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EP 0 228 342 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.07.1990 Patentblatt 1990/29 |
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Anmeldetag: 22.10.1986 |
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Luftstrahlwebmaschine
Air jet loom
Métier à tisser à jet d'air
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE IT |
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Priorität: |
20.12.1985 CH 5454/85
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.07.1987 Patentblatt 1987/28 |
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Patentinhaber: GEBRÜDER SULZER AKTIENGESELLSCHAFT |
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CH-8401 Winterthur (CH) |
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Erfinder: |
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- Ellenberger, Kurt
CH-8636 Wald (CH)
- Senn, Georg
CH-8630 Rüti (CH)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 094 089 EP-A- 0 161 376 US-A- 3 677 306
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EP-A- 0 100 939 FR-A- 969 425
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Luftstrahlwebmaschine mit einer ausserhalb des Webfaches
angeordneten Schussfadeneintragsdüse und einer zwischen ihr und dem Webfach angeordneten
Schussfadenablenkvorrichtung zum Fernhalten des Schussfadens vom Webfach nach Abgabe
eines Signals zum Stillsetzen der Webmaschine infolge einer Störung, und mit einer
von der Weblade getragenen Transportleitung.
[0002] Bei einer Ablenkvorrichtung für den Schussfaden wird der Schussfaden pneumatisch
oder mechanisch quer zu seiner normalen Laufrichtung in das Webfach seitlich abgelenkt
und von einer Saugleitung aufgenommen. Derartige Vorrichtungen sind beispielsweise
in der europäischen Patentanmeldung 0 094 089 beschrieben. Bei Luftstrahlwebmaschinen
befindet sich in der Regel auf der Austrittsseite des Schussfadens aus dem Webfach,
also auf der der Eintragsdüse gegenüberliegenden Seite der Webmaschine, eine Absaugvorrichtung
für die abgeschnittenen Enden der Schussfäden. Auf dieser Seite wird aus Platzgründen
bei Luftstrahlwebmaschinen normalerweise auch ein Absaugaggregat angeordnet. Um den
Schussfaden von der Ablenkvorrichtung zu einem Sammelbehälter beim Absaugaggregat
zu fördern, ist in der Regel eine Schlauchleitung im Inneren der Webmaschine befestigt.
Wenn solche Schlauchleitungen auch beispielsweise an einem Längsträger des Gestells
platzsparend montiert sind, können sie doch bei Reinigungs- oder Unterhaltsarbeiten
hinderlich sein.
[0003] Aus der europäischen Patentanmeldung 0 161 376A1 ist eine Schussfadenablenkvorrichtung
bekannt, bei der eine Transportleitung für den abgelenkten Schussfaden an der Weblade
befestigt ist. Der erste Teil dieser Transportleitung verläuft senkrecht zur Längserstreckung
des Rietes. Über die weitere Gestaltung und Führung der Transportleitung ist keine
nähere Angabe gemacht wie eingangs erwähnt, kommt als Transportleitung in Regel ein
Schlauch zur Anwendung.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Transportleitung für den abgelenkten
Schussfaden einer Luftwebmaschine längs durch die Maschine zu schaffen, die innerhalb
der Webbreite der Maschine nicht in Erscheinung tritt und somit auch bei Unterhaltsarbeiten
nicht hinderlich sein kann.
[0005] Die Erfindung besteht darin, dass innerhalb der Weblade in einem Rietprofil, welches
das Riet trägt, die Transportleitung für den abgelenkten Schussfaden untergebracht
ist, welche parallel zur Längserstreckung des Riets verläuft.
[0006] Da der Schussfaden in Höhe der Eintragsdüse bzw. des Riets abgelenkt werden muss,
ist es zweckmässig, die Transportleitung gleich unterhalb des Rietprofils in das Ladenprofil
zu legen, in welchem das Riet festgeklemmt ist. Die Herstellung eines solchen Rietprofils
mit einem innenliegenden Kanal beispielsweise als Aluminium bereitet keine Probleme.
Ein Rietprofil mit einem innenliegenden geschlossenen Kanal kann zudem den Vorteil
haben, dass seine Steifigkeit gegen Torsions- und Biegedeformationen im Vergleich
zu einem offenen Rietprofil höher isl, Mit einer Transportleitung gemäss der Erfindung
wird also einerseits eine separate Leitung eingespart, andererseits kann die Weblade
ohne zusätzliche Masse versteift werden.
[0007] Anstatt im Rietprofil könnte der Schussfaden beispielsweise auch in einer hohlen
Antriebswelle der Weblade abgeführt werden.
[0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren näher beschrieben.
[0009]
Fig. 1 gibt in einer perspektivischen Darstellung einen Ueberblick über die Ablenkvorrichtung
für den Schussfaden und einen Teil einer Weblade mit der Transportleitung gemäss der
Erfindung,
Fig. 2 zeigt einen schematischen Ueberblick über die Ablenkvorrichtung, die Transportleitung
und die Entsorgungsstation für die abgeschnittenen Schussfäden,
Fig. 3 und 4 zeigen in Aufriss bzw. Grundriss und teilweise geschnitten eine im Rietprofil
integrierte Transportleitung für die abgelenkten Schussfäden.
[0010] In Fig. I ist ein Abschnitt der Weblade 10 in der Nähe der Hauptdüsen 61 bzw. 62
zu sehen. Die Ablenkvorrichtung für den Schussfaden umfasst die von oben auf den Weg
des Schussfadens 5 gerichtete Blasdüse 7, den Trichter 23 im Rietprofil 2 und den
Fadenführer 90. Im Rietprofil 2 ist das Riet I befestigt, mit dessen Führungskanal
12 der Schussfaden 5 während des Eintrages geführt wird. Der Führungskanal 12 befindet
sich während des Schusseintrages in dem durch parallel zum Riet I gespannte Kettfäden
13 und 14 gebildeten Webfach 15. Unterhalb des Riets ist im Rietprofil der Kanal 22,
der als Transportleitung für den Schussfaden nach dem Ablenken dient. Das Rietprofil
2 ist über mehrere Hebel 3 an der Welle 4 der Weblade angeschraubt.
[0011] Es gibt bei einer Webmaschine verschiedene Arten von Störungen, sei es mechanischer,
steuerungstechnischer oder textiltechnischer Art, bei welchen die Webmaschine angehalten
werden muss. Da besonders Luftstrahlwebmaschinen mit verhältnismässig hoher Drehzahl,
z.B. 600 Umdrehungen pro Minute, laufen, können sie nicht abrupt abgebremst werden.
In der Regel gelingt es nicht, nach Auftreten einer Störung, die zum automatischen
Abstellen einer Luftstrahlwebmaschine führt, die Maschine so schnell stillzusetzen,
dass der nachfolgende Schusseintrag verhindert wird. Damit vor dem erneuten Starten
der Webmaschine durch den Weber möglichst wenig Zeit aufgewandt werden muss, wird
der vorbereitete Schuss nach Auftreten des Störungssignals zwar noch ausgelöst, gelangt
aber dank des Zusammenwirkens von Blasdüse 7 und Trichter 23 nicht mehr in den Bereich
des Riets I. Die jetzt eingeschaltete Blasdüse 7 lenkt die Spitze des Schussfadens
5 in Richtung auf die Eintrittsöffnung des Trichters 23, durch den Luft angesaugt
wird. Die Saugluft strömt dann mit dem abgelenkten Schussfaden 5 durch den Hohlraum
des Endstücks 24, in welchem zur Unterstützung der Saugwirkung am Eintritt in den
Trichter 23 ein Injektor 25 angeordnet sein kann, der von der Leitung 26 mit Druckluft
versorgt wird. Das Endstück 24 dient, wie in den Figuren 3 und 4 ersichtlich ist,
einerseits zur Umlenkung des Fadens in eine Richtung parallel zur Längserstreckung
des Rietprofils 2 und andererseits zur Abdichtung der Transportleitung 22. Auf der
rechten Seite in Figur 3 bzw. 4 ist die Transportleitung 22 zum Empfangsstück 30 hin
offen, in dessen Saugkanal 32 der abgelenkte Schussfaden 5 nochmals umgelenkt wird.
Da das Rietprofil 2 mit dem Riet I und der ganzen Weblade hin- und herbewegt wird,
muss die Eintrittsöffnung des Saugkanals 32 so gross gewählt werden, dass während
des ganzen Bewegungsbereichs der Weblade die Austrittsöffnung des Kanals 22 in jeder
Bewegungsphase der Eintrittsöffnung des Saugkanals ohne Querschnittsverengung gegenübersteht.
Am Rietprofil 2 muss ein Endstück 27 vorgesehen werden, welches den jeweils nicht
vom Austrittsquerschnitt der Transportleitung 22 überdeckten Teil der Eintrittsöffnung
in den Saugkanal 32 gegen die Umgebungsluft abschirmt. Eine Dichtung 31 zwischen dem
Empfangsstück 30 und dem Endstück 27 verhindert das Ansaugen von Falschluft in diesem
Bereich. Sie kann beispielsweise aus Plüsch angefertigt sein. In das Empfangsstück
30 kann auch ein Absaugkrümmer 36 gemäss Fig.2 einmünden, mit dem Teile des Schussfadens
nach dem Eintrag von dieser Seite der Weblade aufgenommen werden. Vom Empfangsstück
30 gelangt der abgelenkte Schussfaden durch die Saugleitung 37 in den Sammelbehälter
34, der schliesslich mit einem Gebläse 35 zur Erzeugung des Unterdrucks in den Saugleitungen
22 bis 37 verbunden ist.
[0012] In Fig. 2 ist ein schematischer Gesamtüberblick über die Ablenkvorrichtung, die Transportleitung
und das nachgeschaltete Entsorgungssystem bestehend aus Sammelbehälter 34 und Gebläse
35 gegeben. Zwischen der Hauptdüse 61 und dem Trichter 23 wird der Schussfaden 5 gegen
das Ende des Ablenkvorganges über den Fadenführer 90 umgelenkt, welcher sicherstellt,
dass der Schussfaden in der vordersten Stellung der Weblade nach Drehung um Pfeil
41 in Fig. I in die Schere 8 eingeführt und abgeschnitten wird. In dieser Stellung
befindet sich die Hauptdüse 61, durch die der Schussfaden geliefert wird, zusammen
mit der zweiten Hauptdüse 62 in der gestrichelten Position 61' bzw. 62' nahe bei der
Schere 8. Der Trichter 23 befindet sich dabei in der Stellung 23'. Mit dem Abschneiden
des Schussfadens ist der Ablenkvorgang beendet.
1. Luftstrahlwebmaschine mit einer ausserhalb des Webfaches angeordneten Schussfadeneintragsdüse
(61, 62) und einer zwischen ihr und dem Webfach (15) angeordneten Schussfadenablenkvorrichtung
(7, 90, 23) zum Fernhalten des Schussfadens (5) vom Webfach nach Abgabe eines Signals
zum Stillsetzen der Webmaschine infolge einer Störung, und mit einer von der Weblade
getragenen Transportleitung, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Weblade (10)
in einem Rietprofil (2), welches das Riet (1) trägt, die Transportleitung (22) für
den abgelenkten Schussfaden (5) untergebracht ist, welche parallel zur Längserstreckung
des Riets (1) verläuft.
2. Maschine nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportleitung einseitig
von einem Endstück (24) begrenzt ist, welches den Durchtritt von einem an der Weblade
(10) befestigten Trichter (23) in die Transportleitung (22) ermöglicht.
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in das Endstück (24) ein
Injektor (25) mündet, durch den Blasluft zur Erhöhung der Saugwirkung am Trichter
(23) strömt.
4. Maschine nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass neben dem Ende der Transportleitung
ein Empfangsstück (30) mit einem Saugkanal (32) montiert ist, dessen Eintrittsöffnung
so bemessen ist, dass die Austrittsöffnung der Transportleitung (22) in jeder Position
der Weblade (10) frei in den Absaugkanal (32) mündet.
5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende der Transportleitung
(22) ein Endstück (27) auf der Weblade gegenüber der Eintrittsöffnung in das Empfangsstück
(30) angeordnet ist, welches so bemessen ist, dass es in jeder Stellung der Transportleitung
(22) gegenüber dem Empfangsstück (30) diejenigen Bereiche an der Eintrittsöffnung
in den Saugkanal (32) abdeckt, welche nicht der Austrittsöffnung der Transportleitung
(22) gegenüberliegen.
6. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Endstück (27) an
der Transportleitung (22) und dem Empfangsstück (30) an letzterem eine Dichtung (31)
angebracht ist.
1. An air jet loom having: a picking nozzle (61, 62) outside the shed; and a weft
yarn deflector (7, 90, 23) disposed between such nozzle and the shed (15) and operative
to keep the weft yarn (5) away from the shed in response to a loom stop signal caused
by a disturbance; and a conveying line carried by the sley, characterised in that
the conveying line (22) for the deflected weft yarn (5) is disposed inside the sley
(10) in a reed profile (2) carrying the reed (1) and extends parallel to the length
of the reed (1).
2. A loom according to claim 1, characterised in that the conveying line is bounded
at one end by an end member (24) facilitating the passage into such line (22) of a
funnel (23) secured to the sley (10).
3. A loom according to claim 2, characterised in that an injector (25) extends into
the end member (24) and blowing air for incrasing the suction of the funnel (23) flows
through the injector.
4. A loom according to claim 1, characterised in that a receiver (30) having a suction
duct (32) is disposed adjacent the end of the conveying line, the duct entry aperture
being so dimensioned that the exit aperture of the conveying line (22) leads freely
into the suction duct (32) in all positions of the sley (10).
5. A loom according to claim 4, characterised in that an end member (27) is disposed
on the sley at the end of the conveying line (22) and opposite the entry aperture
into the receiver (30) and is so dimensioned that in all positions of the conveying
line (22) relatively to the receiver (30) it covers those zones of the entry aperture
into the suction duct (32) which are not disposed opposite the exit aperture of the
conveying line (22).
6. A loom according to claim 4, characterised in that a seal (31) is provided on the
receiver (30) between the same and the end member (27) of the conveying line (22).
1. Métier à tisser à jet d'air comportant une tuyère d'amenée (61, 62) du fil de trame
assemblée à l'extérieur du pas de chaîne et un dispositif de déviation (7, 90, 23)
du fil de trame assemblé entre celle-ci et ledit pas de chaîne (15) pour protéger
ledit fil de trame (5) dudit pas de chaîne à l'émission d'un signal d'arrêt dudit
métier suite à une anomalie, et comportant une conduite de transport portée par le
battant, caractérisé en ce que ladite conduite de transport (22) pour le fil de trame
(5) dévié, qui est parallèle à l'étendue en longueur du peigne (1 ), est logée à l'intérieur
du battant (10) dans un profil (2) de peigne qui supporte ledit peigne (1).
2. Métier suivant la revendication 1, caractérisé en ce que ladite conduite de transport
(22) est limitée d'un côté par un embout (24) qui autorise la dé- bouchure d'un entonnoir
(23) fixé audit battant (10) dans ladite conduite de transport (22).
3. Métier suivant la revendication 2, caractérisé en ce qu'un injecteur (25), par
lequel passe de l'air insufflé en vue d'intensifier l'effet d'aspiration audit entonnoir
(23), débouche dans ledit embout (24).
4. Métier suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'une pièce de réception
(30) avec canal d'aspiration (32), dont l'orifice d'entrée est doté de dimensions
telles que l'orifice de sortie de ladite conduite de transport (22) débouche librement
dans ledit canal d'aspiration (32) dans chaque position dudit battant (10), est montée
à côté de l'extrémité de ladite conduite de transport.
5. Métier suivant la revendication 4, caractérisé en ce qu'un embout (27) est assemblé
audit battant en regard de l'orifice d'entrée dans ladite pièce de réception (30)
à l'extrémité de la conduite de transport (22), lequel est doté de dimensions telles
qu'il recouvre, dans chaque position de ladite conduite de transport (22) par rapport
à ladite pièce de réception (30), les zones de l'orifice d'entrée dans ledit canal
d'aspiration (32) qui ne se trouvent pas en regard de l'orifice de sortie de ladite
conduite de transport (22).
6. Métier suivant la revendication 4, caractérisé en ce qu'entre l'embout (27) prévu
sur la conduite de transport (22) et ladite pièce de réception (30) un joint (31)
est placé sur cette dernière.

