(19)
(11) EP 0 232 866 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.08.1987  Patentblatt  1987/34

(21) Anmeldenummer: 87101639.0

(22) Anmeldetag:  06.02.1987
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E05F 15/20
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 07.02.1986 DE 3603940

(71) Anmelder: EFAFLEX Transport- und Lagertechnik GmbH
D-84079 Bruckberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Rejc, Gabrijel Dipl.-Ing
    D-8300 Landshut (DE)

(74) Vertreter: KUHNEN, WACKER & PARTNER 
Alois-Steinecker-Strasse 22
85354 Freising
85354 Freising (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Vorrichtung zur Steuerung des Öffnungs- und/oder Schliessvorgangs von Schnelllauf-Toren


    (57) Bei einer Öffnung 10 wird die Überwachung einer Störung in dieser Öffnung durch Gegenstände auch bei nicht eine Bewegung ausführenden Gegenständen und damit nicht mit einem Bewegungsmelder erfaßbaren Gegenständen eine Sen­der-Empfänger-Vorrichtung vorgesehen, welche aus mehreren Baugruppen von jeweils einem Empfänger mit mehreren Sen­dern besteht. Durch die Streuung der vorzugsweise als Infrarotdioden ausgebildeten Sender kann eine räumliche Dreieckskonfiguration mit dem zugehörigen Empfänger er­reicht werden, so daß bei mehreren Sender-Empfänger-Grup­pen eine vollständige Abdeckung der Raumöffnung 10 er­reicht wird. Durch eine zyklische Signalfolge wird er­reicht, daß das jeweilige Sendesignal im Empfänger auf Zugehörigkeit zum richtigen Sender überprüft wird. Um Schnelllauffalttore bei ihrem Schließ- bzw. Öffnungsvor­gang in ungestörte Bewegungsräume hineinzusteuern, ist es erforderlich, den Bewegungsraum der Schnelllauftore so rechtzeitig abzusichern, daß rechtzeitig ein Auftreffen eines in den Öffnungsbereich hineinstehenden Gegenstandes verhindert wird. Deswegen wird ein von einer Steuer­schaltung 28 gewonnenes Auswertesignal zur rechtzeitigen Betätigung des Torantriebes verwendet.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung des Öffnungs- und Schließvorgangs von Schnelllauf-Toren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Derartige Vorrichtungen werden beispielsweise von Lichtschranken gebildet, welche als Sender eine Licht­quelle und als Empfänger ein lichtempfindliches Element aufweisen, wobei der Lichtstrahl als Dauersignal von dem Sender entweder direkt oder im Wege einer Reflexion um­gelenkt auf den Empfänger gelangt. Diese herkömmlich als Lichtschranken bezeichneten Sender- und Empfängeranord­nungen sind als Linienüberwachung mit je einem Sender und einem Empfänger relativ teuer und großvolumig. Großvolu­mig insbesondere deshalb, weil bei den meisten Licht­ schranken als Lichtquelle Licht des sichtbaren Spektrums verwendet wird, welches durch fremde Lichtquellen eben­falls des sichtbaren Spektrums überlagert werden kannn. Es muß daher die Lichtquelle eine besonders hohe Signal­amplitude aufweisen, damit möglichst eine Überlagerung mit anderen Lichtquellen vermieden wird. Insbesondere bei innenliegenden Räumen ist eine solche Lichtschranke leichter erreichbar, wo Störlicht von beispielsweise der Sonne nicht zu einer Fehlauslösung bei der Lichtschranke führt. Müssen größere Flächen überwacht werden, so sind Mehrfachanordnungen von Lichtschranken erforderlich, die meist sehr kostenintensiv in der Größenordnung von vielen tausend DM und auch wartungsintensiv sind.

    [0003] Bei Vorrichtungen, die im Freien oder an Außenwänden verwendet werden, wird bevorzugt ein auf Ultraschall- oder Radarbasis funktionierender Melder verwendet, der die Probleme des Störlichteinflusses wie die Lichtschran­ke nicht aufweist. Nachteilig bei diesen Meldern ist je­doch, daß nur Bewegungen von Gegenständen in dem zu überwachenden Bereich festgestellt werden. Dringt jedoch ein Fremdkörper in den zu überwachenden Bereich ein und bleibt dort ohne Bewegung, so kann nicht mehr festge­stellt werden, ob der eingedrungene Gegenstand sich noch in dem zu überwachenden Bereich befindet oder diesen wieder verlassen hat.

    [0004] So ist beispielsweise bei schnelllaufenden Falttoren sehr entscheidend, ob ein die Toröffnung passierendes Fahrzeug oder eine in diesem Bereich befindliche Person nach eini­ger Zeit noch ganz oder teilweise im Schwenkbereich der Falttore verweilt. Da dies durch Bewegungsmelder nicht festgestellt werden kann, müssen andere Melder vorgesehen werden, welche eine Verletzung von Personen oder Beschä­digung von Gegenständen und Falttoren dann vermeidet, wenn das Falttor öffnet bzw. schließt und dabei auf Per­sonen oder Gegenstände im Schwenkbereich auftrifft.

    [0005] Herkömmlich wird dieses Problem durch Gummileisten an den Stirnkanten der Falttore gelöst, welche als Berührungs­sensoren ausgebildet sind, beispielsweise durch eine Luftkammer, welche bei dem Druck auf die Gummileiste über einen entsprechenden Anschlußschlauch zu einer Schalt­membran führen. Dies hat jedoch den großen Nachteil, daß das Störsignal erst beim Auftreffen eines Gegenstandes auf die Gummileiste ausgelöst wird und mit einer relativ großen Verzögerung der Antrieb des schwingenden Torflü­gels gestoppt wird, so daß zuverlässig Beschädigungen und insbesondere Verletzung von Personen dadurch insbesondere dann nicht vermieden werden können, wenn Schnelllauftore gesteuert werden.

    [0006] Da auch Bewegungsmelder dieses Problem nicht lösen kön­nen, verbleibt bisher nur die Anwendung von Lichtschran­ken, welche wegen der Tageslichteinflüsse besonders lichtstarke Lichtquellen mit sehr hoher Signalamplitude aufweisen und daher kostenintensiv sind. Um beispiels­weise auch eine ausgestreckte Hand einer Person oder Deichseln von Fahrzeugen oder Gabeln von Gabelstaplern und dergleichen, d.h. waagrecht zur Bodenebene verlau­fende Gegenstände in verschiedensten Höhen überwachen zu können, sind mehrere Lichtschranken erforderlich, die jedoch allein schon wegen ihrer Baugrößen einen bestimm­ten Mindestabstand voneinander aufweisen müssen, so daß Gegenstände, die in den Zwischenraum zwischen den Strah­lungsbereich von zwei Lichtschranken reichen, nicht er­faßbar sind. Werden dennoch unter Inkaufnahme der lücken­haften Flächenüberwachung solche Mehrfachanordnungen von Lichtschranken verwendet, so entstehen Anordnungen, die viele tausend Mark Kosten verursachen.

    [0007] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, bei welcher eine zu überwachende Ebene und/oder ein zu überwachender flacher Raumbereich wie z.B. eine Gebäudeöffnung nahezu lückenlos überwacht werden, auch wenn ein in dieser Ebene oder Öffnung befindlicher Ge­genstand sich nicht bewegt.

    [0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

    [0009] Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unter­ansprüchen.

    [0010] Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung ist darin zu sehen, daß eine praktisch vollständige flächen­deckende Überwachung der zu überwachenden Fläche oder des Zwischenraums ermöglicht wird, weil mehrere Sender, die relativ klein ausgeführt werden können, auf nur einen Empfänger ihre Signale abgeben. Werden diese mehreren Sender abwechselnd, z.B. zyklisch abwechselnd, ange­steuert, so kann mit einer an den Empfänger angeschlos­senen Auswerteschaltung die Lokalität der Störung inner­halb der zu überwachenden Öffnung erfaßt werden. Dabei ist nicht einmal ein besonders aufwendiger Empfänger er­forderlich, weil dieser dann nicht aus mehreren Sendern kommende Signale gleichzeitig unterscheiden muß, sondern nur das vom jeweiligen Sender kommende Signal auf dessen Vorhandensein abprüfen muß. Im einfachsten Fall ist dies ein Lichtsignal von definierter Länge, d.h. Zeitdauer, so daß der Empfänger lediglich Amplitude und Dauer des Sig­nals entsprechend dem Sendesignal zu prüfen braucht. Dies bedeutet, daß die Sendesignale mit einer bestimmten Taktfrequenz erzeugt jeweils zyklisch abwechselnd die verschiedenen Sender ansteuern und über den gemeinsamen Empfänger auf der Empfangsseite geprüft und auf Koinzi­denz oder Abweichung ausgewertet werden können. Es wird also, nicht wie bei Lichtschranken, eine konzentrierte Lichtbündelung, sondern eine Lichtstreuung verwendet, welche von mehreren Sendern über den Streuungsbereich auf einen gemeinsamen Empfänger reicht. Um aus der Problema­tik der Störlichtbeeinflussung keine Schwierigkeiten zu erhalten, wird vorzugsweise als Sender eine Infrarotdiode und als Empfänger ein infrarotempfindliches Lichtelement verwendet. Natürlich können dazu auch polarisierte Lichtquellen mit polarisierten Lichtempfängern in glei­cher Weise eingesetzt werden.

    [0011] Bei größeren Flächen und Räumen ist die Anordnung von mehreren Gruppen aus jeweils mehreren Sendern und einem zugehörigen Empfänger erforderlich, wobei sich als beson­ders günstig Dreieckskonfigurationen herausgestellt ha­ben. So wird beispielsweise eine rechteckige Fläche durch zwei Baugruppen gebildet, die einander gegenüberliegen, und somit die eine Baugruppe das eine Flächendreieck und die andere Baugruppe das andere Flächendreieck der recht­eckigen Fläche abdecken. Bei sehr hohen Öffnungen sind eventuell mehrere solche Baugruppen auf beiden Seiten der Öffnung erforderlich, um alle Raumhöhen abdecken zu kön­nen. Dies ist aber insoweit ein besonderer Vorteil der Erfindung, daß hier keine komplizierten Anordnungen ge­schaffen werden müssen, sondern eine große Vielzahl von beispielsweise Infrarotdioden auf einer Leiste angeordnet werden, in deren Reihe jeweils nach mehreren Sendern ein Empfänger der gegenüberliegenden Gruppe zwischengeordnet ist.

    [0012] Natürlich können solche Leistenanordnungen sowohl an feststehenden als auch an beweglichen Gegenständen, wie z.B. Schnelllauffalttoren, angeordnet werden. Durch die günstige Baukonstruktion lassen sich solche Leisten auch in Laibungen oder an Bodenflächen anbringen, so daß nicht nur Flächenüberwachungen, sondern durch die Leisten und deren Flächen in Kombination auch Raumüberwachungen möglich sind, was insbesondere bei Schnelllauffalttoren zu einer vollständigen Überwachung des Öffnungsraumes dieser Tore verwendet werden kann.

    [0013] Die Überwachung ist derart fein, daß selbst in den Über­wachungsraum eindringende gasförmige Störungen, wie z.B. Rauchschwaden, Auspuffgase und dergleichen, dazu verwen­det werden können, bei dem Schnelllauftor einen Schließ­vorgang auszulösen, so daß diese Gase nicht in den da­hinter befindlichen Raum eindringen können.

    [0014] Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben. Darin zeigt:

    Fig. 1 eine Systemkonfiguration,

    Fig. 2 ein Blockschaltbild der Erfindung,

    Fig. 3 ein Impulsdiagramm der verschiedenen Signalver­läufe,

    Fig. 4 ein Schnelllauffalttor mit erfindungsgemäßen Lei­sten in der Vorderansicht,

    Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV gemäß Fig. 4 und

    Fig. 6 eine schematische Draufsicht auf das Tor in geöffnetem Zustand.



    [0015] Gemäß Fig. 1 ist eine Gebäudeöffnung 10 durch eine Boden­ebene 12, eine Deckenebene 14 sowie eine linke Wand 16 und eine rechte Wand 18 definiert. An der linken Wand 16 ist ein Empfänger 20 und ein Empfänger 22 sowie an der rechten Wand 18 ein Empfänger 24 und ein Empfänger 26 angeordnet. Im ersten Empfänger 20 der linken Wand sind gegenüberliegend auf der rechten Wand 18 die Sender S1.1 bis S1.n zugeordnet, während dem zweiten Empfänger 24 auf der rechten Seite 18 die Sender S2.1, S2.2 bis S2.n auf der linken Seite 16 zugeordnet sind. Gleiches gilt für den dritten Empfänger 22 auf der linken Seite 16, dem die Sender S3.1, S3.2 bis S3.n auf der rechten Seite 18 zu­geordnet sind und für den vierten Empfänger 26 auf der rechten Seite 18, dem die Sender S4.1, S4.2 bis S4.n auf der linken Seite 16 zugeordnet sind. Der erste Empfänger 20 definiert mit den Sendern S1.1, S1.2 bis S1.n eine Dreiecksfläche I, die einen rechten Winkel zwischen der Seite 18 und dem Boden 12 einschließt. Ebenso definiert der zweite Empfänger 24 mit den Sendern S2.1 bis S2.n eine ebenfalls rechtwinklige Dreiecksfläche, die mit der Dreiecksfläche I eine gemeinsame Hypotenuse aufweist. Die Dreiecksfläche III, die von der Gruppe des dritten Emp­fängers 22 mit den zugehörigen Sendern S3.1 bis S3.n de­finiert wird, ist in der räumlichen Anordnung der Dreiecksfläche I um die halbe Höhe der Öffnung 10 nach oben versetzt äquivalent. Schließlich ist die Dreiecks­fläche IV, die durch den vierten Empfänger 26 mit den zugehörigen Sendern S4.1 bis S4.n gebildet wird, der Dreiecksfläche II ebenfalls um die halbe Öffnungshöhe nach oben versetzt äquivalent. Durch die vier Dreiecks­flächen I bis IV wird eine vollständige Überdeckung der Öffnung 10 erreicht.

    [0016] Da die als Infrarotdioden ausgebildeten Sender S1.1 bis S1.n einen Streuwinkel von mindestens 20 Grad aufweisen, wird erreicht, daß die Dreiecksfläche I hinsichtlich der von diesen Infrarotdioden ausgesandten Infrarotstrahlen vollständig überdeckt wird und alle Strahlen von dem er­sten Empfänger 20 empfangen werden können. Natürlich könnte auch der dritte Empfänger 22 von den Infrarotdio­den S1.1 bis S1.n Infrarotstrahlen empfangen, doch dies würde dann zu einer anderen Gruppenschaltung mit entspre­chender Auswertung führen, wie nachfolgend genauer beschrieben wird.

    [0017] Eine Steuerschaltung 28 versorgt über eine Sendeleitung 30-1 die Sender der ersten Gruppe und über eine Sende­ leitung 30-2 die Sender der zweiten Gruppe. Entsprechende Sendeleitungen, die nicht näher dargestellt sind, ver­sorgen die Sender der Gruppe drei bzw. der Gruppe vier. Über eine Empfängerleitung 32-1 wird der erste Empfänger 20 mit der Steuerschaltung 28 verbunden, während der zweite Empfänger 24 über eine zweite Leitung 32-2 mit der Steuerschaltung 28 verbunden ist. In ähnlicher, aber nicht dargestellter, Weise ist der dritte Empfänger 22 und der vierte Empfänger 26 mit der Steuerschaltung 28 verbunden.

    [0018] Gemäß Fig. 2 ist die Steuerschaltung 28 näher darge­stellt. Über einen Hauptschalter 34 wird eine Signaler­zeugungsvorrichtung 36 eingeschaltet, die ein Startsignal 38 erzeugt. Das Startsignal 38 wird einem Taktgenerator 40 zugeleitet, der eine Rechteck-Impulsfolge in Form ei­nes Taktsignals 42 erzeugt. Das vom Taktgenerator 40 kommende Taktsignal 42 wird über eine Taktleitung 44 ei­ner Sendersteuerung 46 zugeführt. Die Sendersteuerung 46 gibt Sendesignale S1 über eine erste Sendeleitung 48 an eine erste Sendergruppe 50. Ebenso werden von der Sen­dersteuerung 46 Sendesignale S2 über eine zweite Leitung 52 an eine zweite Sendergruppe 54 angelegt. Von der Sen­desteuerung führen weitere Sendeleitungen ab, welche an weitere Sendergruppen n entsprechende Sendesignale in Abhängigkeit von der Zahl der angeschlossenen Sender­gruppen führen. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 wä­ren dies vier Sendergruppen mit jeweils 4 Senderleitun­gen.

    [0019] Von der ersten Sendergruppe 50 werden Sendesignale 56 auf den ersten Empfänger 20 der ersten Gruppe übertragen. Ebenso werden von der zweiten Sendergruppe 54 Sendesig­nale 58 auf den zweiten Empfänger 24 der zweiten Gruppe übertragen. Gleiches gilt für die Sendergruppen und Emp­fänger der weiteren Baueinheiten. Von der Sendersteuerung führt eine Vergleichssignalleitung Vergleichssigale auf einen Sender-Empfänger-Gruppenverteiler 62, von wo die Vergleichssignale 64-1 bis 64-n auf die jeweiligen Emp­fänger der jeweiligen Gruppen weitergegeben werden. Bei den Empfängern 20, 24 usw. wird das Vergleichssignal 64 mit den empfangenen Sendersignalen 56 bzw. 58 usw. je­weils zugehörig zueinander verglichen, was beispielsweise durch eine logische UND-Verknüpfung geschehen kann. Die Empfängerausgangssignale 66-1 bzw. 66-2 bis 66-n werden auf eine Empfängerkollektorschaltung 68 gegeben, von wo sie einer gemeinsamen Empfängersignal-Auswerteschaltung 70 über eine Kollektorleitung 72 zugeführt werden. Aus der Empfängersignal-Auswerteschaltung 70 wird das Aus­wertesignal 74 über eine Auswertesignalleitung 76 einer Selbstüberwachungsschaltung 78 zugeführt. Diese Selbst­überwachungsschaltung 78 ist bevorzugt als Fail-Safe-­Schaltung ausgebildet. Von ihr werden über eine Störungs­meldungsleitung 80 Signale in eine Störungsmeldungs­schaltung 82 geführt, die dann die Erkennungssignale 84 liefert. Die Selbstüberwachungsschaltung 78 weist ein Relais 86 auf, welches über seinen Relaiskontakt 88 die Falttorsteuerung 90 mit dem Falttorantrieb 82 verbindet. Die Betätigung des Relaiskontakts 88 kann ebenfalls als Erkennungssignal 84ʹ verwendet werden, wobei anstelle der Steuerung eines Schnelllauftores auch eine Alarmanlage oder sonstige Überwachungseinrichtungen betätigt werden können.

    [0020] Gemäß Fig. 4 ist die Gebäudeöffnung 10 in Vorderansicht von einem geöffneten Falttor sowohl an der linken Sei­tenwand 16 wie an der rechten Seitenwand 18 begrenzt. Die Führung und der Antrieb sind im Deckenbereich 14 durch eine entsprechende Führungs- und Antriebskonstruktion 100 gebildet. Die linke Torhälfte 102 besteht aus zwei Falt­torflügeln, nämlich dem Antriebsflügel 104 und dem End­flügel 108. In gleicher Weise besteht die rechte Tor­hälfte 110 ebenfalls aus einem Antriebsflügel 112 un einem Endflügel 116. Hinsichtlich der Antriebe und Füh­ rung der einzelnen Flügel wird auf die deutsche Patent­anmeldung P 32 14 834 verwiesen.

    [0021] Wie aus der Seitenansicht gemäß Fig. 5 und der Draufsicht gemäß Fig. 6 ersichtlich, sind mehrere Überwachungslei­sten vorgesehen, nämlich eine vertikale Torendflügellei­ste 118 am linken Endflügel 108 und 120 am rechten Tor­endflügel 116. Im Beispielsfalle reichen die vertikalen Leisten 118 und 120 nur bis zur üblichen Personenhöhe von ca. 2 m, wobei selbstverständlich auch die volle Torhöhe vertikal überwacht werden kann. Im Bodenbereich des lin­ken Endflügels 108 ist eine weitere Flügelbodenleiste 122 am linken Endflügel 108 und 124 am rechten Endflügel 116 vorgesehen. Bei geöffneten Toren sorgen die vertikalen Torendflügelleisten 118 und 120 für eine Überwachung der Toröffnungsfläche 10 und die Flügelbodenleisten 122 und 124 für eine Überwachung dieser Fläche in einer Tiefe, die der Breite des Endflügels 108 bzw. 116 entspricht. Eine linke Laibungsleiste 126 un eine rechte Laibungs­leiste 128 schließen den Überwachungsraum von der Gebäu­deöffnungsseite her ab. Dadurch wird insgesamt durch die Laibungsleisten 126 und 128 eine im Profil U-förmige hintere Seite durch die Flügelbodenleisten 122 und 124 und die Vorderseite durch die vertikalen Torendflügel­leisten 118 und 120 in der Überwachung erreicht, wenn das Tor offen ist. Wenn das Tor schließt, bleibt während des Schließvorgangs der volle Schwenkbereich des Schnell­lauftores in diesem Raum überwacht.

    [0022] Zusätzlich dazu ist eine linke Bodenleiste 130 und eine rechte Bodenleiste 132 vorgesehen, die in ihrer Funktion den Flügelbodenleisten 122 bzw. 124 entsprechen. Die linke Bodenleiste 130 erstreckt sich von der linken Ge­bäudewand 134 vertikal weg in den zu überwachenden Tor­bewegungsraum hinein und ist vorzugsweise am Boden 12 befestigt. Ebenso ist die rechte Bodenleiste 132 an der rechten Gebäudewand 136 ebenfalls vertikal von dieser weg erstreckend am Bodem befestigt.

    [0023] Eine linke Standleiste 138 und eine rechte Standleiste 140 entsprechen in ihrer Funktion den vertikalen Endflü­gelleisten 118 bzw. 120. Dies bedeutet, daß in etwa von den Standleisten 138 und 140 dieselbe Ebene überwacht wird, wie von den Flügelendleisten 118 und 120. In glei­cher Weise wird die im Öffnungsbereich befindliche Boden­ebene von den Bodenleisten 130 bzw. 132 bei geschlossenem oder schließendem Tor überwacht, während die Überwachung bei geöffnetem Tor durch die Flügelbodenleisten 122 und 124 erfolgt. Dies bedeutet, daß die mit der Bewegung des Tores folgenden Flügelleisten eine Zusatzüberwachung über die stationären Boden-, Stand- oder Laibungsleisten hi­naus liefern, so daß der äußere Bewegungsraum durch die stationären Leisten und der innere Bewegungsraum durch die Flügelleisten abgedeckt wird. Da die Leisten im we­sentlichen nur die Infrarotdioden und -empfänger enthal­ten, während die Steuerschaltung 28 vorzugsweise im Be­reich der Führungs- und Antriebskonstruktion 100 unter­gebracht werden, ist es möglich, diese Leisten sehr schlank zu konstruieren und somit die Konstruktion der Schnelllauffalttore nicht beeinflussen zu müssen, was insbesondere dann deutlich wird, wenn die Torflächen von transparenten Kunststoffflügeln gebildet werden.

    [0024] Natürlich liegt es im Bereich des fachmännischen Könnens, solcher Überwachungsleiten auch in anderer Torgeometrie vorzusehen, je nachdem, welche Öffnungs- und Schließ­funktionen erreicht werden sollen. Dies ist insbesondere dann möglich, wenn die verschiedenen Leistenanordnungen in die gesamte Gruppensteuerung derart mit einbezogen werden, daß auch Störungen in der einen Ebene, die die beispielsweise dahinterliegende parallele Ebene noch nicht erfaßt haben, dahingehend ausgewertet werden, daß die Bewegungsrichtung der Störung erfaßt und dementspre­chend in korrespondierende Toröffnungs- bzw. -schließbe­ wegungen umgesetzt werden kann. So kann beispielsweise bei einer Annäherung von innen an das rechte Tor der linke Flügel geschlossen werden und bei einer Annäherung von außen an das linke Tor der rechte Flügel geschlossen bleiben.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zur Steuerung des Öffnungs- und/oder Schließvorganges von Schnelllauf-Toren, welche eine Vorrichtung zur Erkennung einer Abschattung eines vond mindestens einem Sender (S1.1-S1.n) ausgesandten Signales in einem zwischen dem Sender und einem Empfänger (20,22,24,26) befindlichen Zwischenraum (10) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Sender (S1.1-S1.n) und eine Steuerschaltung (28) vorgesehen sind, an welche der Empfänger (20,22,24,26) und alle Sender (S1.1-S1.n) ange­schlossen sind, und daß die Steuerschaltung (28) an die Sender (S1.1-S1.n) Signale abgibt, welche von den Sendern (S1.1-S1.n) in Sendesignale umgewandelt und von dem Empfänger (20,22,24,26) empfangbar sind und an die Steuerschaltung (28) weitergeleitet werden, von welcher ein Auswertessignal (74) erzeugbar ist.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung (28) an die Sender (S1.1-S1.n) abwechselnd Signale abgibt.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung (28) an die Sender (S1.1-S1.n) die Signale zyklisch abwechselnd abgibt.
     
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung (28) impuls­förmige Signale abgibt.
     
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung (28) von ei­nem Taktgenerator (40) erzeugte Taktsignale (42) ab­gibt.
     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem Empfänger (20,22,24,26) kommenden Signale einer Frequenz- und/­oder Amplitudenauswerteschaltung in der Steuerschal­tung (28) zugeführt werden.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Komparatorschaltung vorgesehen ist, welche die von der Auswerteschaltung kommenden und die an die Sender (S1.1-S1.n) abgegebenen Signale hinsicht­lich Frequenz und/oder Amplitude vergleicht und bei einer Abweichung ein Schaltsignal erzeugt, welches in ein Auswertesignal (74) umsetzbar ist.
     
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Fail-Safe-Schaltung vorge­sehen ist, mit welcher die Funktionen aller Sender-, Empfänger- und Schaltungsbaugruppen überwacht wer­den.
     
    9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß je einem Empfänger (20,22,24,26) mehrere Sender (S1.1-S1.n) in dem Zwischenraum gegen­überliegend angeordnet sind.
     
    10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Sender (S1.1-S1.n) in einer Linie angeordnet sind.
     
    11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Sender (S1.1-S1.n) mit dem Empfän­ger (20,22,24,26) eine Dreiecksfläche definieren.
     
    12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, da­durch gekennzeichnet, daß eine zweite Empfangs-Sende­-Baueinheit derart angeordnet ist, daß die Empfänger (20,22,24,26) in dem Zwischenraum (10) einander ge­genüberliegend angeordnet sind.
     
    13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Empfänger (20,22,24,26) einander diagonal gegenüberliegend angeordnet sind.
     
    14. Vorrichtung nach Anspruch 11 bis 13, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Sender (S1.1-S1.n) mit den Empfän­gern (20,22,24,26) je eine ein rechtwinkliges Dreieck definierende Fläche bilden.
     
    15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, da­durch gekennzeichnet, daß die Geometrie des Zwischen­raums (10) durch die Sende/Empfängerebene mehrerer Gruppen von Sendern (S1.1-S1.n) und Empfängern (20,22,24,26) vollständig überdeckt wird.
     
    16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, da­durch gekennzeichnet, daß die Sender (S1.1-S1.n) lichtemittierende Dioden, der Empfänger (20,22,24,26) ein lichtempfangendes Element auf­weist.
     
    17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtemittierenden Dioden als Infrarotdioden und das lichtempfangende Element als Infrarotempfän­ger ausgebildet ist.
     
    18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekenn­zeichnet, daß die lichtemittierenden Dioden einen Streuwinkel von mindestens 20o aufweisen.
     
    19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, da­durch gekennzeichnet, daß mehrere Gruppen von Sender (S1.1-S1.n) und Empfänger (20,22,24,26) eine gemein­same Steuerschaltung (28) aufweisen.
     
    20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Sender (S1.1-S1.n) jeder Gruppe und/oder al­ler Gruppen von einer Sendersteuerung (46) ange­steuert werden.
     
    21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Sender (S1.1-S1.n) entlang einer Leiste angeordnet sind, welche auf ei­ner Tor- und/oder Toröffnungsseite angeordnet ist.
     
    22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Empfänger (20,22,24,26) auf einer dem Sender (S1.1-S1.n) gegenüberliegenden Tor- und/oder Toröff­nungsseite angeordnet ist.
     
    23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Empfänger (20,22,24,26) einer ersten Bau­gruppe auf einer Senderleiste angeordnet ist, welche zu einer zweiten Baugruppe geschaltet ist, deren Empfänger (20,22,24,26) dem Empfänger (20,22,24,26) der ersten Baugruppe gegenüberliegend angeordnet ist.
     
    24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 23, da­durch gekennzeichnet, daß die Leisten an der freien Stirnkante der Schnelllauf-Tore angeordnet sind.
     
    25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 24, da­durch gekennzeichnet, daß die Leisten an der Boden­kante mindestens eines Tores, vorzugsweise des je­weils die Toröffnungsmitte erreichenden Torflügels, angeordnet sind.
     
    26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 25, da­durch gekennzeichnet, daß die Leisten im Bereich der Torlaibung vertikal angeordnet sind.
     
    27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 26, da­durch gekennzeichnet, daß die Leisten an den die Tor­öffnung bildenden Wänden und/oder von diesen sich vertikal weg erstreckend angeordnet sind.
     
    28. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Leisten mindestens über eine Länge von den Wänden wegerstrecken, welche der größten Breite eines Tores entspricht.
     
    29. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 27 oder 28, da­durch gekennzeichnet, daß die Leisten am Bodenbereich (12) angeordnet sind.
     




    Zeichnung