(19)
(11) EP 0 235 313 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
09.09.1987  Patentblatt  1987/37

(21) Anmeldenummer: 86102184.8

(22) Anmeldetag:  20.02.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B66F 9/00, B60P 1/64, B65D 90/14
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT NL

(71) Anmelder: Haacon Hebetechnik GmbH
D-97896 Freudenberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Riedl, Reinhold
    D-8760 Miltenberg (DE)
  • Lazarus, Konrad
    D-6982 Freudenberg/Main (DE)

(74) Vertreter: Fuchs, Richard (DE) 
Kantstrasse 18
D-97074 Würzburg
D-97074 Würzburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Hub- bzw. Absetzvorrichtung für transportable Grossbehälter, z. B. Kabinen, Container oder dergleichen


    (57) Eine Hub- bzw. Absetzvorrichtung für Großbehälter 10 weist an den Eckbeschlägen 19 des Großbehälters 10 senk­recht anbaubare, etwa behälterhohe Anschlußholme 20 auf. Die Anschlußholme 20 sind gegenüber dem Großbehälter 10 jeweils über Eck angeordnet und sie tragen an ihren unteren Endbereichen in seitlichem Abstand wenigstens einen weiteren Anschlußholm 25 für einen Ausleger 11 einer Zahnstangenwinde 12. Die Zahnstangenwinden 12 sind längs Stützen 15 heb- und senkbar, an deren unteren Enden Laufrad-Paare 32 angeordnet sind. Um die Laufrad-­Paare 32 auf einfache Weise auf unterschiedliche Fahr­spuren (Schmal- und Breitspur) einstellen zu können, kann man die Ausleger 11 entweder an dem etwa behälter­hohen Anschlußholm 20 oder an dem zusätzlichen Anschluß­holm 25 anbauen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Hub- bzw. Absetzvor­richtung für transportable Großbehälter, z.B. Kabinen, Container oder dergleichen mit an den Eckbeschlägen des Großbehälters senkrecht anbaubaren, etwa behälterhohen Anschlußholmen für Ausleger, die Zahnstangenwinden oder dergleichen tragen, deren Zahnstangen oder dergleichen an Stützen für den Großbehälter vorgesehen und die längs jeder Stütze heb- und senkbar sind, wobei die Stützen Laufräder aufweisen können.

    [0002] Eine derartige verfahrbare Hub- bzw. Absetzvorrichtung für transportable Großbehälter ist durch die DE-OS 32 26 882 bekannt. Um die Laufräder an den unteren Enden der Stützen bzw. nur die Stützen in Abhängigkeit von den jeweiligen Verlade-Erfordernissen auf unterschiedlich breite Fahrspuren oder Abstände einstellen zu können, sind hier jedoch zusätzliche Verstärkungsmaßnahmen im Be­reich der Ausleger erforderlich, wodurch auch der Zeit­aufwand für einen An- und Abbau der Zahnstangenwinden an bzw. von einem Großbehälter entsprechend erhöht wird. Dieser relativ hohe Arbeitsaufwand hat eine weitere Ur­sache darin, daß beispielsweise nach dem Abheben eines Großbehälters von einem Lastkraftwagen und anschließendem Einrichten der Laufräder auf eine "Schmalspur" die An­schlußholme und Zahnstangenwinden umgesetzt werden müssen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Hub- bzw. Absetzvorrichtung für transportable Großbehälter zu be­schaffen, bei der mit geringem baulichen Aufwand einfach und zeitsparend die Laufräder bzw. nur die Stützen auf Fahrspuren oder Abstützstellen mit unterschiedlichen Ab­ständen eingestellt werden können.

    [0003] Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Anschlußholme gegenüber dem Großbehälter jeweils über Eck angeordnet sind und an ihren unteren Endbe­reichen in seitlichem Abstand wenigstens einen weiteren verkürzten, senkrechten Anschlußholm für den Ausleger einer Zahnstangenwinde tragen. Dadurch können an jeder Behälterecke die Zahnstangenwinden mit ihren Auslegern in einer von drei unterschiedlichen Positionen einfach und schnell angebaut bzw. umgesetzt werden, so daß man auch entsprechend unterschiedliche Fahrspuren bzw. Stand­orte für die Laufräder oder Stützen erhält. Dabei können vorteilhaft die einmal angebauten Anschlußholme an jeder Behälterecke unverändert in ihren Anbaupositionen be­lassen werden. Die zusätzlichen verkürzten Anschluß­holme stellen einfache Bauteile dar, die ebenso einfach mit ihren jeweiligen etwa behälterhohen Anschlußholmen verbunden werden können. Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Umpositionierung der Zahnstangenwinden an den Behälterecken weniger Zeit in Anspruch nimmt als beim Stand der Technik, Eine solche Umpositionierung kann z.B. dann erforderlich werden, wenn ein Großbehälter von einem Lastkraftwagen zunächst ab­zuladen und auf dem Boden abzusetzen und alsdann über eine schräge Rampe z.B. in den Frachtraum eines Trans­portflugzeugs einzufahren ist. Dies erfordert nämlich die Einstellung der Laufräder auf eine "Schmalspur". Auch eine Einstellung der Laufräder für ein Verfahren des Großbehälters quer zu seiner Längsachse ist bei minimalen Zeitaufwand möglich. Die Anschlußholme verbleiben auch hier in Anbauposition.

    [0004] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unter­ansprüchen hervor. So kann der verkürzte Anschlußholm der­art am etwa behälterhohen Anschlußholm angeordnet sein, daß er einer Längsseite des Großbehälters oder alter­nativ einer Schmalseite des Großbehälters gegenüberliegt.

    [0005] Wenn nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung der etwa behälterhohe Anschlußholm zwei verkürzte An­schlußholme in einer rechtwinkeligen Anordnung trägt, so daß der eine einer Längsseite und der andere einer Schmalseite des Großbehälters gegenüberliegt, wird die Zahl der unterschiedlichen Anbaumöglichkeiten der Zahn­stangenwinden an jeder Behälterecke weiter erhöht und es können dadurch die Laufräder einfach und zeitsparend auf entsprechend mehr Fahrspuren mit unterschiedlichen gegen­seitigen Abständen eingestellt werden.

    [0006] Wenn nach noch einer anderen Weiterbildung der Erfindung die verkürzten Anschlußholme mit ihren Enden an Tragarmen befestigt sind, die an dem etwa behälterhohen Anschluß­holm z.B. mittels Steckbolzen lösbar befestigt sind, er­reicht man den Vorteil, daß man nach dem Abbau der Hub- bzw. Absetzvorrichtung von einem Großbehälter weniger sperrige Teile aufzubewahren hat.

    [0007] Eine andere Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch ge­kennzeichnet, daß die Tragarme teleskopartig ausgebildet sind, um den seitlichen Abstand zwischen den Anschluß­holmen zu verändern. Dadurch können die Zahnstangen­ winden und folglich auch die Stützen mit den Laufrädern in noch mehr unterschiedlichen Positionen an den Be­hälterecken angebaut werden, was noch mehr unterschied­liche Fahrspuren bedeutet. Dies ist auch dann möglich, wenn gemäß einer weiteren Variante der Erfindung die ver­kürzten Anschlußholme zwischen je zwei Tragarmen in deren Achsrichtung verstellbar angeordnet sind.

    [0008] Wenn nach noch einer anderen Ausbildung der Erfindung das untere Ende des etwa behälterhohen Anschlußholms über zwei im rechten Winkel an dem Anschlußholm angeordnete Tragarme für die verkürzten Anschlußholme am unteren Eck­beschlag des Großbehälters befestigt ist, erfüllen diese Tragarme vorteilhaft zwei Funktionen, indem sie auch zur Fixierung des unteren Endes des etwa behälterhohen An­schlußholms an dem Großbehälter herangezogen werden, wo­bei sie das sonst hier erforderliche Anschlußbauteil erset­zen.

    [0009] Die Erfindung wird anschließend anhand der Zeichnungen von Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigen:

    Fig. 1 eine Schrägansicht eines an einer Be­hälterecke befestigten, etwa behälter­hohen Anschlußholms, welcher in seitlichem Abstand (nach links) einen weiteren ver­kürzten Anschlußholm trägt, wobei in strichpunktierten Linien noch ein zweiter verkürzter Anschlußholm ange­deutet und eine Zahnstangenwinde mit Aus­leger vor ihrem Anbau an einem der An­schlußholme sowie ein Teil einer Stütze mit Zahnstange gezeigt ist;

    Fig. 2 eine Draufsicht einer Behälterecke mit einer Anschlußholm-Anordnung entsprechend Fig. 1, in der in vollen und teilweise in strich­punktierten Linien unterschiedliche Anbaumöglichkeiten A - D für den die Zahnstangenwinde tragenden Aus­leger angedeutet sind;

    Fig. 3 - 5 je eine Draufsicht einer Behälter­ecke mit unterschiedlich angebauter Zahnstangenwinde, einschließlich ihrer zugeordneten Laufräder und

    Fig. 6 eine Teil-Stirnansicht eines Groß­behälters im Bereich einer Ecke, wobei jeweils in vollen und in strichpunktierten Linien eine Zahn­stangenwinde mit zugehöriger Stütze und Laufrädern in unterschiedlicher Anbauposition gezeigt ist.



    [0010] Die verfahrbare Hub- bzw. Absetzvorrichtung, von der in den Fig. 1 - 6 nur der eine von vier Behälterecken zuge­ordnete Teil gezeigt ist, ist für Großbehälter 10 (z.B. Container, Kabinen oder dergleichen) mit rechteckigem Grundriß bestimmt. Die vier Teile der Hub- bzw. Absetzvor­richtung sind gleichartig. Diese Großbehälter 10 sind z.B. vom Boden anzuheben, zu einem Transportflugzeug, Lastkraft­wagen oder dergleichen zu fahren und dann über eine schräge Rampe auf dessen Ladefläche zu fahren und schließlich ab­zusetzen. Ist anstelle einer schrägen Auffahrrampe nur eine horizontale Laderampe, Pritsche oder dergleichen (mit Rollen) in Höhe des Laderaumbodens bzw. der Übergabeebene vorhanden, wird der Großbehälter 10 mittels der Hub- bzw. Absetzvorrichtung soweit angehoben, daß er auch auf dieser Laderampe abgesetzt werden kann. Die vorstehenden Arbeits­gänge können auch in umgekehrter Reihenfolge ablaufen, wenn nämlich ein Großbehälter aus einem Transportflugzeug auszuladen oder auch von einem Lastkraftwagen abzuladen ist. Mit einer solchen Hub- bzw. Absetzvorrichtung muß ferner der Großbehälter 10 auch im Frachtraum des Flugzeugs oder eines anderen Transportgeräts verfahren werden können, wenn am Boden des Frachtraums keine Rollen vorhanden sind. Zur Durchführung der vorstehend beschriebenen unterschied­lichen Arbeitsgänge ist es erforderlich, daß die Zahn­stangenwinden an den Behälterecken in unterschiedlichen Positionen angebaut werden können, so daß die diesen zuge­ordneten Laufräder auf unterschiedliche gegenseitige Ab­stände bzw. Fahrspuren einstellbar sind. So ist z.B. die Einstellung der Laufräder auf einer "Schmalspur" er­forderlich, wenn der Großbehälter über eine schräge Auf­fahrrampe in den Laderaum eines Transportflugzeugs ein­gefahren werden soll. Das Absetzen des Großbehälters auf einer horizontalen Laderampe in Höhe des Laderaumbodens erfordert dagegen die Einstellung der Laufräder auf eine "Breitspur". Ferner kann es in bestimmten Fällen, z.B. zum Verstellen des Großbehälters in einem Lager- oder Laderaum erforderlich sein, den Großbehälter quer zu seiner Längsachse zu verfahren, wodurch zusätzliche An­baupositionen für die Zahnstangenwinden an den Behälter­ecken notwendig werden.

    [0011] Die verfahrbare Hub- bzw. Absetzvorrichtung weist zu diesem Zweck vier an den Ecken des Großbehälters 10 lösbar zu be­festigende Ausleger 11 von gleicher Bauweise auf, die je­weils eine Zahnstangenwinde 12 tragen, welche durch eine Handkurbel 13 betätigbar ist. Jeder Ausleger 11 besteht aus einer durch das Deutsche Gebrauchsmuster 82 35 609.2 bekannten Ausführung, welche zwei Platten 14 mit einem nach außen offenen U-förmigen Querschnittsprofil aufweist. Die Platten 14 sind im Abstand der Breite B 1 einer aus einem Vierkantrohr bestehenden Stütze 15 mit Hilfe eines oder mehrerer Distanzstücke 16 verbunden. Jedem Ausleger 11 ist eine Stütze 15 zugeordnet, an der achsparallel eine Zahnstange 150 befestigt ist. Die Platten 14 sind mit ihrer ebenflächigen Seite an das oder die Distanzstücke 16 an­geschweißt, und zwar so, daß an einem Ende des Auslegers 11 ein vertikaler Anbauraum 17 und am gegenüberliegenden Ende gegenüber der Winde 12 ein vertikaler Führungsraum 18 für die Stütze 15 vorhanden ist. Wenn die Stütze 15 in diesen Führungsraum 18 eingebracht ist, steht die an ihr befestigte Zahnstange 150 in Eingriff mit einem nicht ge­zeigten Antriebsritzel der Zahnstangenwinde 12.

    [0012] An jeder Ecke des Großbehälters 10 sind oben und unten ge­normte Eckbeschläge 19 vorgesehen, an welche ein etwa be­hälterhoher Anschlußholm 20 gegenüber dem Großbehälter 10 über Eck und mit Abstand anbaubar ist. Der aus einem Vierkantrohr bestehende Anschlußholm 20 trägt an seinem oberen Ende einen Ausleger 21, an dem ein Zapfen 22 zur Verbindung mit dem oberen Eckbeschlag 19 befestigt ist. Am unteren Endbereich jedes Anschlußholms 20 sind zwei in vertikalem Abstand voneinander horizontal angeordnete Trag­arme 23, 24 durch z.B. Schweißung befestigt, zwischen deren Enden ein weiterer verkürzter, senkrechter Anschluß­holm 25 befestigt ist. Am unteren Ende des Anschlußholms 20 ist ferner im rechten Winkel zum Tragarm 23 ein Fortsatz 26 befestigt, der gleich dem Tragarm 23 mit Bohrungen für den Durchtritt von Befestigungsschrauben 27 versehen ist, die mit dem unteren Eckbeschlag 19 an jeder Behälterecke zu verbinden sind.

    [0013] Wie aus den Fig. 1 und 2 hervorgeht, kann dieser Fortsatz 26 auch durch einen dem Tragarm 23 entsprechenden Tragarm 23ʹ ersetzt werden, und es kann ferner am Anschlußholm 20 im rechten Winkel zum Tragarm 24 auf gleicher Höhe wie dieser ein weiterer Tragarm 24ʹ befestigt werden, um einen weiteren Anschlußholm 25ʹ in seitlichem Abstand zum An­schlußholm 20 vorsehen zu können, der zwischen den freien Enden der Tragarme 23ʹ und 24ʹ befestigt ist. Die ver­kürzten Anschlußholme 25 und 25ʹ bestehen gleichfalls aus Vierkantrohren mit einem Querschnitt, der demjenigen des etwa behälterhohen Anschlußholms 20 enspricht. Andererseits sind die Kantenabmessungen B 2 der Anschlußholme 20, 25 und 25ʹ gleich der Breite B 1 der Stützen 15. Der vertikale Ab­stand der Tragarme 23, 24 oder 23ʹ ist geringfügig größer als die Bauhöhe des Auslegers 11.

    [0014] Die Ausleger 11 mit den Zahnstangenwinden 12 können in Ab­hängigkeit von den jeweiligen Erfordernissen am Verlade­ort wahlweise an den Anschlußholmen 20, 25 oder 25ʹ an jeder Behälterecke angebaut werden. Die Tiefe des Anbau­raums 17 ist nämlich gleich der Kantenabmessung B 2 der Anschlußholme, so daß beim Anbauen eines Auslegers 11 an jeder Behälterecke der Ausleger 11 sich mit seinem An­bauraum 17 passend über einen der Anschlußholme 20 oder 25 oder 25ʹ schiebt, wobei der betreffende Anschlußholm den U-förmigen lichten Querschnitt des Anbauraums 17 aus­füllt. Vier verschiedene Anbaumöglichkeiten A - D für einen Ausleger 11 mit Zahnstangenwinde 12 an jeder Behälter­ecke sind in Fig. 2 zum Teil in vollen, zum größeren Teil in strichpunktierten Linien angedeutet. An den Anschluß­holmen 20, 25 und 25ʹ an den vier Ecken des Großbe­hälters 10 sind in entsprechendem vertikalen Abstand horizontale Bohrungen 28 ausgearbeitet, durch welche die beiden Schenkel 29 eines U-förmigen Bügels 29 A passend hindurchgesteckt werden können, wenn ein Ausleger 11 anzubauen ist. Die Platten 14 jedes Auslegers 11 ent­halten gleichfalls in entsprechendem vertikalen Abstand seitlich ausgefluchtete Bohrungen 28 a für den Durch­tritt der Schenkel 29 des U-förmigen Bügels 29 A. Nach erfolgtem Aufstecken eines Auslegers 11 auf einen der Anschlußholme 20, 25 oder 25ʹ (vergl. die Pfeile in Fig. 1!) und Ausfluchtung der vorstehend erwähnten Bohrungen in dem betreffenden Anschlußholm und in den Platten 14 wird der U-förmige Bügel 29 A von der Seite her mit seinen Schenkeln 29 durch diese Bohrungen hindurchgesteckt, wo­durch der Ausleger 11 an der jeweiligen Behälterecke lös­bar befestigt ist. Zu seiner Sicherung in Einbaulage können an den Schenkeln 29 z.B. Splinte (nicht gezeigt) angebracht werden.

    [0015] Der Anbau der Anschlußholme 20 und 25 jeder Behälter­ecke kann so erfolgen, daß, wie in den Fig. 1 - 5 gezeigt ist, der verkürzte Anschlußholm 25 der Schmalseite 30 des Großbehälters 10 gegenüberliegt. Bei der Ausführung mit zwei verkürzten Anschlußholmen 25, 25ʹ befindet sich dem­zufolge der Anschlußholm 25ʹ gegenüber einer Längsseite 31 des Großbehälters 10. Die sich hieraus ergebenden An­schlußmöglichkeiten für die Ausleger 11 zwecks Ein­stellung der Laufräder 32 auf unterschiedliche Fahrspuren werden noch beschrieben.

    [0016] Wenn ein z.B. auf dem Boden abgestellter Großbehälter 10 in oder auf ein entfernt stehendes Transportgerät, z.B. Transportflugzeug über eine schräge Auffahrrampe mittels der verfahrbaren Hub- bzw. Absetzvorrichtung verladen werden soll, werden die Ausleger 11 an den verkürzten An­schlußholmen 25 an jeder Behälterecke angebaut, wie dies in den Fig. 1 und 4 sowie in vollen Linien in Fig. 2 bei A und in Fig. 6 in strichpunktierten Linien gezeigt ist. Die vier Ausleger 11 erstrecken sich in diesen Positionen parallel zur Längsachse des Großbehälters 10. Anschließend werden unterhalb der Führungsräume 18 für die Stützen 15 die Laufräder 32 paarweise angeordnet. Die Laufräder 32 jedes Paares sind achsgleich an den Schenkeln 33 eines Radschemels 34 mit U-förmigem Querschnitt (Fig. 6) ge­lagert. Am horizontalen Stegabschnitt 35 jedes Radschemels 34 ist eine Wippe 36 angeordnet, die zur Auflagerung des unteren Endes einer Stütze 15 bestimmt ist. Die Wippe 36 trägt einen Führungszapfen 37, der bei aufgelagerter Stütze 15 passend in eine axiale Bohrung im unteren Ende der Stütze 15 eingreift. Nach erfolgtem Anbau eines jeden Lauf­radpaares und eingeführten Stützen 15 wird zur Sicherung der Stützen 15 in jedem Führungsraum 18 ein dem bereits erwähnten U-förmigen Bügel 29 A entsprechender Bügel 29 B mit seinen Schenkeln 29ʹ durch seitlich ausge­fluchtete Bohrungen 28ʹ in den Platten 14 hindurchgesteckt und durch nicht gezeigte Splinte in Einbaulage gesichert.

    [0017] Wenn an allen vier Auslegern 11 die Stützen 15 und Lauf­räder 32 in der oben erläuterten Art und Weise angebaut sind, werden durch Drehen der Handkurbeln 13 die Zahn­stangenwinden 12 betätigt, um die vier Ausleger 11 und damit den Großbehälter 10 an den Stützen 15 in eine in Fig. 6 gezeigte Fahrposition anzuheben, in der zwischen den Laufrädern 32 und der Unterseite der Ausleger 11 bzw. Winden 12 ein gewisses Spiel vorhanden ist, welches eine Drehung der zwei vorderen Paare von Laufrädern 32 um die Achse der Stützen 15 bzw. Führungszapfen 37 für Lenkzwecke ermöglicht. Die zwei nachlaufenden Laufrad­paare werden gegen eine Drehung gesichert. Den vorderen lenkfähigen Laufradpaaren ist ein Zug- und Lenkgestänge zugeordnet, welches in Fig. 4 bei 38 teilweise ange­deutet und mit den Radschemeln 34 der vorderen Laufrad-­Paare gelenkig verbunden ist.

    [0018] Um nur zwei Zahnstangenwinden 12 zum Anheben des Großbe­hälters 10 gleichzeitig bedienen zu müssen, sind je zwei seitlich benachbarte Zahnstangenwinden 12 durch Wellen 39 antriebsmäßig miteinander verbunden.

    [0019] Wenn der Großbehälter 10 in einem anderen beispielhaften Fall auf einer erhöhten horizontalen Laderampe des je­weiligen Transportgeräts abgesetzt werden soll, ist es erforderlich, die Laufrad-Paare auf eine "Breitspur" ein­zustellen, wie sie in Fig. 3 und in vollen Linien in Fig. 6 gezeigt ist. Die Ausleger 11 werden zu diesem Zweck am Anschlußholm 20 so angebaut, daß sie sich parallel zu den Schmalseiten 30 des Großbehälters 10 erstrecken und wie dies die Anbaupositionen B und D in Fig. 2 verdeutlichen. Wenn die Radschemel 34 dann unter die angebauten Ausleger 11 eingefahren und mit den Stützen 15 gekoppelt sind, werden die Zahnstangenwinden 12 ebenfalls betätigt, um die Ausleger 12 und damit den Großbehälter 10 in die Fahrposition anzuheben, in der zunächst die Laufrad-Paare um 90° in Fahrtrichtung ge­dreht werden (Fig. 3 und 6). Nach Erreichen der hori­zontalen Laderampe wird der Großbehälter 10 soweit an­gehoben, daß er über diese verfahren werden kann, wobei die Stützen 15 noch einen gewissen seitlichen Abstand von der Laderampe aufweisen. Alsdann wird der Großbehälter 10 auf der Laderampe abgesetzt und die Hub- bzw. Absetzvor­richtung wird demontiert, so daß der Großbehälter von der Laderampe in den betreffenden Frachtraum über bodenseitige Rollen eingebracht werden kann.

    [0020] In Fällen, wo es erforderlich ist, den Großbehälter 10 quer zu seiner Längsachse zu verfahren, befinden sich die Laufrad-Paare nach dem Koppeln ihrer Radschemel 34 mit den Stützen 15 bereits in der in Fig. 5 gezeigten Fahrtrichtung (die vorstehend erläuterte Drehung der Laufrad-Paare um 90° entfällt hier also).

    [0021] Weitere Anbaumöglichkeiten der Ausleger 11 an den Anschluß­holmen 20 oder 25ʹ sind in Fig. 2 bei C und D angedeutet. Die Anbauwweise C ergibt einen etwas größeren seitlichen Abstand der Laufradpaare als die Anbauweise A und die An­bauweise D ergibt gleichfalls eine "Breitspur" für die Laufrad-Paare, wobei auch hier ein Verfahren des Großbe­hälters 10 in Richtung seiner Längsachse und quer zu dieser Längsachse möglich ist, wie bei der Anbauversion B. Die Anbauvariante D erfordert jedoch den zweiten verkürzten Anschlußholm 25ʹ, wie er auch in Fig. 1 in strichpunktier­ten Linien angedeutet ist.

    [0022] Die Tragarme 23, 24 bzw. 23ʹ und 24ʹ können am Anschlußholm 20 auch lösbar befestigt sein, z.B. mittels nicht gezeigter Steckbolzen, die durch Bohrungen in Laschen an dem Anschluß­holm 20 eingeführt werden können. Dadurch ergeben sich beim Abbau der Hub- bzw. Absetzvorrichtung von einem Groß­behälter 10 weniger sperrige Anbauteile.

    [0023] Zusätzliche unterschiedliche Fahrspuren für die Laufrad-­Paare lassen sich dann einstellen, wenn die Tragarme 23, 24 bzw. 23ʹ, 24ʹ teleskopartig ausgebildet oder die ver­kürzten Anschlußholme 25, 25ʹ zwischen den Tragarmen 23, 24, 23ʹ, 24ʹ in deren Achsrichtung verstellbar ange­ordnet sind.


    Ansprüche

    1. Hub- bzw. Absetzvorrichtung für transportable Groß­behälter, z.B. Kabinen, Container oder dergleichen mit an den Eckbeschlägen des Großbehälters senkrecht anbaubaren, etwa behälterhohen Anschlußholmen für Ausleger, die Zahn­stangenwinden oder dergleichen tragen, deren Zahnstangen oder dergleichen an Stützen für den Großbehälter vorge­sehen und die längs jeder Stütze heb- und senkbar sind, wobei die Stützen Laufräder aufweisen können, dadurch ge­kennzeichnet, daß die Anschlußholme (2o) gegenüber dem Großbehälter (10) jeweils über Eck angeordnet sind und an ihren unteren Endbereichen in seitlichem Abstand wenigstens einen weiteren verkürzten, senkrechten Anschlußholm (25) für den Ausleger (11) einer Zahnstangenwinde (12) tragen.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der verkürzte Anschlußholm (25ʹ) derart am etwa be­hälterhohen Anschlußholm (20) angeordnet ist, daß er einer Längsseite (31) des Großbehälters (10) gegenüberliegt.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der verkürzte Anschlußholm (25) so am etwa behälter­hohen Anschlußholm (20) angeordnet ist, daß er einer Schmalseite (30) des Großbehälters (10) gegenüberliegt.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der etwa behälterhohe Anschlußholm (20) zwei verkürz­te Anschlußholme (25, 25ʹ) in einer rechtwinkeligen An­ordnung trägt, so daß der eine (25ʹ) einer Längsseite (31) und der andere (25) einer Schmalseite (30) des Groß­behälters (10) gegenüberliegt.
     
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die verkürzten Anschlußholme (25, 25ʹ) mit ihren Enden an Tragarmen (23, 24; 23ʹ, 24ʹ) befestigt sind, die an dem etwa behälterhohen Anschlußholm (20) z.B. mittels Steckbolzen lösbar befestigt sind.
     
    6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch ge­kennzeichnet, daß die Tragarme teleskopartig ausgebildet sind, um den seitlichen Abstand zwischen den Anschluß­holmen zu verändern.
     
    7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch ge­kennzeichnet, daß die verkürzten Anschlußholme zwischen je zwei Tragarmen in deren Achsrichtung verstellbar an­geordnet sind.
     
    8. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende des etwa behälterhohen Anschlußholms (20) über zwei im rechten Winkel an dem Anschlußholm (20) angeordnete Tragarme (23, 23ʹ) für die verkürzten Anschluß­holme (25, 25ʹ) am unteren Eckbeschlag (19) des Großbe­hälters (10) befestigt ist.
     




    Zeichnung



















    Recherchenbericht