(19)
(11) EP 0 230 000 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
29.07.1987  Patentblatt  1987/31

(21) Anmeldenummer: 86117486.0

(22) Anmeldetag:  16.12.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B26B 1/08
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR IT LI NL SE

(30) Priorität: 11.01.1986 DE 8600524 U

(71) Anmelder: Berendsohn AG
D-2000 Hamburg 56 (DE)

(72) Erfinder:
  • Kade, Ulrich
    D-2083 Halstenbek (DE)

(74) Vertreter: Glaeser, Joachim, Dipl.-Ing. et al
Patentanwalt Königstrasse 28
D-22767 Hamburg
D-22767 Hamburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Messer mit hohlem Schaft


    (57) © Messer mit hohlem Schaft und Feststellvorrichtung für die bewegliche Messerklinge. An dem der Spitze gegenüberliegenden Ende der Messerklinge (20) ist ein im Schaft bewegbarer Schieber (22) über ein Gelenk (21) befestigt, das Relativlagen zwischen Messerklinge (20) und Schieber (22) von 0 bis 180° ermöglicht. Am freien Ende des Schiebers (22) ist ein Rastteil (23) angeordnet, der in Ausnehmungen (14, 15, 16) einer Seitenöffnung (11) des Schaftes (10) einführbar ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht.sich auf ein Messer mit hohlem Schaft und Feststellvorrichtung für die bewegliche Messerklinge.

    [0002] Die Erfindung bezweckt, ein Messer der vorangehend genannten Art zu verbessern, bei welchem die Messerklinge im ausgefahrenen Zustand einen besonders festen Halt im Schaft hat. Erreicht wird dies durch ein Messer gemäß den Patentansprüchen..

    [0003] Gemäß der Erfindung ist die Messerklinge mit einem Schieber gelenkig verbunden, wobei der Schieber in der sog. 0°-Stellung der beiden Teile, der Aufbewahrungslage des Messers im Schaft, sicherstellt, daß das Messer nicht ohne weiteres aus dem Schaft herausfallen kann. In der gestreckten Lage zwischen Schieber und Messerklinge, befindet sich das Messer in der ausgefahrenen Lage.,: wobei der Schieber selbst am Schaft fest gehaltertist, so daß die Messerklinge einen außergewöhnlich guten Halt hat. Bei einer Ausbildung des Messers als Mehrzweckmesser ist eine weitere Öffnung im Schaft vorgesehen, durch welche ein Kapselheber oder irgendein anderes geeignetes Werkzeug ein- und ausgefahren werden kann. Gemäß der Erfindung kann hierbei das Gelenk zwischen Schieber und Messerklinge dazu dienen, den Zusatzteil in seiner ausgefahrenen Lage zu haltern.

    [0004] Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert.

    [0005] Es zeigen

    Fig. 1 eine Draufsicht auf das Messer gemäß der Erfindung, wobei die Klinge ausgefahren ist,

    Fig. 2 eine entsprechende Draufsicht, in der die Klinge jedoch eingefahren und ein Kapselheber ausgefahren ist,

    Fig: 3 eine Schnittansicht gemäß III-III der Fig. 2.



    [0006] In den Fig. ist mit 10 ein Schaft bezeichnet, der gemeinhin bei Messern bekannt ist. Es handelt sich hierbei um einen Hohlkörper, der beispielsweise aus einem Spritzkunststoff hergestellt werden kann. Der Schaft 10 hat eine längliche, vorzugsweise quaderartige Form mit Abrundungen. Er besitzt im Inneren einen Hohlraum, von dem her Öffnungxnach außen führen. Eine der großen Flächen ist nach oben__hin durch eine im wesentlichen rechteckförmige Öffnung 11 geöffnet, während an den kleinen, den Stirnseiten des Schaftes Öffnungen 12 und 13 vorgesehen sind.

    [0007] Die Öffnung 11 ist mit Erweiterungen an den beiden Enden und im Bereich zwischen den beiden Enden ausgebildet. Diese Ausnehmungen tragen die Bezugszahlen 14, 15 und 16.

    [0008] Eine Messerklinge 20 in der üblichen Art und Weise ist an ihrem der Spitze gegenüberliegenden Ende mit einem Gelenk 21 mit einem Schieber 22 verbunden. Das Gelenk ermöglicht, daß die beiden Teile 20 und 22 in eine zueinander gestreckte Lage, aber auch in eine Lage gebracht werden können, in der sie aufeinanderliegen.

    [0009] Der Schieber 22 kann ebenfalls,wie das Messer 20, aus Metall, aber auch aus einem Kunststoff bestehen und hat die Form eines flachen Quaders mit einer Dicke von etwa 1 mm.

    [0010] Am freien Ende des Schiebers 22 befindet sich ein Rastteil 23. Der Rastteil 23 und auch das Gelenk 21 sind so ausgebildet, daß diese Teile in die Ausnehmungen 14, 15 und 16 eingeführt werden können, so daß eine Rastlage dieser Funktionsteile entsteht.

    [0011] Die Messerklinge 20 kann durch die Öffnung 12 ein- und ausgefahren werden, während ein Kapselheberteil 20 durch die Öffnungen 13 ein- und ausgefahren werden kann.

    [0012] In der Fig. 1, der Gebrauchslage, ist das Gelenk 21 in der Ausnehmung 16 angeordnet, währen der Rastteil 23 sich in der Ausnehmung 15 befindet.

    [0013] In.der in Fig. 2 gezeigten Lage befindet sich der Rastteil 23 im Inneren des Schaftes 10, und zwar unterhalb der Öffnung 11. Das Gelenk 21 befindet sich in der Ausnehmung 14. Aus Fig, 3 ist zu ersehen, daß das Gelenk 21 so ausgebildet ist, daß es in Berührungslage mit dem Kapselheber 30 angeordnet ist. Auf diese Art und Weise kann gemäß Fig. 3 erreicht werden, daß der Rastteil 30 in seiner Arbeitslage befestigt ist.

    [0014] Würde man, ausgehend von der Lage der Teile nach Fig. 3, sowohl den Schieber 22 als auch die Klinge 20 nach rechts verschieben, so könnte das Gelenk 21 in die Ausnehmung 15 und der Rastteil 23 in die Ausnehmung 11 gebracht werden. Auch in dieser Lage befindet sich die Messerklinge 20 im Schaft 10. In dieser Lage kann der Kapselheber 30 eingefahren werden, so daß keines der Funktionsteile über die äußeren Umrisse des Schaftes 10 vorsteht.


    Ansprüche

    1. Messer mit hohlem Schaft und Feststellvorrichtung für die bewegliche Messerklinge, dadurch gekennzeichnet, daß an dem der Spitze gegenüberliegenden Ende der Messerklinge (20) ein im Schaft bewegbarer Schieber (22) über ein Gelenk (21) befestigt ist, das Relativlagen zwischen Messerklinge (20) und Schieber (22) von 0 bis 180° ermöglicht, und daß am freien Ende des Schiebers (22) ein Rastteil (23) angeordnet ist, der in Ausnehmungen ( 14, 15, 16) einer Seitenöffnung (11) des Schaftes (10) einführbar ist.
     
    2. Messer nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine zusätzliche Öffnung (13) im Schaft zum Ein- und Ausfahren eines Kapselheberteiles (30).
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht