[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erstellung einer Verbindung
zwischen mindestens zwei Aufnahmeräumen für je ein Gut in einem gemeinsamen Behältnis,
worin eine Zwischenwand die Räume festlegt sowie eine Behältnisanordnung mit mindestens
zwei durch eine Zwischenwand getrennten Aufnahmeräumen und eine Anwendung des genannten
Verfahrens bzw. der Behältnisanordnung.
[0002] Beim Abpacken im Gebrauch zu vereinigender Güter, wie von Joghurt und Getreideflocken
ist es bekannt, Behältnisanordnungen einzusetzen, bei denen in einem Aussenbehältnis
Flocken abgepackt sind, darüber ein Innenbehältnis gestülpt ist, mit Joghurt, wobei
letzteres mit einem, üblicherweise aus Aluminiumfolie bestehenden Deckelteil verschweisst
ist. Ueblicherweise ist das Innenbehältnis lediglich im Aussenbehältnis eingestülpt.
Der Konsument muss zur Fertigstellung der Speise das Aussenbehältnis vom Innenbehältnis
abziehen, letzteres durch Abreissen des Deckelteils öffnen, dann den Inhalt, wie
Joghurt, vom Innenbehältnis ins Aussenbehältnis leeren. Dies ist in der Handhabung
aufwendig und auch deshalb nachteilig, weil nicht zu vermeiden ist, dass schon im
Innenbehältnis; je nach Sorgfalt und Geduld des Konsumenten, nicht gebrauchte Reste
verbleiben und ohnehin ein zweites Mal nach Zusichnahme der Speise aus dem Aussenbehältnis.
Im weiteren ist diese Behältnisanordnung in ihrer Handhabung aufwendig.
[0003] Aus der US-PS 3 696 919 ist eine Behältnisanordnung bekannt geworden, mit einem Aussenbehältnis,
dessen Innenraum durch ein napfförmiges, koaxial zum Aussenbehältnis angeordnetes
Gebilde in zwei Aufnahmeräume geteilt ist. Das napfförmige Gebilde, gegen oben offen,
steckt mit seiner Oeffnung an einem dichtenden Sitz eines Deckelteils. Seine Achsialausdehnung
ist im weiteren geringer als diejenige des Aussenbehältnisses. Zum Erstellen einer
Verbindung zwischen den zwei Aufnahmeräumen wird unter Ausnützung einer hohen Elastizität
der Behältnisaussenwandung eine achsiale Knautschzone im Aussenbehältnis durch Druckbeanspruchung
komprimiert, bis mit den Fingern das untere Ende des Napfes ergriffen werden kann
und der Napf durch Rückgängigmachung der Knautschzonenkomprimierung von seinem Sitz
am Deckelteil abgezogen werden kann. Diese Behältnisanordnung bzw. das dadurch realisierte
Verfahren eingangs genannter Art ist aus verschiedenen Gründen nachteilig:
- Deckelteil und Aussenwandung sind in der Herstellung aufwendig, insbesondere wenn
man die Anforderungen an Knautschzone, Elastizität des Aussenbehältnis-Wandungsmaterials
und Deckelteil berücksichtigt.
- Manipulationen zur Erstellung der obgenannten Verbindungen sind konsumentenunfreundlich,
denn nur mit einer Gebrauchsanweisung richtig durchzuführen: Die Erstellung der Verbindung
erfolgt durch manuelle Trennung des Napfes vom Sitz am Deckelteil durch Ergreifen
des Napfes durch die Behältnisaussenwandung hindurch.
[0004] Im weitern ist aus der US-PS 3 856 138 ein Behältnis bekannt geworden, bei welchem
ein mit Schraubendeckelteil verschlossenes Aussenbehältnis durch eine koaxiale, zylindrische
Zwischenwand in zwei Aufnahmeräume geteilt ist. Die zylindrische Zwischenwand ist
unten offen und sitzt im geschlossenen Behältniszustand mit ihrer Oeffnung auf Dichtungslippen
am Bodenteil des Aussenbehältnisses. Bei Abschrauben des Deckelteils und seiner Entfernung
wird die Oeffnung von der genannten Dichtung abgehoben und es erfolgt eine Vereinigung
der Güter in den beiden Aufnahmeräumen. Auch hier ist der Herstellungsaufwand für
eine derartige Behältnisanordnung gross und ist an eine relativ starre Materialstruktur
aller beteiligter Behältnisteile gebunden.
[0005] Die vorliegende Erfindung setzt sich zur Aufgabe, ausgehend von einem Verfahren bzw.
einer Behältnisanordnung obgenannter Art,letztere so auszubilden, dass bei geringerem
Herstellungsaufwand eine höchst einfache Handhabung gewährleistet ist.
[0006] Dies wird beim genannten Verfahren dadurch erreicht, dass man die Behältniswandung
mindestens in einem Bereich formverändernd von aussen beansprucht und mit dieser Veränderung
als Steuergrösse das Oeffnen einer Verbindung zwischen den Räumen ansteuert. Grundsätzlich
ist dabei die Vornahme einer Formveränderung, wie einer Einbuchtung, einer Verbiegung
der Behältniswandung, als alleinige Maniplationsanforderung zur Erstellung der Verbindung,
eine höchst einfache, konsumentenfreundliche Manipulation.
[0007] Bei einer ersten Ausführungsvariante des genannten Verfahrens, durch welche allenfalls
entstehende Dichtungsprobleme umgangen werden und konstruktiv einfache Realisationsmöglichkeiten
eröffnet werden, wird die Verbindung durch lokale Zerstörung der materiellen Integrität
der Zwischenwand, allenfalls ihres Verbindungsbereiches mit der Behältniswand geöffnet.
[0008] Eine weitere Variante besteht darin, dass man eine Oeffnung in der Zwischenwand durch
die Beanspruchung von einem Dichtungssitz abhebt.
[0009] Insbesondere im Hinblick auf den Einsatz von Behältnissen mit folienartigem Deckelteil
wird weiter vorgeschlagen, dass man mit öffnender Biegebeanspruchung des Deckelteils
die Verbindung öffnet. Damit ist die Manipulation zum Verbinden der beiden Aufnahmeräume,
an eine ohnehin zum Oeffnen des Behältnisses notwendige, formverändernde Beanspruchung
gekoppelt. Eine Variante wird dabei dadurch realisiert, dass man eine formverändernde
Deckelteilbewegung auf die Zwischenwand überträgt, dadurch eine darin vorgesehene
Oeffnung von einem dichtenden Sitz abhebt, eine andere dadurch, dass man bei Oeffnen
des Deckelteils die Zwischenwand durch Zugbeanspruchung aufreisst. Eine dritte prinzipielle
Ausführungsvariante des genannten Verfahrens ergibt sich dadurch, dass man durch
Druck auf einen Bereich der Behältniswandung die Zwischenwand durchbricht.
[0010] Dies erfolgt dann ohne dass das Behältnis geöffnet werden müsste, was in denjenigen
Fällen vorteilhaft ist, in welchen das Behältnis vor dessen Oeffnung praktisch als
Schüttelbecher zur Durchmischung der in den Aufnahmeräumen enthaltenden Güter eingesetzt
werden soll.
[0011] Die letztgenannte Verfahrensvariante wird beispielsweise so weitergebildet, dass
man die Zwischenwand von der Behältniswand losbricht und vorzugsweise schiefstellt
und bei Reduktion des Druckes die Oeffnung freigibt.
[0012] Dabei wird die Freigabe, beispielsweise dadurch erreicht, dass man beim Losbrechen
die Zwischenwand vorzugsweise gegen die einem Deckelteil abgekehrte Seite hin schiefstellt,
wodurch erreicht wird, dass bei der genannten Reduktion des Druckes die Oeffnung aufgespreizt
wird und bei der bevorzugten Schiefstellungsrichtung das Gut über der Zwischenwand
ihr entlang nach unten gleitet.
[0013] Bei der Behältnisanordnung der obgenannten Art wird die gestellte Aufgabe dadurch
gelöst, dass zwischen Aussenbehältnis und Zwischenwand eine Wirkverbindung vorgesehen
ist, die bei externer, formverändernder Beanspruchung des Aussenbehältnisses eine
Durchtrittsverbindung zwischen den Räumen öffnet.
[0014] In einer ersten Ausführungsvariante, bei der das Aussenbehältnis einen Deckelteil
umfasst, wird die Wirkverbindung zwischen Deckelteil und Zwischenwand vorgesehen,
damit bei formverändernder, öffnender Beanspruchung des Deckelteils die ohnehin zum
Oeffnen des Behältnisses vorzunehmen ist, die beiden Aufnahmeräume verbunden werden.
[0015] Dies wird dadurch auf einfache Art und Weise realisiert, dass die Zwischenwand mit
dem Deckelteil mindestens in einem Abschnitt mechanisch verbunden ist und durch öffnende
Verformungsbeanspruchung des letzteren eine Oeffnung in der Zwischenwand von einem
dichtenden Sitz abgehoben wird. Eine weitere Variante besteht darin, dass der Deckelteil
und/oder mindestens Teile der übrigen Aussenbehältniswand elastisch ausgebildet sind
und die Wirkverbindung ein Eröffnungsorgan am Deckelteil umfasst, das durch lokale
einbuchtende Beanspruchung des Deckelteils die Zwischenwand durchbricht. Eine noch
weitere Variante besteht darin, dass der Deckelteil mindestens an einer Transversalen
- bei einem kreisförmigen Deckel an einer Sehne zum Oeffnen biegbar ist und die Zwischenwandung
derart am Deckelteil gespannt ist, dass sie bei der Biegung und der sich dadurch
an ihr ergebenden Zugbeanspruchung reisst. Bei diesen Varianten entstehen keinerlei
Dichtungsprobleme. So kann beispielsweise am Deckelteil ein Durchstechdorn vorgesehen
werden, der bei Eindrücken des Deckelteils die darunterliegende Zwischenwand durchsticht.
Dies erfolgt bei geschlossenem Behältnis. Soll das Eröffnen der Verbindung zwischen
den beiden Aufnahmeräumen unter Umgebung von Dichtungsproblemen mit dem Oeffen des
Deckelteils gekoppelt sein, so bietet sich, als bevorzugte Ausführungsvariante insbesondere
für die obgenannte Anwendung, die letztgenannte Variante an, die auf einfache Art
und Weise dadurch realisiert wird, dass die Zwischenwand an einem Peripheriebereich
des Deckelteils mindestens im aufbiegbaren Abschnitt befestigt ist und über eine Distanzhaltung
am Deckelteil gespannt ist.
[0016] Dadurch wird erreicht, dass durch Aufbiegen des Deckelteils die Zwischenwand vermehrt
über der Distanzhaltung gespannt wird, unter Zugbeanspruchung gesetzt wird und reisst,
was durch entsprechende Ausbildung der Distanzhaltalterung, beispielsweise mit einer
Reisskante unterstützt werden kann.
[0017] Eine Variante, die ebenfalls ein Verbinden der beiden Aufnahmeräume in geschlossenem
Zustand des Behältnisses ermöglicht, wird dadurch erreicht, dass die Behältnisaussenwand
mindestens in Abschnitten elastisch ist und mindestens ein Bereich der Zwischenwand
relativ spröd, derart, dass dieser Bereich, bei elastischer Verformung des Abschnittes
der Behältnisaussenwand, bricht.
[0018] Dabei ergibt sich eine einfache Realisationsmöglichkeit dadurch, dass die Zwischenwand
eine SOLL-Bruchstelle an einem Bereich ihrer Peripherieverbindung mit der Behältniswandung
aufweist. Wird dann die Behältnisaussenwandung zusammengedrückt, so bricht die Zwischenwand
von ihrer Verbindung an der Behältniswandung los und stellt sich, insbesondere wenn
zusätzliche Umlenkorgane im Bereich der SOLL-Bruchstelle vorgesehen sind, nach dem
Bruch schief. Lässt man dann die Aussenwandung im Rahmen ihrer Eigenelastizität in
die Ursprungslage zurückschnellen, so bleibt die Zwischenwandung schiefgestellt, eine
relativ grosse Verbindungsöffnung zwischen den Aufnahmeräumen bleibt bestehen.
[0019] Dadurch, dass die Schiefstellung gegen einen den Deckelbereich abgekehrten Behältnisbereich
hin erfolgt, wird sichergestellt, dass,schwerkraftgetrieben das Gut im Aufnahmeraum
über der Zwischenwand in denjenigen unter der Zwischenwand überfliesst.
[0020] Das genannte erfindungsgemässe Verfahren bzw. die genannte erfindungsgemässe Behältnisanordnung
eignen sich vorzüglich für die Verpackung von bei Gebrauch zu vereinigenden Gütern
generell, wie spezifisch von Joghurt und Getreideflocken oder von Zweikomponentensubstanzen,
die vor Gebrauch getrennt gelagert werden müssen und bei Gebrauch zu vereinigen sind.
[0021] Die Erfindung wird anschliessend beispielsweise anhand von Figuren erläutert.
[0022] Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Längsschnittdarstellung einer ersten Ausführungsvariante
der erfindungsgemässen Behältnisanordnung,
Fig. 2 die Behältnisanordnung gemäss Fig. 1, nach Oeffnung,
Fig. 3 eine vergrösserte Partie mit einer Durchlassöffnung der Anordnung gemäss den
Fig. 1 und 2, in geschlossenem Zustand,
Fig. 4 eine Darstellung analog zu Fig. 1 einer weiteren Ausführungsvariante der erfindungsgemässen
Behältnisanordnung,
Fig. 5 eine schematische Aufsicht auf die Anordnung gemäss Fig. 4, zur Erläuterung
der vorgenommenen Verschweissungen an der Anordnung gemäss Fig. 4, bei aus Uebersichtsgründen
weggelassenem Deckblatt,
Fig. 6 eine Längsschnittdarstellung einer weiteren Ausführungsvariante der erfindungsgemässen
Behältnisanordnung,
Fig. 7 schematisch eine Querschnittsdarstellung einer weiteren Ausführungsvariante
der erfindungsgemässen Behältnisanordnung, in geschlossenem und geöffnetem Zustand,
Fig. 8 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsvariante der erfindungsgemässen
Behältnisanordnung, vor, bei und nach dem Oeffnen der Verbindung,
Fig. 9 schematisch eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Behältnisanordnung,
wiederum vor dem Oeffnen der Aufnahmeraumverbindung,während dem Oeffnen und nach
dem Oeffnen.
[0023] In Fig. 1 ist eine geschlossene Behältnisanordnung 1 dargestellt. Sie umfasst ein
kegelstumpfförmiges Aussenbehältnis 3, worin praktisch formschlüssig, ein Innenbehältnis
5 eingesteckt ist, ebenfalls kegelstumpfförmig entsprechend der Formung des Aussenbehältnisses
3 ausgebildet. Die Mantelfläche 7 des Innenbehältnisses liegt dabei,entgegen der aus
Klarheitssgründen gewählten Darstellung von Fig. 1, mindestens in einem Bereich satt
an der Mantelfläche 9 des Aussenbehältnisses. In dem Bereich der Mantelfläche 7 des
Innenbehältnisses 5 ist eine Durch lassöffnung 11 vorgesehen, deren Randbereich ebenfalls
satt an der Mantelfläche 9 des Aussenbehältnisses 3 anliegt. Zur Verbesserung der
Dichtungsverhältnisse zwischen Mantelfläche 9 und Durchlassöffnung 11 kann dabei,
wie dies bei 13 dargestellt ist, entweder die Mantelfläche 7 im Oeffnungsbereich mit
sich federnd bzw. gummielastisch an die Mantelfläche 9 anschmiegenden Ausformungen
versehen sein, und/oder wie gestrichelt bei 15 dargestellt und detailliert aus Fig.
3 ersichtlich, die Mantelfläche 9 des Aussenbehältnisses eine Einstülpung 15 aufweisen,
die sich dichtend in die Oeffnung 11 legt, wenn das Innenbehältnis 5 ins Aussenbehältnis
3 gestülpt ist. Eine Deckelpartie besteht aus einem Deckblatt 17, wie aus einer Aluminiumfolie.
Das Deckblatt 17 ist an seiner ganzen Peripherie mit einem angeformten Kragen 19 des
Aussenbehältnisses 3 verbunden, wie damit an einer Schweissnaht 21 verschweisst,
ebenso am ganzen Umfang des Innenbehältnisses 5, wie mit einer Schweissnaht 23. Somit
deckt das Blatt 17 dichtend sowohl das Innenbehältnis 5 wie auch das Aussenbehältnis
3 ab. Im Aussenbehältnis 3 ist ein erstes Gut 25 abgepackt, im Innenbehältnis ein
zweites 27. Dabei wird gegebenenfalls dasjenige Gut im Innenbehältnis 5 gelagert,
welches sich problemlos, ohne an den Behältniswandungen zu haften, umschütteln lässt,
somit beispielsweise im Aussenbehältnis als Gut 25 Joghurt und im Innenbehältnis als
Gut 27 Getreideflocken.
[0024] In Fig. 2 ist die Anordnung gemäss Fig. 1 dargestellt, wenn das Deckblatt 17 aufgerissen
wird, d.h. eine formverändernde, öffnende Beanspruchung des Aussenbehältnisses mit
seinem Deckelteil, dem Blatt 17, erfolgt. Das Blatt 17 wird lediglich auf einer Seite
vom Kragen 19 des Aussenbehältnisses 3 gelöst und die Verbindung der Schweissnaht
21 wirkt am gegenüberliegenden Umfangsbereich als Scharnier. Mit dem formverändernden
Hochheben des Deckblattes 17 wird auch das Innenbehältnis 5 kippend angehoben, denn
die Deckblatt-Innenbehältnisverbindung an der Schweissnaht 23 bleibt vom Aufreissen
der Schweissnaht 21 unbeeinträchtigt. Durch diese Bewegung wird das Gut 27, wie Getreideflocken,
aus der Durchlassöffnung 11 in das Aussenbehältnis 3 geschüttet, worin als Gut 25,
beispielsweise Joghurt, abgepackt ist.
[0025] In Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsvariante der Erfindung dargestellt, wobei Innen-
und Aussen-Behältnis 5 bzw. 3, wie beschrieben, ausgebildet sind, ebenso die Durchlassöffnung
11 mit den allenfalls vorgesehenen zusätzlichen Dichtungsorganen 13 bzw. 15. Es ist
ebenfalls ein Deckblatt 17 vorgesehen, beispielsweise aus Aluminiumfolie. Auch hier
weist das Aussenbehältnis 3 einen Randkragen 19 auf, wie auch aus Fig. 5 ersichtlich.
Das Innenbehältnis 5 weist nun vorzugsweise an sich gegenüberliegenden Umfangspartien
seines Randes zwei vorragende Laschen 28a bzw. 28b auf. Diese Laschen 28a bzw. 28b
überragen den Ringkragen 19 des Aussenbehältnisses 3, wie aus Fig. 5 ersichtlich.
Das Deckblatt 17 ist nun, wie in Fig. 5 aus Uebersichtsgründen gekreist dargestellt,
entlang seines Umfanges mit dem Kragen 19 des Aussenbehältnisses 3 verbunden, wie
verschweisst. Im Be reich der Lasche 28a ist das Blatt 17 mit letzterer verschweisst,
wie in Fig. 5 durch Kreuzmuster dargestellt, jedoch auch mit der darunterliegenden
Partie des Ringkragens 19. Im Bereich der Lasche 28a besteht somit eine Verbindung,
wie eine Verschweissung des Blattes 17 mit der Lasche 28a und weiter mit dem Ringkragen
19. An der zweiten Lasche 28b ist das Deckblatt 17 lediglich, wie gekreuzt in Fig.
5 dargestellt, mit der Lasche des Innenbehältnisses 5 verbunden, beispielsweise
verschweisst, nicht jedoch mit dem Kragen 19. Wie gestrichelt im Bereiche der Lasche
28a dargestellt, kann das Blatt 17, falls erforderlich, auch mit dem gesamten Umfang
des Innenbehältnisses 5 verschweisst sein. An der Lasche 28b ergibt sich wegen der
Nichtverschweissung mit dem Ringkragen 19 eine leicht zu untergreifende Partie, die
abgehoben werden kann, womit das Deckblatt 17 vom Ringkragen 19 abgerissen wird und
das Innenbehältnis 5 sich mit dem Deckblatt 17 anhebt, wobei die Lasche 28a praktisch
als Scharnier wirkt.
[0026] Bezüglich der Ausbildung der Oeffnung 11 kann letztere, wie detailliert auch in Fig.
3 dargestellt, ausgebildet sein. Die Dichtung des Aussenbehältnisses 3 bzw. dessen
Innenraums gegenüber der Umwelt, insbesondere im Bereiche der Lasche 28 wird durch
die Formschlüssigkeit von Innenbehältnis 5 und Aussenbehältnis 3 sichergestellt.
Was die Abpackung unterschiedlicher Güter anbelangt, gilt das bezüglich den Fig.
1 und 2 Gesagte.
[0027] In Fig. 6 ist eine weitere Ausbildungsvariante der Erfindung schematisch dargestellt.
Sie bezieht sich auf eine prinzipielle Ausgestaltung der Durchlassöffnung sowie ihres
Verschlusses bzw. ihrer Freigabe. Vom Prinzip dieser Fig. ausgehend, lässt sich selbstverständlich
eine grosse Zahl von Realisationsvarianten ohne weiteres aufzeigen. Das Aussenbehältnis
3, grundsätzlich ausgebildet, wie bereits erläutert wurde, weist an seiner Bodenfläche
29 eine fingerartig hochrangende Einstülpung 31 auf, beispielsweise im Material
des Aussenbehältnisses 3 gezogen. Das Innenbehältnis 5 ist mit seinem Rand mit dem
Deckblatt 17 verbunden, wie an den Schweissnähten 23 verschweisst und weist in seinem
Zentrumsbereich eine Durchlassöffnung 11a auf. Im geschlossenen Zustand ragt der Finger
31 in die Durchlassöffnung 11 ein und verschliesst letztere dichtend. Auch hier gilt
bezüglich der abzupackenden Güter das bereits Gesagte.
[0028] Fig. 6 zeigt auf eine weitere Art und Weise, wie eine Durchlassöffnung im Innenbehältnis
5 durch Wechselwirkung von Innen- und Aussen-Behältnis 3, 5 im geschlossenen Behältniszustand
je nach Ausbildung dichtend verschlossen wird und bei formverändernder Oeffnung
der Behältnisanordnung, wie durch Abheben des Deckblattes 17, durch die Relativbewegung
zwischen Innen- und Aussen-Behältnis freigegeben wird.
[0029] Bei allen bisher beschriebenen Ausführungsvarianten bewirkt die formverändernde,
öffnende Aufbiegung des Deckblattes das Oeffnen der Verbindung zwischen den beiden
Aufnahmeräumen im Behältnis.
[0030] In Fig. 7 ist schematisch eine weitere bevorzugte Ausbildungsvariante der erfindungsgemässen
Behältnisanordnung bzw. des erfindungsgemässen Verfahrens dargestellt. Ein Aussenbehältnis
40, versehen mit einem Kragen 42, ist mittels eines Deckelteils 44, wie einer Deckfolie,
z.B. aus Aluminium, verschlossen. Der Deckelteil 44 ist an seiner Peripherie mit
dem Kragen 42 des Aussenbehältnisses 40 verschweisst. Am Deckelteil 44 ist, nach
unten ragend, eine Distanzhalterung 46 vorgesehen, wie in Form eines bolzenförmigen
Dornes oder einer schneidenförmigen Platte. Ueber der Distanzhalterung 46 ist eine
Kunststoffolie 48 als Zwischenwand, gespannt, bezüglich der Distanzhalterung 46 auf
der einen Seite, bei 50, mit dem Aussenbehältnis 40 verbunden, auf der anderen Seite,
bei 52, lediglich mit dem Deckelteil 44. Wird bei diesem Behältnis der folienartige
Deckelteil 44, wie rechts in Fig. 7 dargestellt, im Bereich der Verbindung von Zwischenwandfolie
48 und Deckelteil 44 vom Aussenbehältnis 40 abgehoben und nach oben umgebogen, so
wird die Zwischenwandfolie 48, erst über der Distanzhalterung 46 gespannt und dadurch
unter Zugbeanspruchung gesetzt, bis sie, wie gestrichelt dargestellt, an der über
der Distanzhalterung gespannten Partie reisst. Dies kann, wie mit einer Spitze der
Distanzhalterung 46 angedeutet, durch entsprechende Ausbildung ihrer Kante bzw. Spitze
begünstigt werden, allenfalls auch durch Vorsehen einer Schwachstelle an der Folienzwischenwand
48, in dem an der Distanzhalterung 46 aufliegenden Bereich.
[0031] Durch Reissen der Folienzwischenwand 48, wie gestrichelt in der Darstellung rechts
angedeutet, entleert sich das Gut vom Aufnahmeraum oberhalb der Zwischenwand 48 in
den Aufnahmeraum unterhalb dieser Zwischenwand.
[0032] In Fig. 8 ist eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Behältnisanordnung
dargestellt bzw. des erfindungsgemässen Verfahrens. Wiederum ist das Aussenbehältnis
40 mit einem blattförmigen Deckelteil 44 verschlossen, wie damit entlang des Kragens
12 verschweisst. Eine folienartige Zwischenwand 54 ist an ihrer Peripherie bei 56
mit der Innenwand des Aussenbehältnisses 40 verbunden, wie damit verschweisst und
liegt relativ gespannt in einer Querebene des Aussenbehältnisses 40, letzteren in
die beiden Aufnahmeräume unterteilend. Am Deckelteil 44 ist ein Aufstechdorn 58 befestigt,
wie daran festgeschweisst, mit einer der Zwischenwand 54 zugekehrten Spitze 60. Das
Material des Aussenbehältnisses 40 ist mindestens in einem oberen Bereich A elastisch.
Zum Verbinden der beiden Aufnahmeräume wird, wie mit dem Pfeil P dargestellt, Druck
auf den Deckelteil 44 ausgeübt, welch letzterer eingewölbt wird, unter elastischer
Verformung der Aussenbehältniswandung im Bereich A. Ist insbesondere die Bodenpartie
62 des Aussenbehältnisses 40 relativ formstarr, so wird dadurch die Folienzwischenwand
54 zusätzlich gespannt. Wesentlich ist aber, dass durch die Einbuchtung des Deckelteils
44 die Spitze 60 des Dornes 58 auf die Folienzwischenwand 44 aufgedrückt wird, letztere
perforiert, so dass, wenn der Druck P aufgehoben wird, das Aussenbehältnis 40 mit
Deckelteil 44 in die ursprüngliche Form zurückschnellt. Nun sind die beiden Aufnahmeräume,
wie in Fig. 8 unten dargestellt,verbunden. Das Zurückschnellen der Wand des Aussenbehältnisses
spreizt dabei die entstandene Oeffnung zusätzlich auf. Bei dieser Variante bleibt
das Aussenbehältnis 40 auch nach erstellter Verbindung der Aufnahmeräume geschlossen,
womit das Behältnis dann schüttelbecherartig zum Mischen der nun vereinigten Güter
aus den beiden Aufnahmeräumen eingesetzt werden kann.
[0033] In Fig. 9 ist eine weitere Ausführungsvariante des erfindungsgemässen Verfahrens
bzw. der erfindungsgemässen Behältnisanordnung dargestellt, bei der wiederum das
Behältnis geschlossen bleibt, trotz der formverändernden Manipulation am Aussenbehältnis
zum Verbinden der beiden Aufnahmeräume. Das Aussenbehältnis 40, analog zu den Darstellungen
von Fig. 7 und 8,mit einem blattförmigen Deckelteil 44 verschlossen, ist durch eine
relativ formstarre Zwischen wand 64 in die Aufnahmeräume unterteilt. Im einen Peripheriebereich,
vorzugsweise kleiner als der halbe Umfang, ist die Zwischenwand 64 starr, wie bei
66 dargestellt, mit der Wandung des Aussenbehältnisses 40 verbunden, im übrigen Bereich
der Peripherie über eine SOLL-Bruchstelle 68. Dort ist im Bereich der SOLL-Bruchstelle
68 oberhalb der Zwischenwand 64 eine Einformung 70, nach innen ragend, an der Wandung
des Aussenbehältnisses 40 vorgesehen. Wird nun, wie rechts dargestellt, das Behältnis,
wie mit den Pfeilen P dargestellt, zusammengedrückt, so bricht wegen der relativen
Formstarrheit die Zwischenwand 64 an ihrer SOLL-Bruchstelle los und wird durch die
Führungswirkung der Aussenbehältniswand, wie dargestellt, nach oben oder unten geneigt.
Die Ausformung 70 ist vorgesehen, wenn die Neigungsrichtung nach unten bevorzugt wird.
Wird nun die Beanspruchung P aufgehoben, so schnellt das Behältnis in die unten dargestellte
Lage zurück, die Zwischenwand 64 bleibt jedoch in der vorgängig eingenommenen, geneigten
Lage, es öffnet sich eine Verbindungsöffnung 72 zwischen den Aufnahmeräumen. Es ist
nun ersichtlich, dass eine Neigung der Zwischenwand 64 nach unten anzustreben ist,
damit das oberhalb der Zwischenwand gelagerte Gut schwerkraftgetrieben, tendenziell
nach unten gleitet.
[0034] Die dargestellte und beschriebene Behältnisanordnung bzw. das durch sie realisierte
Oeffnungsverfahren sichert bei einfachsten Manipulationen ein Oeffnen einer Verbindung
zwischen zwei in einem Aussenbehältnis vorgesehenen Aufnahmeräumen und eignet sich
vorzüglich für das Abpacken von Joghurt und Getreideflocken oder ähnlichem oder Zweikomponentensubstanzen,
wie Zweikomponentenkleber oder Lacke etc., deren Komponenten vor Gebrauch getrennt
zu lagern sind und für den Gebrauch zu vereinigen sind.
1. Verfahren zur Erstellung einer Verbindung zwischen mindestens zwei Aufnahmeräumen
für je ein Gut in einem gemeinsamen Behältnis, worin eine Zwischenwand die Räume festlegt,
dadurch gekennzeichnet, dass man die Behältniswandung mindestens in einem Bereich
formverändernd von aussen beansprucht und mit dieser Veränderung als Steuergrösse
das Oeffnen einer Verbindung zwischen den Räumen ansteuert.
2. Verfahren, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verbindung durch lokale Zerstörung der materiellen
Integrität der Zwischenwand, allenfalls ihrer Berandung an der Behältniswand öffnet.
3. Verfahren, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Oeffnung in der Zwischenwand durch die Beanspruchung
von einem Dichtungssitz abhebt.
4. Verfahren, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach Anspruch
1, wobei für das Behältnis ein Deckelteil vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet,
dass man mit öffnender Biegebeanspruchung des Deckelteils die Verbindung öffnet.
5. Verfahren, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach Anspruch
4, dadurch gekennzeichnet, dass man eine formverändernde Deckelteilbewegung auf
die Zwischenwand überträgt und dadurch eine darin vorgesehene Oeffnung von einem dichtenden
Sitz abhebt.
6. Verfahren, vorzugsweise nach mindestens einem der Anspruüche, wie nach Anspruch
4, dadurch gekennzeichnet, dass man bei Oeffnen des Deckelteils die Zwischenwand
durch Zugbeanspruchung aufreisst.
7. Verfahren, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, dass man durch Druck auf einen Bereich der Behältniswandung
die Zwischenwand durchbricht oder durchsticht.
8. Verfahren, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach Anspruch
7, dadurch gekennzeichnet, dass man die Zwischenwand von der Behältniswand losbricht
und vorzugsweise schiefstellt und bei Reduktion des Druckes die Oeffnung freigibt.
9. Verfahren, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach Anspruch
8, dadurch gekennzeichnet, dass man die Zwischenwand vorzugsweise gegen die einem
Deckelteil abgekehrte Seite hin schiefstellt.
10. Behältnisanordnung mit mindestens zwei durch eine Zwischenwand getrennten Aufnahmeräumen,
dadurch gekennzeichnet, das zwischen Aussenbehältnis und Zwischenwand eine Wirkverbindung
vorgesehen ist, die bei externer, formverändernder Beanspruchung des Aussenbehältnisses
eine Durchtrittsverbindung zwischen den Räumen öffnet.
11. Behältnisanordnung, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach
Anspruch 10, wobei das Aussenbehältnis einen Deckelteil umfasst, dadurch gekennzeichnet,
dass die Wirkverbindung zwischen Deckelteil und der Zwischenwand vorgesehen ist.
12. Behältnisanordnung, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach
Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenwand mit dem Deckelteil mindestens
in einem Abschnitt mechanisch verbunden ist, und durch öffnende Verformungs-Beanspruchung
des letzteren eine Oeffnung in der Zwischenwand von einem dichtenden Sitz abgehoben
wird.
13. Behältnisanordnung, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach
Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckelteil und/oder mindestens Teile
der übrigen Aussenbehältniswand elastisch ausgebildet sind und die Wirkverbindung
ein Eröffnungsorgan am Deckelteil umfasst, das durch lokale, einbuchtende Beanspruchung
des Deckelteils die Zwischenwand durchbricht.
14. Behältnisanordnung, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach
Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckelteil mindestens an einer Transversalen
zum Oeffnen biegbar ist, und die Zwischenwandung derart am Deckelteil gespannt ist,
dass sie bei Biegung und sich an ihr dadurch ergebender Zugbeanspruchung reisst.
15. Behältnisanordnung, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach
Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenwand an einem Peripheriebereich
des Deckelteils mindestens im aufbiegbaren Abschnitt befestigt ist und über eine Distanzhaltung
am Deckelteil gespannt ist.
16. Behältnisanordnung, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach
Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Behältnis-Aussenwand mindestens in
Abschnitten elastisch ist und mindestens ein Bereich der Zwischenwand relativ spröd,
derart, dass dieser Bereich bei elastischer Verformung des Abschnittes der Behältnis-Aussenwand
bricht.
17. Behältnisanordnung, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach
Anspruch 16, dadurch gekennzeichhet, dass die Zwischenwand eine SOLL-Bruchstelle
an einem Bereich ihrer Peripherieverbindung mit der Behältniswandung aufweist.
18. Behältnisanordnung, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach
Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass Umlenkorgane im Bereich der SOLL-Bruchstelle
vorgesehen sind, zur Schiefstellung der Zwischenwand nach dem Bruch.
19. Anwendung der Behältnisanordnung und/oder des Verfahrens nach mindestens einem
der Ansprüche, wie nach einem der Ansprüche 1 bis 9 bzw. 10 bis 18 für die Verpackung
bei Gebrauch zu vereinigender Güter, wie von Joghurt und Getreideflocken oder von
Zweikomponenten-Substanzen.