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<ep-patent-document id="EP86118186A1" file="EP86118186NWA1.xml" lang="de" country="EP" doc-number="0232553" kind="A1" date-publ="19870819" status="n" dtd-version="ep-patent-document-v1-1">
<SDOBI lang="de"><B000><eptags><B001EP>......DE......GB..........SE......................</B001EP><B005EP>R</B005EP></eptags></B000><B100><B110>0232553</B110><B120><B121>EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG</B121></B120><B130>A1</B130><B140><date>19870819</date></B140><B190>EP</B190></B100><B200><B210>86118186.5</B210><B220><date>19861231</date></B220><B240></B240><B250>de</B250><B251EP>de</B251EP><B260>de</B260></B200><B300><B310>298/86</B310><B320><date>19860127</date></B320><B330><ctry>CH</ctry></B330></B300><B400><B405><date>19870819</date><bnum>198734</bnum></B405><B430><date>19870819</date><bnum>198734</bnum></B430></B400><B500><B510><B516>4</B516><B511> 4B 65H  39/14   A</B511></B510><B540><B541>de</B541><B542>Einrichtung zum Aufwickeln eines kontinuierlich anfallenden Schuppenstromes von biegsamen Flächengebilden zu einem Wickel</B542><B541>en</B541><B542>Winding device for a continuously arriving imbricated batch of flexible flat products</B542><B541>fr</B541><B542>Dispositif pour enrouler des objets plats arrivant en formation continue imbriqué</B542></B540><B560></B560></B500><B700><B710><B711><snm>Ferag AG</snm><iid>00254780</iid><irf>A 6094 EP</irf><adr><str>
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Schaad, Balass &amp; Partner AG</snm><iid>00100781</iid><adr><str>Dufourstrasse 101
Postfach</str><city>8034 Zürich</city><ctry>CH</ctry></adr></B741></B740></B700><B800><B840><ctry>DE</ctry><ctry>GB</ctry><ctry>SE</ctry></B840></B800></SDOBI><!-- EPO <DP n="17"> -->
<abstract id="abst" lang="de">
<p id="pa01" num="0001">Auf einer Lageranordnung (26) ist ein Wickelkern (22) mit einem darauf sich bildenden Wickel (23) drehbar gelagert. Eine Förderbahn (11) führt den anfallenden Schuppenstrom tangential an den Wickelkern (22) bzw. an den sich bil­denden Wickel (23) heran. Der Wickelkern (22) bzw. der sich bildende Wickel (23) ist mit einer Umfangsgeschwin­digkeit angetrieben, die etwa der Fördergeschwindigkeit der Förderbahn (11) entspricht. Um dem Wickelkern (22) bzw. dem sich bildenden Wickel (23) den Antrieb nicht am äussersten Umfang zu übertragen, ist mindestens ein Paar angetriebener Reibräder (53, 54) vorgesehen, die nach­führbar an den ebenen Stirnseiten (24) des Wickelkernes (22) bzw. an jenen des Wickels (23) im Bereich dessen Umfanges an einander axial gegenüberliegenden Stellen an­greifen.  <img id="iaf01" file="imgaf001.tif" wi="94" he="119" img-content="drawing" img-format="tif"/></p>
</abstract><!-- EPO <DP n="1"> -->
<description id="desc" lang="de">
<p id="p0001" num="0001">Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Aufwickeln eines kontinuierlich anfallenden Schuppenstro­mes von biegsamen Flächengebilden, insbesondere von ge­falteten Druckprodukten zu einem Wickel gemäss dem Ober­begriff des Patentanspruches l.</p>
<p id="p0002" num="0002">Vergleichbare Einrichtungen sind beispielsweise aus dem DE-GM 6 608 4ll und aus der DE-PS 2 544 l35 bekannt. Mit diesen vorbekannten Einrichtungen werden allerdings in Schuppenformation anfallende Säcke, Beutel und ähnliche flache Werkstücke und nicht gefaltete Druckprodukte, bei­spielsweise Zeitungen, zu sogenannten "Schuppenbandrol­len" aufgewickelt. Diese Feststellung ist deshalb am Platze, weil die mit den vorbekannten Einrichtungen auf­gewickelten Werkstücke praktisch nicht kompressibel sind, während gefaltete Druckprodukte bis zu einem gewissen Grad kompressible Gebilde darstellen.</p>
<p id="p0003" num="0003">Bei der Einrichtung gemäss dem DE-GM 6 608 4ll sind die Mittel zum reibschlüssigen Antreiben des Wickels im Be­reich seines Umfanges (nachstehend kurz "Wickelantrieb" genannt) durch eine angetriebene Walze gebildet, auf der der Wickel durch sein Eigengewicht aufliegt, wobei der Wickel frei drehbar am einen Ende einer Pendelschwinge gehaltert ist. Die mit diesem Wickelantrieb übertragbaren Antriebskräfte sind vergleichsweise gering, weil die Uebertragung theoretisch nur an der gemeinsamen Mantel­<!-- EPO <DP n="2"> --> linie zwischen der Mantelfläche der Walze und jener des Wickels erfolgt. Ueberdies wäre dieser Antrieb für Druck­produktewickel schon deswegen nicht geeignet, weil mit dem unvermeidlichen Schlupf das Risiko des Verschmierens der Druckfarbe auf der Flachseite der Druckprodukte ein­hergeht. Ausserdem ist bei dieser Einrichtung von Nach­teil, dass die Höhe des fertiggestellten Wickels bzw. dessen Wickelkernes vom Aussendurchmesser des fertigen Wickels abhängig ist, da der Wickel, wie bereits gesagt, frei drehbar am einen Ende einer Pendelschwinge gehalten ist, während der Aussendurchmesser des fertigen Wickels von der Anzahl und der Dicke der im Wickel vorhandenen Produkte abhängig ist. Daher sind zum Entfernen eines fertigen Wickels, der ein ganz beträchtliches Gewicht aufweisen kann, bei dieser bekannten Einrichtung entweder bodengebundene Hebemittel erforderlich, die auf verschie­dene Höhen des Wickelkernes einstellbar sind, oder aber Ueberkopf-Hebezeuge. Solche Ueberkopf-Hebezeuge können aber bestenfalls die fertigen Wickel nur an eine Stelle in derselben Halle transportieren, in der die Einrichtung aufgestellt ist, jedoch nicht durch Türöffnungen, so dass ein Umladen der Wickel erforderlich ist.</p>
<p id="p0004" num="0004">Die zuletzt genannten Nachteile sind wenigstens zum Teil bei der Einrichtung gemäss der DE-PS 2 544 l35 insofern behoben, als der Wickelkern und damit auch der Wickel frei drehbar in ortsfesten Lagerböcken gehalten ist. Bei der Einrichtung der DE-PS erfolgt der Wickelantrieb durch zwei den Wickel teilweise umschlingende, angetriebene Druck­bänder. Bei dieser Einrichtung ist von Nachteil, dass die Führung der Antriebsbänder eines erheblichen technischen Aufwandes bedarf, weil diese Führung imstande sein muss,<!-- EPO <DP n="3"> --> die sich nach Massgabe des wachsenden Wickeldurchmessers stark verändernde Länge des jeweils den Wickelaussenum­fang umschlingenden Abschnittes der Antriebsbänder zu kompensieren. Ausserdem ist bei dieser Einrichtung der Umschlingungswinkel der Antriebsbänder nicht konstant. Wenngleich bei dem Wickelantrieb der Einrichtung gemäss der DE-PS 2 544 l35 im Falle von Druckprodukten die Ge­fahr des Verschmierens des Druckes möglicherweise gerin­ger ist als bei der Einrichtung gemäss des bereits ge­würdigten DE-GM 6 608 4ll, besteht doch die Gefahr, dass bei der unvermeidlichen Verschmutzung des Antriebsbandes die aufgewickelten Flächengebilde auch verschmutzt wer­den. Auch bei dieser vorbekannten Einrichtung ist das Entfernen eines fertigen Wickels nicht ohne Probleme, muss doch hierzu zuerst das Antriebsband vom Umfang des Wickels gelöst werden.</p>
<p id="p0005" num="0005">Bei diesem Stand der Technik ist es als eine Aufgabe der Erfindung anzusehen, eine Einrichtung der eingangs ge­nannten Art zu schaffen, die bei Erhaltung der Vorteile des umfangsseitigen Wickelantriebes (im wesentlichen kon­stante Antriebsgeschwindigkeit) einen vergleichsweise ein­fachen Aufbau aufweist und bei der eine Beeinträchtigung irgendwelcher Art der Flachseiten der Flächengebilde durch den Wickelantrieb ausgeschlossen ist.</p>
<p id="p0006" num="0006">Diese Aufgabe ist bei der vorgeschlagenene Einrichtung dadurch gelöst, dass sie die im Kennzeichen des Patentan­spruches l definierten Merkmale aufweist.<!-- EPO <DP n="4"> --></p>
<p id="p0007" num="0007">Merkmale bevorzugter Ausführungsformen sind den abhängi­gen Ansprüchen zu entnehmen.</p>
<p id="p0008" num="0008">Zum besseren Verständnis der Erfindung ist diese nach­stehend rein beispielsweise anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
<ul id="ul0001" list-style="none">
<li>Fig. l eine schematische Seitenansicht einer Einrichtung, bei der nur die wesentli­chen Bestandteile dargestellt sind,</li>
<li>Fig. 2 in vergrössertem Massstab teilweise einen Schnitt längs der Linie II-II der Fig. l, wobei gewisse Teile jedoch in Ansicht von links der Fig. l erscheinen,</li>
<li>Fig. 3 eine teilweise in Abwicklung dargestell­te Detailansicht von oben her jener Stellen, wo die Reibräder angreifen, wo­bei der Wickelkern weggelassen ist,</li>
<li>Fig. 4 eine schematische Teilansicht zur Dar­stellung, dass die Vorspur der Reibräder einstellbar sein kann, und</li>
<li>Fig. 5 eine Ausführungsvariante der Reibräder.</li>
</ul></p>
<p id="p0009" num="0009">Es sei vorerst auf die Fig. l bis 3 Bezug genommen. Bei der dargestellten Einrichtung l0 erkennt man einen Band­förderer ll, der zwei Umlenkrollen l2, l3 aufweist, von denen die Umlenkrolle l2 über eine Kette l4 angetrie­<!-- EPO <DP n="5"> --> ben ist. Die Umlenkrollen 12,13 sind an den Enden einer Wippe gelagert, die um die Achse 15 der angetriebenen Umlenkrolle 12 verschwenkbar ist. Die Wippe weist zwei seitliche Längsholme 16,17 auf, die im Bereich zwischen den Umlenkrollen 12,13 durch einen Gleittisch 18 überspannt sind, damit das obere, förderwirksame Trum der drei Riemen 19 (Fig.2) des Bandförderers 11 keine Durchbiegung erfährt. An der Wippe greift eine Federanordnung, bei­spielsweise eine Gasfeder 20 an, die bestrebt ist, den Bandförderer 11 nach oben zu drücken, wobei umgekehrt der Bandförderer von dem wachsenden Wickel gegen die Federkraft zurückgedrängt wird.</p>
<p id="p0010" num="0010">Der Bandförderer 11 ubernimmt von einem in Fig.1 links nur schematisch angedeuteten Zuförderer einen Schuppen­strom S von gefalteten Zeitungen Z, von denen jede mit ihrem vorlaufenden Falz oder Bund die Schnittkante oder Blume der vorangehenden Zeitung überlappt. Gleichzeitig unterlegt der Bandförderer 11 den Schuppenstrom S etwa in seiner Längsmitte mit einem von einer nicht dargestell­ten, gebremsten Vorratsrolle abgezogenen und die angetrie­bene Umlenkrolle 12 umschlingenden schmalen Wickelband 21, das somit in gespanntem Zustand mit dem Schuppenstrom S mitläuft: Der Schuppenstrom S und das Wickelband 21 gelangen zusammen zu einem auf einem Wickelkern 22 sich bildenden Wickel 23, dessen Umfangsgeschwindigkeit natür­lich durch das Wickelband 21 bestimmt wird.</p>
<p id="p0011" num="0011">Der Fig.2 ist zu entnehmen, dass der ringförmige Wickel­kern 22 an seinen Enden nach innen umgebogene End­flansche 24 aufweist, deren Abstand voneinander etwa der quer zur Förderrichtung gemessenen Breite der Zei­tungen Z entspricht. Ausserdem ist mittig an der Innen­seite des Wickelkernes 22 eine rundum laufende Schiene 25 mit einem U-förmigen, nach innen offenen Quer­<!-- EPO <DP n="6"> --> schnitt fest verankert. Diese Schiene 25 dient einerseits zur radialen Versteifung des relativ dünnwandigen Wickelkernes 22, andererseits und vor allem um den Wickel­kern auf konstanter Höhe drehbar in der nachstehend zu beschreibenden Lageranordnung 26 zu haltern und zu füh­ren.</p>
<p id="p0012" num="0012">Diese Lageranordnung 26 weist zunächst zwei Doppelrollen 27, 28 auf, die frei drehbar in Lagerböcken 29 bzw. 30 gelagert sind, welche Lagerböcke auf je einem von einem seitlichen Maschinengestell 3l seitlich abstehenden Aus­leger 32 bzw. 33 montiert sind. Der Wickelkern 22 ruht nun so auf den Doppelrollen 27, 28, dass diese in die offene Seite der Schiene 25 eingreifen.</p>
<p id="p0013" num="0013">Die Lageranordnung 26 weist eine weitere Doppelrolle 34 auf, die ebenfalls frei drehbar in einem Lagerbock 35 ge­lagert ist. Der Lagerbock 35 ist nach unten sich er­streckend an der Unterseite eines Auslegers 36 montiert, der in bezug auf das Gestell 3l schwenkbar und verschieb­bar ist. Zum Verschwenken ist am Ausleger 36 bei 37 die Kolbenstange 38 eines Fluidik-Aggregates 39 angelenkt, dessen Zylinder 40 bei 4l zwischen den Auslegern 32 und 33 pendelfähig aufgehängt ist. Nicht dargestellte weitere Mittel sind vorgesehen, um den Ausleger 36 um ein be­schränktes Mass in Richtung zum Gestell 3l hin und von diesem weg zu verschieben, so dass die Doppelrolle 34 von der in Fig. 2 ausgezogen dargestellten Eingriffslage, in der die Doppelrolle 34 ebenfalls in die offene Seite der Schiene 25 eingreift, in die in Fig. 2 strichpunktiert eingezeichnete Freigabestellung bewegbar ist. Damit ist klarerweise der Wickelkern jederzeit von der in Fig. 2<!-- EPO <DP n="7"> --> rechts erscheinenden Seite her frei zugänglich, bei­spielsweise mittels eines Gabelstaplers.</p>
<p id="p0014" num="0014">Durch die Lageranordnung 26 ist der Wickelkern 22 an drei Stellen frei drehbar gelagert, wobei zu bemerken ist, dass die Doppelrolle 34 in Eingriffslage den Wickelkern 22 nach unten drückt und so dessen Abheben von den Dop­pelrollen 27, 28 verhindert.</p>
<p id="p0015" num="0015">Nachstehend sollen die Mittel beschrieben werden, die den Wickelkern 22 bzw. den darauf sich bildenden Wickel so in Umlauf bringen, dass der anfallende Schuppenstrom S aufgewickelt wird.</p>
<p id="p0016" num="0016">In einer am Gestell 3l montierten Führungsschiene 42 ist ein mit einem den Bandförderer ll unten überspannenden Ausleger 44 versehener Wagen 43 auf nicht näher darge­stellte Weise auf und ab verschiebbar gelagert. Der Aus­leger 44 ist zu beiden Seiten des Bandförderers ll über eine Gelenkkoppel 45 bzw. 46 an die Längsholme l6 bzw. l7 des Bandförderers gekoppelt. Mithin folgt also der Ausle­ger 44 mit dem Wagen 43 zwangsläufig der Auf- und Ab-Be­wegung des Bandförderers ll.</p>
<p id="p0017" num="0017">An seinen beiden Enden ist der Ausleger 44 mit nach oben sich erstreckenden Aufhängungen oder Tragkonsolen 47, 48 versehen. An diesen Tragkonsolen 47, 48 ist das eine Ende der Gelenkkoppeln 45 bzw. 46 angelenkt. Auf beiden Trag­konsolen 47, 48 ist bei 49 bzw. 50 je ein Winkelhebel 5l bzw. 52 angelenkt, wobei am Ende dessen längeren Armes ein Reibrad 53 bzw. 54 drehbar gelagert ist, während am Ende seines kürzeren Armes ein ebenfalls an der Konsole<!-- EPO <DP n="8"> --> 47 bzw. 48 montiertes Fluidik-Aggregat 55 bzw. 56 angreift. Die Fluidik-Aggregate 55, 56 dienen dazu, die Reibräder 53, 54 an die Stirnflansche 24 bzw. an die fla­che Stirnseite des sich bildenden Wickels 23 anzudrücken und auch dazu, wie beispielsweise in Fig. 3 gestrichelt angegeben, die Reibräder 53, 54 zur Freigabe des Wickels 23 voneinander zu entfernen.</p>
<p id="p0018" num="0018">Der Antrieb der Reibräder 53, 54 ist nachstehend unter weitgehender Bezugnahme auf Fig. l und 2 beschrieben. Beidseits der angetriebenen Umlenkrolle l2 des Bandför­derers ll ist eine Kupplung 57, 58, beispielsweise eine Rutschkupplung, angeordnet, deren eine Hälfte drehfest mit der Umlenkrolle l2 verbunden ist und deren andere Hälfte ein Kettenrad 59 bzw. 60 trägt. Von den Kettenrä­dern 59, 60 führt je eine Kette 6l bzw. 62 zu einem Ket­tenrad 63 bzw. 64, das drehbar am Anlenkpunkt der Gelenk­koppel 45 bzw. 46 am Längsholm l6 bzw. l7 gelagert ist. Mit dem Kettenrad 63 bzw. 64 ist ein weiteres Kettenrad 65 bzw. 66 verbunden. Von diesem Kettenrad 65 bzw. 66 führt eine parallel zur Gelenkkoppel 45 bzw. 46 laufende Kette 67 bzw. 68 zu einem zum Anlenkpunkt der Gelenkkop­pel 45 bzw. 46 an der Tragkonsole 47 bzw. 48 koaxialen Kettenrad 69 bzw. 70, das das Antriebsrad eines Winkel­getriebes 7l bzw. 72 ist. Das Abtriebsrad 73 bzw. 74 die­ses Winkelgetriebes 7l bzw. 72 ist koaxial zum Gelenk­zapfen 49 bzw. 50 des Winkelhebels 5l bzw. 52 und treibt eine Kette 75 bzw. 76, die ein drehfest und koaxial mit dem Reibrad 53 bzw. 54 verbundenes Kettenrad 77 bzw. 78 umschlingt.<!-- EPO <DP n="9"> --></p>
<p id="p0019" num="0019">Das Uebersetzungsverhältnis im Winkelgetriebe 71 bzw.72 ist auf eine Umfangsgeschwindigkeit der Reibräder 53,54 ausgelegt, die etwa so gross oder etwas grösser als die Umfangsgeschwindigkeit des Wickels ist. Da aber die Reibräder nicht am äussersten Wickelumfang angreifen, ist diese Umfangsgeschwindigkeit notwendigerweise etwas geringer als jene am äussersten Wickelumfang, so dass nach Massgabe der Rutschkupplung 57 bzw.58 das Wickelband 21 -wie bereits erwähnt- in gespanntem Zustand mit dem Schuppenstrom S mitläuft. Selbst bei einem grossen Wickel­verhältnis bleibt dabei die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Reibradumfang und Wickelumfang gering und prak­tisch konstant, da die Reibräder sich stets im Berührungs­bereich des Bandförderers 11 mit dem Wickelumfang befinden, indem sie vom wachsenden Wickel uber die Wippe nachgeführt werden.</p>
<p id="p0020" num="0020">Aus Fig.1 lässt sich herleiten, dass dabei die Achsen der Reibräder 53,54 sich stets in einer Radialebene des Wickels 23 befinden.Dies dank der Führungsschiene 42, die eine geradlinige Führung der Auf- und Ab-Bewegung des Auslegers 44 gewährleistet, obwohl der Bandförderer 11 und damit dessen Längsholme 16,17 eine Schwenkbewegung durchführen. In der in Fig.1 bis 3 dargestellten Ausführung übertragen somit die Reibräder 53,54 einen Antrieb, der nur in Umfangsrichtung wirkt. Dazu sind die Reibräder mit einem Reibbelag 53′,54′ versehen, der in der Art eines Fahrzeugreifens oder Pneus ausgebildet sein kann.</p>
<p id="p0021" num="0021">Wenn nun gewünscht ist, dass auf die flachen Stirnseiten des sich bildenden Wickels 23 neben der nur in Umfangsrich­tung wirkenden Antriebskraft noch eine weitere Kraft­komponente wirken soll, beispielsweise um den Wickel zu verdichten, kann dies z.B. dadurch geschehen, dass<!-- EPO <DP n="10"> --> den Reibrädern 53,54 in Bezug auf ihren Abrollpunkt an der Stirnseite des Wickels 23 eine gewisse "Vorspur" gegeben wird. Dazu genügt es im vorliegenden Beispiel, die in Fig.1 lotrecht am Gestell 31 befestigte Führungs­schiene 42 geneigt am Gestell zu befestigen.</p>
<p id="p0022" num="0022">Wenn diese Führungsschiene 42 in Fig. 1 etwas im Gegen­uhrzeigersinn verdreht am Gestell befestigt wird, ergibt sich die in ausgezogenen Linien in Fig. 4 schematisch dargestellte Situation. Die strichpunktierte Linie 79 ist die Richtung des Radius des Wickels 23, während die strichpunktierte Linie 80 die Richtung der Achsen der Reibräder 53, 54 darstellt. In dieser Lage üben die Reibräder 53, 54 neben der in Umfangsrichtung wirkenden Kraft - wie die Feder 20 - auch eine nach der Mitte des Wickels 23 gerichtete Kraftkomponente aus.</p>
<p id="p0023" num="0023">Wenn die Führungsschiene 42 dagegen etwas im Uhrzeiger­sinn in Fig. l verdreht am Gestell 3l befestigt wird, er­gibt sich die in Fig. 4 strichpunktiert angegebene Situa­tion, in der die strichpunktierte Linie 80′ die Richtung der Achsen der Reibräder angibt.</p>
<p id="p0024" num="0024">Ebenso könnte eine Aenderung der Vorspur der Reibräder 53, 54 dadurch erreicht werden, dass die Tragkonsolen 47, 48, auf denen die Winkelgetriebe 7l bzw. 72 und die Fluidikaggregate 55 bzw. 56 montiert sind, etwas in der einen oder anderen Richtung um die Achsen der Kettenräder 69 bzw. 70 am Ausleger 44 oder am Wagen 43 montiert wer­den. Dabei würde die Fuhrungsschiene 42 nach wie vor die Reibräder 53, 54 bezüglich des Wickels 23 nach Massgabe dessen Wachstums in exakt radialer Richtung nachführen.<!-- EPO <DP n="11"> --></p>
<p id="p0025" num="0025">In Fig.5 ist schematisch eine Ausführungsvariante der Reibräder dargestellt. Bei dieser Ausführungsvariante kreuzen die Achsen der Reibräder 53A,54A die Achse des Wickelkernes nicht im rechten, sondern in einem spitzen Winkel. Die Reibräder 53A,54A sind daher umfangsseitig an ihrer dem Wickel 23 zugekehrten Flachseite mit dem Reibbelag 53′ bzw.54′ versehen. Ausserdem ist der Angriffs­punkt der Reibräder 53A,54A an den flachen Stirnseiten des Wickels 23 bzw. an den Endflanschen 24 auf der bezug­lich ihrer Achsen von der Achse des Wickels 23 entfernteren Seite. Der Vorteil dieser Reibräder 53A,54A wird darin gesehen, dass der Antrieb des Wickels längs eines Berüh­rungsbogens erfolgt, wobei dieser Bogen dank der Walk­barkeit der Reibbeläge 53′,54′ sozusagen konzentrisch zum Wickel 23 sein kann.</p>
<p id="p0026" num="0026">Abgesehen vom Wickelband 2l, das umfangsseitig mit dem Schuppenstrom S zum Wickel 23 aufgewickelt wird, bleibt die Aussenseite oder Mantelfläche des Wickels 23 unberüht. Die Reibräder 53,54 greifen an Stellen der Zeitungen an, wo keine Druckfarbe ist. Die Zeitungen S werden beim Aufwickeln nur durch ihr Eigengewicht und durch das Wickelband 21 quer zu ihrer Flachseite gepresst, nicht aber durch die für den Antrieb erforderlichen Anpresskräfte für die Reibräder. Die Reibräder 53,54 haben noch eine ausgleichende Funktion, so dass der entstehende Wickel 23 vollkommen ebene Stirnseiten aufweist.</p>
<p id="p0027" num="0027">Der dadurch verwirklichte technische Erfolg zeigt sich besonders deutlich in Gegenüberstellung mit der aus der europäischen Patentanmeldung Nr. 0135080 bekanntgewordenen Vorrichtung zum Aufwickeln einer Vielzahl von Druckbogen.<!-- EPO <DP n="12"> --></p>
<p id="p0028" num="0028">Zur Zuführung der letztern ist eine mit einem Förderband versehene Wippe vorgesehen und zum Antrieb des Wickels ein gegen den Wickelumfang anstellbares endloses Antriebs­band, wobei das Förderband und das Antriebsband nach der Art einer Zange an etwa diametral einander gegenüber­liegenden Stellen an den Wickelumfang anstellbar sind. Das Antriebsband umschlingt einen Teil des Wickelumfanges unter Ausübung eines Druckes, der ganz erheblich ist bzw. sein muss, zumal wenn die mit hoher Geschwindigkeit anfallenden Druckprodukte einer Rotationsdruckmaschine aufgewickelt werden sollen. Dann geht es nämlich nicht nur darum, den Wickel unter Spannung des Wickelbandes überhaupt zu bilden, vielmehr muss der Wickel häufig angehalten und erneut auf Betriebsgeschwindigkeit beschleu­nigt werden. Soll dies schlupflos gelingen, so muss man das Andrückband mit grosser Kraft an dem Wickelumfang angelegt halten, wobei selbst wenn ein Schlupf vermieden werden könnte, der Druck allein schon zum Durchschlagen und Verschmieren der Druckfarbe führt. Durch die Verwendung von Riberädern, die an den Stirnseiten des Wickels an­greifen, kann diese Gefahr vermieden werden, wobei über­raschenderweise der Wickelantrieb trotz der vergleichsweise beschränkten Angriffsfläche der Reibräder mit geringer Anpresskraft tonnenschwere Wickel in Sekundenschnelle zu beschleunigen oder anzuhalten vermag und dann natürlich auch den ordentlichen Wickelvorgang spielend bewältigen kann.</p>
</description><!-- EPO <DP n="13"> -->
<claims id="claims01" lang="de">
<claim id="c-de-0001" num="">
<claim-text>1. Einrichtung zum Aufwickeln eines kontinuierlich anfallenden Schuppenstromes (S) von biegsamen Flächenge­bilden, insbesondere von gefalteten Druckprodukten (Z) auf einen in einer Lageranordnung (26) drehbar gelagerten Wickelkern (22) zu einem Wickel (23), mit einer den Schuppenstrom (S) an den Wickelkern (22) bzw. an den sich bildenden Wickel (23) tangential heranführenden Förderbahn (11), und mit Antriebsmitteln (53,54), um den Wickel (23) im Bereich seines Umfanges reibschlüssig anzutreiben, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickel unter Ausübung einer Zugspannung auf ein mit dem Schuppen­strom aufgewickeltes Wickelband durch mindestens ein Paar Reibräder (53,54) angetrieben ist, die nachführbar an den ebenen Stirnseiten des Wickelkernes (22) bzw. des Wickels (23) im Bereich dessen Umfanges an einander axial gegenüberliegenden Stellen angreifen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0002" num="">
<claim-text>2. Einrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekenn­zeichnet, dass die Stellen, an denen die Reibräder (53, 54) an den ebenen Stirnseiten des Wickelkernes (22) bzw. des Wickels (23) angreifen, sich im Bereich des Berührungspunktes der Förderbahn (11) an dem sich bildenden Wickel (23) befinden.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0003" num="">
<claim-text>3. Einrichtung nach Patentanspruch 2, dadurch gekenn­zeichnet, dass die Förderbahn ein wippenartig schwenkbarer Bandförderer (11) ist, der unter der Wirkung einer zur<!-- EPO <DP n="14"> --> Achse des Wickelkerns (22) hin gerichteten Federkraft steht und dass jedes Reibrad (53,54) an einer mit der Wippe (16,17) gekoppelten Aufhängung (47,48) montiert ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0004" num="">
<claim-text>4. Einrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Reibräder (53, 54) je über eine Rutschkupplung (57,58) vom Antrieb (14,12) der Förderbahn (11) abgenommen ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0005" num="">
<claim-text>5. Einrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (55,56) vorgesehen sind, um die Reibräder (53,54) von ihrer Eingriffsstelle zu entfernen und den Wickel (23) freizugeben.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0006" num="">
<claim-text>6. Einrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraft, mit der die Reibrä­der (53,54) an die ebenen Stirnseiten des Wickels (23) angedrückt sind, einstellbar ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0007" num="">
<claim-text>7. Einrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibräder (53,54) an ihrem Umfang einen in der Art eines Fahrzeugreifens oder Pneus ausgebildeten, elastisch komprimierbaren Reibbelag (53′,54′), beispielsweise aus einem Elastomer tragen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0008" num="">
<claim-text>8. Einrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachsen der Reibräder (53,54) je in einer rechtwinklig zur Achse des Wickelkernes (22) stehenden Ebene angeordnet sind.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0009" num="">
<claim-text>9. Einrichtung nach den Patentansprüchen 3,5 und 6, da­durch gekennzeichnet, dass die Reibräder (53,54) je an einem Ende eines Winkelhebels (51,52) angeordnet sind, der schwenkbar an der zugeordneten Aufhängung (47,48) angelenkt<!-- EPO <DP n="15"> --> ist, und an dessen anderem Ende ein Hubelement (55,56) an­greift, das einerseits dazu dient, die Reibräder (53,54) von ihren Eingriffsstellen zu entfernen und andererseits die Andrückkraft der Reibräder (53,54) einzustellen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0010" num="">
<claim-text>10. Einrichtung nach Patentanspruch 9, dadurch gekennzeich­net, dass jedes Reibrad (53,54) über eine Kette (75,76) an­getrieben ist, die um ein erstes koaxial und drehfest mit dem Reibrad (53,54) verbundenes Kettenrad (77,78) und um ein zweites, koaxial zur Schwenkachse des Winkelhebels (51,52) angeordnetes Kettenrad (73,74) geführt ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0011" num="">
<claim-text>11. Einrichtung nach Patentansprüche 4 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Kettenrad (73,74) das Ab­triebsrad eines Winkelgetriebes (71,72) ist, dessen Antriebs­rad (69,70) über ein Kettengetriebe (67,68) von der Rutsch­kupplung (57,58) angetrieben ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0012" num="">
<claim-text>12. Einrichtung nach Patentanspruch 8, dadurch gekenn­zeichnet, dass die Vorspur der Reibräder (53,54) in Bezug auf die Umlaufrichtung an der Eingriffsstelle der Reibräder verstellbar und feststellbar ist (Fig.4).</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0013" num="">
<claim-text>13. Einrichtung nach Patentanspruch 3, dadurch gekenn­zeichnet, dass die Aufhängungen (47,48) der Reibräder (53,54) an einem verschiebbar geführten Wagen (43,44) montiert sind, der über eine Gelenkschwinge (45,46) mit der Wippe (16,17) des Bandförderers (11) verbunden ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0014" num="">
<claim-text>14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachsen der Reibräder (53A,54A) und die Achse des Wickelkerns (22) im wesentlichen in einer Ebene liegen, wobei die Drehachsen der Reibräder (53A,54A)<!-- EPO <DP n="16"> --> die Achse des Wickelkerns (22) in einem spitzen Winkel schneiden bzw. kreuzen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0015" num="">
<claim-text>15. Einrichtung nach Patentanspruch 14, dadurch gekenn­zeichnet, dass die Eingriffsstelle der Reibräder (53A,54A) an den ebenen Stirnseiten des Wickels (23) an der von der Achse des Wickelkernes (22) entfernteren Stelle des Umfangs der Reibräder (53A,54A) ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0016" num="">
<claim-text>16. Einrichtung nach Patentanspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibräder in der Art eines Schleif­tellers aus Gummi ausgebildet sind.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0017" num="">
<claim-text>17. Einrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekenn­zeichnet, dass im Antrieb des Reibradpaares eine Rutsch­kupplung vorgesehen ist.</claim-text></claim>
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