(19)
(11) EP 0 229 908 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
29.07.1987  Patentblatt  1987/31

(21) Anmeldenummer: 86115535.6

(22) Anmeldetag:  08.11.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4A44C 5/10
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB IT LI

(30) Priorität: 11.01.1986 DE 3600590

(71) Anmelder: Manufacture JAEGER-LECOULTRE S.A.
CH-1347 Le Sentier (CH)

(72) Erfinder:
  • Wild, Daniel
    CH-1347 Le Sentier (CH)

(74) Vertreter: Klein, Thomas, Dipl.-Ing. (FH) 
Sodener Strasse 9
65824 Schwalbach/Ts.
65824 Schwalbach/Ts. (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Gliederband


    (57) Die Erfindung betrifft ein Gliederband mit Gliederreihen aus in Bandquerrichtung nebeneinanderliegenden Bandgliedern 1, 1′, 2, 2′, 3 und 3′. Die aneinander angrenzenden Bandglieder einer Gliederreihe sind lücken- und vorsprüngebildend jeweils um ihre halbe Länge in Bandlängsrichtung zueinander versetzt angeordnet. Die Vorsprünge der einen Gliederreihe ragen in die Lücken der benachbarten Gliederreihe hinein. Gelenkstifte durchragen in Bandquerrichtung sich erstreckende Ausnehmungen in den beiden in Bandlängsrichtung gerichteten Enden der Bandglieder und sind gegen axiales Verschieben gesichert.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Gliederband, insbesondere Uhrarmband, mit Gliederreihen aus in Bandquerrichtung nebeneinanderliegenden Bandgliedern, wobei die aneinander angrenzenden Bandglieder einer Gliederreihe Lücken und Vorsprünge bildend jeweils um ihre halbe Länge in Bandlängsrichtung übereinander versetzt angeordnet sind, und die Vorsprünge der einen Gliederreihe in die Lücken der benachbarten Gliederreihe hineinragen, mit Gelenkstiften, die in Bandquerrichtung sich erstreckende Ausnehmungen in den beiden in Bandlängsrichtung gerichteten Enden der Bandglieder durchragen und gegen axiales Verschieben gesichert sind.

    [0002] Bei derartigen Gliederbändern ist es bekannt, daß die äußeren Bandglieder kraftschlüssig mit den Gelenkstiften verbunden sind. Durch axiale Kraftbeaufschlagung sind damit die Gelenkstifte entfernbar, so daß ein unbeabsichtigtes Lösen eines Gelenkstiftes leicht möglich ist.

    [0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Gliederband nach dem Oberbegriff zu schaffen, das gegen ein unbeabsichtigtes Lösen der Gliederbandteile voneinander gesichert ist.

    [0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zumindest ein Ende der Gelenkstifte an seinem in die Ausnehmung des äußeren Bandgliedes ragenden Bereich wenigstens einen radial federnden Rastarm mit einem radial hervorstehenden Rastnocken besitzt, der in eine entsprechende Rastausnehmung in der Wand der Ausnehmung einrastbar und in der Einrastposition blockierbar ist. Diese Ausbildung ermöglicht einen einfachen Zusammenbau, indem die Bandglieder auf die Gelenkstifte aufgeschoben werden, bis der Rastnocken des Rastarms in die Rastausnehmung des äußeren Bandgliedes einrastbar ist. Die anschließende Blockierung des Rastnockens in diese Einrastposition verhindert ein unbeabsichtigtes Lösen. Eine derartige Verbindung kann entweder nur an einem äußeren Bandglied einer Gliederreihe oder aber auch an beiden äußeren Bandgliedern einer Gliederreihe angeordnet sein.

    [0005] Eine einfache und leicht sowie kostengünstig herstellbare Ausbildung besteht darin, daß das Ende des Gelenkstifts mit einer Koaxialbohrung versehen, rohrförmig ausgebildet ist und ein oder mehrere Radialschlitze aufweist, wobei ein Blockierzapfen gleichen Außendurchmessers wie der Innendurchmesser der Koaxialbohrung in die Koaxialbohrung einsetzbar ist.

    [0006] Ist der Rastnocken ein an der zylindrischen Mantelfläche des Endes des Zapfens radial umlaufender Ansatz, so kann er ebenfalls auf einfache Weise hergestellt werden. Vor zugweise ist dabei die Rastausnehmung eine Ringnut in der Wand der Ausnehmung.

    [0007] Die Ausnehmung des äußeren Bandgliedes ist durch einen einfachen Bohrvorgang herstellbar, wenn sie eine Stufenbohrung ist, deren zur freien Seite des Bandgliedes gerichtete große Stufe die Rastausnehmung bildet.

    [0008] In einer anderen Ausbildung kann die Ausnehmung des äußeren Bandgliedes eine Stufenbohrung sein, in deren zum benachbarten Bandglied gerichteten großen Stufe eine Hülse einsetzbar ist, deren Bohrungswandung eine radial umlaufende Ringnut aufweist.

    [0009] Eine andere erfindungsgemäße Ausbildung eines Gegenstandes nach dem Oberbegriff besteht darin, daß zumindest ein Ende der Gelenkstifte eine nach außen mündende axiale Ausnehmung aufweist, in die ein Rastelement einsetzbar ist, das radial federnde Rastarme mit einem radial hervorstehenden Rastnocken besitzt, der in eine entsprechende Rastausnehmung in der Wand der Ausnehmung einrastbar und in der Einrastposition blockierbar ist. Auch diese Ausbildung ermöglicht einen einfachen Zusammebau, indem die Bandglieder auf die Gelenkstifte aufgeschoben werden, bis die Rastnocken der im äußeren Bandglied angeordneten Rastelemente in die Rastausnehmungen der Gelenkstifte einrasten. Die anschließende Blockierung der Rastnocken verhindert ein unbeabsichtigtes Lösen.

    [0010] Eine einfache und leicht sowie kostengünstig herstellbare Ausbildung besteht darin, daß das Rastelement mit einer Koaxialbohrung versehen, rohrförmig ausgebildet ist und an seinem in den Gelenkstift ragenden Ende ein oder mehrere radiale Schlitze aufweist, wobei ein Blockierzapfen gleichen Außendurchmessers wie der Innendurchmesser der Koaxialbohrung, in die Koaxialbohrung einsetzbar ist.

    [0011] Ist der Rastnocken ein an der zylindrischen Mantelfläche des in den Gelenkstift ragenden Endes des Rastelementes radial umlaufender Ansatz, so kann er ebenfalls auf einfache Weise hergestellt werden. Vorzugsweise ist dabei die Rastausnehmung eine Ringnut in der Wand der axialen Ausnehmung des Gelenkstifts.

    [0012] Entspricht der Außendurchmesser des Gelenkstifts dem Innendurchmesser der Ausnehmungen der Bandglieder, so besitzen die einzelnen Bandglieder eine einwandfreie Führung und können nicht quer zur Längserstreckung des Bandgliedes kippen, sondern nur um die Gelenkstifte verschwenken. Dies vermeidet auch einen vorzeitigen Verschleiß der Gelenkstifte.

    [0013] Ist der Innendurchmesser der Ausnehmungen der äußeren Bandglieder geringer als der Innendurchmesser der Ausnehmungen der inneren Bandglieder, so wird an dem entsprechend ausgebildeten Gelenkstift eine Ringschulter gebildet, an der das äußere Bandglied sicher geführt in Anlage ist, und zwischen den inneren Bandgliedern das für eine leichte Verschwenkbarkeit erforderliche Spiel sicherstellt.

    [0014] Die Koaxialbohrung des Gelenkstifts kann entweder eine Sackbohrung oder eine durchgehend ausgebildete Bohrung sein. Ist sie durchgehend ausgebildet, so können Blockierzapfen und Gelenkstift etwa gleiche Länge besitzen. Damit ist die Koaxialbohrung an ihren Mündungen sauber verschlossen.

    [0015] Eine einfache Halterung des Blockierzapfens in seiner Einbauposition besteht darin, daß der Blockierzapfen mittels Preßpassung in die Koaxialbohrung einsetzbar ist.

    [0016] Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß die Koaxialbohrung des Gelenkstifts eine Gewindebohrung ist, in die der mit einem entsprechenden Gewinde versehene Blockierzapfen einschraubbar ist. Beide Ausführungen ermöglichen auch eine einfache Demontage.

    [0017] Vorzugsweise ist bei einem mit Gewinde versehenen Blockierzapfen die Koaxialbohrung eine Stufenbohrung, deren im Bereich des äußeren Bandgliedes ausgebildete große Stufe nach außen mündet und deren kleine Stufe als Gewindebohrung ausgebildet ist.

    [0018] Der Blockierzapfen kann an seinem zum Randbereich des Gliederbandes gerichteten Ende einen Kopf aufweisen, durch den vorzugsweise die nach außen mündende Öffnung der Ausnehmung des äußeren Bandglieds verschließbar ist, so daß nach außen hin ein sowohl optisch sauberer als auch ein Eindringen von Schmutz verhindernder Abschluß vorhanden ist.

    [0019] Eine weitere erfindungsgemäße Ausbildung eines Gegenstandes nach dem Oberbegriff besteht darin, daß zumindest ein Ende der Gelenkstifte mit einer Koaxialbohrung versehen rohrförmig ausgebildet ist, und an seinem in die Ausnehmung des äußeren Bandgliedes ragenden Bereich einen radial hervorstehenden, in eine entsprechende Rastausnehmung in der Wand der Ausnehmung eingreifenden Rastnocken bildend plastisch verformbar ist, wobei der Rastnocken in der in die Rastausnehmung eingreifenden Position blockierbar ist. Auf einfachste Weise ist damit sowohl eine Montage als auch eine Sicherung gegen unbeabsichtigtes Lösen erreicht.

    [0020] Besonders einfach wird dies dadurch erreicht, daß zumindest ein Ende der Gelenkstifte eine nach außen mündende axiale Ausnehmung aufweist, in die ein mit einer Axialbohrung ausgebildetes Rastelement einrastbar ist, das an seinem in die Ausnehmung des Gelenkstifts ragenden Bereich einen radial hervorstehenden in eine entsprechende Rastausnehmung in der Wand der Ausnehmung des Gelenkstifts eingreifenden Rastnocken bildend plastisch verformbar ist, wobei der Rastnocken in der in die Rastausnehmung eingreifenden Position blockierbar ist. Dabei kann der Gelenkstift bzw. das Rastele ment durch einen in die Koaxialbohrung bzw. die Axialbohrung einsetzbaren Blockierzapfen zumindest teilweise größeren Durchmessers als dem Innendurchmesser der unverformten Koaxialbohrung bzw. Axialbohrung plastisch verformbar sein.

    [0021] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben.

    [0022] Es zeigen

    Figur 1 einen Ausschnitt eines Gliederbandes im Schnitt

    Figur 2 ein Endstück eines Gelenkstifts im Schnitt

    Figuren 3a bis 3d
    vier stirnseitige Ansichten eines Gelenkstifts

    Figur 4 ein Ende einer Gliederreihe im Schnitt

    Figur 5 ein zweites Ausführungsbeispiel eines Endes einer Gliederreihe im Schnitt

    Figur 6 ein drittes Ausführungsbeispiel eines Endes einer Gliederreihe im Schnitt

    Figur 7 ein viertes Ausführungsbeispiel eines Endes einer Gliederreihe im Schnitt

    Figur 8 ein fünftes Ausführungsbeispiel eines Endes einer Gliederreihe im Schnitt vor Blockierung

    Figur 9 die Gliederreihe nach Figur 8 im Schnitt nach Blockierung



    [0023] Der in Figur 1 dargestellte Ausschnitt zeigt einen Seitenbereich eines Gliederbandes. Dabei bilden die Bandglieder 1, 2 und 3 sowie 1′, 2′ und 3′ die in Bandquerrichtung nebeneinanderliegen jeweils eine Gliederreihe. Die aneinander angrenzenden Bandglieder einer Gliederreihe sind lücken- und vorsprüngebildend jeweils um eine halbe Länge in Bandlängsrichtung zueinander versetzt angeordnet. Dabei ragen die Vor sprünge der einen Gliederreihe in die Lücken der anderen Gliederreihe hinein.

    [0024] An ihren in Bandlängsrichtung gerichteten Enden besitzen die Bandglieder 1, 1′, 2, 2′, 3 und 3′ sich in Bandquerrichtung erstreckende Ausnehmungen 4 und 5 durch die die Gelenkstifte 6 hindurchragen.

    [0025] Die Gelenkstifte 6 besitzen durchgehende Koaxialbohrungen 7 in die Blockierzapfen 8 mit Preßpassung eingesetzt sind. Wie in den Figuren 2 und 3a bis 3d besonders gut zu sehen ist, sind die Gelenkstifte 6 an ihren in das äußere Bandglied 1 bis 1′ hineinragenden Enden mit radialen Schlitzen 9 versehen, so daß sie um ein bestimmtes Maß radial federn können.

    [0026] In Figur 3a ist dabei der Schlitz 9 mittig radial durchgehend, während in Figur 3b zwei tangentiale Schlitze 9 vorhanden sind.

    [0027] Figur 3c zeigt drei gleichmäßig verteilt ausgebildete radiale Schlitze 9, während Figur 3d zwei kreuzförmig zueinander angeordnete durchgehende radiale Schlitze 9 besitzt.

    [0028] Die Ausbildung der Figur 3d entspricht der Ausbildung in Figur 2.

    [0029] Durch eine in dem geschlitzten Bereich am Außenumfang des Gelenkstiftes 6 angeordnete Ringnut 10 ist am Ende des Gelenkstifts 6 ein radial umlaufender Ansatz gebildet, der als Rastnocken 11 dient. Dieser Rastnocken 11 ist in eine Rastausnehmung 12 einrastbar, die durch eine in der Wand der Ausnehmung 9 angeordnete Ringnut gebildet wird.

    [0030] In Figur 4 ist der Aufbau weitgehend dem in Figur 1 gleich. Die Ausnehmung 4 des äußeren Bandgliedes 1 ist eine Stufenbohrung, deren große Stufe zum benachbarten Bandglied 2 gerichtet ist und in die eine Hülse 13 z.B. unter Preßpassung eingesetzt ist.

    [0031] In ihrem dem Bandglied 2 abgewandten Endbereich besitzt die Hülse 13 eine in ihrer Bohrungswandung ausgebildete umlaufende Ringnut, die eine Rastausnehmung 12′ bildet, in welche der Gelenkstift 6 mit seinem Rastnocken 11 einrasten kann.

    [0032] In Figur 5 ist die Koaxialbohrung 7 des Gelenkstiftes 6 als Stufenbohrung ausgebildet. Dabei ist die große Stufe im Bereich des äußeren Bandglieds 1 ausgebildet, während die sich im Bereich des inneren Bandglieds 2 befindliche kleine Stufe mit einem Gewinde 14 versehen ist. Der Blockierzapfen 8′ ist als Gewindezapfen mit einem mit Schlitz 15 versehenen Kopf 16 ausgebildet und in das Gewinde 14 einschraubbar. Bei den in den Figuren 1, 4 und 5 dargestellten Ausführungsbeispielen is t der durch Presspassung eingesetzte bzw. eingeschraubte Blockierzapfen 8 bzw. 8′ auch wieder entfernber und somit die Bandglieder ohne Zerstörung demontierbar.

    [0033] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 6 ist der Blockierzapfen 8" nicht durchgehend ausgebildet, so daß er nach dem Einsetzen mit Presspassung in die Koaxialbohrung 7 nicht mehr entfernt werden kann. Der Blockierzapfen 8" besitzt ähnlich wie der Blockierzapfen 8′ einen Kopf 16, wobei sowohl der Kopf 16 als auch der Kopf 16′ die nach außen gerichtete Mündung der Ausnehmung 4 verschließt.

    [0034] Bei dem Ausfihrungsbeispiel in Figur 7 durchragt der Gelenkstift 6′ nur die Ausnehmungen 5 der Bandglieder 2 und 3. In dem Endbereich des Gelenkstifts 6′ ist in dessen Koaxialbohrung 7 eine umlaufende Ringnut ausgebildet, die eine Rastausnehmung 12" bildet. In diese Rastausnehmung 12" ist ein Rastnocken 11 einrastbar, der an einem Ende eines mit seinem anderen Ende in der Ausnehmung 4 des äußeren Bandgliedes 1 eingesetzten Rastelements 17 als radial umlaufender Ansatz ausgebildet ist.

    [0035] Das Rastelement 17 besitzt eine Koaxialbohrung 18 und ist an seinem in den Gelenkstift 6′ ragenden Ende mit radial durchgehenden Schlitzen 9 versehen. Die dadurch gebildeten radial federnden Rastarme werden durch einen Blockierzapfen 8‴ in ihre in die Rastausnehmung 12" eingerasteten Position blockiert.

    [0036] Der Blockierzapfen 8‴ besitzt einen Außendurchmesser entsprechend dem Innendurchmesser der Koaxialbohrung 18, sowie an seinem in die Ausnehmung 4 ragenden Ende einen diese Ausnehmung 4 nach außen verschließenden Kopf 16. Der Blockierzapfen 8‴ kann dabei mit Presspassung in die Koaxialbohrung 18 eingesetzt sein.

    [0037] In den Figuren 8 und 9 sind die Bandglieder 1, 2 und 3 mit den gleichen Ausnehmungen 4 und 5 und einer Rast ausnehmung 12 ausgebildet, wie das Ausführungsbeispiel in Figur 1.

    [0038] Der Gelenkstift 6" ragt ebenfalls durch die Ausnhemungen 4 und 5 und besitzt eine Koaxialbohrung 7.

    [0039] In dem in Figur 8 dargestellten unverformten Zustand ragt der Gelenkstift 6" mit seinem zylindrischen Endstück in die Bohrung 4. Durch das Einführen des Blockierzapfens 8"" in die Koaxialbohrung 7 entsprechend Figur 9, wird der Endbereich des Gelenkstiftes 6" durch eine radial umlaufende schulterartige Stufe 19 des Blockierzapfens 8"" größeren Außendurchmessers als dem Innendurchmesser der Koaxialbohrung 7 plastisch radial nach außen verformt, so, daß ein in die Rastausnehmung 12 hineinragender Rastnocken 11′ gebildet wird.

    [0040] Dabei stellt der Blockierzapfen 8"" gleichzeitig eine Sicherung gegen unbeabsichtigtes Lösen der Gliederbandteile voneinander dar.


    Ansprüche

    1. Gliederband, insbesondere Uhrarmband, mit Gliederreihen aus in Bandquerrichtung nebeneinanderliegenden Bandgliedern, wobei die aneinander angrenzenden Bandglieder einer Gliederreihe lücken- und vorsprüngebildend jeweils um ihre halbe Länge in Bandlängsrichtung zueinander versetzt angeordnet sind und die Vorsprünge der einen Gliederreihe in die Lücken der benachbarten Gliederreihe hineinragen, mit Gelenkstiften, die in Bandquerrichtung sich erstreckende Ausnehmungen in den beiden in Bandlängsrichtung gerichteten Enden der Bandglieder durchragen und gegen axia hieben gesichert sind, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Ende der Gelenkstifte (6) an seinem in die Ausnehmung (4) des äußeren Bandgliedes (1, 1′) ragenden Bereich wenigstens einen radial federnden Rastarm mit einem radial hervorstehenden Rastnocken (11) besitzt, der in eine entsprechende Rastausnehmung (12, 12′) in der Wand der Ausnehmung (4) einrastbar und in der Einrastposition blockierbar ist.
     
    2. Gliederband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende des Gelenkstifts (6) mit einer Koaxialbohrung (7) versehen rohrförmig ausgebildet ist und ein oder mehrere radiale Schlitze (9) aufweist, wobei ein Blockierzapfen (8, 8′, 8") gleichen Außendurchmessers wie der Innendurchmesser der Koaxialbohrung (7) in die Koaxialbohrung (7) einsetzbar ist.
     
    3. Gliederband nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Rastnocken (11) ein an der zylindrischen Mantelfläche des Endes des Gelenkstifts (6) radial umlaufender Ansatz ist.
     
    4. Gliederband nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastausnehmung (12) eine Ringnut in der Wand der Ausnehmung (4) ist.
     
    5. Gliederband nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (4) des äußeren Bandglieds (1, 1') eine Stufenbohrung ist, deren zur freien Seite des Bandglieds (1, 1′) gerichtete große Stufe die Rastausnehmung (12) bildet.
     
    6. Gliederband nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (4) des äußeren Bandglieds (1, 1') eine Stufenbohrung ist, in deren zum benachbarten Bandglied (2, 2′) gerichteten großen Stufe eine Hülse (13) einsetzbar ist, deren Bohrungswandung eine radial umlaufende Ringnut aufweist.
     
    7. Gliederband, insbesondere Uhrarmband, mit Gliederreihen aus in Bandquerrichtung nebeneinanderliegenden Bandgliedern, wobei die aneinander angrenzenden Bandglieder einer Gliederreihe lücken- und vorsprüngebildend jeweils um ihre halbe Länge in Bandlängsrichtung zueinander versetzt angeordnet sind und die Vorsprünge der einen Gliederreihe in die Lücken der benachbarten Gliederreihe hineinragen, mit Gelenkstiften, die in Bandquerrichtung sich erstreckende Ausnehmungen in den beiden in Bandlängsrichtung gerichteten Enden der Bandglieder durchragen und gegen axiales Verschieben gesichert sind, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Ende der Gelenkstifte (6)′) eine nach außen mündende axiale Ausnehmung (7) aufweist, in die ein Rastelement (17) einsetzbar ist, das radial federnde Rastarme mit einem radial hervorstehenden Rastnocken (11) besitzt, der in eine entsprechende Rastausnehmung (12" ) in der Wand der Ausnehmung (7) einrastbar und in der Einrastposition blockierbar ist.
     
    8. Gliederband nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastelement (17) mit einer Koaxialbohrung (18) versehen rohrförmig ausgebildet ist und an seinem in den Gelenkstift (6′) ragenden Ende ein oder mehrere radiale Schlitze (9) aufweist, wobei ein Blockierzapfen (8‴ ) gleichen Außendurchmessers wie der Innendurchmesser der Koaxialbohrung (18) in die Koaxialbohrung (18) einsetzbar ist.
     
    9. Gliederband nach einem der Ansprüche 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Rastnocken (11) ein an der zylindrischen Mantelfläche des in den Gelenkstift (6′) ragenden Endes des Rastelements (17) radial umlaufender Ansatz ist.
     
    10. Gliederband nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastausnehmung (12") eine Ringnut in der Wand der axialen Ausnehmung (7) des Gelenkstifts (6′) ist.
     
    11. Gliederband nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser des Gelenkstifts (6) dem Innendurchmesser der Ausnehmungen (4, 5) der Bandglieder (1, 1′, 2, ') entspricht.
     
    12. Gliederband nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Innendurchmesser der Ausnehmungen (4) der äußeren Bandglieder (1, 1′) geringer ist als der Innendurchmesser der Ausnehmungen (5) der inneren Bandglieder (2, 2′).
     
    13. Gliederband nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Koaxialbohrung (7) des Gelenkstifts (6, 6′) durchgehend ist.
     
    14. Gliederband nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß Blockierzapfen (8) und Gelenkstift (6) etwa gleiche Längen haben.
     
    15. Gliederband nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Blockierzapfen (8, 8", 8‴, 8"") mittels Presspassung in die Koaxialbohrung (7) einsetzbar ist.
     
    16. Gliederband nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Koaxialbohrung (7) des Gelenkstifts (6) eine Gewindebohrung ist, in die der mit einem entsprechenden Gewinde versehene Blockierzapfen (8′) einschraubbar ist.
     
    17. Gliederband nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Koaxialbohrung (7) eine Stufenbohrung ist, deren im Bereich des äußeren Bandglieds (1, 1′) ausgebildete große Stufe nach außen mündet und deren kleine Stufe als Gewindebohrung ausgebildet ist.
     
    18. Gliederband nach einem der vorhergenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Blockierzapfen (8′, 8") an seinem zum Randbereich des Gliederbands gerichteten Ende einen Kopf (16, 16′) aufweist.
     
    19. Gliederband nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die nach außen mündende Öffnung der Ausnehmung (4) des äußeren Bandglieds (1, 1′) durch den Kopf (16, 16′) verschließbar ist.
     
    20. Gliederband, insbesondere Uhrarmband, mit Gliederreihen aus in Bandquerrichtung nebeneinanderliegenden Bandgliedern, wobei die aneinander angrenzenden Bandglieder einer Gliederreihe lücken- und vorsprüngebildend jeweils um ihre halbe Länge in Bandlängsrichtung zueinander versetzt angeordnet sind und die Vorsprünge der einen Gliederreihe in die Lücken der benachbarten Gliederreihe hineinragen, mit Gelenkstiften, die in Bandquerrichtung sich erstreckende Ausnehmungen in den beiden in Bandlängsrichtung ge richteten Enden der Bandglieder durchragen und gegen axiales Verschieben gesichert sind, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Ende der Gelenkstifte (6") mit einer Koaxialbohrung (7) versehen rohrförmig ausgebildet ist und an seinem in die Ausnehmung (4) des äußeren Bandglieds (1) ragenden Bereich einen radial hervorstehenden, in eine entsprechende Rastausnehmung (12) in der Wand der Ausnehmung (4) eingreifenden Rastnocken (11′) bildend plastische verformbar ist, wobei der Rastnocken (11′) in der in die Rastausnehmung (12) eingreifenden Position blockierbar ist.
     
    21. Gliederband, insbesondere Uhrarmband, mit Gliederreihen aus in Bandquerrichtung nebeneinanderliegenden Bandgliedern, wobei die aneinander angrenzenden Bandglieder einer Gliederreihe lücken- und vorsprüngebildend jeweils um ihre halbe Länge in Bandlängsrichtung zueinander versetzt angeordnet sind und die Vorsprünge der einen Gliederreihe in die Lücken der benachbarten Gliederreihe hineinragen, mit Gelenkstiften, die in Bandquerrichtung sich erstreckende Ausnehmungen in den beiden in Bandlängsrichtung gerichteten Enden der Bandglieder durchragen und gegen axiales Verschieben gesichert sind, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Ende der Gelenkstifte eine nach außen mindende axiale Ausnehmung aufweist, in die ein mit einer Axialbohrung ausgebildetes Rastelement einsetzbar ist, das an seinem in die Ausnehmung des Gelenkstifts ragenden Bereich einen radial hervorstehenden, in eine entsprechende Rastausnehmung in der Wand der Ausnehmung des Gelenkstifts eingreifenden Rastnocken bildend plastisch verformbar i wobei der Rast nocken in der in die Rastausnehmung eingreifenden Position blockierbar ist.
     
    22. Gliederband nach einem der Ansprüche 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Gelenkstift (6") bzw. das Rastelement durch einen in die Koaxialbohrung (7) bzw. die Axialbohrung einsetzbaren Blockierzapfen (8"") zumindest teilweise größeren Durchmessers als dem Innendurchmesser der unverformten Koaxialbohrung (7) bzw. Axialbohrung plastisch verformbar ist.
     




    Zeichnung