[0001] Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zur Halterung von viereckigen, z. B. quadratischen
oder rechteckigen monolithischen keramischen Katalysatorelementen zur Herabsetzung
des Schadstoffausstoßes von Verbrennungsanlagen, z. B. Feuerungsanlagen für Wärmekraftwerke,
sowie zur Zusammenfassung solcher Katalysatorelemente zu einem Paket.
[0002] Keramische Monolithen erfordern wegen ihrer Bruchgefährdung unter extremen Betriebsbedingungen
(Erschütterungen, Druckstöße, Temperaturwechsel) eine sichere und stoßabsorbierende
Befestigung. Da sie nicht in beliebiger Größe herstellbar sind, besteht weiterhin
die Notwendigkeit, mehrere Elemente in einer Batterie zusammenzufassen, um die z.
B. bei Kraftwerksabgasen pro Zeiteinheit strömenden großen Gasvolumina durchsetzen
zu können.
[0003] Gemäß der Neuerung ist eine Vorrichtung zur Halterung von zur Abgasnachbehandlung
von Verbrennungsanlagen verwendeten viereckigen monolithischen keramischen Katalysatorelementen
sowie zur Zusammenfassung derselben zu einem Paket gekennzeichnet durch
a) eine der äußeren Form des Katalysatorelements entsprechende und formschlüssig
auf dieses aufschiebbare elastische Puffermanschette
b) einen der äußeren Form von Katalysatorelement und Puffermanschette entsprechenden,
die Puffermanschette umgreifenden Metallrahmen, dessen innerer freier Querschnitt
größer als die Stirnfläche des Katalysatorelements und kleiner als die Summe der
Stirnflächen von Katalysatorelement und Puffermanschette oder gleich der Summe dieser
Stirnflächen ist, wobei
c) die Rahmentiefe und die Länge der Puffermanschette mindestens 1/50 der Länge des
Katalysatorelements entsprechen und
d) jeweils zwei benachbarte Seitenflächen des Rahmens in symmetrischer Anordnung Ausnehmungen
bzw. nach innen springende Sicken aufweisen und die beiden übrigen Seitenflächen Vorsprünge
aufweisen, die formschlüssig in die Ausnehmungen bzw. Sicken benachbarter Rahmen eingreifen
können.
[0004] Die Puffermanschette kann z. B. aus Mineralfaser, Keramikfaser, Drahtgestrick oder
anderen temperaturfesten elastischen Werkstoffen bestehen. Nachdem sie auf den Monolithen
von dessen Stirnseite(n) her aufgeschoben ist, wird der Metallrahmen über die Manschette
geschoben, wobei die elastische Manschette verdichtet werden kann. Diese Verdichtung
kann auch durch ein Manschettenmaterial, welches sich bei Erwärmung einmalig ausdehnt,
erreicht oder verstärkt werden. Ein solches Material ist z. B. eine sog. Blähglimmermatte,
wie sie z. B. von der Firma 3M unter der Bezeichnung INTERAM® vertrieben wird. Die
erforderliche Wärmebehandlung kann nach der Montage oder aber auch erst im Betrieb
durch Beaufschlagung mit heißen Abgasen, z. B. ein heißes Rauchgas, vorgenommen werden.
[0005] Soll der Katalysator Betriebsbedingungen ausgesetzt werden, denen die reibschlüssige
Verbindung zwischen Monolith und Puffermanschette einerseits und Puffermanschette
und Metallrahmen andererseits nicht gewachsen sein könnte, so wird der Rahmen an einer
Stirnseite mit Sicherungsanschlägen versehen, welche die Katalysatorstirnfläche am
Rand umgreifen und damit durch Formschluß eine axiale Verschiebung des Katalysatorelements
verhindern.
[0006] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Neuerung springt also der Metallrahmen
an seiner Stirnseite nach innen unter Ausbildung eines durchgehenden oder in mehrere
"Zungen" aufgeteilten Anschlags für eine Randzone der Stirnfläche des Katalysatorelements
vor.
[0007] Bei vertikal stehenden kürzeren Katalysatorelementen genügt es oft schon, das Katalysatorelement
nur in seinem unteren Abschnitt zu haltern. Bei längeren Elementen, stärkerer Beanspruchung
oder horizontaler Anbringung der Elemente ist jedoch eine beidseitige Halterung ratsam.
[0008] Gemäß der Neuerung kann also die Kombination aus Puffermanschette und Metallrahmen
für eine Anbringung an mindestens einem Endabschnitt des Katalysatorelements vorgesehen
sein.
[0009] Die Neuerung wird nachfolgend anhand einer vorteilhaften Ausführungsvariante in Verbindung
mit der einzigen Figur der Zeichnung weiter erläutert.
[0010] Die linke als Explosionszeichnung gestaltete Figur 1 zeigt ein 1 m langes monolithisches
keramisches Katalysatorelement 1 von quadratischem Querschnitt (Kantenlänge 150 mm),
welches über seine Gesamtlänge von zahlreichen quadratischen Strömungskanälen durchzogen
wird, in welchen das zu behandelnde Abgas strömt und mit dem Katalysator in Berührung
kommt. Dieser kann stofflicher Bestandteil des Elements sein oder auf dem keramischen
Werkstoff des Elements als Beschichtung vorliegen.
[0011] Eine 3 cm lange Puffermanschette 2 aus elastischem Drahtgestrick mit geringfügig
kleinerem freien inneren Querschnitt als die Stirnfläche des Monolithen (149 mm ×
149 mm) wird auf letzteren so aufgezwängt, daß ihre äußere Stirnfläche bündig mit
der Stirnfläche des Monolithen endigt.
[0012] Ein 3 cm tiefer Rahmen 3 aus temperaturfestem Stahl (z.B. Werkstoff V2A) entspricht
der äußeren Form von Monolith und Manschette und hat einen etwas geringeren inneren
freien Querschnitt als die Summe der Stirnflächen von Katalysatorelement und Puffermanschette
(158 mm × 158 mm). Er ist an zwei benachbarten Seitenflächen mit rechteckigen Ausnehmungen
4 in übereinstimmender Form und Anordnung versehen (Abmessung 10 mm × 100 mm). Die
beiden übrigen Seitenflächen sind mit rechteckigen Vorsprüngen 5 versehen, die formschlüssig
in die oben beschriebenen Ausnehmungen benachbarter Rahmen eines Pakets gehalterter
Katalysatorelemente eingreifen können.
[0013] Am äußeren Rand des Metallrahmens ist pro Rahmenseite jeweils ein senkrecht zur Seitenfläche
6 mm nach innen ragendes und die Randzone der Monolithstirnfläche stützendes Anschlagblech
6 angebracht.
[0014] Der Rahmen wird bei der Montage über die Puffermanschette gezwängt und soweit auf
sie aufgeschoben, bis die Anschlagbleche in Kontakt mit der Monolith-Stirnfläche
kommen.
[0015] Der an beiden Enden mit der Halterungsvorrichtung versehene Monolith kann dann mit
anderen ebenso ausgerüsteten Monolithen über die Nut/Feder-Verbindung 4/5 zu einem
Katalysatorpaket zusammengesteckt werden.
[0016] Die rechte Figur 2 zeigt die Projektionsansichten auf das Katalysatorelement 1, eine
Puffermanschette 2 und auf einen Rahmen 3.
1. Vorrichtung zur Halterung von viereckigen monolithischen keramischen Katalysatorelementen
sowie zur Zusammenfassung derselben zu einem Paket, gekennzeichnet durch
a) eine der Außenform des Katalysatorelements (1) entsprechende und formschlüssig
auf dieses aufschiebbare elastische Puffermanschette (2),
b) einen der Außenform von Katalysatorelement und Puffermanschette entsprechenden
Metallrahmen (3), dessen innerer freier Querschnitt größer als die Stirnfläche des
Katalysatorelements und kleiner als die Summe der Stirnflächen von Katalysatorelement
und Puffermanschette oder gleich der Summe dieser Stirnflächen ist, wobei
c) Rahmentiefe und Höhe der Puffermanschette mindestens 1/50 der Länge des Katalysatorelements
entsprechen und
d) jeweils zwei benachbarte Seitenflächen des Rahmens in symmetrischer Anordnung Ausnehmungen
bzw. nach innen springende Sicken (4) aufweisen und die beiden übrigen Seitenflächen
Vorsprünge (5) aufweisen, die formschlüssig in die Ausnehmungen bzw. Sicken benachbarter
Rahmen eingreifen können.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallrahmen (3) an seiner Stirnseite nach innen unter Ausbildung eines
durchgehenden oder in mehrere Zungen aufgeteilten Anschlags (6) für eine Randzone
der Stirnfläche des Katalysatorelements vorspringt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kombination aus Puffermanschette und Metallrahmen für eine Anbringung an
mindestens einem Endabschnitt des Katalysatorelements vorgesehen ist.