[0001] Die Erfindung bezieht sich auf die Verwendung einer Legierung auf ein Band aus AlZnMgCu-Legierungen
für schwingend beanspruchte Sportgeräte.
[0002] Sportgeräte, welche ursprünglich lediglich aus im wesentlichen unverändert belassenen
Naturprodukten, beispielsweise Holz, Bambusrohr, udgl. aufgebaut wurden, sind im
Laufe der letzten Jahrzehnte durch vollkommen neuartige Werkstoffe in ihren Eigenschaften
wesentlich verbessert worden. So ist auch ein Verbundski bekannt geworden, der aus
zwei metallischen Bandformteilen der allgemeinen Type AlZnMgCu und dazwischen eingeklebten
Bienenwabenkörper besteht, jedoch nicht die heute geforderten Werte aufweist.
[0003] Da die meisten Sportgeräte schwingenden Beanspruchungen unterliegen, ist es sehr
wesentlich, daß ein bestimmtes Schwingverhalten des Sportgerätes eingehalten werden
kann. Bei diesem Schwingverhalten ist es nicht nur so, daß die Dämpfung von hoher
Bedeutung ist, sondern, daß auch gleichzeitig ein möglichst reproduzierbares Schwingverhalten
erreicht werden soll. Dafür ist es wieder Voraussetzung, daß ein möglichst gleichartiges
Material, sei es in der Dicke, in der chemischen Zusammensetzung udgl., verwendet
wird. Ist das Material in seiner Dicke unterschiedlich, so werden an jenen Stellen,
wo Materialanhäufungen vorliegen, also wo dickere Bereiche vorliegen, Schwingungsknoten
auftreten, so daß ein unterschiedliches Verhalten von an sich gleich aufgebauten
Sportgeräten bedingt wird. Weiters wird an den metallischen Eigenschaften verlangt.
So soll beispielsweise eine hohe Kerbschlagfestigkeit gegeben sein, eine hohe Härte
vorliegen, udgl.
[0004] Aus einer Firmenschrift der Anmelderin wird eine Legierung für schwingend beanspruchte
Sportgeräte folgender Zusammensetzung bekannt in Gew.-%.
Zink 5,5 bis 7,0
Magnesium 2,1 bis 2,9
Kupfer 1,2 bis 2,0
Chrom 0,05 bis 0,3
Mangan 0,10 bis 0,45
Rest Aluminium und Verunreinigungen.
[0005] Eine derartige Legierung weist ausreichende Bruchfestigkeit und Bruchdehnungswerte
auf, wobei sowohl die Härte als auch der Elastizitätsmodul den herkömmlichen an Sportgeräten
gestellten Anforderungen gewachsen sind. Bei der Herstellung von beispielsweise Blechen,
müssen jedoch gewisse Dickentoleranzen in Kauf genommen werden.
[0006] Für den Flugzeug- und Automobilbau sind ferner AlZnMgCu-Legierungen für Schmiede-
und Blechteile bekannt geworden, die jedoch schwer verformbar und zu spröde sind.
[0007] Die vorliegende Erfindung hat sich nun zum Ziel gesetzt, eine Legierung bzw. ein
Band aus einer derartigen Legierung zu schaffen, welche bzw. welches in den physikalischen
Werten die bekannte Legierung zumindest teilweise übertrifft und die es gleichzeitig
erlaubt, eine geringere Dickentoleranz einzuhalten.
[0008] Die Erfindung besteht nun im wesentlichen in der Verwendung einer Legierung aus
in Gew.-% Silizium bis 0,15 vorzugsweise bis 0,12, Eisen bis 0,3 vorzugsweise bis
0,15, Kupfer 1,4 bis 2,0 vorzugsweise 1,6 bis 1,8, Mangan bis 0,10, Magnesium 2,5
bis 3,5 vorzugsweise 2,6 bis 2,9, Chrom bis 0,1 vorzugsweise bis 0,04, Zink 6,8 bis
7,9 vorzugsweise 7,1 bis 7,6, Titan 0,05 bis 0,1, Zirkon 0,05 bis 0,18 vorzugsweise
0,09 bis 0,15, Rest Aluminium und Verunreinigungen für schwingend beanspruchte Sportgeräte,
wie Ski oder aus mindestens einem Rohr aufgebaute Sportgeräte. Es war nun völlig
überraschend, daß eine derartige Legierung zwar höhere mechanische Werte in der Streckgrenze,
Festigkeit, Dehnung und Kerbschlagfestigkeit aufweist und gleichzeitig bei der Herstellung
von Blechen und anderen gewalzten Produkten eine hohe Gleichmäßigkeit in der Dicke
gestattet.
[0009] Ein weiteres Merkmal der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß aus einer derartigen
Legierung ein Band für einen als Laminat aufgebauten Ski hergestellt ist.
[0010] Im folgenden wird die Erfindung anhand der Beispiele näher erläutert.
[0011] Legierungen der Tabelle 1 wurden erschmolzen und zu Blöcken gegossen. Diese Blöcke
wurden auf einer Walzstraße in mehreren Schritten unter Zwischenschaltung eines Lösungsglühen
jeweils zu einem Blech mit 0,5 mm Dicke und einer Breite von 1000 mm verarbeitet.
An jeweils 10 m langen Stücken wurden an 100 verschiedenen Meßstellen Dickenmessungen
durchgeführt, welche quer über die gesamte Breite angeordnet wurden. In der Tabelle
2 ist weiters die Dickentoleranz in mm angegeben.
[0012] Wie aus Tabelle 2 ersichtlich, weisen die erfindungsgemäßen Legierungen 3, 4, 5
und 6 signifikant höhere Werte in der Kerbzug Dehngrenze, Bruchfestigkeit und Kerbzugfestigkeit
auf, wo bei gleichzeitig eine bessere Dickentoleranz eingehalten werden kann. Ein
derartiges Verhalten war durchaus nicht zu erwarten, da der Fachmann eher eine Verschlechterung
bei der Dickentoleranz erwarten würde, wenn sich diese mechanischen Werte verbessern.
[0013] Die Bänder eigneten sich auch hervorragend für die Verarbeitung zu einem Laminat,
aus welchem beispielsweise Skier erzeugt wurden. Ein derartiges Band ist jedoch auch
für die Herstellung anderer Produkte, beispielsweise Rohre udgl., für schwingend
beanspruchte Sportgeräte geeignet.

1. Verwendung einer Legierung aus in Gew.-%
Silizium bis 0,15 vorzugsweise bis 0,12
Eisen bis 0,3 vorzugsweise bis 0,15
Kupfer 1,4 bis 2,0 vorzugsweise 1,6 bis 1,8
Mangan bis 0,10
Magnesium 2,5 bis 3,5 vorzugsweise 2,6 bis 2,9
Chrom bis 0,1 vorzugsweise bis 0,04
Zink 6,8 bis 7,9 vorzugsweise 7,1 bis 7,6
Titan 0,05 bis 0,1
Zirkon 0,05 bis 0,18 vorzugsweise 0,09 bis 0,15
Rest Aluminium und Verunreinigungen für schwingend beanspruchte Sportgeräte, wie Ski
oder aus mindestens einem Rohr aufgebaute Sportgeräte.
2. Band aus AlZnMgCu-Legierungen für einen als Laminat aufgebauten Ski, dadurch gekennzeichnet,
daß er mit einer Legierung aus
Silizium bis 0,15 vorzugsweise bis 0,12
Eisen bis 0,3 vorzugsweise bis 0,15
Kupfer 1,4 bis 2,0 vorzugsweise 1,6 bis 1,8
Mangan bis 0,10
Magnesium 2,5 bis 3,5 vorzugsweise 2,6 bis 2,9
Chrom bis 0,1 vorzugsweise bis 0,04
Zink 6,8 bis 7,9 vorzugsweise 7,1 bis 7,6
Titan 0,05 bis 0,1
Zirkon 0,05 bis 0,18 vorzugsweise 0,09 bis 0,15
Rest Aluminium und Verunreinigungen aufgebaut ist.