| (19) |
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(11) |
EP 0 228 347 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.10.1989 Patentblatt 1989/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.12.1986 |
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Verfahren zur Farbauftragssteuerung bei einer Druckmaschine, entsprechend ausgerüstete
Druckanlage und Messvorrichtung für eine solche Druckanlage
Process for controlling the application of colours in a printing machine, printing
device equipped therewith and measuring device for such a printing device
Procédé de commande de l'alimentation en encre pour une machine à imprimer, dispositif
d'impression équipé de manière correspondante et dispositif de mesure pour un tel
appareil d'impression
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
10.12.1985 CH 5262/85
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.07.1987 Patentblatt 1987/28 |
| (73) |
Patentinhaber: |
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- Heidelberger Druckmaschinen
Aktiengesellschaft
D-69019 Heidelberg (DE)
- GRETAG Aktiengesellschaft
CH-8105 Regensdorf (CH)
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| (72) |
Erfinder: |
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- Kipphan, Helmut, Prof. Dr.
D-6830 Schwetzingen (DE)
- Löffler, Gerhard
D-6909 Walldorf (DE)
- Keller, Guido
CH-8046 Zürich (CH)
- Ott, Hans
CH-8105 Regensdorf (CH)
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| (74) |
Vertreter: Kleewein, Walter, Dr. et al |
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Ciba Specialty Chemicals Inc.
Klybeckstrasse 141 4002 Basel 4002 Basel (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 089 016 EP-A- 0 123 257 EP-A- 0 143 744 DD-A- 227 094 DE-A- 2 313 528 DE-A- 2 947 791 DE-A- 3 207 369 FR-A- 2 181 213 FR-A- 2 386 813 US-A- 4 256 131 US-A- 4 505 589
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EP-A- 0 094 218 EP-A- 0 136 542 DD-A- 99 439 DE-A- 1 921 460 DE-A- 2 728 738 DE-A- 3 140 760 DE-A- 3 626 423 FR-A- 2 386 083 US-A- 4 185 920 US-A- 4 439 038 US-A- 4 706 206
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- DIN 6 69, Teil 8
- XIV. Woche der Druckindustrie - Fachveranstaltung Offsetdruck. Dr. Friedrich DOLEZALEK.
FOGRA "Wann Druckkontrolle nach Vollton, wann nach Raster?"
- FOGRA-Symposium Densitometrie oder Farbmessung in der Druckindustrie. "Bildbezogene
Mess- und Regeltechnik - System Brunner PCP."Felix Brunner. System Brunner AG.
- "Grundlagen der Qualitätskontrolle" Heidelberger Druckmaschinen AG.
- Heidelberg CPC "Print control strips Brunner System" instruction for use. Heidelberger
Druckmaschinen AG.
- Heidelberg CPC "Druckkontrollstreifen System FOGRA PMS". Anleitung zum Gebrauch. Heidelberger
Druckmaschinen AG.
- CPC Heidelberger Nachrichten 3/40 Heidelberger Druckmaschinen AG.
- FOGRA-Forschungsbericht 6.016, "Beurteilung und Bewertung der Farbwiedergabe im Mehrfarbendruck",
München 1978
- Dubbel, Taschenbuch für den Maschinenbau
- Lueger, Lexikon der Technik, Bd.13,4. Aufl.,S.276-287
- CH. Hashimoto, "CONTROL OF A FOUR- COLOUR LITHOGRAPHIC PRESS BY MONITORING THE HUE
CONSISTENCY OF THE REPRODUCTION WITH A DENSITOMETER", dec. 1979
- Dr. G. Rösler, Kunststoffberater 10/1982
- "Verbesserte Oberflächen-Farbmesstechnik", H.Jansen, Kunststoffberater 7/8 1983
- "Mobiles und schnelles Farbmessystem mit hoher spektraler Auflösung", Dr. G. Rösler,
QZ 30, 6/85
- Proceedings of the Tokyo Symposium '77 on Photo & Electro-Imaging
- TAGA-Proceedings 1985, R.P. Mason
- Leaflet"The Automated Press", Macbeth Chicago 1985
- Fachhefte 1/85, März 1985, Seiten 5-13
- FOGRA-Forschungsbericht 6.022, "Kriterien der Druckbildbeurteilung und -bewertung",
München 1981
- Forschungsbericht KfK-PDV 177, "Microrechner-Regelsystem für den Farbfluss von Bogenoffsetmaschinen,Dezember
1979, Steiner et al.
- Polygraph 19/75
- Polygraph 11/12-75, "Zukunftsperspektiven der Drucktechnik"
- "Die Entsthung des Farbeindrucks bei der autotypischen Farbmischung", Dissertation
von F. Häuser,Bonn
- "Einführung in die Farbmetrik", M.Richter,Berlin-New York 1981, 2. Auflage
- Fogra- Seminarunterlagen, 28.-30.10.85, München, "Farbdichtemessung in der Drucktechnik"
- "Wann Druckkontrolle nach Vollton, wann nach Raster?"- Fachverabstaltung Offsetdruck-27.10.85-Nürnberg,Dolezalek
- "Die messtechnische Kontrolle der Färbung im Mehrfarbendruck-Theorie und Verfahrenstechnik",
M. Brune, München 1973
- Fogra-Bericht 3239
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Verfahren zur Farbauftragssteuerung bei einer Druckmaschine, entsprechend ausgerüstete
Druckanlage und Messvorrichtung für eine solche Druckanlage.
[0002] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung des Farbauftrags bei einer Druckmaschine
gemäss Oberbegriff des Patentanspruchs 1, eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete
Druckanlage nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 16 und eine zur Erzeugung von
Steuerdaten für eine solche Druckanlage bestimmte Messvorrichtung gemäss dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 20.
[0003] Im laufenden Druckprozess ist die Steuerung der Farbführung die wichtigste Möglichkeit
zur Beeinflussung des Bildeindrucks. Sie erfolgt nach visueller Beurteilung oder aufgrund
von densitometrischen Analysen von mitgedruckten Farbmessfeldern. Ein Beispiel für
letztgenannte Steuerung ist in DE-A-2 728 738 beschrieben.
[0004] In der Praxis hat es sich gezeigt, dass die Steuerung der Farbführung allein aufgrund
von densitometrischen Dichtemessungen vielfach ungenügend ist. So kommt es u.a. häufig
vor, dass bei Regelung auf gleiche Volltondichten erhebliche Farbunterschiede zwischen
Andruck bzw. Andruckersatz und Fortdruck auftreten. Diese Farbunterschiede (Bildeindrücke)
müssen dann noch manuell durch interaktive Anpassung der Farbführung korrigiert werden.
Die Ursachen für diese Farbunterschiede liegen in den im allgemeinen unterschiedlichen
Herstellungsprozessen für Andruck/Andruckersatz und Fortdruck und in den farblichen
Unterschieden der dabei verwendeten Materialien. Ebenfalls ist bei konstanter Farb-
insbesondere Volltondichte die Konstanz des Farbeindrucks aufgrund von Aenderungen
des Tonwerts durch Gummituchverschmutzung oder andere Einflüsse nicht gewährleistet.
[0005] Durch die vorliegende Erfindung soll nun die Steuerung der Farbführung bei Druckmaschinen
dahingehend verbessert werden, dass ein höherer Übereinstimmungsgrad im Bildeindruck
zwischen Andruck bzw. Andruckersatz und Fortdruck erzielt wird und der Fortdruck im
Farbeindruck stabil bleibt oder Farbveränderungen erkannt werden.
[0006] Dieses Ziel wird durch das im Patentanspruch 1 beschriebene erfindungsgemässe Verfahren,
die entsprechend ausgerüstete Druckanlage gemäss Anspruch 16 und die erfindungsgemässe
Messvorrichtung nach Anspruch 20 erreicht.
[0007] Der Kern der vorliegenden Erfindung liegt also darin, dass das Prinzip der densitometrischen
Farbdichtemessung verlassen und durch spektrale Farbmessung ersetzt wird, wobei die
spektralen Remissionen der ausgemessenen Testbereiche bestimmt werden und die Steuerung
der Farbführung (zumindest während der Einrichtphase der Druckmaschine) aufgrund dieser
spektralen Remissionen oder der daraus abgeleiteten farbmetrischen Kenngrössen und
nicht aufgrund von Dichtemessungen erfolgt. Auf diese Weise können die Bildeindrücke
auch heikler, bildwichtiger Stellen im Fortdruck optimal mit denjenigen des Andrucks
bzw. Andruckersatzes in Übereinstimmung gebracht werden, wobei bis zu einem gewissen
Grad auch Farbabweichungen aufgrund unterschiedlicher Tonwertzunahmen und anderer
Material- und Prozesseinflüsse ausgeglichen werden. Die Farbmessung selbst kann auf
mitgedruckten Farbtestfeldern oder auch auf geeignet gewählten Stellen (Testbereichen)
im Bild erfolgen.
[0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein stark vereinfachtes Blockschema einer erfindungsgemässen Druckanlage
Fig. 2 ein Blockschema des Messwerterfassungs-Teiles der Anlage nach Fig. 1 und
Fig. 3 eine schematische Skizze eines Details aus Fig. 2.
[0009] Die in Fig. 1 dargestellte Druckanlage entspricht bis auf die noch zu erläuternden
erfindungsgemässen Unterschiede im Messwerterfassungsteil im wesentlichen den bekannten
Anlagen dieser Art, beispielsweise etwa der schon erwähnten Anlage gemäss DE-A-2 728
738. Dementsprechend umfasst die dargestellte Druckanlage ein Messwerterfassungsgerät
10, eine Steuerkonsole 20 und eine mit einer fernsteuerbaren Farbführung ausgestattete
Druckmaschine 30.
[0010] Mit dem Messwerterfassungsgerät 10 werden von der Druckmaschine 30 erzeugte Druckbogen
40 in einer Reihe von Testbereichen, beispielsweise etwa in ausgewählten Stellen des
Druckbilds oder im Bereich von mitgedruckten Farbmessfeldern 41 fotoelektrisch ausgemessen,
und aus den dabei gewonnenen Messdaten werden Steuerdaten 11 ermittelt, welche den
Farbabweichungen der am Druck beteiligten Druckfarben in den einzelnen Druckzonen
und Druckwerken entsprechen und als Eingangsgrössen der Steuerkonsole 20 zugeführt
werden. Die Steuerkonsole 20 erzeugt aus den Steuerdaten 11 Stellsignale 21, welche
die Farbführungsorgane der Druckmaschine 30 in der Weise verstellen, dass die Farbabweichungen
minimal werden.
[0011] In Fig. 2 ist der prinzipielle Aufbau des Messwerterfassungsgeräts 10 dargestellt.
Er entspricht in weiten Teilen demjenigen des in US-A-4 505 589 beschriebenen Gerätes,
so dass sich die folgende Beschreibung im wesentlichen auf die erfindungsgemässen
Unterschiede gegenüber diesem bekannten Gerät konzentriert.
[0012] Das Gerät 10 umfasst einen Messkopf 101, der z. B. mittels eines Schrittmotors 102
relativ zum auszumessenden Druckbogen bewegbar ist. Zusätzlich ist noch ein Handmesskopf
103 vorgesehen, der manuell auf dem gewünschten Testbereich des Druckbogens positioniert
werden kann. Die beiden Messköpfe 101 und 103 enthalten eine nicht dargestellte Messanordnung,
welche den auszumessenden Testbereich z. B. gemäss dem üblichen Standard unter 45°
beleuchtet und das vom Testbereich unter 90° remittierte Licht auffängt und in einen
Lichtleiter 104 einkoppelt, der es einem Spektrometer 105 zuführt. (Selbstverständlich
kann das remittierte Licht dem Spektrometer auch über andere Mittel zugeführt werden.)
Dort wird das remittierte Licht spektral zerlegt und gemessen. Die dabei gewonnenen
Messdaten werden einem Rechner 106 zugeführt, der aus ihnen in noch zu erläuternder
Weise die Steuerdaten 11 für die Steuerkonsole 20 ermittelt. Daneben bedient bzw.
steuert der Rechner 106 eine Treiber-Elektronik 107 für den Schrittmotor 102 und die
Speisung der Lichtquellen in den Messköpfen 101 und 103 und ein Datensichtgerät 108,
einen Drucker 109, und eine Tastatur 110, alles im wesentlichen so wie beim genannten
bekannten Gerät.
[0013] Der für die Erfindung primär relevante Unterschied des dargestellten Messwerterfassungsgeräts
10 gegenüber dem erwähnten bekannten Gerät besteht in erster Linie darin, dass es
zur spektralen Farbanalyse der speziell auszumessenden Testbereiche und somit zur
farbmetrischen Analyse eingerichtet ist, während das bekannte Gerät lediglich densitometrische
Farbdichten zu messen imstande ist, also keine Farbmessung/Farbmetrik erlaubt. Der
zweite wesentliche Unterschied besteht in der Auswertung der fotoelektrischen Messdaten
im Hinblick auf die Steuerung der Farbführung.
[0014] In Fig. 3 ist der prinzipielle (an sich bekannte) Aufbau des Spektrometers 105 gezeigt.
Das über den faseroptischen Lichtleiter 104 (oder direkt) von einem der Messköpfe
101 und 103 zugeführte Messlicht beaufschlagt über einen Eintrittsspalt ein holografisches
Gitter 151 und wird von diesem nach Wellenlängen geordnet räumlich aufgespaltet. Das
so spektral zerlegte Licht fällt derart auf eine zeilenförmige Anordnung von z. B.
35 Fotodioden 152, dass jede Fotodiode mit Licht eines individuellen, relativ engen
Wellenlängenbereichs beaufschlagt wird. Die von den 35 Fotodioden erzeugten Meßsignale
entsprechen also der spektralen Intensitätsverteilung des Messlichts an 35 diskreten
Stützpunkten (Wellenlängenbereichen). Zur Abfrage der Fotodioden 152 ist ein Interface
(Schnittstelle) 153 vorgesehen, welches die Meßsignale verstärkt und digitalisiert
und so in eine für den Rechner 106 verständliche Form bringt. Das Interface könnte
räumlich natürlich auch im Rechner angeordnet sein.
[0015] Das Messwerterfassungsgerät 10, die Steuerkonsole 20 und die eigentliche Druckmaschine
30 bilden einen geschlossenen Regelkreis. Bei den bisher bekannten Systemen dieser
Art erfolgt die Regelung der Farbführung aufgrund von densitometrischen Dichtemessungen
der beteiligten Druckfarben. Ergeben sich Abweichungen gegenüber entsprechenden Soll-Dichtewerten,
so werden diese von der Steuerkonsole durch entsprechende Verstellung der Farbführungsorgane
ausgeregelt, d.h. zu Null gemacht bzw. in den zulässigen Toleranzbereich gebracht.
Die Farbführungssregelung erfolgt also farbdichtengesteuert.
[0016] Aus den einleitend erwähnten Gründen ist diese bekannte Art der Farbführungssteuerung
nicht in allen Fällen vollauf befriedigend.
[0017] Gemäss dem grundliegenden Gedanken der Erfindung wird das Prinzip der alleinigen
farbdichtengesteuerten Farbführung verlassen und durch eine auf spektraler Farbmessung
und Farbmetrik beruhende Steuerung wesentlich ergänzt. Mit anderen Worten, für jeden
Testbereich (z. B. Farbmessfeld) werden durch spektrale Messung die spektralen Remissionen
ermittelt und gegebenenfalls durch Umrechnung die Farbwerte eines ausgewählten Farbkoordinatensystems
bestimmt und mit entsprechenden Soll-Remissionen respektive Soll-Farbwerten verglichen.
Die Steuerung der Farbführung erfolgt dann aufgrund der Abweichungen der spektralen
Remissionen oder der Farbwerte von den Soll-Werten ("Farbabstände") und nicht mehr
aufgrund der Abweichungen der densitometrischen Farbdichten. Vorzugsweise erfolgt
die Regelung mit der Massgabe, dass der sich aus der Summe der Farbabstände verschiedener
Testbereiche ergebende Gesamtabstand einer Druckzone minimal werden soll, wobei jeder
Testbereich und entsprechend sein Farbabstand erwünschtenfalls mit einem individuellen
Gewicht berücksichtigt werden kann.
[0018] Im folgenden wird die Steuerung nach Farbkoordinaten beschrieben. Für die Steuerung
nach spektralen Remissionen gilt prinzipiell das gleiche.
[0019] Das der Farbmessung zugrunde liegende Farbkoordinatensystem ist an sich beliebig.
Vorzugsweise wird jedoch das L*a*b*-System oder das L*u*v*-System der CIE (Commission
Internationale de l'Eclairage) verwendet. Unter Farbort wird im folgenden das Koordinaten-Tripel
(L
*, a", b") bzw. (L
*, u
*, v") verstanden, unter Farbabstand entsprechend der Vektor ΔE
Lab bzw. ΔE
Luv oder die Einzelvektoren (ΔL*, Δa*, Δb°) bzw. (ΔL*, Δu°, Δv°). Die Sollwerte der Farbkoordinaten
(Soll-Farborte) für die einzelnen Testbereiche können dem Messwerterfassungsgerät
10 z. B. von Hand über die Tastatur 110 eingegeben werden. Viel einfacher und zweckmässiger
ist es jedoch, den Andruck bzw. Andruckersatz, oder was sonst als Referenz dienen
soll, mit dem Gerät selbst auszumessen und die Messwerte bzw. die daraus errechneten
Daten als entsprechende Sollwerte abzuspeichern. Dasselbe gilt auch für die im Zusammenhang
mit der noch zu beschreibenden, überlagerten dichteabhängigen Steuerung benötigen
Farbdichte-Sollwerte.
[0020] Aus Gründen der leichteren Verständlichkeit einerseits und Kompatibilität mit bestehenden
Geräten andererseits ist das gesamte Regelsystem darstellungsgemäss auf die beiden
Komponenten Messwerterfassungsgerät 10 und Steuerkonsole 20 aufgeteilt und sind die
vom Messwerterfassungsgerät 10 erzeugten Steuersignale 11 genau von derselben Art
wie bei den bekannten Farbdichtemessanlagen, so dass das erfindungsgemässe Messwerterfassungserät
10 also direkt mit der genannten bekannten Steuerkonsole 20 zusammengeschlossen werden
kann und zur Umrüstung einer entsprechenden Druckanlage auf das erfindungsgemässe
Verfahren nur das Messwerterfassungsgerät ersetzt werden muss. Selbstverständlich
ist es aber auch ohne weiteres möglich, die zur Ausregelung der Farbabweichungen erforderlichen
Stellsignale ohne den Umweg über die kompatiblen Steuersignale unmittelbar aus den
vom Messwerterfassungsgerät berechneten Farbabständen zu erzeugen und die dafür notwendigen
elektrischen Schaltungen anders zusammenzufassen oder auch in ein einziges Gerät zu
integrieren. Die dargestellte Zweiteilung ist daher, wenngleich auch sehr praxisnahe,
rein beispielsweise zu verstehen.
[0021] Der Rechner 110 bildet, wie schon erläutert, für jeden Testbereich den Farbabstandsvektor
ΔE
µ. Jeder dieser Vektoren AE
n wird nun mit einem Gewichtsfaktor g
n gewichtet, sodass also jeder Testbereich individuell berücksichtigt werden kann.
Bildtypische Testbereiche werden dabei ein grösseres Gewicht erhalten, weniger bildwichtige
ein geringeres.
[0022] Selbstverständlich ist es auch möglich, auf die Gewichtung zu verzichten, und alle
Testbereiche gleich zu behandeln oder aber von vorneherein nur bestimmte Testbereiche
zur Steuerung heranzuziehen. Die Gewichtsfaktoren können über die Tastatur z. B. auch
interaktiv eingegeben oder vorprogrammiert sein.
[0023] Die gewichteten oder gegebenenfalls auch ungewichteten Farbabstandvektoren einzelner
Messfelder werden mathematisch je mit einer z. B. empirisch ermittelten Transformationsmatrix
multipliziert, und bei Beachtung gewisser Gütekriterien ergibt sich daraus ein Farb-Dichteänderungsvektor,
dessen Komponenten die Dichteänderungen bzw. die Schichtdickenänderungen der am Druck
beteiligten Druckfarben sind, und der damit die Steuerdaten für die betreffende Druckzone
darstellt und solche Änderungen der Einstellung der Farbführungsorgane hervorruft,
dass der Gesamtfarbabstand - ermittelt als die Summe der Beträge oder Summe der Farbabstandquadrate
der einzelnen Farbabstände - minimal wird. Dieser Gesamtfarbabstand kann auch als
Qualitätsmass für den Druck dienen.
[0024] Die Elemente der Transformationsmatrizen enthalten im wesentlichen die partiellen
Ableitungen der Farbkoordinaten nach den Farbdichten der beteiligten Druckfarben.
Sie können empirisch durch Messungen an entsprechenden Testdrucken oder synthetisch
durch Modellierung ermittelt werden.
[0025] Für den Dreifarbendruck hat der Dichteänderungsvektor drei Komponenten, und die Berechnung
aus den ebenfalls drei Komponenten aufweisenden Farbabstandsvektoren ist daher relativ
komplikationsfrei. Bei mehr als drei Druckfarben müssen jedoch die Beiträge der einzelnen
Testbereiche in geeigneter Weise logisch den einzelnen Komponenten des Dichteänderungsvektors
in der Weise zugeordnet werden, dass sich ein entsprechend mehrdimensionaler Vektor
ergibt.
[0026] Wie schon erwähnt, können die Stellsignale für die Farbführungsorgane aber ohne weiteres
auch direkt aus den Farbabständen ermittelt werden. Auch hier wird man zweckmässigerweise
wieder das Kriterium zugrundelegen, dass der Gesamtfarbabstand minimalisiert werden
muss. Die unterschiedliche Gewichtung der einzelnen Testhereiche kann auch dabei angewandt
werden.
[0027] Der Druckprozess verläuft üblicherweise in drei Phasen. Da ist zunächst die mehr
oder weniger grobe Voreinstellung ("Presetting") der Druckmaschine z. B. aufgrund
von Messwerten der Druckplatten, dann die sogenannte Einrichtephase (Abstimmen, Registermachen),
in der die Farbführung anhand des Andruckes bzw. Andruckersatzes auf die eine oder
die andere Weise solange fein eingestellt wird, bis das Druckerzeugnis befriedigt,
und schliesslich der Fortdruck, bei dem sich die Regelung darauf konzentriert, das
bei der Einrichtung erreichte Ergebnis möglichst konstant beizubehalten. Üblicherweise
benützt man hierbei als Referenz nicht den Andruck oder dergleichen, sondern den für
gut befundenen Druckbogen, den sogenannten "O.K.-Bogen", und regelt im Fortdruck auf
konstante densitometrische Farbdichten.
[0028] Die Phase der Dichteregelung im Fortdruck lässt sich sehr einfach auch mit der erfindungsgemässen
Druckanlage realisieren. Es brauchen dazu lediglich die spektralen Remissionen in
Filter-Farbdichten (entsprechend der Densitometrie) umgerechnet und mit den von einem
O.K.-Bogen ermittelten Sollfarbdichtewerten verglichen zu werden. Die Differenzen
der Farbdichten stellen dann unmittelbar die Steuerdaten 11 für die Steuerkonsole
20 dar.
[0029] Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens kann
also das Einrichten der Druckmaschine wie weiter vorne beschrieben farbabstandgesteuert
erfolgen und der Fortdruck dann in an sich herkömmlicher Weise farbdichtengesteuert
stabilisiert werden. Ein besonderer Vorteil dabei ist ferner, dass der Farbdichte-Ermittlung
beliebige Filtercharakteristiken zugrunde gelegt werden können, wodurch hohe Flexibilität
einer solchen Anlage erreicht wird.
[0030] Gemäss einer weiteren vorteilhaften Variante können die beiden Steuerungsprinzipien
einander auch überlagert werden. Das heisst, während der farbdichtegesteuerten Fortdruckstabilisierung
wird zusätzlich der Gesamtfarbabstand bestimmt und überwacht. Sollte der Gesamtfarbabstand
aus irgendwelchen Gründen, z. B. aufgrund von Veränderungen im Druckprozess wie etwa
Gummituchverschmutzung etc., einen vorgegebenen Grenzwert überschreiten, so kann in
geeigneter Weise reagiert werden. Beispielsweise kann eine neue farbabstandgesteuerte
Korrektur der Druckmaschine veranlasst werden, wobei dann gleichzeitig die Farbdichte-Sollwerte
für die weitere Fortdruckstabilisierung angepasst (aktualisiert) würden, oder es kann
nur oder zusätzlich eine entsprechende Fehlermeldung ausgegeben werden.
[0031] Der Gesamtfarbabstand kann als Qualitätsmass betrachtet und erwünschtenfalls angezeigt
oder ausgedruckt werden.
[0032] Ein wichtiges Element zur standardisierten Drucküberwachung ist der Farbmeßstreifen.
Die Rastertöne sollen dabei in verschiedenen Farb-und Tonwertkombinationen bzw. besonders
kritischen Tönen angepasst vorkommen. Es ist auch möglich, kritische Töne aus dem
Sujet in den Meßstreifen aufzunehmen.
[0033] Sujets lassen sich farbabhängig erfahrungsgemäss in Gruppen einteilen, z. B. Möbelkataloge
[0034] - Brauntöne qualitätsbestimmend -, Kosmetikprospekte und Porträts - Hauttöne dominant.
So gibt es auch Gruppen, in denen z. B. Grau-oder Grüntöne vorherrschen. Dementsprechend
lassen sich spezielle farborientierte Farbmeßstreifen aufbauen und gezielt anwenden.
Damit kann in einfacher Weise den bildbestimmenden Bereichen Rechnung getragen werden.
[0035] Beim Andruck/Andruckersatz ist die Farbführung nicht immer zonal gesteuert. Es reicht
in diesem Fall aus, von jedem Messfeldtyp ein Messfeld mitzudrucken und für die ganze
Druckbogenbreite oder Teile davon als Sollwert zu übernehmen.
[0036] Auf dem Fortdruckbogen mit zonaler Farbzuführung kann jede Zone einzeln überwacht
werden. Zur Farbsteuerung wichtige Messfelder wie Einfarbenmessfelder zur dichtegesteuerten
Regelung der Farbführung oder Mehrfarben-Raster-Felder zur colorimetrischen Steuerung
müssen sich daher in möglichst kleinem Abstand wiederholen. Kontrollfelder für Farbannahme,
Tonwertzunahme usw. können mit etwas grösserem Abstand montiert sein.
[0037] Im Dreifarbendruck wird der druckbare Farbraum durch die Farborte von Papierweiss,
der Einfarben-Volltöne sowie der 2- und 3-Farben-Volltonübereinanderdrucke (Weiss,
Cyan, Magenta, Yellow, Rot, Grün, Blau, Schwarz) begrenzt. Sämtliche Rastertöne liegen
innerhalb dieses Farbraumes. Beim Druck können Farbabweichungen zwar nicht in allen
Farbtönen gleichzeitig ausgeglichen werden, jedoch ist eine Optimierung des mittleren
Farbabstandes möglich. Es ist daher zweckmässig, nebst den Feldern für die farbdichtegesteuerte
Regelung für die farbabstandgesteuerte Farbführung zusätzlich geeignete 2-und/oder
3-Farben-Rasterfelder wie Graubalance-Felder oder sujetabhängig heikle Töne heranzuziehen.
[0038] Im Vierfarbendruck wird die Verschwärzlichung durch 3 Buntfarben und/oder durch Schwarz
erzeugt. Als Messfelder zur farbortgesteuerten Regelung können daher auch Raster-
felder mit Schwarz und 2 oder 3 Buntfarben von Interesse sein. Die Farbtöne werden
mit Vorteil aus kritischen Bereichen des Farbraums gewählt. Bei Verwendung von 4-Farben-Rasterfeldern
muss eine Farbe als freier Parameter vorbestimmt oder auf einem separaten Farbmessfeld
zusätzlich gemessen werden.
[0039] Für Sonderfarben können je nach Sujet nach analogen Gesichtspunkten geeignete Farbmessfelder
bestimmt werden.
1. Verfahren zur Steuerung des Farbauftrages einer Druckmaschine, wobei ein mit der
Maschine gedruckter Druckbogen in einer Anzahl von Testbereichen fotoelektrisch ausgemessen
wird, die dabei gewonnen Messdaten in Verbindung mit Sollwerten zu Steuerdaten verarbeitet
werden und die Farbführung der Druckmaschine anhand dieser Steuerdaten automatisch
gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Testbereiche farbmetrisch ausgemessen
und ihre auf ein ausgewähltes Farbkoordinatensystem bezogenen Farborte bestimmt werden,
dass für die ausgemessenen Testbereiche die Farbabstände zu zugeordneten, auf dasselbe
Farbkoordinatensystem bezogenen Soll-Farborten bestimmt werden, und dass die Bildung
der Steuerdaten und Steuerung der Farbführung aufgrund dieser Farbabstände erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Farbführung so gesteuert
wird, dass einzelne Farbabstände bestimmter Testbereiche minimal werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Farbführung so gesteuert
wird, dass der sich aus den einzelnen Farbabständen ergebende Gesamtfarbabstand minimal
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen
Farbabstände bei der Ermittlung des Gesamtfarbabstandes mit unterschiedlichen Gewichten
berücksichtigt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung
der Steuerdaten druckzonenweise aus den Farbabständen der den betreffenden Druckzonen
angehörenden Testbereiche erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung
der zonalen Steuerdaten aus den Farbabständen von zonenübergreifenden Testbereichen
erfolgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewichtung
der einzelnen Farbabstände über die Druckbreite bereichsweise unterschiedlich ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich
die Steuerdaten durch spektralfotometrische Messung bei einer Anzahl verschiedener
Wellenlängen aus den dabei ermittelten spektralen Remissionen direkt bestimmt werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerdaten
aus den durch digitale Filterung (Wichtung) der spektralen Remissionen mit den CIE-Normspektralwertkurven
gewonnenen Normfarbwerten und deren Umrechnung in ein ausgewähltes für die Farbabstandsbewertung
geeignetes Farbkoordinationssystem, insbesondere das CIELAB- oder CIELUV-System, bestimmt
werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich
die Steuerdaten aus den durch digitale Filterung (Wichtung) der spektralen Remissionen
mit ausgewählten Farbfilterkurven gewonnenen Farbdichten bestimmt werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Einrichten
der Druckmaschine respektive das Abstimmen des Druckes auf die Vorlage farbabstandgesteuert
und danach der Fortdruck aufgrund von Farbdichten so erfolgt, dass diese Farbdichten
im wesentlichen auf konstanten Sollwerten gehalten werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 11, dadurch gekennzeichnet, dass als Testbereiche
mitgedruckte Farbmessfelder verwendet und insbesondere auch Mehrfarben-Raster-Felder
als Farbmessfelder vorgesehen werden.
13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der farbabstandgesteuerten
Farbführungsregelung die farbdichtengesteuerte Fortdruckstabilisierung in dem Sinne
überlagert ist, dass eine neue farbabstandgesteuerte Korrektur unter gleichzeitiger
Aktualisierung der Sollwerte für die Farbdichten vorgenommen wird, wenn die farbmetrischen
Farbabstände einen Grenzwert überschreiten.
14. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Gesamtfarbabstände
auch während des Fortdruckes gebildet und überwacht wird bzw. werden, und dass beim
Überschreiten der Farbabstands-Toleranz eine Warnung ausgegeben oder eine neue farbabstandgesteuerte
Korrektur der Druckmaschine vorgenommen wird.
15. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass Farbmessfelder verwendet
werden, deren Farbton aus ausgewählten kritischen Bildbereichen des Druckbogens übernommen
ist.
16. Druckanlage zur Durchführung des Verfahrens gemäss einem der Ansprüche 1 - 15,
mit einer Druckmaschine, einem Erfassungsgerät zur fotoelektrischen Ausmessung eines
Druckbogens und einer Steuereinrichtung zur Verarbeitung der vom Erfassungsgerät produzierten
Messdaten und zur Erzeugung von Stellsignalen für die Farbführungsorgane der Druckmaschine
aus diesen Messdaten, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung dazu ausgebildet
ist, die vom Erfassungsgerät erzeugten Messdaten zu Farbortkoordinaten umzurechnen
und aus den errechneten Farbortkoordinaten durch Vergleich mit Sollfarbortkoordinaten
Farbabstände zu bestimmen und die Stellsignale aufgrund dieser Farbabstände zu erzeugen.
17. Druckanlage nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Erfassungsgerät
dazu eingerichtet ist, den Druckbogen bei einer Anzahl verschiedener Wellenlängen
spektralfotometrisch auszumessen und entsprechende spektralfotometrische Messdaten
zu erzeugen.
18. Druckanlage nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung
dazu ausgebildet ist, die vom Erfassungerät erzeugten spektralfotometrischen Messdaten
auch zu Farbdichten umzurechnen und die Stellsignale für die Farbführungsorgane auch
aus dem Vergleichsergebnis dieser Farbdichten mit entsprechenden Sollfarbdichten zu
erzeugen.
19. Druckanlage nach Ansprüchen 16 - 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Messdaten
und daraus ermittelte Werte angezeigt und/oder anderweitig ausgegeben werden.
20. Messvorrichtung zur Erzeugung von Steuerdaten für eine Druckmaschine mit einem
Erfassungsgerät zum bereichsweisen fotoelektrischen Ausmessen eines Druckbogens und
mit einer Verarbeitungseinrichtung, die die unmittelbaren fotoelektrischen Messdaten
aufbereitet und daraus die Steuerdaten erzeugt, welche die farbliche Abweichung der
abgetasteten Druckbogenbereiche von entsprechenden Sollwerten repräsentieren, dadurch
gekennzeichnet, dass die Verarbeitungseinrichtung dazu ausgebildet ist, die vom Erfassungsgerät
erzeugten Messdaten zu Farbortkoordinaten umzurechnen, mit Sollfarbortkoordinaten
zu vergleichen, die Farbabstände zu diesen zu bestimmen und aus den Farbabständen
die Steuerdaten für die Druckmaschine zu erzeugen.
21. Messvorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Erfassungsgerät
dazu eingerichtet ist, den Druckbogen bei einer Anzahl verschiedener Wellenlängen
spektralfotometrisch auszumessen und entsprechende spektralfotometrische Messdaten
zu erzeugen.
22. Messvorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungsseinrichtung
zusätzlich dazu ausgebildet ist, die vom Erfassungsgerät erzeugten spektralfotometrischen
Messdaten zu Farbdichten umzurechnen, mit Sollfarbdichten zu vergleichen und aus dem
Vergleichsergebnis die Steuerdaten für die Druckmaschine zu erzeugen.
23. Messvorrichtung nach einem der Ansprüche 20 - 22, dadurch gekennzeichnet, dass
sie zur Durchführung der Verfahrensschritte gemäss einem oder mehreren der Ansprüche
1 - 15 eingerichtet ist.
24. Messvorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass neben der fotoelektrischen
Farbmessung mit einem gesteuert bewegten Messkopf ein frei beweglicher Messkopf angeschlossen
ist, mit dem an beliebiger Stelle und an beliebigen Proben die Farbmessung erfolgen
kann.
25. Messvorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass der frei bewegliche
Messkopf auf den gleichen Spektrometerbaustein wie der gesteuert bewegte Messkopf
wirkt.
26. Farbmeßstreifensatz zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet,
dass dieser aus mehreren Farbmeßstreifen besteht, deren Mehrfarben-Messfelder in unterschiedlichen
Farbtönen aufgebaut sind und den bildbestimmenden Farbtönen des zu druckenden Bildes
entsprechend ausgewählt und montiert werden kann.
1. Process for controlling the application of ink by a printing machine, wherein a
printed sheet printed by the machine is measured photoelectrically in a plurality
of test areas, measured data obtained in this manner are processed into control data
in combination with set values, and the inking process of the printing machine is
controlled automatically using said control data, characterised in that the test areas
are measured colorimetrically, and their colour positions relative to a selected colour
coordinate system are determined, that for the test areas measured the colour deviations
between associated set colour positions related to the same colour coordinate system
are determined, and that the formation of control data and control of the inking process
take place on the basis of said colour deviations.
2. Process according to claim 1, characterised in that the inking process is controlled
so as to minimise the individual colour deviations of given test areas.
3. Process according to claim 1, characterised in that the inking process is controlled
so as to minimise a total colour deviation resulting from the individual colour deviations.
4. Process according to one of claims 1 - 3, characterised in that the individual
colour deviations are considered with various degrees of significance when calculating
the total colour deviation.
5. Process according to one of claims 1 - 4, characterised in that the control data
are calculated by printing zones from the colour deviations of the test areas belonging
to the printing zones involved.
6. Process according to one of claims 1 - 5, characterised in that the zonal control
data are calculated from the colour deviations of zone- overlapping test areas.
7. Process according to one of claims 1 - 6, characterised in that the application
of significance to the individual colour deviations differs over the print width by
zones.
8. Process according to one of claims 1 - 7, characterised in that in addition the
control data are calculated directly by spectral photometric measurement at a plurality
of different wave-lengths from the spectral reflections determined in so doing.
9. Process according to one of claims 1 - 8, characterised in that the control data
are calculated from the standard colour values obtained by digital filtering (weighting)
of spectral reflections with CIE-standard spectral curves and their conversion into
a selected colour coordinate system suitable for colour deviation evaluation, in particular
the CIELAB- or CIELUV-system.
10. Process according to one of claims 1 - 8, characterised in that in addition the
control data are calculated from the colour densities obtained by digital filtering
(weighting) of the spectral reflections with selected colour filter curves.
11. Process according to one of claims 1 - 10, characterised in that the setting-up
of the printing machine and matching the print with the master take place under colour
deviation control and subsequently the printing run is carried out based on colour
densities in a manner such that said colour densities are maintained essentially at
constant set values.
12. Process according to one of claims 1 - 11, characterised in that simultaneously
printed colour measuring fields are used as test areas and in particular multi-colour
half-tone fields are also provided as colour measuring fields.
13. Process according to claim 11, characterised in that the colour-density-controlled
printing run stabilisation is superposed on the colour deviation-controlled regulation
of the inking process with the object that a new colour deviation-controlled correction
is made with simultaneous updating of the set values for the colour densities when
the colorimetric colour deviations exceed a limit value.
14. Process according to claim 11, characterised in that the total colour deviation
or deviations is or are also formed and monitored during the printing run and a warning
is issued or a new colour deviation-controlled correction of the printing machine
is carried out when the colour deviation tolerance is exceeded.
15. Process according to claim 12, characterised in that colour measuring fields are
used having colour tones taken from selected critical image areas of the printed sheet.
16. A printing plant for carrying out the process according to one of claims 1 - 15,
comprising a printing machine, an acquisition apparatus for photoelectric measurement
of a printed sheet, and a control apparatus for processing the measured data produced
by the acquisition apparatus and for producing set signals for the inking process
elements of the printing machine from said measured data, characterised in that the
control apparatus is equipped to convert the measured data produced by the acquisition
apparatus into colour position coordinates and to determine colour deviations from
the calculated colour position coordinates by comparison with set colour position
coordinates and produce the set signals based on said colour deviations.
17. Printing plant according to claim 16, characterised in that the acquisition apparatus
is equipped for spectral photometric measurement of the printed sheet at a plurality
of different wave-lengths and the production of corresponding spectral photometric
measured data.
18. Printing plant according to claim 17, characterised in that the control apparatus
is also equipped to convert the spectral photometric measured data produced by the
acquisition apparatus to colour densities and to produce the set signals for the inking
process elements also from results of a comparison of said colour densities with corresponding
set colour densities.
19. Printing plant according to claims 16 - 18, characterised in that the measured
data and values determined therefrom are displayed and /or otherwise given out.
20. Measuring apparatus for producing control data for a printing machine comprising
an acquisition apparatus for zonal photoelectric measurement of a printed sheet and
a processing apparatus for processing the direct photoelectric measured data and producing
therefrom the control data representing the deviation of colour of the scanned areas
of the printed sheet from corresponding set values, characterised in that the processing
apparatus is equipped to convert the measured data produced by the acquisition apparatus
into colour position coordinates, compare them with set colour position coordinates,
determine the colour deviations for them and produce the control data for the printing
machine from said colour deviations.
21. Measuring apparatus according to claim 20, characterised in that the acquisition
apparatus is equipped for spectral photometric measurement of the printed sheet at
a plurality of different wave-lengths and for production of corresponding spectral
photometric measured data.
22. Measuring apparatus according to claim 21, characterised in that the processing
apparatus is additionally equipped to convert the spectral photometric measured data
produced by the acquisition apparatus into colour densities, compare them with set
colour densities, and produce the control data for the printing machine from the result
of said comparison.
23. Measuring apparatus according to one of claims 20 - 22, characterised in that
it is equipped to perform the process steps according to one or more of claims 1 -
15.
24. Measuring apparatus according to claim 20, characterised in that as well as photoelectric
colour measurement with a controllably movable measurement head a freely movable measurement
head is connected, with which colour measurement may be effected at any location and
on any samples.
25. Measuring apparatus according to claim 24, characterised in that the freely movable
measurement head acts on the same spectrometer module as the controllably movable
measuring head.
26. Set of colour measuring strips for performing the process according to claim 1,
characterised in that it comprises a plurality of colour measuring strips having multi-colour
measuring fields built up in different colour tones, said strips being chosen and
mounted in keeping with the image-determining colour tones of the image to be printed.
1. Procédé de commande de l'alimentation en encre d'une presse à imprimer, dans lequel
on mesure par voie photo-électrique, en un certain nombre de régions d'essai, une
feuille imprimée avec la presse, dans lequel on traite les données de mesure ainsi
obtenues en liaison avec des valeurs prescrites pour obtenir des données de commande
et dans lequel on commande automatiquement la conduite de la couleur de la presse
à imprimer, à l'aide de ces données de commande, procédé caractérisé en ce que l'on
mesure par voie colorimétrique les régions d'essai et que l'on détermine leurs positions
de la couleur, rapportées à un système choisi de coordonnées de la couleur; en ce
que, pour les régions d'essai mesurées, on détermine les écarts de la couleur par
rapport à des positions prescrites de la couleur rapportées au même système de coordonnées
de la couleur; et en ce que la formation des données de commande et la commande de
la conduite de la couleur se font sur la base de ces écarts de couleur.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la conduite de la couleur
est commandée de façon à réduire à leur valeur minimale les différents écarts de couleur
de régions déterminées d'essai.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la conduite de la couleur
est commandée de façon à réduire à son minimum l'écart global de couleur résultant
des différents écarts de couleur.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que, lors de l'établissement
de l'écart global de la couleur, on tient compte des différents écarts de couleur
avec des pondérations différentes.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'établissement
des données de commande se fait par zones d'impression, à partir des écarts de couleur
des régions d'essai appartenant aux zones d'impression en question.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'établissement
des données de commande par zones se fait à partir des écarts de couleur de régions
d'essai qui recouvrent les zones.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la pondération
des différents écarts de couleur est différente par région, le long de la largeur
d'impression.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'en outre, on
détermine directement les données de commande, par mesure spectrophotométrique pour
un certain nombre de longueurs d'ondes différentes, à partir des réflexions spectrales
établies.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'on détermine
les données de commande, à partir des valeurs de couleur normalisées obtenues par
filtrage numérique (détermination de la densité) des réflexions spectrales avec les
courbes de valeur spectrale normalisée de la CIE, et en ce qu'on les convertit en
un système approprié de coordonnées de couleur, choisi pour l'évaluation des écarts
de couleur, en particulier le système CIELAB ou le système CIELUV.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'en outre on
détermine les données de commande, à partir des densités de couleur obtenues par filtrage
numérique (détermination de la densité) des réflexions spectrales, avec des courbes
choisies de filtrage de couleur.
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le réglage
de la presse à imprimer ainsi que l'accord de l'impression sur l'original se fait
par pilotage par écart de couleur et qu'ensuite le tirage se fait sur la base des
densités de couleur, de façon telle que ces densités de couleur soient sensiblement
maintenues sur des valeurs prescrites constantes.
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que comme régions
d'essai, on emploie des champs de mesure de couleur imprimés simultanément et en ce
que l'on prévoit en particulier aussi des champs de mesure multicolores comme champs
de mesure de couleur.
13. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'à la régulation de la
conduite de la couleur par pilotage par écart de la couleur se superpose la stabilisation
du tirage par pilotage par densité de la couleur, en ce sens que l'on procède à une
nouvelle correction, par pilotage par écart de la couleur, avec actualisation simultanée
des valeurs prescrites pour les densités de la couleur, lorsque les écarts de couleur,
mesurés par voie colorimétrique, dépassent une valeur limite.
14. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'on forme et que l'on
surveille l'écart global, ou les écarts globaux, de couleur également pendant le tirage;
et en ce qu'en cas de dépassement de la tolérance sur l'écart de couleur, on envoie
une annonce ou on procède à une nouvelle correction, par pilotage par écart de couleur,
de la presse à imprimer.
15. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'on emploie des champs
de mesure de couleur dont la tonalité de couleur provient de régions critiques choisies
de l'image de la feuille imprimée.
16. Installation d'impression pour l'exécution du procédé selon l'une des revendications
1 à 15, comportant une presse à imprimer, un appareil de saisie pour la mesure photo-électrique
d'une feuille imprimée et un dispositif de commande pour traiter les données de mesure
produites par l'appareil de saisie et pour produire, à partir de ces données de mesure,
des signaux de positionnement pour les organes de conduite de la couleur, installation
caractérisée en ce que le dispositif de commande est conçu pour convertir par calcul,
en coordonnées de la position de la couleur, les données de mesure produites par l'appareil
de saisie et pour déterminer des écarts de couleur, à partir des coordonnées, ainsi
calculées,de position de la couleur, par comparaison avec des coordonnées prescrites
de position de la couleur, et pour produire les signaux de réglage et de positionnement
à partir de ces écarts de couleur.
17. Installation d'impression selon la revendication 16, caractérisée en ce que l'appareil
de saisie est réglé pour mesurer, par voie spectrophotométrique, la feuille imprimée
dans le cas d'un certain nombre de longueurs d'ondes différentes et pour produire
des données de mesure spectrophotométriques correspondantes.
18. Installation d'impression selon la revendication 17, caractérisé en ce que le
dispositif de commande est conçu pour convertir également par calcul en densités de
couleur les données de mesure spectrophotométriques produites par l'appareil- de saisie
et pour produire également les signaux de positionnement pour les organes de conduite
de la couleur à partir du résultat de la comparaison entre ces densités de couleur
et les densités de couleur prescrites correspondantes.
19. Installation d'impression selon les revendications 16 à 18, caractérisée en ce
que l'on visualise et/ou que l'on indique ou édite d'une autre façon les données de
mesure et les valeurs établies à partir de ces données.
20. Dispositif de mesure pour produire des données de commande pour une presse à imprimer,
comportant un appareil de saisie pour effectuer une mesure photo-électrique, par régions,
d'une feuille imprimée, ainsi qu'un dispositif de traitement qui traite les données
de mesure photo-électriques directes et, à partir de ces données, produit les données
de commande qui représentent l'écart, au point de vue couleur, des régions essayées
ou explorées de la feuille imprimée par rapport aux valeurs prescrites correspondantes,
dispositif caractérisé en ce que le dispositif de traitement est conçu pour convertir
par calcul en coordonnées de position de couleur les données de mesure produites par
l'appareil de saisie, pour comparer ces coordonnées avec des coordonnées prescrites
de position de couleur, pour déterminer les écarts de couleur par rapport à ces coordonnées
et pour, à partir des écarts de couleur, produire les données de commande pour la
presse à imprimer.
21. Dispositif de mesure selon la revendication 20, caractérisé en ce que l'appareil
de saisie est réglé pour soumettre, par voie spectrophotométrique, la feuille imprimée
à des mesures effectuées dans le cas d'un certain nombre de longueurs d'ondes différentes
et pour produire des données de mesure spectrophotométriques correspondantes.
22. Dispositif de mesure selon la revendication 21, caractérisé en ce que le dispositif
de traitement est en outre conçu pour convertir par calcul en densités de couleur
les données de mesure spectrophotométriques produites par l'appareil de saisie, pour
les comparer avec des densités prescrites de couleur et pour, à partir du résultat
de la comparaison, produire les données de commande pour la presse à imprimer.
23. Dispositif de mesure selon l'une des revendications 20 à 22, caractérisé en ce
qu'il est réglé pour effectuer les pas ou étapes du procédé selon une ou plusieurs
des revendications 1 à 15.
24. Dispositif de mesure selon la revendication 20, caractérisé en ce qu'en plus de
la mesure photoélectrique de la couleur avec une tête de mesure à déplacement commandé,
est reliée une tête de mesure à déplacement libre, avec laquelle on peut procéder
à la mesure de la couleur en un endroit quelconque et sur des épreuves quelconques.
25. Dispositif de mesure selon la revendication 24, caractérisé en ce que la tête
de mesure à déplacement libre agit sur le même module de spectromètre que la tête
de mesure à déplacement commandé.
26. Jeu de bandes de mesure de la couleur pour l'exécution du procédé selon la revendication
1, caractérisé en ce que ce jeu est constitué de plusieurs bandes de mesure de la
couleur, dont les champs de mesure multicolores sont formés de différentes tonalités
de couleur et en ce que ce jeu peut être choisi et monté en fonction des tonalités
de couleur, déterminantes pour l'image, de l'image à imprimer.