(19)
(11) EP 0 232 774 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.08.1987  Patentblatt  1987/34

(21) Anmeldenummer: 87100956.9

(22) Anmeldetag:  23.01.1987
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4H01J 29/92
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB NL

(30) Priorität: 06.02.1986 DE 8603174 U

(71) Anmelder: Heimann GmbH
D-6200 Wiesbaden 1 (DE)

(72) Erfinder:
  • Marseille, Hellmut, Dipl.-Phys.
    D-6204 Taunusstein 4 (DE)
  • Schindling, Heinz
    D-6238 Hofheim (DE)

(74) Vertreter: Fuchs, Franz-Josef, Dr.-Ing. et al
Postfach 22 13 17
80503 München
80503 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Bildaufnahmeröhre


    (57) Die Erfindung betrifft eine Bildaufnahmeröhre mit einer Frontscheibe (6), die auf ihrer Rückseite mit einer transparenten, elektrisch leitfähigen Schicht (3) belegt ist, welche mit einem Photoleiter (4) verbunden ist, wo­bei die Abnahme des Signalstromes durch einen die Front­scheibe (6) durchsetzenden, zur Schicht (3) geführten Kontakt (7a) erfolgt. Der Kontakt (7a) liegt in einem rechtwinklig verlaufenden Kanal, dessen eines Ende an der Seite der Frontscheibe (6) und dessen anderes Ende an der Schicht (3) endet.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Bildaufnahmeröhre mit einer Frontscheibe, die auf ihrer Rückseite mit einer transpa­renten, elektrisch leitfähigen Schicht belegt ist, welche mit einem Fotoleiter verbunden ist, wobei die Abnahme des Signalstromes durch einen die Frontscheibe durchsetzen­den, zur Schicht geführten Kontakt erfolgt.

    [0002] In der Figur 1 ist der vordere Teil einer Bildaufnahme­röhre herkömmlicher Art dargestellt, bei der die Abnahme des Signalstromes über den Signalring 1 erfolgt, der über die zur Abdichtung der Röhre verwendete Indiumdichtung 2 und eine transparente elektrisch leitfähige Schicht 3 mit dem Photoleiter 4 verbunden ist. Bei Bildaufnahmeröhren dieser Art beträgt die durch das der Schicht 3 parallel gegenüberliegende Feldnetz 5 und die photoleitende Schicht 3 selbst gebildete Kapazität in der Regel etwa 5pF. Diese Kapazität beeinflußt die Größe des Signal/­Rausch-Verhältnisses in ungünstiger Weise, so daß seit geraumer Zeit mit Erfolg versucht wird, Bildaufnahme­röhren mit geringerer Ausgangskapazität herzustellen.

    [0003] Zu diesem Zweck trennt man die elektrische Verbindung zwischen der Indiumdichtung 2 und der Schicht 3 auf, mit der Folge, daß die die schädliche Kapazität bildende Flä­che stark verringert und somit die Kapazität selbst ver­kleinert wird (LOC = Low Output Capacity Technic). Die Signalabnahme erfolgt über einen in die Frontscheibe 6 vakuumdicht eingearbeiteten Kontakt 7. Die wesentlichen Teile einer solchen Bildaufnahmeröhre sind in zwei An­sichten in den Figuren 2a und 2b dargestellt. Die An­ordnung des Kontaktes 7 in der Frontscheibe 6 ist bei herkömmlichen Röhren so, daß nur ein Teil der photolei­tenden Schicht ausnutzbar ist (Fig. 2b). Im allgemeinen ist dies eine Rechteck- oder Quadratfläche mit einer Diagonalen von 16 mm, was die Einsatzmöglichkeiten der Bildaufnahmeröhren besonders im Bereich der medizinischen Röntgentechnik stark einschränkt.

    [0004] Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, eine Bildaufnahmeröhre der eingangs genannten Art, also mit einem in der Frontscheibe eingearbeitetem Signalkontakt, so auszubilden, daß die photoleitende Schicht optimal ausnutzbar ist.

    [0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Kontakt in einem rechtwinklig verlaufenden Kanal liegt, dessen eines Ende an der Seite der Frontscheibe und des­sen anderes Ende an der transparenten, elektrisch leitfä­higen Schicht endet. Aufgrund der seitlichen Herausfüh­rung des Kontaktes ist die ausnutzbare Fläche gegenüber dem Stand der Technik wesentlich vergrößert.

    [0006] Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Figuren 3a und 3b in zwei verschiedenen Ansichten dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.

    [0007] Im Beispiel gemäß den Figuren 3a und 3b sind Teile, die mit Teilen der Figuren 1 und 2a und 2b gleich sind, mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Der Kontakt 7a durchsetzt die Frontscheibe 6 rechtwinklig, so daß der ihn aufnehmende Kanal mit seinem einen Ende an der Seite, d.h. am Rand der Frontscheibe 6 und mit seinem anderen Ende an der Schicht 3 endet. Dadurch ist eine seitliche Kontaktierung der Schicht 3 möglich. Der Durchmesser der ausnutzbaren Kreisfläche kann bei einer 1"-Bildaufnahme­röhre bis zu 20 mm betragen, ohne daß auf der Wiedergabe­seite eine Störung des Bildes in Form von Verzeichnungen feststellbar ist.

    [0008] Die Form des Kontaktes 7a erlaubt auch die Herstellung von Bildaufnahmeröhren mit Faseroptik-Frontscheiben und niedriger Ausgangskapazität, bei denen die Ankopplung von Bildverstärkern ohne Störung durch den Signalkontakt mög­lich ist.

    [0009] Die vakuumdichte Verbindung des Kontaktstiftes 7a mit der Frontscheibe 6 kann mit Hilfe von Glaslot oder Indium bzw. einer geeigneten metallischen Legierung oder durch direktes Einschmelzen hergestellt werden.


    Ansprüche

    Bildaufnahmeröhre mit einer Frontscheibe (6), die auf ihrer Rückseite mit einer transparenten, elektrisch leit­fähigen Schicht (3) belegt ist, welche mit einem Photo­leiter (4) verbunden ist, wobei die Abnahme des Signal­stromes durch einen die Frontscheibe (6) durchsetzenden, zur Schicht (3) geführten Kontakt (7a) erfolgt, da­durch gekennzeichnet, daß der Kon­takt (7a) in einem rechtwinklig verlaufenden Kanal liegt, dessen eines Ende an der Seite der Frontscheibe (6) und dessen anderes Ende an der Schicht (3) endet.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht