[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Hub- bzw. Absetzvorrichtung für transportable
Großbehälter, z.B. Kabinen, Container oder dergleichen mit an den Eckbeschlägen des
Großbehälters senkrecht anbaubaren, etwa behälterhohen Anschlußholmen für Ausleger,
die Zahnstangenwinden oder dergleichen tragen, deren Zahnstangen oder dergleichen
an Stützen für den Großbehälter vorgesehen und die längs jeder Stütze heb- und senkbar
sind, wobei die Stützen Laufräder aufweisen können.
[0002] Eine derartige verfahrbare Hub- bzw. Absetzvorrichtung für transportable Großbehälter
ist durch die DE-OS 32 26 882 bekannt. Um die Laufräder an den unteren Enden der Stützen
bzw. nur die Stützen in Abhängigkeit von den jeweiligen Verlade-Erfordernissen auf
unterschiedlich breite Fahrspuren oder Abstände einstellen zu können, sind hier jedoch
zusätzliche Verstärkungsmaßnahmen im Bereich der Ausleger erforderlich, wodurch auch
der Zeitaufwand für einen An- und Abbau der Zahnstangenwinden an bzw. von einem Großbehälter
entsprechend erhöht wird. Dieser relativ hohe Arbeitsaufwand hat eine weitere Ursache
darin, daß beispielsweise nach dem Abheben eines Großbehälters von einem Lastkraftwagen
und anschließendem Einrichten der Laufräder auf eine "Schmalspur" die Anschlußholme
und Zahnstangenwinden umgesetzt werden müssen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
eine Hub- bzw. Absetzvorrichtung für transportable Großbehälter zu beschaffen, bei
der mit geringem baulichen Aufwand einfach und zeitsparend die Laufräder bzw. nur
die Stützen auf Fahrspuren oder Abstützstellen mit unterschiedlichen Abständen eingestellt
werden können.
[0003] Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Anschlußholme gegenüber
dem Großbehälter jeweils über Eck angeordnet sind und an ihren unteren Endbereichen
in seitlichem Abstand wenigstens einen weiteren verkürzten, senkrechten Anschlußholm
für den Ausleger einer Zahnstangenwinde tragen. Dadurch können an jeder Behälterecke
die Zahnstangenwinden mit ihren Auslegern in einer von drei unterschiedlichen Positionen
einfach und schnell angebaut bzw. umgesetzt werden, so daß man auch entsprechend unterschiedliche
Fahrspuren bzw. Standorte für die Laufräder oder Stützen erhält. Dabei können vorteilhaft
die einmal angebauten Anschlußholme an jeder Behälterecke unverändert in ihren Anbaupositionen
belassen werden. Die zusätzlichen verkürzten Anschlußholme stellen einfache Bauteile
dar, die ebenso einfach mit ihren jeweiligen etwa behälterhohen Anschlußholmen verbunden
werden können. Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Umpositionierung
der Zahnstangenwinden an den Behälterecken weniger Zeit in Anspruch nimmt als beim
Stand der Technik, Eine solche Umpositionierung kann z.B. dann erforderlich werden,
wenn ein Großbehälter von einem Lastkraftwagen zunächst abzuladen und auf dem Boden
abzusetzen und alsdann über eine schräge Rampe z.B. in den Frachtraum eines Transportflugzeugs
einzufahren ist. Dies erfordert nämlich die Einstellung der Laufräder auf eine "Schmalspur".
Auch eine Einstellung der Laufräder für ein Verfahren des Großbehälters quer zu seiner
Längsachse ist bei minimalen Zeitaufwand möglich. Die Anschlußholme verbleiben auch
hier in Anbauposition.
[0004] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor. So kann
der verkürzte Anschlußholm derart am etwa behälterhohen Anschlußholm angeordnet sein,
daß er einer Längsseite des Großbehälters oder alternativ einer Schmalseite des Großbehälters
gegenüberliegt.
[0005] Wenn nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung der etwa behälterhohe Anschlußholm
zwei verkürzte Anschlußholme in einer rechtwinkeligen Anordnung trägt, so daß der
eine einer Längsseite und der andere einer Schmalseite des Großbehälters gegenüberliegt,
wird die Zahl der unterschiedlichen Anbaumöglichkeiten der Zahnstangenwinden an jeder
Behälterecke weiter erhöht und es können dadurch die Laufräder einfach und zeitsparend
auf entsprechend mehr Fahrspuren mit unterschiedlichen gegenseitigen Abständen eingestellt
werden.
[0006] Wenn nach noch einer anderen Weiterbildung der Erfindung die verkürzten Anschlußholme
mit ihren Enden an Tragarmen befestigt sind, die an dem etwa behälterhohen Anschlußholm
z.B. mittels Steckbolzen lösbar befestigt sind, erreicht man den Vorteil, daß man
nach dem Abbau der Hub- bzw. Absetzvorrichtung von einem Großbehälter weniger sperrige
Teile aufzubewahren hat.
[0007] Eine andere Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Tragarme
teleskopartig ausgebildet sind, um den seitlichen Abstand zwischen den Anschlußholmen
zu verändern. Dadurch können die Zahnstangen winden und folglich auch die Stützen
mit den Laufrädern in noch mehr unterschiedlichen Positionen an den Behälterecken
angebaut werden, was noch mehr unterschiedliche Fahrspuren bedeutet. Dies ist auch
dann möglich, wenn gemäß einer weiteren Variante der Erfindung die verkürzten Anschlußholme
zwischen je zwei Tragarmen in deren Achsrichtung verstellbar angeordnet sind.
[0008] Wenn nach noch einer anderen Ausbildung der Erfindung das untere Ende des etwa behälterhohen
Anschlußholms über zwei im rechten Winkel an dem Anschlußholm angeordnete Tragarme
für die verkürzten Anschlußholme am unteren Eckbeschlag des Großbehälters befestigt
ist, erfüllen diese Tragarme vorteilhaft zwei Funktionen, indem sie auch zur Fixierung
des unteren Endes des etwa behälterhohen Anschlußholms an dem Großbehälter herangezogen
werden, wobei sie das sonst hier erforderliche Anschlußbauteil ersetzen.
[0009] Die Erfindung wird anschließend anhand der Zeichnungen von Ausführungsbeispielen
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Schrägansicht eines an einer Behälterecke befestigten, etwa behälterhohen
Anschlußholms, welcher in seitlichem Abstand (nach links) einen weiteren verkürzten
Anschlußholm trägt, wobei in strichpunktierten Linien noch ein zweiter verkürzter
Anschlußholm angedeutet und eine Zahnstangenwinde mit Ausleger vor ihrem Anbau an
einem der Anschlußholme sowie ein Teil einer Stütze mit Zahnstange gezeigt ist;
Fig. 2 eine Draufsicht einer Behälterecke mit einer Anschlußholm-Anordnung entsprechend
Fig. 1, in der in vollen und teilweise in strichpunktierten Linien unterschiedliche
Anbaumöglichkeiten A - D für den die Zahnstangenwinde tragenden Ausleger angedeutet
sind;
Fig. 3 - 5 je eine Draufsicht einer Behälterecke mit unterschiedlich angebauter Zahnstangenwinde,
einschließlich ihrer zugeordneten Laufräder und
Fig. 6 eine Teil-Stirnansicht eines Großbehälters im Bereich einer Ecke, wobei jeweils
in vollen und in strichpunktierten Linien eine Zahnstangenwinde mit zugehöriger Stütze
und Laufrädern in unterschiedlicher Anbauposition gezeigt ist.
[0010] Die verfahrbare Hub- bzw. Absetzvorrichtung, von der in den Fig. 1 - 6 nur der eine
von vier Behälterecken zugeordnete Teil gezeigt ist, ist für Großbehälter 10 (z.B.
Container, Kabinen oder dergleichen) mit rechteckigem Grundriß bestimmt. Die vier
Teile der Hub- bzw. Absetzvorrichtung sind gleichartig. Diese Großbehälter 10 sind
z.B. vom Boden anzuheben, zu einem Transportflugzeug, Lastkraftwagen oder dergleichen
zu fahren und dann über eine schräge Rampe auf dessen Ladefläche zu fahren und schließlich
abzusetzen. Ist anstelle einer schrägen Auffahrrampe nur eine horizontale Laderampe,
Pritsche oder dergleichen (mit Rollen) in Höhe des Laderaumbodens bzw. der Übergabeebene
vorhanden, wird der Großbehälter 10 mittels der Hub- bzw. Absetzvorrichtung soweit
angehoben, daß er auch auf dieser Laderampe abgesetzt werden kann. Die vorstehenden
Arbeitsgänge können auch in umgekehrter Reihenfolge ablaufen, wenn nämlich ein Großbehälter
aus einem Transportflugzeug auszuladen oder auch von einem Lastkraftwagen abzuladen
ist. Mit einer solchen Hub- bzw. Absetzvorrichtung muß ferner der Großbehälter 10
auch im Frachtraum des Flugzeugs oder eines anderen Transportgeräts verfahren werden
können, wenn am Boden des Frachtraums keine Rollen vorhanden sind. Zur Durchführung
der vorstehend beschriebenen unterschiedlichen Arbeitsgänge ist es erforderlich,
daß die Zahnstangenwinden an den Behälterecken in unterschiedlichen Positionen angebaut
werden können, so daß die diesen zugeordneten Laufräder auf unterschiedliche gegenseitige
Abstände bzw. Fahrspuren einstellbar sind. So ist z.B. die Einstellung der Laufräder
auf einer "Schmalspur" erforderlich, wenn der Großbehälter über eine schräge Auffahrrampe
in den Laderaum eines Transportflugzeugs eingefahren werden soll. Das Absetzen des
Großbehälters auf einer horizontalen Laderampe in Höhe des Laderaumbodens erfordert
dagegen die Einstellung der Laufräder auf eine "Breitspur". Ferner kann es in bestimmten
Fällen, z.B. zum Verstellen des Großbehälters in einem Lager- oder Laderaum erforderlich
sein, den Großbehälter quer zu seiner Längsachse zu verfahren, wodurch zusätzliche
Anbaupositionen für die Zahnstangenwinden an den Behälterecken notwendig werden.
[0011] Die verfahrbare Hub- bzw. Absetzvorrichtung weist zu diesem Zweck vier an den Ecken
des Großbehälters 10 lösbar zu befestigende Ausleger 11 von gleicher Bauweise auf,
die jeweils eine Zahnstangenwinde 12 tragen, welche durch eine Handkurbel 13 betätigbar
ist. Jeder Ausleger 11 besteht aus einer durch das Deutsche Gebrauchsmuster 82 35
609.2 bekannten Ausführung, welche zwei Platten 14 mit einem nach außen offenen U-förmigen
Querschnittsprofil aufweist. Die Platten 14 sind im Abstand der Breite B 1 einer aus
einem Vierkantrohr bestehenden Stütze 15 mit Hilfe eines oder mehrerer Distanzstücke
16 verbunden. Jedem Ausleger 11 ist eine Stütze 15 zugeordnet, an der achsparallel
eine Zahnstange 150 befestigt ist. Die Platten 14 sind mit ihrer ebenflächigen Seite
an das oder die Distanzstücke 16 angeschweißt, und zwar so, daß an einem Ende des
Auslegers 11 ein vertikaler Anbauraum 17 und am gegenüberliegenden Ende gegenüber
der Winde 12 ein vertikaler Führungsraum 18 für die Stütze 15 vorhanden ist. Wenn
die Stütze 15 in diesen Führungsraum 18 eingebracht ist, steht die an ihr befestigte
Zahnstange 150 in Eingriff mit einem nicht gezeigten Antriebsritzel der Zahnstangenwinde
12.
[0012] An jeder Ecke des Großbehälters 10 sind oben und unten genormte Eckbeschläge 19
vorgesehen, an welche ein etwa behälterhoher Anschlußholm 20 gegenüber dem Großbehälter
10 über Eck und mit Abstand anbaubar ist. Der aus einem Vierkantrohr bestehende Anschlußholm
20 trägt an seinem oberen Ende einen Ausleger 21, an dem ein Zapfen 22 zur Verbindung
mit dem oberen Eckbeschlag 19 befestigt ist. Am unteren Endbereich jedes Anschlußholms
20 sind zwei in vertikalem Abstand voneinander horizontal angeordnete Tragarme 23,
24 durch z.B. Schweißung befestigt, zwischen deren Enden ein weiterer verkürzter,
senkrechter Anschlußholm 25 befestigt ist. Am unteren Ende des Anschlußholms 20 ist
ferner im rechten Winkel zum Tragarm 23 ein Fortsatz 26 befestigt, der gleich dem
Tragarm 23 mit Bohrungen für den Durchtritt von Befestigungsschrauben 27 versehen
ist, die mit dem unteren Eckbeschlag 19 an jeder Behälterecke zu verbinden sind.
[0013] Wie aus den Fig. 1 und 2 hervorgeht, kann dieser Fortsatz 26 auch durch einen dem
Tragarm 23 entsprechenden Tragarm 23ʹ ersetzt werden, und es kann ferner am Anschlußholm
20 im rechten Winkel zum Tragarm 24 auf gleicher Höhe wie dieser ein weiterer Tragarm
24ʹ befestigt werden, um einen weiteren Anschlußholm 25ʹ in seitlichem Abstand zum
Anschlußholm 20 vorsehen zu können, der zwischen den freien Enden der Tragarme 23ʹ
und 24ʹ befestigt ist. Die verkürzten Anschlußholme 25 und 25ʹ bestehen gleichfalls
aus Vierkantrohren mit einem Querschnitt, der demjenigen des etwa behälterhohen Anschlußholms
20 enspricht. Andererseits sind die Kantenabmessungen B 2 der Anschlußholme 20, 25
und 25ʹ gleich der Breite B 1 der Stützen 15. Der vertikale Abstand der Tragarme
23, 24 oder 23ʹ ist geringfügig größer als die Bauhöhe des Auslegers 11.
[0014] Die Ausleger 11 mit den Zahnstangenwinden 12 können in Abhängigkeit von den jeweiligen
Erfordernissen am Verladeort wahlweise an den Anschlußholmen 20, 25 oder 25ʹ an jeder
Behälterecke angebaut werden. Die Tiefe des Anbauraums 17 ist nämlich gleich der
Kantenabmessung B 2 der Anschlußholme, so daß beim Anbauen eines Auslegers 11 an jeder
Behälterecke der Ausleger 11 sich mit seinem Anbauraum 17 passend über einen der
Anschlußholme 20 oder 25 oder 25ʹ schiebt, wobei der betreffende Anschlußholm den
U-förmigen lichten Querschnitt des Anbauraums 17 ausfüllt. Vier verschiedene Anbaumöglichkeiten
A - D für einen Ausleger 11 mit Zahnstangenwinde 12 an jeder Behälterecke sind in
Fig. 2 zum Teil in vollen, zum größeren Teil in strichpunktierten Linien angedeutet.
An den Anschlußholmen 20, 25 und 25ʹ an den vier Ecken des Großbehälters 10 sind
in entsprechendem vertikalen Abstand horizontale Bohrungen 28 ausgearbeitet, durch
welche die beiden Schenkel 29 eines U-förmigen Bügels 29 A passend hindurchgesteckt
werden können, wenn ein Ausleger 11 anzubauen ist. Die Platten 14 jedes Auslegers
11 enthalten gleichfalls in entsprechendem vertikalen Abstand seitlich ausgefluchtete
Bohrungen 28 a für den Durchtritt der Schenkel 29 des U-förmigen Bügels 29 A. Nach
erfolgtem Aufstecken eines Auslegers 11 auf einen der Anschlußholme 20, 25 oder 25ʹ
(vergl. die Pfeile in Fig. 1!) und Ausfluchtung der vorstehend erwähnten Bohrungen
in dem betreffenden Anschlußholm und in den Platten 14 wird der U-förmige Bügel 29
A von der Seite her mit seinen Schenkeln 29 durch diese Bohrungen hindurchgesteckt,
wodurch der Ausleger 11 an der jeweiligen Behälterecke lösbar befestigt ist. Zu
seiner Sicherung in Einbaulage können an den Schenkeln 29 z.B. Splinte (nicht gezeigt)
angebracht werden.
[0015] Der Anbau der Anschlußholme 20 und 25 jeder Behälterecke kann so erfolgen, daß,
wie in den Fig. 1 - 5 gezeigt ist, der verkürzte Anschlußholm 25 der Schmalseite 30
des Großbehälters 10 gegenüberliegt. Bei der Ausführung mit zwei verkürzten Anschlußholmen
25, 25ʹ befindet sich demzufolge der Anschlußholm 25ʹ gegenüber einer Längsseite
31 des Großbehälters 10. Die sich hieraus ergebenden Anschlußmöglichkeiten für die
Ausleger 11 zwecks Einstellung der Laufräder 32 auf unterschiedliche Fahrspuren werden
noch beschrieben.
[0016] Wenn ein z.B. auf dem Boden abgestellter Großbehälter 10 in oder auf ein entfernt
stehendes Transportgerät, z.B. Transportflugzeug über eine schräge Auffahrrampe mittels
der verfahrbaren Hub- bzw. Absetzvorrichtung verladen werden soll, werden die Ausleger
11 an den verkürzten Anschlußholmen 25 an jeder Behälterecke angebaut, wie dies in
den Fig. 1 und 4 sowie in vollen Linien in Fig. 2 bei A und in Fig. 6 in strichpunktierten
Linien gezeigt ist. Die vier Ausleger 11 erstrecken sich in diesen Positionen parallel
zur Längsachse des Großbehälters 10. Anschließend werden unterhalb der Führungsräume
18 für die Stützen 15 die Laufräder 32 paarweise angeordnet. Die Laufräder 32 jedes
Paares sind achsgleich an den Schenkeln 33 eines Radschemels 34 mit U-förmigem Querschnitt
(Fig. 6) gelagert. Am horizontalen Stegabschnitt 35 jedes Radschemels 34 ist eine
Wippe 36 angeordnet, die zur Auflagerung des unteren Endes einer Stütze 15 bestimmt
ist. Die Wippe 36 trägt einen Führungszapfen 37, der bei aufgelagerter Stütze 15 passend
in eine axiale Bohrung im unteren Ende der Stütze 15 eingreift. Nach erfolgtem Anbau
eines jeden Laufradpaares und eingeführten Stützen 15 wird zur Sicherung der Stützen
15 in jedem Führungsraum 18 ein dem bereits erwähnten U-förmigen Bügel 29 A entsprechender
Bügel 29 B mit seinen Schenkeln 29ʹ durch seitlich ausgefluchtete Bohrungen 28ʹ in
den Platten 14 hindurchgesteckt und durch nicht gezeigte Splinte in Einbaulage gesichert.
[0017] Wenn an allen vier Auslegern 11 die Stützen 15 und Laufräder 32 in der oben erläuterten
Art und Weise angebaut sind, werden durch Drehen der Handkurbeln 13 die Zahnstangenwinden
12 betätigt, um die vier Ausleger 11 und damit den Großbehälter 10 an den Stützen
15 in eine in Fig. 6 gezeigte Fahrposition anzuheben, in der zwischen den Laufrädern
32 und der Unterseite der Ausleger 11 bzw. Winden 12 ein gewisses Spiel vorhanden
ist, welches eine Drehung der zwei vorderen Paare von Laufrädern 32 um die Achse der
Stützen 15 bzw. Führungszapfen 37 für Lenkzwecke ermöglicht. Die zwei nachlaufenden
Laufradpaare werden gegen eine Drehung gesichert. Den vorderen lenkfähigen Laufradpaaren
ist ein Zug- und Lenkgestänge zugeordnet, welches in Fig. 4 bei 38 teilweise angedeutet
und mit den Radschemeln 34 der vorderen Laufrad-Paare gelenkig verbunden ist.
[0018] Um nur zwei Zahnstangenwinden 12 zum Anheben des Großbehälters 10 gleichzeitig bedienen
zu müssen, sind je zwei seitlich benachbarte Zahnstangenwinden 12 durch Wellen 39
antriebsmäßig miteinander verbunden.
[0019] Wenn der Großbehälter 10 in einem anderen beispielhaften Fall auf einer erhöhten
horizontalen Laderampe des jeweiligen Transportgeräts abgesetzt werden soll, ist
es erforderlich, die Laufrad-Paare auf eine "Breitspur" einzustellen, wie sie in
Fig. 3 und in vollen Linien in Fig. 6 gezeigt ist. Die Ausleger 11 werden zu diesem
Zweck am Anschlußholm 20 so angebaut, daß sie sich parallel zu den Schmalseiten 30
des Großbehälters 10 erstrecken und wie dies die Anbaupositionen B und D in Fig. 2
verdeutlichen. Wenn die Radschemel 34 dann unter die angebauten Ausleger 11 eingefahren
und mit den Stützen 15 gekoppelt sind, werden die Zahnstangenwinden 12 ebenfalls betätigt,
um die Ausleger 12 und damit den Großbehälter 10 in die Fahrposition anzuheben, in
der zunächst die Laufrad-Paare um 90° in Fahrtrichtung gedreht werden (Fig. 3 und
6). Nach Erreichen der horizontalen Laderampe wird der Großbehälter 10 soweit angehoben,
daß er über diese verfahren werden kann, wobei die Stützen 15 noch einen gewissen
seitlichen Abstand von der Laderampe aufweisen. Alsdann wird der Großbehälter 10 auf
der Laderampe abgesetzt und die Hub- bzw. Absetzvorrichtung wird demontiert, so daß
der Großbehälter von der Laderampe in den betreffenden Frachtraum über bodenseitige
Rollen eingebracht werden kann.
[0020] In Fällen, wo es erforderlich ist, den Großbehälter 10 quer zu seiner Längsachse
zu verfahren, befinden sich die Laufrad-Paare nach dem Koppeln ihrer Radschemel 34
mit den Stützen 15 bereits in der in Fig. 5 gezeigten Fahrtrichtung (die vorstehend
erläuterte Drehung der Laufrad-Paare um 90° entfällt hier also).
[0021] Weitere Anbaumöglichkeiten der Ausleger 11 an den Anschlußholmen 20 oder 25ʹ sind
in Fig. 2 bei C und D angedeutet. Die Anbauwweise C ergibt einen etwas größeren seitlichen
Abstand der Laufradpaare als die Anbauweise A und die Anbauweise D ergibt gleichfalls
eine "Breitspur" für die Laufrad-Paare, wobei auch hier ein Verfahren des Großbehälters
10 in Richtung seiner Längsachse und quer zu dieser Längsachse möglich ist, wie bei
der Anbauversion B. Die Anbauvariante D erfordert jedoch den zweiten verkürzten Anschlußholm
25ʹ, wie er auch in Fig. 1 in strichpunktierten Linien angedeutet ist.
[0022] Die Tragarme 23, 24 bzw. 23ʹ und 24ʹ können am Anschlußholm 20 auch lösbar befestigt
sein, z.B. mittels nicht gezeigter Steckbolzen, die durch Bohrungen in Laschen an
dem Anschlußholm 20 eingeführt werden können. Dadurch ergeben sich beim Abbau der
Hub- bzw. Absetzvorrichtung von einem Großbehälter 10 weniger sperrige Anbauteile.
[0023] Zusätzliche unterschiedliche Fahrspuren für die Laufrad-Paare lassen sich dann einstellen,
wenn die Tragarme 23, 24 bzw. 23ʹ, 24ʹ teleskopartig ausgebildet oder die verkürzten
Anschlußholme 25, 25ʹ zwischen den Tragarmen 23, 24, 23ʹ, 24ʹ in deren Achsrichtung
verstellbar angeordnet sind.
1. Hub- bzw. Absetzvorrichtung für transportable Großbehälter, z.B. Kabinen, Container
oder dergleichen mit an den Eckbeschlägen des Großbehälters senkrecht anbaubaren,
etwa behälterhohen Anschlußholmen für Ausleger, die Zahnstangenwinden oder dergleichen
tragen, deren Zahnstangen oder dergleichen an Stützen für den Großbehälter vorgesehen
und die längs jeder Stütze heb- und senkbar sind, wobei die Stützen Laufräder aufweisen
können, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußholme (2o) gegenüber dem Großbehälter
(10) jeweils über Eck angeordnet sind und an ihren unteren Endbereichen in seitlichem
Abstand wenigstens einen weiteren verkürzten, senkrechten Anschlußholm (25) für den
Ausleger (11) einer Zahnstangenwinde (12) tragen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der verkürzte Anschlußholm
(25ʹ) derart am etwa behälterhohen Anschlußholm (20) angeordnet ist, daß er einer
Längsseite (31) des Großbehälters (10) gegenüberliegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der verkürzte Anschlußholm
(25) so am etwa behälterhohen Anschlußholm (20) angeordnet ist, daß er einer Schmalseite
(30) des Großbehälters (10) gegenüberliegt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der etwa behälterhohe
Anschlußholm (20) zwei verkürzte Anschlußholme (25, 25ʹ) in einer rechtwinkeligen
Anordnung trägt, so daß der eine (25ʹ) einer Längsseite (31) und der andere (25)
einer Schmalseite (30) des Großbehälters (10) gegenüberliegt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die verkürzten
Anschlußholme (25, 25ʹ) mit ihren Enden an Tragarmen (23, 24; 23ʹ, 24ʹ) befestigt
sind, die an dem etwa behälterhohen Anschlußholm (20) z.B. mittels Steckbolzen lösbar
befestigt sind.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragarme
teleskopartig ausgebildet sind, um den seitlichen Abstand zwischen den Anschlußholmen
zu verändern.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die verkürzten
Anschlußholme zwischen je zwei Tragarmen in deren Achsrichtung verstellbar angeordnet
sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende des etwa
behälterhohen Anschlußholms (20) über zwei im rechten Winkel an dem Anschlußholm (20)
angeordnete Tragarme (23, 23ʹ) für die verkürzten Anschlußholme (25, 25ʹ) am unteren
Eckbeschlag (19) des Großbehälters (10) befestigt ist.