweite Kammer 5 des Hydraulikzylinders 1 ist über Verbindungskanäle 17 mit einem
das nach oben aus dem Hydraulikzylinder 1 herausragende Ende der Kolbenstange 3 konzentrisch
umgebenden Hydrospeicher 16 verbunden, dessen ringförmiger Innenraum durch einen darin
dichtend verschiebbaren Ringkolben 18 in einen oberen Gasraum 19 und einen unteren
Flüssigkeitsraum 20 unterteilt ist. Die zweite Kammer 5 des Hydraulik zylinders
1, die Verbindungskanäle 17 und der Flüssigkeitsraum 20 sind im Betrieb vollständig
mit Hydraulikflüssigkeit gefüllt. Bei dieser Anordnung wird je nach der Bewegung
des Kolbens 2 nach oben oder unten aus der zweiten Kammer 5 Hydraulikflüssigkeit
gegen den Gasdruck im Gasraum 19 in den Flüssigkeitsraum 20 verdrängt bzw. unter
der Wirkung des Gasdruckes im Gasraum 20 in die zweite Kammer 5 nachgefördert.
[0016] Um die beschriebene Dämpfungswirkung bei der Übertragung seegangsbedingter Relativbewegungen
auf die Last L auch dann nicht zu stören, wenn diese absichtlich oder unvermutet auf
einer tragfähigen Auflagefläche aufsetzt und der Kolben 20 wegen der plötzlichen Gewichtsentlastung
zum Hochschnellen neigt, wird der Gasdruck P₂ im Gasraum 19 auf einen relativ zu dem
beispielsweise zwischen 100 und 400 bar gewählten Gasdruck p₁ im Gasraum 11 erheblich
niedriger bemessenen Wert zwischen 0,5 und 50 bar eingestellt, der so gewählt ist,
daß bei einer Abwärtsbewegung des Kolbens 2 hinreichend schnell Hydraulikflüssigkeit
aus dem Flüssigkeitsraum 20 nachgefördert wird, dabei jedoch auf die Federkonstante
des unter sehr hohem Gasdruck P₁ stehenden Gasraumes 11 nicht störend beeinflußt
wird, wenn sich der Kolben 2 unter Verdrängung von Hydraulikflüssigkeit in den Flüssigkeitsraum
20 und entsprechender Erhöhung des Gasdruckes im Gasraum 19 aufwärts bewegt. Wenn
der Gasraum 19 hinreichend groß bemessen ist, ergibt sich bei seiner Verkleinerung
nur ein geringer Druckanstieg. Druch geeignete Wahl seiner Größe und der Höhe seines
Gasdruckes P₂ kann der Gasraum 19 die Aufwärtsbewegung des Kolbens 2 vor Erreichen
der oberen Endlage dadurch abbremsen, daß der steigende Gasdruck P₂ im Gasraum 19
der Aufwärtsbewegung des Kolbens 2 zunehmenden Widerstand entgegensetzt. Hierdurch
wird bei einem unerwarteten Aufsetzen der Last L ein gefährlich rasches Hochschießen
des Kolbens 2 im Hydraulikzylinder 1 verhindert, das sonst zu Beschädigungen der Dichtungen
7 und der Dichtungen am Kolben 2 oder gar des Hydraulikzylinders 1 führen könnte.
[0017] Um die Gasdrücke P₁ und P₂ in den Gasräumen 11 und 19 zweck entsprechend einstellen
zu können, sind diese jeweils mit Füllkanälen und Absperrventilen 21 und 22 versehen,
über die je nach den Anforderungen Druckgas abgelassen oder nachgefüllt werden kann.
Die in Figur 3 dargestellte Ausführungsform mit ringförmigen Hydrospeichern 8 bzw.
16 ergibt bei möglichst geringem Baudurchmesser die relativ zur Baulänge optimale
Speicherkapazität.
[0018] Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform sind anstelle der ringförmigen Hydrospeicher
jeweils einzelne Hydrospeicher 23 bzw. 24 um den Hydraulikzylinder 1 bzw. das aus
diesem austretende obere Ende der Kolbenstange 3 herum angeordnet. Die Hydrospeicher
24 enthalten jeweils einen Gasraum 25 und einen von diesem über einen verschiebbaren
Trennkolben 26 getrennten Flüssigkeitsraum 12, der jeweils über einen Verbindungskanal
9 mit der Lasttragkammer 6 des Hydraulikzylinders 1 kommuniziert. Die Hydrospeicher
24 enthalten einen über einen Verbindungskanal 17 mit der zweiten Kammer 5 des Hydraulikzylinders
1 kommunizierenden Flüssigkeitsraum 20 sowie einen hiervon durch eine flexible Membran
28, beispielsweise eine Gummiblase, abgetrennten Gasraum 27. In der unteren Endstellung
des Kolbens 2 füllt das von der Membran 28 eingeschlossene Gas den ganzen Innenraum
des Hydrospeichers 24 und schließt dann ein an der Einmündung des Verbindungskanales
17 angeordnetes Tellerventil 29, damit die Membran 28 nicht unter der Wirkung des
Gasdruckes P₂ in den Verbindungskanal 17 gerät.
[0019] Die Hydrospeicher 23 sind jeweils zwischen oberen und unteren Ringflanschen des Hydraulikzylinders
1 in gleichen Abständen um dessen Umfang herum zu diesem parallel angeordnet und nach
außen durch eine zylindrische Gehäusewand 59 abgedeckt. Jeder Hydrospeicher 23 wird
durch ein in eine Gewindebohrung des oberen Ringflansches eingeschraubtes hohlzylindrisches
Druckstück 30 fest gegen seinen Sitz am unteren Ringflansch angepreßt gehalten. Jeder
Hydrospeicher 23 besitzt zur Einstellung des Gasdruckes P₁ im Gasraum 25 ein im lichten
Innenraum des rohrförmigen Druckstücks 30 liegendes Füllventil 31. Die Hydrospeicher
24 sind in entsprechender Weise mittels Druckstücken 30 zwischen Ringflanschen eines
vom Hydraulikzylinder 1 aufwärts vorstehenden Rohrstutzens angebracht und nach außen
von einer Gehäusewand umschlossen, wobei jedes Füllventil 31 wiederum über die Öffnung
des rohrförmigen Druckstücks 30 zugänglich sind.
[0020] Die in Fig. 4 dargestellte Kompensatorvorrichtung ist einfacher zu fertigen und kann
zur Handhabung verschieden schwerer Lasten noch flexibler angepaßt werden, da nicht
nur der Gasdruck jedes Hydrospeichers 23 bzw. 24 individuell einstellbar ist, sondern
durch Befüllen ausgewählter Hydrospeicher mit besonders hohem Gasdruck erreicht werden
kann, daß diese nur noch in Extremfällen oder gar nicht mehr an der Bewegungsdämpfung
teilnehmen. Hierdurch kann auch die Größe der insgesamt zur Bewegungsdämpfung wirksamen
Gasräume in einfacher Weise verändert werden.
[0021] Die in den Figuren 3 und 4 dargestellten Ausführungsformen stellen die unter Berücksichtigung
der erforderlichen Ausfahrlänge der Kolbenstange 3 nach oben und unten kürzestmögliche
Bauweise dar, wie sie für Kräne mit relativ kleiner Kranhakenhöhe vorteilhaft ist.
[0022] Bei der in Fig. 5 dargestellten Kompensatorvorrichtung längerer Bauart sind die über
Verbindungskanäle 9 mit der Lasttragkammer 6 kommunizierenden Hydrospeicher 23 und
die über Verbindungskanäle 17 mit der zweiten Kammer 5 des Hydraulikzylinders 1 kommunizierenden
Hydrospeicher 24 auf einer gemeinsamen Kreislinie um den Hydraulikzylinder 1 alternierend
angeordnet. Die einzelnen Hydrospeicher können je nach den Anforderungen wahlweise
mit den Gasraum 25 abtrennenden Trennkolben oder den Gasraum 27 abtrennender Membran
ausgebildet sein. Diese Ausführungsform ist sehr kompakt und wirtschaftlich, jedoch
ist dabei das unterzubringende Speichervolumen und damit auch die zu handhabende Last
begrenzt.
[0023] An den Endflächen des Hydraulikzylinders 1 sind bei dieser Ausführungsform jeweils
die herausragenden Enden der Kolbenstange 3 konzentrisch umgebende Mantelrohre 32
und 33 angebracht. Das Mantelrohr 32 ist am oberen Ende geschlossen und trägt dort
ein Tragauge 14 für das Kranseil 4. Das untere Mantelrohr 33 besitzt an seinem unteren
Ende eine Durchtrittsöffnung für eine mit der Kolbenstange 4 verbundene Verlängerungsstange
35, die an ihrem unteren Ende ein Tragauge 13 zur Befestigung der Last aufweist. Beide
Mantelrohre 32 und 33 besitzen seitlichen Durchlaßöffnungen 37 durch die bei Arbeiten
unter Wasser durch die ausfahrende Kolbenstange 3 verdrängtes Wasser ausströmen oder
bei einfahrender Kolbenstange 3 Wasser nachströmen kann. Da die Mantelrohre 32 und
33 jeweils sich konisch verjüngende Endabschnitte 39 aufweisen und die Kolbenstange
3 an ihren Enden Konsuabschnitte 38 trägt, die beim Ausfahren der Kolbenstange 3 nach
dem Passieren der Durchlaßöffnungen 37 in den konisch verjüngten Endabschnitt 39
des jeweiligen Mantelrohres 32 bzw. 33 eindringen, muß das in diesen befindliche Wasser
über einen zunehmend enger werdenden Ringspalt zu den Durchlaßöffnungen 37 hin verdrängt
werden, was einen die Ausfahrbewegung der Kolbenstange 3 dämpfenden Wasserstau ergibt,
der einen harten Anschlag des Kolbens 2 an der Endfläche des Hydraulikzylinders 1
verhindert.
[0024] Bei der dargestellten Ausführungsform sind in der Lasttragkammer 6 und der zweiten
Kammer 5 des Hydraulikzylinders 1 jeweils nahe deren Endwänden zusätzlich Stoßdämpfvorrichtungen
40 angeordnet, die zweckmäßig einen in einem Zylinder dichtend verschiebbar geführten
Kolben mit auswärts vorstehendem Stößel aufweisen, der durch den Kolben 2 gegen ein
in der Stoßdämpfvorrichtung 40 eingeschlossenes, hoch vorgespanntes Gaspolster einwärts
zurückgedrängt werden kann. Je nach den Anforderungen können aber auch in anderer
Weise ausgebildete Stoßdämpf vorrichtungen benutzt werden, sofern diese bei hinreichend
geringem Platzbedarf eine ausreichende Stoßdämpfung ermöglichen.
[0025] Mit einer derart ausgebildeten Kompensatorvorrichtung kann auch ein sehr schwerer
Hohlkörper, der beim Eintauchen unter Wasser durch seinen großen Auftrieb nur noch
einen kleinen Bruchteil seines Überwassergewichts wiegt, ohne besondere Regelungsmaßnahmen
hinsichtlich des Volumens oder des Druckes der Hydrospeicher unter Wasser abgesenkt
werden. Solange der Hohlkörper dabei noch über Wasser am Kranhaken H hängt, liegt
der Kolben 2 im Hydraulikzylinder 1 auf den Stoßdämpfvorrichtungen 40 auf und drückt
deren Stößel praktisch vollkommen ein. Sobald der Hohlkörper auf der Wasseroberfläche
aufsetzt, wird er in dem Maße leichter, wie er in das vom Seegang bewegte Wasser eintaucht.
Dabei wird der Kolben 2 unter der Wirkung der Stoßdämpfvorrichtungen 40 und der mit
der Lasttragkammer 6 in Verbindung stehenden Hydrospeicher entsprechend aufwärts gedrückt.
Wenn dann beim nächsten Wellental der Hohlkörper wieder ganz oder weitgehend aus dem
Wasser herausgelangt und somit sein Gewicht abrupt stark zunimmt, wird die heftige
Abwärtsbewegung des Kolbens 2 durch die gemeinsame Wirkung der Stoßdämpfvorrichtungen
40 und des Wasserstaus im konisch verjüngten Endabschnitt 39 des unteren Mantelrohren
33 so abgefangen, daß ein harter Anprall des Kolbens 2 mit zerstörerischer Wirkung
vermieden wird. Diese Ausgestaltung bietet gleichzeitig auch hinreichenden Schutz
gegen unvorhersehbar höhere Einzelwellen und gegen unvermutet aufkommenden höheren
Seegang während länger dauernder Absenkarbeiten unter Wasser. Die Stoßdämpfvorrichtungen
40 können zweckmäßig zur Anpassung an die Anforderungen des Einzelfalles mit nicht
dargestellten herkömmlichen Vorrichtungen zur Einstellung des Vorspanndruckes ausgestattet
sein.
[0026] Sobald der Hohlkörper vollständig in das Wasser eingetaucht ist, wird der Kolben
2 durch den im vorhinein auf das entsprechend verringerte Gewicht eingestellten Gasdruck
in den Hydro speichern 23 in eine mittlere Lage im Hydraulikzylinder 1 hochgedrückt.
Im weiteren Verlaufe des Absenkens mittels des Kranes pendelt der Kolben 2 und die
Last L dann nur noch geringfügig um diese mittlere Lage.
[0027] Die in Fig. 6 dargestellte bevorzugte Ausführungsform ähnelt derjenigen gemäß Fig.
5, wobei jedoch jetzt im Inneren der hohlen Kolbenstange 3 ein mit der zweiten Kammer
5 kommunizierender Hydrospeicher angeordnet ist. Dies ist nicht nur platzsparend,
sondern auch deshalb wirtschaftlich günstig, weil dadurch einige der den Hydraulikzylinder
umgebenden Hydrospeicher eingespart werden können oder aber das insgesamt zur Dämpfung
verfügbare Volumen der Gasräume entsprechend vergrößert werden kann.
[0028] Bei der dargestellten Ausführungsform enthält die hohle Kolbenstange 3 zwei Gasräume
44 und 45, die jeweils durch dichtend verschiebbare Trennkolben 46 und 47 von einer
mittleren Flüssigkeitskammer abgetrennt sind, die über einen Verbindungskanal 48
mit der zweiten Kammer 5 des Hydraulikzylinders 1 kommuniziert. Dabei können um den
Hydraulikzylinder 1 herum nur mit der Lasttragkammer 6 kommunizierende Hydrospeicher
23 vorgesehen werden, was ohne Vergrößerung des Durchmessers der Gesamtvorrichtung
ein optimales Speichervolumen ergibt.
[0029] An den Enden der Kolbenstange 3 sind jeweils Füllventile 50 zum Befüllen der Gasräume
44 und 45 angeordnet. In Fig. 6 befindet sich der Kolben 2 nahezu in seiner untersten
Endstellung im Hydraulikzylinder 1. Dabei ist das untere Ende der Kolbenstange 3
mit seinem Konusabschnitt 38 entsprechend tief in den sich konisch verjüngenden Endabschnitt
39 des Mantelrohres eingedrungen, so daß die Verdrängung des in dem sich konisch
verjüngenden Endabschnitt 39 eingeschlossenen Wassers durch den verbleibenden schmalen
Ringspalt bei schneller Ausfahrbewegung der Kolbenstange 3 eine abbremsende Stauwirkung
ergibt.
[0030] Bei der in Fig. 7 dargestellten, bevorzugten Ausführungsform steht der durch den
Trennkolben 46 vom Gasraum 44 abgetrennte Flüssigkeitsraum 49 über Verbindungsöffnungen
51 mit der zweiten Kammer 5 des Hydraulikzylinders in Verbindung, während der getrennte,
durch einen Trennkolben 52 vom Gasraum 45 im unteren Teil der hohlen Kolbenstange
3 abgeteilte Flüssigkeitsraum 57 über Verbindungsöffnungen 53 mit der Lasttragkammer
6 des Hydraulikzylinders 1 kommuniziert. Dabei ist der Gasraum 45 mit auf einen hohen
Gasdruck P₁ vorgespannten Gas gefüllt, während im Gasraum 44 ein niedrigerer Gasdruck
P₂ eingestellt ist. Zur Begrenzung der Bewegung der Trennkolben 46 bzw. 52 sind im
Bereich des Kolbens 2 Anschläge 54 bzw. 55 vorgesehen. In der unteren Endlage des
Kolbens 2 kann der Trennkolben 46 höchstens bis in eine am Anschlag 54 anliegende
Stellung gelangen, in welcher die in der Kammer 5 enthaltene Druckflüssigkeit drucklos
wird, weil sich der Druck des im Gasraum 44 enthaltenen Gaspolsters dann über den
Trennkolben 46 gegen den Anschlag 54 abstützt. Umgekehrt kann in der oberen Endstellung
des Kolbens 2 der Trennkolben 52 höchstens bis zur Anlage an Anschlag 55 gelangen,
wobei der Gasdruck im Gasraum 45 ebenfalls über den Trennkolben 52 und den Anschlag
55 abgefangen wir. In der Praxis werden jedoch in die Lasttragkammer 5 und die zweite
Kammer 6 Überschußmengen an Hydraulikflüssigkeit eingefüllt, so daß die Trennkolben
46 und 52 auch in den Endlagen des Kolbens 2 noch nicht an den entsprechenden Anschlägen
54 bzw. 55 anliegen. Das hat den Vorteil, daß die Trennkolben auch bei Leckverlusten
nicht vorzeitig gegen den zugeordneten Anschlag zur Anlage kommen, wodurch sich in
der Lasttragkammer 5 bzw. in der zweiten Kammer ein Vakuum bilden könnte, wenn der
Kolben 2 noch eine weitere Wegstrecke zurückzulegen hätte, ohne daß Hydraulikflüssigkeit
durch das Gas nachgedrückt werden kann. Hierdurch kann selbst im Falle einer Leckage
die Arbeit ohne Reparaturunterbrechung zu Ende geführt werden.
[0031] Die in Fig. 7 dargestellte Ausführungsform ist wegen ihrer schlanken, gegen mechanische
Beschädigungen besonders robusten Bauweise wirtschaftlich und fertigungstechnisch
besonders gün stig. Dies gilt insbesondere, wenn der Durchmesser der Kolbenstange
3 und der darin enthaltenen Hydrospeicher zur Erzielung großer Gasräume 44 und 45
hinreichend groß bemessen werden kann oder aber die Ansprüche an die aufnehmbaren
Lasten bzw. die erzielte Verminderung von Relativbewegungen nicht besonders hoch sind.
[0032] Bei den vorstehend erläuterten Ausführungsformen ist die Kompensatorvorrichtung
so ausgebildet, daß sie während ihres Einsatzes ohne zusätzliche Eingriffe vom Arbeitsschiff
her die verschiedenen Arbeitsbedingungen einschließlich unvorhergesehener Abweichungen
bewältigt, so daß eine sehr einfache Handhabung gegeben und nur ein Minimum an Überwachung
und Wartung erforderlich ist. Zur Überwachung können beispielsweise an der aus dem
unteren Mantelrohr 33 austretenden Verlängerungsstange 35 angebrachte farbliche Markierungen
beobachtet werden, die Aufschluß über die Stellung und den Arbeitsweg des Kolbens
2 im Hydraulikzylinder 1 bzw. die entsprechenden Bewegungen der Last L geben. Bei
Arbeiten unter Wasser kann dies durch die dabei meist ohnehin erforderliche Unterwasserkamera
erfolgen. Stattdessen kann die relative Stellung der Verlängerungsstange 35 zum unteren
Ende des Mantelrohres 33 auch mittels eines geeigneten Sensors erfaßt und mit herkömmlichen
Mitteln zum Kran oder Arbeitsschiff signalisiert werden. Darüber hinaus ist es aber
auch mit geringem Aufwand möglich, durch Signale vom Kran oder Arbeitsschiff die Betriebsweise
der Kompensatorvorrichtung zu beeinflussen.
[0033] Bei der in Fig. 8 dargestellten, abgewandelten Ausführungsform ist hierzu in den
von der Lasttragkammer 6 zum Hydrospeicher 23 führenden Verbindungskanal ein fernbetätigbares
Absperrventil 56 eingebaut, das über eine Steuerleitung 60 oder nicht dargestellte,
über Funk fernbetätigbare Stellvorrichtungen gesteuert wird. Derartige Absperrventile
56 können im Verbindungskanal 9 bzw. 17 jedes Hydrospeichers 23 bzw. 24 vorgesehen
sein. Auf diese Weise kann auch während des Arbeitseinsatzes über oder unter Wasser
die Anzahl der wirksamen Hydrospeicher den wechselnden Arbeits- und Lastverhältnissen
und dem gewünschten Dämpfungsausmaß angepaßt werden.
[0034] Die vorstehend anhand bevorzugter Ausführungsformen erläuterte Kompensatorvorrichtung
kann vom Fachmann je nach den Anforderungen in verschiedener Weise zweckentsprechend
abgewandelt werden, sofern dabei die beiderseitige Beaufschlagung des im Hydraulikzylinder
1 verschiebbaren Kolbens 2 mit jeweils mit Hydrospeichern zusammenwirkender Hydraulikflüssigkeit
erhalten bleibt. Wenn man dabei für nur zum Einsatz über Wasser bestimmte Vorrichtungen
auf die Anwendung einer mit beiden Enden austretenden Kolbenstange verzichtet, wird
immer noch eine erheblich verbesserte Betriebssicherheit gegenüber abrupten Belastungsänderungen
beim unvermuteten Aufsetzen einer hängenden Last oder plötzlichem Abheben einer ruhenden
Last erreicht.
1. Kompensatorvorrichtung zur Verminderung seegangsbedingter Relativbewegungen zwischen
einer an einem Überwasser-Kran hängenden Last und einer Lastabsetzfläche, bzw. dem
Kranhaken und einer aufzunehmenden Last, mit einem am Kranhaken anzuhängenden oder
mit der Last zugfest zu verbindenden Hydraulikzylinder, einem darin dichtend verschiebbaren,
dessen Innenraum in eine im Betrieb mit Hydraulikflüssigkeit gefüllte Lasttragkammer
und eine zweite Kammer unterteildenen Kolben, einer mit diesem verbundenen, aus der
Lasttragkammer abgedichtet herausragenden Kolbenstange mit Vorrichtungen zum Anhängen
der Last bzw. am Kranhaken, sowie einem mit der Lasttragkammer verbundenen Hydrospeicher
zur Aufnahme eines vorgespannten Gaspolsters, dadurch gekennzeichnet, daß
a) die zweite Kammer (5) im Betriebszustand mit Hydraulikflüssigkeit gefüllt ist,
b) mindestens ein mit der zweiten Kammer (5) verbundener Hydrospeicher (16,24) zur
Aufnahme eines auf einen niedrigeren Druck vorgespannten Gaspolsters (19,27,44) vorgesehen
ist und
c) die Kolbenstange (3) beide Kammern (5,6) des Hydraulikzylinders (1) durchsetzt
und durch Endflächen beiderseits abgedichtet nach außen ragt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Hydrospeicher
( bzw. 16) als am Hydraulikzylinder (1) konzentrisch um die Kolbenstange (3) herum
angeordneter Ringzylinder mit einem darin dichtend verschiebbaren Ringkolben (10
bzw. 18) zur Abtrennung einer ringförmigen Gaskammer (11 bzw. 19) von einer ringförmigen
Flüssigkeitskammer (12 bzw. 20) ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lasttragkammer
(6) und/oder die zweite Kammer (5) jeweils mit mehreren in einem zum Hydraulikzylinder
(1) konzentrischen Mantelgehäuse (15,57) über dessen Umfang verteilt angeordneten
Hydrospeichern (23 bzw. 24) vorbestimmten Einzelvolumens verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kolbenstange (3) hohl ausgebildet ist und in Ihrem Inneren mindestens einen mit der
Lasttragkammer (6) bzw. der zweiten Kammer (5) verbundenen Hydrospeicher mit einem,
vorzugsweise durch einen darin dichtend verschiebbaren Kolben (46,47) abgetrennten
Gasraum (44,45) zur Aufnahme eines im Betrieb vorgespannten Gaspolsters (44) aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hydrospeicher (8,16,23,24) Vorrichtun gen (21,22,31,50) zur Einstellung des Gasdrucks
des Gasraumes (11,19,25,27,44,45) aufweisen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
ein Hydrospeicher mit der zugeordneten Kammer (5 bzw. 6) über eine vorzugsweise fernbetätigbare
Absperrvorrichtung (36) verbunden ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
eine Kammer (5 bzw. 6) in ihrer Nachgiebigkeit verstellbare Stoßdämpfvorrichtungen
(40) zur Verhütung eines harten Anpralls des Kolbens (2) an die Endwand des Hydraulikzylinders
(1) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß am Hydraulikzylinder
(1) die Kolbenstange (3) konzentrisch umschließende Mantelrohre (32,33) angeordnet
sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Ende der Kolbenstange
(3) durch eine am Ende des zugehörigen Mantelrohres (33) befindliche Öffnung herausragt
und Vorrichtungen (13) zur Verbindung mit der Last (L) bzw. dem Kranhaken (H) aufweist,
während das andere Mantelrohr (32) an seinem Ende geschlossen ist und seitliche Durchlaßöffnungen
(37) sowie Vorrichtungen (14) zur Verbindung mit dem Kranhaken (H) bzw. der Last
(L) besitzt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Mantelrohr
(32 bzw. 33) einen sich konisch verjüngenden Endabschnitt (39) aufweist und die Kolbenstange
(3) einen zugeordneten konischen Endabschnitt (38) besitzt, der beim Ausfahren unter
Wasser im konischen Endabschnitt (39) des Mantelrohres (32 bzw. 33) einen die Ausfahrbewegung
dämpfenden Wasserstau erzeugt.