[0001] Die Erfindung betrifft eine Bildaufnahmeröhre mit einer Frontscheibe, die auf ihrer
Rückseite mit einer transparenten, elektrisch leitfähigen Schicht belegt ist, welche
mit einem Fotoleiter verbunden ist, wobei die Abnahme des Signalstromes durch einen
die Frontscheibe durchsetzenden, zur Schicht geführten Kontakt erfolgt.
[0002] In der Figur 1 ist der vordere Teil einer Bildaufnahmeröhre herkömmlicher Art dargestellt,
bei der die Abnahme des Signalstromes über den Signalring 1 erfolgt, der über die
zur Abdichtung der Röhre verwendete Indiumdichtung 2 und eine transparente elektrisch
leitfähige Schicht 3 mit dem Photoleiter 4 verbunden ist. Bei Bildaufnahmeröhren dieser
Art beträgt die durch das der Schicht 3 parallel gegenüberliegende Feldnetz 5 und
die photoleitende Schicht 3 selbst gebildete Kapazität in der Regel etwa 5pF. Diese
Kapazität beeinflußt die Größe des Signal/Rausch-Verhältnisses in ungünstiger Weise,
so daß seit geraumer Zeit mit Erfolg versucht wird, Bildaufnahmeröhren mit geringerer
Ausgangskapazität herzustellen.
[0003] Zu diesem Zweck trennt man die elektrische Verbindung zwischen der Indiumdichtung
2 und der Schicht 3 auf, mit der Folge, daß die die schädliche Kapazität bildende
Fläche stark verringert und somit die Kapazität selbst verkleinert wird (LOC = Low
Output Capacity Technic). Die Signalabnahme erfolgt über einen in die Frontscheibe
6 vakuumdicht eingearbeiteten Kontakt 7. Die wesentlichen Teile einer solchen Bildaufnahmeröhre
sind in zwei Ansichten in den Figuren 2a und 2b dargestellt. Die Anordnung des Kontaktes
7 in der Frontscheibe 6 ist bei herkömmlichen Röhren so, daß nur ein Teil der photoleitenden
Schicht ausnutzbar ist (Fig. 2b). Im allgemeinen ist dies eine Rechteck- oder Quadratfläche
mit einer Diagonalen von 16 mm, was die Einsatzmöglichkeiten der Bildaufnahmeröhren
besonders im Bereich der medizinischen Röntgentechnik stark einschränkt.
[0004] Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, eine Bildaufnahmeröhre der eingangs
genannten Art, also mit einem in der Frontscheibe eingearbeitetem Signalkontakt, so
auszubilden, daß die photoleitende Schicht optimal ausnutzbar ist.
[0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Kontakt in einem rechtwinklig
verlaufenden Kanal liegt, dessen eines Ende an der Seite der Frontscheibe und dessen
anderes Ende an der transparenten, elektrisch leitfähigen Schicht endet. Aufgrund
der seitlichen Herausführung des Kontaktes ist die ausnutzbare Fläche gegenüber dem
Stand der Technik wesentlich vergrößert.
[0006] Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Figuren 3a und 3b in zwei verschiedenen
Ansichten dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
[0007] Im Beispiel gemäß den Figuren 3a und 3b sind Teile, die mit Teilen der Figuren 1
und 2a und 2b gleich sind, mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Der Kontakt
7a durchsetzt die Frontscheibe 6 rechtwinklig, so daß der ihn aufnehmende Kanal mit
seinem einen Ende an der Seite, d.h. am Rand der Frontscheibe 6 und mit seinem anderen
Ende an der Schicht 3 endet. Dadurch ist eine seitliche Kontaktierung der Schicht
3 möglich. Der Durchmesser der ausnutzbaren Kreisfläche kann bei einer 1"-Bildaufnahmeröhre
bis zu 20 mm betragen, ohne daß auf der Wiedergabeseite eine Störung des Bildes in
Form von Verzeichnungen feststellbar ist.
[0008] Die Form des Kontaktes 7a erlaubt auch die Herstellung von Bildaufnahmeröhren mit
Faseroptik-Frontscheiben und niedriger Ausgangskapazität, bei denen die Ankopplung
von Bildverstärkern ohne Störung durch den Signalkontakt möglich ist.
[0009] Die vakuumdichte Verbindung des Kontaktstiftes 7a mit der Frontscheibe 6 kann mit
Hilfe von Glaslot oder Indium bzw. einer geeigneten metallischen Legierung oder durch
direktes Einschmelzen hergestellt werden.
Bildaufnahmeröhre mit einer Frontscheibe (6), die auf ihrer Rückseite mit einer transparenten,
elektrisch leitfähigen Schicht (3) belegt ist, welche mit einem Photoleiter (4)
verbunden ist, wobei die Abnahme des Signalstromes durch einen die Frontscheibe (6)
durchsetzenden, zur Schicht (3) geführten Kontakt (7a) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontakt (7a) in einem rechtwinklig verlaufenden Kanal liegt, dessen eines
Ende an der Seite der Frontscheibe (6) und dessen anderes Ende an der Schicht (3)
endet.