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EP 0 233 991 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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02.09.1987 Patentblatt 1987/36 |
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Anmeldetag: 26.09.1986 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: A44C 17/04 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB LI NL |
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Priorität: |
17.01.1986 DE 8601026 U
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Anmelder: Bunz, Georg |
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D-75335 Dobel (DE) |
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Erfinder: |
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- Bunz, Georg
D-75335 Dobel (DE)
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Vertreter: Frank, Gerhard, Dipl.-Phys. et al |
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Patentanwälte
Mayer, Frank, Reinhardt,
Schwarzwaldstrasse 1A 75173 Pforzheim 75173 Pforzheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Fassung für einen Edelstein |
(57) Eine Fassung für einen Edelstein ist so ausgebildet, daß mittels eines elastischen
Verbindungsgliedes, das in korrespondierende Ringnuten am Edelstein selbst und in
dem diesen umgebenden Haltekörper der Edelstein elastisch in den Haltekörper ein-
und ausrastbar ist. Hierdurch wird eine einfache Edelsteinfassung geschaffen, die bei verschiedenen Haltekörper
oder Schmuckteilen angewendet werden kann, beispielsweise auch Uhrgläser oder auch
übliche Schmuckstücke wie z.B. Reifen oder Broschen. Spezielle Werkzeuge zur Fassung
sind durch die erfindungsgemäße druckknopfartige Schnapphalterung überflüssig.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Fassung für einen Edelstein, mit einem Haltekörper oder
Schmuckteil, in den/das der Edelstein eingestzt ist.
[0002] Edelsteinfassungen sind in den verschiedensten Ausführungen gebräuchlich, meist
bestehen sie aus mehr oder weniger kompliziert ausgeformten Halteteilen, die vom Fasser
beträchtliches Geschick verlangen, somit zeifaufwendig und teuer sind.
[0003] Wenn der Edelstein in bestimmte nicht-metallische Materialien eingesetzt werden soll,
beispielsweise Acrylglas, oder Kunststoffe, lassen sich diese bekannten Techniken
ohnehin nur bedingt einsetzen. Auch aus Design-Gründen sind die oft sichtbaren und
den Edelstein teilweise verdeckenden und beeinträchtigenden Fassungsteile nicht immer
erwünscht.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist daher eine einfache Edelsteinfassung, die bei verschiedenen
Haltekörpern oder Schmuckteilen angewendet werden kann, beispielsweise Uhrgläser oder
auch übliche Schmuckstücke wie zum Beispiel Reife oder Broschen.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß im Haltekörper/Schmuckteil
eine Bohrung zur Aufnahme des Edelsteins vorgesehen ist, deren Querschnitt zumindest
teilweise etwa dem Querschnitt des zu fassenden Edelsteins entspricht, daß im Umfangsbereich
des Edelsteins Vertiefungen eingebracht sind, deren Position im eingesetzten Zustand
des Edelsteins mit der Position von korrespondierenden Vertiefungen in der Wandung
der Bohrung übereinstimmt, und daß mindestens ein elastisches Verbindungsglied in
die korrespondierenden Vertiefungen eingreift, wobei die Tiefe einer der Vertiefungen
so gewählt ist, daß das elastische Verbindungsglied soweit einfedern kann, daß der
Edelstein in die Bohrung eingeführt bzw. herausgezogen werden kann.
[0006] Die erfindungsgemäße Lösung benötigt lediglich ein Halterungsbauteil, zum Einsatz
des Edelsteins kann auf spezielle Werkzeuge verzichtet werden. Praktisch wird eine
druckknopfartige Schnapphalterung erzielt.
[0007] Besonders einfach und ästhetisch ansprechend gelingt die Fassung, wenn gemäß einer
Ausgestaltung der Erfindung die Vertiefungen Ringnuten sind und das elastische Verbindungsglied
ein Sprengring ist. Dieser Sprengring kann beispielsweise aus einer Platin-Iridium-Legierung
bestehen, so daß einerseits eine beständige Federkraft erhalten bleibt, andererseits
ein Ein- bzw. Ausschnappen des Edelsteins aus der Bohrung noch mit vertretbarem Kraftaufwand
bewerkstelligt werden kann.
[0008] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Fassung im Querschnitt
dargestellt:
Der Halterkörper 11 kann ein beliebiges Schmuckteil sein, beispielsweise ein Armreif
oder auch die Abdeckung einer Uhr. In diesen Haltekörper ist eine Bohrung 11b eingebracht,
deren Querschnitt nur minimal größer ist als der Querschnitt des einzusetzenden Edelsteins
10 in dem Haltebereich. Im Haltebereich H verläuft die Seitenfläche des Edelsteins
10 vertikal, so daß der Edelstein mit geringem Spiel in der Bohrung 11B sitzt. In
seinem Umfangsbereich ist in diesen vertikal verlaufenden Seitenbereich des Edelsteins
10 eine Ringnut 10A eingebracht, die einen halbkreisförmigen Querschnitt aufweist.
In der beabsichtigten Halte position des Edelsteins 10 im Haltekörper 11 ist gegenüber
dieser Ringnut 10A eine entsprechende Ringnut 11a im Haltekörper 11 eingebracht,
deren Tiefe jedoch größer ist als die Tiefe der Ringnut 10a. In die Ringnut 11a ist
ein Sprengring 12 eingelegt, dessen äußerer Durchmesser im kraftfreien Zustand größer
ist als der Durchmesser der Bohrung 11B, so daß der Sprengring vor dem Einsetzen
des Edelsteins in der Ringnut 11a gehalten wird. Der Querschnitt des Sprengrings
12 ist so auf die Tiefe der Ringnut 11A abgestimmt, daß er vollständig in diese einfedern
kann und somit die Bohrung 11B für den Durchtritt des Edelsteins 10 freigibt, bis
die Ringnut 10A gegenüber der Ringnut 11A zu liegen kommt und der Sprengring 12 unter
seiner Eigenelastizität in die Ringnut 10A im Haltebereich H des Edelsteins einfedert.
Es versteht sich von selbst, daß die Tiefe der Ringnut 10A geringer ist als die Dicke
des Sprengrings 12, um eine ausreichende Verrastung zu gewährleisten.
[0009] Genauso, wie der Edelstein 10 in diese Halterung eingeführt werden kann, kann er
durch Ausübung von Druck bzw. Zug auch wieder entfernt werden, wobei dann der Sprengring
12 wieder in die Ringnut 11A ausweicht und den Edelstein 10 freigibt.
1. Fassung für einen Edelstein, mit einem Haltekörper oder Schmuckteil, in den/das
der Edelstein eingesetzt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß im Haltekörper/Schmuckteil (11) eine Bohrung (11B) zur
Aufnahme des Edelsteins (10) vorgesehen ist, deren Querschnitt zumindest teilweise
etwa dem Querschnitt des zu fassenden Edelsteins (10) entspricht, daß im Umfangsbereich
des Edelsteins (10) Vertiefungen (10A) eingebracht sind, deren Position im eingesetzten
Zustand des Edelsteins (10) mit der Position von korrespondierenden Vertiefungen (11A)
in der Wandung der Bohrung (11B) übereinstimmt, und daß mindestens ein elastisches
Verbindungsglied (12) in die korrespondierenden Vertiefungen (10A,11A) eingreift,
wobei die Tiefe einer der Vertiefung (10A,11A) so gewählt ist, daß das elastische
Verbindungsglied (12) so weit einfedern kann, daß der Edelstein (10) in die Bohrung
(11B) eingeführt bzw. herausgezogen werden kann.
2. Fassung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (10A,11A)
Ringnuten sind, und daß das elastische Verbindungsglied (12) ein Sprengring ist.
3. Fassung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sprengring aus einer
Platin-Iridium-Legierung besteht.
