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EP 0 228 538 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.10.1990 Patentblatt 1990/40 |
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Anmeldetag: 06.11.1986 |
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Vefahren und Einrichtung zur Herstellung von mit Kanälen versehenen Presslingen aus
pulverförmiger Formmasse, insbesondere keramischer Formmasse Stichwort: Honeycomb
Method and device for the manufacture of moulded articles provided with conduits and
made of a moulding powder, especially of a ceramic moulding material, catchword: honeycomb
Procédé et dispositif pour fabriquer des pièces de moulées munies conduits et en poudre
moulable, notamment en matière moulable céramique, dénomination typique: honeycomb
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
29.11.1985 DE 3542332
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.07.1987 Patentblatt 1987/29 |
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Patentinhaber: |
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- Hutschenreuther AG
D-95100 Selb (DE)
- Bühler, Eugen, Dipl.-Ing.
D-8871 Burtenbach (DE)
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Erfinder: |
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- Bühler, Eugen
D-8871 Burtenbach (DE)
- Strobel, Klaus
D-8672 Selb (DE)
- Schwarzmeier, Karl
D-8672 Selb (DE)
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| (74) |
Vertreter: Weickmann, Heinrich, Dipl.-Ing. |
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Patentanwälte
H. Weickmann, Dr. K. Fincke
F.A. Weickmann, B. Huber
Dr. H. Liska, Dr. J. Prechtel, Dr. B. Böhm
Postfach 86 08 20 81635 München 81635 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 101 236 DE-C- 537 886
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DE-B- 1 016 178 DE-C- 882 973
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von mit Kanälen versehenen Preßlingen
aus einer Formmasse, bei dem in einem mit der Formmasse gefüllten und von von Blähschläuchen
umgebenen Stäben durchsetzten Formhohlraum die Blähschläuche mittels zu ihrer Innenseite
herangeführten Fluidendrucks unter Kompaktierung der Formmasse zum Preßling expandiert
werden und nach Abbau des Fluidendrucks die überzogenen Stäbe aus dem Preßling zurückgezogen
und dieser aus dem Formhohlraum entnommen wird.
[0002] Ein solches Verfahren ist aus der DE-B 1 016 178 bekannt. Bei dem bekannten Verfahren
wird als Formmasse eine plastische Formmasse zur Herstellung von Hohlbausteinen verarbeitet.
Bei der Einfüllung der plastischen Masse nehmen die Blähschläuche ihren Zustand geringsten
Querschnitts ein. Sie haben dabei radialen Abstand von den durch sie umgebenen Stäben.
[0003] Aus der DE-C 882 973 ist ein Verfahren zur Herstellung von hohlen Bauelementen bekannt,
bei dem an ihren Enden geschlossene Schläuche von der einen Begrenzungswand eines
Formhohlraums kommend in einen Formhohlraum hineinragen. In diesen Formhohlraum wird
ein aus Hobelspänen und Zementmörtel bestehendes Füllstoff-Bindemittelgemisch bis
zur völligen Füllung des Formhohlraums eingeführt, worauf der Formhohlraum geschlossen
und die Schläuche mit Preßluft gefüllt werden.
[0004] Aus der DE-C 537 886 ist eine Vorrichtung zum Formen von Hohlkörpern mit durch den
ganzen Formling hindurchgehenden Hohlräumen bekannt. Die Hohlräume werden dabei durch
dehnbare Kerne in Form von Schläuchen gebildet. Diese Schläuche sind um Stäbe herum
mit radialem Abstand von diesen angeordnet und an ihren Enden zentriert.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit dessen Hilfe
in dem jeweiligen Preßling gegebenenfalls auch Kanäle kleinen Kalibers formhaltig
erzeugt werden können.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß die Einfüllung einer pulverförmigen
Formmasse in den Formhohlraum erfolgt, während die Blähschläuche auf ihren innerhalb
des Formhohlraums liegenden Längsabschnitten an den Stäben anliegen. Bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren gelingt es, die Form der Kanäle als Abbild der Stäbe exakt zu dimensionieren,
so daß Kanäle beispielsweise mit einem Querschnittsmaß von 1 mm bis 10 mm, insbesondere
3 mm bis 8 mm, hergestellt werden können, wobei die Querschnittsform der Kanäle beispielsweise
rund oder polygonal, also etwa quadratisch sein kann.
[0007] Die herzustellenden Preßlinge sind insbesondere zur Weiterverarbeitung zu Formkörpern
bestimmt, die eine große innere Oberfläche besitzen und bei physikalischen und chemischen
Reaktionen zum Einsatz kommen. Dabei können entweder die Formkörper mikroporös sein,
so daß von den einzelnen Kanälen Kapillaren ausgehen, die ihrerseits der Vergrößerung
der inneren Oberfläche dienen. Es ist aber auch denkbar, daß die innere Oberfläche
ausschließlich durch die Kanäle gebildet ist. Die Formmasse kann in den jeweiligen
physikalischen oder chemischen Prozessen entweder selbt Reaktionsteilnehmer sein,
etwa katalytischer Reaktionsteilnehmer. Es ist aber auch denkbar, daß die Formmasse
mit einer Substanz versetzt ist, welche Reaktionsteilnehmer ist, etwa katalytischer
Reaktionsteilnehmer. Schließlich ist es denkbar, daß der Formkörper, insbesondere
im Bereich der Kanäle, mit einer Substanz beschichtet ist, beispielsweise durch Aufdampfen,
und daß diese Beschichtung als Reaktionsteilnehmer, etwa katalytischer Reaktionsteilnehmer,
in dem jeweiligen Prozeß wirksam ist.
[0008] Daneben ist es denkbar, daß die aus den Preßlingen gewonnenen Formkörper überall
dort eingesetzt werden, wo große Oberflächen benötigt werden, beispielsweise beim
Wärmeaustausch zwischen aggressiven Medien.
[0009] Die Fertigstellung der Preßlinge zu den Formkörpern kann in herkömmlicher Weise durch
Brennen oder Sintern erfolgen.
[0010] Mit Hilfe der Erfindung gelingt es, Formlinge mit großer innerer Oberfläche zu gewinnen,
die eine ausreichende Standfestigkeit besitzen, um den in Frage kommenden Weiterverarbeitungsprozessen,
beispielsweise des Brennens oder Sinterns, ohne Gefahr wesentlicher Beschädigung oder
Zerstörung unterworfen werden können und die weiterhin so standfest sind, daß sie
auf den notwendigen Wegen von der Formlingsherstellung zur Weiterbearbeitung ohne
Gefahr wesentlicher Beschädigung oder Zerstörung gehandhabt werden können.
[0011] Als pulverförmige Formmasse kommt insbesondere eine keramische Formmasse in Frage.
Daneben kommen Formmassen mit Zusätzen katalytischer Reaktionsteilnehmer in Frage,
die ihrerseits auf der Basis einer keramischen Grundsubstanz hergestellt sein können.
Besonders geeignet zur Verarbeitung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren sind sprühgetrocknete
Granulate, wie sie beispielsweise in der DE-A 3 101 236, Seite 31, letzter Absatz
und Seite 32, erster Absatz, erwähnt sind.
[0012] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können durch die Expansion der Blähschläuche
unter Fluidendruck, insbesondere unter hydraulischem Druck mittels eines flüssigen
Fluids, sehr hohe Drücke aufgebracht werden, die zu einer isostatischen Kompaktierung
des Materials führen, so daß dessen Standfestigkeit nach dem Pressen und bereits vor
dem Brennen, Sintern oder sonstigem Härten gewährleistet ist. Nach dem Abbau des Fluidendrucks
in den Blähschläuchen kehren diese aufgrund der Elastizität der regelmäßig zur Anwendung
kommenden Werkstoffe, wie Kautschuk oder sonstige Elastomere, sofort in ihre Ausgangsstellung
geringeren Durchmessers zurück, so daß es ohne weiteres möglich ist, die Stäbe unmittelbar
anschließend an den Blähvorgang zurückzuziehen und damit auch die Schläuche, und auf
diese Weise den Preßling zu entformen. Es hat sich gezeigt, daß Kanäle von sehr kleinem
Kaliber, z.B. mit einem Durchmesser von 1 bis 10 mm auf diese Weise gewonnen werden
können, d.h. Formlinge mit sehr großer spezifischer Oberfläche, wie sie beispielsweise
bei der Abgasentgiftung von kommerziellen Anlagen, aber auch bei der Abgasentgiftung
von Kraftfahrzeugen benötigt werden.
[0013] Es ist möglich, die Kanäle voll durchgehend durch die Preßlinge auszubilden, wenn
beispielsweise ein Durchfluß von Gas oder Flüssigkeit durch die fertigen Formkörper
erwünscht ist. Es ist aber auch denkbar, die Kanäle einendig zu schließen. Dies eröffnet
die Möglichkeiten, die etwa bei Extrudieren nicht bestehen, wo zur Erzielung geschlossener
Kanäle aufwendige Verschlußmaßnahmen getroffen werden müßten. Die Verschließung der
Kanäle ist beispielsweise dann vorteilhaft, wenn der Formkörper etwa als Rußfilter
für Dieselmotoren eingesetzt werden soll.
[0014] Die Stäbe und die Blähschläuche erfordern zwar, insbesondere bei der Bildung von
Kanälen kleinen Kalibers, einen erheblichen Herstellungsaufwand. Andererseits sind
die Schläuche und die Kanäle auch bei hohen Preßdrücken des Fluids nur relativ geringen
Belastungen ausgesetzt, da die Belastung ja durch die Formmasse bzw. durch die die
Stäbe und die Schläuche aufnehmende Führungen in den Begrenzungswänden des Formhohlraums
aufgenommen werden. Es kann deshalb mit langen Lebensdauern der zum Herstellen der
Formlinge eingesetzten Apparaturen gerechnet werden.
[0015] Die Dimensionen der Formhohlräume können je nach der zur Füllung angewandten Technik
beliebig groß gewählt werden. In der Regel wird man die Dimensionierung des Formhohlraums
von den Forderungen an die Dimensionen des letztlich zum Einsatz kommenden Formkörpers
abhängig machen. Für den Fall, daß Formkörper von extremer Größe gefordert werden,
ist es aber auch möglich, Bausteine für die geforderten Formkörper nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren herzustellen und diese aufeinanderzusetzen und gegebenenfalls miteinander
zu verbinden. Andererseits ist es für den Fall, daß extrem kleine Formkörper gefordert
werden, auch denkbar, daß im Hinblick auf eine wirtschaftliche Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens Preßlinge hergestellt werden, die größer sind als die letztlich geforderten
Formkörper und daß diese Preßlinge unterteilt werden, und zwar entweder unmittelbar
nach der Herstellung der Preßlinge oder auch nach der Herstellung des fertigen Formkörpers
durch Sintern, Brennen oder dergleichen.
[0016] Der Preßvorgang, der im wesentlichen auf dem Beitrag der Blähschläuche beruht, kann
auch noch dadurch unterstützt werden, daß eine den Formhohlraum wenigstens teilweise
begrenzende Membran auf der von der Formmasse abgelegenen Seite einem Fluidendruck
ausgesetzt wird, insbesondere gleichzeitig mit der Fluidendruckbeaufschlagung der
Blähschläuche. Der Komtaktierungsanteil, der von der Membran geliefert wird, hängt
dabei natürlich von dem Gesamtquerschnitt des erzeugten Fomlings ab und wird umso
geringer, je größer dieser Querschnitt wird.
[0017] Im Hinblick auf eine möglichst gleichmäßige Druckbeaufschlagung und im Hinblick auf
Reduzierung des apparativen Aufwands empfiehlt es sich, daß eine den Formhohlraum
mantelartig umschließende Membran zum Einsatz kommt mit zur Richtung der in der Regel
parallel gerichteten Stäbe im wesentlichen paralleler Erzeugender.
[0018] Nach dem Abbau des Fluidendrucks in den Blähschläuchen und gegebenenfalls an der
Außenseite der Membran empfiehlt es sich, im Hinblick auf schonende Behandlung des
gewonnenen Preßlings, zuerst die überzogenen Stäbe aus dem Formling zu ziehen und
danach den Preßling aus dem Formhohlraum zu entnehmen.
[0019] Im Hinblick auf eine gleichmäßige Schüttung der Formmasse innerhalb des Formhohlraums
vor dem Preßvorgang durch Aufblähen der Schläuche empfiehlt es sich, die Formmasse
in den Formhohlraum einzubringen, während die überzogenen Stäbe bereits in dem Formhohlraum
anwesend sind.
[0020] Weiterhin empfiehlt es sich, im Hinblick auf eine gleichmäßige Schüttung und gegebenenfalls
Vorverdichtung der Formmasse in dem Formhohlraum, eine Fülltechnik anzuwenden, bei
der ein Vakuum an den Formhohlraum angelegt und dadurch die Formmasse angesaugt wird.
Im einzelnen wird zu dieser Fülltechnik auf die Ausführungen in der DE-A 3 101 236
verwiesen. Dabei wird auch empfohlen, die in jener Offenlegungsschrift erwähnten Maßnahmen
des Fluidisierens der zugeführten Formmasse anzuwenden und durch Beschränkung der
Fluggeschwindigkeit der in den Formhohlraum eintretenden Formmasseteilchen zumindest
zu Beginn des Füllvorgangs dafür zu sorgen, daß die Luftabsaugöffnungen, an denen
das Vakuum angelegt wird, nicht vorzeitig verstopfen und die weitere Füllung beeinträchtigen
oder verhindern.
[0021] Es wird weiter empfohlen, daß während des Bestehens eines Unterdrucks in dem Formhohlraum
auch ein Unterdruck an der Innenseite der Blähschläuche und gegebenenfalls auch an
der von der Formmasse abgelegenen Seite der Membran aufrecht erhalten wird, um die
Blähschläuche in Kontakt mit den Stäben und gegebenenfalls die Membran in Kontakt
mit dem Formmantel zu halten.
[0022] Die Erfindung betrifft weiter eine Einrichtung zur Herstellung von mit Kanälen versehenen
Preßlingen aus pulverförmiger Formmasse, umfassend einen Formhohlraum, eine Gruppe
von Stäben innerhalb des Formhohlraums, welche von Blähschläuchen wenigstens auf einem
Teil ihrer Länge umgeben sind, eine Füllvorrichtung zum Füllen des Formhohlraums mit
der pulverförmigen Formmasse und eine Fluidenzuführeinrichtung für die Zuführung von
Druckfluid zur Innenseite der Blähschläuche.
[0023] Unter Berücksichtigung der oben gestellten Aufgabe wird für eine solche Einrichtung
vorgeschlagen, daß die Blähschläuche im Ruhezustand, d.h. vor dem Anlegen des Fluidendrucks,
mit ihren innerhalb des Formhohlraums aufgenommenen Längsabschnitten an den Stäben
anliegen.
[0024] Der Formhohlraum kann aus den weiter oben angegebenen Gründen wenigstens zum Teil
von einer druckbeaufschlagbaren Membran begrenzt sein, um damit auch von außen Kompaktierungsdruck
auf den entstehenden Preßling auszuüben.
[0025] Im Hinblick auf die Entformungsvereinfachung, aber auch im Hinblick auf die von den
Anwendern regelmäßig geforderte Paralleldurchströmung der fertigen Formkörper, empfiehlt
es sich, die Stäbe zueinander parallel anzuordnen; in diesem Fall wird man die Membran
bevorzugt als eine Mantelmembran mit zu den Stäben paralleler Erzeugender ausführen;
es hat sich gezeigt, daß dadurch optimale Gleichmäßigkeit der Dichte im Preßling erhalten
wird.
[0026] Im Hinblick auf eine möglichst genau kontrollierte Formgebung des Preßlings empfiehlt
es sich, daß die Stäbe während der Druckbeaufschlagung der Blähschläuche und gegebenenfalls
der Membran an ihren Enden wenigstens quer zu ihrer Längsrichtung in gegenüber dem
Formhohlraum fixierter Lage sind. Es hat sich gezeigt, daß auf diese Weise eine exakte
Verteilung der Kanäle und eine annähernde Querschnittskonstanz der Kanäle auf ihrer
Länge erziehlt wird, so daß auch mehrere aus solchen Preßlingen gewonnene Formkörper
mit fluchtenden Kanälen aneinander angeschlossen werden können.
[0027] Im Hinblick auf eine rationelle Fertigung empfiehlt es sich, daß zum gemeinsamen
Ein- und Ausfahren der Stäbe in dem bzw. aus dem Formhohlraum eine Stabhalterung am
einen Ende der Stäbe und ein Linearantrieb für diese Stabhalterung vorgesehen sind,
wobei als Linearantrieb beispielsweise der Pressenbär einer in der keramischen Industrie
üblichen Presse verwendet werden kann, einer Presse, die ja ohnehin notwendig ist,
um die Formschließkraft für den Formhohlraum aufzubringen. Für die rationelle Herstellung
der Preßlinge ist es weiterhin vorteilhaft, wenn eine der Stabhalterung zugekehrte,
von den Stäben durchsetzte, perforierte Formwand des Formhohlraums mit der Stabhalterung
zur gemeinsamen Bewegung durch den Linearantrieb verbunden ist. Die durchsetzte Formendwand
kann dabei den wesentlichen Teil der Stabhalterung bilden. Wenn die Stäbe gezogen
werden, so wird die von den Stäben durchsetzte Formendwand mit angehoben. Sollte es
sich erweisen, daß durch die Stäbe beim Ziehen Teile des Preßlings berührt und damit
der Zerstörungsgefahr unterworfen werden, so ist es allerdings auch möglich, die Stabhalterung
und die von den Stäben durchsetzte Formendwand bewegungsmäßig so voneinander zu entkuppeln,
daß die Stäbe vor dem Abnehmen der von ihnen durchsetzten Formendwand gezogen werden
können, so daß die Stäbe jedenfalls an einem Ende noch durch diese Formendwand bis
zur Beendigung des Ziehvorgangs geführt sind.
[0028] Will man einen Preßling erhalten, dessen Kanäle auf ihrer ganzen Länge gleichen Querschnitt
haben, so empfiehlt es sich, daß die Blähschläuche mit dem Fluidendruck einseitig
ausgesetzten Endabschnitten über den Formhohlraum hinausreichen. Um diese Endabschnitte,
deren Außenfläche dann ja nicht durch die Formmasse gegen übermäßiges Aufblähen geschützt
ist, auch außerhalb des Formhohlraums gegen übermäßiges Aufblähen zu schützen, wird
es notwendig, diese Endabschnitte in sie eng umschließenden Stützkanälen in der jeweiligen
Formendwand aufzunehmen.
[0029] Eine besonders einfache und bei Vorhandensein einer Vielzahl von Stäben und insbesondere
bei kleinkalibrigen Stäben sehr wirtschaftliche Maßnahme sowohl für die Fixierung
der Stäbe in der jeweiligen Haterung als auch für die Abdichtung der Schläuche während
des Pressens, gegebenenfalls auch für beide Zwecke gleichzeitig, besteht darin, daß
die Blähschläuche gemeinsam mit den Stäben eine zwischen zwei Quetschflächen quetschbare
Quetschplatte aus elastomerem Material durchsetzen, welche zum Zwecke der Abdichtung
der Blähschläuche im Bereich des jeweiligen Endes und/oder zur Fixierung der Schläuche
und Stäbe im Bereich des jeweiligen Endes quetschbar sind. Die Quetschplatte kann
dabei zwischen einer formhohlraumfernen Fläche der jeweiligen perforierten Formendwand
und einer perforierten Druckplatte eingeschlossen sein, wobei diese Druckplatte durch
übliche hydraulische oder pneumatische Hilfsmittel gegen die jeweilige Formendwand
angepreßt werden kann.
[0030] Im Hinblick auf einen einfachen Aufbau der Einrichtung wird für die Versorgung der
Blähschläuche mit Druckfluid vorgeschlagen, daß diese mit mindestens jeweils einem
Ende an eine zentrale Fluidversorgungskammer angeschlossen oder anschließbar sind,
wobei diese Fluidversorgungskammer im Bereich einer Formendwand oder beider Formendwände
ausgebildet sein kann und gegebenenfalls mit der Formendwand zu einer Baueinheit zusammengefaßt
sein kann.
[0031] Der ungehinderte Fluidenzufluß zu den Blähschläuchen kann nach einer ersten Möglichkeit
in der Weise gesichert werden, daß die Blähschläuche an mindestens einem Ende offen
sind, wobei das offene Ende in Verbindung mit der Fluidenversorgungskammer steht.
Stellt sich heraus, daß beim Druckanlegen die Blähschläuche unbeabsichtigterweise
zumachen, so kann man sie an ihren offenen Enden trichterförmig erweitern oder die
Stäbe an ihrer Oberfläche mit Fluidversorgungsnuten und/ oder in ihrem Inneren mit
Fluidversorgungskanälen ausführen. Wenn man von der Möglichkeit der Fluidversorgungskanäle
im Inneren der Stäbe Gebrauch macht, so besteht auch die Möglichkeit, die Blähschläuche
an ihren beiden Enden abzuschließen, und zwar an mindestens einem Ende durch die Vermittlung
des jeweiligen Stabs, und das Fluid dann an die Innenfläche der Blähschläuche über
die Fluidversorgungskanäle innerhalb der Stäbe heranzuführen, wobei diese Kanäle wiederum
mit der Fluidversorgungskammer in Verbindung stehen.
[0032] Besonders aussichtsreich erscheint eine Ausführungsform, bei der an beiden Formendwänden
je eine Quetschplatte vorgesehen ist, wobei die eine Quetschplatte zum Ein- und Ausfahren
der Stäbe in den bzw. aus dem Formhohlraum gequetscht und zum Aufblähen entlastet
ist und die andere bei Bewegung der Stäbe entlastet ist, so daß die Stäbe sie durchdringen
können und andererseits beim Aufblähen der Blähschläuche gequetscht ist. Bei dieser
Ausführungsform kann mit beidendig offenen Blähschläuchen gearbeitet werden; die Halterung
der Stäbe und der Blähschläuche an dem einen Ende wird besonders einfach, indem die
Halterung einfach von der einen Quetschplatte übernommen wird. Der Einbau der überzogenen
Stäbe gestaltet sich äußerst einfach, weil die Stäbe nur durch die Quetschplatte hindurchgesteckt
zu werden brauchen, um dann beim Quetschen der Quetschplatte ihren Halt in axialer
Richtung und in Querrichtung zu erhalten.
[0033] Das Offensein der Schläuche an beiden Enden ist für das Aufblähen nicht unbedingt
erforderlich, erweist sich aber insbesondere im Hinblick auf ein rasches Entleeren
der Blähschläuche als vorteilhaft.
[0034] Der Formhohlraum kann mit Luftabsaugmitteln und mindestens einer Formmasseeinfüllöffnung
versehen sein, wenn das aus der DE-A 3 101 236 bekannte Formschließen angewandt werden
soll. Dabei empfiehlt es sich, entsprechend den Angaben der DE-A 3 101 236 die Luftabsaugmittel
als einen umlaufenden Spalt oder eine umlaufende Reihe von Öffnungen längs der Stoßstelle
zwischen einer Formendwand und einem Formmantel auszuführen und die mindestens eine
Formmasseeinfüllöffnung im Stoßbereich zwischen dem Formmantel und einer gegenüberliegenden
Formendwand anzuordnen. Auf diese Weise ist die auch schon in der DE-A 3 101 236 aufgestellte
Forderung erfüllt, daß sich die Luftabsaugöffnungen längs mindestens eines Maximalumfangs
des Formhohlraums befinden sollen und die Formmassezufuhr an einer Stelle möglichst
geichmäßig weit entfernt von den Absaugöffnungen bzw. dem Absaugspalt. Wegen Einzelheiten
wird auch insoweit auf die Offenbarung der DE-A 3 101 236 bzw. des korrespondierenden
US-Patents 4 473 526 verwiesen.
[0035] Im Hinblick auf die Entformung kann es vorteilhaft sein, den Fomhohlraum mit einem
mindestens zweifach unterteilten Formmantel auszuführen. Die Ausführung mit einem
unterteilten Formmantel erlaubt es, im Gegensatz beispielsweise zu einem Extrusionsverfahren
an der Außenseite des Formlings integrierte Formstücke anzuformen, die von der zylindrischen
oder prismatischen Form abweichen, beispielsweise Halterungsflansche.
[0036] Wenn der Preßling auch von außen mittels einer Mantelmembran gepreßt wird, kann man
einen geschlossenen Formmantel verwenden, der an seiner Innenseite die Mantelmembran
abstützt. Auch die Mantelmembran eröffnet die Möglichkeit, an der Außenseite des Formlings
Profilierungen anzubringen, und zwar auch Profilierungen, die von der zylindrischen
oder prismatischen Form des Formlings abweichen. Voraussetzung dafür ist nur, daß
der mögliche Rückzugsweg der Membran so eingestellt wird, daß er größer ist als die
Höhe solcher Profilierungen gegenüber der Oberfläche des Formlings.
[0037] Die Formmasseeinfüllöffnung kann durch einen Verschlußstempel mit einer der Form
des Formhohlraums angepaßten Endfläche ausgeführt sein, wenn man Abdrücke der Formmasse
an der Stelle der Formmassezuführöffnung vermeiden will.
[0038] Aus Handhabungsgründen empfiehlt es sich, daß die Stäbe innerhalb des Formhohlraums
im wesentlichen vertikal verlaufen und nach oben aus dem Formhohlraum ausziehbar sind.
Dies ist auch vorteilhaft, um Verbiegung der Stäbe aufgrund ihres Eigengewichts beim
Einführen in den Formhohlraum zu vermeiden und dadurch ggf. Schwierigkeiten auszuschließen,
die sich beim Einfädeln der Stäbe und der Blähschläuche in die Durchbrechungen der
gegenüberliegenden Formendwand ergeben könnten. Bei einer solchen Ausführungsform
mit vertikalen Stäben empfiehlt es sich, die Luftabsaugmittel im unteren Bereich und
die Füllöffnung im oberen Bereich des Formhohlraums anzuordnen und damit die Füllung
des Formhohlraums weiter zu begünstigen.
[0039] Um Abdichtprobleme bei der Einführung von Druckmittel in die Blähschläuche zu vermeiden,
wird vorgeschlagen, daß die Blähschläuche an jeweils einem ihrer Enden einstückig
mit einer aus dem gleichen Material bestehenden Platte dicht zusammenhängen.
[0040] Die beiliegenden Figuren erläutern die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen.
Es stellen dar:
Fig. 1 eine Presse mit einer erfindungsgemäßen Einrichtung, teilweise geschnitten,
wobei die Stäbe aus dem Formhohlraum zurückgezogen sind und der Formhohlraum offen
ist;
Fig. 2 eine Ansicht entsprechend derjenigen der Fig. 1, wiederum teilweise im Schnitt,
wobei die Stäbe in den Formhohlraum eingefahren sind und der Mantel des Formhohlraums
geschlossen ist;
Fig. 3 eine Ansicht entsprechend der Fig. 2 bei einer abgewandelten Ausführungsform;
Fig. 4 eine Vergrößerung entsprechend Fig. 1, wobei die Stäbe bereits in den Formhohlraum
eingefahren sind, der Mantel des Formhohlraums und die Stäbe aber zur vergrößerten
Darstellung teilweise unterbrochen sind;
Fig. 5 eine vergrößerte Darstellung der Stäbe und ihrer oberen Halterung im Schnitt;
Fig. 6 einen Schnitt nach Linie VI-VI der Fig. 5;
Fig. 7 eine vergrößerte Darstellung des oberen Blähschlauchendes an der Stelle VII
der Fig. 5;
Fig. 8 einen Stabaufbau, abweichend von demjenigen gemäß Fig. 6;
Fig. 9 eine Einfüllöffnung zum Einfüllen der Formmasse in den Formhohlraum und
Fig. 10 eine Darstellung entsprechend Fig. 5 bei einer abgewandelten Ausführungsform.
[0041] In Fig. 1 ist der Ständer einer keramischen Presse mit 10 bezeichnet. Von diesem
Ständer 10 ragen mehrere Zuganker 12 nach oben. Diese Zuganker 12 sind an ihrem oberen
Ende durch ein Pressenjoch 14 miteinander verbunden. Auf den Zugankern 12 ist ein
Pressenbär 16 vertikal geführt und durch einen Hydraulikstempel 18 auf- und abführbar.
Auf dem Pressenständer 10 ist eine untere Formendwand 20 aufgespannt. An dem Pressenbär
16 sind eine obere Formendwand 22 und eine Gruppe vertikaler, blähschlauchüberzogener
Stäbe 24 angeordnet. Die Stäbe 24 mit den Blähschläuchen haben seitlichen Abstand
voneinander. An dem Pressenständer 10 sind ferner zwei Formmantelhälften 26a und 26b
angebracht, die gemeinsam einen Formmantel 26 ergeben. Die Formmantelhälften 26a und
26b sind durch hydraulische Hilfspressen 28a und 28b verstellbar zwischen einer in
Fig. 1 dargestellten Formöffnungsstellung und einer in Fig. 2 dargestellten Formmantelschließstellung.
An dem Pressenbär 16 sind Zentrierdorne 30 angebracht, die dann, wenn der Pressenbär
16 bei geschlossenem Formmantel 26 nach unten geht, um die obere Formendwand 22 auf
den Formmantel 26 aufzusetzen, in Sackbohrungen 32 des Formmantels 26 eingreifen.
[0042] Wenn der Formmantel 26 geschlossen ist, fährt der Pressenbär 16 nach unten, so daß
die blähschlauchüberzogenen Stäbe 24 in den innerhalb des Formmantels 26 gebildeten
Formhohlraum 34 einfahren (Fig. 2). Dann wird der Formhohlraum 34 durch Einsaugen
von pulverförmiger Formmasse mit dieser Formmasse gefüllt. Anschließend werden die
Blähschläuche, welche die Stäbe 24 umgeben, aufgebläht, so daß ein wabenförmiger Preßling
entsteht.
[0043] Weitere Einzelheiten sind in den Fig. 4, 5 und 6 dargestellt.
[0044] Man erkennt dort, daß die obere Formendwand 22 an dem Pressenbär 16 vermittels Distanzstücken
36 befestigt ist. Innerhalb der Distanzstücke 36 sind zwei miteinander verbundene
Druckplatten 38 und 40 angebracht. Mit diesen Druckplatten 38 und 40 sind die Zentrierdorne
30 verbunden. Die untere Druckplatte 38 ist vielfach perforiert für die Aufnahme der
Stäbe 24. Ebenso ist, wie aus Fig. 4 zu erkennen, die obere Formendwand 22 vielfach
perforiert für den Durchgang der Stäbe 24. Zwischen der Druckplatte 38 und der oberen
Formendwand 22 ist eine flachscheibenförmige Kammer für die Aufnahme einer Quetschplatte
42 ausgebildet, welche zwischen einer Quetschfläche 44 der oberen Formendwand 22 und
einer Quetschfläche 38a der Druckplatte 38 gebildet ist. Zwischen den beiden Druckplatten
38 und 40 ist eine Fluidversorgungskammer 46 ausgebildet, welche an einen Fluidversorgungskanal
48 angeschlossen ist. Durch einen Hilfsstempel 50 sind die Druckplatten 38 und 40
auf und ab verstellbar.
[0045] Wie aus Fig. 5 ersichtlich, sind die Stäbe 24 von Blähschläuchen 52 überzogen. Man
erkennt, daß die Stäbe 24 und die Schläuche 52 bis zur Oberseite der Druckplatte 38
reichen, also sowohl die obere Formendwand 22 als auch die Quetschplatte 42 als auch
die untere Druckplatte 38 jeweils in Bohrungen durchsetzen. Die oben offenen Blähschlauchenden
stehen in Kommunikation mit der Fluidenversorgungskammer 46.
[0046] Zusätzlich sind die Stäbe 24 mit inneren Kanälen 54 und 54a versehen, die ebenfalls
in Verbindung mit der Fluidenversorgungskammer 46 stehen und Fluid zu der Innenseite
der Blähschläuche 52 heranführen.
[0047] In der unteren Formendwand 20, die fest auf das Pressengestell 10 aufgespannt ist,
sind zwei Druckplatten 56 und 58 durch einen Hilfsstempel 60 geführt und zwar mittels
Dornen 62, welche ebenfalls bei geschlossenem Formmantel 26 in Sackbohrungen des Formmantels
eingreifen können, um diesen zusätzlich gegen Preßdruck zusammenzuhalten.
[0048] Zwischen der oberen Druckplatte 56 und der unteren Formendwand 20 ist eine Quetschplatte
64 aufgenommen und zwar zwischen einer Quetschfläche 66 der Formendwand 20 und einer
Quetschfläche 56a der Druckplatte 56.
[0049] Die Stäbe und die Blähschläuche durchsetzen auch die untere Formendwand 20, die untere
Quetschplatte 64 und die Druckplatte 56; die unteren Enden der Kanäle 54 stehen in
Verbindung mit einer unteren Fluidversorgungskammer 68. Die Fluidversorgungskammer
68 ist an eine Fluidversorgungsleitung 70 angeschlossen.
[0050] Die obere Formendwand 22 ist mit einer Ringdichtung 72 zum Aufsetzen auf den Formmantel
26 versehen; der Formmantel 26 ist mit Dichtungselementen von Halbringform versehen,
die mit 74 bezeichnet sind und auf der unteren Formendwand 20 aufliegen.
[0051] An den Formmantel, und zwar im Bereich der Formmantelhälfte 26a, ist eine Vakuumleitung
76 angeschlossen, die zu einem Ringspalt 78 oder einer Vielzahl von ringförmig verteilten
Absaugöffnungen 78 führen. An die obere Formendwand 22 ist ein Formmassezuführungskanal
80 angeschlossen, der mit einer Fluidisierungsluft-Zuführungsleitung 82 verbunden
ist (vgl. Fig. 9). Die Formmassezuführungsleitung 80 mündet in eine Formmassezuführungsbohrung
84, welche eine Öffnung 86 in den Formhohlraum 34 aufweist. Diese Öffnung 86 ist durch
einen Stempel 88 verschließbar. Mehrere solche Formmassezuführungen können über den
Umfang verteilt angeordnet sein.
[0052] Die soweit beschriebene Vorrichtung arbeitet folgendermaßen:
[0053] Die Einrichtung befindet sich zunächst in der Stellung gemäß Fig. 1. Durch Betätigung
der Hilfsstempel 28a und 28b wird zunächst der Formmantel 26 geschlossen. Hierauf
fährt der Preßbär 16 nach unten, wobei die blähschlauchüberzogenen Stäbe 24 durch
die Perforationen der unteren Formendwand 20, der Quetschplatte 64 und der Druckplatte
56 hindurchtreten. In der Stellung der Fig. 1 und während des Abwärtsfahrens des Preßbärs
16 sind die blähschlauchüberzogenen Stäbe 24 an dem Bär 16 dadurch festgehalten, daß
die Quetschplatte 42 zwischen den Quetschflächen 38a und 44 gequetscht ist. Zur gleichen
Zeit ist die Quetschplatte 64 entlastet, damit die Stäbe mit den Blähschläuchen 52
ungehindert durch die Perforationen der unteren Quetschplatte 64 hindurchtreten können.
Sobald die Vorrichtung die Stellung gemäß den Fig. 2 und 4 erreicht hat, wird die
untere Quetschplatte 64 mittels des Hilfsstempels 60 gequetscht und die obere Quetschplatte
42 wird entlastet. Nunmehr sind die Stäbe 24 durch die untere Quetschplatte 64 in
Längsrichtung fixiert.
[0054] Nunmehr wird der Formhohlraum 34 mit Formmasse gefüllt, indem durch den Spalt 78
Vakuum an dem Formhohlraum 34 angelegt wird und der Verschlußstempel 88 gezogen wird.
[0055] Durch das Einsaugen der Formmasse in den Formhohlraum 34 wird dieser auch zwischen
den Stäben 24 vollständig gefüllt und vorverdichtet. Solange das Vakuum über die Öffnungen
78 an den Formhohlraum 34 angelegt ist, muß über die Druckfluidversorgungsleitungen
48 und 70 auch ein Vakuum an die Innenseiten der Blähschläuche angelegt werden, damit
sich diese unter der Wirkung des in dem Formhohlraum liegenden Vakuums nicht von den
Stäben 24 abheben können.
[0056] Die in den Formhohlraum eingesaugte Formmasse wird durch die relativ hohe Auftreffgeschwindigkeit
der Formteilchen bereits etwas vorverdichtet, wobei allerdings durch Einstellung der
Auftreffgeschwindigkeit wenigstens am Anfang des Füllvorgangs darauf geachtet werden
muß, daß die Absaugöffnungen 78 nicht verstopft werden.
[0057] Sobald der Formhohlraum gefüllt ist, wird das an die Innenflächen der Blähschläuche
52 angelegte Vakuum abgeschaltet und dann wird über die Leitungen 48 und 70 und die
Fluidversorgungskammern 46 und 68 Druck an die Innenflächen der Blähschläuche 52 angelegt,
und zwar teils über die Kanäle 54, 54a, teils über die offenen Enden der Schläuche
52. Dabei werden die Blähschläuche aufgebläht und kompaktieren die eingefüllte Formmassse
innerhalb des Formhohlraums 34. Die Stäbe 24 können dabei seitlich ihre Lage nicht
verändern, da sie in den Perforationen der Endwände 20 und 22 gegen seitliche Bewegung
gesichert sind.
[0058] Ein Aufblähen der Blähschläuche außerhalb des Formhohlraums ist nicht möglich, da
die Blähschläuche in den Perforationen der Formendwände 20, 22, der Quetschplatten
42 und 64 und der Druckplatten 38 und 56 gegen Aufblähen gesichert sind und an ihren
Enden sowieso gleichzeitig dem Innendruck und dem Außendruck des Fluids ausgesetzt
sind.
[0059] Sobald der Aufblähvorgang zu einer ausreichenden Kompaktierung geführt hat, wird
der Fluidendruck durch die beiden Fluidenleitungen 48 und 70 wieder abgebaut, so daß
nunmehr die Blähschläuche in ihre an den Stäben 24 satt anliegende Position zurückkehren.
Nunmehr wird die Quetschplatte 64 entlastet und die Quetschplatte 42 wieder gequetscht.
Der Preßbär kann dann nach oben fahren unter Mitnahme der Stäbe, wobei diese aus den
Perforationen der Druckplatte 56, der Quetschplatte 64 und der unteren Formendwand
20 wieder herausgezogen werden.
[0060] Schließlich werden die Formmantelhälften 26a und 26b auseinandergefahren, so daß
der fertige Preßling entnommen werden kann.
[0061] Es ist auch möglich, beim Pressen auf die Kanäle innerhalb der Stäbe 24 zu verzichten.
Die Fluidzufuhr zu der Innenseite der Blähschläuche erfolgt dann beispielsweise durch
die trichterförmig ausgeführten oberen Enden 52a der Blähschläuche 52 (Fig. 7), wobei
die Füllung der Blähschläuche dadurch ermöglicht wird, daß die obere Quetschplatte
42 entlastet und die untere Quetschplatte 64 gequetscht ist. Es braucht dann Fluidzufuhr
nur von der Leitung 48 her über die Fluidversorgungskammer 46 zu erfolgen, weil durch
die Quetschplatte 64 die Blähschläuche an ihren unteren Enden ventilartig abgequetscht
sind. Bei dieser letzteren Ausführungsform kann die Füllung der Blähschläuche auch
dadurch unterstützt werden, daß die Stäbe 24 mit Oberflächennuten 90 versehen sind,
welche verhindern, daß sich beim Fluiddruckanlegen an die Blähschläuche diese unbeabsichtigterweise
durch sattes Anlegen an die Stäbe 24 verschließen.
[0062] In der Ausführungsform nach Fig. 3 ist der Formmantel 126 ein einstückiger, ringförmig
geschlossener Formmantel, der an seiner Innenseite durch eine Ringmembran 192 ausgekleidet
ist, wobei die Ringmembran 192 an ihrer Rückseite über ein Fluidversorgungssystem
194 mit Vakuum beaufschlagbar ist, wenn der Formhohlraum gefüllt wird und mit Druck
beaufschlagbar ist, wenn die Formmasse gepreßt wird. Natürlich ist es auch hier möglich,
den Formmantel 126 zweiteilig auszubilden und die Membran 192 dementsprechend zu unterteilen.
Die Entnahme des Preßlings muß bei ringförmig geschlossenem Formmantel in axialer
Richtung erfolgen.
[0063] Im übrigen entspricht die Ausführungsform nach Fig. 3 derjenigen nach den Fig. 1,
2, 4, 5, 6 und 9.
[0064] Bei der Ausführungsform nach Figur 1 können die Formmantelhälften 26a und 26b mit
Profilierungen versehen sein, beispielsweise Profilierungen, die Halteelemente oder
einen Halteflansch für den Formling ergeben. Diese Profilierungen müssen natürlich
so geformt sein, daß sie der Entformungsrichtung Rechnung tragen. Die Anformungen
können dabei entweder randnah oder zwischen den Rändern der Formmantelhälften 26a,
26b angeordnet sein.
[0065] Bei der Ausführungsform nach Figur 3 können Profilierungen in dem Formmantel 126
und in der Membran 192 vorgesehen sein, um an dem Formling ebenfalls Profilierungen
zu erzeugen. Sofern sich diese Profilierungen zur Mantelachse parallel über die ganze
Länge der Innenfläche des Formmantels 126 erstrecken, bringt dies keine Schwierigkeiten
bei der Entformung. Es ist aber auch möglich, Profilierungen an der Innenfläche des
Formmantels 126 und an der Membran anzubringen, um entsprechende Profilierungen an
dem Formling entstehen zu lassen, wenn diese Profilierungen sich nicht über die ganze
Höhe des Formmantels 126 erstrecken sondern beispielsweise in Abstand vom Oberrand
und Unterrand des Formmantels enden, oder Profilierungen vorzusehen, welche an dem
Formling in Umfangsrichtung verlaufende Rippen oder dergleichen erzeugen. In diesem
Fall muß im Hinblick auf die Entformung darauf geachtet werden, daß entweder der Formmantel
geteilt ist oder der Rückweg der Membran beim Ablassen des Drucks und ggfs. Wiederanlegen
des Stützvakuums groß genug ist, um die an der Außenseite des Formlings entstandenen
Profilierungen gegenüber den Profilierungen der Membran und ggfs. des Formmantels
126 freizugeben.
[0066] Die Ausführungsform der Fig. 10 unterscheidet sich von derjenigen der Fig. 5 durch
die andere Ausbildung der Blähschläuche 52. Die Blähschläuche 52 sind in der Ausführungsform
nach Fig. 10 an ihren unteren Enden geschlossen. Ebenso sind die Kanäle 54 an ihren
unteren Enden geschlossen. Der entscheidende Unterschied liegt darin, daß die Blähschläuche
52 an ihren oberen Enden einstückig mit einer aus dem gleichen Material bestehenden
Platte 52x zusammenhängen. Auf diese Weise ist das Abdichtproblem für das in die Blähschläuche
52 einzuführende Druckmittel auf einfachste Weise gelöst.
[0067] Die zur Anwendung kommende pulverförmige Formmasse kann insbesondere eine Sprühkornmasse
sein, welche folgendermaßen hergestellt wurde:
[0068] Ein Schlicker mit einem Gehalt von 40 Gew.-% Wasser und 60 Gew.-% Feststoff wurde
verarbeitet. Zur Herstellung der Suspension wurde eine Trockenmasse hergestellt, die
aus 50 Gew.-% Kaolinit, 25 Gew.-% Feldspat und 25 Gew.-% Quarz, die Prozentangaben
jeweils bezogen auf die Gesamttrockenmasse, bestand. Die Korngröße des Kaolinits betrug
max. 25 g. Die Korngröße des Feldspats und des Quarzes betrug max. 63 µ. Feldspat
und Quarz wurden in Form eines Pegmatits eingebracht, welches sowohl den Feldspat
als auch den Quarz enthält. Die Trockenmasse wurde unter Zugabe des Wassers zu einer
Suspension oder zu einem Schlicker verarbeitet. Dieser Schlicker wurde sodann durch
Sprühdüsen in eine Heißgasatmosphäre gesprüht. In dieser Heißgasatmosphäre bildeten
sich Kügelchen mit einer Größe von 0 bis 500 µ, wobei 80% des Gesamtgewichts zwischen
350 und 450 tagen. Die Kügelchen waren Hohlkügelchen, welche zwischen zwei Fingern
einer Hand leicht zerquetscht werden konnten. Die Restfeuchte des so gewonnenen körnigen
Materials betrug ca. 3%.
1. Verfahren zur Herstellung von mit Kanälen versehenen Preßlingen aus einer Formmasse,
bei dem in einem mit der Formmasse gefüllten und von von Blähschläuchen (52) umgebenen
Stäben (24) durchsetzten Formhohlraum (34) die Blähschläuche (52) mittels zu ihrer
Innenseite herangeführten Fluidendrucks unter Kompaktierung der Formmasse zum Preßling
expandiert werden und nach Abbau des Fluidendrucks die überzogenen Stäbe (24) aus
dem Preßling zurückgezogen und dieser aus dem Formhohlraum (34) entnommen wird, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einfüllung der pulverförmigen Formmasse in den Formhohlraum
(34) erfolgt, während die Blähschläuche (52) auf ihren innerhalb des Formhohlraums
(34) liegenden Längsabschnitten an den Stäben (24) anliegen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine den Formhohlraum (34)
wenigstens teilweise begrenzende Membran (192) auf der von der Formmasse abgelegenen
Seite einem Fluidendruck ausgesetzt wird, insbesondere gleichzeitig mit der Fluidendruckbeaufschlagung
der Blähschläuche (52).
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem
Abbau des Fluidendrucks in den Blähschläuchen (52) und ggf. an der Membran (192) zuerst
die Stäbe (24) gezogen und danach der Preßling aus dem Formhohlraum (34) entnommen
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einbringen
der pulverförmigen Formmasse in den Formhohlraum (34) an diesen (bei 78) ein Vakuum
angelegt und dadurch die Formmasse angesaugt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß während des Bestehens eines
Unterdrucks in dem Formhohlraum (34) auch ein Unterdruck an der Innenseite der Blähschläuche
(52) und ggf. auch an der von der Formmasse abgelegenen Seite der Membran (192) aufrechterhalten
wird, um die Blähschläuche (52) in Kontakt mit den Stäben (24) und ggf. die Membran
(192) in Kontakt mit dem Formmantel (126) zu halten.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als pulverförmige
Formmasse eine keramische Formmasse verwendet wird.
7. Einrichtung zur Herstellung von mit Kanälen versehenen Preßlingen aus pulverförmiger
Formmasse, umfassend einen Formhohlraum (34), eine Gruppe von Stäben (24) innerhalb
des Formhohlraums, welche von Blähschläuchen (52) wenigstens auf einem Teil ihrer
Länge umgeben sind, eine Füllvorrichtung (78, 80, 82, 84, 86, 88) zum Füllen des Formhohlraums
(34) mit der pulverförmigen Formmasse und eine Fluidenzuführeinrichtung (48, 46) für
die Zuführung von Druckfluid zur Innenseite der Blähschläuche (52), dadurch gekennzeichnet,
daß die Blähschläuche (52) im Ruhezustand, d.h. vor dem Anlegen des Fluidendrucks,
mit ihren innerhalb des Formhohlraums (34) aufgenommenen Längsabschnitten an den Stäben
(24) anliegen.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Formhohlraum (34)
wenigstens zum Teil von einer druckbeaufschlagbaren Membran (192) begrenzt ist.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stäbe
(24) zueinander parallel angeordnet sind.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (192) eine
Mantelmembran (192) mit zu den Stäben (24) paralleler Erzeugender ist.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stäbe (24) während der Druckbeaufschlagung der Blähschläuche (52) und ggf. der Membran
(192) an ihren Enden wenigstens quer zu ihrer Längsrichtung gegenüber dem Formhohlraum
(34) fixiert sind.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zum
gemeinsamen Ein- und Ausfahren der Stäbe (24) in den bzw. aus dem Formhohlraum (34)
eine Stabhalterung (22, 38, 40, 42, 50) und ein Linearantrieb (16, 18) für diese Stabhalterung
vorgesehen sind.
13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Stabhalterung
zugekehrte, von den Stäben durchsetzte perforierte Formendwand (22) des Formhohlraums
(34) mit der Stabhalterung zur gemeinsamen Bewegung durch den Linearantrieb (16, 18)
verbunden ist.
14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Blähschläuche (52) mit dem Fluidendruck einseitig ausgesetzten Endabschnitten über
den Formhohlraum (34) hinausreichen und daß diese Endabschnitte von sie eng umschließenden
Stützkanälen in der jeweiligen Formendwand (20, 22) aufgenommen sind.
15. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
Blähschläuche (52) an mindestens einem Ende gemeinsam mit den Stäben (24) eine zwischen
zwei Quetschflächen (38a, 44; 56a, 66) quetschbare Quetschplatte (42; 64) durchsetzen,
welche zum Zwecke der Abdichtung der Blähschläuche (52) im Bereich des jeweiligen
Endes und/oder der Fixierung der Blähschläuche (52) und der Stäbe (24) im Bereich
von deren jeweiligem Ende quetschbar ist.
16. Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Quetschplatte (42,
64) zwischen einer formhohlraumfernen Fläche (44; 66) der jeweiligen perforierten
Formendwand (22; 20) und einer perforierten Druckplatte (38; 56) aufgenommen ist.
17. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die
Blähschläuche (52) mit mindestens jeweils einem Ende an eine Fluidversorgungskammer
(46; 68) angeschlossen oder anschließbar sind.
18. Einrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Blähschläuche (52)
an mindestens einem Ende offen sind, wobei das offene Ende in Verbindung mit der Fluidenversorgungskammer
(46; 68) steht.
19. Einrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Blähschläuche (52)
an ihren offenen Enden trichterförmig erweitert sind (bei 52a).
20. Einrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Stäbe (24)
an ihrer Oberfläche mit Fluidversorgungsnuten (90) und/ oder in ihrem Inneren mit
Fluidversorgungskanälen (54, 54a) ausgeführt sind.
21. Einrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Blähschläuche (52)
an beiden Enden abgeschlossen sind, und zwar an mindestens einem Ende durch die Vermittlung
des jeweiligen Stabs (24) und daß die Innenflächen der Blähschläuche (52) über Fluidversorgungskanäle
(54, 54a) im Inneren der Stäbe (24) mit der Fluidversorgungskammer (46; 68) in Verbindung
stehen.
22. Einrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß an
beiden Formendwänden (22, 20) je eine Quetschplatte (42; 64) vorgesehen ist, wobei
die eine Quetschplatte (42) zum Ein- und Ausfahren der Stäbe (24) in den bzw. aus
dem Formhohlraum (34) gequetscht und zum Aufblähen entlastet ist und die andere (64)
bei Bewegung der Stäbe (24) entlastet und beim Aufblähen der Blähschläuche (52) gequetscht
ist.
23. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß der
Formhohlraum (34) mit Luftabsaugmitteln (76, 78) und mindestens einer Formmasseeinfüllöffnung
(86) versehen ist und daß ggf. zum Anlegen der Blähschläuche (52) an den Stäben (24)
und der Membran (192) an dem Formmantel (126) Miittel zum Anlegen eines Vakuums an
die Innenseite der Blähschläuche (52) und an die formmasseferne Seite der Membrane
(192) vorgesehen sind.
24. Einrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftabsaugmittel
einen umlaufenden Spalt oder eine umlaufende Reihe von Öffnungen (78) längs der Stoßstelle
zwischen einer Formendwand (20) und einem Formmantel (26) umfassen und daß sie mindestens
eine Formmasseeinfüllöffnung (86) im Stoßbereich zwischen dem Formmantel (26) und
einer gegenüberliegenden Formendwand (22) angeordnet ist.
25. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß der
Formhohlraum (34) einen mindestens zweifach unterteilten Formmantel (26) besitzt.
26. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß der
Formhohlraum (34) einen geschlossenen Formmantel (126) und eine an der Innenseite
des Formmantels (126) abgestützte Mantelmembran (192) umfaßt.
27. Einrichtung nach einem der Ansprüche 23 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die
Formmasseeinfüllöffnung (86) durch einen Verschlußstempel (88) mit einer der Form
des Formhohlraums (34) angepaßten Endfläche verschließbar ist.
28. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stäbe (24) innerhalb des Formhohlraums (34) im wesentlichen vertikal verlaufen und
nach oben aus dem Formhohlraum (34) ausziehbar sind.
29. Einrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftabsaugmittel
(78) im unteren Bereich und die Füllöffnung (86) im oberen Bereich des Formhohlraums
(34) angeordnet sind.
30. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß an
der Innenfläche des Formhohlraums (34) und ggfs. an einer an dieser Innenfläche anliegenden
Membran Profilierungen angebracht sind, welche Vorsprünge und/ oder Vertiefungen an
der Außenseite des Formlings erzeugen, insbesondere Vorsprünge oder Vertiefungen,
welche dem Formling eine von der zylindrischen oder prismatischen Gestalt abweichende
Oberfläche verleihen.
31. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß die
Blähschläuche (52) an jeweils einem ihrer Enden einstückig mit einer aus dem gleichen
Material bestehenden Platte (52x) dicht zusammenhängen.
1. A method of making pressed mouldings provided with ducts from a moulding compound,
wherein, in a mould cavity (34) filled with the moulding compound and traversed by
rods (24) encased in inflatable tubes (52), the inflatable tubes (52) are expanded
by means of fluid pressure applied to their inside with compaction of the moulding
compound to form the blank and, after the fluid pressure has been reduced, the sheathed
rods (24) are withdrawn from the blank and the latter is removed from the mould cavity
(34), characterized in that the filling of the pulverulent moulding compound into
the mould cavity (34) takes place while the inflatable tubes (52) bear against the
rods (24) along the portions of their length situated within the mould cavity (34).
2. A method according to Claim 1, characterized in that a membrane (192), at least
partly bounding the mould cavity (34), is subjected to a fluid pressure on the side
remote from the moulding compound, especially simultaneously with the fluid pressure
application to the inflatable tubes (52).
3. A method according to one of Claims 1 and 2, characterized in that, after the fluid
pressure in the inflatable tubes (52) and, if applicable, against the membrane (192)
has been reduced, the rods (24) are first pulled out and thereafter the blank is removed
from the mould cavity (34).
4. A method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that, for the introduction
of the pulverulent moulding compound into the mould cavity (34), a vacuum is applied
to this cavity (at 78) and the moulding compound is thereby sucked in.
5. A method according to Claim 4, characterized in that, during the existence of a
sub-pressure in the mould cavity (34), a sub-pressure is also maintained at the inner
face of the inflatable tubes (52) and, if applicable, also at the side of the membrane
(192) remote from the moulding compound, in order to keep the inflatable tubes (52)
in contact with the rods (24) and, if applicable, the membrane (192) in contact with
the mould wall (126).
6. A method according to one of Claims 1 to 5, characterized in that a ceramic moulding
compound is used as pulverulent moulding compound.
7. Apparatus for making blanks provided with ducts from pulverulent moulding compound,
comprising a mould cavity (34), a group of rods (24) inside the mould cavity, which
are surrounded over at least a part of their length by inflatable tubes (52), a filling
device (78, 80, 82, 84, 86, 88) for filling the mould cavity (34) with the pulverulent
moulding compound and a fluid feed device (48, 46) for the feed of pressurized fluid
to the inner side of the inflatable tubes (52), characterized in that the inflatable
tubes (52), in the at-rest condition, that is before the fluid pressure is applied,
bear against the rods (24) with their longitudinal portions contained within the mould
cavity (34).
8. Apparatus according to Claim 7, characterized in that the mould cavity (34) is
bounded at least partly by a pressure-loadable membrane (192).
9. Apparatus according to one of Claims 7 and 8, characterized in that the rods (24)
are disposed parallel to one another.
10. Apparatus according to Claim 9, characterized in that the membrane (192) is a
side wall membrane (192) having its generatrix parallel to the rods (24).
11. Apparatus according to one of Claims 7 to 10, characterized in that the rods (24),
during the pressure loading of the inflatable tubes (52) and, if applicable, of the
membrane (192), are fixed at their ends at least transversely to their longitudinal
direction relative to the mould cavity (34).
12. Apparatus according to one of Claims 7 to 11, characterized in that, for the joint
introduction and removal of the rods (24) into and out of the mould cavity (34), a
rod holder (22, 38, 40, 42, 50) and a linear drive (16, 18) for this rod holder are
provided.
13. Apparatus according to Claim 12, characterized in that a perforated mould wall
(22) of the mould cavity (34), facing towards the rod holder and traversed by the
rods, is connected with the rod holder for the combined movement by the linear drive
(16,18).
14. Apparatus according to one of Claims 7 to 13, characterized in that the inflatable
tubes (52) project out beyond the mould cavity (34) with end portions subjected at
one side to the fluid pressure and that these end portions are housed in the relevant
mould end wall (20, 22) by support ducts closely surrounding them.
15. Apparatus according to one of Claims 7 to 14, characterized in that the inflatable
tubes (52) pass, at least at one end jointly with the rods (24), through a squeeze
plate (42; 64), squeezable between two squeezing surfaces (38a, 44; 56a, 66), which
(squeeze plate) can be squeezed for the purpose of sealing the inflatable tubes (52)
in the region of the relevant end and/or the fixing of the inflatable tubes (52) and
the rods (24) in the region of their relevant end.
16. Apparatus according to Claim 15, characterized in that the squeeze plate (42,
64) is housed between a surface (44; 66) remote from the mould cavity of the relevant
perforated mould end wall (22; 20) and a perforated pressure plate (38; 56).
17. Apparatus according to one of Claims 7 to 16, characterized in that the inflatable
tubes (52) are or can be attached by at least one end each to a fluid supply chamber
(46; 68).
18. Apparatus according to Claim 17, characterized in that the inflatable tubes (52)
are open at at least one end, the open end being in communication with the fluid supply
chamber (46; 68).
19. Apparatus according to Claim 18, characterized in that the inflatable tubes (52)
are widened out funnel-shaped at their open ends (at 52a).
20. Apparatus according to Claim 18 or 19, characterized in that the rods (24) are
formed at their surface with fluid supply grooves (90) and/or in their interior with
fluid supply ducts (54, 54a).
21. Apparatus according to Claim 17, characterized in that the inflatable tubes (52)
are closed at both ends, and indeed at at least one end by means of the relevant rod
(24), and that the inner surfaces of the inflatable tubes (52) are in communication
via fluid supply ducts (54, 54a) inside the rods (24) with the fluid supply chamber
(46; 68).
22. Apparatus according to one of Claims 15 to 20, characterized in that, at each
end wall (22, 20) a squeeze plate (42; 64) is provided, the one squeeze plate (42)
being squeezed for the purpose of introducing and withdrawing the rods (24) into and
out of the mould cavity (34) and being relieved of load for the purpose of inflation,
and the other (64) being relieved of load as the rods (24) move and being squeezed
as the inflatable tubes (52) are inflated.
23. Apparatus according to one of Claims 7 to 22, characterized in that the mould
cavity (34) is provided with air extraction means (76, 78) and at least one moulding
compound filler opening (86) and that, if applicable, for the purpose of applying
the inflatable tubes (52) onto the rods (24) and the membrane (192) onto the mould
wall (126), means for applying a vacuum to the inside of the inflatable tubes (52)
and to the side of the membrane (192) remote from the moulding compound are provided.
24. Apparatus according to Claim 23, characterized in that the air extraction means
comprise a peripheral gap or a peripheral row of openings (78) along the joint position
between one mould end wall (20) and a mould side wall (26), and that at least one
moulding compound filler opening (86) is disposed in the joint region between the
mould side wall (26) and an opposite mould end wall (22).
25. Apparatus according to one of Claims 7 to 24, characterized in that the mould
cavity (34) possesses a mould side wall (26) subdivided at least twice.
26. Apparatus according to one of Claims 7 to 24, characterized in that the mould
cavity (34) comprises a closed mould side wall (126) and a side wall membrane (192)
supported against the inner face of the side wall (126).
27. Apparatus according to one of Claims 23 to 26, characterized in that the moulding
compound filler opening (86) is closable by a closure plunger (88) having an end face
adapted to the shape of the mould cavity (34).
28. Apparatus according to one of Claims 7 to 27, characterized in that the rods (24)
extend substantially vertically inside the mould cavity (34) and can be withdrawn
upwards out of the mould cavity (34).
29. Apparatus according to Claim 28, characterized in that the air extraction means
(78) are disposed in the lower region and the filler opening (86) in the upper region
of the mould cavity (34).
30. Apparatus according to one of Claims 7 to 29, characterized in that, at the inner
face of the mould cavity (34) and, if applicable, at a membrane bearing against this
inner face, profilings are formed, which produce projections and/or depressions on
the outer face of the moulding, especially projections or depressions which impart
to the moulding a surface which differs from the cylindrical or prismatic form.
31. Apparatus according to one of Claims 7 to 30, characterized in that the inflatable
tubes (52) are, at one end each, sealingly, integrally continuous with a plate (52x)
of the same material.
1. Procédé de fabrication d'ébauches moulées, pourvues de conduits, à partir d'une
matière à mouler, au cours duquel, dans une cavité de moulage (34), remplie de la
matière à mouler et traversée par des barreaux (24) entourés de tuyaux gonflables
(52), ces derniers sont expansés sous l'effet de la pression du fluide envoyé sur
leurs faces intérieures, par compactage de la matière à mouler, pour donner l'ébauche
moulée et après suppression de la pression du fluide, les barreaux (24) recouverts
sont extraits de l'ébauche moulée et celle-ci est enlevée de la cavité de moulage
(34), caractérisé en ce que la matière à mouler pulvérulente est chargée dans la cavité
de moulage (34), tandis que les tuyaux gonflables (52) s'appliquent, sur leurs sections
longitudinales situées à l'intérieur de la cavité de moulage (34), contre les barreaux
(24).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on soumet à la pression
d'un fluide, une membrane (192), déliminant au moins partiellement la cavité de moulage
(34) sur le côté éloigné de la matière à mouler, en particulier en même temps qu'on
soumet les tuyaux gonflables (52) à la pression d'un fluide.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'après suppression de
la pression du fluide dans les tuyaux gonflables (52) et éventuellement contre la
membrane (192), on extrait tout d'abord les barreaux puis on enlève l'ébauche moulée
de la cavité de moulage (34).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
pour introduire la matière à mouler pulvérulente dans la cavité de moulage (34), on
applique un vide contre celle-ci (en 78) et on aspire ainsi la matière à mouler.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que, pendant que règne une
dépression dans la cavité de moulage (34), on maintient aussi une dépression sur la
face intérieure des tuyaux gonflables (52) et éventuellement aussi sur le côté de
la membrane (92), éloigné de la matière à mouler, afin de maintenir les tuyaux gonflables
(52) en contact avec les barreaux (24) et éventuellement la membrane (92) en contact
avec l'enveloppe de moulage (126).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'on
utilise, comme matière à mouler pulvérulente, une matière céramique.
7. Dispositif destiné à la fabrication d'ébauches moulées pourvues de conduits, à
partir d'une matière à mouler pulvérulente, comportant une cavité de moulage (34),
à l'intérieur de celle-ci un groupe de barreaux (24) qui sont entourés par des tuyaux
gonflables (52), au moins sur une partie de leur longueur, un dispositif de remplissage
(78, 80, 82, 84, 86, 88) pour remplir la cavité de moulage (34) avec la matière à
mouler pulvéruleante et un dispositif d'amenée du fluide (48, 46) pour l'amenée du
fluide sous pression à la face intérieure des tuyaux gonflables (52), caractérisé
en ce que les tuyaux gonflables (52) s'appliquent, à l'état de repos, c'est-à-dire
avant application de la pression du fluide, contre les barreaux (24), par leurs sections
longitudinales, logées à l'intérieur de la cavité de moulage (34).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que la cavité de moulage
(34) est délimitée, au moins en partie, par une membrane (192) pouvant être soumise
à une pression.
9. Dispositif selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que les barreaux (24)
sont parallèles entre eux.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que la membrane (192) est
une membrane d'enveloppe (192) avec génératrice parallèle aux barreaux (24).
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 10, caractérisé en ce
que les barreaux (24) sont fixés à leurs extrémités, au moins perpen- diculairemet
à leur direction longitudinale, par rapport à la cavité de moulage (34), pendant que
les tuyaux gonflables (52) et éventuellement la membrane (192) sont soumis à une pression.
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 11, caractérisé en ce
qu'on prévoit, pour l'introduction et l'extraction commune des barreaux (24) dans
la cavité de moulage (34) ou hors de celle-ci, un support de barreaux (22, 38, 40,
42, 50) et un entraînement linéaire (16, 18) pour ce support.
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'une paroi terminale
(22) de la cavité de moulage (34), tournée vers le support de barreaux et perforée
pour le passage des barreaux, est reliée au support de barreaux pour leur déplacement
commun, par l'entraînement linéaire (16, 18).
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 13, caractérisé en ce
que les tuyaux gonflables (52) dépassent de la cavité de moulage (34), par des sections
terminales soumises d'un côté à la pression du fluide et en ce que ces sections terminales
sont logées dans la paroi terminale de moule (20, 22) respective, par des conduits
d'appui les entourant étroitement.
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 14, caractérisé en ce
que les tuyaux gonflables (52) traversent, à une extrémité au moins, avec les barreaux
(24), une plaque d'écrasement (42; 64), pouvant être écrasée entre deux surfaces d'écrasement
(38a, 44; 56a, 66) et qui peut être écrasée dans la région de l'extrémité respective
et/ou de la fixation des tuyaux gonflables (52) et des barreaux (24), dans la région
de leur extrémité respective, pour assurer l'étanchéité des tuyaux gonflables (52).
16. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé en ce que la plaque d'écrasement
(42, 64) est logée entre une surface (44; 66) éloignée de la cavité de moulage, de
la paroi terminale de moule (22; 20) respective, perforée et une plaque de compression
(38; 56) perforée.
17. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 16, caractérisé en ce
que les tuyaux gonflables (52) sont raccordés ou raccordables, par au moins une extrémité,
à une chambre d'alimentation de fluide (46; 68).
18. Dispositif selon la revendication 17, caractérisé en ce que les tuyaux gonflables
(52) sont ouverts au moins à une extrémité, l'extrémité ouverte communiquant avec
la chambre d'alimentation de fluide (46; 68).
19. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce que les tuyaux gonflables
(52) s'élargissent en forme d'entonnoir à leurs extrémités ouvertes (en 52a).
20. Dispositif selon la revendication 18 ou 19, caractérisé en ce que les barreaux
(24) présentent, sur leur surface, des rainures d'alimentation de fluide (90) et/ou
à l'intérieur, des conduits d'alimentation de fluide (54, 54a).
21. Dispositif selon la revendication 17, caractérisé en ce que les tuyaux gonflables
(52) sont fermés aux deux extrémités, à savoir sur au moins une extrémité, par l'intermédiaire
du barreau (24) respectif et en ce que les surfaces intérieures des tuyaux gonflables
(52) communiquent avec la chambre d'alimentation de fluide (46; 68), par des conduits
d'alimentation de fluide (54, 54a) se trouvant à l'intérieur des barreaux (24).
22. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 15 à 20, caractérisé en ce
qu'on prévoit une plaque d'écrasement (42; 64), sur les deux parois terminales de
moule (22, 20), une plaque d'écrasement (42) étant écrasée pour l'introduction et
l'extraction des barreaux (24) dans la cavité de moulage (34) ou hors de celle-ci
et étant déchargée pour le gonflage et l'autre plaque (64) étant déchargée lors du
déplacement des barreaux (24) et écrasée, pendant le gonflage des tuyaux gonflables
(52).
23. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 22, caractérisé en ce
que la cavité de moulage (34) est pourvue de moyens d'aspiration d'air (76, 78) et
d'au moins une ouverture de remplissage de matière à mouler (86) et en ce qu'éventuellement
on prévoit, pour appliquer les tuyaux gonflables (52) contre les barreaux (24) et
la membrane (192) contre l'enveloppe de moulage (126), des moyens destinés à appliquer
un vide contre la face intérieure des tuyaux gonflables (52) et contre le côté de
la membrane (192), éloigné de la matière à mouler.
24. Dispositif selon la revendication 23, caractérisé en ce que les moyens d'aspiration
d'air comportent une fente continue ou une rangée continue d'ouvertures (78) le long
de la jointure entre une paroi terminale de moule (20) et une enveloppe de moule (26)
et en ce qu'au moins une ouverture de remplissage de matière à mouler (86) est placée
dans la région de jointure entre l'enveloppe de moule (26) et une paroi terminale
de moule (22) opposée.
25. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 24, caractérisé en ce
que la cavité de moulage (34) possède une enveloppe de moule (26), subdivisée au moins
deux fois.
26. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 24, caractérisé en ce
que la cavité de moulage (34) comporte une enveloppe de moule (126) fermée et une
membrane d'enveloppe (192) prenant appui contre la face intérieure de l'enveloppe
de moule (126).
27. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 23 à 26, caractérisé en ce
que l'ouverture de remplissage de la matière à mouler (86) est ferma- ble par un poinçon
de fermeture (88) avec une surface terminale, adaptée à la forme de la cavité de moulage
(34).
28. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 27, caractérisé en ce
que les barreaux (24) s'étendent à peu près verticalement à l'intérieur de la cavité
de moulage (34) et peuvent être extraits de celle-ci, vers le haut.
29. Dispositif selon la revendication 28, caractérisé en ce que les moyens d'aspiration
d'air (78) sont placés dans la région inférieure et l'ouverture de remplissage (86)
dans la région supérieure de la cavité de moulage (34).
30. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 29, caractérisé en ce
qu'on place sur la face intérieure de la cavité de moulage (34) et éventuellement
sur une membrane, s'appliquant contre cette face intérieure, des profilés qui produisent
des reliefs et/ou des creux sur la face extérieure de la pièce moulée, en particulier
des reliefs ou des creux qui confèrent à la pièce moulée, une surface de forme autre
que cylindrique ou prismatique.
31. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 30, caractérisé en ce
que les tuyaux gonflables (52) sont réalisés d'une seule pièce, à l'une de leurs extrémités,
avec une plaque (52x), réalisée dans le même matériau.