[0001] Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Kupplung für Schienenfahrzeuge,
- mit einem Kupplungskopf des Willison-Prinzips, bei welchem ein Kupplungsmaul seitlich
von Kupplungsklauen eingefaßt ist,
-mit einem in einem Hohlraum des Kupplungskopfes angeordneten Riegelgetriebe, das
einen Riegel, einen Taster, einen Zwischenhebel und eine Zugstange umfaßt, die alle
im wesentlichen nur in Horizontalebenen beweglich sind,
- wobei der Riegel und der Taster durch Federn in Bewegungsrichtung nach vorne belastet
sind,
- der Zwischenhebel und der Taster gesondert drehbar an einem gemeinsamen Vertikalbolzen
seitlich des Riegels gelagert sind,
- der Zwischenhebel mit dem Riegel und dem Taster in Eingriff und durch die Zugstange
außer Eingriff zum Riegel bringbar ist, in Eingriffsrichtung zum Riegel von einer
Feder belastet und in Wirkrichtung der Feder durch einen Anschlag zum Taster abfangbar
ist,
der Zwischenhebel bei vorhandenem Gegenkupplungskopf entsprechender Lage des Tasters
in einer vorderen Kuppelstellung des Riegels hinter eine erste und in einer rückwärtigen
Entkupplungsstellung des Riegels vor eine zweite, sich jeweils seitlich erstreckende
Anschlagfläche des Riegels zu dessen Bewegungssperrung federnd einrastbar ist und
bei in fehlendem Gegenkupplungskopf entsprechender Lage des Tasters von den Anschlagflächen
des Riegels ausgerastet ist, und
- ausgehend vom Kupplungszustand die Zugstange beim Zurückbewegen aus einer Normal-
in eine Entkupplungsstellung während eines ersten Hubabschnittes den Zwischenhebel
aus seiner Eingriffsstellung zur ersten Anschlagfläche dreht, gegebenenfalls vor Beendigen
dieses Hubabschnittes und jedenfalls während eines weiteren Hubabschnittes in Eingriff
zum Riegel gelangt und diesen mitnimmt.
[0002] Eine derartige Kupplung wurde bereits mit der nicht vorveröffentlichten DE-A 3 428
454, Fig. 5, vorgeschlagen.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Kupplung der eingangs genannten Art derart auszubilden,
daß sie aus wenigen, leicht herstellbaren und robusten Teilen besteht und demgemäß
bei geringen Wartungsarbeiten über lange Zeiträume eine sichere Funktion gewährleistet.
[0004] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß
- die Zugstange durch Anlaufen einer ihr zugehörenden Begrenzungswand an den Zwischenhebel
diesen unmittelbar aus seiner Eingriffsstellung zur ersten Anschlagfläche dreht und
- der Zwischenhebel bis zum Einrasten vor die zweite Anschlagfläche federnd angedrückt
an der Seitenflanke des sich zurückbewegenden Riegels entlanggleitet.
[0005] Nach der weiteren Erfindung vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten der Kupplung
sind den Unteransprüchen entnehmbar. Dabei ist hervorzuheben, daß sich die Kupplung
besonders vorteilhaft zum Anbringen einer Hand- bzw. Übergangskupplung eignet, wie
es aus Anspruch 5 entnehmbar ist.
[0006] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer nach der Erfindung ausgebildeten
Kupplung in den von der Erfindung betroffenen Teilen schematisch dargestellt und zwar
zeigt
Fig.l einen Teilschnitt durch die Kupplung mit einer Aufsicht auf das Riegelgetriebe,
Fig.2 ein Schnittbild des Riegelgetriebes gemäß . Linie 11-11 in Fig.l und
Fig.3 eine Stirnansicht einer mit einer Hand- bzw. Übergangskupplung ausgerüsteten
Kupplung in verkleinertem Maßstab.
[0007] In einem Kupplungskopf des Willison-Prinzips, der, wie aus Fig.3 ersichtlich, ein
von einer hakenartigen Kupplungsklaue und einer prismatischen Kupplungsklaue 2 seitlich
eingefaßtes Kupplungsmaul 3 aufweist, ist in einer Ausnehmung 4 gemäß Fig.1 und 2
ein Riegel 5 im wesentlichen in Längsrichtung des Kupplungskopfes horizontal verschieblich
gelagert. Der Riegel 5 weist ein vorderes Kopfstück 5a auf, welches die übliche Verriegelungsfunktion
zweier gekuppelter Kupplungsköpfe der Willison-Bauart dient. An das Kopfstück 5a schließt
sich nach rückwärts ein Schaftteil 5b an. Nahe des rückwärtigen Endes ist das Schaftteil
5b mit einer ersten Ausnehmung 6 versehen, welche eine relativ große Länge aufweist
und welche nach vorne durch eine Anschlagfläche 7 und nach rückwärts durch eine Anschlagfläche
8 begrenzt ist. Weiter vorne, etwa im Übergangsbereich zwischen Kopfstück 6a und Schaftteil
5b, weist der Riegel 5 eine zweite, vordere Ausnehmung 9 mit kürzerer Längserstreckung
auf, die nach rückwärts durch eine Anschlagfläche 9a begrenzt ist. Am rückwärtigen
Ende des Riegels 5 befindet sich eine andererseits gegen den Kupplungskopf abgestützte
Druckfeder 10, welche den Riegel 5 in Vorschubrichtung belastet. In der in Fig.1 und
2 dargestellten, gekuppelten Stellung mit nicht gezeigter, vorhandener Gegenkupplung
greift in die Ausnehmung 6 ein etwa rechtwinklig zur Bewegungsrichtung des Riegels
5 verlaufender Abschnitt II eines Schenkels 12 eines Winkelhebels 13 ein, wobei die
Breite des Abschnittes II wesentlich geringer als die Länge der Ausnehmung 6 ist;
der Abschnitt II befindet sich dabei nahe der Anschlagfläche 7. Seitlich des Riegels
5 ist der Winkelhebel 13 in seinem Scheitelbereich drehbar an einem vertikalen Bolzen
14 des Kupplungskopfes gelagert, der zweite Schenkel 15 des Winkelhebels 13 erstreckt
sich schräg nach rückwärts im spitzen Winkel zum Schenkel 12 vom Riegel 5 weg. Auf
der dem Riegel 5 abgewandten Seite ist neben dem im weiteren als Zwischenhebel 13
bezeichneten Winkelhebel ein Taster 16 ebenfalls drehbar am Bolzen 14 gelagert. Der
Taster 16 weist an einem durch eine Offnung 17 des Kupplungskopfes verschieblich nach
vorne ragenden Hebelteil 16a eine Druckplatte 16b auf, welche von der nicht gezeichneten
Gegenkupplung gegen die Stirnfläche 18 des Kupplungsmaules gedrückt wird. Das rückwärtige
Ende des Hebelteiles 16a weist eine Abkröpfung 16c auf, welche mit einer Anschlagfläche
vor der rückseitigen Begrenzung des Schenkels 15 endet und zusammen mit dieser einen
Anschlag 19 bildet. Eine zwischen dem Kupplungskopf und die Rückseite der Abkröpfung
16c eingespannte Feder 20 belastet den Taster 16 in Vorschubrichtung. Im mittleren
Bereich kragt vom Hebelteil 16a ein Hebelabschnitt 16d seitlich in Richtung zum Riegel
5 aus, dessen Ende am Bolzen 14 gelagert ist. Zwischen dem Hebelabschnitt 16d und
dem Schenkel 15 ist eine Drehfeder 21 eingespannt, welche den Zwischenhebel 13 in
Einrastrichtung des Abschnittes II in die Ausnehmung 6 belastet. Der rückwärtige,
an die Anschlagfläche 8 anschließende Abschnitt des Schaftteiles 5b weist eine Durchbrechung
auf, welche verschieblich von einer Zugstange 22 durchsetzt ist. Die Zugstange 22
durchragt die Feder 10 und ist an ihrem rückwärtigen, nicht dargestellten Ende mit
einer ebenfalls nicht dargestellten Betätigungsvorrichtung gekoppelt, welche ein Zurückziehen
der Zugstange 22 etwa in Kupplungslängsrichtung ermöglicht. Innerhalb der Ausnehmung
6 weist die Zugstange 22 mit Abstand vor der Anschlagfläche 8 eine aufwärts gerichtete
Abkröpfung 22a auf, deren rückwärtige Fläche eine Anschlagfläche 23 bildet, die der
Anschlagfläche 8 mit Abstand gegenübersteht. Anschließend an die Abkröpfung 22a nach
vorne endet die Zugstange 22 mit einem Maulstück 22b, welches eine seitlich zum Abschnitt
II hin geöffnete und eine vertikale Verlängerung lia des Abschnittes II umschließende
Maulöffnung 24 aufweist. Die vordere Begrenzungswand 25 der Maulöffnung 24 verläuft
vom Maulgrund schräg nach vorne-außen, ihr steht mit höchstens geringem Abstand die
Vorderseite des Endes des Abschnittes II gegenüber.
[0008] Durch einen nicht gezeichneten Anschlag gegen den Kupplungskopf ist der Riegel 5
an einer weiteren Vorverschiebung gehindert. Der in Kupplungslängsrichtung gemessene
Abstand von der Anlagestelle des Abschnittes II an der Begrenzungswand 25 zu deren
äußeren, vorderen Ende, in Fig.1 mit a bezeichnet, ist kleiner als der Abstand c zwischen
den Anschlagflächen 8 und 23, und dieser Abstand c ist wiederum kleiner als der Abstand
b zwischen der seitens des Zwischenhebels 13 befindlichen, seitlichen Stirnkante des
Maulstückes 22b und der rückwärtigen Begrenzung des Abschnittes ll. Die neben dem
Zwischenhebel 13 und zwischen den beiden Ausnehmungen 6 und 9 befindliche Seitenwand
26 des Riegels 5 ist eben ausgebildet.
[0009] Im Kupplungszustand bei vorhandener Gegenkupplung nehmen der Riegel 5, der Zwischenhebel
13, der Taster 16 und die Zugstange 22 die aus Fig.l und 2 ersichtlichen und vorstehend
beschriebenen Lagen ein. Der Riegel 5 wird dabei durch Anlegen seiner Anschlagfläche
7 an den Abschnitt II des Zwischenhebels 13 an einer Rückverschiebung gehindert, so
daß ein ungewolltes Entkuppeln ausgeschlossen ist.
[0010] Wird der Gegenkupplungskopf nach Einstellen einer Entkupplungsstellung entfernt,
so drückt die Feder 20 den Taster 16 unter Drehung um den Bolzen 14 nach vorne, wobei
durch den geschlossenen Anschlag 19 der Zwischenhebel 13 mitgedreht wird, bis dessen
Abschnitt II aus der Ausnehmung 6 austritt. Beim Annähern eines Gegenkupplungskopfes
mit aus irgendwelchen Gründen nicht rückverschieblichem Riegel kann daher der Riegel
5 entgegen der Kraft der Feder 10 nach rückwärts ausweichen und zum Vollziehen des
Kupplungsvorganges wieder in die dargestellte Stellung vorgeschoben werden, wobei
zu Kupplungsabschluß der Taster 16 -entgegen der Kraft der Feder 20 wieder eingedrückt
wird und die Drehfeder 21 den Abschnitt ll des Zwischenhebels 13 wieder in die Ausnehmung
6 einrastet; der Anschlag 19 bleibt hierbei geschlossen.
[0011] Soll, ausgehend von der dargestellten Stellung, der Kupplungskopf in seine Entkupplungsstellung
gebracht werden, so ist die Zugstange 22 in Pfeilrichtung 27 zurückzuziehen. Die Begrenzungswand
25 drückt dabei den Abschnitt II unter Drehen des Zwischenhebels 13 zur Seite, bis
der Abschnitt II aus der Ausnehmung 6 austritt, der Anschlag 19 zum in Ruhe verbleibenden
Taster 16 öffnet sich dabei. Gegen Ende oder nach Abschluß dieses Vorganges gelangt
die Anschlagfläche 23 zur Anlage an der Anschlagfläche 8, so daß beim Weiterbewegen
der Zugstange 27 diese den Riegel 5 entgegen der Kraft der Feder 10 zurückzieht. Die
Verlängerung lia gelangt dabei außer Eingriff zur Zugstange 22 und der Abschnitt II
gleitet mit seiner stirnseitigen Begrenzung auf die Seitenwand 26 des Riegels 5 auf
und an dieser Seitenwand 26 entlang. Bei Erreichen der Lösestellung gelangt die Ausnehmung
9 in den Bereich des Abschnittes ll, so daß letzterer unter der Kraft der Drehfeder
21 in die Ausnehmung 9 und damit vor die Anschlagfläche 9a einrastet und so den Riegel
5 in seiner rückwärtigen Stellung verriegelt, wodurch der Riegel 5 auch beim Freigeben
der Zugstange 22 seine nun erreichte Lösestellung beibehält. Durch die Betätigungsvorrichtung
oder eine weitere, nicht dargestellte, an der Zugstange 22 angreifende Feder kann
die Zugstange 22 nunmehr bis zum Anliegen ihrer vorderen Stirnseite am Abschnitt II
bzw. dessen Verlängerung lla vorbewegt werden. Wird nun die Gegenkupplung entfernt,
so drückt die Feder 20 den Taster 16 in der bereits beschriebenen Weise nach vorne,
wobei der Abschnitt II durch den geschlossenen Anschlag 19 bis zum Austritt aus der
Ausnehmung 9 gedreht wird. Die Druckfeder 10 schiebt nunmehr den Riegel 5 in die dargestellte
Kupplungsstellung vor, wobei der Abschnitt II an der Seitenwand 26 bis in den Bereich
der Ausnehmung 6 zurückgleitet. Beim Ausrasten des Abschnittes II aus der Ausnehmung
9 oder spätestens jetzt, nachdem der Abschnitt II wieder vor die Ausnehmung 6 gelangt
ist, wird die Zugstange II vollständig in ihre dargestellte, vordere Lage zurückbewegt,
beispielsweise unter der Kraft der bereits erwähnten, nicht dargestellten Feder. Die
Kupplung ist nunmehr kupplungsbereit, sie nimmt ihre bereits vorstehend beschriebene
Stellung ein und ein nachfolgender Kupplungsvorgang kann in der ebenfalls vorstehend
beschriebenen Weise ablaufen.
[0012] In Abänderung zu vorstehend beschriebenem Ausführungsbeispiel ist es möglich, die
Anschlagflächen 7, 8 und 9a in anderer Weise als durch die Ausnehmungen 6 und 8 zu
bilden, beispielsweise können diese Anschlagflächen an Ansätzen oder Vorsprüngen,
die horizontal oder vertikal verlaufen können, ausgebildet sein, wobei die Anschlagfläche
8 zudem zu den anderen Anschlagflächen 7 und 8 auch quer versetzt angeordnet sein
kann.
[0013] In weiterer Abänderung ist. es möglich, den Bolzen 14 nicht am Kupplungskopf, sondern
am Taster zu befestigen und letzteren längsverschieblich, nicht drehbar zu lagern.
Bei dieser Ausführung nimmt somit der Taster bei seinen Vor- und Zurückbewegungen
über den Bolzen den Zwischenhebel mit; letzterer wird dabei nicht durch den Anschlag
19, sondern durch Anlaufen an den vorderen Begrenzungswänden der Ausnehmungen 6 und
9 aus diesen herausgedreht. Im übrigen entspricht die Funktionsweise weitgehend der
vorbeschriebenen Ausführungsform.
[0014] Es ist ersichtlich, daß das Riegelgetriebe aus einfachen, robusten Teilen zusammengesetzt
ist und sehr flach ausgebildet werden kann. Die flache Bauweise ermöglicht, wie in
Fig.3 dargestellt, das Kupplungsmaul 3 oberhalb des Riegels 5 mit einer Öffnung 28
zu versehen, in welche ein am Kupplungskopf befestigter Kupplunghaken 29 einer üblichen
Handkupplung als Übergangskupplung ragt. Beim gemischten Kuppeln kann somit die Kuppelkette
des die Handkupplung aufweisenden Fahrzeuges in den Kupplungshaken 29 eingehängt werden.
Die horizontale Mittelebene 30 des Kupplungshakens 29 befindet sich dabei zweckmäß
etwas höher als die horizontale Mittelebene 31 des Kupplungskopfes. In Abwandlung
ist es auch möglich, in der Öffnung 28 eine mit ihrem einen Ende am Kupplungskopf
gehaltene Kuppelkette unterzubringen, die beim gemischten Kuppeln in den Haken der
Handkupplung des zu kuppelnden Fahrzeuges einzuhängen ist. Die Kuppelkette kann dabei
auch als federnd rückverschiebliche, in Auszugsrichtung nach vorne durch einen Anschlag
abgefangene Stange mit einer Kuppelöse am Vorderende ausgebildet sein.
[0015] Bezugszeichenliste
I Kupplungsklaue
2 Kupplungsklaue
3 Kupplungsmaul
4 Ausnehmung
5 Riegel
5a Kopfstück
5b Schaftteil
6 Ausnehmung
7 Anschlagfläche
8 Anschlagfläche
9a Anschlagfläche
9 Ausnehmung
10 Druckfeder
II Abschnitt
lia Verlängerung
12 Schenkel
13 Winkelhebel, Zwischenhebel
14 Bolzen
15 Schenkel
16 Taster
16a Hebelteil
16b Druckplatte
16c Abkröpfung
16d Hebelabschnitt
17 Öffnung
18 Stirnfläche
19 Anschlag
20 Feder
-21 Drehfeder
22 Zugstange
22a Abkröpfung
22b Maulstück
23 Anschlagfläche
24 Maulöffnung
25 Begrenzungswand
26 Seitenwand
27 Pfeilrichtung
28 Öffnung
29 Kupplungshahn
30 Mittelebene
31 Mittelebene
a Abstand
b Abstand
c Abstand
I. Selbsttätige Kupplung für Schienenfahrzeuge,
- mit einem Kupplungskopf des Willison-Prinzips, bei welchem ein Kupplungsmaul (3)
seitlich von Kupplungsklauen (1,2) eingefaßt ist,
- mit einem in einem Hohlraum (4) des Kupplungskopfes angeordneten Riegelgetriebe,
das einen Riegel (5), einen Taster (16), einen Zwischenhebel (13) und eine Zugstange
(22) umfaßt, die alle im wesentlichen nur in Horizontalebenen beweglich sind,
- wobei der Riegel (5) und der Taster (16) durch Federn (10 bzw. 20) in Bewegungsrichtung
nach vorne belastet sind,
- der Zwischenhebel (13) und der Taster (16) gesondert drehbar an einem gemeinsamen
Vertikalbolzen (14) seitlich des Riegels (5) gelagert sind,
- der Zwischenhebel (13) mit dem Riegel (5) und dem Taster (16) in Eingriff und durch
die Zugstange (22) außer Eingriff zum Riegel (5) bringbar ist, in Eingriffsrichtung
zum Riegel (5) von einer Feder (21) belastet und in Wirkrichtung der Feder (21) durch
einen Anschlag (19) zum Taster (16) abfangbar ist,
- der Zwischenhebel (13) bei vorhandenem Gegenkupplungskopf entsprechender Lage des
Tasters (16) in einer vorderen Kuppelstellung des Riegels (5) hinter eine erste und
in einer rückwärtigen Entkupplungsstellung des Riegels (5) vor eine zweite, sich jeweils
seitlich erstreckende Anschlagfläche (7,9a) des Riegels (5) zu dessen Bewegungssperrung
federnd einrastbar ist und bei in fehlendem Gegenkupplungskopf entsprechender Lage
des Tasters (16) von den Anschlagflächen (7,9a) des Riegels (5) ausgerastet ist, und
- ausgehend vom Kupplungszustand die Zugstange (22) beim Zurückbewegen aus einer Normal-
in eine Entkupplungsstellung während eines ersten Hubabschnittes den Zwischenhebel
(13) aus seiner Eingriffsstellung zur ersten Anschlagfläche (7) dreht, gegebenenfalls
vor Beendigen dieses Hubabschnittes und jedenfalls während eines weiteren Hubabschnittes
in Eingriff zum Riegel (5) gelangt und diesen mitnimmt, und wobei - die Zugstange
(22) durch Anlaufen einer ihr zugehörenden Begrenzungswand (25) an den Zwischenhebel
(13) diesen unmittelbar aus seiner Eingriffsstellung zur ersten Anschlagfläche (7)
dreht und
- der Zwischenhebel (13) bis zum Einrasten vor die zweite Anschlagfläche (9a) federnd
angedrückt an der Seitenflanke (26) des sich zurückbewegenden Riegels (5) entlanggleitet.
2. Kupplung nach Anspruch I, wobei der Zwischenhebel (13) ein Winkelhebel mit in Einraststellung
etwa rechtwinklig zur Bewegungsrichtung des Riegels (5) an den Anschlagflächen (7,9a)
angreifendem Abschnitt (11) eines ersten Schenkels (12) ist, wobei die Anschlagflächen
(7,9a) die vordere bzw. rückwärtige Begrenzungen von seitlichen Ausnehmungen (6,9)
des Riegels bilden.
3. Kupplung nach Anspruch 2, wobei die Zugstange (22) ein seitliches Maul (24) aufweist,
welches sich im Kupplungszustand in etwa vertikal anschließender Lage zur zum Maul
(24) hin offenen, ersten Ausnehmung (6) befindet und in welches der Abschnitt (11)
des Schenkels (12) mit einer vertikalen Verlängerung (Ila) eingreift und daß zwischen
der Zugstange (22) und dem Riegel (5) ein im Kupplungszustand einen Leerhub (c) aufweisender,
sich bei Rückbewegung der Zugstange (22) schließender Anschlag (8,23) vorgesehen ist.
4. Kupplung nach Anspruch I, 2 oder 3, wobei die Zugstange (22) in Bewegungsrichtung
nach vorne federbelastet ist.
5. Kupplung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, wobei der Kupplungskopf
im Bereich des Kupplungsmauls (3) vertikal zum Riegel
(5) versetzt eine Öffnung (28) aufweist, in welcher sich ein Teil (29) einer Handkupplung
befindet.
1. Automatic coupler for rail vehicles,
- with a coupler head according to the Willison principle, one coupler mouth (3) being
laterally bordered by coupler claws (1, 2);
- with a locking gear, arranged in the cavity (4) of the coupler head, comprising
a lock (5), a sensing lever (16), an intermediate lever (13), and a pull rod (22),
all such elements being movable essentially in horizontal planes only;
- the lock (5) and the sensing lever (16) being loaded to the front by springs (10,
20) in moving direction;
the intermediate lever (13) and the sensing lever (16) being separately pivoted to
a common vertical bolt (14) laterally of the lock (5);
- the intermediate lever (13) being engageable with the lock (5) and the sensing lever
(16) and being disengageable from the lock (5) by the pull rod (22), in engaging direction
being loaded by a spring (21) and in acting direction of the spring (21) being interceptable
by a stop (19) at the sensing lever (16);
- the intermediate lever (13), with the sensing lever (16) assuming a position corresponding
to the opposite coupler head being in place, being engageable by spring force against
the locking force of lock (5) behind a first stop face (7) in a front coupling position
of the lock (5) and in front of a second stop face (9a) in a rear uncoupling position
of the lock (5) said stop surfaces extending from the latter in lateral direction,
and, with the sensing lever (16) assuming a position corresponding to the opposite
coupling head being out of place, being disengaged from the stop surfaces (7, 9a)
of the lock (5), and,
- starting from the coupled position, the pull rod (22), when being returned from
its normal to an uncoupled position, during a first stroke portion, rotating the intermediate
lever (13) out of its engaged position with the first stop face (7), possibly before
the end of such stroke portion, and, in any case, during a further stroke portion,
engaging the lock (5), taking the latter along, and - the pull rod (22), applying
the wall (25), associated to the latter, to the intermediate lever (13), rotating
the latter immediately out of its engaged position with the first stopping face (7),
and
- the intermediate lever (13), until engaging in front of the second stop face (9a),
being applied to by spring force and sliding alongside the flank (26) of the lock
(5), which moves backward.
2. Coupler according to Claim 2, the intermediate lever (13) being constituted by
an angular lever, comprising a section (11) of a first leg (12), said angular lever
(5), when being engaged, applying to the stop surfaces (7, 9a) at about right angles
to the moving direction of the lock (5), the stop surfaces (7, 9a) constituting the
front or rear limitations of lateral recesses (6, 9) of the lock.
3. Coupler according to Claim 2, the pull rod (22) being provided with a lateral opening
(24) assuming, with the coupler in coupled position, a nearly vertical position and
being situated in a first recess (6), being open toward the opening (24) only and
into which recess the section (11) of the leg (12) projects with a vertical extension
piece (11 a), a stop (8, 23) having been provided between the pull rod (22) and the
lock (5), said stop, when being engaged, having an idle stroke (C) and closing as
the pull rod (22) performs a return movement.
4. Coupler according to Claim 1, 2 or 3, the pull rod (22) being spring-loaded in
moving direction to the front.
5. Coupler according to one or more of the aforementioned Claims, the coupler head
being provided with an opening (28) in the area of the coupler mouth (3), said opening
(28) being vertically offset in relation to the lock (5) and comprising a part (29)
of a manual coupling.
1. Attelage automatique pour véhicules sur rails,
- avec une tête d'attelage du principe de Willison, dans laquelle un fond (3) de l'ouverture
d'attelage est délimité latéralement par des griffes d'attelage,
- avec un matériau de verrouillage comprenant un verrou (5), un palpeur (16), un levier
intermédiaire (13) et une tige de traction (22), tous essentiellement déplaçables
seulement dans des plans horizontaux,
- le verrou (5) et le palpeur (16) étant chargés vers l'avant, dans la direction du
déplacement, par des ressorts (10, 20),
- le levier intermédiaire (13) et le palpeur (16) étant montés de façon à pouvoir
tourner séparément autour d'un boulon vertical (14), latéralement par rapport au verrou
(5)
- le levier intermédiaire (13) étant susceptible de venir en prise avec le verrou
(5) et avec le palpeur (16) et de se dégager du verrou (5) par l'intermédiaire de
la tige de traction (22), étant chargé, dans le sens du dégagement par un ressort
(21) pour le verrou (5) et étant susceptible d'être intercepté dans le sens d'action
du ressort (21) par une butée (19) pour le palpeur (16)
- le levier intermédiaire (13) étant susceptible d'être enclenché élastiquement, pour
une position du palpeur (16) qui correspond à la présence d'une tête d'attelage antagoniste,
dans une position antérieure d'attelage du verrou (5), derrière une première surface
de butée (7) du verrou et pour une position postérieure du verrou (5) correspondant
à l'ouverture de l'attelage, devant une seconde surface de butée (9a) du verrou (5)
qui s'étend comme la première latéralement par rapport au verrou (5), en vue du blocage
du déplacement de celui-ci, alors que pour une position du palpeur (16) qui correspond
à l'absence de la tête d'attelage antagoniste, ledit levier intermédiaire est dégagé
des surfaces de butée (7, 9a) du verrou (5)
- en partant de l'état attelé, la tige de traction (22) faisant tourner, lors du mouvement
de retour d'une position normale dans une position d'ouverture de l'attelage, et pendant
une première portion de course, le levier intermédiaire (13) d'une position d'engagement
vers la première surface de butée, éventuellement avant la fin de cette portion de
course, et parvenant en tout cas pendant une seconde portion de la course, en position
d'engagement avec le verrou (5) et entraine ce dernier,
- la réalisation étant telle
- que la tige de traction (22), du fait de sa venue en contact avec une paroi de limitation
(25) qui lui est associée sur le levier intermédiaire (13), fait tourner ce dernier
directement de sa position en prise ou d'engagement, vers la première surface de butée
(7), et
- que le levier intermédiaire (13) glisse, jusqu'à l'enclenchement devant la seconde
surface de butée (9a), le long du flanc latéral (26) du verrou (5) animé de son mouvement
de retour, en y étant appliqué élastiquement.
2. Attelage selon la revendication 1, dans lequel le levier intermédiaire (13) est
constitué par un levier coudé possédant une section (11) d'une première branche (12),
laquelle attaque, dans la position d'enclenchement, à peu près suivant un angle droit
par rapport à la direction du déplacement du verrou (5), les surfaces de butée (7,
9a), celles-ci formant les limitations antérieure et postérieure de cavités latérales
(6, 9).
3. Attelage selon la revendication 2, dans lequel la tige de traction (22) possède
une cavité (24) qui se situe, à l'état attelé, sensiblement dans une position verticale
faisant suite à la première cavité (6) ouverte vers la cavité (24), et dans laquelle
la section (11) de la branche (12) pénètre par un prolongement (1 ia), et dans lequel,
entre la tige de traction (22) et le verrou (5) est prévue une butée (8, 23) possédant
une course à vide (c) à l'état attelé et se . fermant lors du mouvement de retour
de la tige de traction (22).
4. Attelage selon la revendication 1, 2 ou 3 dans lequel la tige de traction (22)
est chargée par un ressort dans sa direction de déplacement vers l'avant.
5. Attelage selon une ou plusieurs des revendications précédentes, dans lequel la
tête d'attelage comporte, dans la zone du fond (3) de l'ouverture de la tête d'attelage,
une ouverture (28) décalée verticalement par rapport au verrou (5) et dans laquelle
se trouve une partie (29) d'un attelage manuel.